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==CHRONIK==
==MAYA==


0114D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Aurelio_(Asturien) '''König Aurelio (Asturien)''']
'''Palenque'''
*Fruela I., König von Asturien, der selbst kurz zuvor seinen Bruder ermordet hat, fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Sein Nachfolger wird nicht der von ihm designierte Neffe Bermudo, sondern Fruelas Vetter Aurelio.


0731D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_(Gegenpapst) '''Papst Philipp''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%27inich_K%27uk%27_Bahlam_II. Ajaw K'inich K'uk' Bahlam II. (764–nach 783)] <br />
*Nach rund einjährigem Pontifikat wird Papst Konstantin II., der heute als Gegenpapst bezeichnet wird, von den Langobarden vertrieben und an seiner Stelle Philipp ernannt und inthronisiert, ohne die Priesterweihe empfangen zu haben.


0807D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_III._(Papst) '''Stephan III.''']
'''Tikal'''
*In Rom erfolgt mit Hilfe der frankenfreundliche Partei die Wahl Stephans III. zum Papst, er wird zwei Tage später geweiht. Philipp wird vertrieben und muss sich in sein Kloster zurückziehen. Konstantin II. wird geblendet und ebenfalls ins Kloster gesteckt, seine Anhänger blutig verfolgt.


1009D: [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe '''König Karl der Große'''] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Karlmann_I. '''König Karlmann I. (Fränkisches Reich)''']
*[https://en.wikipedia.org/wiki/28th_Ruler Ajaw 28. Herrscher (766–768)] <br />Um 768 stirbt der 28. Herrscher, wahrscheinlich in Tikal. 
*Karl I. (der Große) und Karlmann I. werden gemeinsam als Könige im Frankenreich gesalbt: Die nördliche Hälfte von den Pyrenäen bis nach Thüringen geht in den Besitz Karls, die südliche mit der Mittelmeerküste, Burgund und Alemannien in den von Karlmann.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yax_Nuun_Ahiin_II '''Ajaw Yax Nuun Ahiin II. (768-794)'''] <br />Am 25. Dezember besteigt Yax Nuun Ahiin II. als Ajaw offiziell den Thron von Tikal, damit folgt dabei direkt auf seinen älteren Bruder, den sogenannten 28. Herrscher. Zu den mit ihm verbundenen Monumenten gehören vor allem die Stelen 19 und 21 sowie die Altäre 6 und 10.  
*Karl der Große (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs. Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuro­päischer Herrscher seit der Antike die Kaiser­würde, die mit ihm erneuert wurde. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Macht­entfaltung. Karl gilt als einer der bedeutendsten mittel­alterlichen Herrscher und als eine Persön­lichkeit, die das kollektive europäische Geschichts­bewusstsein nachhaltig geprägt hat. Karl gelang es, das Franken­reich in einer Reihe von Feldzügen nach außen erheblich zu erweitern. Besonders verlust­reich und erbittert geführt waren die mit Unter­brechungen von 772 bis 804 andauernden Sachsen­kriege. 774 eroberte er das Langobarden­reich in Italien. Während der Spanien­feldzug im Jahr 778 scheiterte, beendete er im Osten die Selbst­ständigkeit Baierns und eroberte in den 790er Jahren das Restreich der Awaren. Das Franken­reich stieg zur neuen Großmacht neben Byzanz und dem Abbasiden­kalifat auf. Es umfasste den Kernteil der frühmittel­alterlichen lateinischen Christen­heit und war das bis dahin bedeutendste staatliche Gebilde im Westen seit dem Fall Westroms. Karl sorgte für eine effektive Verwaltung und bemühte sich um eine umfassende Bildungs­reform, die eine kulturelle Neubelebung des Franken­reichs zur Folge hatte. (Artikel des Tages)
*[[794#MAYA | Fortsetzung 794]] [[Kategorie:Tikal]]


==LEXIKON==
'''Quiriguá'''


[https://de.wikipedia.org/wiki/Angilram_von_Metz '''Bischof Angilram von Metz''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%E2%80%99ak%E2%80%99_Tiliw_Chan_Yopaat Ajaw K’ak’ Tiliw Chan Yopaat (725-785)] <br />


[https://de.wikipedia.org/wiki/Simpert_(Regensburg) '''Bischof Simpert (Regensburg)''']
'''Copan'''
*Simpert wird als Nachfolger des verstorbenen Sigerich Bischof von Regensburg.


[http://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_II._(Gascogne) '''Herzog Lupus II. (Gascogne)''']
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yax_Pasaj_Chan_Yopaat Ajaw Yax Pasaj Chan Yopaat (763-810)] <br />
*Karl der Große und Karlmann setzen in der Gascogne Herzog Loup II. ein.


[http://de.wikipedia.org/wiki/Telerig '''Khan Telerig (Bulgarien)''']
==PIKTEN==
*Nach einem überraschenden Angriff des byzantinischen Kaisers Konstantin V. auf das bulgarische Reich wird dessen Herrscher Pagan auf der Flucht nach Warna von seinen eigenen Leuten ermordet. Telerig wird sein Nachfolger als Khan der Bulgaren und beendet eine dreijährige Periode der Anomie.  
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ciniod_I König Ciniod I. (763–775)] <br />In einer Schlacht in Fortriu, einem Kerngebiet der piktischen Macht, kämpfen gemäss den Annalen von Ulster die Männer von Dál Riata unter der Führung von Áed Find gegen Ciniods Leute. Diese Notiz ist zugleich der erste Bericht über Dál Riata seit ungefähr 741. Das Ergebnis der Schlacht bleibt in den Annalen unerwähnt, sodass die tatsächliche Siegerseite unbekannt bleibt.
*[[774#PIKTEN | Fortsetzung 774]] [[Kategorie:Pikten]]
 
==KELTEN==
 
'''Uí Néill'''
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Niall_Frossach Hochkönig Niall Frossach (763-765/778)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Donnchad_Midi Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)] <br />
 
'''Ulaid'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Fiachnae_mac_%C3%81edo_R%C3%B3in König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)] <br />
 
'''Connacht'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dub-Indrecht_mac_Cathail König Dub-Indrecht mac Cathail (764–768)] <br />Dub-Indrecht mac Cathail stirbt.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Donn_Cothaid_mac_Cathail '''König Donn Cothaid mac Cathail (768–773)'''] <br />Donn Cothaid mac Cathail ist König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach Muaidhe innerhalb der Connachta und herrscht von 768 bis 773, wobei er der letzte Angehörige dieses Zweiges ist, der den Thron von Connacht innehat. Er ist ein Urenkel von Dúnchad Muirisci mac Tipraite, der 683 starb und selbst König von Connacht war.
*[[773#KELTEN | Fortsetzung 773]] [[Kategorie:Connacht]]
 
'''Leinster'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cellach_mac_D%C3%BAnchada König Cellach mac Dúnchada (760–776)] <br />
 
'''Uí Mháine'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dunchadh_ua_Daimhine König Dunchadh ua Daimhine (767–780)] <br />
 
'''Dalriada'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%81ed_Find '''König Áed Find (768–778)'''] <br />Áed Find (Áed der Weiße), auch Áed mac Echdach, ist der Sohn von Eochaid mac Echdach, der wiederum ein Nachkomme von Domnall Brecc aus der Hauptlinie der Könige des Cenél nGabráin ist. Diese Abstammung ordnet Áed klar in die führende Dynastie von Dál Riata ein, deren Machtbasis im westlichen Schottland liegt. Spätere Genealogien schreiben Áed die Rolle des Urgroßvaters von Cináed mac Ailpín (Kenneth MacAlpin) zu, der traditionell als erster König der Schotten gilt. Diese genealogische Linie verläuft über Áeds Sohn Eochaid mac Áeda Find und dessen Sohn Alpín mac Echdach, deren tatsächliche historische Existenz aber als wenig gesichert und quellenkritisch "nicht überzeugend" bewertet wird. Während seiner Herrschaft über Dál Riata tritt Áed in militärische Auseinandersetzungen mit den Pikten ein. Die Annalen von Ulster berichten für das Jahr 768 von einem "Bellum i Fortrinn iter Aedh & Cinaedh", also einer Schlacht in Fortriu zwischen Áed und einem Herrscher namens Cináed. Diese Notiz wird gewöhnlich so verstanden, dass es sich bei Áed um Áed Find von Dál Riata und bei Cináed um den piktischen König Ciniod I handelt, der in der Todesnotiz von 775 unter der Namensform "Cinadhon" erscheint. Konkrete Details zu Verlauf und Ausgang der Schlacht sind in den überlieferten Annalen nicht enthalten.
*[[778#KELTEN | Fortsetzung 778]] [[Kategorie:Dalriada]]
 
