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'''Königreich Essex'''
'''Königreich Essex'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sw%C3%A6fberht König Swæfberht (um 709–738)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Saelred König Saelred (738–746)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Saelred König Saelred (738–746)] <br />


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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Artabasdos Kaiser (Usurpator) Artabasdos (742-743)] <br />Im Mai übernimmt Artabasdos die Offensive gegen Konstantin V., wird aber in der Feldschlacht geschlagen.​ Später besiegt Konstantin auch Niketas, und am 2. November endet die Herrschaft des Artabasdos, als Konstantin V. in Konstantinopel einzieht.​ Artabasdos flieht zusammen mit seinem Vertrauten Baktangios in die Festung Pouzanes im Opsikion in Kleinasien, wird dort gefasst und nach Konstantinopel gebracht.​ Er und seine Söhne werden öffentlich geblendet und in das Chora-Kloster am Stadtrand von Konstantinopel verbannt, wo sie den Rest ihres Lebens als Klostergefangene verbringen.  
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Artabasdos Kaiser (Usurpator) Artabasdos (742-743)] <br />Im Mai übernimmt Artabasdos die Offensive gegen Konstantin V., wird aber in der Feldschlacht geschlagen.​ Später besiegt Konstantin auch Niketas, und am 2. November endet die Herrschaft des Artabasdos, als Konstantin V. in Konstantinopel einzieht.​ Artabasdos flieht zusammen mit seinem Vertrauten Baktangios in die Festung Pouzanes im Opsikion in Kleinasien, wird dort gefasst und nach Konstantinopel gebracht.​ Er und seine Söhne werden öffentlich geblendet und in das Chora-Kloster am Stadtrand von Konstantinopel verbannt, wo sie den Rest ihres Lebens als Klostergefangene verbringen.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zacharias_(Papst) Papst Zacharias (741–752)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zacharias_(Papst) Papst Zacharias (741–752)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Anastasius_of_Constantinople Patriarch Anastasios (730-754)] <br />Nach Artabasdos Sturz wird auch Anastasius seines Amtes enthoben, ausgepeitscht, geblendet, in Schande durch die Straßen geführt, erhält aber, nachdem er wieder zur Ablehnung der Ikonen zurückkehrt, die kaiserliche Begnadigung und wird als Patriarch wiedereingesetzt.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Anastasius_of_Constantinople Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)] <br />Nach Artabasdos Sturz wird auch Anastasius seines Amtes enthoben, ausgepeitscht, geblendet, in Schande durch die Straßen geführt, erhält aber, nachdem er wieder zur Ablehnung der Ikonen zurückkehrt, die kaiserliche Begnadigung und wird als Patriarch wiedereingesetzt.
*[[744#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 744]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]]
*[[744#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 744]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]]
==IBERIEN==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br />
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)]


