1900

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1897 | 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903

Januar

0101D: Das neue Jahrhundert

  • Die Menschen ringen um Fassung: "Ich eröffne das neue Jahrhundert!", ruft Emile Zola nach Kräften. Er steht in der jubelnden Menge, seine Stimme überschlägt sich: "Ich bin ganz sicher: Wahrheit und Gerechtigkeit werden sich durchsetzen. Die Wissenschaft rechtfertigt unseren Traum - den Wunsch nach einer besseren Welt." Dann greift der berühmte Dichter zum neuen Fotoapparat, um die Pariser Weltausstellung ringsherum zu dokumentieren. Zur Jahrhundertfeier der Revolution war der Eiffelturm als Symbol für das Zeitalter der Wissenschaft und Industrie errichtet worden. 1900 protzt hier die "Exposition universelle" mit Rekorden: 40 von damals 86 Nationen wetteifern mit technischen Neuerungen um Ruhm und Ehre: die Deutschen mit ihren Dynamos, Russland mit der Transsibirischen Eisenbahn, die Amerikaner mit Edisons Glühbirne. Ungeheurer Fortschrittsglaube beseelt die Menschen, der Blick in die Zukunft ist rosig. Telefon, Automobil - der Erfindergeist der Ingenieure und das Entdeckerglück der Forscher beflügeln die Fantasie. Doch Zolas "bessere Welt" blieb ein Traum - auch 100 Jahre später werden trotz Computer und Gentechnik nicht Hunger und Ungerechtigkeit aus allen 192 Staaten verschwunden sein. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)

0101D: Bürgerliches Gesetzbuch (Deutsches Reich)

  • Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt als zentrale Kodifikation des deutschen allgemeinen Privatrechts die wichtigsten Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen. Es bildet mit seinen Nebengesetzen (z. B. Wohnungseigentumsgesetz, Versicherungsvertragsgesetz, Lebenspartnerschaftsgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) das allgemeine Privatrecht. Nach langjähriger Beratung in zwei Juristenkommissionen trat das BGB am 1. Januar 1900 durch Art. 1 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) in Kraft (RGBl. 1896 I S. 195). Es war die erste Kodifikation im Privatrecht, die für das gesamte Reichsgebiet Gültigkeit besaß. Erstmals wurde einheitlich die Gleichberechtigung der Frau hinsichtlich der Geschäftsfähigkeit festgeschrieben. Der Gesetzgeber hat seitdem sehr viele Änderungen am BGB vorgenommen. Es gilt in der Bundesrepublik Deutschland als Bundesrecht nach Art. 123 Abs. 1 und Art. 125 Grundgesetz (GG) fort. Am 2. Januar 2002 erfolgte im Zuge der umfassenden Reform des Schuldrechts eine Neubekanntmachung des BGB in neuer deutscher Rechtschreibung und mit amtlichen Paragraphenüberschriften.
  • Das 1896 vom Deutschen Reichstag verabschiedete "Bürgerliche Gesetzbuch" (BGB) tritt in Kraft. Es hat – mit zahlreichen Änderungen – bis heute gültig. (aref.de)

0101D: Handelsgesetzbuch (Deutsches Reich)

  • Das Handelsgesetzbuch (HGB) enthält den Kern des Handelsrechts in Deutschland. Das Bürgerliche Gesetzbuch gilt für Kaufleute neben dem HGB nur subsidiär. Das HGB setzt vor allem auf den Rechtsschein, um die vorzunehmenden Geschäfte zu erleichtern. Daneben enthält das HGB die Regelungen für die OHG, die KG und die stille Gesellschaft. Für Kapitalgesellschaften enthält das HGB Regelungen zu Abschlüssen und Berichten. Weiterhin bestehen Ergänzungsvorschriften für Versicherungsunternehmen, Kreditinstitute und Genossenschaften. Mit wenigen Strafvorschriften zählt das HGB auch zum Nebenstrafrecht. Vorläufer des heutigen HGB war das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch (ADHGB) von 1861. Das HGB wurde am 10. Mai 1897 erlassen, und trat gemeinsam mit dem BGB am 1. Januar 1900 in Kraft. Aktuell wird das Handelsrecht stark durch Rechtsetzungen der Europäischen Union beeinflusst. Das deutsche Handelsgesetzbuch galt ab 1939 großteils auch in Österreich. Mit dem 1. Januar 2007 wurde das österreichische Handelsgesetzbuch (HGB) mit dem Handelsrechts-Änderungsgesetz (HaRÄG), öBGBl I Nr 2005/120 in großem Umfang novelliert und dabei in Unternehmensgesetzbuch (UGB) umbenannt.

