1901

Aus WikiReneKousz
Wechseln zu: Navigation, Suche
1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904

DAS JAHR

  • Das Jahr 1901 markiert den Beginn des 20. Jahrhunderts. Es werden das erste Mal Nobelpreise vergeben. Zu den Preisträgern gehören Wilhelm Conrad Röntgen für die Entdeckung der Röntgenstrahlung und Emil von Behring für die Erforschung der Diphtherie. Henri Dunant erhält zusammen mit dem „Apostel des Friedens“ Frédéric Passy den Friedensnobelpreis. Die Suffragetten feiern ihren ersten Erfolg: In Norwegen wird das Frauenwahlrecht bei den Kommunalwahlen eingeführt. Auf der Südhalbkugel wird eine neue Nation gegründet: Die bislang selbstständigen Gebiete New South Wales, Victoria, Queensland, South Australia, Western Australia und Tasmanien schließen sich zum Bundesstaat Australien (Commonwealth of Australia) zusammen. Nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes durch die westlichen Kolonialmächte, Japan und Russland wird China zur Unterzeichnung des erniedrigenden Boxerprotokolls gezwungen.

JANUAR

0122D: Victoria (Vereinigtes Königreich)

  • Victoria (deutsch auch: Viktoria, eigtl. Alexandrina Victoria; * 24. Mai 1819 im Kensington Palace, London; † 22. Januar 1901 in Osborne House, Isle of Wight) war von 1837 bis 1901 Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland sowie ab 1876 der erste britische Monarch und die zweite Person überhaupt, die den Titel Kaiser von Indien trug. Sie war die Tochter von Eduard August, Herzog von Kent und Strathearn und Victoria von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Mit ihrer Thronbesteigung endete, aufgrund des im Königreich Hannover geltenden salischen Gesetzes, das Frauen von der Thronfolge ausschließt, die Personalunion zwischen Hannover und dem Vereinigten Königreich. Mit Victorias Tod endete die Herrschaft des Hauses Hannover auf dem britischen Thron, mit ihrem Sohn König Eduard VII. begann die Herrschaft des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Als konstitutionelle Monarchin war sie pro forma Herrscherin über mehr als ein Fünftel der Erde und ein Drittel der Weltbevölkerung. Während ihrer Regierungszeit erlebten die Ober- und Mittelschichten Großbritanniens eine beispiellose wirtschaftliche Blütezeit, und das Britische Weltreich stand auf dem Höhepunkt seiner Macht. Prägend für ihre Regentschaft war der Einfluss ihres Cousins und Ehemannes Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und ihr fast völliger Rückzug aus der Öffentlichkeit nach dessen Tod 1861. Sie handhabte die konstitutionelle Monarchie sehr eigenwillig und selbstbewusst, obwohl sie bereits bei der Parlamentseröffnung die vorgeschriebene Rede des jeweiligen Premierministers verlesen musste – ein „Staatstheater“, bei dem sie sich zumeist vom Lordkanzler vertreten ließ. Victoria regierte 63 Jahre und 7 Monate, länger als jeder andere britische Monarch vor ihr. Durch ihre zahlreichen Nachkommen erhielt sie auch den Beinamen „Großmutter Europas“. Sie wurde aufgrund ihrer langen Regentschaft Namensgeberin für das Viktorianische Zeitalter.
  • Als ihr geliebter Albert mit nur 42 Jahren stirbt, klagt Königin Viktoria von England: "Wie kann ich noch am Leben sein? Ich, die ich täglich bete, dass wir zusammen sterben mögen." Die Menschheit trägt Trauer - Britannien ist Weltmacht Nummer eins. Bis zu ihrem eigenen Tod trug sie schwarz - 40 Jahre lang. "Viktorias Tod war der Sonnenuntergang familiärer Bindungen in der Politik", sagt der Großneffe des Zaren, Nikolaj Romanow, Prinz von Russland, im ZDF-Gespräch. "Danach war nichts mehr, wie es vorher war." Im Jahr 1901 vereint die Trauer um die "Großmutter Europas" die Herrscher der alten Welt ein letztes Mal. Mit dem Ende der 64-jährigen (!) Regentschaft der britischen Königin und Kaiserin von Indien und damit dem Ende des Viktorianischen Zeitalters, brechen die Rivalitäten in der internationalen Politik auf: Ein Jahrhundert der Zwietracht beginnt - mit unzähligen Krisen und zwei Weltkriegen. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)

MÄRZ

0301D: Wuppertaler Schwebebahn

  • Die Wuppertaler Schwebebahn ist ein am 1. März 1901 eröffnetes öffent­liches Per­sonen­nah­verkehrs­system in Wupper­tal. Die Hoch­bahn gilt als Wahr­zeichen der Stadt und steht seit dem 26. Mai 1997 unter Denk­mal­schutz. Betreiber­gesell­schaft sind die Wupper­taler Stadt­werke (WSW) beziehungs­weise deren Tochter­gesell­schaft WSW mobil. Der offizielle Name lautet Ein­schienige Hänge­bahn System Eugen Langen. Langen selbst kreierte die Wort­schöpfung ‚Schwebe­bahn‘. Vor Grün­dung der Stadt Wupper­tal 1929 war die Bezeich­nung Schwebe­bahn Barmen–Elberfeld–Vohwinkel geläufig. Die Wupper­taler Schwebe­bahn ist eine hängende Ein­schienen­bahn. Als GTW 2014 werden die neuen Fahr­zeuge der WSW mobil für die Wupper­taler Schwebe­bahn bezeichnet. Sie sollen ab 2016 die bisherigen Schwebe­bahnen vom Typ GTW 72 ersetzen. Es werden Dreh­strom-Asynchron­motoren mit der Mög­lich­keit zur Energie­rück­gewinnung beim Brems­vor­gang einge­baut. Die elektro­nische Aus­stattung der Schwebe­bahn wird grund­legend ver­ändert und das Zug­sicherungs­system ETCS installiert. (Artikel des Tages)

