1820

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JANUAR

0129D: König Georg IV. (Grossbritannien)

  • Nach dem Tod von König Georg III. wird der bisherige Prinzregent als Georg IV. Herrscher in Großbritannien und Hannover.

FEBRUAR

0217D: Missouri-Kompromiss

  • Der Senat der Vereinigten Staaten verabschiedet den Missouri-Kompromiss, mit dem die Sklavenhaltung vor allem in den westlichen Territorien geregelt wird.

0223D: Vertrag von Pilar

MÄRZ

0307D: Trienio Liberal (Spanien)

  • Während der von Rafael del Riego geführten Spanischen Revolution wird König Ferdinand VII. gezwungen, den Eid auf die 1814 außer Kraft gesetzte Verfassung von Cádiz zu leisten. Damit beginnt das sogenannte Trienio Liberal. Spanien wird bis 1823 wieder konstitutionelle Monarchie.

0309D: Junta Provisional Gubernativa (Spanien)

  • Als Reaktion auf einen von Rafael del Riego angeführten Volksaufstand setzt der spanische König Ferdinand VII. eine liberale Übergangsregierung ein. Das Trienio Liberal beginnt.

0315D: Maine (Bundesstaat)

  • Das nach dem Missouri-Kompromiss durch Abtrennung aus dem Gebiet von Massachusetts entstandene Maine wird 23. Bundesstaat der USA.

APRIL

0408D: „Venus von Milo“ wird gefunden

  • Die 2.000 Jahre alte Venus von Milo ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt. Im April wird sie von einem französischen Soldaten und einem griechischen Bauern auf der Ägäis-Insel Melos gefunden – und dem französischen König übergeben. Wem die Statue gehört, bleibt umstritten. (dradio.de 2020)

0429D: Patent auf Gummi

  • Elastische Werkstoffe wie Gummi werden aus dem Alltag des 21. Jahrhundert nicht wegzudenken sein. Dabei müssen die meisten Menschen jetzt weitgehend ohne sie auskommen. Dann kommt Thomas Hancock – „Vater der frühen Gummiindustrie“, Tüftler, Geschäftsmann und Ideendieb. (dradio.de 2020)

MAI

0520D: Karl Ludwig Sand wird hingerichtet

  • Im März 1819 reiste der Student Karl Ludwig Sand von Jena nach Mannheim und ermordete dort den Dichter August von Kotzebue. Er sah in dem Schriftsteller einen Landesverräter. Das Attentat betrachtete Sand als eine Befreiungstat. Für diesen Mord wird er nun hingerichtet. (dradio.de 2020)

JUNI

0614D: Die Zwillingsbrüder (Singspiel)

  • Am Theater am Kärntnertor in Wien erfolgt die Uraufführung des Singspiels Die Zwillingsbrüder von Franz Schubert..

JULI

0721D: Hans-Christian Oersted und der Elektromagnetismus

  • Anfang des 19. Jahrhunderts glauben viele noch, Elektrizität und Magnetismus seien voneinander unabhängige Naturerscheinungen. Der dänische Gelehrte Hans Christian Oersted beweist das Gegenteil. Auf die Idee bringen ihn unter anderem ein Kompass und ein Blitzeinschlag. (dradio.de 2020)

AUGUST

0819D: Die Zauberharfe (Melodram)

  • Die Uraufführung der Oper Die Zauberharfe von Franz Schubert findet am Theater an der Wien in Wien statt.

0824D: Liberale Revolution in Portugal

  • Unter Liberaler Revolution in Portugal versteht man die Ereignisse der Jahre 1821/1822, die dem Land die Rückkehr des Königs und seine erste demokratische Verfassung brachten.

0828D: Josef Naus besteigt die Zugspitze

OKTOBER

1020D: Troppauer Fürstenkongress

  • Der Troppauer Fürstenkongress zählt zur Reihe der Monarchenkongresse im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Er fand vom 20. Oktober bis 20. Dezember 1820 in Troppau, dem heutigen Opava, statt. Sein Auslöser waren die revolutionären Entwicklungen in Neapel im Juli des Jahres.

