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(ab urbe condita CCCLXXXIX = 389) | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lucius_Genucius_Aventinensis '''Konsul Lucius Genucius Aventinensis (1. Amstzeit)'''] <br />Lucius Genucius Aventinensis, Adliger aus dem Geschlecht der Genucier, bekleidet zum ersten Mal das Amt des Konsuls. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Quintus_Servilius_Ahala '''Konsul Quintus Servilius Ahala (1. Amtszeit)'''] <br />Quintus Servilius Ahala entstammt dem alten patrizischen Geschlecht der Servilier, einem der sechs vornehmen Häuser, die aus Alba Longa nach Rom übergesiedelt sind. In den Capitolinischen Fasten erscheinen die Servilii Ahala seit dem Jahr 478. Spätere Angehörige der Servilier, insbesondere die Servilii Caepiones, betrachten sich als seine Nachkommen und knüpfen damit an das Prestige dieses Zweiges an. Quintus Servilius Ahala tritt zum ersten Mal in den Quellen auf, als er das Amt des Konsuls übernimmt. Kurz zuvor sind die Licinisch‑Sextischen Gesetze in Kraft getreten, die den Plebejern den Zugang zu den höchsten Magistraturen eröffnen; dementsprechend ist sein Kollege im Konsulat der Plebejer Lucius Genucius Aventinensis. In diesem Jahr herrscht weder innerer Streit noch Krieg, und das einzige große Ereignis ist eine Seuche, die zahlreiche Magistrate sowie den bedeutenden Feldherrn Marcus Furius Camillus das Leben kostet. | |||
*Die erste Theateraufführung in Rom erfolgt durch etruskische Schauspieler. | |||
*[[-364#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 364]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
==GRIECHEN== | |||
(3./4. Jahr der 103. Olympiade) | |||
'''Syrakus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_II._von_Syrakus Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit367-357)] <br />Dionysios schließt in der Folge Frieden mit den Karthagern. <br />Platon wieder aus Syrakus ab, nachdem Dionysios eine Begnadigung Dions in Aussicht gestellt hat. In Griechenland empfängt man [http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus Dion (44)] freundlich; aus seinen syrakusanischen Einkünften verfügt er über erhebliche Mittel, tritt glänzend auf, gewinnt Sympathien in Korinth, erhält in Sparta das Bürgerrecht und tritt in Athen in Platons Akademie ein. In Athen wohnt er bei Kallippos, mit dem er sich in die eleusinischen Mysterien einweihen lässt und der später sein Mörder wird. | |||
*[[-361#GRIECHEN | Fortsetzung 361]] [[Kategorie:Syrakus]] | |||
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'''Epirus''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Neoptolemus_I_of_Epirus König Neoptolemos I. (370-360)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arybbas_(Epirus) König Arybbas (370-343/342)] <br /> | |||
'''Makedonien''' | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_von_Aloros Regent Ptolemaios von Aloros (368-365)] | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Perdikkas_III. König Perdikkas III. (368–359)] <br />Perdikkas lässt Ptolemaios töten oder tötet ihn eigenhändig, um die Regierung zu übernehmen. Mit diesem Schritt beendet er dessen Regentschaft und tritt nun selbst als regierender König Makedoniens auf. Über die konkrete Politik von Perdikkas ist nur wenig überliefert, doch einige charakteristische Züge seiner Herrschaft sind bekannt. Er fördert besonders die Gelehrsamkeit und umgibt sich mit Männern der Bildung, was seinem Hof ein ausgeprägt intellektuelles Gepräge gibt. Zu den bevorzugten Gelehrten gehört Euphraios von Oreos, ein Schüler Platons, der am Hof von Perdikkas einen außergewöhnlich großen Einfluss gewinnt. Euphraios prägt den jungen König so stark, dass berichtet wird, er bestimme praktisch die Regierung und schirme den König von allen ab, die keine Philosophen oder Geometer sind. Während seiner Regierungszeit gerät Perdikkas III. zeitweise in Auseinandersetzungen mit Athen, insbesondere im Zusammenhang mit der strategisch und wirtschaftlich bedeutenden Stadt Amphipolis. Diese Spannungen spiegeln den Wettbewerb um Einfluss in Nordgriechenland und an der nordägäischen Küste wider. | |||
*[[-362#GRIECHEN | Fortsetzung 362]] [[Kategorie:Makedonien]] | |||
'''Pherai''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Pherai Tyrann Alexander (369-358)] <br /> | |||
'''Böotischer Bund''' | |||
*Theben beginnt mit dem Aufbau einer eigenen Kriegsflotte. | |||
*[[-364#GRIECHEN | Fortsetzung 364]] | |||
