1920: Unterschied zwischen den Versionen

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0608D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Haakj%C3%B6ringsk%C3%B6d-Fall '''Haakjöringsköd-Fall''']
0608D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Haakj%C3%B6ringsk%C3%B6d-Fall '''Haakjöringsköd-Fall''']
*Der Haakjöringsköd-Fall ist ein berühmter deutscher Rechtsstreit, den das Reichsgericht am 8. Juni 1920 entschieden hat. (Aktenzeichen II 549/19. Fundstelle: RGZ 99, 147.)
*Der Haakjöringsköd-Fall ist ein berühmter deutscher Rechtsstreit, den das Reichsgericht am 8. Juni 1920 entschieden hat. (Aktenzeichen II 549/19. Fundstelle: RGZ 99, 147.)
0623D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Giro_d%E2%80%99Italia_1920 '''Giro d’Italia''']
*Der 8. Giro d’Italia fand vom 23. Mai bis 6. Juni 1920 statt. Das Radrennen bestand aus 8 Etappen mit einer Gesamtlänge von 2.632 Kilometern. Von 49 Teilnehmern erreichten nur 10 das Ziel. Gaetano Belloni errang den Giro-Sieg vor Angelo Gremo.
0627D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Tour_de_France_1920 '''Tour de France''']
*Die 14. Tour de France fand mit 15 Etappen vom 27. Juni  bis 25. Juli 1920  statt. 113 Fahrer nahmen an der Rundfahrt teil, allerdings erreichten nur 22 das Ziel. Gestartet wurde die Rundfahrt im Pariser Vorort Argenteuil, Ziel war der Pariser Parc des Princes. Die Strecke führte die Teilnehmer zunächst nach Westen, dann in die Pyrenäen, an die französische Mittelmeerküste und über die Alpen nach Paris. Der Belgier Philippe Thys konnte sich als Favorit durchsetzen und seine dritte Tour de France gewinnen. Für die 5503 km erreichte Thys dabei einen Schnitt von 24,132 km/h. Dabei konnte er auch davon profitieren, dass zahlreiche Konkurrenten um den Sieg, darunter Eugène Christophe, Jean Alavoine sowie die Brüder Henri und Francis Pélissier, vorzeitig aufgaben. Tourleiter Henri Desgrange bezichtigte Henri Pélissier, nicht leidensfähig genug zu sein. Der Franzose Honoré Barthélémy erlitt bei einem Sturz einen Schulterbruch, fuhr die Rundfahrt dennoch zu Ende. Er wurde Achter der Gesamtwertung und damit bester Franzose, die Plätze eins bis sieben wurden von Belgiern belegt.
Zum ersten Mal wurden einige Etappen der Tour im Sprint entschieden.


0629D '''Operndiva Anna Sutter ermordet'''
0629D '''Operndiva Anna Sutter ermordet'''

Version vom 28. Juli 2010, 19:39 Uhr

1917 | 1918 | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923

Januar

0116D: Prohibition

  • Prohibition (lat. prohibere = verhindern) bezeichnet das Verbot bestimmter Drogen. In zahlreichen Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung ist der Handel oder Konsum von Alkohol verboten. Als Alkoholprohibition wird auch die Zeit bezeichnet, während der in Finnland und in den USA (1919–1932) der Handel von Alkohol verboten war. Seit dem Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel, das die Vereinten Nationen 1961 unterzeichneten, unterliegen viele beliebte Drogen und bestimmte exotische Drogen der fast weltweiten Prohibition. Ausgenommen sind u. a. Alkohol, Nikotin und Coffein, die den Volksdrogen zugerechnet werden.
  • In den USA tritt ein absolutes Alkoholverbot in Kraft. Das Prohibitionsgesetz stellt Herstellung, Transport, Verkauf und Besitz aller berauschenden Getränke mit einem Alkoholgehalt ab 0,5% unter Strafe. (aref.de)
  • Produktion, Transport und Verkauf von Alkohol werden in den USA von heute auf morgen verboten. Doch der verordneten Moral folgt maßloses Trinken: Alkoholsünder schleichen zu getarnten Kneipen, klopfen in Hinterhöfen an unscheinbare Türen. Gucklöcher gehen auf, Codeworte werden geflüstert. Eine halbe Million Amerikaner werden bis 1930 verhaftet. Auch Al Capone muss vor Gericht: "Ich verkaufe nur Bier und Whiskey an ehrbare Bürger", sagt der Gangster den Richtern ins Gesicht. "Leute wie Sie sind meine besten Kunden." Kriminalität, Schwarzhandel und Korruption feiern ein rauschendes Fest. 1933 wird das Gesetz aufgehoben. Alkohol ist heute weltweit die legale Droge Nummer eins. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)

0128D: Kongress von Lushnja

  • Der Kongress von Lushnja ist eine von mehreren Nationalversammlungen auf dem Weg Albaniens zu einem eigenständigen und gefestigten Staat. Dieser Albanische National-Kongress mit Vertretern aus dem ganzen Land fand vom 28. bis 31. Januar 1920 im mittelalbanischen Städtchen Lushnja statt.