JUNI

0617D: Orthographische Konferenz

  • Auf der Orthographischen Konferenz von 1901 in Berlin (auch II. Orthographische Konferenz genannt) wurde eine gemeinsame deutsche Orthographie aller deutschsprachigen Staaten festgelegt, die zu großen Teilen auf der preußischen Schulorthographie beruhte, aber darüber hinaus auch Vorschläge der Orthographischen Konferenz von 1876 übernahm, die von Preußen noch nicht übernommen worden waren. Die damals standardisierte deutsche Rechtschreibung wurde in den deutschsprachigen Ländern (Länder des Deutschen Reiches, Österreich, Schweiz) mit geringen Änderungen einheitlich verwendet (abgesehen vom Verdrängen des ß in der Schweiz seit den 1920er Jahren und dessen Aufgabe 1934). Die nach der Konferenz noch zahlreich vorhandenen Doppel- und Dreifachformen wurden in unterschiedlichen Hausorthographien beseitigt, insbesondere durch den Buchdruckerduden von 1903. Schon bald nach der Konferenz wurden von verschiedenen Seiten Mängel beklagt und weiterer Reformbedarf gesehen, der nur sehr spärlich angenommen, jedoch mit der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 radikal angegangen wurde.

JULI

0701D: Gesetz vom 1. Juli 1901

  • Das Gesetz vom 1. Juli 1901 bildet zusammen mit dem Code civil die Grundlage für das französische Vereinsrecht. Es gilt auch in zahlreichen Ländern, die 1901 französische Kolonien waren. Es garantiert allen Personen unabhängig von ihrer Nationalität die Vereinigungsfreiheit.

0706D: Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst

  • Wilhelm II. duzte ihn und nannte ihn "Onkel Chlodwig" oder "Oheim". Denn Fürst Chlodwig von Hohenlohe-Schillingsfürst war ein Verwandter des Kaisers. Doch das half dem Fürsten wenig, als er mit 75 Jahren zum dritten Reichskanzler des 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreichs ernannt wurde. (WDR ZeitZeichen 2016)

AUGUST

0805D: Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901)

  • Victoria Adelaide Mary Louisa, Prinzessin von Großbritannien und Irland VA (* 21. November 1840 im Buckingham Palace, London; † 5. August 1901 in Schloss Friedrichshof, Kronberg im Taunus), nach dem Tod ihres Mannes (15. Juni 1888) auch Kaiserin Friedrich genannt, war als erstes Kind von Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und Königin Victoria von Großbritannien eine britische Prinzessin aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha. Als Gemahlin Friedrichs III. war sie zudem Königin von Preußen und Deutsche Kaiserin. Die britische Princess Royal wurde von ihrem Vater in einer politisch liberalen Haltung erzogen und nach ihrer Verlobung sorgfältig auf die Rolle einer preußischen Prinzessin vorbereitet. Ähnlich wie ihr Mann Friedrich III. war Victoria von Sachsen-Coburg und Gotha der Auffassung, dass sich Preußen beziehungsweise das Deutsche Kaiserreich zu einer konstitutionellen Monarchie nach britischem Muster entwickeln müsse. Diese politische Haltung und ihre britische Abstammung isolierten sie über lange Zeit am preußischen Hof, an dem unter anderem Otto von Bismarck zu ihren entschiedenen politischen Gegnern zählte. Friedrich III. und Kaiserin Victoria hatten letztlich nur für wenige Wochen die Möglichkeit, die Politik des Deutschen Kaiserreiches zu beeinflussen: Friedrich III. starb 99 Tage nach seiner Thronbesteigung an Kehlkopfkrebs. Ihm folgte Wilhelm II. auf den deutschen Kaiserthron, der eine deutlich konservativere Politik als seine Eltern vertrat. Victoria von Sachsen-Coburg und Gotha verbrachte ihr letztes Lebensjahrzehnt weitab vom preußischen Hof in Kronberg im Taunus. Die Korrespondenz zwischen Victoria von Sachsen-Coburg und Gotha und ihren Eltern ist nahezu lückenlos erhalten geblieben: Allein 3.777 Briefe der Queen Victoria an ihre älteste Tochter und ungefähr 4.000 Briefe der Tochter an ihre Mutter sind erhalten und katalogisiert. Diese geben einen detaillierten Einblick in die Lebensweise des preußischen Hofes zwischen 1858 und 1900. (Artikel des Tages)

0806D: Discovery-Expedition

  • Die British National Antarctic Expedition von 1901 bis 1904, besser bekannt als Discovery-Expedition, war die erste offizielle britische Expedition in die Antarktis seit der Fahrt James Clark Ross’ sechzig Jahre zuvor. Sie wurde von einem Komitee aus Mitgliedern der Royal Society und der Royal Geographical Society geplant und sollte wissenschaftliche Untersuchungen und geografische Erforschung in einem damals fast völlig unberührten Kontinent durchführen. Mit dieser Expedition begannen die Karrieren vieler Männer, die später zu Hauptfiguren im „Heldenzeitalter“ der Antarktis­forschung werden sollten, darunter Robert Falcon Scott, der die Expedition leitete, Ernest Shackleton, Edward Wilson, Frank Wild, Tom Crean und William Lashly. Als Wegbereiter für spätere Unternehmungen ist die Discovery-Expedition ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der britischen Antarktis­forschung. Die Discovery verließ am 6. August 1901 die britischen Gewässer und kam am 29. November via Kapstadt in Neuseeland an, nachdem sie für magnetologische Untersuchungen einen Abstecher auf über 40° S gemacht hatte. (Artikel des Tages)