==DABUYIDEN==
==DABUYIDEN==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Walid_II. '''Kalif al-Walid II. (743–744)'''] <br />Als Kalif zeigt al-Walid sich anfangs freigebig und erhöht insbesondere die Zuwendungen an Krüppel und Blinde. In seiner Regierungszeit begünstigt er den Stammesverband der Nordaraber (Qais) gegenüber den Jemeniten und nichtarabischen Muslimen, was die inneren Spannungen weiter nährt. Al-Walid bestätigt zunächst Nasr ibn Sayyar als Statthalter von Chorasan, entlässt ihn später aber unter dem Einfluss von Yusuf ibn Umar, der ihn besticht. In Chorasan erscheint Yahya ibn Zaid, ein Sohn Zayds ibn Ali; Nasr ibn Sayyar rät ihm, sich dem Kalifen zu stellen, doch Yahya entscheidet sich für den Aufstand und wird nach anfänglichen Erfolgen getötet. Trotz politischer Probleme widmet sich al-Walid groß angelegten Bauprojekten in der syrischen Wüste. Seiner Regierungszeit werden mehrere Wüstenschlösser zugeschrieben, darunter Qusair ʿAmra, Khirbat al-Mafdschar und Mschatta. Außerdem lässt er eine römische Festung südlich von Palmyra zu dem Wüstenschloss al-Bachrāʾ ausbauen. In den prunkvoll ausgestatteten Bädern von Qusair ʿAmra und Khirbat al-Mafdschar finden formelle königliche Zeremonien statt, die der Glorifizierung des Herrschers dienen. Einige Historiker vermuten, dass al-Walid II. die Institution von Harem und Eunuchen am islamischen Hof einführt, während andere diese Neuerung auf Yazid I. oder Muʿāwiya I. zurückführen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Walid_II. '''Kalif al-Walid II. (743–744)'''] <br />Als Kalif zeigt al-Walid sich anfangs freigebig und erhöht insbesondere die Zuwendungen an Krüppel und Blinde. In seiner Regierungszeit begünstigt er den Stammesverband der Nordaraber (Qais) gegenüber den Jemeniten und nichtarabischen Muslimen, was die inneren Spannungen weiter nährt. Al-Walid bestätigt zunächst Nasr ibn Sayyar als Statthalter von Chorasan, entlässt ihn später aber unter dem Einfluss von Yusuf ibn Umar, der ihn besticht. In Chorasan erscheint Yahya ibn Zaid, ein Sohn Zayds ibn Ali; Nasr ibn Sayyar rät ihm, sich dem Kalifen zu stellen, doch Yahya entscheidet sich für den Aufstand und wird nach anfänglichen Erfolgen getötet. Trotz politischer Probleme widmet sich al-Walid groß angelegten Bauprojekten in der syrischen Wüste. Seiner Regierungszeit werden mehrere Wüstenschlösser zugeschrieben, darunter Qusair ʿAmra, Khirbat al-Mafdschar und Mschatta. Außerdem lässt er eine römische Festung südlich von Palmyra zu dem Wüstenschloss al-Bachrāʾ ausbauen. In den prunkvoll ausgestatteten Bädern von Qusair ʿAmra und Khirbat al-Mafdschar finden formelle königliche Zeremonien statt, die der Glorifizierung des Herrschers dienen. Einige Historiker vermuten, dass al-Walid II. die Institution von Harem und Eunuchen am islamischen Hof einführt, während andere diese Neuerung auf Yazid I. oder Muʿāwiya I. zurückführen.
*Nach Hishams Tod führt Abu al-‘Abbās seine von Schiiten und den Bewohnern von Chorasan unterstützten Truppen zum Sieg über die Umayyaden. Die Auseinandersetzungen werden durch Prophezeiungen begünstigt, in denen einige Schiiten Abu al-‘Abbās als Mahdi sehen. Der Bürgerkrieg sowie die Wahl der Feldzeichen – Weiße Banner für die Umayyaden, Schwarze für die Abbasiden – verstärken die Messiasvorstellungen.
*Nach Hishams Tod führt Abu al-‘Abbās seine von Schiiten und den Bewohnern von Chorasan unterstützten Truppen zum Sieg über die Umayyaden. Die Auseinandersetzungen werden durch Prophezeiungen begünstigt, in denen einige Schiiten Abu al-‘Abbās als Mahdi sehen. Der Bürgerkrieg sowie die Wahl der Feldzeichen – Weiße Banner für die Umayyaden, Schwarze für die Abbasiden – verstärken die Messiasvorstellungen.
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Statthalter Nasr ibn Saiyār (Chorasan, 738–748)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hafs_ibn_al-Walid_ibn_Yusuf_al-Hadrami Statthalter Hafs ibn al-Walid ibn Yusuf al-Hadrami (Ägypten, 2. Amtszeit 742-745)] <br />Im Jahr 743 stirbt Kalif Hisham ibn Abd al-Malik, und das umayyadische Regime gerät in eine Phase der Instabilität, die in einen Bürgerkrieg mündet. Hafs nutzt diese Schwäche des Kalifats, um die Vorherrschaft der jund in Ägypten gegenüber den pro-umayyadischen Qays-Syrern zu festigen, die in den vorangegangenen Jahren mit Unterstützung der Umayyaden nach Ägypten gekommen sind. Die syrischen Truppen werden gewaltsam aus Fustat vertrieben, wodurch Hafs und die jund ihre Position in der Stadt stärken. Hafs beginnt anschließend mit der Aufstellung eines Heeres von etwa 30'000 Mann aus einheimischen nichtarabischen Neubekehrten (maqamisa und mawali), das nach ihm Hafsiya genannt wird.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 742–745)] <br />Nachdem Hanzala Ifriqiya vor dem Berberaufstand gerettet hat, richtet er seine Aufmerksamkeit auf al‑Andalus, wo ein blutiger innerarabischer Krieg zwischen andalusischen Arabern und den neu angekommenen syrischen Junds tobt, dem Rest des Heeres, das Hischam 741 nach Ifriqiya entsandt hat. Anfang 743 schickt Hanzala seinen Vetter Abu al‑Khattar ibn Darar al‑Kalbi als seinen Stellvertreter nach Córdoba, damit dieser die Regierung von al‑Andalus übernimmt und den Konflikt beendet. In den Jahren 743–744 ist Hanzala damit beschäftigt, sporadische Aufstände im Hinterland Ifriqiyas niederzuschlagen. Dadurch bleibt ihm kaum Zeit, die westlichen Provinzen Marokkos zurückzugewinnen und die Berber wieder fest unter umayyadische Herrschaft zu bringen. Möglicherweise gelingt es Hanzala, einige der entfernten Küstenstädte wie Tanger für das Kalifat zurückzuerobern, doch der größte Teil Marokkos und Westalgeriens bleibt unter autonomen Berberstämmen. 744 errichten die Masmuda‑Berber offen einen unabhängigen Staat, die Barghwata‑Konföderation, mit eigenem „Propheten“ und synkretistischem Glauben. Die Unruhen nach dem Tod des Kalifen Hischam im Jahr 743 verhindern, dass Hanzala weitere Unterstützung aus dem Osten erhält. Lokale Adlige Ifriqiyas nutzen die Gelegenheit, um in den Garnisonen Aufstände gegen den umayyadischen Statthalter zu schüren
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 742–745)] <br />Nachdem Hanzala Ifriqiya vor dem Berberaufstand gerettet hat, richtet er seine Aufmerksamkeit auf al‑Andalus, wo ein blutiger innerarabischer Krieg zwischen andalusischen Arabern und den neu angekommenen syrischen Junds tobt, dem Rest des Heeres, das Hischam 741 nach Ifriqiya entsandt hat. Anfang 743 schickt Hanzala seinen Vetter Abu al‑Khattar ibn Darar al‑Kalbi als seinen Stellvertreter nach Córdoba, damit dieser die Regierung von al‑Andalus übernimmt und den Konflikt beendet. In den Jahren 743–744 ist Hanzala damit beschäftigt, sporadische Aufstände im Hinterland Ifriqiyas niederzuschlagen. Dadurch bleibt ihm kaum Zeit, die westlichen Provinzen Marokkos zurückzugewinnen und die Berber wieder fest unter umayyadische Herrschaft zu bringen. Möglicherweise gelingt es Hanzala, einige der entfernten Küstenstädte wie Tanger für das Kalifat zurückzuerobern, doch der größte Teil Marokkos und Westalgeriens bleibt unter autonomen Berberstämmen. 744 errichten die Masmuda‑Berber offen einen unabhängigen Staat, die Barghwata‑Konföderation, mit eigenem „Propheten“ und synkretistischem Glauben. Die Unruhen nach dem Tod des Kalifen Hischam im Jahr 743 verhindern, dass Hanzala weitere Unterstützung aus dem Osten erhält. Lokale Adlige Ifriqiyas nutzen die Gelegenheit, um in den Garnisonen Aufstände gegen den umayyadischen Statthalter zu schüren