NOVEMBER

1125D: Wiener Schlussakte

  • Die Wiener Schlussakte, auch Schlussakte der Wiener Ministerkonferenz oder Bundes-Supplementar-Akte, wurde als Ergänzung der Deutschen Bundesakte, der Verfassung des Deutschen Bundes, am 25. November 1819 beschlossen und trat am 8. Juni 1820 in Kraft.

Dezember

1226D: Joseph Fouché

  • Joseph Fouché (* 21. Mai 1759 in Le Pellerin, nahe Nantes; † 26. Dezember 1820 in Triest) war ein französischer Politiker während der Französischen Revolution und Polizeiminister in der Kaiserzeit und der Restauration. Fouché wurde als Sohn eines Kapitäns der Handelsmarine geboren und besuchte das Seminar der Oratorianer in Nantes. Später unterrichtete Fouché Logik in Vendôme und war 1788 Physiklehrer in Arras. Hier lernte er Maximilien de Robespierre und dessen Schwester Charlotte kennen. Bei Ausbruch der französischen Revolution ließ er sich wieder in Nantes nieder und wurde Mitglied der Gesellschaft der Verfassungsfreunde. Fouché war am Staatsstreich vom 18. Fructidor beteiligt, aufgrund dessen der bisherige Meinungsführer des Direktoriums, Carnot fliehen musste und Paul Barras die Macht übernehmen konnte. Wohl aus Dankbarkeit verschaffte Barras ihm daraufhin die Ernennung zum Gesandten bei der Cisalpinischen Republik. Da er aber hier in Gemeinschaft mit dem General Brune einen völligen Umsturz der Verfassung versuchte, wurde er schon nach wenigen Tagen wieder abberufen, 1799 nach Den Haag gesandt und im September von Barras und Sieyès zum Polizeiminister ernannt. In dieser Funktion unterstützte er Napoleon Bonaparte beim Staatsstreich des 18. Brumaire VIII und machte sich in der Folgezeit für den Ersten Konsul Bonaparte unentbehrlich. Am 23. Juni 1815, nach der erneuten Abdankung Napoleons, von der Kammer zum Vorsitzenden der provisorischen Regierung ernannt, bereitete Fouché die zweite Restauration der Bourbonen vor. Er wurde Polizeiminister auch der neuen Regierung und ächtete durch die Ordonnanz vom 26. Juli 1815 einen Teil der Mitschuldigen bei der Rückkehr Napoleons. (Artikel des Tages)

LEXIKON

Erzählung "The Legend of Sleepy Hollow" (Irving)

  • The Legend of Sleepy Hollow, deutsch Die Sage von der schläfrigen Schlucht, ist eine Erzählung des ameri­kanischen Schrift­stellers Washington Irving (1783–1859), die 1820 als Teil seines Sketch Book erschien. Neben Rip Van Winkle aus demselben Band gilt die „Legende“ vom geister­haften „Reiter ohne Kopf“ als erste und noch heute vielleicht bekannteste Kurz­geschichte der ameri­kanischen Literatur; letztlich geht sie indes auf eine deutsche Quelle zurück, ein von Johann Karl August Musäus gesammeltes Rübezahl-Märchen. (Artikel der Woche)

Gemäldegalerie

Grundlinien der Philosophie des Rechts (Hegel)