OKTOBER

1014D: Straßenbahn Freiburg im Breisgau

  • Die Straßenbahn Freiburg im Breisgau, oft auch als Stadtbahn oder ehemals umgangs­sprach­lich als Hoobl (aleman­nisch für ‚Hobel‘) bezeichnet, ist das Straßenbahn­system der Stadt Freiburg im Breisgau in Baden-Württem­berg. Es besteht seit dem 14. Oktober 1901 und ist von Beginn an elektrifiziert. Nach Still­legung mehrerer Strecken in den 1960er-Jahren wird das Strecken­netz seit 1980 – unter anderem zum Anschluss der im Westen neu entstandenen Stadt­teile – kontinuier­lich ausgebaut. Diese Entwicklung gilt als Beispiel für die Renaissance der Straßen­bahn in Deutsch­land. Das Strecken­netz umfasst eine Länge von 33,8 km und liegt nahezu aus­schließ­lich auf Frei­burger Stadt­gebiet, lediglich einige Meter der Wende­schleife Gundel­finger Straße befinden sich auf der Gemarkung der nördlichen Nachbar­gemeinde Gundel­fingen. Insgesamt bedient die Straßen­bahn 20 der 28 Frei­burger Stadt­teile. Mitte 2016 standen für den Betrieb der fünf Linien 67 Gelenk­triebwagen zur Verfügung, davon 6 hoch­flurige sowie 37 partiell und 24 durch­gehend nieder­flurige. Zuständiges Verkehrs­unternehmen ist die Frei­burger Verkehrs AG. (Artikel des Tages)

1024D: Erste Befahrung der Niagarafälle in einem Holzfass

  • "Daredevils" - Teufelskerle nennt man Menschen, die sich freiwillig großen Gefahren aussetzen. Dazu gehört seit dem 24. Oktober 1901 auch: sich in einer Tonne die Niagarafälle hinabzustürzen. Allerdings war der erste Teufelskerl eine Frau. Die New Yorker Tanzlehrerin Annie Taylor. (WDR Stichtag 2016)

NOVEMBER

1114D: Der Wiener Arzt Karl Landsteiner gibt seine Entdeckung der Blutgruppen bekannt

  • Seit der ersten Blutübertragung 83 Jahre zuvor durch Dr. James Blundell starben viele Menschen durch die Transfusion, aber niemand kannte die Ursache. Karl Landsteiner erkannte, wann Blut von Spender und das Blut des Empfängers verklumpen (aref.de)

DEZEMBER

1218D: Eröffnung des Pergamonmuseums

  • Als "Hunnenburg" hat man es anfangs geschmäht, als Stein gewordenes Zeugnis von Großmannssucht und deutschem Geltungsdrang. Doch das Pergamonmuseum, das wir heute kennen, hatte einen Vorgänger - und der war das genaue Gegenteil. (WDR ZeitZeichen 2016)

LEXIKON

Arizona Rangers

  • Die Arizona Rangers war eine spezielle Polizeieinheit, die 1901 nach dem Vorbild der Texas Ranger im damaligen Arizona-Territorium gegründet wurde, um der zunehmenden Gesetzlosigkeit im Territorium entgegenzutreten. Ihr Sitz war in Bisbee (Arizona). In der Kompanie, die ab 1903 eine Stärke von 26 Mann aufwies, dienten im Zeitraum von 1901 bis 1909 insgesamt 107 Männer, bestehend aus ehemaligen Gesetzeshütern, Soldaten, Ranchern sowie Cowboys. Als geschulte Reiter und Schützen verschafften sie sich weit über die Grenzen von Arizona hinaus Respekt und Anerkennung. Ihr Einsatz trug mit dazu bei, dass Arizona am 14. Februar 1912 als 48. Staat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen wurde.

Australien

  • Der Staat Australien liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien, Osttimor, West-Neuguinea und Papua-Neuguinea und umfasst neben der kontinentalen Landmasse die vorgelagerte Insel Tasmanien und einige kleinere Inseln. Darüber hinaus gehören noch die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel und die Ashmore- und Cartierinseln im Indischen Ozean sowie die subantarktischen Inseln Macquarieinsel und Heard und McDonaldinseln als Außengebiete zu Australien. Auch das Australische Antarktis-Territorium wird vom australischen Staat als Außengebiet betrachtet. Der Anspruch auf dieses Gebiet wird seit dem Jahr 1933 erhoben.

Bahnhof Dresden-Neustadt (Dresden)

  • Der Bahnhof Dresden-Neustadt (in Dresden umgangssprachlich Neustädter Bahnhof) ist neben dem Dresdner Hauptbahnhof der kleinere der beiden Dresdner Fernbahnhöfe und bündelt den Bahnverkehr auf der nördlichen Elbseite. Er ersetzte 1901 die beiden einander benachbart erbauten Vorgänger, den 1839 eingeweihten Leipziger Bahnhof sowie den seit 1847 bestehenden Schlesischen Bahnhof. Die zeitgenössisch repräsentative Gestaltung des im Stadtteil Leipziger Vorstadt gelegenen Bauwerks unterstreicht seine Bedeutung als Fernverkehrshalt. Er verknüpft im Eisenbahnknoten Dresden die vom Hauptbahnhof kommende Bahnstrecke Dresden–Děčín mit den Strecken nach Leipzig und nach Görlitz, die den Verkehr in Richtung Leipzig, Berlin sowie in die Oberlausitz aufnehmen.

Bistum Altoona-Johnstown

  • Das in den USA gelegene Bistum Altoona-Johnstown wurde am 30. Mai 1901 aus Gebieten der Bistümer Pittsburgh und Harrisburg als Bistum Altoona errichtet und gehört als Suffraganbistum der Kirchenprovinz Philadelphia an.