0123D: Schlacht von Spion Kop

  • Die Schlacht von Spion Kop war eine Schlacht zwischen Briten und Buren im zweiten Burenkrieg. Sie fand am 23./24. Januar am Spion Kop (afrikaans Spioenkop), einem Bergkegel 38 Kilometer südwestlich von Ladysmith, statt und endete mit dem Sieg der Buren.

0128D: Deutscher Fußball-Bund

  • Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist ein Verband deutscher Fußballvereine. Er wurde am 28. Januar 1900 in Leipzig gegründet. Aufgrund der Kriegsfolgen war der DFB nach 1945 zwischenzeitig aus der FIFA ausgeschlossen, formal war er bereits 1940 abgewickelt worden; eine Neugründung erfolgte am 10. Juli 1949 in Stuttgart. Der DFB ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt/Main. Seine ordentlichen Mitglieder sind der Ligaverband sowie die fünf Regionalverbände und 21 Landesverbände. Im DFB sind heute (Stand: Januar 2011) mehr als 6,7 Millionen Mitglieder in 177.000 Mannschaften und gut 25.000 Vereinen organisiert.

0128D: Gründungsversammlung des Deutschen Fußball-Bunds

  • Die Gründungsversammlung des Deutschen Fußball-Bunds fand als „I. Allgemeiner Deutscher Fußballtag“ am 28. Januar 1900 im Leipziger Restaurant Zum Mariengarten statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, eine Dachorganisation für die bis dahin entstandenen Fußballverbände und -vereine in Deutschland zu schaffen, um für ein einheitliches Regelwerk und die Durchführung nationaler Meisterschaften sowie internationaler Begegnungen zu sorgen. Sie führte zur Gründung des heute weltweit größten Einzelsportverbandes, des Deutschen Fußball-Bunds (DFB).
  • Vor 100 Jahren, am 28. Januar 1900, wurde in Leipzig der Deutsche Fußballbund (DFB) gegründet. Neben den "reichsdeutschen" Vereinen waren elsässische und tschechische Vereine Mitglieder der ersten Stunde. Heute ist der DFB mit seinen fast 6 Mio. Mitgliedern der größte Sportverband der Welt. (aref.de)

Februar

0206D: Lex Heinze (Deutsches Reich)

  • Die sogenannte Lex Heinze (von lateinisch: lex, deutsch: Gesetz) war ein umstrittenes Gesetz zur Änderung des Reichsstrafgesetzbuches, mit dem in Deutschland im Jahre 1900 die öffentliche Darstellung „unsittlicher“ Handlungen in Kunstwerken, Literatur und Theateraufführungen zensiert sowie der Straftatbestand der Zuhälterei eingeführt wurde. Nach zahlreichen öffentlichen Protesten und Widerständen aus weiten Kreisen des liberalen Bürgertums sowie der Sozialdemokratie entschärfte der deutsche Reichstag den ersten Entwurf und billigte die „Sittlichkeitsparagraphen“ des Reichsstrafgesetzbuches in einer Kompromissfassung. Benannt war das Gesetz nach dem verurteilten Berliner Ehepaar Heinze, deren Mordprozess mit Zuhälterei und Prostitution in Verbindung gebracht wurde.

