1782

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JANUAR

0113D: Die Räuber (Schiller)

  • "Die Räuber" ist der Titel des ersten veröffentlichten Dramas von Friedrich Schiller. Das Werk, das zunächst nicht als Bühnenstück, sondern als Lesedrama vorgesehen war (siehe unterdrückte Vorrede), gliedert sich in fünf Akte, die jeweils in zwei bis fünf Szenen unterteilt sind. Es entstand zur Zeit des abklingenden Sturm und Drang, wurde 1781 anonym veröffentlicht und am 13. Januar 1782 in Mannheim mit Nennung des Verfassers uraufgeführt. Das Drama sorgte für nationales Aufsehen im Literaturbetrieb und machte Schiller schlagartig berühmt. Der Kern der Handlung ist der Konflikt der beiden Brüder Karl und Franz Moor. Auf der einen Seite steht der intelligente, freiheitsliebende und spätere Räuber Karl, der vom Vater geliebt wird, auf der anderen Seite der kalt berechnende, unter Liebesentzug leidende Franz Moor, der auf Karl eifersüchtig ist und das Erbe seines Vaters übernehmen will. Zentrales Motiv, das Schiller in seinem Werk thematisiert, ist die Vorstellung eines Konflikts zwischen Gesetz und Freiheit. Daneben impliziert die Handlung des Werkes die Negation des Sprichworts „Der Zweck heiligt die Mittel“. Bis in das erste Viertel des 19. Jahrhunderts waren Räuberbanden und Gesetzlose in Deutschland nichts Ungewöhnliches. Literaturhistorikern zufolge diente das Schicksal des bekannten Räuberhauptmannes Nikol List teilweise als Vorlage. Die gleichnamige Oper von Giuseppe Verdi (I Masnadieri) beruht auf Schillers Drama.
  • Vor 225 Jahren wurden Friedrich Schillers "Räuber" in Mannheim uraufgeführt. Es war der genialische Prankenhieb eines damals noch namenlosen Autors, der sich gleich mit seinem ersten Stück ins Zentrum der Sturm-und-Drang-Epoche schrieb. Schiller lieferte eine fundamentale Selbstkritik der aufstrebenden bürgerlichen Ideologie. (dradio.de)

0125D: Seeschlacht bei St. Kitts

  • Die Seeschlacht bei St. Kitts fand am 25. und 26. Januar 1782 während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zwischen einer britischen Flotte unter Konteradmiral Samuel Hood und einer französischen Flotte unter Admiral Comte de Grasse statt.

APRIL

0412D: Schlacht von Les Saintes

  • Die Schlacht von Les Saintes war eine Seeschlacht zwischen britischen und französischen Seestreitkräften am 12. April 1782. Die "Saintes" sind eine kleine Inselgruppe in der Karibik, in den kleinen Antillen zwischen Guadeloupe und Dominica gelegen.

MAI

0525D: Crawford-Feldzug

  • Der Crawford-Feldzug, Sandusky-Feldzug oder auch Crawfords Niederlage war eine militärische Operation, die kurz vor Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs stattfand. Im Mai 1782 führte Colonel William Crawford eine rund 500 Mann starke Freiwilligentruppe aus Pennsylvania zum Sandusky River, um die dortigen Indianerdörfer zu zerstören. Die Indianer und ihre britischen Verbündeten aus Detroit hatten jedoch die anrückenden Amerikaner entdeckt und sammelten ihre Kräfte zur Verteidigung. In der Nähe der Dörfer kam es zu einem Gefecht, in dessen Verlauf die Amerikaner eingekesselt wurden. Crawfords Truppe brach im Schutz der Nacht aus und trat den Rückzug an, der alsbald in eine wilde Flucht überging. Eine Anzahl der Amerikaner geriet in Gefangenschaft. Die anderen kehrten nach Pennsylvania zurück. Etwa 70 Amerikaner jedoch, darunter auch die Gefangenen, fanden den Tod. Im März des gleichen Jahres waren fast 100 christliche Indianer im Dorf Gnadenhütten von der Pennsylvania-Miliz getötet worden. Crawford hatte persönlich nichts mit diesem Vorfall zu tun. Die Indianer, unter ihnen viele Lenni Lenape, töteten die meisten Gefangenen als Vergeltung für das Massaker an ihren Angehörigen. Crawford wurde fast zwei Stunden lang am Marterpfahl gequält, bevor er lebendig verbrannte. Sein Tod fand ein großes Echo in der amerikanischen Presse und sorgte für eine weitere Belastung der ohnehin schlechten Beziehungen zwischen Indianern und Weißen. (Artikel des Tahes)