CA River Plate

  • Der Club Atlético River Plate ist ein 1901 gegründeter argentinischer Fußballverein der Primera División aus Buenos Aires. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti (auch El Monumental genannt) im Stadtviertel Belgrano aus.

Celtic (Schiff)

  • Die Celtic war ein britisches Passagierschiff der White Star Line.

Discovery-Expedition

  • Die British National Antarctic Expedition von 1901 bis 1904, besser bekannt als Discovery-Expedition, war die erste offizielle britische Expedition in die Antarktis seit der Fahrt James Clark Ross' sechzig Jahre zuvor. Sie wurde von einem Komitee aus Mitgliedern der Royal Society und der Royal Geographical Society geplant und sollte wissenschaftliche Untersuchungen und geografische Erforschung in einem damals fast völlig unberührten Kontinent durchführen. Mit dieser Expedition begannen die Karrieren vieler Männer, die später zu Hauptfiguren im „Heldenzeitalter“ der Antarktisforschung werden sollten, darunter Robert Falcon Scott, der die Expedition leitete, Ernest Shackleton, Edward Wilson, Frank Wild, Tom Crean und William Lashly. Als Wegbereiter für spätere Unternehmungen ist die Discovery-Expedition ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der britischen Antarktisforschung. Nach der Heimkehr der Männer wurde sie als Erfolg gefeiert, obwohl man eine teure Befreiungsoperation für die im Eis eingefrorene Discovery hatte starten müssen und später Zweifel an der Qualität einiger der wissenschaftlichen Aufzeichnungen aufkamen. Es wurde geltend gemacht, dass die Expedition vor allem bei der Beherrschung der Fortbewegungsmittel wie Skiern und Hundeschlitten versagt habe, ein Ruf, der britischen Expeditionen noch viele Jahre lang anhängen sollte.

École française d’Extrême-Orient

  • Die École française d’Extrême-Orient (EFEO) ist ein 1901 gegründetes französisches Institut zur wissenschaftlichen Erforschung der süd-, südost- und ostasiatischen Geschichte und Kultur. Die zentralen Tätigkeitsbereiche sind archäologische Forschungen, Restaurierungen (siehe auch Anastilosis), die Aufzeichnungen und Übersetzung schriftlicher und mündlicher Überlieferungen und das Studium der modernen asiatischen Gesellschaften. Der Hauptsitz der EFEO befindet sich heute in Paris. Die Arbeit der frühen Mitarbeiter der EFEO, etwa Henri Parmentiers Veröffentlichungen über die Cham oder Henri Marchals Arbeiten zu Angkor aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bilden noch heute oft die Grundlage moderner Forschungstätigkeiten und gelten als Standardwerke. Von Wissenschaftern der EFEO wurde ein eigenes System zur Umschrift der chinesischen Schrift entwickelt (EFEO-Transkription), das jedoch nicht mehr benutzt wird.

Elektrizitätswerk Amstetten

  • Das Elektrizitätswerk Amstetten ist ein Laufwasserkraftwerk, das für Klein­wasserkraft genutzt wird. Es liegt am Fluss Ybbs in der österreichischen Stadt Amstetten. Es ging 1901 in Betrieb und wurde 2010 um eine Restwasser­nutzung erweitert. Über einen Kanal (den „Werkskanal“) wird Wasser von der Ybbs abgezweigt und ins Kraft­werk im Stadt­teil Allersdorf geleitet, wo zwei Kaplan­turbinen Energie erzeugen. Eine weitere Restwasser­turbine arbeitet an der erneuerten Wehr­anlage im Ortsteil Greinsfurth. Über das im Besitz der Stadt­werke Amstetten befindliche Stromnetz wird rund ein Fünftel des Stadt­gebietes mit Energie versorgt. Das Regelarbeits­vermögen beträgt 15 GWh. Am 30. August 1899 wurde vom Gemeinderat der Stadt Amstetten der Beschluss zum Bau des Elektrizitäts­werks gefasst. Die Stadt hatte die Konzession erworben, um die Wasser­kraft der Ybbs zu nutzen, und beabsichtigte mit dem Bau, die Straßen und Plätze zu beleuchten sowie die Abgabe von Licht und Kraft an private Haushalte. (Artikel des Tages)

Emir Habibullah Khan (Afghanistan)

  • Habibullah Khan (1872-1919) war vom 3. Oktober 1901 bis 20. Februar 1919 der 15. Emir von Afghanistan. Er war Sohn des Emirs Abdur Rahman Khan und trat als Erstgeborener die Nachfolge seines Vaters als Herrscher von Afghanistan an.

FC Luzern

  • Der FC Luzern ist ein Fussballverein aus Luzern. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiss, was dem Luzerner Stadt- und Kantonswappen entspricht. Die Heimspiele werden seit 2011 in der Swissporarena ausgetragen, welche auf der Luzerner Allmend am Standort des alten Stadions neu errichtet wurde. Die erste Mannschaft spielt in der Raiffeisen Super League, der höchsten Spielklasse der Schweiz, und gewann bisher einmal die Meisterschaft und zweimal den Cup. Die zweite Mannschaft (U-21) spielt in der 1. Liga Classic (4. Spielklasse) und die Frauenmannschaft in der 1. Liga (3. Spielklasse). Zudem besitzt der Verein eine Volleyball- und eine Bocciasektion.

Gauß-Expedition

  • Die Gauß-Expedition (1901–1903) war die erste deutsche Antarktisexpedition und wurde vom Polarforscher und Geologieprofessor Erich von Drygalski auf dem Schiff Gauß unternommen, das entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch „der Gauß“ genannt wurde. Das Ziel der Expedition war die Erforschung des unbekannten Gebietes südlich der Kerguelen.