  • Die Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse sind ein im Oktober 1820 erschienenes (auf 1821 vordatiertes) Werk des deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Es sollte ursprünglich als begleitendes Lehrbuch zu Hegels Vorlesungen zur Rechtsphilosophie an der Berliner Universität dienen. Es gilt als zentrale Darstellung von Hegels Philosophie des objektiven Geistes neben dem entsprechenden Abschnitt seiner Enzyklopädie und diversen Vorlesungsmitschriften. Was Hegel unter "Rechtsphilosophie" fasst, entspricht dem Inhalt dessen, was er als "objektiven Geist" bezeichnet, also der Verwirklichung des freien Willens im Bereich des Sozialen. Der Ausdruck "Recht" ist dabei sehr weit gefasst und umfasst alles, was als System allgemeiner Normen das Zusammenleben sich gegenseitig anerkennender Individuen ermöglicht und dadurch nach Hegels Auffassung erst die Verwirklichung der Freiheit des Willens ermöglicht. Dementsprechend ist der Grundbegriff der Grundlinien der des "Daseins des freien Willens". Dieses Dasein weist verschiedene Momente auf, sodass es ein Recht des "abstrakten Rechts" (entspricht dem, was allgemein unter Naturrecht gefasst wird), der "Moralität" (also des vermeintlich autonomen Handelns) und zuletzt der "Sittlichkeit", also sozialer Ordnungen, in denen dem Menschen die richtigen Handlungsoptionen konkret gegeben sind, gibt. Zentral in dieser Darstellung ist dabei die Darstellung einer politischen Ordnung, in der für Hegel die Freiheit vollkommen verwirklicht ist.
  • Eines unterscheidet Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts von anderen Werken der politischen Philosophie: Das Buch beschreibt den Staat nicht, wie er sein sollte, sondern wie er, zumindest in Hegels Augen, zu Beginn des 19. Jahrhunderts war. Im Staat sah Hegel nicht ein abstraktes Konstrukt zur Sicherung bürgerlicher Freiheits- und Eigentumsrechte, sondern die Wirklichkeit gewordene Vernunft. Gegen das liberalistische Modell eines Rousseau oder Kant, das den Vertragscharakter des modernen Staates betonte, setzte er die Vorstellung einer natürlichen, organisch gewachsenen Einheit, die es dem Einzelnen ermöglicht, vollkommen darin aufzugehen. Das brachte ihm später den Vorwurf ein, er rechtfertige bestehende Strukturen und verabsolutiere den Staat. Doch wenn man sich die Mühe macht und dieses komplexe, streckenweise nur schwer verständliche Werk genau liest, erkennt man durchaus den freiheitlichen Grundgedanken in Hegels System. Bei allen staatsverherrlichenden Tendenzen, die sicher vorhanden sind, stellt sein Werk eine Synthese von Liberalismus und Konservatismus dar, die etwa den angloamerikanischen Kommunitarismus unserer Zeit beeinflusst hat. (getAbstract)

Kaiser Daoguang (China)

  • Daoguang (1782-1850) war ab dem 3. Oktober 1820 Kaiser von China. Er gilt als fähiger, engagierter und von den besten Absichten geleiteter Herrscher.

Landgraf Friedrich VI. (Hessen-Homburg)

  • Friedrich VI. (1769-1829) war von 1820 bis zu seinem Tod Landgraf von Hessen-Homburg.

Quadra­tur des Kreises

  • Die Quadra­tur des Kreises ist ein klassi­sches Pro­blem der Geo­metrie. Die Auf­gabe be­steht darin, aus einem ge­gebe­nen Kreis in end­lich vielen Schrit­ten ein Qua­drat mit dem gleichen Flächen­inhalt zu kons­truie­ren. Sie ist äqui­valent zur soge­nann­ten Rekti­fika­tion des Kreises, also der Kons­truk­tion einer gera­den Strecke, die dem Kreis­umfang ent­spricht. Das wiede­rum ent­spricht der Kons­truk­tion der Kreis­zahl π aus der Strecke 1. Be­schränkt man die Kons­truk­tions­mittel auf Lineal und Zirkel, so ist die Auf­gabe auf­grund der Trans­zen­denz von π unlös­bar. Dies konnte 1882 von dem deut­schen Mathe­mati­ker Ferdi­nand von Linde­mann bewie­sen werden. Die Quadra­tur des Kreises gehört zu den popu­lärs­ten Pro­blemen der Mathe­matik. Jahr­hun­derte­lang suchten neben Mathe­mati­kern auch immer wieder Laien ver­geb­lich nach einer Lösung. Der Begriff Qua­dra­tur des Kreises ist in vielen Spra­chen zu einer Meta­pher für eine unlös­bare Auf­gabe geworden. (Artikel des Tages)

Roman "Ivanhoe" (Scott)

