743
MAYA
Calakmul
- Yikʼin Chan Kʼawiil von Tikal erringt einen Sieg über El Perú, was die regionale Vorherrschaft Tikals weiter stärkt.
- Fortsetzung 744
Tikal
Naranjo
Quiriguá
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
- Hochkönig Áed Allán (722-743)
Áed Allán stirbt. - Hochkönig Domnall Midi (743–763)
Domnall Midi, um das Jahr 700 geboren und seit 715 König von Uisnech, gehört als Sohn Murchads mac Diarmato der Dynastie Clann Cholmáin innerhalb der südlichen Uí Néill an. 730 trat Domnall erstmals in den Annalen in Erscheinung, als der Konflikt unter den Síl nÁedo Sláine weiter eskalierte. 733 tötete er den rivalisierenden Conall Grant von der Síl nÁedo Sláine, der zuvor seinen Vater Murchad erschlagen hatte. Ein Jahr vor Murchads Tod hatte dieser Conalls Neffen Fogartach mac Néill, wohl den führenden König der südlichen Uí Néill, vertrieben und nach Britannien ins Exil gezwungen. In den 730er Jahren setzte Domnall den Machtkampf unter den südlichen Uí Néill fort und stärkte schrittweise die Stellung von Clann Cholmáin. 743 besiegt und tötet er Áed Allán von der nördlichen Cenél‑nEógain‑Linie der Uí Néill; seit diesem Sieg gilt er in den Quellen als Hochkönig von Irland. Der Aufstieg von Clann Cholmáin zur führenden Gruppe der südlichen Uí Néill datiert in diese Lebenszeit Domnalls und legt den Grund für ihre spätere langanhaltende Vorrangstellung. Domnall herrscht ungefähr zwanzig Jahre als Hochkönig von Irland, doch die Annalen überliefern nur wenige konkrete Ereignisse. Anders als sein Vorgänger Áed Allán pflegt er gute Beziehungen zu den Uí‑Dúnlainge‑Königen von Leinster. - Fortsetzung 743
Ulaid
Connacht
- König Forggus mac Cellaig (742–756)
In diesem Jahr findet eine Schlacht zwischen den Uí Fiachrach Aidhne und ihren früheren Verbündeten, den Uí Maine, statt. Ebenfalls 743 kämpfen die Uí Aillelo in Mag Luirg (Moylurg, die Ebene von Boyle) gegen die Gailenga. - Fortsetzung 744
Leinster
Uí Mháine
- König Cathal Maenmaighe (738–745)
- Am Himmel erscheinen Schiffe mit ihren Besatzungen klar sichtbar.
- Fortsetzung 744
Dalriada
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eadberht (737–758)
- Erzbischof Egbert (York, 735-766)
- Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
Mercia
- König Æthelbald (716–757)
König Aethelbald von Mercia und König Ceolred von Wessex attackieren gemeinsam die walisischen Reiche Gwent und Powys. - Bischof Wilfrith I. (Worcester, 718–743/745)
- Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)
Zwischen 743 und 745 wird Milred zum Bischof geweiht und tritt damit die Nachfolge auf dem Bischofssitz von Worcester an. Während seiner Amtszeit verfasst Milred eine Sammlung von Epigrammen und Grabinschriften über angelsächsische Geistliche, von denen einige nur durch dieses Werk bekannt sind. Diese Sammlung geht später weitgehend verloren; lediglich eine einzelne Seite in einer Abschrift aus dem 10. Jahrhundert bleibt erhalten, die später in der Bibliothek der University of Illinois at Urbana-Champaign aufbewahrt wird. - Fortsetzung 745
East Anglia
Königreich Wessex
- König Cuthred (740–756)