Gemälde "Schädelpyramide" (Cézanne)

  • "Die Schädelpyramide ist ein Werk von Paul Cézanne (1839–1906). Das Stillleben (Öl auf Leinwand, 37 x 45, 5 cm) entstand um 1901 und befindet sich in Privatbesitz.

Gemäldegalerie

Gesellschaft für sozialen Fortschritt

  • Die Gesellschaft für sozialen Fortschritt ist aus der Gesellschaft für soziale Reform hervorgegangen. Diese 1901 gegründete Vereinigung war während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik eine der wichtigsten und einflussreichsten sozialreformerischen Organisationen. Die heutige Gesellschaft versteht sich als Diskussionsforum für den Bereich der Sozialpolitik unter den Prinzipien der Offenheit, Unabhängigkeit und Gemeinnützigkeit. Gegenstände sind alle Bereiche der Sozialpolitik im Kontext des sozialen Wandels: Arbeitsmarkt, soziale Sicherungssysteme, in jüngerer Zeit zunehmend auch die Europäische Integration. Die Gesellschaft besteht aus einem vielseitigen Mitgliederkreis, u.a. aus BDA, DGB, Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, Bundesländern, Ministerien, Sozialversicherungsträgern, Unternehmen sowie persönlichen Mitgliedern. Die Gesellschaft führt öffentliche Tagungen durch und betreibt für ihre Mitglieder Arbeitskreise. Sitz der Gesellschaft ist Köln, die Geschäftsstelle logiert am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau.

Großherzog Wilhelm Ernst (Sachsen-Weimar-Eisenach)

  • Wilhelm Ernst (1876-1923) war vom 7. Januar 1901 bis 1903 Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach und bis zur Novemberrevolution 1918 durch Umbenennung letzter Großherzog von Sachsen.

Indian

  • Die Indian Motocycle Company, gegründet 1901 in Springfield (Massachusetts) durch George Mallory Hendee und Oscar Hedstrom, war einer der ersten Hersteller von Serienmotorrädern in den USA und zwischenzeitlich der größte Motorradproduzent der Welt. Der größte Teil der Maschinen von Indian waren Motorräder mit großvolumigen Zweizylinder-V-Motoren mit Seitenventil-Steuerung und Fahrwerken, die eine bequeme, niedrige Sitzposition erlaubten. Indian ging 1953 in Konkurs. In jüngerer Zeit gab und gibt es Versuche die Marke wiederzubeleben.

Jeux d’eau (Ravel)

Kickers Offenbach

  • Kickers Offenbach ist der größte Fußballverein in der Stadt Offenbach am Main. Bereits 1899 wurde der OFC in Offenbach gegründet. Aus finanziellen Gründen zersplitterte sich der OFC und wurde am 27. Mai 1901 im Restaurant „Rheinischer Hof“ in der Offenbacher Herrnstraße unter dem Namen Offenbacher Fußballclub Kickers 1901 e.V: neu gegründet. Die aktuelle Spielklasse ist die Regionalliga Südwest. In seiner Geschichte gehörte der Club mehrmals der Bundesliga und der 2. Bundesliga an und gewann 1970 den DFB-Pokal als erster Zweitligist. Der OFC trägt seine Heimspiele im Sparda-Bank-Hessen-Stadion aus, welches im Sommer 2012 nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde. Von den Fans wird das neu erbaute Stadion weiterhin als Bieberer Berg bezeichnet. Das Stadion bietet 20.500 Zuschauern Platz, mit der Option die Kapazität auf 22.500 zu erweitern. An gleicher Stelle stand zuvor das Stadion am Bieberer Berg, das ab 2011 im Zuge des Umbaus zurückgebaut wurde. Neben dem Fußball werden im Verein noch die Sportarten Frauenfußball, Cheerleading und Handball betrieben.

Klavierkonzert op. 18 (Rachmaninow)

  • Das 2. Klavierkonzert op. 18 in c-Moll wurde von Sergei Rachmaninow in den Jahren 1900/1901 komponiert. Uraufgeführt wurde es am 27. Oktober 1901 in Moskau unter der Leitung von Alexander Siloti, der Komponist spielte den Solopart. Gewidmet hat Rachmaninow das Werk dem russischen Neurologen Nikolai Dahl.

König Eduard VII. (Vereinigtes Königreich)

  • Eduard VII. (1841-1910) entstammte dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha und war der älteste Sohn Königin Victorias. Eduard war vom 22. Januar 1901 bis zu seinem Tod König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und Kaiser von Indien. Er war der erste britische Herrscher aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, das von seinem Sohn Georg V. zum Haus Windsor umbenannt wurde.

Matador (Spielzeug)

  • Matador ist ein Holzbaukasten, der 1901 von Johann Korbuly erfunden wurde.

Monsanto

  • Monsanto ist ein 1901 gegründeter und seit 1927 börsennotierter Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri, der Niederlassungen in 61 Ländern hat. Das Unternehmen produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den 1990er Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein. Bekannte Produkte sind verschiedene transgene Maissorten und Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat unter dem Namen Roundup. Das Unternehmen ist seit August 2002 im Aktienindex S&P 500 gelistet. 2007 betrug laut einer Abschätzung bei der weltweiten Anbaufläche von GV-Pflanzen der Anteil mit Technologie von Monsanto 87 %.