0227D: FC Bayern München

  • Der FC Bayern München (offiziell: Fußball-Club Bayern München e. V.) ist ein Sportverein aus München. Die seit 2002 in eine eigene AG ausgegliederte Fußballabteilung ist amtierender deutscher Fußballmeister, Rekordmeister sowie Rekordsieger im DFB-Pokal, Ligapokal und Supercup und belegt in der Ewigen Tabelle der Bundesliga den ersten Platz. Damit sind die Bayern der erfolgreichste Fußballverein in Deutschland. Auf europäischer Ebene gehört der FC Bayern mit sechs Europapokalsiegen, davon vier in der Champions League bzw. dem Europapokal der Landesmeister, ebenfalls zu den fünf erfolgreichsten Vereinen. Neben dem FC Barcelona, Juventus Turin und Ajax Amsterdam ist er einer der Vereine, die alle drei europäischen Pokalwettbewerbe gewinnen konnten. Zudem konnte er zweimal den Weltpokal gewinnen. Auch wirtschaftlich gehört der Verein zu den weltweit erfolgreichsten: Nach der Saison 2008/09 belegten die Bayern Rang vier in der Rangliste der umsatzstärksten Klubs und im April 2010 Rang fünf in der Liste der wertvollsten Vereine des Forbes Magazine.[1] Mit 162.187 Mitgliedern (Stand: 30. Juni 2010) ist der FC Bayern einer der mitgliederstärksten Sportvereine weltweit. Seit 1965 spielt der FC Bayern ununterbrochen in der Bundesliga, lediglich die ersten zwei Jahre nach Einführung der Bundesliga war die Mannschaft zweitklassig. Die zweite Mannschaft des FC Bayern spielt zurzeit in der 2008 neu eingeführten 3. Liga und gewann in der Saison 2003/04 den Meistertitel in der Regionalliga Süd. Zum FC Bayern gehören zudem weitere Abteilungen, die auch einige Erfolge aufweisen können. So wurden die derzeit in der Bundesliga der Frauen spielenden Fußballfrauen 1976 Deutscher Meister. Weitere Erfolge feierten die Basketballer mit zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg, die Schachabteilung mit neun Deutschen Meisterschaften und einem Europapokalsieg sowie die Turner mit vier Deutschen Meisterschaften.

April

0415D: Weltausstellung in Paris

  • Die Weltausstellung Paris 1900 (exposition universelle de 1900) war die fünfte Pariser Weltausstellung. Sie fand vom 15. April 1900 bis zum 12. November 1900 statt und zählte 50,8 Millionen Besucher. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten Ausstellungen ihrer Art.
  • Film (youtube.com)

0422D: Schlacht von Kousséri

  • Die Schlacht von Kousséri war der Endpunkt des französischen Versuchs, die Region von Chari-Baguirmi im heutigen Tschad unter ihre Kontrolle zu bringen. An der Jahreswende 1899-1900 entsandte Frankreich drei getrennt marschierende Kolonnen in das Gebiet – eine nördlich aus dem Kongo vorgehende, eine ostwärts vom Niger aus vorrückende und eine südlich aus Algerien kommende. Der Plan war, die französischen Kolonien in Afrika zu verbinden und endgültig zu befrieden. Die Kolonnen trafen sich am 21. April am rechten Ufer des Schari im heutigen Tschad, gegenüber Kousséri im heutigen Kamerun. Der sudanesische Regionalherrscher Rabih az-Zubayr kontrollierte diese Region mit einer Streitkraft von ca. 10.000 Infanteristen und Kavalleristen, von denen aber nur 400 Hinterladergewehre besaßen.

Juli

0709D: Patriarch Joseph Emmanuel II. Toma (Babylon)

  • Joseph Emmanuel II. Toma (1852-1947) war von 1900 bis 1947 Patriarch von Babylon der Chaldäer.