Zu Beginn von Cuthreds Herrschaft befindet sich Wessex in einer Phase der Schwäche und steht klar im Schatten des mächtigen Nachbarn Mercia unter König Æthelbald. Das genaue Ausmaß der mercischen Oberherrschaft bleibt unklar; ungewiss ist, ob Cuthred 743 auf Grund eines Lehnsverhältnisses an Æthelbalds Feldzug gegen die Waliser teilnimmt oder ob ein gleichberechtigtes Bündnis besteht. - Fortsetzung 744
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Eadberht I. (West-Kent, 725-748)
- König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Cuthberth (Canterbury, 740–758)
FRÄNKISCHES REICH
- Interregnum (737-743)
- König Childerich III. (743-751)
Nach Karl Martells Tod haben seine Söhne Karlmann und Pippin der Jüngere das Hausmeieramt übernommen und teilen sich die Macht im Frankenreich. Im Frühjahr beschließen sie, wieder einen Merowinger als "Schattenkönig" einzusetzen, und lassen Childerich aus dem Kloster frei. Childerich wird um König der Franken erhoben, während die Hausmeier weiterhin die tatsächliche Regierungsgewalt behalten. Die Gründe für seine Erhebung liegen vor allem darin, dass Karlmann und Pippin zur Legitimation ihrer eigenen Herrschaft den Rückgriff auf das alte Königsgeschlecht der Merowinger benötigen, insbesondere angesichts des Widerstands großer Adliger im Reich. Childerich erhält die alte merowingische Königspfalz "Villa Brannacum" (Berny-Rivière) als Residenz. Dort hält er Hof, doch politische Initiativen oder eigenständige Entscheidungen des Königs sind aus den Quellen kaum zu erkennen. - Hausmeier Karlmann (Austrien, 741-747)
Pippin und Karlmann ziehen gegen Slawen, Sachsen und Alamannen unter dem Bajuwarenherzog Odilo und dem Alamannenherzog Theudebald. Beide Herzöge fliehen nach der Niederlage am Lech. Karlmann siegt über die Sachsen; der thüringische Hassegau wird unterworfen. - Das Land um Fulda wird in der Karlmann-Schenkung an Bonifatius übertragen, um in dem Gebiet zu missionieren.
- Synode von Estinnes
0301D: In der karolingischen Pfalz villa listinas, die dem späteren Estinnes bei Binche im Hennegau entspricht, findet eine Synode statt (möglicherweise auch erst im Jahr 744). Karlmann hat die Synode einberufen, um in Austrasien die Reformen im Sinne des Bonifatius umzusetzen. Bonifatius kritisiert auf der Synode scharf den in seinen Augen verweltlichten und heruntergekommenen Klerus. Er verurteilt Kleriker, die seit ihrer Jugend ständig in Unzucht, Ehebruch und „allerlei Schmutzereien“ leben, und fordert ihre Entfernung aus dem geistlichen Amt. Die Synode bestätigt das Verbot für Kleriker, Waffen zu tragen, und untersagt ihnen die Jagd, um sie von weltlichen Gewalttätigkeiten fernzuhalten. Außerdem orientieren sich die Beschlüsse in mehreren Punkten ausdrücklich an den Kanones des Concilium Germanicum, die eine strenge Lebensführung und klare Kirchenordnung verlangen. Beide Teilreiche sollen jeweils zwei Erzbischöfe erhalten, um die kirchliche Leitung zu stärken. Im Bereich Karlmanns erhält Bonifatius die Stellung als Bischof in Germanien, während Grimo das Bischofsamt in Rouen übernimmt. Im Bereich Pippins