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GERMANEN

  • Tollund-Mann
    Im späten Winter oder frühen Frühjahr (um 400 bis 350?) nimmt ein etwa 40jähriger Germane eine letzte Mahlzeit zu sich, bestehend aus einem Brei oder einer Grütze aus Pflanzensamen, vor allem Gerste, Flachs, Leindotter und Knöterich, insgesamt bis zu 40 verschiedenen Arten, darunter Samen, die nur in bestimmten Gebieten vorkommen und auf eine rituelle Speise hinweisen. Kurz darauf wird der Mann gewaltsam getötet, wobei eine geflochtene Lederschlinge um seinen Hals liegt, was auf eine Erhängung weist. Sein Körper wird in Schlafposition mit geschlossenen Augen ins Moor im Bjældskovdal gelegt, mit angezogenen Beinen auf der rechten Seite. Der genaue Fundort liegt bei 56° 9′ 53,3″ N und 9° 23′ 34,7″ O im Hochmoor. Der Mann muss irgendwann zwischen etwa 400 bis 350 gestorben sein. Im Jahr 1950 wird seine dank des sauren Moors mumifizierte, gut erhaltene Leiche entdeckt und wird aufgrund des Fundorts unter der Bezeichnung "Tollund-Mann" berühmt.
  • Hjortspringboot
    In der frühen Eisenzeit um 350 bis 300 baut eine Kriegergruppe ein geklinkertes, kanuartiges Plankenboot fast vollständig aus Holz der Winterlinde; mit vermutlich vier solcher Boote durchqueren die Männer über ein größeres Gewässer und siegen in einem Gefecht. Die Sieger entwaffnen ihre Gegner, verbiegen einen Teil der Waffen, um sie unbrauchbar zu machen, und deponieren Boot und Waffen als kultische Opfergabe im Moor von Hjortspring. Dank des sauren Moors bleibt das Boot konserviert, bis es 1921 entdeckt wird und aufgrund des Fundorts Hjortspringboot genannt wird.

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CDIV = 404)

  • Konsul Marcus Popillius Laenas (3. Amtszeit)
    Marcus Popillius Laenas wird erneut – zum dritten oder vierten Mal – in das höchste Staatsamt gewählt. Da sein Mitkonsul Lucius Cornelius Scipio krank ist, bekämpft er allein die Gallier, besiegt sie in zwei aufeinanderfolgenden Schlachten und zieht sich dabei eine schwere Verwundung zu, als ein Speer seine linke Schulter durchbohrt; für diesen militärischen Erfolg erhält er das Recht auf einen Triumph.
  • Fortsetzung 349

ILLYRER

GRIECHEN

(2./3. Jahr der 107. Olympiade)

Tarent

  • Archytas von Tarent
    Artikel des Tages: Archytas von Tarent (* wohl zwischen 435 und 410; † wohl zwischen 355 und 350) war ein anti­ker griechi­scher Philo­soph, Mathe­mati­ker, Musik­theore­tiker, Physi­ker, Inge­nieur, Staats­mann und Feld­herr. Be­kannt ist er vor allem durch seine freund­schaft­liche Bezie­hung zu Platon, durch die an­geb­lich von ihm erfun­dene flie­gende Taube und durch ein Gedanken­experi­ment, mit dem er die Unend­lich­keit des Uni­ver­sums bewei­sen wollte. Beson­deres Ge­wicht legte er auf die Mathe­matik als Grund­lagen­wissen­schaft. Seine bedeu­tendste mathe­mati­sche Leis­tung war die Lösung des Pro­blems der Ver­doppe­lung des Würfels. Zur musi­kali­schen Harmo­nie­lehre trug er mit seiner mathe­mati­schen Theorie har­moni­scher Inter­valle bei. Seine wissen­schaft­lichen Leis­tun­gen, von denen wegen der Spär­lich­keit der über­liefer­ten Anga­ben nur wenig bekannt ist, fanden in der anti­ken Nach­welt und bei moder­nen Wissen­schafts­histori­kern Anerkennung.