'''Gwynedd'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Caradog_ap_Meirion König Caradog ap Meirion (754-798)] <br />Während der Regierungszeit Caradogs übernimmt die walisische Kirche durch das Wirken des Bischofs Elfodd die katholische Methode zur Berechnung des Osterdatums und beseitigt damit einen lange bestehenden kirchlichen Streitpunkt. 
*[[796#KELTEN | Fortsetzung 796]] [[Kategorie:Gwynedd]]
 
'''Königreich Powys'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Brochfael_ab_Elisedd König Brochfael ab Elisedd (755–773)] <br />
 
==ANGELSACHSEN==
 
'''Northumbria'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ealchred König Ealchred (765–774)] <br />Ealchred heiratet Osgifu, die entweder eine Tochter des Königs Oswulf (Regierungszeit 758–759) oder des Königs Eadberht (Regierungszeit 737–758) ist. Durch diese Heirat ist er mit dem Erzbischof Ecgbert von York verschwägert. Aus der Ehe gehen Kinder hervor: Osred II., der später von 788 bis 790 König von Northumbria ist, sowie Alcmund, der im Jahr 800 während der Herrschaft Eardwulfs ermordet wird und angeblich ebenfalls ein Sohn Ealchreds ist.
*Gemäss der Chronik des Symeon von Durham stirbt der ehemalige König [http://de.wikipedia.org/wiki/Eadberht_(Northumbria) Eadbehrt] 19. oder 20. August in York und wird gemäss der Historia ecclesiae Dunelmensis desselben Autors in der Vorhalle der Kathedrale von York bestattet, neben seinem Bruder Erzbischof Ecgberht, der bereits 766 verstorben ist.​
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelbert_of_York Erzbischof Æthelbert (York, 766–780)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Alchmund_of_Hexham Bischof Alchmund (767–780/781)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Lindisfarne Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)] <br />
*[[770#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 770]] [[Kategorie:Northumbria]]
 
'''Mercia'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Offa_von_Mercia König Offa (757–796)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milred Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)] <br />
 
'''East Anglia'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelred_I._(East_Anglia) König Æthelred I. (um 760–um 780)] <br />
 
'''Königreich Wessex'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Wessex König Cynewulf (757–786)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelhard Bischof Æthelhard (Winchester, 765?–793)] <br />
 
'''Königreich Essex'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigeric_I. König Sigerich I. (758-798)] <br />
 
'''Königreich Kent'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ecgberht_II._(Kent) König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Heahberht_(Kent) König Heahberht (Ostkent, 764-772/776)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%A6nberht Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)] <br />
 
==FRÄNKISCHES REICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pippin_der_J%C3%BCngere König Pippin der Jüngere (751–768)] <br />Im Juni 768 befindet sich Pippin nach Feldzügen in Aquitanien auf dem Rückweg, als er schwer erkrankt und erkennt, dass er seine Nachfolge ordnen muss; er legt fest, wie das Reich nach seinem Tod aufgeteilt werden soll: Karl, der ältere Sohn, und Karlmann, der jüngere, sollen das Königtum gemeinsam fortführen, aber jeweils mit eigenem Reichsteil. Am 24. September stirbt er in der Königsgrablege Saint-Denis und wird vor der Klosterkirche beigesetzt. Während der Französischen Revolution wird sein Grab geplündert und die Überreste in ein Massengrab außerhalb der Kirche verbracht.​ Mit seiner Ehefrau Bertrada der Jüngeren hat Pippin insgesamt sechs Kinder, darunter Karl der Große, Karlmann I., Gisela, Pippin, Rothaid und Adelheid.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe '''König Karl der Große (768–800)'''] <br />Nach Pippins Tod tritt die von ihm angeordnete Reichsteilung in Kraft: Karl (20) erhält Austrasien, den Großteil Neustriens und den westlichen Teil Aquitaniens, während Karlmann das restliche Aquitanien, Burgund, die Provence, Septimanien, das Elsass und Alamannien zufallen. Bayern bleibt ausdrücklich von der Erbteilung ausgeschlossen und behält unter Herzog Tassilo III. faktisch seine eigene, nur lose an das Frankenreich gebundene Stellung. Durch diese Grenzziehung umschließt Karls Herrschaftsgebiet das Reich seines Bruders halbkreisförmig im Westen und Norden, was eine latente strategische Überlegenheit für Karl und eine potenziell beklemmende Lage für Karlmann erzeugt. Zugleich werden Konfliktlinien angelegt, weil wichtige Randräume – Aquitanien, Alamannien, die Provence – zwischen beiden Herrschaftsbereichen geteilt oder voneinander abhängig sind und damit zum Zankapfel werden können. <br />Am 9. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Dionysius von Paris, wird Karl im nordfranzösischen Noyon zum König der Franken gesalbt, während Karlmann in der traditionellen merowingischen Königspfalz Soissons seine Salbung empfängt. Mit diesem doppelt vollzogenen Salbungsritus erhalten beide Brüder die sakrale Legitimation ihres Königtums, die schon Pippin durch die päpstliche Salbung von 754 und den Titel Patricius Romanorum vorbereitet hat. Die getrennten Orte der Erhebung unterstreichen, dass keine eigentliche Mitregierung im Sinne einer gemeinsamen Verwaltung des Reiches vorgesehen ist, sondern zwei formal gleichrangige, aber politisch voneinander unabhängige Herrschaften entstehen. In ihren Urkunden treten Karl und Karlmann daher jeweils als selbstständige Könige auf, ohne gemeinsame Diplome, was den faktischen Charakter der Teilung unterstreicht. Für Karl bedeutet die Salbung in Noyon den Beginn seiner eigenen, zunächst nur regional begrenzten Königsherrschaft, aus der er in den folgenden Jahren schrittweise eine Alleinherrschaft über das gesamte Frankenreich entwickeln wird. <br />Noch im Jahr 768 beginnt sich abzuzeichnen, dass Karl und Karlmann ihre Herrschaft nicht koordiniert, sondern jeweils im eigenen Bereich und mit eigener politischer Agenda ausüben. Die von Anfang an fehlende gemeinsame Urkundenpraxis zeigt, dass es keinen institutionalisierten königlichen Gesamtwillen gibt, sondern zwei Höfe mit eigener Umgebung, eigenen Großen und eigenen politischen Schwerpunkten. Die Spannungen, die sich später deutlich zeigen, haben ihre Wurzel in dieser Konstruktion des Doppelreiches: Beide Könige haben prinzipiell gleiche Würde, aber sehr unterschiedliche territoriale Position und Machtbasis. Karl kann im Westen und Norden auf die starke Tradition austrasischer und neustrischer Machtzentren zurückgreifen, während Karlmann im Süden und Osten auf Regionen angewiesen ist, die stärker von alten Stammesherzogtümern und eigenständigen Adelsgruppen geprägt sind. <br />''Artikel des Tages'': Karl der Große (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs. Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuro­päischer Herrscher seit der Antike die Kaiser­würde, die mit ihm erneuert wurde. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Macht­entfaltung. Karl gilt als einer der bedeutendsten mittel­alterlichen Herrscher und als eine Persön­lichkeit, die das kollektive europäische Geschichts­bewusstsein nachhaltig geprägt hat. Karl gelang es, das Franken­reich in einer Reihe von Feldzügen nach außen erheblich zu erweitern. Besonders verlust­reich und erbittert geführt waren die mit Unter­brechungen von 772 bis 804 andauernden Sachsen­kriege. 774 eroberte er das Langobarden­reich in Italien. Während der Spanien­feldzug im Jahr 778 scheiterte, beendete er im Osten die Selbst­ständigkeit Baierns und eroberte in den 790er Jahren das Restreich der Awaren. Das Franken­reich stieg zur neuen Großmacht neben Byzanz und dem Abbasiden­kalifat auf. Es umfasste den Kernteil der frühmittel­alterlichen lateinischen Christen­heit und war das bis dahin bedeutendste staatliche Gebilde im Westen seit dem Fall Westroms. Karl sorgte für eine effektive Verwaltung und bemühte sich um eine umfassende Bildungs­reform, die eine kulturelle Neubelebung des Franken­reichs zur Folge hatte.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karlmann_I. '''König Karlmann I. (768-771)'''] <br />Pippin hat vor seinem Tod am 24. September die Reichsteilung festgelegt, bei der Karl den nördlichen Teil und Karlmann eine südliche Ländergruppe von der Mitte Aquitaniens bis nach Alemannien erhält.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Turpin_von_Reims Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Angilram_von_Metz '''Bischof Angilram (Metz, 768–791)'''] <br />Angilram stammt aus einer vornehmen austrasischen Familie, die ihn schon früh für den geistlichen Stand bestimmt. In der Überlieferung gilt er meist als Verwandter oder Neffe des Bischofs Chrodegang von Metz, der selbst aus dem hochadeligen fränkischen Milieu kommt. Seine Familie sorgt dafür, dass er eine gründliche geistliche Bildung erhält, weil eine kirchliche Laufbahn hohes Prestige und politischen Einfluss verspricht. Er erhält Unterricht im Kloster Gorze, wo der Mönch Nargaudus (auch Norgandus genannt) ihn in Theologie und geistlicher Lebensführung unterweist. Anschließend tritt Angilram zunächst in das Kloster Sankt Avold ein und danach in das Vogesenkloster Senones, wo er als Mönch lebt. In Senones steigt er später zum Abt auf, doch die Quellen lassen offen, ob er dieses Amt schon vor seiner Erhebung zum Bischof von Metz oder erst danach übernimmt. Nach dem Tod Chrodegangs am 6. März 766 bleibt der Bischofssitz von Metz länger als zweieinhalb Jahre unbesetzt, sodass eine Sedisvakanz entsteht. In dieser Zeit verhandeln geistliche und weltliche Eliten darüber, wer die Nachfolge antreten soll, wobei sowohl lokale Interessen in Metz als auch die Politik des fränkischen Hofes eine Rolle spielen. Schließlich wählt das Metzer Dom- und Stadtklerus Angilram zum neuen Bischof, offenbar auch aufgrund seiner Herkunft und seiner Vertrautheit mit der Reformpolitik Chrodegangs. Am 25. September 768 empfängt Angilram die Bischofsweihe und übernimmt das Amt des Bischofs von Metz. In den ersten Jahren führt er nachweislich nur den bischöflichen Titel und erscheint in den Quellen bis mindestens 777, wahrscheinlich sogar noch bis Ende 782, ohne erzbischöfliche Bezeichnung. Zugleich bleibt er mit dem Kloster Senones verbunden, übergibt die Abtei aber wegen seiner zahlreichen anderen Verpflichtungen später seinem früheren Lehrer Norgandus, den er damit besonders auszeichnet. <br />Zu Angilram siehe auch [https://www.deutsche-biographie.de/gnd100936539.html deutsche-biographie] und [https://geschichtsquellen.de/person/19582 geschichtsquellen]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_von_Utrecht Bischof Gregor (Utrecht (754-775)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lullus Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wiomad Bischof Wiomad (Trier, 762-791)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Megingaud_von_W%C3%BCrzburg Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmius Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_II._von_Konstanz Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tello_(Bischof) Bischof Tello (Chur, 759–765)] <br />
*[[769#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 769]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
 