0727D: "Hunnenrede"

  • Die sogenannte Hunnenrede hielt Wilhelm II. am 27. Juli 1900 in Bremerhaven bei der Verabschiedung des deutschen Ostasiatischen Expeditionskorps zur Niederschlagung des Boxeraufstandes im Kaiserreich China. Das wohl bekannteste Zitat dieser Rede lautet: „Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!“ Dieses Zitat wurde im Ersten Weltkrieg häufig als Bestätigung für das als barbarisch geltende Verhalten der Deutschen herangezogen. In Großbritannien prägte die Rede den Begriff The huns für die Deutschen, der gleichfalls in der britischen Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg eine Rolle spielte.

0729D: Lenin verlässt Russland Richtung München

  • Meyer kann natürlich jeder heißen, aber nicht jeder, der sich so vorstellt, heißt auch wirklich so. Das gilt jedenfalls für den Herrn Meyer, der sich in der Prinzregentenzeit in München ein Zimmer nimmt. Am 29. Juli 1900 war er aus Russland abgereist und heißt in Wirklichkeit Lenin. (BR2 Kalenderblatt)

August

0803D: Preußischer Kriegsminister von Goßler verbietet sozialdemokratische Schriften

  • Für Kaiser Wilhelm II. waren sie Reichsfeinde, gegen die nur der Einsatz der Armee hilft: Die Sozialdemokraten. Da die SPD seit 1890 aber nicht nur regelmäßig die meisten Wählerstimmen erhielt, sondern darüber hinaus bis 1914 über eine Million Mitglieder zählte, drohte dem Kaiser ein Wehrpflichtigenarmee voller Sozialdemokraten. (dradio.de)

0827D: Galveston-Hurrikan

  • Als Galveston-Hurrikan wird der Hurrikan bezeichnet, der am Samstag, dem 8. September 1900 die texanische Stadt Galveston zerstörte. Mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde und Böen, die bis zu 300 Kilometer pro Stunde erreichten, war der Galveston-Hurrikan ein Sturm der Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Skala. Der Hurrikan forderte eine hohe Zahl von Todesopfern, welche von manchen Quellen auf 6.000, von anderen auf bis zu 12.000 geschätzt wird. Die meisten offiziellen Berichte gehen von 8.000 Todesopfern aus. Damit ist der Galveston-Hurrikan der atlantische Sturm, der die drittgrößte Anzahl an Todesopfern forderte, nach dem sogenannten Großen Hurrikan von 1780 und Hurrikan Mitch im Jahre 1998. In den USA ist der Galveston-Hurrikan neben Hurrikan Katrina aus dem Jahr 2005 eine der Naturkatastrophen, die die meisten Menschenleben forderte und die größten Verwüstungen anrichtete. Anders als heutige Hurrikane erhielt der Hurrikan von 1900 keine offizielle Bezeichnung. Man kennt ihn aber unter den Namen "Galveston-Hurrikan von 1900" oder "Großer Galveston-Hurrikan" ("Great Galveston Hurricane" im englischen Sprachraum). Ältere Quellen bezeichnen die Naturkatastrophe gelegentlich auch als die "Galveston-Flut".

Oktober

1016D: Jangtse-Abkommen

  • Das Jangtse-Abkommen bezeichnet ein Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien vom 16. Oktober 1900 in London zur Regelung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen im Kaiserreich China, dem später weitere Großmächte beitraten.

November

1106D: Präsidentschaftswahl (USA)

  • In der US-Präsidentschaftswahl vom 6. November gab es mit den Kandidaten William McKinley (Republikaner) und William Jennings Bryan (Demokraten) eine Neuauflage der Präsidentschaftswahl von 1896. Der Sieg im Spanisch-Amerikanischen Krieg und die Stärkung des ökonomischen Wohlstandes halfen McKinley seine zweite Amtszeit anzutreten.