Februar

0209D: Spitzbergenvertrag

  • Durch den am 9. Februar 1920 in Paris unterzeichneten Spitzbergenvertrag (norwegisch: Svalbardtraktaten) erhielt Norwegen die Souveränität über den Archipel von Svalbard inklusive der Bäreninsel und Hopen.

0224D: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)

  • Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) war eine in der Weimarer Republik entstandene politische Partei, deren Programm beziehungsweise Ideologie (der Nationalsozialismus) von radikalem Antisemitismus und Nationalismus sowie der Ablehnung von Demokratie und Marxismus bestimmt war. Ihr Parteivorsitzender war seit 1921 der spätere Reichskanzler Adolf Hitler, unter dem sie Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 als einzige zugelassene Partei beherrschte. Sie wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 mit allen ihren Untergliederungen als verbrecherische Organisation verboten und aufgelöst, ihr Vermögen beschlagnahmt. 1949 wurde in der Bundesrepublik auch jede Werbung durch Schriften, Worte oder Kennzeichen für sie verboten.

0224D: 25-Punkte-Programm

  • Das 25-Punkte-Programm war das Parteiprogramm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Adolf Hitler verkündete es am 24. Februar 1920 vor etwa 2000 Personen im Münchner Hofbräuhaus. Am selben Tag wurde die 1919 gegründete Deutsche Arbeiterpartei (DAP), der Adolf Hitler im selben Jahr als 55. Mitglied beigetreten war, in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt. Verfasser des Programms waren Hitler, Anton Drexler (Gründer der DAP) und der Wirtschaftstheoretiker Gottfried Feder. In diesem Programm wurde ein Großdeutsches Reich angestrebt, eine Aufhebung des Versailler Vertrags gefordert, die deutsche Staatsbürgerschaft für Juden abgelehnt und der Aufbau eines autoritären Staates mit einer politisch gelenkten Presse und Literatur angekündigt. Die drei Führer der Partei „versprachen“ einander, für die Durchführung der 25 Programmpunkte „wenn nötig unter Einsatz des eigenen Lebens rücksichtslos einzutreten“.
  • Am 24. Februar 1920 trug Adolf Hitler im Münchner Hofbräuhaus das 25-Punkte-Programm der NSDAP vor. Dieses Programm stellte einen Querschnitt dar durch das völkische, antisemitische, revisionistische Ideengemenge, vermischt mit antikapitalistischen Tönen. (dradio.de).

0225D: Morde von Mechterstädt

  • Als „Morde von Mechterstädt“ bezeichnet man die Erschießung von 15 thüringischen Arbeitern auf der Straße von Mechterstädt nach Gotha durch Verbindungsstudenten aus Marburg am 25. März 1920.

März

0313D: Ruhraufstand

  • Der Ruhraufstand, auch Märzaufstand oder Ruhrkampf genannt, war ein Aufstand linksgerichteter Arbeiter des Ruhrgebiets im März 1920. Der Aufstand erfolgte zunächst anlässlich des rechtsgerichteten Kapp-Putsches vom 13. März 1920, richtete sich dann aber auf das Ziel der „Erringung der politischen Macht durch die Diktatur des Proletariats“. Nach dem Ende des Kapp-Putsches ließ die Reichsregierung den andauernden Ruhraufstand von der Reichswehr niederschlagen.

0313D: Welfenputsch

  • Der Welfenputsch beschreibt eine kurzzeitigen Regierungskrise in der preußischen Provinz Hannover während des Kapp-Lüttwitz-Putsches von 13.-17. März 1920.