'''Attischer Seebund''' | |||
*Nach zehnmonatiger Belagerung erobert der attische Feldherr Timotheos die Hauptstadt der Insel Samos. Er vertreibt die Bevölkerung und siedelt attische Bürger (Kleruchen) in der Stadt an. | |||
*Athen erobert die makedonische Hafenstadt Pydna. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (63)] <br />Nach dem Tod des Dionysios I. im Vorjahr folgt Platon 366 einer Einladung des neuen Tyrannen Dionysios II. nach Syrakus, die Dion veranlasst, um eine Rolle am Hof zu gewinnen. Platon hofft, gemeinsam mit Dion den jungen Herrscher philosophisch zu beeinflussen und einen Staat nach dem Ideal der Philosophenherrschaft zu gestalten, bleibt jedoch skeptisch. Dionysios II. zeigt sich zu tiefgreifenden Reformen unfähig oder unwillig, verbannt Dion und konzentriert sich auf Machtsicherung; Platon kehrt 365 nach Athen zurück, nachdem er mit Dionysios eine mögliche spätere Rückkehr vereinbart. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Sophistes '''Sophistes (Dialog)'''] <br />Artikel des Tages: Der Sophistes (altgriechisch Sophistḗs, latinisiert Sophista, deutsch auch Der Sophist) ist ein in Dialogform verfasstes Spätwerk des griechischen Philosophen Platon. Darin wird ein fiktives, literarisch gestaltetes Gespräch wörtlich wiedergegeben. Die Hauptgesprächspartner sind ein nicht namentlich genannter "Fremder" aus Elea und der junge Mathematiker Theaitetos. Nebenrollen spielen Platons Lehrer Sokrates und der Mathematiker Theodoros von Kyrene. Die beiden Diskutanten stellen sich die Aufgabe, den Begriff "Sophist" zu bestimmen. Der Sophist, ein Lehrer der Überzeugungskunst, soll genau charakterisiert werden, damit dieser Beruf seinem Wesen nach erfasst und von allen anderen Tätigkeiten abgegrenzt werden kann. Zunächst wird anhand eines einfacheren Beispiels, des Anglers, die Technik der Begriffsbestimmung eingeübt. Der an Sachkenntnis weit überlegene Fremde lenkt das Gespräch. Beim Definieren kommt die Methode der Dihairesis zur Anwendung: Ein allgemeiner Begriff wird so lange in Unterbegriffe unterteilt, bis die genaue Definition des untersuchten Begriffs gefunden ist. Auf diesem Weg erarbeiten die Gesprächspartner schließlich die Definition des Sophisten. <br />Der Titel ''Sophistes'' ist etwas irreführend, denn der Text handelt nur vordergründig von dieser Denkschule der nützlichen Beredsamkeit, deren Blüte zur Entstehungszeit des Dialogs schon vorbei war. Auch hatte sich Platon schon in früheren Dialogen am Thema der Sophistik abgearbeitet. Die Suche nach dem Wesen der Sophistik ist im Sophistes eine Art Generalprobe für Platons System einer dialektischen Philosophie. Dieses zeichnet sich als Gegenbild der Sophistik ab, gewissermaßen als seriöser Zwilling dieser Schule, die den Unterschied zwischen wahrem und scheinbarem Wissen zugunsten des Effekts unterschlug. Eine dialektische Philosophie, so hoffte Platon, würde die Strukturen der Sprache mit denen der Wirklichkeit synchronisieren und somit das wahre Sprechen über reale Sachverhalte ermöglichen. Auf der Suche nach der Beziehung von Denk- und Dingwelt hat Platon tief gegraben, bis hinunter zu vermeintlich universalen metaphysischen Prinzipien, die wir heute als Katzengold erkennen. Auf dem gewaltigen Aushub dieser Grabungsarbeiten jedoch baut die gesamte abendländische Philosophie. [http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/klassiker/sophistes/22509 getAbstract 11.12.2014] | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles (22)] <br /> | |||
*[[-364#GRIECHEN | Fortsetzung 364]] [[Kategorie:Attischer Seebund]] | |||
'''Korinth''' | |||
*'''366/365:''' Timoleon: Mitte der 360er Jahre nimmt Timophanes mit Gewalt die Akropolis von Korinth in Besitz und macht sich faktisch zum Tyrannen. Timoleon, sein Bruder und um 411 geboren, hat ihm zuvor in einer Schlacht das Leben gerettet und ihn wiederholt gebeten, auf die Tyrannis zu verzichten. Als Timophanes nicht einlenkt, beteiligt sich Timoleon an dessen Ermordung, um die Tyrannis zu beenden. Viele Korinther billigen dies als patriotische Tat, doch seine Mutter verflucht ihn, und ein Teil der Mitbürger reagiert empört. Unter dem Eindruck des Brudermords zieht sich Timoleon aus Politik und öffentlichem Leben zurück. Dieser selbst auferlegte Rückzug dauert etwa zwanzig Jahre. [Die französische Wikipedia datiert den Brudermord auf das Jahr 366/365] [[Kategorie:Korinth]] | |||