Dezember

1223D: erste Rundfunkübertragung

  • Sogar das Erfinder-Genie Edison war sich sicher: Eine drahtlose Sprachübertragung? Kann gar nicht gehen! Ging aber doch. Schon als zehnjähriger Junge hatte sich Reginald Aubrey Fessenden in den Kopf gesetzt, einmal "Radio zu machen". Am 23. Dezember 1900 schwirrten zwischen zwei Antennen die ersten Worte durch die Luft. (BR2 Kalenderblatt)

1225D: Leutnant Gustl (Schnitzler)

  • Leutnant Gustl (im Original: Lieutenant Gustl) ist eine Novelle von Arthur Schnitzler. Sie wurde 1900 in der Weihnachtsbeilage der Neuen Freien Presse erstmals veröffentlicht und erschien 1901 mit Illustrationen von M. Coschell im Verlag S. Fischer (Berlin). Der Text ist gänzlich als innerer Monolog gestaltet, was als Neuheit in der deutschsprachigen Literaturgeschichte gewürdigt wird; er stellt die Ängste, Obsessionen und Neurosen eines jungen Leutnants der k.u.k. Armee aus der Innenperspektive des Protagonisten dar. Schnitzlers Novelle wurde 1962 verfilmt, unter anderem mit Hans Moser.
  • Als die Erzählung "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler am ersten Weihnachtsfeiertag im Jahr 1900 in der liberalen Wiener Zeitung "Neue Freie Presse" gedruckt wurde, schlug sie sofort hohe Wellen. Schnitzler zeichnet ein ungeschöntes Bild der Zustände in der k&k-Monarchie. (dradio.de)

Lexikon

Braunschweiger Rathaus

  • Das Neue Rathaus der Stadt Braunschweig, wurde zwischen 1894 und 1900 nach Plänen des Stadtbaurates Ludwig Winter im Stil der Neogotik errichtet. Das dreistöckige Gebäude befindet sich direkt gegenüber dem Braunschweiger Dom am Langen Hof (heute Platz der Deutschen Einheit) und grenzt, inklusive seiner zwischen 1968 und 1971 errichteten An- und Erweiterungsbauten, ebenfalls an die Münzstraße, den Domplatz (damals Wilhelmsplatz), die Dankwardstraße und den Bohlweg.

Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes

  • Das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (kurz: DEI) ist eine Forschungseinrichtung der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Amman und Jerusalem. Es wurde am 19. Juni auf der Synode in Eisenach durch einen Beschluss der evangelischen Landeskirchen gegründet und durch einen kaiserlichen Hoheitsakt von Wilhelm II. bestätigt.

Deutschland (Schiff)

  • Der Doppelschrauben-Schnelldampfer Deutschland wurde ab 1900 von der Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG) im Transatlantikverkehr eingesetzt. Er war der zweite deutsche Dampfer, der das Blaue Band gewann. Ab 1911 wurde der Schnelldampfer als Kreuzfahrtschiff Victoria Luise eingesetzt. Aufgrund des schlechten Zustands des Schiffes wurde es nicht von den Siegermächten des ersten Weltkriegs beansprucht und war der einzige verbleibende große Dampfer unter deutscher Flagge. Umgebaut und umbenannt in Hansa diente die ehemalige Deutschland von Oktober 1921 bis 1925 als Auswandererschiff, um dann verschrottet zu werden.

Finlandia (Sibelius)

  • Finlandia op. 26 ist eine Sinfonische Dichtung des finnischen Komponisten Jean Sibelius aus den Jahren 1899/1900 mit der Besetzung: 2222-4331-Pk-Gr.Tr.-Trgl.-Str

Firestone Tire & Rubber Company

  • Die Firestone Tire & Rubber Company ist ein US-amerikanischer Reifenhersteller, der im Jahr 1900 von Harvey Samuel Firestone (1868–1938) in Akron im Bundesstaat Ohio gegründet und seit 1988 unter der Firmierung Bridgestone Firestone, LLC eine Tochtergesellschaft der Bridgestone Tire Company ist.