April

0419D: Konferenz von Sanremo

  • Die Konferenz von Sanremo fand vom 19. bis zum 26. April 1920 im italienischen Sanremo statt. Auf ihr beschlossen Frankreich und Großbritannien eine Neuaufteilung ihrer Einflusssphären im Nahen Osten. Vorangegangen waren das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 und diverse Erklärungen der kriegführenden Mächte über die Gestaltung der Nachkriegsordnung. Die Konferenz fand vor dem Hintergrund eines erstarkten arabischen Nationalismus statt, der eine Beendigung des De-facto-Besatzungszustands im Nahen Osten anstrebte. Den Besatzungsmächten war hingegen an einer Legalisierung ihrer führenden Rolle gelegen, die durch die Vergabe von Völkerbundsmandaten bestätigt werden sollte.

0423D: Olympische Sommerspiele 1920/Eishockey

  • Das Olympische Eishockeyturnier der Olympischen Sommerspiele 1920 in Antwerpen, Belgien galt lange Zeit als Demonstrationswettbewerb und gehörte somit nicht zum offiziellen olympischen Programm. Erst in jüngster Vergangenheit ist es vom IOC als offizielles Olympiaturnier anerkannt worden. Das Olympische Eishockeyturnier war das erste Nationenturnier in Europa, an dem Vertretungen der USA und Kanada teilnahmen; das Turnier wurde daher – allerdings auch erst im Nachhinein – von der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) zur ersten Eishockey-Weltmeisterschaft erklärt. Die Spiele fanden vom 23. bis zum 29. April 1920 im Palais de Glace d'Anvers statt. Insgesamt nahmen sieben Nationalmannschaften daran teil; das Turnier wurde im Bergvall-System ausgetragen. Dabei wurde der unterlegene Finalist nicht automatisch Zweiter, sondern musste eine zusätzliche Runde mit jenen Teams bestreiten, die zuvor am Gesamtsieger gescheitert waren. Auf gleiche Weise gab es eine Runde um die Bronzemedaille. Kanada, das mit den Winnipeg Falcons das beste Amateurteam des Landes der Saison 1919/20 nach Antwerpen geschickt hatte, gewann das Turnier und holte sich seinen ersten Olympiasieg und WM-Titel. Ein Spiel bestand damals noch aus zwei Halbzeiten, sowie sieben Spielern pro Mannschaft. Die Maße der Eisfläche betrugen 56 Meter in der Länge und 18 Meter in der Breite. Insgesamt nahmen 60 Spieler am Turnier teil.

Juni

0608D: Haakjöringsköd-Fall

  • Der Haakjöringsköd-Fall ist ein berühmter deutscher Rechtsstreit, den das Reichsgericht am 8. Juni 1920 entschieden hat. (Aktenzeichen II 549/19. Fundstelle: RGZ 99, 147.)

0623D: Giro d’Italia

  • Der 8. Giro d’Italia fand vom 23. Mai bis 6. Juni 1920 statt. Das Radrennen bestand aus 8 Etappen mit einer Gesamtlänge von 2.632 Kilometern. Von 49 Teilnehmern erreichten nur 10 das Ziel. Gaetano Belloni errang den Giro-Sieg vor Angelo Gremo.

0627D: Tour de France

  • Die 14. Tour de France fand mit 15 Etappen vom 27. Juni bis 25. Juli 1920 statt. 113 Fahrer nahmen an der Rundfahrt teil, allerdings erreichten nur 22 das Ziel. Gestartet wurde die Rundfahrt im Pariser Vorort Argenteuil, Ziel war der Pariser Parc des Princes. Die Strecke führte die Teilnehmer zunächst nach Westen, dann in die Pyrenäen, an die französische Mittelmeerküste und über die Alpen nach Paris. Der Belgier Philippe Thys konnte sich als Favorit durchsetzen und seine dritte Tour de France gewinnen. Für die 5503 km erreichte Thys dabei einen Schnitt von 24,132 km/h. Dabei konnte er auch davon profitieren, dass zahlreiche Konkurrenten um den Sieg, darunter Eugène Christophe, Jean Alavoine sowie die Brüder Henri und Francis Pélissier, vorzeitig aufgaben. Tourleiter Henri Desgrange bezichtigte Henri Pélissier, nicht leidensfähig genug zu sein. Der Franzose Honoré Barthélémy erlitt bei einem Sturz einen Schulterbruch, fuhr die Rundfahrt dennoch zu Ende. Er wurde Achter der Gesamtwertung und damit bester Franzose, die Plätze eins bis sieben wurden von Belgiern belegt.

Zum ersten Mal wurden einige Etappen der Tour im Sprint entschieden.