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'''Sparta''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesilaos_II. König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cleomenes_II König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)] <br /> | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br />Um 365 beginnt Leukon eine neue Belagerung von Theodosia, diesmal in eigener Regie als König. Er belagert die Stadt zweimal, wobei die erste Phase mit der Niederlage gegenüber Tynnichos endet. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br /> | |||
*[[-360#GRIECHEN | Fortsetzung 360]] [[Kategorie:Bosporanisches Reich]] | |||
'''Bithynien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_II König Euagoras II. (361–351)] <br /> | |||
==ODRYSEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cotys_I_(Odrysian) König Kotys I. (384–360)] <br />Ariobarzanes, der persische Satrap von Phrygien, besetzt die strategisch wichtige Stadt Sestos. Als Ariobarzanes gegen den Perserkönig Artaxerxes II. rebelliert, stellt sich Kotys offenbar gegen ihn und zugleich gegen dessen Bündnispartner Athen; sein Verhalten bleibt jedoch widersprüchlich und schwer zu deuten. Im selben Jahr nimmt Kotys seinen in Athen abgesetzten Schwiegersohn Iphikrates wieder wohlwollend auf und gewinnt mit dem Söldnerführer Charidemos, der eine weitere Tochter des Kotys heiratet, einen neuen militärischen Verbündeten. Athen kann unter dem Feldherrn Timotheos Sestos und Krithote zurückgewinnen, doch diese Erfolge bleiben nicht dauerhaft. | |||
*[[-362#ODRYSEN | Fortsetzung 362]] [[Kategorie:Odrysen]] | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Datames Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mausolus Satrap Mausolus (Karien, 377–353)] <br /> | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 30. Dynastie | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_I. Pharao Nektanebos I. (379-360)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mutasiva König Mutasiva (367–307)] <br /> | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Feuer-Drachen; am Beginn des Jahres Holz-Hase) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xian_of_Qin_(424%E2%80%93362_BC) Herzog Xian (384–362)] <br /> | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xian_of_Zhou König Xian (368–321)] <br /> | |||
'''Zhao''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br /> | |||
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'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Hui_of_Wei Markgraf Hui (369–344)] <br /> | |||
'''Qi''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Huan_of_Tian_Qi Herzog Huan (374–357)] <br /> | |||
'''Chu''' | |||
[ | *[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xuan_of_Chu König Xuan (369–340)] <br /> | ||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br /> | |||
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17.03.2016 Artikel eröffnet | 17.03.2016 Artikel eröffnet | ||
10.07.2023 Grundstock erstellt | |||
04.02.2026 Grundstock ergänzt | |||
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Aktuelle Version vom 6. Februar 2026, 14:22 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCLXXXIX = 389)
- Konsul Lucius Genucius Aventinensis (1. Amstzeit)
Lucius Genucius Aventinensis, Adliger aus dem Geschlecht der Genucier, bekleidet zum ersten Mal das Amt des Konsuls. - Konsul Quintus Servilius Ahala (1. Amtszeit)
Quintus Servilius Ahala entstammt dem alten patrizischen Geschlecht der Servilier, einem der sechs vornehmen Häuser, die aus Alba Longa nach Rom übergesiedelt sind. In den Capitolinischen Fasten erscheinen die Servilii Ahala seit dem Jahr 478. Spätere Angehörige der Servilier, insbesondere die Servilii Caepiones, betrachten sich als seine Nachkommen und knüpfen damit an das Prestige dieses Zweiges an. Quintus Servilius Ahala tritt zum ersten Mal in den Quellen auf, als er das Amt des Konsuls übernimmt. Kurz zuvor sind die Licinisch‑Sextischen Gesetze in Kraft getreten, die den Plebejern den Zugang zu den höchsten Magistraturen eröffnen; dementsprechend ist sein Kollege im Konsulat der Plebejer Lucius Genucius Aventinensis. In diesem Jahr herrscht weder innerer Streit noch Krieg, und das einzige große Ereignis ist eine Seuche, die zahlreiche Magistrate sowie den bedeutenden Feldherrn Marcus Furius Camillus das Leben kostet. - Die erste Theateraufführung in Rom erfolgt durch etruskische Schauspieler.