wird Abel Bischof von Reims und Ardobert Bischof von Sens, womit wichtige Metropolitansitze besetzt sind. Der Prediger Adalbert (Aldebert) wird verurteilt, der die Priester schmäht, die Sakramente als wertlos bezeichnet und behauptet, seine Lehre durch Briefe Jesu erhalten zu haben. Ebenso verwirft sie seine Engellehre, gegen die der Papst später seine Lehre von drei Erzengeln stellt. Die Synode legt fest, dass enteignete Kirchen von den neuen Besitzern eine Entschädigung von 12 Denaren je Hofstätte erhalten sollen. Diese Regelung wird in der Rechtsform der Prekarie organisiert, bei der die Güter als kirchliches Eigentum gelten, aber auf Lebenszeit an weltliche Inhaber verliehen und gegen Zinsleistungen genutzt werden. Zugleich wird bekräftigt, dass die Güter nur "mit Gottes nachsichtiger Duldung für einige Zeit" zurückbehalten werden und grundsätzlich an die Kirche zurückfallen sollen. Die Hausmeier bleiben auch nach der Synode auf die Heranziehung von Kirchengütern angewiesen, um ihr Gefolge zu versorgen und militärische Leistungen zu sichern. Die Zusicherung, Enteignungen seien nur dann unzulässig, wenn ein Bistum dadurch in extreme Armut fällt, erscheint vielen Klerikern unzureichend. So bleibt das Verhältnis von Kirche und Staatsgewalt besonders beim Kirchenbesitz problematisch, obwohl die Synode einen rechtlichen Rahmen für Prekarien und Entschädigungen schafft. Die kirchliche Seite beharrt weiterhin darauf, dass Eingriffe in Kirchengut grundsätzlich als Rechtsverletzung zu gelten haben. Besonders Bischof Milo von Trier widersetzt sich den Reformen von Bonifatius hartnäckig, sodass die Reformen trotz der synodalen Beschlüsse nur begrenzt und mit Konflikten verwirklicht werden. - Hausmeier Pippin der Jüngere (Neustrien, 741–747)
- Bischof Chrodegang (Metz, 742-766)
- Bischof Wera von Utrecht (739–752)
- Bischof Floribert I. (Lüttich, 727–746)
Am 3. November lässt Floribert in Anwesenheit des Hausmeiers Karlmann die Gebeine des heiligen Hubertus von Lüttich erheben, was als feierlicher Akt der Heiligenverehrung stattfindet. - Bischof Witta (Büraburg, 741-755)
- Bischof Adalar (Erfurt, 742-755)
- Bischof Reginfrid (Köln, 737–743/745)
- Bischof Geroldus (Mainz, 724-743)
Geroldus begleitet Karlmann auf einem Feldzug gegen die Sachsen und nimmt an einer Schlacht teil, in der er um 742/743 fällt. - Bischof Gewiliobus (Mainz, 743/744–745)
Gewiliobus wird als Bischof für Mainz und tritt sein Amt gemäss der Mainzer Bonifatiusvita bereits in reiferem Alter an. Nicht lange danach unternimmt Karlmann einen Kriegszug gegen die Sachsen, den Gewiliobus als Geistlicher begleitet. Gewiliobus findet den Mörder seines Vaters, lockt ihn an der Weser in einen Hinterhalt und tötet ihn mit den Worten "accipe quo patrem vindico ferrum", um nach alten germanischen Kriegertraditionen Blutrache zu üben, was zunächst im fränkischen Adel Billigung findet. Nach dem Concilium Germanicum ist Geistlichen die aktive Teilnahme an Kriegszügen künftig verboten. - Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-744)
- Der ehemalige Bischof Rigobert stirbt in Gernicourt.