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Tha%27laba_ibn_Salama_al-Amili Statthalter Thalaba ibn Salama al-Amili (al-Andalus, 742–743)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Tha%27laba_ibn_Salama_al-Amili Statthalter Thalaba ibn Salama al-Amili (al-Andalus, 742–743)] <br />
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*Atanagildo folgt auf Teodomiro als Herrscher der südostspanischen westgotischen Herrschaft Todmir, die unter maurischer Oberhoheit steht.
*Atanagildo folgt auf Teodomiro als Herrscher der südostspanischen westgotischen Herrschaft Todmir, die unter maurischer Oberhoheit steht.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ja%27far_al-Sadiq Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ja%27far_al-Sadiq Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Michael_I_of_Alexandria '''Papst und Patriarch Michael I. (743–767)'''] <br />Michael I. (Khaʾil I.) ist der 46. koptische Papst und Patriarch von Alexandria; bei seiner Wahl hat Bischof Moses von Awsim mitgewirkt, indem er einen Kompromiss zwischen der nördlichen und der südlichen Partei vermittelt hat.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Michael_I_of_Alexandria '''Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)'''] <br />Michael I. (Khaʾil I.) ist der 46. koptische Papst und Patriarch von Alexandria; bei seiner Wahl hat Bischof Moses von Awsim mitgewirkt, indem er einen Kompromiss zwischen der nördlichen und der südlichen Partei vermittelt hat.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br />
*[[744#ARABER | Fortsetzung 744]] [[Kategorie:Umayyaden]]
*[[744#ARABER | Fortsetzung 744]] [[Kategorie:Umayyaden]]
*'''742:''' Nasr: 742–743 sieht Nasr sich in Chorasan einem Aufstand unter Yahya, dem Sohn Zayds ibn ʿAlī und Führer der kaysanidischen Hashimiyya in der Region, gegenüber. In dieser Zeit ist Chorasan ein wichtiges Zentrum früher schiitischer Strömungen, besonders der Hashimiyya, die unter den mawālī großen Anklang findet. Nasr schlägt Yahyas Revolte militärisch nieder und stabilisiert die Lage zunächst wieder. Trotz der erreichten Stabilisierung verschärfen sich in Nasrs späteren Amtsjahren die stammespolitischen Spannungen zwischen Mudaris und Yamanis. Die Umayyadenherrschaft gerät insgesamt in eine Phase von Bürgerkriegen, was sich unmittelbar auf Chorasan auswirkt.
*'''738:''' Nasr: Im Juli 738, im Alter von 74 Jahren, wird Nasr zum Statthalter von Chorasan ernannt. Zeitgenossen respektieren ihn für seine militärische Laufbahn, seine genaue Kenntnis der Verhältnisse in Chorasan und seine Fähigkeiten als Staatsmann. Seine Ernennung hängt jedoch stark mit seiner relativ unbedeutenden, mudaritischen Stammeszugehörigkeit zusammen, die ihn von der Gunst des Kalifen abhängig macht und als Kompromiss inmitten der Stammesrivalitäten erscheint. Zwischen dem Tod Asads 738 und Nasrs Ankunft verwaltet entweder der syrische General Jaʿfar ibn Hanzala al‑Bahrani oder Asads Leutnant Judayʿ al‑Kirmani die Provinz. Judayʿ ist damals der einflussreichste Mann in Chorasan und eigentlich der naheliegende Kandidat für das Amt, wird aber wegen seiner yamanitischen Wurzeln für den Kalifen untragbar. Nach seiner Ernennung verlegt Nasr die Hauptstadt der Provinz von Balkh zurück nach Merv. Zugleich führt er erstmals in Chorasan ein System von Unterstatthaltern ein, die er aus seinem eigenen Gefolgschaftskreis auswählt, um sie zu belohnen und seine Kontrolle über die Provinz zu stärken. Nasr führt Steuerreformen ein, die überfällige Missstände beheben und die soziale Spannung zwischen Arabern und einheimischer Bevölkerung mindern. Diese Reformen verringern vor allem die Belastung konvertierter Nichtaraber und tragen dazu bei, dass lokale Eliten und Fürsten ihre Loyalität zum umayyadischen Regime erneuern. Parallel nutzt Nasr die Schwäche des Türgesch‑Kaghanats nach der Ermordung Suluks und überquert mit seinen Truppen energisch den Oxus. Zunächst richtet er einen Feldzug gegen Chaghaniyan, danach erobert er 740 in einem weiteren Unternehmen mit relativ geringem Widerstand große Teile Sogdiens einschließlich Samarkand zurück. Damit stellt er die umayyadische Herrschaft in weiten Teilen Transoxaniens wieder her, die zuvor unter dem Druck der Türgesch stark zurückgedrängt worden ist. Anschließend zielt Nasr darauf, alle Gebiete zurückzugewinnen, die einst Qutayba ibn Muslim unterworfen hat, und zugleich die Aktivitäten des abtrünnigen al‑Harith ibn Surayj zu begrenzen, der sich im Raum al‑Shash (Taschkent) festgesetzt hat. Nasr startet einen Feldzug nach al‑Shash; das Fürstentum Usrushana ergibt sich kampflos, doch am Jaxartes stellt sich dem muslimischen Heer ein 15.000 Mann starkes Aufgebot aus Shash, unterstützt von Ibn Surayjs Leuten und Türgesch unter Führung von Suluks Nachfolger Kursul, entgegen. Nasr schlägt nach arabischer Überlieferung die Türgesch zurück und besiegt einen ihrer Verbände, dessen Anführer er töten lässt. Er kann Shash aber nicht dauerhaft unterwerfen und schließt daher ein Abkommen mit dessen Herrscher, der Ibn Surayj nach Farab ausweist, wo dieser ungestört seine Opposition gegen die Umayyaden fortsetzt. Nasr unternimmt zusätzlich zwei Beutezüge gegen Farghana, bei denen das Umland geplündert und zahlreiche Gefangene gemacht werden. Die muslimische Rückeroberung reicht in dieser Phase offenbar kaum über Samarkand hinaus. [https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 2. Amtszeit 724–734–738)''']
*'''734:''' Nasr: 734 verhaftet er den amtierenden Statthalter von Balkh und übernimmt selbst das Gouverneursamt in der Stadt. Dort begegnet er der Rebellion des lokalen Heeres unter al‑Harith ibn Surayj, der Steuerreformen und die Gleichbehandlung der nichtarabischen Neubekehrten (mawālī) fordert.
*'''731:''' Nasr: Im Juli 731 unterscheidet sich Nasr in der verlustreichen „Schlacht in der Engstelle“ hervorgehend als einer der wenigen erfolgreichen muslimischen Befehlshaber.
*'''727:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)''']
*'''724:''' Nasr: 724 führt Nasr ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
*'''705:''' Nasr: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.