- Fortsetzung 364
GRIECHEN
(3./4. Jahr der 103. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit367-357)
Dionysios schließt in der Folge Frieden mit den Karthagern.
Platon wieder aus Syrakus ab, nachdem Dionysios eine Begnadigung Dions in Aussicht gestellt hat. In Griechenland empfängt man Dion (44) freundlich; aus seinen syrakusanischen Einkünften verfügt er über erhebliche Mittel, tritt glänzend auf, gewinnt Sympathien in Korinth, erhält in Sparta das Bürgerrecht und tritt in Athen in Platons Akademie ein. In Athen wohnt er bei Kallippos, mit dem er sich in die eleusinischen Mysterien einweihen lässt und der später sein Mörder wird. - Fortsetzung 361
Epirus
Makedonien
- Regent Ptolemaios von Aloros (368-365)
- König Perdikkas III. (368–359)
Perdikkas lässt Ptolemaios töten oder tötet ihn eigenhändig, um die Regierung zu übernehmen. Mit diesem Schritt beendet er dessen Regentschaft und tritt nun selbst als regierender König Makedoniens auf. Über die konkrete Politik von Perdikkas ist nur wenig überliefert, doch einige charakteristische Züge seiner Herrschaft sind bekannt. Er fördert besonders die Gelehrsamkeit und umgibt sich mit Männern der Bildung, was seinem Hof ein ausgeprägt intellektuelles Gepräge gibt. Zu den bevorzugten Gelehrten gehört Euphraios von Oreos, ein Schüler Platons, der am Hof von Perdikkas einen außergewöhnlich großen Einfluss gewinnt. Euphraios prägt den jungen König so stark, dass berichtet wird, er bestimme praktisch die Regierung und schirme den König von allen ab, die keine Philosophen oder Geometer sind. Während seiner Regierungszeit gerät Perdikkas III. zeitweise in Auseinandersetzungen mit Athen, insbesondere im Zusammenhang mit der strategisch und wirtschaftlich bedeutenden Stadt Amphipolis. Diese Spannungen spiegeln den Wettbewerb um Einfluss in Nordgriechenland und an der nordägäischen Küste wider. - Fortsetzung 362
Pherai
Böotischer Bund
- Theben beginnt mit dem Aufbau einer eigenen Kriegsflotte.
- Fortsetzung 364
Attischer Seebund
- Nach zehnmonatiger Belagerung erobert der attische Feldherr Timotheos die Hauptstadt der Insel Samos. Er vertreibt die Bevölkerung und siedelt attische Bürger (Kleruchen) in der Stadt an.
- Athen erobert die makedonische Hafenstadt Pydna.
- Platon (63)
Nach dem Tod des Dionysios I. im Vorjahr folgt Platon 366 einer Einladung des neuen Tyrannen Dionysios II. nach Syrakus, die Dion veranlasst, um eine Rolle am Hof zu gewinnen. Platon hofft, gemeinsam mit Dion den jungen Herrscher philosophisch zu beeinflussen und einen Staat nach dem Ideal der Philosophenherrschaft zu gestalten, bleibt jedoch skeptisch. Dionysios II. zeigt sich zu tiefgreifenden Reformen unfähig oder unwillig, verbannt Dion und konzentriert sich auf Machtsicherung; Platon kehrt 365 nach Athen zurück, nachdem er mit Dionysios eine mögliche spätere Rückkehr vereinbart.
Sophistes (Dialog)
Artikel des Tages: Der Sophistes (altgriechisch Sophistḗs, latinisiert Sophista, deutsch auch Der Sophist) ist ein in Dialogform verfasstes Spätwerk des griechischen Philosophen Platon. Darin wird ein fiktives, literarisch gestaltetes Gespräch wörtlich wiedergegeben. Die Hauptgesprächspartner sind ein nicht namentlich genannter "Fremder" aus Elea und der junge Mathematiker Theaitetos. Nebenrollen spielen Platons Lehrer Sokrates und der Mathematiker Theodoros von Kyrene. Die beiden Diskutanten stellen sich die Aufgabe, den Begriff "Sophist" zu bestimmen. Der Sophist, ein Lehrer der Überzeugungskunst, soll genau charakterisiert werden, damit dieser Beruf seinem Wesen nach erfasst und von allen anderen Tätigkeiten abgegrenzt werden kann. Zunächst wird anhand eines einfacheren Beispiels, des Anglers, die Technik der Begriffsbestimmung eingeübt. Der an Sachkenntnis weit überlegene Fremde lenkt das Gespräch. Beim Definieren kommt die Methode der Dihairesis zur Anwendung: Ein allgemeiner Begriff wird so lange in Unterbegriffe unterteilt, bis die genaue Definition des untersuchten Begriffs gefunden ist. Auf diesem Weg erarbeiten die Gesprächspartner schließlich die Definition des Sophisten.