Holstein Kiel

  • Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. (kurz die KSV Holstein oder die Kieler SV Holstein, fälschlicherweise auch KSV Holstein Kiel genannt), allgemein bekannt als Holstein Kiel, ist ein rund 1190 Mitglieder zählender Sportverein aus Kiel. Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Fußballabteilung, deren erste Mannschaft bis zur Einführung der ersten landesweiten Bundesliga 1963 jeweils immer der höchsten deutschen Spielklasse angehörte. Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1912 und zwei errungene Vizemeisterschaften 1910 und 1930. Die Vereinsfarben des im Volksmund die Störche genannten Klubs sind blau, weiß und rot. Die erste Fußballmannschaft der Herren trägt ihre Heimspiele im 11.386 Zuschauer fassenden Holstein-Stadion aus. Neben Herrenfußball bietet der Verein auch Handball, Frauenfußball, Tennis und Cheerleading an. Die Frauenfußballmannschaft besteht seit 2004 und spielte seit dem Aufstieg 2005 insgesamt 6 Jahre in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Handballdamen der KSV gewannen 1971 die Deutsche Handballmeisterschaft und wurden 1964 und 1970 Vizemeisterinnen.

Hummelflug (Rimski-Korsakow)

  • Der "Hummelflug" ist ein orchestrales Interludium aus Nikolai Rimski-Korsakows 1899/1900 geschriebener Oper Das Märchen vom Zaren Saltan.
  • Interpretation von Yuja Wang (Clavio Video der Woche)

Kinderbuch "Der Zauberer von Oz" (Baum)

  • Der Zauberer von Oz ist ein Kinderbuch des US-amerikanischen Schriftstellers Lyman Frank Baum. Die Erzählung erschien 1900 unter dem Originaltitel The Wonderful Wizard of Oz mit Illustrationen von William Wallace Denslow. Wegen des großen Erfolges schrieben Baum und andere Autoren zahlreiche Fortsetzungen. Die erste Übersetzung ins Deutsche erschien 1940 in der Schweiz. Viele US-Amerikaner sind mit dieser Erzählung aufgewachsen und mit ihr so vertraut wie deutschsprachige Mitteleuropäer mit den Märchen von Hänsel und Gretel oder Rotkäppchen. Zu ihrem Bekanntheitsgrad und Wiedererkennungswert trugen vor allem die Verfilmungen bei, deren bekannteste mit Judy Garland in der Rolle von „Dorothy“ im Jahr 1939 entstand (Das zauberhafte Land).

König Vittorio Emanuele III. (Italien)

  • Vittorio Emanuele III. (1869-1947) entstammte dem Hause Savoyen und war von 1900 bis 1946 König von Italien. Als König duldete Viktor Emanuel III. 1922 die Machtübernahme der Faschisten unter Benito Mussolini, den anschließenden Aufbau einer Diktatur und hielt daran bis 1943 fest. Im Rahmen der italienischen Expansion vor und während des Zweiten Weltkriegs nahm er zusätzlich die Titel „Kaiser von Abessinien“ (1936 bis 1941) und „König von Albanien“ (1939 bis 1943) an. 1946 dankte er zugunsten seines Sohnes Umberto II. ab und ging ins Exil nach Ägypten, wo er ein Jahr später verstarb.

Kronen Zeitung

  • Die Neue Kronen Zeitung, so der offizielle Name, allgemein nur kurz Krone genannt, ist die auflagenstärkste österreichische Boulevardtageszeitung. Gekennzeichnet durch eine einfache Sprache und kurze Artikel ist der Stil der Kronen Zeitung am ehesten als massenfokussiert zu beschreiben. Der Name der Zeitung ist von ihrem ursprünglichen Abonnementspreis, eine Krone, abgeleitet. Die Abbildung 1-Kronen-Münze zierte in jener Zeit auch das Titelblatt.

Künstlerhaus (Leipzig)

  • Das Künstlerhaus in Leipzig war das Vereinshaus des Leipziger Künstlervereins. Das von 1899 bis 1900 erbaute und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude am heutigen Nikischplatz war ein Bauwerk des Leipziger Jugendstils.

Labour Party

  • Die Labour Party ist neben der Conservative Party und den Liberal Democrats eine der drei großen politischen Parteien des Vereinigten Königreiches.