Herzogtum Aquitanien
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Waifar Herzog Waifar (745-768)] <br />Bei einem letzten Feldzug Pippins, bei dem das fränkische Heer nochmals bis an die Garonne vorstößt, zerfällt Waifars Gefolgschaft, und Waifar wird schließlich offenbar von seinen eigenen Leuten ermordet, nach fränkischen Quellen auf Betreiben Pippins, am 2. Juni. Das Herzogtum geht unter die direkte Herrschaft von König Karlmann I. [[Kategorie:Herzogtum Aquitanien]]
 
Herzogtum Gascogne
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_II._(Gascogne) '''Herzog Lupus II. (768-778)'''] <br />Lupus' Herkunft ist umstritten; er kann baskischer, fränkischer oder römisch‑aquitanischer Abstammung sein. Sein Name "Lupus" (Wolf) ist im gesamten baskischen Siedlungsgebiet des frühen Mittelalters als Personenname weit verbreitet. Vermutlich erhält er sein Amt entweder als königliche Einsetzung durch Pipin III. im Jahr 768 oder er wird von der örtlichen Bevölkerung zum Herzog gewählt. Der genaue Umfang seines Herrschaftsgebietes bleibt unklar, doch seine Gascogne grenzt im Osten an das Agenais und im Norden verläuft die Grenze wahrscheinlich entlang der Garonne. Die bedeutende Stadt Bordeaux steht nicht unter seiner Kontrolle, sondern unter einer eigenen Linie von von den Karolingern eingesetzten Grafen. Seine Macht reicht möglicherweise bis an die Pyrenäen, eventuell sogar darüber hinweg in die Gebiete der transpyrenäischen Basken, die ebenfalls unter der Oberhoheit der Karolinger stehen. Später wird diese Region mit der von Einhard erwähnten baskischen "Treulosigkeit" bei Roncesvalles in Verbindung gebracht, und manche Historiker ziehen Lupus II. in die Überlieferung des Überfalls auf Roland hinein, ohne dass seine Beteiligung sicher belegt ist.
*[[769#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 769]] [[Kategorie:Herzogtum Gascogne]]
 
Herzogtum Baiern
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tassilo_III. Herzog Tassilo III. (748–788)] <br />Tassilo hält sich in den 760er Jahren wiederholt in Italien auf und verbündet sich 768/69 mit Desiderius und dem Papst.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigerich_(Regensburg) Bischof Sigerich (Regensburg, 762–768)] <br />Sigerich stirbt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Simpert_(Regensburg) '''Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)'''] <br />Simpert, auch Sindbert genannt, wird im Donaugau geboren, einem Gebiet entlang der Donau in Bayern. Er entstammt der hochadeligen Familie der Hachilinga, die in der Region großen Einfluss besitzt und später auch mit dem Ortsnamen Hechlingen in Verbindung steht.  Früh tritt er in den kirchlichen Dienst ein. 768 wird Simpert zum dritten Bischof von Regensburg erhoben; gleichzeitig ist er – wie die frühen Regensburger Bischöfe – auch Vorsteher des Klosters Sankt Emmeram. In seine Amtszeit fällt die Auseinandersetzung um die sogenannten Eigenkirchen, also Kirchen in adligem Besitz, die von ihren weltlichen Gründern stark beansprucht und kontrolliert werden. Tassilo fördert diese Eigenkirchen und stärkt damit die Stellung des Adels gegenüber der Bischofskirche; Simpert steht dabei auf der Seite des Herzogs. In den Jahren nach 768 verschärft sich der Interessenkonflikt zwischen der bayerischen Herzogsmacht und der fränkischen Königsgewalt. Karl der Große erkennt allmählich das politische Interesse, die Stellung der Bischöfe zu stärken, um die Eigenkirchen und den übermächtigen Adel zurückzudrängen. Simpert gilt später als Anhänger Karls des Großen. Der Regensburger Chronist Lorenz Hochwart, der auf heute verlorene Quellen zurückgreifen kann, beschreibt Simpert als einen friedfertigen Menschen, der trotz der politischen Spannungen um Ausgleich bemüht ist.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Willibald_von_Eichst%C3%A4tt Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeo_von_Freising Bischof Arbeo (Freising, 764–784)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anthelm Bischof Anthelm (Passau, 763-764/770)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wikterp Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Virgil_von_Salzburg Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)] <br />
*[[769#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 769]]​ [[Kategorie:Herzogtum Baiern]]
 
==LANGOBARDENREICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Desiderius_(K%C3%B6nig) König Desiderius (757–774)] <br />
*[https://it.wikipedia.org/wiki/Tomaso_(arcivescovo_di_Milano) Erzbischof Tomaso (Mailand, 759-783)] <br />
 
Herzogtum Friaul
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Petrus_(Friaul) Herzog Petrus (751–774)] <br />
 
Herzogtum Spoleto
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Theodicius_of_Spoleto Herzog Theodicius (763–773)] <br />
 
Herzogtum Benevent
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arichis_II. Herzog Arichis II. (758–787)] <br />
 
==SPANIEN==
 
'''Königreich Asturien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fruela_I._(Asturien) König Fruela I. (757-768)] <br />Fruela bringt einen Sohn zur Welt, der später als Alfons II. bekannt wird, und wird im gleichen Jahr von seinen Gegnern in Cangas ermordet. Fruela und seine Frau Munia werden gemeinsam in der Kathedrale von Oviedo bestattet.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aurelio_(Asturien) '''König Aurelio (768–774)'''] <br />Aurelio wird um 740 geboren und wächst als Sohn von Fruela, dem Bruder des asturischen Königs Alfons I., im Umfeld des jungen christlichen Königreichs im Norden der Iberischen Halbinsel auf. Da Fruelas Sohn Alfons II. noch minderjährig ist, einigen sich die maßgeblichen Kreise  auf Aurelio als Nachfolger. In seiner Regierungszeit schlägt Aurelio einen Aufstand von Sklaven nieder. Zwischen Asturien und dem Emirat von Córdoba ereignen sich keine größeren militärischen Auseinandersetzungen. Ob er verheiratet ist oder Kinder hat, ist unbekannt, jedoch hat er einen Bruder namens Bermudo, der dem geistlichen Stand angehört und Diakon ist und im Jahr 788 selbst den Thron von Asturien besteigen wird.
*[[774#SPANIEN | Fortsetzung 774]] [[Kategorie:Asturien]]
 
==KIRCHENSTAAT==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_II._(Gegenpapst) Papst Konstantin II. (767-768)] <br />In Rom formiert sich  eine starke Opposition gegen Konstantin, die von dem Primicerius Christophorus angeführt wird, der an der Spitze der frankenfreundlichen Partei steht. Mit Hilfe der Langobarden setzt Christophorus Konstantin Mitte Jahr festgesetzt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_(Gegenpapst) '''Papst Philipp (768)'''] <br />Die langobardische Partei setzt daraufhin ihrerseits Philipp als Gegenpapst zu Konstantin ein, der aber das Amt nur wenige Tage behauptet, bevor ihn Anhänger Konstantins wieder vertreiben; er muss sich in ein Kloster zurückziehen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_III._(Papst) '''Papst Stephan III. (768–772)'''] <br />Christophorus organisiert nun für den 7. August eine kanonische Papstwahl, an der auch große Teile der römischen Bürgerschaft teilnehmen. In dieser Wahl setzt sich der Priester Stephan durch, der bereits unter Stephan II. und Paul I. hohe Ämter in der römischen Kirche bekleidet hat; zwei Tage nach seiner Wahl empfängt er die Weihe. Stephan wird als neuer legitimer Papst anerkannt und später als Stephan III. gezählt. In den Tagen nach seiner Wahl verfolgen Anhänger Stephans den abgesetzten Konstantin und seine Gefolgsleute und misshandeln viele von ihnen schwer. Konstantin selbst wird mit schweren Gewichten behangen, auf einem Pferd durch die Stadt getrieben und anschließend im Kloster San Saba inhaftiert. Am 6. August wird er offiziell seines Amtes enthoben und verliert damit jede rechtliche Stellung als Papst. Stephan pflegt enge Kontakte zum fränkischen Königshof und versucht, die Verbindung zu Karl und seinen Kreisen zu stärken um die langobardische Ansprüche abzuwehren. Die Rolle Christophorus’ bleibt dabei zentral, weil er innerstädtisch die Machtordenung zugunsten Stephans und der frankenfreundlichen Linie stützt. Stephan bekräftigt seine Autorität als Papst, indem er sich zugleich als geistliches Oberhaupt und politischer Partner der Franken präsentiert.
*[[769#KIRCHENSTAAT | Fortsetzung 769]] [[Kategorie:Kirchenstaat]]
 
==REPUBLIK VENEDIG==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Maurizio_Galbaio Doge Maurizio Galbaio (764–797)] <br />
 
==KARANTANIEN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cheitumar Fürst Cheitumar (751-769)] <br />
 
==ERSTES BULGARISCHES REICH==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pagan_(Bulgarien) Knjas Pagan (767–768)] <br />Pagan befindet sich auf dem Rückweg von den Verhandlungen in Thrakien, als Kaiser Konstantin überraschend einen Angriff auf Bulgarien beginnt. Byzantinische Truppen überschreiten die Pässe des Balkangebirges und dringen in das Kerngebiet des bulgarischen Staates bis zur Hauptstadt Pliska vor. Sie verwüsten mehrere Ortschaften in der Nähe der Stadtmauern von Pliska, nutzen den Angriff also als deutliche militärische Demonstration. Konstantin begnügt sich offenbar mit dieser Machtdemonstration und zieht seine Truppen anschließend wieder zurück, ohne die Eroberung weiter voranzutreiben. Pagan gerät nun im Inneren des Reiches unter massiven Druck, weil seine Gegner ihm eine zu nachgiebige Haltung gegenüber Byzanz vorwerfen. Auf der Flucht in Richtung Warna wird er schließlich von seinen Gegnern beziehungsweise seinen eigenen Leuten ermordet.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Telerig '''Knjas Telerig (768–777)'''] <br />Telerig kommt nach der Ermordung seines Vorgängers Pagan als Khan an die Macht.
*[[774#ERSTES_BULGARISCHES_REICH | Fortsetzung 774]] [[Kategorie:Erstes Bulgarisches Reich]]
 