==TURK-SCHAHI==
==TURK-SCHAHI==


*[http://en.wikipedia.org/wiki/Tegin_Shah König Tegin Shah (680–739)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Fromo_Kesaro König Fromo Kesaro (739-745)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Fromo_Kesaro König Fromo Kesaro (739-745)] <br />



Aktuelle Version vom 9. Januar 2026, 20:01 Uhr

740 | 741 | 742 | 743 | 744 | 745 | 746

MAYA

Calakmul

  • Yikʼin Chan Kʼawiil von Tikal erringt einen Sieg über El Perú, was die regionale Vorherrschaft Tikals weiter stärkt.​
  • Fortsetzung 744

Tikal

Naranjo

Quiriguá

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

  • Hochkönig Áed Allán (722-743)
    Áed Allán stirbt.
  • Hochkönig Domnall Midi (743–763)
    Domnall Midi, um das Jahr 700 geboren und seit 715 König von Uisnech, gehört als Sohn Murchads mac Diarmato der Dynastie Clann Cholmáin innerhalb der südlichen Uí Néill an. 730 trat Domnall erstmals in den Annalen in Erscheinung, als der Konflikt unter den Síl nÁedo Sláine weiter eskalierte. 733 tötete er den rivalisierenden Conall Grant von der Síl nÁedo Sláine, der zuvor seinen Vater Murchad erschlagen hatte. Ein Jahr vor Murchads Tod hatte dieser Conalls Neffen Fogartach mac Néill, wohl den führenden König der südlichen Uí Néill, vertrieben und nach Britannien ins Exil gezwungen. In den 730er Jahren setzte Domnall den Machtkampf unter den südlichen Uí Néill fort und stärkte schrittweise die Stellung von Clann Cholmáin. 743 besiegt und tötet er Áed Allán von der nördlichen Cenél‑nEógain‑Linie der Uí Néill; seit diesem Sieg gilt er in den Quellen als Hochkönig von Irland. Der Aufstieg von Clann Cholmáin zur führenden Gruppe der südlichen Uí Néill datiert in diese Lebenszeit Domnalls und legt den Grund für ihre spätere langanhaltende Vorrangstellung. Domnall herrscht ungefähr zwanzig Jahre als Hochkönig von Irland, doch die Annalen überliefern nur wenige konkrete Ereignisse. Anders als sein Vorgänger Áed Allán pflegt er gute Beziehungen zu den Uí‑Dúnlainge‑Königen von Leinster.
  • Fortsetzung 743

Ulaid

Connacht

  • König Forggus mac Cellaig (742–756)
    In diesem Jahr findet eine Schlacht zwischen den Uí Fiachrach Aidhne und ihren früheren Verbündeten, den Uí Maine, statt. Ebenfalls 743 kämpfen die Uí Aillelo in Mag Luirg (Moylurg, die Ebene von Boyle) gegen die Gailenga.
  • Fortsetzung 744

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Königreich Strathclyde

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

  • König Æthelbald (716–757)
    König Aethelbald von Mercia und König Ceolred von Wessex attackieren gemeinsam die walisischen Reiche Gwent und Powys.
  • Bischof Wilfrith I. (Worcester, 718–743/745)
  • Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)
    Zwischen 743 und 745 wird Milred zum Bischof geweiht und tritt damit die Nachfolge auf dem Bischofssitz von Worcester an. Während seiner Amtszeit verfasst Milred eine Sammlung von Epigrammen und Grabinschriften über angelsächsische Geistliche, von denen einige nur durch dieses Werk bekannt sind. Diese Sammlung geht später weitgehend verloren; lediglich eine einzelne Seite in einer Abschrift aus dem 10. Jahrhundert bleibt erhalten, die später in der Bibliothek der University of Illinois at Urbana-Champaign aufbewahrt wird.
  • Fortsetzung 745

East Anglia

Königreich Wessex

  • König Cuthred (740–756)
    Zu Beginn von Cuthreds Herrschaft befindet sich Wessex in einer Phase der Schwäche und steht klar im Schatten des mächtigen Nachbarn Mercia unter König Æthelbald. Das genaue Ausmaß der mercischen Oberherrschaft bleibt unklar; ungewiss ist, ob Cuthred 743 auf Grund eines Lehnsverhältnisses an Æthelbalds Feldzug gegen die Waliser teilnimmt oder ob ein gleichberechtigtes Bündnis besteht.
  • Fortsetzung 744