- Bischof Burkard (Würzburg, 742-754)
Karlmann schenkt Bonifatius einen geschlossenen Grundbesitz im Bistum Würzburg von vier Meilen Umkreis für das Kloster, das hier gegründet werden soll; es handelt sich um die sogenannte Karlmann-Schenkung. - Fortsetzung 744
Herzogtum Aquitanien
- Herzog Hunold (735–745)
Als Karlmann und Pippin sich nach Osten wenden, um Gegner jenseits des Rheins zu bekämpfen, nutzt Hunold die Gelegenheit und stößt mit einem Heer über die Loire nach Norden vor. Er überfällt Chartres, plündert die Stadt und brennt Stadt und Kathedrale nieder, wird dann aber durch den Gegenstoß der Brüder zum Nachgeben gezwungen und kapituliert 745. - Fortsetzung 745
Herzogtum Sachsen
- Herzog Theoderic (743–744)
Seit dem 6. Jahrhundert erzwingen die Franken von den Sachsen einen jährlichen Tribut an Kühen. Vor 743 hören die Sachsen auf, diesen jährlichen Kuhtribut zahlen, weshalb Karlmann nach Norden gegen Sachsen zieht und die sächsische Befestigung Hohseoburg erobert. Auf einer dort abgehaltenen Versammlung (placitum) zwingt er Theoderic zur Unterwerfung. - Fortsetzung 744
Herzogtum Alemannien
- Herzog Theudebald (709–746)
- Bischof Arnefrid (Konstanz, 736?–746?)
- Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
Herzogtum Baiern
- Herzog Odilo (736–748)
Schlacht bei Epfach
Karlmann und Pippin ziehen gegen Odilo, um die fränkische Oberhoheit in Baiern durchzusetzen. Odilo stellt ein baierisches Heer auf, dem sich Sachsen, Alamannen und Slawen anschliessen; außerdem kämpft der alamannische Herzog Theudebald, Odilos Bruder, an seiner Seite. Am Lech treffen die beiden Heere aufeinander; der genaue Ort der Schlacht wird später bei Epfach oder bei Augsburg vermutet. Die Baiern und ihre Verbündeten schlagen ein befestigtes Lager am Lech auf und verhöhnen die Franken mit Spottreden, um deren Moral zu untergraben. Die Franken überfalle in der Nacht die Baiern und metzeln alle Gegner ab, derer sie habhaft werden können, sodass ein großer Teil des baierischen Adels und der Verbündeten umkommt. Odilo flieht nach Osten über den Inn; Pippin verfolgt Odilo, um ihn auch politisch zur Anerkennung der fränkischen Oberhoheit zu zwingen, erreicht aber nicht seine völlige Ausschaltung. Der alamannische Herzog Theudebald flieht dagegen nach Westen. Nach dem Sieg bleiben die Franken 52 Tage in Baiern, um die politische und soziale Ordnung in ihrem Sinn neu zu gestalten: der westbaierischen Besitzes wird umverteilt, weil der alte baierische Adel im nächtlichen Überfall nahezu ausgelöscht worden ist. Viele der bisherigen herzoglichen Besitzungen gehen nun in das Eigentum karolingischer Vasallen über. Die Franken dringen offensichtlich auch nach Regensburg vor, wo sie Bischof Gaubald gefangen nehmen. - Herzogin Hiltrud (741-748)
- Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
- Bischof Erembert (Freising, 739–747/748)
- Bischof Vivilo (Passau, 739–745)
- Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
- Bischof Johannes I. von Salzburg, 739–746)
- Fortsetzung 744
LANGOBARDENREICH
- König Liutprand (712–744)
Liutprand schließt mit dem Papst Frieden und verzichtet auf die Eroberung Roms. - Erzbischof Stabile (Mailand, 742-744)
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
REPUBLIK VENEDIG
KARANTANIEN
