1917: Unterschied zwischen den Versionen

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(Roman "Segen der Erde" (Hamsun))
 
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*"Fountain" (Fontäne) ist ein Readymade von Marcel Duchamp. Das Objekt, ein signiertes handelsübliches Urinal aus einem Sanitärgeschäft, zählt zu den Schlüsselwerken der modernen Kunst. Seine „Nicht-Ausstellung“ bei der großen Schau der Society of Independent Artists  im New Yorker Grand Central Palace im April 1917, führte zu einer Kontroverse über den Kunstbegriff. Das Original von 1917, von dem lediglich ein Fotodokument existiert, ist verschollen. Von Duchamp autorisierte Repliken in unterschiedlichen Ausführungen finden sich weltweit in den Sammlungen namhafter Museen.
 
*"Fountain" (Fontäne) ist ein Readymade von Marcel Duchamp. Das Objekt, ein signiertes handelsübliches Urinal aus einem Sanitärgeschäft, zählt zu den Schlüsselwerken der modernen Kunst. Seine „Nicht-Ausstellung“ bei der großen Schau der Society of Independent Artists  im New Yorker Grand Central Palace im April 1917, führte zu einer Kontroverse über den Kunstbegriff. Das Original von 1917, von dem lediglich ein Fotodokument existiert, ist verschollen. Von Duchamp autorisierte Repliken in unterschiedlichen Ausführungen finden sich weltweit in den Sammlungen namhafter Museen.
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*„Konnte er nicht das Maul halten?“, fragte Kurt Tucholsky 1934 erschüttert, nachdem sein Idol Knut Hamsun offen für die Nazis Partei ergriffen hatte. 14 Jahre zuvor hatte der Norweger den Literaturnobelpreis für ''Segen der Erde'' erhalten, ein ebenso grandioses wie reaktionäres Nordland-Epos über den Neusiedler Isak, der ein bäuerliches Bilderbuchleben führt. So scheint es jedenfalls. Doch bei Hamsun ist auf nichts Verlass, schon gar nicht auf einen irgendwie gearteten Glauben an die Menschheit – und so lässt er in dem Roman eben jene Ideale erodieren, die er vordergründig hochhält. Nein, er konnte und wollte das Maul nicht halten, eben weil er überzeugt war, dass der Nationalsozialismus Ordnung in ein sinnloses Dasein bringen würde. Wer sein Werk vom Ende her liest, der findet bei ihm genügend Hinweise auf diese Geisteshaltung. Bleibt die Frage: Sollte man Hamsun heute noch lesen? Die muss jeder für sich selbst beantworten. [http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/segen-der-erde/37253 (getAbstract 2019)]
  
 
'''Schauspiel "Lulu" (Wedekind)'''
 
'''Schauspiel "Lulu" (Wedekind)'''

Aktuelle Version vom 30. November 2019, 17:47 Uhr

1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918 | 1919 | 1920

Januar

0109D: Der uneingeschränkte U-Boot-Krieg

  • Begonnen hatte der U-Boot-Krieg bereits 1915. Doch nach den verlustreichen Schlachten von Verdun und an der Somme setzte das deutsche Kaiserreich alle Hoffnungen, den Krieg doch noch zu gewinnen, auf einen verstärkten Einsatz von Unterseebooten. (dradio.de 2017)

0122D: Plädoyer für "Frieden ohne Sieg"

  • Als Österreich Serbien 1914 den Krieg erklärt, lautet der Kommentar Woodrow Wilsons lapidar: Das geht uns nichts an. Zweieinhalb Jahre und Millionen Tote später sieht es der amerikanische Präsident dann ganz anders. Am 22. Januar 1917 spricht er erstmals vor dem Senat von der moralischen Verpflichtung der USA, eine neue Art von Frieden in der Welt durchzusetzen. (WDR ZeitZeichen 2017)

0127D: Eine florentinische Tragödie (Oper)