Novelle "Leutnant Gustl" (Schnitzler)

  • Leutnant Gustl ist eine Novelle von Arthur Schnitzler. Sie wurde 1900 in der Weihnachtsbeilage der Wiener Neuen Freien Presse erstmals veröffentlicht und erschien 1901 mit Illustrationen von Moritz Coschell im S. Fischer Verlag (Berlin). Der Text ist fast gänzlich als innerer Monolog gestaltet, was als Neuheit in der deutschsprachigen Literaturgeschichte gewürdigt wird; er stellt die Ängste, Obsessionen und Neurosen eines jungen Leutnants der k.u.k. Armee aus der Innenperspektive des Protagonisten dar. Schnitzlers Novelle wurde 1962 verfilmt, unter anderem mit Hans Moser.
  • Österreich um 1900: Während in den Kaffeehäusern von Wien über den Untergang der Welt schwadroniert wird, stemmt sich vor allem das Militär den Auflösungserscheinungen des Fin de Siècle entgegen und hält seinen Ehrenkodex hoch. Ausgerechnet diesen Ehrenkodex der kaiserlichen und königlichen Armee wählt der Wiener Arzt und Literat Arthur Schnitzler als Thema für seine revolutionäre Novelle. Revolutionär ist sie vor allem aufgrund der Erzählperspektive: Erstmals ermöglicht ein deutschsprachiger Schriftsteller seinen Lesern den direkten Blick in die Gedanken seines Helden. Der Leutnant Gustl wird an der Garderobe eines Konzertsaals von einem Bäckermeister angepöbelt. Gustl stockt der Atem: Wie soll er auf eine solche Unverfrorenheit angemessen reagieren? Der Ehrenkodex des Militärs befiehlt: Duell oder Selbstmord. Ein Duell mit dem rangniederen Bäcker ist nicht möglich. Bleibt nur das andere ... Schnitzler treibt seinen Helden in einer nächtlichen Odyssee durch Wien, die schließlich zu einem überraschenden Ende führt. Was für die Helden von James Joyce’ Roman Ulysses Dublin ist, ist für Schnitzlers Gustl Wien: Kulisse für ein raffiniertes „Kopftheater“. (getAbstract)

Oper "Tosca" (Puccini)

  • Tosca ist eine Oper in drei Akten. Die Musik komponierte Giacomo Puccini, das Libretto schrieben Giuseppe Giacosa und Luigi Illica (nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou). Die Uraufführung fand am 14. Januar im Teatro Costanzi in Rom (heute Teatro dell’Opera di Roma) statt; Dirigent war Leopoldo Mugnone (1858–1941). Am 21. Oktober 1902 folgte die deutschsprachige Erstaufführung (Übersetzung: Max Kalbeck) an der Semperoper in Dresden. Bedeutend für die Rezeptionsgeschichte in Deutschland wurde auch die Premiere am Deutschen Opernhaus Berlin unter Leitung von Ignatz Waghalter am 20. Mai 1920. Die Oper Tosca steht dem Verismo nahe: es geht in ihr nicht um Sagengestalten oder Königshäuser, sondern um Leben, Leiden und Lieben von gewöhnlichen Menschen.

Oratorium "The Dream of Gerontius" (Elgar)

  • The Dream of Gerontius (deutsch: „Der Traum des Gerontius“) ist der Titel eines Oratoriums von Edward Elgar, das 1900 uraufgeführt wurde. Das als op. 38 veröffentlichte Werk zählt zu den wichtigsten Werken des englischen Komponisten und genießt insbesondere in seiner Heimat große Popularität.

Pont Camille-de-Hogues

  • Der Pont Camille-de-Hogues ist eine Stahlbetonbogenbrücke über die Vienne in Châtellerault im französischen Département Vienne in der Region Poitou-Charentes. Die von François Hennebique entworfene Brücke gilt als die erste größere Stahlbetonbrücke nicht nur in Frankreich, sondern auch weltweit, auch wenn die erste Eisenbetonbrücke schon 1875 durch Joseph Monier im Garten des Schlosses Chazelet bei Saint-Benoît-du-Sault im Département Indre erbaut und Wayss & Freytag aufgrund der von Monier erworbenen Patente bereits eine große Zahl kleinerer Stahlbetonbrücken erstellt hatten.