Der Titel Sophistes ist etwas irreführend, denn der Text handelt nur vordergründig von dieser Denkschule der nützlichen Beredsamkeit, deren Blüte zur Entstehungszeit des Dialogs schon vorbei war. Auch hatte sich Platon schon in früheren Dialogen am Thema der Sophistik abgearbeitet. Die Suche nach dem Wesen der Sophistik ist im Sophistes eine Art Generalprobe für Platons System einer dialektischen Philosophie. Dieses zeichnet sich als Gegenbild der Sophistik ab, gewissermaßen als seriöser Zwilling dieser Schule, die den Unterschied zwischen wahrem und scheinbarem Wissen zugunsten des Effekts unterschlug. Eine dialektische Philosophie, so hoffte Platon, würde die Strukturen der Sprache mit denen der Wirklichkeit synchronisieren und somit das wahre Sprechen über reale Sachverhalte ermöglichen. Auf der Suche nach der Beziehung von Denk- und Dingwelt hat Platon tief gegraben, bis hinunter zu vermeintlich universalen metaphysischen Prinzipien, die wir heute als Katzengold erkennen. Auf dem gewaltigen Aushub dieser Grabungsarbeiten jedoch baut die gesamte abendländische Philosophie. getAbstract 11.12.2014 - Aristoteles (22)
- Fortsetzung 364
Korinth
- 366/365: Timoleon: Mitte der 360er Jahre nimmt Timophanes mit Gewalt die Akropolis von Korinth in Besitz und macht sich faktisch zum Tyrannen. Timoleon, sein Bruder und um 411 geboren, hat ihm zuvor in einer Schlacht das Leben gerettet und ihn wiederholt gebeten, auf die Tyrannis zu verzichten. Als Timophanes nicht einlenkt, beteiligt sich Timoleon an dessen Ermordung, um die Tyrannis zu beenden. Viele Korinther billigen dies als patriotische Tat, doch seine Mutter verflucht ihn, und ein Teil der Mitbürger reagiert empört. Unter dem Eindruck des Brudermords zieht sich Timoleon aus Politik und öffentlichem Leben zurück. Dieser selbst auferlegte Rückzug dauert etwa zwanzig Jahre. [Die französische Wikipedia datiert den Brudermord auf das Jahr 366/365]
Sparta
Bosporanisches Reich
- König Leukon I. (389–349)
Um 365 beginnt Leukon eine neue Belagerung von Theodosia, diesmal in eigener Regie als König. Er belagert die Stadt zweimal, wobei die erste Phase mit der Niederlage gegenüber Tynnichos endet. - König Gorgippos (389–349)
- Fortsetzung 360
Bithynien
Salamis
ODRYSEN
- König Kotys I. (384–360)
Ariobarzanes, der persische Satrap von Phrygien, besetzt die strategisch wichtige Stadt Sestos. Als Ariobarzanes gegen den Perserkönig Artaxerxes II. rebelliert, stellt sich Kotys offenbar gegen ihn und zugleich gegen dessen Bündnispartner Athen; sein Verhalten bleibt jedoch widersprüchlich und schwer zu deuten. Im selben Jahr nimmt Kotys seinen in Athen abgesetzten Schwiegersohn Iphikrates wieder wohlwollend auf und gewinnt mit dem Söldnerführer Charidemos, der eine weitere Tochter des Kotys heiratet, einen neuen militärischen Verbündeten. Athen kann unter dem Feldherrn Timotheos Sestos und Krithote zurückgewinnen, doch diese Erfolge bleiben nicht dauerhaft. - Fortsetzung 362
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
- Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
- Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)
- Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)
- Satrap Mausolus (Karien, 377–353)
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
INDIEN
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Feuer-Drachen; am Beginn des Jahres Holz-Hase)
Qin
Zhou
Zhao
Wei
Qi
Chu
JAPAN
QUELLEN
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17.03.2016 Artikel eröffnet
10.07.2023 Grundstock erstellt
04.02.2026 Grundstock ergänzt