0629D Operndiva Anna Sutter ermordet

  • Sie war "eine der genialsten Soubretten" schwärmten Nachrufe, doch von einem Mann wurde sie zu sehr geliebt: Am 29. Juni 1920 wurde die Kammersängerin Anna Sutter von einem ihrer Verehrer erschossen. (BR2 Kalenderblatt)

0630D: Erste Internationale Dada-Messe

  • Die Erste Internationale Dada-Messe war eine von Dadaisten organisierte Ausstellung. Sie fand vom 30. Juni bis zum 25. August 1920 in Berlin statt und wurde von der Galerie Dr. Otto Burchard veranstaltet. Die Messe war mit ihren Ausstellungsobjekten eine Absage an die bürgerliche Kultur, bildete jedoch eine Dokumentation künstlerischer Kreativität, welche die Dada-Revolte freigesetzt hatte, und deren Impulse die weitere Entwicklung der modernen Kunst inspirierten. Als Beispiele sind die Pop-Art, die Konzeptkunst und die Objektkunst sowie der sich von Paris aus den Ideen und meist spontanen Arbeitstechniken der Dadaisten entwickelnde Surrealismus zu nennen, indem von den Pariser Dadaisten diese Techniken systematisiert wurden.

Juli

0705D: Konferenz von Spa

  • Die Konferenz von Spa fand vom 5. bis zum 16. Juli 1920 im belgischen Kurort Spa statt und war die erste Konferenz nach dem Ersten Weltkrieg, an der mit Reichskanzler Fehrenbach und Außenminister Simons wieder deutsche Staatsmänner teilnahmen. Die alliierten Regierungen waren vertreten durch David Lloyd George, Lord Curzon (Großbritannien), Alexandre Millerand (Frankreich), Léon Delacroix, Paul Hymans (Belgien), Carlo Graf Sforza (Italien) und Chinda Sutemi (Japan). Es ging um die Frage der Reparationen, die das Deutsche Reich nach dem verlorenen Krieg an die Siegermächte zahlen sollte sowie um die Entwaffnung Deutschlands. Hierfür nahmen Reichsfinanzminister Joseph Wirth, Reichswehrminister Otto Geßler sowie dessen Stellvertreter Hans von Seeckt an den Sitzungen teil.

August

0810D: Vertrag von Sèvres (Osmanisches Reich)

  • Der Vertrag von Sèvres (auch Frieden von Sèvres; Türkisch: Sevr Antlaşması) vom 10. August 1920, der zwischen der Entente[1] und der osmanisch regierten Türkei abgeschlossen wurde, gehört zu den Pariser Vorortverträgen, die den Ersten Weltkrieg beendeten.

0810D: Vertrag von Sèvres (Griechenland – Schutz von Minderheiten)

  • Der Vertrag von Sèvres hinsichtlich dem Schutz von Minderheiten in Griechenland ist ein Entente-interner Vertrag und wurde parallel zu den mit dem Osmanischen Reich geführten Verhandlungen zum gleichnamigen Vertrag ausgehandelt und am gleichen Tag, am 10. August 1920, unterzeichnet. Die Vertragspartner sind das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien und Japan auf der einen Seite und Griechenland auf der anderen Seite. Am 24. Juli 1923 wurde der Vertrag parallel zu den mit der Türkei geführten Verhandlungen zum Vertrag von Lausanne durch ein überarbeitendes Zusatzprotokoll ratifiziert. Die Überarbeitung passte diesen Vertrag den Bestimmungen im Vertrag von Lausanne an.

9810D: Vertrag von Sèvres (Jugoslawien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei)

  • Der Vertrag von Sèvres mit dem Königreich Jugoslawien, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei, geschlossen am 10. August 1920 in Sèvres mit den im Ersten Weltkrieg siegreichen alliierten Hauptmächten, war einer von acht Verträgen die an diesem Tag in Sèvres unterzeichnet wurden. Diese auch als Mitteleuropäischer Grenzvertrag bezeichnete völkerrechtliche Vereinbarung legte die neuen Grenzen nach dem Vertrag von Trianon und dem Vertrag von Saint-Germain fest und bestätigte die Souveränität der neuen Staaten auf den ihnen neu zugesprochenen Territorien