  • Alexander von Zemlinsky zählt zu den herausregenden Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens nach 1900. Und stand doch stets im Schatten von Mahler, Strauss und Schönberg. Vor 100 Jahren wurde sein Opern-Einakter "Eine florentinische Tragödie" in Stuttgart uraufgeführt. (dradio.de 2017)

März

0307D: Die erste Jazzschallplatte veröffentlicht

  • Der Jazz verdankt seinen Siegeszug rund um die Welt nicht zuletzt der Schallplatte. Im Februar 1917 spielte die Original Dixieland Jazz Band in New York die ersten Jazzaufnahmen ein, die am 7. März als Platte veröffentlicht wurden. (dradio.de 2017)

0308D: Februarrevolution

  • Die Februarrevolution (russ. Fewralskaja rewoljuzija) beendete die Zarenherrschaft in Russland. Der Name geht auf den damals in Russland geltenden Julianischen Kalender zurück. Nach gegenwärtiger (gregorianischer) Zeitrechnung begann die Revolution am 8. März. Unmittelbare Ursachen der Februarrevolution waren die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges, die die sozialen Spannungen der Vorkriegszeit zusätzlich verstärkten. An die Stelle der Zarenherrschaft bzw. Zarenregierung trat zunächst ein Nebeneinander von Parlament (Duma) und Arbeiter- und Soldatenräten (russ. Sowjet). Die Duma setzte eine Provisorische Regierung zunächst unter Ministerpräsident Lwow und dann unter Kerenski ein. Für den Herbst des Jahres 1917 plante die Duma die Wahl einer Verfassunggebenden Versammlung, die über die Zukunft der Russischen Republik entscheiden sollte. Jedoch übernahmen noch im selben Jahr die Bolschewiki gewaltsam durch die Oktoberrevolution die Macht in Russland.
  • Russland steht im Ersten Weltkrieg auf verlorenem Posten. Der Zar regiert noch. Brot wird teurer, Hunger und Armut herrschen. Nur der Landadel hält sein feudales Lebens aufrecht. Lenin ist in Zürich im Exil. (WDR ZeitZeichen 2017)
  • Im Ersten Weltkrieg herrschte Nahrungsknappheit in Russland. Das führte zu Hungerrevolten, so auch in Petrograd. Dort streikten Arbeiter aus Protest, was eine landesweite Revolution auslöste, die letztlich die Zarenherrschaft beendete. (dradio.de 2017)

0313D: Deutsches Ledermuseum

  • Egal ob Frösche, Schlangen oder Fische - man kann aus allen Tieren Leder herstellen. So machen zum Beispiel die Inuit, die Ureinwohner in Alaska, Regencapes aus den Häuten der Därme von Seehunden. Hierzulande ist das Gerberhandwerk eine vom Aussterben bedrohte Branche. Nur noch wenige Betriebe veredeln tierische Häute zu Leder. (WDR ZeitZeichen 2017)

0314D: Befehl Nr. 1 des Petrograder Sowjets

  • Der Befehl Nr. 1 des Petrograder Sowjets bezeichnet den ersten Befehl nach der Februarrevolution 1917 an die Garnison des Petrograder Militärbezirks, ausgegeben am 1./14. März 1917 auf der vereinigten Sitzung der Arbeiter- und Soldatensektion des Petrograder Sowjets.

0324D: Sixtus-Affäre

  • Die Sixtus-Affäre bezeichnet das Bekanntwerden der geheimen Verhandlungen, die Österreich-Ungarn vor allem mit Frankreich während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917 geführt hatte.

April

0402D: Die USA treten in den 1. Weltkrieg ein

  • In einer flammenden Rede, der "War Message", ruft US-Präsident Woodrow Wilson beide Häuser des Kongresses zur Entscheidung über Krieg gegen Deutschland auf und betont: "Die Welt muss sicher gemacht werden für die Demokratie." Bei der Abstimmung sprechen sich 82 Senatoren für und nur 8 gegen den Krieg aus. Vier Tage später, am 06.04.1917, erklären die USA Deutschland den Krieg. (aref.de)