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstantin V. (741–775)
- Kaiser (Usurpator) Artabasdos (742-743)
Im Mai übernimmt Artabasdos die Offensive gegen Konstantin V., wird aber in der Feldschlacht geschlagen. Später besiegt Konstantin auch Niketas, und am 2. November endet die Herrschaft des Artabasdos, als Konstantin V. in Konstantinopel einzieht. Artabasdos flieht zusammen mit seinem Vertrauten Baktangios in die Festung Pouzanes im Opsikion in Kleinasien, wird dort gefasst und nach Konstantinopel gebracht. Er und seine Söhne werden öffentlich geblendet und in das Chora-Kloster am Stadtrand von Konstantinopel verbannt, wo sie den Rest ihres Lebens als Klostergefangene verbringen. - Papst Zacharias (741–752)
- Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)
Nach Artabasdos Sturz wird auch Anastasius seines Amtes enthoben, ausgepeitscht, geblendet, in Schande durch die Straßen geführt, erhält aber, nachdem er wieder zur Ablehnung der Ikonen zurückkehrt, die kaiserliche Begnadigung und wird als Patriarch wiedereingesetzt. - Fortsetzung 744
DABUYIDEN
ARABER
(125/126 - 24./25. Oktober)
Umayyaden
- Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)
Hischam stirbt, und sein Neffe al-Walid II. folgt ihm als Kalif nach, unter dem der schnelle Niedergang der Umayyadendynastie einsetzt. Nach dem Sturz der Umayyaden durch die Abbasiden kann mit Abd ar-Rahman I., einem Enkel Hischams, die Herrschaftslinie in Al-Andalus fortbestehen, wo er das Emirat von Córdoba begründet, das bis 1031 Bestand hat. - Kalif al-Walid II. (743–744)
Als Kalif zeigt al-Walid sich anfangs freigebig und erhöht insbesondere die Zuwendungen an Krüppel und Blinde. In seiner Regierungszeit begünstigt er den Stammesverband der Nordaraber (Qais) gegenüber den Jemeniten und nichtarabischen Muslimen, was die inneren Spannungen weiter nährt. Al-Walid bestätigt zunächst Nasr ibn Sayyar als Statthalter von Chorasan, entlässt ihn später aber unter dem Einfluss von Yusuf ibn Umar, der ihn besticht. In Chorasan erscheint Yahya ibn Zaid, ein Sohn Zayds ibn Ali; Nasr ibn Sayyar rät ihm, sich dem Kalifen zu stellen, doch Yahya entscheidet sich für den Aufstand und wird nach anfänglichen Erfolgen getötet. Trotz politischer Probleme widmet sich al-Walid groß angelegten Bauprojekten in der syrischen Wüste. Seiner Regierungszeit werden mehrere Wüstenschlösser zugeschrieben, darunter Qusair ʿAmra, Khirbat al-Mafdschar und Mschatta. Außerdem lässt er eine römische Festung südlich von Palmyra zu dem Wüstenschloss al-Bachrāʾ ausbauen. In den prunkvoll ausgestatteten Bädern von Qusair ʿAmra und Khirbat al-Mafdschar finden formelle königliche Zeremonien statt, die der Glorifizierung des Herrschers dienen. Einige Historiker vermuten, dass al-Walid II. die Institution von Harem und Eunuchen am islamischen Hof einführt, während andere diese Neuerung auf Yazid I. oder Muʿāwiya I. zurückführen. - Nach Hishams Tod führt Abu al-‘Abbās seine von Schiiten und den Bewohnern von Chorasan unterstützten Truppen zum Sieg über die Umayyaden. Die Auseinandersetzungen werden durch Prophezeiungen begünstigt, in denen einige Schiiten Abu al-‘Abbās als Mahdi sehen. Der Bürgerkrieg sowie die Wahl der Feldzeichen – Weiße Banner für die Umayyaden, Schwarze für die Abbasiden – verstärken die Messiasvorstellungen.