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

  • Interregnum (737-743)
  • König Childerich III. (743-751)
    Nach Karl Martells Tod haben seine Söhne Karlmann und Pippin der Jüngere das Hausmeieramt übernommen und teilen sich die Macht im Frankenreich. Im Frühjahr beschließen sie, wieder einen Merowinger als "Schattenkönig" einzusetzen, und lassen Childerich aus dem Kloster frei. Childerich wird um König der Franken erhoben, während die Hausmeier weiterhin die tatsächliche Regierungsgewalt behalten. Die Gründe für seine Erhebung liegen vor allem darin, dass Karlmann und Pippin zur Legitimation ihrer eigenen Herrschaft den Rückgriff auf das alte Königsgeschlecht der Merowinger benötigen, insbesondere angesichts des Widerstands großer Adliger im Reich. Childerich erhält die alte merowingische Königspfalz "Villa Brannacum" (Berny-Rivière) als Residenz. Dort hält er Hof, doch politische Initiativen oder eigenständige Entscheidungen des Königs sind aus den Quellen kaum zu erkennen.
  • Hausmeier Karlmann (Austrien, 741-747)
    Pippin und Karlmann ziehen gegen Slawen, Sachsen und Alamannen unter dem Bajuwarenherzog Odilo und dem Alamannenherzog Theudebald. Beide Herzöge fliehen nach der Niederlage am Lech. Karlmann siegt über die Sachsen; der thüringische Hassegau wird unterworfen.
  • Das Land um Fulda wird in der Karlmann-Schenkung an Bonifatius übertragen, um in dem Gebiet zu missionieren.
  • Synode von Estinnes
    0301D: In der karolingischen Pfalz villa listinas, die dem späteren Estinnes bei Binche im Hennegau entspricht, findet eine Synode statt (möglicherweise auch erst im Jahr 744). Karlmann hat die Synode einberufen, um in Austrasien die Reformen im Sinne des Bonifatius umzusetzen. Bonifatius kritisiert auf der Synode scharf den in seinen Augen verweltlichten und heruntergekommenen Klerus. Er verurteilt Kleriker, die seit ihrer Jugend ständig in Unzucht, Ehebruch und „allerlei Schmutzereien“ leben, und fordert ihre Entfernung aus dem geistlichen Amt. Die Synode bestätigt das Verbot für Kleriker, Waffen zu tragen, und untersagt ihnen die Jagd, um sie von weltlichen Gewalttätigkeiten fernzuhalten. Außerdem orientieren sich die Beschlüsse in mehreren Punkten ausdrücklich an den Kanones des Concilium Germanicum, die eine strenge Lebensführung und klare Kirchenordnung verlangen. Beide Teilreiche sollen jeweils zwei Erzbischöfe erhalten, um die kirchliche Leitung zu stärken. Im Bereich Karlmanns erhält Bonifatius die Stellung als Bischof in Germanien, während Grimo das Bischofsamt in Rouen übernimmt. Im Bereich Pippins wird Abel Bischof von Reims und Ardobert Bischof von Sens, womit wichtige Metropolitansitze besetzt sind. Der Prediger Adalbert (Aldebert) wird verurteilt, der die Priester schmäht, die Sakramente als wertlos bezeichnet und behauptet, seine Lehre durch Briefe Jesu erhalten zu haben. Ebenso verwirft sie seine Engellehre, gegen die der Papst später seine Lehre von drei Erzengeln stellt. Die Synode legt fest, dass enteignete Kirchen von den neuen Besitzern eine Entschädigung von 12 Denaren je Hofstätte erhalten sollen. Diese Regelung wird in der Rechtsform der Prekarie organisiert, bei der die Güter als kirchliches Eigentum gelten, aber auf Lebenszeit an weltliche Inhaber verliehen und gegen Zinsleistungen genutzt werden. Zugleich wird bekräftigt, dass die Güter nur "mit Gottes nachsichtiger Duldung für einige Zeit" zurückbehalten werden und grundsätzlich an die Kirche zurückfallen sollen. Die Hausmeier bleiben auch nach der Synode auf die Heranziehung von Kirchengütern angewiesen, um ihr Gefolge zu versorgen und militärische Leistungen zu sichern. Die Zusicherung, Enteignungen seien nur dann unzulässig, wenn ein Bistum dadurch in extreme Armut fällt, erscheint vielen Klerikern unzureichend. So bleibt das Verhältnis von Kirche und Staatsgewalt besonders beim Kirchenbesitz problematisch, obwohl die Synode einen rechtlichen Rahmen für Prekarien und Entschädigungen schafft. Die kirchliche Seite beharrt weiterhin darauf, dass Eingriffe in Kirchengut grundsätzlich als Rechtsverletzung zu gelten haben. Besonders Bischof Milo von Trier widersetzt sich den Reformen von Bonifatius hartnäckig, sodass die Reformen trotz der synodalen Beschlüsse nur begrenzt und mit Konflikten verwirklicht werden.
  • Hausmeier Pippin der Jüngere (Neustrien, 741–747)
  • Bischof Chrodegang (Metz, 742-766)
  • Bischof Wera von Utrecht (739–752)
  • Bischof Floribert I. (Lüttich, 727–746)
    Am 3. November lässt Floribert in Anwesenheit des Hausmeiers Karlmann die Gebeine des heiligen Hubertus von Lüttich erheben, was als feierlicher Akt der Heiligenverehrung stattfindet.
  • Bischof Witta (Büraburg, 741-755)
  • Bischof Adalar (Erfurt, 742-755)
  • Bischof Reginfrid (Köln, 737–743/745)
  • Bischof Geroldus (Mainz, 724-743)
    Geroldus begleitet Karlmann auf einem Feldzug gegen die Sachsen und nimmt an einer Schlacht teil, in der er um 742/743 fällt.​
  • Bischof Gewiliobus (Mainz, 743/744–745)
    Gewiliobus wird als Bischof für Mainz und tritt sein Amt gemäss der Mainzer Bonifatiusvita bereits in reiferem Alter an. Nicht lange danach unternimmt Karlmann einen Kriegszug gegen die Sachsen, den Gewiliobus als Geistlicher begleitet. Gewiliobus findet den Mörder seines Vaters, lockt ihn an der Weser in einen Hinterhalt und tötet ihn mit den Worten "accipe quo patrem vindico ferrum", um nach alten germanischen Kriegertraditionen Blutrache zu üben, was zunächst im fränkischen Adel Billigung findet. Nach dem Concilium Germanicum ist Geistlichen die aktive Teilnahme an Kriegszügen künftig verboten.
  • Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-744)
  • Der ehemalige Bischof Rigobert stirbt in Gernicourt.
  • Bischof Burkard (Würzburg, 742-754)
    Karlmann schenkt Bonifatius einen geschlossenen Grundbesitz im Bistum Würzburg von vier Meilen Umkreis für das Kloster, das hier gegründet werden soll; es handelt sich um die sogenannte Karlmann-Schenkung.
  • Fortsetzung 744