Roman "Das Feuer" (Annunzio)

  • Das Feuer ist ein Roman des italienischen Schriftstellers Gabriele d'Annunzio. In diesem Buch verarbeitet er seine fünf Jahre andauernde Liebesbeziehung zu der Schauspielerin Eleonora Duse. Das Buch war ein großer Skandalerfolg in Italien, aber auch im übrigen Europa und Amerika.

Roman "Im Schlaraffenland" (Mann)

  • Im Schlaraffenland. Ein Roman unter feinen Leuten ist ein Roman von Heinrich Mann, der zum Teil während eines Rom-Aufenthalts entstand.

Roman "Lord Jim" (Conrad)

  • Lord Jim ist ein Roman von Joseph Conrad, zuerst publiziert in Blackwood's Magazine im Jahr 1900. Der Roman gliedert sich in zwei Teile, eine psychologische Erzählung über Jims moralischen Fehler an Bord des Pilgerschiffs “Patna” und in eine Abenteuer-Geschichte über Jims Aufstieg und Niedergang unter den Leuten von Patusan, einem Eingeborenenstaat irgendwo in Ostindien bzw. Südostasien. Einige Kritiker sagten, dass der zweite Teil schlechter als der erste sei, aber er ist notwendig, um das psychologische Drama auszuarbeiten, das im ersten Teil seinen Anfang nimmt.
  • "Er war einer von uns", beteuert Marlow, der Erzähler in Joseph Conrads Roman Lord Jim, immer wieder, während er die Geschichte erzählt. Der verträumte junge Jim, Erster Offizier auf einem alten Dampfer, ist nicht besser oder schlechter als andere Menschen. Aber als das Schiff eines Nachts leckschlägt und er sich in Todesangst von den anderen Offizieren dazu hinreißen lässt, heimlich im Rettungsboot zu flüchten, verliert er seine Ehre und seinen Beruf und lädt eine untilgbare Schuld auf sich. Zumindest ihm erscheint es so: Seine Vergangenheit verfolgt ihn unaufhörlich, lässt ihn nicht mehr ruhen und durchkreuzt alle seine Versuche, ein glückliches Leben zu führen - bis er schließlich sein Versagen freiwillig sühnt. Joseph Conrads bekanntester Roman zeigt uns den Menschen als tragisches Opfer seines Schicksals, als einen, der für seine Fehlentscheidungen büßen muss und nicht auf Gnade hoffen darf. Mit seiner komplexen Struktur und der raffinierten Erzähltechnik wurde das Werk richtungsweisend für den Roman des 20. Jahrhunderts. (getAbstract)

Schauspiel "Nach Damaskus" (Strindberg)

  • Nach Damaskus ist ein dreiteiliges Drama des schwedischen Schriftstellers August Strindberg. Der erste und zweite Teil erschien 1898, der dritte 1904. Die Uraufführung des ersten Teils fand am 19. November 1900 am Dramaten in Stockholm statt, die deutsche Erstaufführung am 9. Juni 1916 in den Münchner Kammerspielen. Aufgrund seiner expressionistischen Formensprache gilt es als Meilenstein in der Entwicklung des modernen Dramas.

Sinfonie Nr. 4 (Mahler)

  • Die 4. Sinfonie in G-Dur ist eine Sinfonie mit Sopransolo von Gustav Mahler. Der Text dazu basiert auf einem Gedicht aus Des Knaben Wunderhorn.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Die Musik Mahlers ist seit Jahrzehnten beliebt, besonders die vierte Sinfonie feiert ungeahnte Erfolge. Hoch aktuell ist also die Veranstaltungsreihe der Universität Basel «Mahler-Interpretation heute», im Rahmen derer es ausnahmsweise eine öffentliche «Diskothek im Zwei» gibt. Graziella Contratto und Sigfried Schibli diskutieren über die neusten Aufnahmen von Mahlers Vierter. (DRS2 Diskothek im Zwei)

Quellen

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