==BYZANTINISCHES REICH==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_V._(Byzanz) Kaiser Konstantin V. (741–775)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_von_Grado Patriarch Johannes (Grado, 766–802)] <br />Wenige Jahre nach seiner Erhebung überlagert der Machtkampf zwischen dem Frankenreich unter Karl dem Großen und dem Langobardenreich unter König Desiderius die inneren Konflikte im Raum der Lagune, in Grado und in Aquileia. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Patriarchensitzen Grado und Aquileia verschärfen sich, während zugleich die politische Lage in Norditalien instabiler wird.  Nach der Wahl Papst Stephans III. im August wendet sich Johannes in einem ausführlichen Schreiben an den neuen Papst und bittet ihn, zugunsten der "Gradensis Ecclesia" gegen die Langobarden einzuschreiten. Zugleich fordert er, dass der Papst die Bischöfe von Istrien zur Unterstellung unter das Patriarchat von Grado verpflichtet, da diese die Wirren des langobardischen Vordringens genutzt haben, um sich der suprematia Grados zu entziehen. In seiner Antwort, die wohl zwischen 771 und dem 24. Januar 772, dem Todestag Stephans III., entsteht, mahnt der Papst die Prälaten Istriens zur Anerkennung der Oberhoheit Grados und bestätigt damit formal den Anspruch des Patriarchen Johannes.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Niketas_I._(Konstantinopel) Patriarch Niketas I. (Konstantinopel, 766–780)] <br />In den späten Regierungsjahren Konstantins V. entfaltet Niketas sein Amt als Patriarch in einem Klima verschärfter Bilderfeindlichkeit. Er erweist sich als besonders eifriger Bilderstürmer, der kirchliche Kunstwerke nicht nur theologisch verurteilt, sondern ihre physische Beseitigung betreibt. 768 nutzt er umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Hagia Sophia, um in zwei Bereichen des Bauwerks, den sogenannten sekreta, verbliebene Mosaiken und bemalte Holztafeln abkratzen oder mit Putz überdecken zu lassen, sodass die bildliche Darstellung systematisch aus dem Gotteshaus verschwindet. Der Reliquienkult und die Anrufung der Gottesmutter und der Heiligen werden offiziell verurteilt, obwohl das Konzil von Hiereia selbst diese Radikalisierung ursprünglich nicht beschlossen hat. Gegen zahlreiche Mönche werden Repressionsmaßnahmen ergriffen, und besonders eifrige Militärbefehlshaber gehen noch weiter, als es die offizielle Politik verlangt. Der Stratege Michael Lakanodrakon  stellt Mönche und Nonnen vor die Wahl, entweder eine Ehe einzugehen oder geblendet beziehungsweise verbannt zu werden, um die monastische Lebensform gewaltsam zu brechen. Um das Jahr 772 ist der Mönchtum in diesem Verwaltungsbezirk praktisch ausgelöscht, da die Klöster aufgelöst und ihre Bewohner verfolgt worden sind. Konfiszierte Klöster nutzt die Obrigkeit nun zur Unterbringung von Soldaten, was die militärische Durchdringung der Region verstärkt und zugleich die religiösen Zentren der Ikonenverehrer zerstört. Niketas unterstützt die rigorose Durchsetzung der ikonoklastischen Politik.
*[[769#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 769]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]]
 
==IBERIEN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nerse_of_Iberia Fürst Nerse (1. Amtszeit 760–772)] <br />
 
==ARABER==
(150/151 - 25./26. Januar)
 
'''Abbasiden'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Mans%C5%ABr_(Abbaside) Kalif al-Mansūr (754–775)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Humayd_ibn_Qahtaba Statthalter Humayd ibn Qahtaba (Arminiya, 766–768, nun Chorasan 768-776)] <br />Humayd wird zum Gouverneur von Chorasan ernannt. Dieses Amt behält er bis zu seinem Tod im Jahr 776.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/M%C5%ABs%C4%81_al-K%C4%81zim Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_II._(Jerusalem) Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Mina_I_of_Alexandria Papst und Patriarch Mina I. (767-776)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br />Kosmas I. stirbt.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Patriarch_Politianus_of_Alexandria '''Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (768–813)'''] <br />Politianus tritt das Amt des griechischen Patriarchen von Alexandria. Er ist von Beruf Arzt und verbindet seine medizinische Ausbildung mit seinem seelsorgerischen Dienst, sodass er sowohl als geistlicher Würdenträger als auch als Heiler bekannt ist.
*[[769#ARABER | Fortsetzung 769]] [[Kategorie:Abbasiden]]
 
'''Emirat Noukour'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_I_ibn_Idris Emir Sa'id I ibn Idris (760–803)] <br />
 
'''Kalifat von Tlemcen'''
 
*[http://fr.wikipedia.org/wiki/Abou_Qurra Kalif Abū Qurra (765-778)] <br />
 
'''Emirat von Córdoba'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_ar-Rahman_I. Emir Abd ar-Rahman I. (Córdoba, 756–788)] <br />
 
==MAKURIA==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cyriacus_(Makuria) König Cyriacus (747-768)]
 
==UIGURISCHES KAGANAT==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6g%C3%BC_Qaghan Kagan Bögü (759–780)] <br />Bögü wendet sich an Kaiser Daizong und fordert, die manichäischen Tempel im Tang‑Reich wieder zu eröffnen, die zuvor unterdrückt worden sind. Daizong steht der Lehre zwar ablehnend gegenüber, ist aber angesichts der militärischen Abhängigkeit von den Uiguren gezwungen, 771 offiziell die Wiedereröffnung der manichäischen Einrichtungen zu genehmigen. - <br />Bögüs Ehefrau Quangin Chatun, die Tochter des mächtigen Generals Pugu Huaien, stirbt.
*[[769#UIGURISCHES_KAGANAT | Fortsetzung 769]] [[Kategorie:Uigurisches Kaganat]]
 
==INDIEN==
 
'''Pratihara'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Kakustha_(Pratihara_dynasty) König Kakustha] und [https://en.wikipedia.org/wiki/Devaraja_(Pratihara_dynasty) König Devaraja (nacheinander 760-780)] <br />
 
'''Chauhan-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Chandraraja_I König Chandraraja I. (759–771)] <br />
 
'''Rashtrakuta'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Krishna_I König Krishna I. (756-774)] <br />
 
'''Westliche Ganga-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sripurusha König Sripurusha (726–788)] <br />
 
'''Pallava'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nandivarman_II König Nandivarman II. (731–796)] <br />
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aggabodhi_VI König Aggabodhi VI. (741–781)] <br />
 
==TIBET==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Trisong_Detsen König Trisong Detsen (755–797)] <br />
 
==CHINA==
(57./58. Zyklus - Jahr des Erde-Affen; am Beginn des Jahres Feuer-Schaf)
 
'''Tang-Dynastie'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Daizong_of_Tang Kaiser Daizong (762–779)] <br />
 
==KOREA==
 
'''Silla'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hyegong_of_Silla König Hyegong (765–780)] <br />Eine Gruppe hoher Beamter, unter ihnen Kim Daegong, erhebt sich gegen Hyegong, aber Hyegong bleibt zunächst im Amt.
*[[770#KOREA | Fortsetzung 770]] [[Kategorie:Silla]]
 
'''Balhae'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mun_of_Balhae König Mun (737–793)] <br />
 
==JAPAN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dken Tennō Shōtoku (2. Amtszeit 764–770)] <br />


==QUELLEN==
==QUELLEN==
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Aktuelle Version vom 14. Februar 2026, 13:49 Uhr

765 | 766 | 767 | 768 | 769 | 770 | 771

MAYA

Palenque

Tikal

  • Ajaw 28. Herrscher (766–768)
    Um 768 stirbt der 28. Herrscher, wahrscheinlich in Tikal.
  • Ajaw Yax Nuun Ahiin II. (768-794)
    Am 25. Dezember besteigt Yax Nuun Ahiin II. als Ajaw offiziell den Thron von Tikal, damit folgt dabei direkt auf seinen älteren Bruder, den sogenannten 28. Herrscher. Zu den mit ihm verbundenen Monumenten gehören vor allem die Stelen 19 und 21 sowie die Altäre 6 und 10.
  • Fortsetzung 794

Quiriguá

Copan

PIKTEN

  • König Ciniod I. (763–775)
    In einer Schlacht in Fortriu, einem Kerngebiet der piktischen Macht, kämpfen gemäss den Annalen von Ulster die Männer von Dál Riata unter der Führung von Áed Find gegen Ciniods Leute. Diese Notiz ist zugleich der erste Bericht über Dál Riata seit ungefähr 741. Das Ergebnis der Schlacht bleibt in den Annalen unerwähnt, sodass die tatsächliche Siegerseite unbekannt bleibt.
  • Fortsetzung 774