Herzogtum Aquitanien

  • Herzog Hunold (735–745)
    Als Karlmann und Pippin sich nach Osten wenden, um Gegner jenseits des Rheins zu bekämpfen, nutzt Hunold die Gelegenheit und stößt mit einem Heer über die Loire nach Norden vor. Er überfällt Chartres, plündert die Stadt und brennt Stadt und Kathedrale nieder, wird dann aber durch den Gegenstoß der Brüder zum Nachgeben gezwungen und kapituliert 745.​
  • Fortsetzung 745

Herzogtum Sachsen

  • Herzog Theoderic (743–744)
    Seit dem 6. Jahrhundert erzwingen die Franken von den Sachsen einen jährlichen Tribut an Kühen. Vor 743 hören die Sachsen auf, diesen jährlichen Kuhtribut zahlen, weshalb Karlmann nach Norden gegen Sachsen zieht und die sächsische Befestigung Hohseoburg erobert. Auf einer dort abgehaltenen Versammlung (placitum) zwingt er Theoderic zur Unterwerfung.
  • Fortsetzung 744

Herzogtum Alemannien

Herzogtum Baiern

  • Herzog Odilo (736–748)
    Schlacht bei Epfach
    Karlmann und Pippin ziehen gegen Odilo, um die fränkische Oberhoheit in Baiern durchzusetzen. Odilo stellt ein baierisches Heer auf, dem sich Sachsen, Alamannen und Slawen anschliessen; außerdem kämpft der alamannische Herzog Theudebald, Odilos Bruder, an seiner Seite. Am Lech treffen die beiden Heere aufeinander; der genaue Ort der Schlacht wird später bei Epfach oder bei Augsburg vermutet. Die Baiern und ihre Verbündeten schlagen ein befestigtes Lager am Lech auf und verhöhnen die Franken mit Spottreden, um deren Moral zu untergraben. Die Franken überfalle in der Nacht die Baiern und metzeln alle Gegner ab, derer sie habhaft werden können, sodass ein großer Teil des baierischen Adels und der Verbündeten umkommt. Odilo flieht nach Osten über den Inn; Pippin verfolgt Odilo, um ihn auch politisch zur Anerkennung der fränkischen Oberhoheit zu zwingen, erreicht aber nicht seine völlige Ausschaltung. Der alamannische Herzog Theudebald flieht dagegen nach Westen. Nach dem Sieg bleiben die Franken 52 Tage in Baiern, um die politische und soziale Ordnung in ihrem Sinn neu zu gestalten: der westbaierischen Besitzes wird umverteilt, weil der alte baierische Adel im nächtlichen Überfall nahezu ausgelöscht worden ist. Viele der bisherigen herzoglichen Besitzungen gehen nun in das Eigentum karolingischer Vasallen über. Die Franken dringen offensichtlich auch nach Regensburg vor, wo sie Bischof Gaubald gefangen nehmen.
  • Herzogin Hiltrud (741-748)
  • Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)
  • Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
  • Bischof Erembert (Freising, 739–747/748)
  • Bischof Vivilo (Passau, 739–745)
  • Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
  • Bischof Johannes I. von Salzburg, 739–746)
  • Fortsetzung 744

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

Fortsetzung 744

SPANIEN

Königreich Asturien

REPUBLIK VENEDIG

KARANTANIEN

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Konstantin V. (741–775)
  • Kaiser (Usurpator) Artabasdos (742-743)
    Im Mai übernimmt Artabasdos die Offensive gegen Konstantin V., wird aber in der Feldschlacht geschlagen.​ Später besiegt Konstantin auch Niketas, und am 2. November endet die Herrschaft des Artabasdos, als Konstantin V. in Konstantinopel einzieht.​ Artabasdos flieht zusammen mit seinem Vertrauten Baktangios in die Festung Pouzanes im Opsikion in Kleinasien, wird dort gefasst und nach Konstantinopel gebracht.​ Er und seine Söhne werden öffentlich geblendet und in das Chora-Kloster am Stadtrand von Konstantinopel verbannt, wo sie den Rest ihres Lebens als Klostergefangene verbringen.
  • Papst Zacharias (741–752)
  • Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)
    Nach Artabasdos Sturz wird auch Anastasius seines Amtes enthoben, ausgepeitscht, geblendet, in Schande durch die Straßen geführt, erhält aber, nachdem er wieder zur Ablehnung der Ikonen zurückkehrt, die kaiserliche Begnadigung und wird als Patriarch wiedereingesetzt.
  • Fortsetzung 744

IBERIEN

  • 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)

DABUYIDEN

ARABER

(125/126 - 24./25. Oktober)