JULI

0716D: Entführung aus dem Serail (Mozart)

  • Die "Entführung aus dem Serail" (KV 384) ist eine komische Oper, bzw. ein Singspiel in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Uraufführung fand am 16. Juli 1782 im Burgtheater in Wien unter der Leitung des Komponisten statt.
  • Vor 225 Jahren wurde im Wiener Burgtheater eine der noch heute erfolgreichsten Opern Wolfgang Amadeus Mozarts uraufgeführt: "Die Entführung aus dem Serail". Mozart hatte davor mit seinen ersten italienischen Opern in München Erfolge geerntet und schrieb in Wien seine komische Oper auf der Welle der damaligen Türkenmode. Er dirigierte die Uraufführung in Anwesenheit des Kaisers Joseph II. selbst und überwand sowohl gegnerische Intrigen als auch Probenprobleme. (dradio.de)


SEPTEMBER

0915D: Der Barbier von Sevilla (Paisiello)

  • "Der Barbier von Sevilla" (Originaltitel: Il barbiere di Siviglia, ovvero La precauzione inutile) ist eine Opera buffa des italienischen Komponisten Giovanni Paisiello. Die Oper handelt davon, wie der als Student verkleidete Graf Almaviva mit Hilfe des gewitzten Barbiers Figaro seine Geliebte Rosina aus den Fängen ihres eifersüchtigen Vormunds Bartolo befreit. Paisiellos 1782 uraufgeführte Oper war äußerst erfolgreich, wurde aber im 19. Jahrhundert durch Rossinis Vertonung des gleichen Stoffs fast vollständig aus dem Repertoire der Opernbühnen verdrängt.

LEXIKON

Chakri-Dynastie (Siam)

  • Die Chakri-Dynastie ist seit 1782 das Herrscherhaus Thailands und regierte zunächst in einer absoluten Monarchie, seit 1932 in einer konstitutionellen Monarchie. Die Chakri-Dynastie wurde begründet durch den General Phraya Chakri, der als Phra Phuttayodfa Chulalok (Rama I.) den Thron bestieg, nachdem König Taksin dem Wahnsinn verfallen war. Der Chakri, der sowohl den Namen als auch das Symbol des Hauses Chakri darstellt, besteht aus einem Diskus (Chakra) und dem Dreizack, der mythologischen Waffe des Hindugottes Narayana, einem Avatar von Vishnu, der durch die siamesischen Könige personifiziert wird.

Die Bekenntnisse (Rousseau)]

  • „Dies ist das einzige Bild eines Menschen, genau nach der Natur und in seiner ganzen Wahrheit gemalt, das es gibt und wahrscheinlich je geben wird“, so schreibt Jean-Jacques Rousseau im Vorwort seiner Bekenntnisse. In der Tat ist es ein Werk, das das Genre der Autobiografie revolutionierte. Und da der Autor nicht irgendwer, sondern einer der einflussreichsten Schriftsteller und Philosophen des 18. Jahrhunderts ist, lesen sich seine Memoiren wie eine spannende Abenteuergeschichte – wenn man ihm den oft gespreizten und mit Redundanzen gespickten Stil verzeiht. In zwölf Büchern schildert er seine Kindheit, seine ruhelosen Lehr- und Wanderjahre, seine Liebschaften, seine wechselnden Anstellungen und die Bemühungen, seine Berufung zu finden. Rousseaus psychologischer Tiefgang ist beachtlich: Von masochistischen Obsessionen bis hin zur Altersparanoia ist alles dabei. Und immer wieder tauchen der Hass auf die Gesellschaft und die Sehnsucht nach einem idyllischen Leben in der Natur auf. Es sind die Memoiren eines Dinosauriers des 18. Jahrhunderts, der in seiner eigenen Rückschau aber gebrochen und schwach wirkt. Übrig bleibt ein zwiespältiger Eindruck von einem großen Dichter und Denker, der sich zugleich als ein fehlbarer Mensch erweist. (getAbstract)