0406D: Der Eintritt in den Ersten Weltkrieg war für die USA eine Zeitenwende

  • In den Stellungskämpfen des Ersten Weltkriegs verloren Millionen Menschen ihr Leben. Monatelang harrten die Soldaten vor allem an der Westfront in den Schützengräben aus. Eine Wende brachte der 6. April 1917. An diesem Tag traten die USA in das Kriegsgeschehen ein. (dradio.de)

0406D: Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands

  • Am 6. April 1917 wurde die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands ins Leben gerufen. Damit fand ein parteiinterner Konflikt innerhalb der SPD einen Abschluss. Doch der Aufstieg der USPD endete bereits im Herbst 1920, als die Partei an inneren Gegensätzen zerbrach. (dradio.de 2017)

0407D: Osterbotschaft

  • In seiner Osterbotschaft vom 7. April stellte Wilhelm II. demokratische Reformen in Aussicht.

0409D: Schlacht von Arras

  • Die Schlacht von Arras war eine Schlacht des Ersten Weltkriegs, die vom 9. April bis zum 16. Mai 1917 stattfand. Dabei gelang es britischen und kanadischen Truppen, einen strategischen Höhenzug bei Vimy einzunehmen, ohne jedoch einen entscheidenden Erfolg zu erringen. Letzterer Teil der Schlacht ging als Schlacht von Vimy (engl. Battle of Vimy Ridge) in die kanadische Geschichte ein.

0410D: Lenin auf der Durchreise

  • Die Februarrevolution 1917 bedeutet das Ende der Zarenherrschaft in Russland. Acht Monate später kamen die Bolschewisten durch die Oktoberrevolution an die Macht. Das wäre wohl nie geschehen, wenn nicht die deutsche Reichsregierung Lenin die Durchreise aus dem Schweizer Exil in die russische Heimat gestattet hätte. (dradio.de 2017)

0416D: Schlacht an der Aisne

  • Am 16. April begann die Schlacht an der Aisne. Die Franzosen starteten erneut eine, diesmal minutiös vorbereitete Großoffensive gegen den als uneinnehmbar geltenden Höhenzug des Chemin des Dames.

0416D: Wladimir Iljitsch Lenin kehrt nach Russland zurück

  • Als Wladimir Iljitsch Lenin nach einer langen Zugreise quer durch das Deutsche Reich am 16. April 1917 in St. Petersburg ankam, begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Ohne die Rückkehr des Bolschewisten aus der Schweiz nach Russland wäre die Oktoberrevolution rückblickend nicht denkbar. (dradio.de)

0427D: In den Leuna-Werken wird erstmals Ammoniak hergestellt

  • Das Chemiewerk in Leuna verdankt seine Entstehung dem enormen Munitionsbedarf im Ersten Weltkrieg. Die synthetische Produktion von Ammoniak war eine epochale Neuerung der Chemieindustrie - und zugleich eine der verheerendsten technischen Innovationen der Geschichte. Heute vor 100 Jahren begann die Produktion. (dradio.de 2017)

Mai

0501D: Miljukow-Note

  • Die Miljukow-Note ist ein Dokument, mit dem die russische Regierung am 18. April (jul.)/ 1. Mai 1917 (greg). Befürchtungen der westlichen Alliierten entgegentrat, Russland strebe im Ersten Weltkrieg einen Separatfrieden mit Deutschland an. Benannt wurde sie nach Pawel Nikolajewitsch Miljukow, der von März bis Mai 1917 das Amt des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten innehatte.

0518D: Parade (Ballett)

  • Mitten im Ersten Weltkrieg feierte das Ballett "Parade" in Paris Premiere - eine Zusammenarbeit zwischen den Avantgardisten Jean Cocteau, Pablo Picasso und Erik Satie. Die Uraufführung löste Tumulte aus, die Presse zürnte. Der Skandal hatte nicht nur künstlerische Ursachen. (dradio.de 2017)

0521D: Schlacht von Messines

  • Die Schlacht von Messines war ein britisches 17-tägiges Großbombardement auf die deutschen Stellungen mit einem anschließenden Großangriff kurz vor der Dritten Flandernschlacht während des Ersten Weltkriegs. Sie begann am 21. Mai in der Nähe von Mesen in Westflandern (auf vielen alten Karten ist Mesen jedoch als französisch Messines bezeichnet)