KELTEN

Uí Néill

Ulaid

Connacht

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

  • König Áed Find (768–778)
    Áed Find (Áed der Weiße), auch Áed mac Echdach, ist der Sohn von Eochaid mac Echdach, der wiederum ein Nachkomme von Domnall Brecc aus der Hauptlinie der Könige des Cenél nGabráin ist. Diese Abstammung ordnet Áed klar in die führende Dynastie von Dál Riata ein, deren Machtbasis im westlichen Schottland liegt. Spätere Genealogien schreiben Áed die Rolle des Urgroßvaters von Cináed mac Ailpín (Kenneth MacAlpin) zu, der traditionell als erster König der Schotten gilt. Diese genealogische Linie verläuft über Áeds Sohn Eochaid mac Áeda Find und dessen Sohn Alpín mac Echdach, deren tatsächliche historische Existenz aber als wenig gesichert und quellenkritisch "nicht überzeugend" bewertet wird. Während seiner Herrschaft über Dál Riata tritt Áed in militärische Auseinandersetzungen mit den Pikten ein. Die Annalen von Ulster berichten für das Jahr 768 von einem "Bellum i Fortrinn iter Aedh & Cinaedh", also einer Schlacht in Fortriu zwischen Áed und einem Herrscher namens Cináed. Diese Notiz wird gewöhnlich so verstanden, dass es sich bei Áed um Áed Find von Dál Riata und bei Cináed um den piktischen König Ciniod I handelt, der in der Todesnotiz von 775 unter der Namensform "Cinadhon" erscheint. Konkrete Details zu Verlauf und Ausgang der Schlacht sind in den überlieferten Annalen nicht enthalten.
  • Fortsetzung 778

Gwynedd

  • König Caradog ap Meirion (754-798)
    Während der Regierungszeit Caradogs übernimmt die walisische Kirche durch das Wirken des Bischofs Elfodd die katholische Methode zur Berechnung des Osterdatums und beseitigt damit einen lange bestehenden kirchlichen Streitpunkt.
  • Fortsetzung 796

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

  • König Ealchred (765–774)
    Ealchred heiratet Osgifu, die entweder eine Tochter des Königs Oswulf (Regierungszeit 758–759) oder des Königs Eadberht (Regierungszeit 737–758) ist. Durch diese Heirat ist er mit dem Erzbischof Ecgbert von York verschwägert. Aus der Ehe gehen Kinder hervor: Osred II., der später von 788 bis 790 König von Northumbria ist, sowie Alcmund, der im Jahr 800 während der Herrschaft Eardwulfs ermordet wird und angeblich ebenfalls ein Sohn Ealchreds ist.
  • Gemäss der Chronik des Symeon von Durham stirbt der ehemalige König Eadbehrt 19. oder 20. August in York und wird gemäss der Historia ecclesiae Dunelmensis desselben Autors in der Vorhalle der Kathedrale von York bestattet, neben seinem Bruder Erzbischof Ecgberht, der bereits 766 verstorben ist.​
  • Erzbischof Æthelbert (York, 766–780)
  • Bischof Alchmund (767–780/781)
  • Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
  • Fortsetzung 770

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

  • König Pippin der Jüngere (751–768)
    Im Juni 768 befindet sich Pippin nach Feldzügen in Aquitanien auf dem Rückweg, als er schwer erkrankt und erkennt, dass er seine Nachfolge ordnen muss; er legt fest, wie das Reich nach seinem Tod aufgeteilt werden soll: Karl, der ältere Sohn, und Karlmann, der jüngere, sollen das Königtum gemeinsam fortführen, aber jeweils mit eigenem Reichsteil. Am 24. September stirbt er in der Königsgrablege Saint-Denis und wird vor der Klosterkirche beigesetzt. Während der Französischen Revolution wird sein Grab geplündert und die Überreste in ein Massengrab außerhalb der Kirche verbracht.​ Mit seiner Ehefrau Bertrada der Jüngeren hat Pippin insgesamt sechs Kinder, darunter Karl der Große, Karlmann I., Gisela, Pippin, Rothaid und Adelheid.
  • König Karl der Große (768–800)
    Nach Pippins Tod tritt die von ihm angeordnete Reichsteilung in Kraft: Karl (20) erhält Austrasien, den Großteil Neustriens und den westlichen Teil Aquitaniens, während Karlmann das restliche Aquitanien, Burgund, die Provence, Septimanien, das Elsass und Alamannien zufallen. Bayern bleibt ausdrücklich von der Erbteilung ausgeschlossen und behält unter Herzog Tassilo III. faktisch seine eigene, nur lose an das Frankenreich gebundene Stellung. Durch diese Grenzziehung umschließt Karls Herrschaftsgebiet das Reich seines Bruders halbkreisförmig im Westen und Norden, was eine latente strategische Überlegenheit für Karl und eine potenziell beklemmende Lage für Karlmann erzeugt. Zugleich werden Konfliktlinien angelegt, weil wichtige Randräume – Aquitanien, Alamannien, die Provence – zwischen beiden Herrschaftsbereichen geteilt oder voneinander abhängig sind und damit zum Zankapfel werden können.
    Am 9. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Dionysius von Paris, wird Karl im nordfranzösischen Noyon zum König der Franken gesalbt, während Karlmann in der traditionellen merowingischen Königspfalz Soissons seine Salbung empfängt. Mit diesem doppelt vollzogenen Salbungsritus erhalten beide Brüder die sakrale Legitimation ihres Königtums, die schon Pippin durch die päpstliche Salbung von 754 und den Titel Patricius Romanorum vorbereitet hat. Die getrennten Orte der Erhebung unterstreichen, dass keine eigentliche Mitregierung im Sinne einer gemeinsamen Verwaltung des Reiches vorgesehen ist, sondern zwei formal gleichrangige, aber politisch voneinander unabhängige Herrschaften entstehen. In ihren Urkunden treten Karl und Karlmann daher jeweils als selbstständige Könige auf, ohne gemeinsame Diplome, was den faktischen Charakter der Teilung unterstreicht. Für Karl bedeutet die Salbung in Noyon den Beginn seiner eigenen, zunächst nur regional begrenzten Königsherrschaft, aus der er in den folgenden Jahren schrittweise eine Alleinherrschaft über das gesamte Frankenreich entwickeln wird.
    Noch im Jahr 768 beginnt sich abzuzeichnen, dass Karl und Karlmann ihre Herrschaft nicht koordiniert, sondern jeweils im eigenen Bereich und mit eigener politischer Agenda ausüben. Die von Anfang an fehlende gemeinsame Urkundenpraxis zeigt, dass es keinen institutionalisierten königlichen Gesamtwillen gibt, sondern zwei Höfe mit eigener Umgebung, eigenen Großen und eigenen politischen Schwerpunkten. Die Spannungen, die sich später deutlich zeigen, haben ihre Wurzel in dieser Konstruktion des Doppelreiches: Beide Könige haben prinzipiell gleiche Würde, aber sehr unterschiedliche territoriale Position und Machtbasis. Karl kann im Westen und Norden auf die starke Tradition austrasischer und neustrischer Machtzentren zurückgreifen, während Karlmann im Süden und Osten auf Regionen angewiesen ist, die stärker von alten Stammesherzogtümern und eigenständigen Adelsgruppen geprägt sind.
    Artikel des Tages: Karl der Große (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs. Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuro­päischer Herrscher seit der Antike die Kaiser­würde, die mit ihm erneuert wurde. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Macht­entfaltung. Karl gilt als einer der bedeutendsten mittel­alterlichen Herrscher und als eine Persön­lichkeit, die das kollektive europäische Geschichts­bewusstsein nachhaltig geprägt hat. Karl gelang es, das Franken­reich in einer Reihe von Feldzügen nach außen erheblich zu erweitern. Besonders verlust­reich und erbittert geführt waren die mit Unter­brechungen von 772 bis 804 andauernden Sachsen­kriege. 774 eroberte er das Langobarden­reich in Italien. Während der Spanien­feldzug im Jahr 778 scheiterte, beendete er im Osten die Selbst­ständigkeit Baierns und eroberte in den 790er Jahren das Restreich der Awaren. Das Franken­reich stieg zur neuen Großmacht neben Byzanz und dem Abbasiden­kalifat auf. Es umfasste den Kernteil der frühmittel­alterlichen lateinischen Christen­heit und war das bis dahin bedeutendste staatliche Gebilde im Westen seit dem Fall Westroms. Karl sorgte für eine effektive Verwaltung und bemühte sich um eine umfassende Bildungs­reform, die eine kulturelle Neubelebung des Franken­reichs zur Folge hatte.
  • König Karlmann I. (768-771)
    Pippin hat vor seinem Tod am 24. September die Reichsteilung festgelegt, bei der Karl den nördlichen Teil und Karlmann eine südliche Ländergruppe von der Mitte Aquitaniens bis nach Alemannien erhält.
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Bischof Angilram (Metz, 768–791)
    Angilram stammt aus einer vornehmen austrasischen Familie, die ihn schon früh für den geistlichen Stand bestimmt. In der Überlieferung gilt er meist als Verwandter oder Neffe des Bischofs Chrodegang von Metz, der selbst aus dem hochadeligen fränkischen Milieu kommt. Seine Familie sorgt dafür, dass er eine gründliche geistliche Bildung erhält, weil eine kirchliche Laufbahn hohes Prestige und politischen Einfluss verspricht. Er erhält Unterricht im Kloster Gorze, wo der Mönch Nargaudus (auch Norgandus genannt) ihn in Theologie und geistlicher Lebensführung unterweist. Anschließend tritt Angilram zunächst in das Kloster Sankt Avold ein und danach in das Vogesenkloster Senones, wo er als Mönch lebt. In Senones steigt er später zum Abt auf, doch die Quellen lassen offen, ob er dieses Amt schon vor seiner Erhebung zum Bischof von Metz oder erst danach übernimmt. Nach dem Tod Chrodegangs am 6. März 766 bleibt der Bischofssitz von Metz länger als zweieinhalb Jahre unbesetzt, sodass eine Sedisvakanz entsteht. In dieser Zeit verhandeln geistliche und weltliche Eliten darüber, wer die Nachfolge antreten soll, wobei sowohl lokale Interessen in Metz als auch die Politik des fränkischen Hofes eine Rolle spielen. Schließlich wählt das Metzer Dom- und Stadtklerus Angilram zum neuen Bischof, offenbar auch aufgrund seiner Herkunft und seiner Vertrautheit mit der Reformpolitik Chrodegangs. Am 25. September 768 empfängt Angilram die Bischofsweihe und übernimmt das Amt des Bischofs von Metz. In den ersten Jahren führt er nachweislich nur den bischöflichen Titel und erscheint in den Quellen bis mindestens 777, wahrscheinlich sogar noch bis Ende 782, ohne erzbischöfliche Bezeichnung. Zugleich bleibt er mit dem Kloster Senones verbunden, übergibt die Abtei aber wegen seiner zahlreichen anderen Verpflichtungen später seinem früheren Lehrer Norgandus, den er damit besonders auszeichnet.
    Zu Angilram siehe auch deutsche-biographie und geschichtsquellen
  • Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
  • Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
  • Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
  • Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)
  • Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
  • Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
  • Bischof Tello (Chur, 759–765)
  • Fortsetzung 769