Syrakus

Epirus

Makedonien

Dritter Heiliger Krieg (356–346)

  • Zwischen Phokern und Boiotern kommt es nur zu kleineren Gefechten, und in den folgenden zwei Jahren liefern sich beide Parteien weitere Kämpfe mit wechselndem Erfolg.
  • Fortsetzung 347

Athen

Sparta

Atarneus

  • Tyrann Hermias (350-341)
    Hermias isr ein bithynischer Eunuch und Sklave des Finanzmannes Eubulos, der über Atarneus herrscht. Eubulos setzt ihn als Vertrauten ein und bildet ihn für Verwaltungsaufgaben aus.​ Nach einiger Zeit gewinnt Hermias die Freiheit und erhält von Eubulos die Städte Atarneus und Assos vermacht. Nach dem Tod des Eubulos übernimmt Hermias um etwa 351–350 allein die Herrschaft über Atarneus und baut eine Tyrannis auf.​ Hermias regiert Atarneus in Aiolis an der kleinasiatischen Küste gegenüber Lesbos und dehnt seine Macht auf Assos und weitere benachbarte Gebiete aus. Er gestaltet Atarneus zur Residenzstadt und macht Assos zu einem festen Eckpunkt seines Machtbereiches.​ Zur Sicherung seines Herrschaftsbereichs gegen Persien verbündet sich Hermias mit Makedonien und gewinnt das Vertrauen Philipps II. von Makedonien. Seine Städte gehören zu denjenigen, die sich faktisch der persischen Oberhoheit entziehen und zeitweise in Opposition zum Perserreich stehen.
  • Fortsetzung 347

Bosporanisches Reich

Bithynien

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

HADRAMAUT

  • König Schahr 'Alhan (Hadramaut)
    um 350: Im altsüdarabischen Königreich Hadramaut regiert Schahr 'Alhan; über sein Leben und über seine genaue Regierungszeit ist nichts bekannt.

ÄGYPTEN

Spätzeit, 30. Dynastie

KUSCH

  • König Akhraten (350–335)
    Akhraten herrscht etwa von 350 bis 335 als König von Kusch; er ist möglicherweise ein Sohn des Königs Harsiotef und gehört wahrscheinlich zur gleichen Generation wie Nastasen und ist vielleicht dessen Bruder.​ Während seiner Herrschaft entsteht eine Kapelle, in der sein Name in einer Kartusche belegt ist.​ Aus demselben Zeitraum stammt eine schwarze Granitstatue aus dem Barkal-Tempel 500, die später in Boston unter der Inventarnummer 23.735 aufbewahrt wird.​ Die Statue ist kopflos und ihr fehlen die Füße, sodass ihr ursprüngliches Aussehen nur teilweise rekonstruierbar ist.​ Trotz dieses fragmentarischen Erhaltungszustands dient sie als wichtiges Zeugnis für Akhratens Darstellung als König.​ Gegen Ende seiner Regierungszeit bereitet sich der Übergang der Herrschaft auf seinen Nachfolger vor.

KARTHAGO

  • um 350: Karthago sperrt mit ihrer Seemacht die Straße von Gibraltar. Fortan dürfen nur noch punische Schiffe vom Mittelmeerraum in den Atlantik und zurück fahren, wertvolles Zinn aus Britannien mitbringen, die Azoren und Madeira ansteuern.
  • Fortsetzung 310

INDIEN

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(39./40. Zyklus - Jahr des Metall-Schafs; am Beginn des Jahres Metall-Pferd)

Qin

  • Herzog Xiao (361-338)
    Xiao lässt im Guanzhong‑Becken, am Nordufer des Wei‑Flusses und mit Zugang zum Gelben Fluss und dem Hangu‑Pass, den Jique‑Palast und eine neue Hauptstadt errichten, um die Expansion nach Osten zu erleichtern.
  • Fortsetzung 349

Zhou

Zhao

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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25.05.2020 Artikel des Tages

20.07.2023 Grundstock erstellt

08.01.2026 Grundstock ergänzt

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