0813D: Schlacht bei Warschau

  • Die Schlacht bei Warschau (gelegentlich auch als das Wunder an der Weichsel, polnisch Cud nad Wisłą bezeichnet) war die entscheidende Schlacht im Polnisch-sowjetischen Krieg, der kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges begann und mit dem Frieden von Riga endete. Die Schlacht von Warschau wurde vom 13. bis zum 25. August 1920 ausgetragen, als Kräfte der Roten Armee unter Michail Tuchatschewski auf die polnische Hauptstadt Warschau und die nahe gelegene Festung Modlin zu marschierten. Am 16. August führten die polnischen Kräfte unter Józef Piłsudski einen Gegenangriff aus Süden durch, der die sowjetrussischen Kräfte zu einem unorganisierten Rückzug nach Osten über die Memel zwang. Geschätzte 10.000 Rotarmisten wurden getötet, 500 waren vermisst, 10.000 verwundet und 66.000 gerieten in Kriegsgefangenschaft. Auf polnischer Seite wurden 4.500 Soldaten getötet, 10.000 waren vermisst und 22.000 verwundet. Vor dem polnischen Sieg an der Weichsel sahen sowohl die Bolschewiki als auch die Mehrheit der ausländischen Experten Polen am Rand der Niederlage. Der überwältigende, unerwartete polnische Sieg schwächte die sowjetrussischen Kräfte entscheidend. In den folgenden Monaten konnten weitere polnische Siege die Ostgrenze und die Unabhängigkeit Polens sichern.

November

1112D: Grenzvertrag von Rapallo

  • Am 12. November 1920 einigte sich Italien im Grenzvertrag von Rapallo mit dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 zum Königreich Jugoslawien umbenannt) über Grenzfragen.

1121D: Blutsonntag in Irland

  • Am Blutsonntag in Irland, am 21. November, wurden in Dublin, Irland während des Anglo-Irischen Krieges mehrere Gewalttaten verübt, bei denen es zu etwa 30 Toten und vielen Verletzten kam. Der Tag begann mit der Ermordung mehrerer britischer Agenten und ihrer Informanten durch die Armee der Republik. Nachmittags rächten sich britische Kräfte mit einem Massaker an den Zuschauern und Spielern einer Gaelic-Football-Veranstaltung im Croke-Park-Stadion im Norden der Stadt.

Dezember

1216D: Erdbeben von Haiyuan Das Erdbeben von Haiyuan 1920 (chin. 海源大地震, Hǎiyuán dà dìzhèn) oder Erdbeben von Gansu 1920 ereignete sich am 16. Dezember 1920 im Kreis Haiyuan in der chinesischen Provinz Ningxia und forderte mehr als 200.000 Opfer. Im Hinblick auf die Opferzahlen liegt es damit auf dem vierten Rang weltweit. Das Epizentrum lag bei 36° 30′ N, 105° 42′ O36.5105.7.

1221D: Estnische Verfassung

  • Das erste Grundgesetz der Republik Estland (estnisch Eesti Vabariigi põhiseadus) war vom 21. Dezember 1920 bis zum 23. Januar 1934 die Verfassung Estlands.

1223D: Government of Ireland Act

  • Der Government of Ireland Act (vollständiger Titel: An Act to Provide for the Better Government of Ireland) vom 23. Dezember 1920 war das zweite Gesetz des britischen Parlaments zur Schaffung der Home Rule (d. h. autonome Selbstverwaltung) im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland. Er ist auch als der 4. Home-Rule-Gesetzesentwurf bekannt.


  • USA 1102D: in Pittsburgh startet die erste regelmäßige Radiosendung der Welt (dradio.de)
  • Frankreich 0810D: Friedensvertrag von Sèvre mit dem Osmanischen Reich (aref.de)
  • Deutschland 0115D: erste deutsche Jazz-Schallplatte kommt auf auf den Markt (dradio.de)
  • Deutschland 0221D: Frauen werden zur Habilitation zugelassen (br-online.de)
  • Deutschland 0512D: Reichslichtspielgesetz wird verabschiedet (dradio.de)
  • Deutschland 0605D: in Berlin wird die Erste Internationale Dada-Messe eröffnet (dradio.de)
  • Deutschland 0606D: erster Reichstag der Weimarer Republik gewählt (dradio.de)
  • Deutschland 1014D: Erwin Piscator eröffnet in Berlin sein "Proletarisches Theater" (dradio.de)
  • Deutschland 1017D: Franz Rosenzweig gründet das Freie Jüdische Lehrhaus (dradio.de)
  • Deutschland 1130D: neue Verfassung ebnet den Weg zum preußischen Freistaat (dradio.de)
  • Österreich 0822D: die ersten Salzburger Festspiele werden mit dem 'Jedermann' von Hoffnungsthal eröffnet (dradio.de)
  • Ungarn, 0604D: die Alliierten und Ungarn schliessen den Frieden von Trianon (dradio.de)
  • Naher Osten 0419D: Konferenz von San Remo setzt den Grenzverlauf im Nahen Osten fest (dradio.de)