Umayyaden

  • Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)
    Hischam stirbt, und sein Neffe al-Walid II. folgt ihm als Kalif nach, unter dem der schnelle Niedergang der Umayyadendynastie einsetzt.​ Nach dem Sturz der Umayyaden durch die Abbasiden kann mit Abd ar-Rahman I., einem Enkel Hischams, die Herrschaftslinie in Al-Andalus fortbestehen, wo er das Emirat von Córdoba begründet, das bis 1031 Bestand hat.
  • Kalif al-Walid II. (743–744)
    Als Kalif zeigt al-Walid sich anfangs freigebig und erhöht insbesondere die Zuwendungen an Krüppel und Blinde. In seiner Regierungszeit begünstigt er den Stammesverband der Nordaraber (Qais) gegenüber den Jemeniten und nichtarabischen Muslimen, was die inneren Spannungen weiter nährt. Al-Walid bestätigt zunächst Nasr ibn Sayyar als Statthalter von Chorasan, entlässt ihn später aber unter dem Einfluss von Yusuf ibn Umar, der ihn besticht. In Chorasan erscheint Yahya ibn Zaid, ein Sohn Zayds ibn Ali; Nasr ibn Sayyar rät ihm, sich dem Kalifen zu stellen, doch Yahya entscheidet sich für den Aufstand und wird nach anfänglichen Erfolgen getötet. Trotz politischer Probleme widmet sich al-Walid groß angelegten Bauprojekten in der syrischen Wüste. Seiner Regierungszeit werden mehrere Wüstenschlösser zugeschrieben, darunter Qusair ʿAmra, Khirbat al-Mafdschar und Mschatta. Außerdem lässt er eine römische Festung südlich von Palmyra zu dem Wüstenschloss al-Bachrāʾ ausbauen. In den prunkvoll ausgestatteten Bädern von Qusair ʿAmra und Khirbat al-Mafdschar finden formelle königliche Zeremonien statt, die der Glorifizierung des Herrschers dienen. Einige Historiker vermuten, dass al-Walid II. die Institution von Harem und Eunuchen am islamischen Hof einführt, während andere diese Neuerung auf Yazid I. oder Muʿāwiya I. zurückführen.
  • Nach Hishams Tod führt Abu al-‘Abbās seine von Schiiten und den Bewohnern von Chorasan unterstützten Truppen zum Sieg über die Umayyaden. Die Auseinandersetzungen werden durch Prophezeiungen begünstigt, in denen einige Schiiten Abu al-‘Abbās als Mahdi sehen. Der Bürgerkrieg sowie die Wahl der Feldzeichen – Weiße Banner für die Umayyaden, Schwarze für die Abbasiden – verstärken die Messiasvorstellungen.
  • Statthalter Nasr ibn Saiyār (Chorasan, 738–748)
  • Statthalter Hafs ibn al-Walid ibn Yusuf al-Hadrami (Ägypten, 2. Amtszeit 742-745)
    Im Jahr 743 stirbt Kalif Hisham ibn Abd al-Malik, und das umayyadische Regime gerät in eine Phase der Instabilität, die in einen Bürgerkrieg mündet. Hafs nutzt diese Schwäche des Kalifats, um die Vorherrschaft der jund in Ägypten gegenüber den pro-umayyadischen Qays-Syrern zu festigen, die in den vorangegangenen Jahren mit Unterstützung der Umayyaden nach Ägypten gekommen sind. Die syrischen Truppen werden gewaltsam aus Fustat vertrieben, wodurch Hafs und die jund ihre Position in der Stadt stärken. Hafs beginnt anschließend mit der Aufstellung eines Heeres von etwa 30'000 Mann aus einheimischen nichtarabischen Neubekehrten (maqamisa und mawali), das nach ihm Hafsiya genannt wird.
  • Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 742–745)
    Nachdem Hanzala Ifriqiya vor dem Berberaufstand gerettet hat, richtet er seine Aufmerksamkeit auf al‑Andalus, wo ein blutiger innerarabischer Krieg zwischen andalusischen Arabern und den neu angekommenen syrischen Junds tobt, dem Rest des Heeres, das Hischam 741 nach Ifriqiya entsandt hat. Anfang 743 schickt Hanzala seinen Vetter Abu al‑Khattar ibn Darar al‑Kalbi als seinen Stellvertreter nach Córdoba, damit dieser die Regierung von al‑Andalus übernimmt und den Konflikt beendet. In den Jahren 743–744 ist Hanzala damit beschäftigt, sporadische Aufstände im Hinterland Ifriqiyas niederzuschlagen. Dadurch bleibt ihm kaum Zeit, die westlichen Provinzen Marokkos zurückzugewinnen und die Berber wieder fest unter umayyadische Herrschaft zu bringen. Möglicherweise gelingt es Hanzala, einige der entfernten Küstenstädte wie Tanger für das Kalifat zurückzuerobern, doch der größte Teil Marokkos und Westalgeriens bleibt unter autonomen Berberstämmen. 744 errichten die Masmuda‑Berber offen einen unabhängigen Staat, die Barghwata‑Konföderation, mit eigenem „Propheten“ und synkretistischem Glauben. Die Unruhen nach dem Tod des Kalifen Hischam im Jahr 743 verhindern, dass Hanzala weitere Unterstützung aus dem Osten erhält. Lokale Adlige Ifriqiyas nutzen die Gelegenheit, um in den Garnisonen Aufstände gegen den umayyadischen Statthalter zu schüren
  • Statthalter Thalaba ibn Salama al-Amili (al-Andalus, 742–743)
  • Statthalter Abu'l-Khattar al-Husam ibn Darar al-Kalbi (al-Andalus, 743–745)
    Im Mai übernimmt Abu'l-Khattar al-Husam ibn Darar al-Kalbi das Amt des umayyadischen Statthalters von Al-Andalus. Während seiner Amtszeit erhält er von Hischam ibn Abd al-Malik den Auftrag, die von ihrem Onkel eingezogenen Ländereien an Sara al-Qutiyya zurückzugeben.
  • Atanagildo folgt auf Teodomiro als Herrscher der südostspanischen westgotischen Herrschaft Todmir, die unter maurischer Oberhoheit steht.
  • Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
  • Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
    Michael I. (Khaʾil I.) ist der 46. koptische Papst und Patriarch von Alexandria; bei seiner Wahl hat Bischof Moses von Awsim mitgewirkt, indem er einen Kompromiss zwischen der nördlichen und der südlichen Partei vermittelt hat.
  • Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
  • Fortsetzung 744
  • 742: Nasr: 742–743 sieht Nasr sich in Chorasan einem Aufstand unter Yahya, dem Sohn Zayds ibn ʿAlī und Führer der kaysanidischen Hashimiyya in der Region, gegenüber. In dieser Zeit ist Chorasan ein wichtiges Zentrum früher schiitischer Strömungen, besonders der Hashimiyya, die unter den mawālī großen Anklang findet. Nasr schlägt Yahyas Revolte militärisch nieder und stabilisiert die Lage zunächst wieder. Trotz der erreichten Stabilisierung verschärfen sich in Nasrs späteren Amtsjahren die stammespolitischen Spannungen zwischen Mudaris und Yamanis. Die Umayyadenherrschaft gerät insgesamt in eine Phase von Bürgerkriegen, was sich unmittelbar auf Chorasan auswirkt.
  • 738: Nasr: Im Juli 738, im Alter von 74 Jahren, wird Nasr zum Statthalter von Chorasan ernannt. Zeitgenossen respektieren ihn für seine militärische Laufbahn, seine genaue Kenntnis der Verhältnisse in Chorasan und seine Fähigkeiten als Staatsmann. Seine Ernennung hängt jedoch stark mit seiner relativ unbedeutenden, mudaritischen Stammeszugehörigkeit zusammen, die ihn von der Gunst des Kalifen abhängig macht und als Kompromiss inmitten der Stammesrivalitäten erscheint. Zwischen dem Tod Asads 738 und Nasrs Ankunft verwaltet entweder der syrische General Jaʿfar ibn Hanzala al‑Bahrani oder Asads Leutnant Judayʿ al‑Kirmani die Provinz. Judayʿ ist damals der einflussreichste Mann in Chorasan und eigentlich der naheliegende Kandidat für das Amt, wird aber wegen seiner yamanitischen Wurzeln für den Kalifen untragbar. Nach seiner Ernennung verlegt Nasr die Hauptstadt der Provinz von Balkh zurück nach Merv. Zugleich führt er erstmals in Chorasan ein System von Unterstatthaltern ein, die er aus seinem eigenen Gefolgschaftskreis auswählt, um sie zu belohnen und seine Kontrolle über die Provinz zu stärken. Nasr führt Steuerreformen ein, die überfällige Missstände beheben und die soziale Spannung zwischen Arabern und einheimischer Bevölkerung mindern. Diese Reformen verringern vor allem die Belastung konvertierter Nichtaraber und tragen dazu bei, dass lokale Eliten und Fürsten ihre Loyalität zum umayyadischen Regime erneuern. Parallel nutzt Nasr die Schwäche des Türgesch‑Kaghanats nach der Ermordung Suluks und überquert mit seinen Truppen energisch den Oxus. Zunächst richtet er einen Feldzug gegen Chaghaniyan, danach erobert er 740 in einem weiteren Unternehmen mit relativ geringem Widerstand große Teile Sogdiens einschließlich Samarkand zurück. Damit stellt er die umayyadische Herrschaft in weiten Teilen Transoxaniens wieder her, die zuvor unter dem Druck der Türgesch stark zurückgedrängt worden ist. Anschließend zielt Nasr darauf, alle Gebiete zurückzugewinnen, die einst Qutayba ibn Muslim unterworfen hat, und zugleich die Aktivitäten des abtrünnigen al‑Harith ibn Surayj zu begrenzen, der sich im Raum al‑Shash (Taschkent) festgesetzt hat. Nasr startet einen Feldzug nach al‑Shash; das Fürstentum Usrushana ergibt sich kampflos, doch am Jaxartes stellt sich dem muslimischen Heer ein 15.000 Mann starkes Aufgebot aus Shash, unterstützt von Ibn Surayjs Leuten und Türgesch unter Führung von Suluks Nachfolger Kursul, entgegen. Nasr schlägt nach arabischer Überlieferung die Türgesch zurück und besiegt einen ihrer Verbände, dessen Anführer er töten lässt. Er kann Shash aber nicht dauerhaft unterwerfen und schließt daher ein Abkommen mit dessen Herrscher, der Ibn Surayj nach Farab ausweist, wo dieser ungestört seine Opposition gegen die Umayyaden fortsetzt. Nasr unternimmt zusätzlich zwei Beutezüge gegen Farghana, bei denen das Umland geplündert und zahlreiche Gefangene gemacht werden. Die muslimische Rückeroberung reicht in dieser Phase offenbar kaum über Samarkand hinaus. Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 2. Amtszeit 724–734–738)
  • 734: Nasr: 734 verhaftet er den amtierenden Statthalter von Balkh und übernimmt selbst das Gouverneursamt in der Stadt. Dort begegnet er der Rebellion des lokalen Heeres unter al‑Harith ibn Surayj, der Steuerreformen und die Gleichbehandlung der nichtarabischen Neubekehrten (mawālī) fordert.
  • 731: Nasr: Im Juli 731 unterscheidet sich Nasr in der verlustreichen „Schlacht in der Engstelle“ hervorgehend als einer der wenigen erfolgreichen muslimischen Befehlshaber.
  • 727: Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)
  • 724: Nasr: 724 führt Nasr ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
  • 705: Nasr: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.

TURK-SCHAHI

ZWEITES TÜRK-KAGANAT

TÜRGESCH

INDIEN

Kaschmir

Pratihara

Malla

Chauhan-Dynastie

Chalukya

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr des Wasser-Schafes; am Beginn des Jahres Wasser-Pferd)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Shōmu (724–749)
    Shōmu erlässt ein Edikt zum Bau des Daibutsu, einer kolossalen Statue des Vairocana‑Buddha, die später im Tōdai‑ji in Nara steht. Im gleichen Jahr setzt er das Gesetz über den ewigen Privatbesitz urbar gemachter Felder (Konden‑Eitaishizai‑hō) in Kraft. Aus religiöser Frömmigkeit fördert er die Einführung des Ohigan‑Festes zur Frühlings- und Herbsttagundnachtgleiche.
  • Fortsetzung 744

QUELLEN

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07.11.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

26.12.2025 Grundstock ergänzt

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