Herzogtum Aquitanien

  • Herzog Waifar (745-768)
    Bei einem letzten Feldzug Pippins, bei dem das fränkische Heer nochmals bis an die Garonne vorstößt, zerfällt Waifars Gefolgschaft, und Waifar wird schließlich offenbar von seinen eigenen Leuten ermordet, nach fränkischen Quellen auf Betreiben Pippins, am 2. Juni. Das Herzogtum geht unter die direkte Herrschaft von König Karlmann I.

Herzogtum Gascogne

  • Herzog Lupus II. (768-778)
    Lupus' Herkunft ist umstritten; er kann baskischer, fränkischer oder römisch‑aquitanischer Abstammung sein. Sein Name "Lupus" (Wolf) ist im gesamten baskischen Siedlungsgebiet des frühen Mittelalters als Personenname weit verbreitet. Vermutlich erhält er sein Amt entweder als königliche Einsetzung durch Pipin III. im Jahr 768 oder er wird von der örtlichen Bevölkerung zum Herzog gewählt. Der genaue Umfang seines Herrschaftsgebietes bleibt unklar, doch seine Gascogne grenzt im Osten an das Agenais und im Norden verläuft die Grenze wahrscheinlich entlang der Garonne. Die bedeutende Stadt Bordeaux steht nicht unter seiner Kontrolle, sondern unter einer eigenen Linie von von den Karolingern eingesetzten Grafen. Seine Macht reicht möglicherweise bis an die Pyrenäen, eventuell sogar darüber hinweg in die Gebiete der transpyrenäischen Basken, die ebenfalls unter der Oberhoheit der Karolinger stehen. Später wird diese Region mit der von Einhard erwähnten baskischen "Treulosigkeit" bei Roncesvalles in Verbindung gebracht, und manche Historiker ziehen Lupus II. in die Überlieferung des Überfalls auf Roland hinein, ohne dass seine Beteiligung sicher belegt ist.
  • Fortsetzung 769

Herzogtum Baiern

  • Herzog Tassilo III. (748–788)
    Tassilo hält sich in den 760er Jahren wiederholt in Italien auf und verbündet sich 768/69 mit Desiderius und dem Papst.
  • Bischof Sigerich (Regensburg, 762–768)
    Sigerich stirbt.
  • Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
    Simpert, auch Sindbert genannt, wird im Donaugau geboren, einem Gebiet entlang der Donau in Bayern. Er entstammt der hochadeligen Familie der Hachilinga, die in der Region großen Einfluss besitzt und später auch mit dem Ortsnamen Hechlingen in Verbindung steht. Früh tritt er in den kirchlichen Dienst ein. 768 wird Simpert zum dritten Bischof von Regensburg erhoben; gleichzeitig ist er – wie die frühen Regensburger Bischöfe – auch Vorsteher des Klosters Sankt Emmeram. In seine Amtszeit fällt die Auseinandersetzung um die sogenannten Eigenkirchen, also Kirchen in adligem Besitz, die von ihren weltlichen Gründern stark beansprucht und kontrolliert werden. Tassilo fördert diese Eigenkirchen und stärkt damit die Stellung des Adels gegenüber der Bischofskirche; Simpert steht dabei auf der Seite des Herzogs. In den Jahren nach 768 verschärft sich der Interessenkonflikt zwischen der bayerischen Herzogsmacht und der fränkischen Königsgewalt. Karl der Große erkennt allmählich das politische Interesse, die Stellung der Bischöfe zu stärken, um die Eigenkirchen und den übermächtigen Adel zurückzudrängen. Simpert gilt später als Anhänger Karls des Großen. Der Regensburger Chronist Lorenz Hochwart, der auf heute verlorene Quellen zurückgreifen kann, beschreibt Simpert als einen friedfertigen Menschen, der trotz der politischen Spannungen um Ausgleich bemüht ist.
  • Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
  • Bischof Arbeo (Freising, 764–784)
  • Bischof Anthelm (Passau, 763-764/770)
  • Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
  • Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
  • Fortsetzung 769

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Königreich Asturien

  • König Fruela I. (757-768)
    Fruela bringt einen Sohn zur Welt, der später als Alfons II. bekannt wird, und wird im gleichen Jahr von seinen Gegnern in Cangas ermordet. Fruela und seine Frau Munia werden gemeinsam in der Kathedrale von Oviedo bestattet.
  • König Aurelio (768–774)
    Aurelio wird um 740 geboren und wächst als Sohn von Fruela, dem Bruder des asturischen Königs Alfons I., im Umfeld des jungen christlichen Königreichs im Norden der Iberischen Halbinsel auf. Da Fruelas Sohn Alfons II. noch minderjährig ist, einigen sich die maßgeblichen Kreise auf Aurelio als Nachfolger. In seiner Regierungszeit schlägt Aurelio einen Aufstand von Sklaven nieder. Zwischen Asturien und dem Emirat von Córdoba ereignen sich keine größeren militärischen Auseinandersetzungen. Ob er verheiratet ist oder Kinder hat, ist unbekannt, jedoch hat er einen Bruder namens Bermudo, der dem geistlichen Stand angehört und Diakon ist und im Jahr 788 selbst den Thron von Asturien besteigen wird.
  • Fortsetzung 774