Nobelpreis

  • Der Nobelpreis ist eine seit 1901 jährlich vergebene Auszeichnung, die der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel (1833–1896) gestiftet hat. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobelstiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise 1901 verliehen. Der Nobelpreis gilt heute als die höchste Auszeichnung in den berücksichtigten Disziplinen und wird jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo übergeben, alle anderen Preise in Stockholm. Seit 1968 gibt es außerdem den von der Schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteten Preis für Wirtschaftswissenschaften, den die Schwedische Reichsbank zu ihrem 300-jährigem Bestandsjubiläum gestiftet hat. Er wird gemeinsam mit den Nobelpreisen vergeben, ist gleich dotiert und unterliegt ähnlichen Vergabekritieren. Dadurch wird er oft als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnet und als ein Nobelpreis wie die anderen wahrgenommen.

Oper "Die Rose vom Liebesgarten" (Pfitzner)

  • Die Rose vom Liebesgarten ist eine romantische Oper von Hans Pfitzner. Sie umfasst zwei Akte samt Vor- und Nachspiel; das Libretto wurde von James Grun verfasst.

Oper "Rusalka" (Dvořák)

  • Rusalka ist die erfolgreichste Oper von Antonín Dvořák. Sie entstand im Jahr 1900 nach einem Libretto von Jaroslav Kvapil und wurde am 31. März 1901 am Prager Nationaltheater unter der Leitung von Karel Kovařovic uraufgeführt.

Pomp and Circumstance Marches op. 39 (Elgar)

  • Die Pomp and Circumstance Marches, op. 39 sind eine Reihe von fünf Märschen für Orchester, komponiert von Edward Elgar.

Präsident Roosevelt (USA)

  • Theodore Roosevelt (1858-1919) war ein US-amerikanischer Politiker. Unter William McKinley war er ab dem 4. März 1901 für etwa sechs Monate Vizepräsident der Vereinigten Staaten, bis er nach dem tödlichen Attentat auf McKinley am 14. September 1901 im Alter von 42 Jahren zum 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Damit gilt Roosevelt, bezogen auf sein Lebensalter bei der Amtseinführung, in der Geschichte der USA als jüngster Inhaber dieses Amtes. Als Kandidat der Republikanischen Partei (GOP) wurde er 1904 wiedergewählt, bevor er 1908 vorerst auf die Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichtete und damit 1909 aus dem Amt schied. Sein Nachfolger wurde 1909 William Howard Taft, der ebenfalls der Republikanischen Partei angehörte. Mit dessen Politik unzufrieden, kandidierte Roosevelt 1912 erneut – diesmal für die auf seine Initiative neu gegründete Progressive Partei – neben Taft für das US-Präsidentenamt, nachdem die Republikaner nicht ihn, sondern erneut Taft nominiert hatten. Er wie auch Taft unterlagen jedoch bei der Wahl im November 1912 gegen Woodrow Wilson, dem Konkurrenten von der Demokratischen Partei. Auf internationaler Ebene war Roosevelt im Jahr 1906 als erstem Amerikaner der Friedensnobelpreis zuerkannt worden, nachdem er im Vorjahr mit seiner diplomatischen Initiative maßgeblich zum Ende des Russisch-Japanischen Krieges beigetragen hatte.

Prélude op. 23/5 (Rachmaninoff)

  • Sergei Rachmaninoff completed his Prelude in G minor, Op. 23, No. 5 in 1901. It was included in his Opus 23 set of ten preludes despite having been written two years earlier than the other nine. It epitomizes Rachmaninoff's Russian nationalism, rich in full chords an evocative theme. Rachmaninoff himself premiered the piece in Moscow on February 10, 1903, along with Preludes No. 1 and 2 from Op. 23
  • Interpretation von Emil Gilels (Empfehlung von Clavio Video der Woche)

Roman "Buddenbrooks" (Mann)

  • "Buddenbrooks: Verfall einer Familie" (1901) ist das früheste Werk Thomas Manns und gilt heute als der erste Gesellschaftsroman in deutscher Sprache von Weltgeltung. Er erzählt vom allmählichen, sich über vier Generationen hinziehenden Niedergang einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie und illustriert die gesellschaftliche Rolle und Selbstwahrnehmung des hanseatischen Großbürgertums in den Jahren von 1835 bis 1877. Als Vorlage der Handlung diente Thomas Mann seine eigene Familiengeschichte. Schauplatz des Geschehens ist seine Heimatstadt Lübeck. Ohne dass der Name der Stadt ausdrücklich erwähnt wird, sind viele Nebenfiguren nachweislich literarische Porträts von Lübecker Persönlichkeiten jener Zeit.
  • Was ist so faszinierend daran, vier Generationen einer Lübecker Kaufmannsfamilie bei ihrem langsamen Untergang zuzusehen? Darüber sind sich die Literaturkritiker heute, mehr als 100 Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen von Thomas Manns Familienroman Buddenbrooks, immer noch nicht einig. Einigkeit besteht aber darüber, dass Manns Erstling, für den sein Autor 28 Jahre später den Nobelpreis erhielt, den Leser gefangen nimmt: durch seine detaillierten Beschreibungen, durch seinen pointierten Humor, seine feine Ironie und eine schicksalhafte Handlung, bei der jede weitere Generation der Buddenbrooks dem unausweichlichen Verfall näher rückt. Die Männer der Familie leiden unter Unsicherheit und einer immer stärker hervortretenden Todessehnsucht, während die Frauen, allen voran die naive Tony, rastlos und vergeblich dem bürgerlichen Familienideal hinterherjagen. Mann beschreibt die "Buddenbrook'sche Krankheit" als Dekadenz, die er allerdings nicht nur negativ zeichnet: Vom alten Johann bis zum jungen Hanno wird die Familie zwar immer lebensuntüchtiger - aber auch feinfühliger und dem Künstlerischen stärker zugeneigt. Nach anfänglich eher zögerlichem Absatz konnte sich das Buch rasch mehrere Millionen Male verkaufen, hat längst Schulbuchklassizität erreicht und wird sogar von manchen Kritikern als größter deutscher Roman überhaupt bezeichnet. (getAbstract)