  • Ivanhoe ist ein 1820 publizierter Roman von Sir Walter Scott und zugleich der Name der Hauptperson des Romans, des Kreuzritters Sir Wilfred of Ivanhoe. Die Geschichte thematisiert die Rivalitäten in England zwischen Angelsachsen und Normannen nach dem Sieg Wilhelms des Eroberers sowie die Spätfolgen der Kreuzzüge mit der Geiselnahme des englischen Königs Richard Löwenherz in Österreich. Ebenso sind die zur Zeit der Handlung existierenden Vorurteile gegenüber Juden dargestellt. Robin Hood tritt unter dem Namen „Locksley“ in Erscheinung. Die normannischen Gegenspieler von Ivanhoe haben alle wohlklingende Namen, die verdeutlichen, dass der Adel Englands damals noch Französisch sprach (Brian de Bois-Guilbert, Maurice de Bracy, Philippe de Malvoisin, Ralph de Vipont, Reginald Front-de-Boeuf Herr von Torquilstone). In Abwesenheit König Richards stützt sich dessen jüngerer Bruder Johann Ohneland auf die Macht dieser normannischen Ritter und Barone. Ein interessanter Gegensatz zu der düsteren Gestalt des normannischen Tempelritters (Brian de Bois-Guilbert) findet sich einerseits in dem Helden Ivanhoe und andererseits in der tragischen Rolle der Rebekka. In den verschiedenen Bearbeitungen des Stoffes wird die von Sir Walter Scott erfundene Figur des Ritters Ivanhoe zunehmend mit dem viel älteren Mythos um Robin Hood verwoben.
  • Als Sir Walter Scotts Roman Ivanhoe 1820 erschien, war das Mittelalter schon seit einiger Zeit schwer in Mode. Ritter- und Schauergeschichten erfreuten sich beim europäischen Publikum ebenso großer Beliebtheit wie alte Balladensammlungen. Doch Walter Scott, der mit seinen historischen Schottlandromanen bereits beachtliche Erfolge erzielt hatte, ging es um mehr als um bloße Kulisse, Schauder und billige Gruseleffekte. Der Edinburgher Anwalt stellte die mittelalterliche Gesellschaft mit ihrer Vielfalt an Ständen und Berufen, Trachten und Dialekten als einen lebendigen Gegenentwurf zur eintönigen Gegenwart dar. In Ivanhoe vermischt er historische Fakten und Fiktion, Dichtung und Wahrheit und beschwört in detailreichen Schilderungen die Atmosphäre längst vergangener Zeiten herauf. Der historische Roman gilt als einer der ersten seiner Art, als Vorbild für ein Genre, das bald in ganz Europa Nachahmung fand. Wer das Buch heute liest, mag über manches Klischee und die mitunter haarsträubende Handlung schmunzeln – gute Unterhaltung findet er allemal. (getAbstract)

Singspiel "Die Zwillingsbrüder" (Schubert)

  • Die Zwillingsbrüder ist ein possenhaftes Singspiel in einem Akt von Franz Schubert (Musik) und Georg Ernst von Hofmann (Libretto). Entstanden ist das Werk 1819 als Auftragsarbeit für die Wiener Hofoper und wurde am 14. Juni im Kärntnertortheater uraufgeführt.

Sonate op. 109 (Beethoven)

  • Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nr. 30 op. 109 in E-Dur aus dem Jahr 1820 ist die drittletzte seiner Klaviersonaten. Nach der umfangreichen Hammerklaviersonate op. 106 kehrt Beethoven darin zu kleineren Dimensionen und einem intimeren Charakter zurück. Die Sonate ist Maximiliane Brentano gewidmet, der Tochter von Beethovens langjähriger Freundin Antonie Brentano, für die Beethoven 1812 bereits das kleine Klaviertrio in B-Dur WoO 39 komponiert hatte. Musikalisch zeichnet sich das dreisätzige Werk durch einen freien und originellen Umgang mit der überlieferten Sonatenform aus. Sein Schwerpunkt liegt auf dem dritten Satz, einem Variationensatz, der sein Thema individuell und auf völlig unterschiedliche Weise interpretiert.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Die Klaviersonate op. 109, die erste der drei letzten Klaviersonaten steht in E-Dur und wird als lyrisches Bekenntnis Beethovens gedeutet. Mit «innigster Empfindung» steht über dem Variations-Finale, und melodisches Glück findet sich in dieser Sonate wie in keiner anderen Beethovens. Corinne Holtz bittet den Musikwissenschaftler Anselm Gerhard und den Pianisten und Komponisten Stefan Wirth an den runden Tisch. (DRS2 Diskothek im Zwei 2010)

QUELLEN

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Grundstock am 13.08.2010 erstellt

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