KIRCHENSTAAT

  • Papst Konstantin II. (767-768)
    In Rom formiert sich eine starke Opposition gegen Konstantin, die von dem Primicerius Christophorus angeführt wird, der an der Spitze der frankenfreundlichen Partei steht. Mit Hilfe der Langobarden setzt Christophorus Konstantin Mitte Jahr festgesetzt.
  • Papst Philipp (768)
    Die langobardische Partei setzt daraufhin ihrerseits Philipp als Gegenpapst zu Konstantin ein, der aber das Amt nur wenige Tage behauptet, bevor ihn Anhänger Konstantins wieder vertreiben; er muss sich in ein Kloster zurückziehen.
  • Papst Stephan III. (768–772)
    Christophorus organisiert nun für den 7. August eine kanonische Papstwahl, an der auch große Teile der römischen Bürgerschaft teilnehmen. In dieser Wahl setzt sich der Priester Stephan durch, der bereits unter Stephan II. und Paul I. hohe Ämter in der römischen Kirche bekleidet hat; zwei Tage nach seiner Wahl empfängt er die Weihe. Stephan wird als neuer legitimer Papst anerkannt und später als Stephan III. gezählt. In den Tagen nach seiner Wahl verfolgen Anhänger Stephans den abgesetzten Konstantin und seine Gefolgsleute und misshandeln viele von ihnen schwer. Konstantin selbst wird mit schweren Gewichten behangen, auf einem Pferd durch die Stadt getrieben und anschließend im Kloster San Saba inhaftiert. Am 6. August wird er offiziell seines Amtes enthoben und verliert damit jede rechtliche Stellung als Papst. Stephan pflegt enge Kontakte zum fränkischen Königshof und versucht, die Verbindung zu Karl und seinen Kreisen zu stärken um die langobardische Ansprüche abzuwehren. Die Rolle Christophorus’ bleibt dabei zentral, weil er innerstädtisch die Machtordenung zugunsten Stephans und der frankenfreundlichen Linie stützt. Stephan bekräftigt seine Autorität als Papst, indem er sich zugleich als geistliches Oberhaupt und politischer Partner der Franken präsentiert.
  • Fortsetzung 769

REPUBLIK VENEDIG

KARANTANIEN

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Knjas Pagan (767–768)
    Pagan befindet sich auf dem Rückweg von den Verhandlungen in Thrakien, als Kaiser Konstantin überraschend einen Angriff auf Bulgarien beginnt. Byzantinische Truppen überschreiten die Pässe des Balkangebirges und dringen in das Kerngebiet des bulgarischen Staates bis zur Hauptstadt Pliska vor. Sie verwüsten mehrere Ortschaften in der Nähe der Stadtmauern von Pliska, nutzen den Angriff also als deutliche militärische Demonstration. Konstantin begnügt sich offenbar mit dieser Machtdemonstration und zieht seine Truppen anschließend wieder zurück, ohne die Eroberung weiter voranzutreiben. Pagan gerät nun im Inneren des Reiches unter massiven Druck, weil seine Gegner ihm eine zu nachgiebige Haltung gegenüber Byzanz vorwerfen. Auf der Flucht in Richtung Warna wird er schließlich von seinen Gegnern beziehungsweise seinen eigenen Leuten ermordet.
  • Knjas Telerig (768–777)
    Telerig kommt nach der Ermordung seines Vorgängers Pagan als Khan an die Macht.
  • Fortsetzung 774

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Konstantin V. (741–775)
  • Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
    Wenige Jahre nach seiner Erhebung überlagert der Machtkampf zwischen dem Frankenreich unter Karl dem Großen und dem Langobardenreich unter König Desiderius die inneren Konflikte im Raum der Lagune, in Grado und in Aquileia. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Patriarchensitzen Grado und Aquileia verschärfen sich, während zugleich die politische Lage in Norditalien instabiler wird. Nach der Wahl Papst Stephans III. im August wendet sich Johannes in einem ausführlichen Schreiben an den neuen Papst und bittet ihn, zugunsten der "Gradensis Ecclesia" gegen die Langobarden einzuschreiten. Zugleich fordert er, dass der Papst die Bischöfe von Istrien zur Unterstellung unter das Patriarchat von Grado verpflichtet, da diese die Wirren des langobardischen Vordringens genutzt haben, um sich der suprematia Grados zu entziehen. In seiner Antwort, die wohl zwischen 771 und dem 24. Januar 772, dem Todestag Stephans III., entsteht, mahnt der Papst die Prälaten Istriens zur Anerkennung der Oberhoheit Grados und bestätigt damit formal den Anspruch des Patriarchen Johannes.
  • Patriarch Niketas I. (Konstantinopel, 766–780)
    In den späten Regierungsjahren Konstantins V. entfaltet Niketas sein Amt als Patriarch in einem Klima verschärfter Bilderfeindlichkeit. Er erweist sich als besonders eifriger Bilderstürmer, der kirchliche Kunstwerke nicht nur theologisch verurteilt, sondern ihre physische Beseitigung betreibt. 768 nutzt er umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Hagia Sophia, um in zwei Bereichen des Bauwerks, den sogenannten sekreta, verbliebene Mosaiken und bemalte Holztafeln abkratzen oder mit Putz überdecken zu lassen, sodass die bildliche Darstellung systematisch aus dem Gotteshaus verschwindet. Der Reliquienkult und die Anrufung der Gottesmutter und der Heiligen werden offiziell verurteilt, obwohl das Konzil von Hiereia selbst diese Radikalisierung ursprünglich nicht beschlossen hat. Gegen zahlreiche Mönche werden Repressionsmaßnahmen ergriffen, und besonders eifrige Militärbefehlshaber gehen noch weiter, als es die offizielle Politik verlangt. Der Stratege Michael Lakanodrakon stellt Mönche und Nonnen vor die Wahl, entweder eine Ehe einzugehen oder geblendet beziehungsweise verbannt zu werden, um die monastische Lebensform gewaltsam zu brechen. Um das Jahr 772 ist der Mönchtum in diesem Verwaltungsbezirk praktisch ausgelöscht, da die Klöster aufgelöst und ihre Bewohner verfolgt worden sind. Konfiszierte Klöster nutzt die Obrigkeit nun zur Unterbringung von Soldaten, was die militärische Durchdringung der Region verstärkt und zugleich die religiösen Zentren der Ikonenverehrer zerstört. Niketas unterstützt die rigorose Durchsetzung der ikonoklastischen Politik.
  • Fortsetzung 769

IBERIEN

ARABER

(150/151 - 25./26. Januar)

Abbasiden

Emirat Noukour

Kalifat von Tlemcen

Emirat von Córdoba

MAKURIA

UIGURISCHES KAGANAT

  • Kagan Bögü (759–780)
    Bögü wendet sich an Kaiser Daizong und fordert, die manichäischen Tempel im Tang‑Reich wieder zu eröffnen, die zuvor unterdrückt worden sind. Daizong steht der Lehre zwar ablehnend gegenüber, ist aber angesichts der militärischen Abhängigkeit von den Uiguren gezwungen, 771 offiziell die Wiedereröffnung der manichäischen Einrichtungen zu genehmigen. -
    Bögüs Ehefrau Quangin Chatun, die Tochter des mächtigen Generals Pugu Huaien, stirbt.
  • Fortsetzung 769

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr des Erde-Affen; am Beginn des Jahres Feuer-Schaf)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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13.03.2009 Artikel eröffnet

11.10.2023 Grundstock erstellt

11.02.2026 Grundstock ergänzt

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