Roman "Der Hund von Baskerville" (Doyle)

  • Der Hund von Baskerville ist der dritte Roman mit Sherlock Holmes und eine der bekanntesten Detektivgeschichten Arthur Conan Doyles.
  • Gewiss, Arthur Conan Doyles Roman Der Hund von Baskerville ist voller Stereotype: tückische Sümpfe, ein toter Schlossherr, eine verlockende Erbschaft, ein finster intrigierender Ganove, vertauschte Identitäten, hinterlistige Heiratsversprechen und, last but not least, der übermenschliche kriminalistische Scharfsinn des größten Detektivs aller Zeiten: Sherlock Holmes – Genreliteratur eben. Doch bevor man dem berühmtesten Holmes-Roman leichtfertig dieses Etikett anheftet, sollte man sich in Erinnerung rufen, dass sein Autor das Genre des Detektivromans nicht nur bedient, sondern vor allem mitbegründet hat. Die Kunstfigur des stets souveränen Erzlogikers Sherlock Holmes ist eine der großen klassischen Erfindungen der Literaturgeschichte, nahezu ohne Vorbild, doch Urbild unzähliger späterer Detektivfiguren: Ob Hercule Poirot, Philip Marlowe oder Inspektor Clouseau, keine dieser Schöpfungen wäre ohne die Pioniertat Conan Doyles denkbar. Ob man die Holmes-Storys große Literatur nennen will, sei dahingestellt, doch eines sind sie dank ihrer spannenden Erzählweise, der detailreichen Schilderungen der viktorianischen Lebenswelt und der herrlich unerträglichen Süffisanz ihres Helden zweifellos: großartige Lektüre. (getAbstract)

Roman "Die ersten Menschen auf dem Mond" (Wells)

  • Die ersten Menschen auf dem Mond ist ein Roman des britischen Schriftstellers Herbert George Wells. Das Buch wurde zum ersten Mal 1901 unter dem Titel The First Men in the Moon veröffentlicht. Im Bruns Verlag/Minden erfolgt im Jahr 1905 die Deutsche Erstveröffentlichung unter dem Titel Die ersten Menschen im Mond.

Roman "Jerusalem" (Lagerlöf)

  • Jerusalem ist der Titel eines zweibändigen Romans der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf. Er erschien 1901 und 1902 und behandelt – ausgehend von einem realen Ereignis – das Schicksal einiger Bauern aus dem schwedischen Dalarna, die infolge eines religiösen Erweckungserlebnisses nach Jerusalem auswandern, um sich dort einer von amerikanischen Sektenmitgliedern gegründeten Kolonie anzuschließen.

Roman "Kim" (Kipling)

  • Kim ist ein historischer Roman des britischen Schriftstellers Rudyard Kipling. Der 1901 erschienene Roman wurde nach seinem Titelhelden benannt. Hintergrund der Geschichte ist der Konflikt zwischen Russland und Großbritannien in Zentralasien im 19. Jahrhundert. Parallel wird die enge Beziehung des Titelhelden zu einem tibetischen Lama erzählt, die die ostasiatische Perspektive auf die Welt beleuchtet.
  • Würde Kim heute geschrieben, wäre manches an dem Buch eine ziemliche Zumutung. Allein das Setting in der britischen Kolonie Indien, wo sich ein ganzes Volk wie selbstverständlich das Recht nahm, ein anderes nach seinen Maßstäben zu zivilisieren – was der Autor offenbar keineswegs missbilligt. Dann die in ihrer Eigenart überzeichneten Moslems, Hindus, Buddhisten, Engländer, Inder, Afghanen, Bengalen, Priester, Lamas, Bauern, Soldaten, Händler, Diebe, Bettler, Männer und Frauen – heute würde man dazu Stereotype sagen, politisch unkorrekte Verallgemeinerungen. Kim selbst aber, dieser geniale Anarchist, dieses gänzlich souveräne und furchtlose Kind, gegen den sich der andere radikale Lausebengel der Weltliteratur, Tom Sawyer, ausnimmt wie ein verängstigter Sonntagsschüler – Kim würde sicher auch als Figur der zeitgenössischen Literatur von den Lesern geliebt werden. Kim ist die so leidenschaftliche wie unsentimentale Fantasie eines Mannes, der in seiner Kindheit den magischen „Melting Pot“ Indien erfahren hat, aber ebenso militärische Zucht und brutale Unterdrückung. Und er ist das schlagende Herz eines wunderbaren Romans, der weit mehr ist als ein Jugendbuch. (getAbstract)

Schauspiel "Drei Schwestern" (Tschechow)

  • Drei Schwestern ist ein am 31. Januar 1901 am Moskauer Künstlertheater uraufgeführtes Drama von Anton Tschechow. Regie führte Konstantin Stanislawski, der führende russische Regisseur dieser Zeit. Die Rolle der Mascha spielte in der Uraufführung Tschechows Frau, die Schauspielerin Olga Knipper.
  • Drei Schwestern gehört zu den berühmtesten Theaterstücken überhaupt. Tschechow zeigt das vergebliche Streben nach Glück: Drei Schwestern und ihr Bruder Andrej leben in einer namenlosen russischen Provinzstadt. Sie haben große, aber nicht unrealistische Erwartungen ans Leben, die sie alle mit einem Umzug nach Moskau verbinden. Im Verlauf der vier Akte wird „Moskau“ allerdings immer unwahrscheinlicher. Andrej heiratet eine dümmliche Frau und lässt sich von ihr in den Sumpf der Provinz hinabziehen, ohne freilich seine einstigen Träume von einer wissenschaftlichen Karriere vergessen zu können. Die drei Schwestern Olga, Maša und Irina bemühen sich aktiver um ihr Glück: Irina sucht es in verschiedenen Berufen, Maša in einer außerehelichen Liebe, Olga macht als Lehrerin Karriere. Glücklich werden sie aber alle nicht, und keine von ihnen gelangt nach Moskau. Tschechows Stück ist realistisch und zugleich poetisch, es verhandelt auf fast existenzialistische Weise wichtige Fragen unseres Daseins. (getAbstract)