- Statthalter Hafs ibn al-Walid ibn Yusuf al-Hadrami (Ägypten, 2. Amtszeit 742-745)
Im Jahr 743 stirbt Kalif Hisham ibn Abd al-Malik, und das umayyadische Regime gerät in eine Phase der Instabilität, die in einen Bürgerkrieg mündet. Hafs nutzt diese Schwäche des Kalifats, um die Vorherrschaft der jund in Ägypten gegenüber den pro-umayyadischen Qays-Syrern zu festigen, die in den vorangegangenen Jahren mit Unterstützung der Umayyaden nach Ägypten gekommen sind. Die syrischen Truppen werden gewaltsam aus Fustat vertrieben, wodurch Hafs und die jund ihre Position in der Stadt stärken. Hafs beginnt anschließend mit der Aufstellung eines Heeres von etwa 30'000 Mann aus einheimischen nichtarabischen Neubekehrten (maqamisa und mawali), das nach ihm Hafsiya genannt wird. - Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 742–745)
Nachdem Hanzala Ifriqiya vor dem Berberaufstand gerettet hat, richtet er seine Aufmerksamkeit auf al‑Andalus, wo ein blutiger innerarabischer Krieg zwischen andalusischen Arabern und den neu angekommenen syrischen Junds tobt, dem Rest des Heeres, das Hischam 741 nach Ifriqiya entsandt hat. Anfang 743 schickt Hanzala seinen Vetter Abu al‑Khattar ibn Darar al‑Kalbi als seinen Stellvertreter nach Córdoba, damit dieser die Regierung von al‑Andalus übernimmt und den Konflikt beendet. In den Jahren 743–744 ist Hanzala damit beschäftigt, sporadische Aufstände im Hinterland Ifriqiyas niederzuschlagen. Dadurch bleibt ihm kaum Zeit, die westlichen Provinzen Marokkos zurückzugewinnen und die Berber wieder fest unter umayyadische Herrschaft zu bringen. Möglicherweise gelingt es Hanzala, einige der entfernten Küstenstädte wie Tanger für das Kalifat zurückzuerobern, doch der größte Teil Marokkos und Westalgeriens bleibt unter autonomen Berberstämmen. 744 errichten die Masmuda‑Berber offen einen unabhängigen Staat, die Barghwata‑Konföderation, mit eigenem „Propheten“ und synkretistischem Glauben. Die Unruhen nach dem Tod des Kalifen Hischam im Jahr 743 verhindern, dass Hanzala weitere Unterstützung aus dem Osten erhält. Lokale Adlige Ifriqiyas nutzen die Gelegenheit, um in den Garnisonen Aufstände gegen den umayyadischen Statthalter zu schüren - Statthalter Thalaba ibn Salama al-Amili (al-Andalus, 742–743)
- Statthalter Abu'l-Khattar al-Husam ibn Darar al-Kalbi (al-Andalus, 743–745)
Im Mai übernimmt Abu'l-Khattar al-Husam ibn Darar al-Kalbi das Amt des umayyadischen Statthalters von Al-Andalus. Während seiner Amtszeit erhält er von Hischam ibn Abd al-Malik den Auftrag, die von ihrem Onkel eingezogenen Ländereien an Sara al-Qutiyya zurückzugeben. - Atanagildo folgt auf Teodomiro als Herrscher der südostspanischen westgotischen Herrschaft Todmir, die unter maurischer Oberhoheit steht.
- Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
- Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
Michael I. (Khaʾil I.) ist der 46. koptische Papst und Patriarch von Alexandria; bei seiner Wahl hat Bischof Moses von Awsim mitgewirkt, indem er einen Kompromiss zwischen der nördlichen und der südlichen Partei vermittelt hat. - Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 744
TURK-SCHAHI
ZWEITES TÜRK-KAGANAT
TÜRGESCH
INDIEN
Kaschmir
Pratihara
Malla
Chauhan-Dynastie
Chalukya
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Wasser-Schafes; am Beginn des Jahres Wasser-Pferd)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
- Tennō Shōmu (724–749)
Shōmu erlässt ein Edikt zum Bau des Daibutsu, einer kolossalen Statue des Vairocana‑Buddha, die später im Tōdai‑ji in Nara steht. Im gleichen Jahr setzt er das Gesetz über den ewigen Privatbesitz urbar gemachter Felder (Konden‑Eitaishizai‑hō) in Kraft. Aus religiöser Frömmigkeit fördert er die Einführung des Ohigan‑Festes zur Frühlings- und Herbsttagundnachtgleiche. - Fortsetzung 744
QUELLEN
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07.11.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
26.12.2025 Grundstock ergänzt