Erlkönig (Goethe)

  • Erlkönig ist eine Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, die im Jahre 1782 geschrieben wurde. Sie wurde unter anderem von Franz Schubert und Carl Loewe vertont.

Gemäldegalerie

König Rama I. (Thailand)

  • Rama I.(1737-1809) war König von Siam (alter Name für Thailand) und ist der Begründer der noch heute regierenden Chakri-Dynastie.

Roman Gefährliche Liebschaften (de Laclos)

  • Gefährliche Liebschaften ist ein Briefroman von Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos und gilt als ein Hauptwerk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts (1782) und Sittengemälde des ausgehenden Ancien régime.
  • Heftige Empörung löste der Roman bei seinem Erscheinen aus - kein Wunder, hielt er doch einer lasterhaften Gesellschaft den Spiegel vor. Die beiden Adligen Marquise von Merteuil und Vicomte von Valmont haben sich ein gefährliches Spiel ausgedacht. Die Regeln kennen nur sie beide, ihre Opfer umgarnen sie mit Schmeichelei und Verstellung. Das raffinierte Spiel aus abgefeimter List und Tücke endet in einem fulminanten Finale, als der gesamte Briefwechsel der Akteure an die Öffentlichkeit gelangt und die teuflischen Intrigen aufgedeckt werden. Der Autor Choderlos de Laclos breitet den Mikrokosmos der dekadenten Adelswelt minutiös vor dem Leser aus und schlägt dabei je nach Briefverfasser verschiedene Töne an. In dieser Welt gelten die alten Werte nichts mehr, der Sittenzerfall droht; ihm wollte Laclos mit dem Buch Einhalt gebieten. Die Darstellung der rücksichtslosen Libertins soll dem Leser die Gefahr in ihrer ganzen Abscheulichkeit vor Augen zu führen - erreicht allerdings mitunter das genaue Gegenteil, denn das Böse kann einen hier auch faszinieren und in seinen Bann schlagen. Deshalb verschlangen Generationen von Lesern diesen Roman, deshalb wurde er aber auch immer wieder verboten. Die Ambivalenz des Stoffs reizte zahlreiche Dramaturgen und Regisseure zur Nachahmung. (getAbstract)

Sinfonie KV 385 "Haffner" (Mozart)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Die Sinfonie D-Dur KV 385 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart 1782 in Wien. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 35. Sie wird nach ihrer Entstehungsgeschichte auch „Haffner-Sinfonie“ genannt.

Streichquartett KV 387 (Mozart)

  • The String Quartet No. 14 in G major, K. 387, nicknamed the "Spring" quartet, was composed by Wolfgang Amadeus Mozart in 1782 while in Vienna. In the composer's inscription on the title page of the autograph score is stated: "li 31 di decembre 1782 in vienna".[1] The work was perhaps edited in 1783. This is the first of the Haydn Quartets, a set of six string quartets he wrote during his first few years in Vienna in honor of the composer Joseph Haydn, who is generally viewed as the father of the string quartet form.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)

Sultan Hammuda al-Husain (Tunesien)

  • Hammuda al-Husain war 1782 bis 1814 Herrscher von Tunesien und gehörte zur Dynastie der Husainiden (Husseiniten).

Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest

  • Die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest (ungarisch: Budapesti Műszaki és Gazdaságtudományi Egyetem, kurz BME, heute auch oftmals englisch TUB) ist die bedeutendste Technische Universität in Ungarn.

QUELLEN

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17.02.2009 Artikel eröffnet

09.11.2010 Grundstock erstellt

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