Schwedische Antarktisexpedition

  • Die Schwedische Antarktisexpedition von 1901 bis 1903 hatte das Ziel, die Ostküste der Antarktischen Halbinsel zu erforschen. Sie wurde von Otto Nordenskjöld geleitet, dem Carl Anton Larsen als Kapitän des Expeditionsschiffs Antarctic zur Seite stand. Die Expedition war wissenschaftlich erfolgreich. Sie ist aber auch für die dramatischen Ereignisse bekannt, die zum Verlust des Schiffs und zu einer ungeplanten Überwinterung in drei voneinander getrennten Gruppen führten. Mit der glücklichen Rettung der Expeditionsteilnehmer durch die Korvette Uruguay begann das argentinische Engagement in der Antarktis.

Siegesallee (Berlin)

  • Die Siegesallee war ein von Kaiser Wilhelm II. 1895 in Auftrag gegebener und finanzierter Pracht­boulevard im Tiergarten in Berlin, der 1901 vollendet wurde. 32 Denkmäler aus Marmor stellten sämtliche Markgrafen und Kurfürsten Branden­burgs und Könige Preußens zwischen 1157 und 1888 dar. Den Haupt­figuren standen je zwei Büsten mit Personen zur Seite, die im Leben oder in der Zeit der jeweiligen Herrscher eine wichtige Rolle spielten. Die 750 Meter lange Allee verlief vom früheren Königsplatz (heute: Platz der Republik) als Sichtachse bis zum Kemper­platz mit dem Roland­brunnen. Kunstkritiker sahen in den histori­sierend-neo­barocken Skulpturen eine zum großen Teil künstlerisch wenig wertvolle, ideenlose und austauschbare Verherr­lichung historischer Figuren, in der auch die ablehnende Haltung des Kaisers gegenüber modernen Kunst­strömungen zum Ausdruck kam. Im Berliner Volksmund wurde die Allee zum Teil respektlos als „Puppen­allee“ oder „Nippes­allee“ verspottet. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Figuren beschädigt, ein Teil ist verschollen. Einige wurden an neuen Plätzen aufgestellt. Die restlichen Figuren werden seit Mai 2009 in der Zitadelle Spandau restauriert und dort ab 2015 als Teil der neuen Dauer­ausstellung Enthüllt – Berlin und seine Denkmäler präsentiert. (Artikel des Tages)

Sinfonie op. 26 (Skrjabin)

  • Alexander Skrjabins 1. Sinfonie E-Dur wurde 1900 vollendet und als op. 26 des russischen Komponisten veröffentlicht. Das sechssätzige Werk setzt erstmals in der russischen Sinfonik über den Instrumentalsatz hinaus Vokalsolisten und Chor ein. Die Uraufführung fand am 16. März 1901 statt.

4. Sinfonie (Mahler)

  • Die 4. Sinfonie in G-Dur ist eine Sinfonie mit Sopransolo von Gustav Mahler. Der Text dazu basiert auf einem Gedicht aus Des Knaben Wunderhorn.

Toledo Museum of Art (Ohio)

  • Das Toledo Museum of Art ist ein Kunstmuseum in Toledo im US-Bundesstaat Ohio.

Überbrettl

  • Das 1901 von Ernst von Wolzogen in Berlin gegründete „Überbrettl“ war eines der ersten literarischen Kabaretts in Deutschland. Vergleichbare Etablissements gab es vorher bereits in Paris, am bekanntesten wohl das Le Chat Noir von Rodolphe Salis am Montmartre. Dort nutzten Künstler die Gelegenheit, sich gegenseitig ihre neuesten Stücke und Nummern vorzuführen, um zu prüfen, wie sie ankamen. Dieses Konzept der Kleinkunst wirkte als ein Gegenmodell zu etablierten Kunstformen und entsprach damit sehr dem spontanen, sozialkritischen Lebensgefühl insbesondere der jungen Künstlergeneration um die Jahrhundertwende („Bohème“).

US Steel

  • Die United States Steel Corporation, allgemein unter der Abkürzung US Steel bekannt, ist ein integrierter Stahlproduzent mit wichtigen Standorten in den USA und Mitteleuropa.

Wuppertaler Schwebebahn

  • Die Wuppertaler Schwebebahn ist ein am 1. März eröffnetes öffentliches Personennahverkehrssystem in Wuppertal. Die Hochbahn gilt als Wahrzeichen der Stadt und steht seit dem 26. Mai 1997 unter Denkmalschutz. Betreibergesellschaft sind die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) beziehungsweise deren Tochtergesellschaft WSW mobil. Ursprünglich lautete der offizielle Name Einschienige Hängebahn System Eugen Langen. Vor Gründung der Stadt Wuppertal 1929 war außerdem die Bezeichnung Schwebebahn Barmen–Elberfeld–Vohwinkel geläufig.

Zur Psychopathologie des Alltagslebens (Freud)

  • Zur Psychopathologie des Alltagslebens ist eine 1901 erschienene Studie von Sigmund Freud. Der Untertitel lautet: „Über Versprechen, Vergessen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum“.

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

09.02.2009 Artikel eröffnet

14.02.2014 Grundstock erstellt

1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904