0527D: Codex Iuris Canonici

  • Moses hat bekanntlich zehn Gebote vom Berg herab getragen. Du sollst nicht töten und so weiter. Göttliches Recht - auf den Punkt gebracht. Die Kirche kommt offenbar nicht so ganz hin mit diesen zehn Geboten: Im großen Gesetzbuch der Katholiken stehen über 2.400 so genannte Canones, also Paragraphen. (WDR ZeitZeichen 2017)

Juni

0602D: Oscar Schuster

  • Oscar Schuster (* 1. Oktober 1873 in Markneukirchen; † 2. Juni 1917 in Astrachan, Russisches Kaiser­reich) war ein deutscher Alpinist. Er war einer der Pioniere in der Erschließung des Kletter­gebiets Sächsische Schweiz, ebenso absolvierte er bedeutende Erst­begehungen und Erst­besteigungen in den Alpen und im Kau­kasus. Schuster studierte Medizin, war aber nach dem Abschluss als Sohn eines wohl­habenden Kauf­manns nicht auf die Aus­übung seines Berufs ange­wiesen. Er widmete sich statt­dessen seinen viel­fältigen alpinen Interessen. Neben der Erschließung der Sächsischen Schweiz, in der er über 30 Erst­begehungen absolvierte und wesentliche Grund­lagen für Technik und Kletter­ethik legte, war er vor allem in den Alpen aktiv. Bis 1903 verzeichnete er dort über 700 bestiegene Gipfel, darunter ebenfalls etliche Erst­begehungen. Auf vier Expe­ditionen in den Jahren von 1903 bis 1914 bestieg er zudem diverse Gipfel im Kau­kasus. Bei der letzten Expe­dition kam er aufgrund des beginnenden Ersten Welt­kriegs als „Feindlicher Aus­länder“ in russische Inter­nierung, in der er schwer erkrankte und 1917 starb. (Artikel des Tages)

Juli

0701D: Kerenski-Offensive

  • Die Kerenski-Offensive war eine Offensive der russischen Truppen gegen die Mittelmächte an der deutschen Ostfront im Ersten Weltkrieg. Sie hatte das Ziel, die von Revolution und Kriegsniederlagen gebeutelte russische Nation zu stabilisieren und die Mittelmächte an ihrem weiteren Vormarsch in russisches Gebiet zu hindern. Damit wollte Kerenski einen Annexionsfrieden verhindern und fairere Bedingungen für die Friedensverhandlungen schaffen.

0702D: Schlacht bei Zborow

  • Die Schlacht bei Zborów (tschech. bitva u Zborova) vom 2. Juli, war ein weniger bekannter Bestandteil der russischen Kerenski-Offensive und bildete den erstmaligen bedeutenden Einsatz der Tschechoslowakischen Legion an der Ostfront des Ersten Weltkriegs. Gleichzeitig gilt sie als einzige, für die Russen erfolgreiche Schlacht der gesamten Kerenski-Offensive. Die Schlacht bildete einen Grundstein für den tschechoslowakischen Patriotismus.

0703D: Juliaufstand

  • Als Juliaufstand, Julikrise oder Julirevolution wird ein Ereignis der Russischen Revolution vom 3. bis 7. Juli 1917 bezeichnet.

0716D: Leos Janácek

0720D: Deklaration von Korfu

  • Die Deklaration von Korfu vom 20. Juli, war eine Vereinbarung über die Gründung eines vereinigten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen unter der Herrschaft der Karađorđević-Dynastie. Sie wurde vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs von dem Außenminister Serbiens Nikola Pašić und Ante Trumbić, dem Vorsitzenden des Jugoslawischen Komitees, einer im Exil gegründeten Vereinigung von südslawischen Politikern aus der Habsburger-Monarchie auf Korfu unterzeichnet. Die Entente-Mächte Großbritannien und Frankreich unterstützten die Erklärung, während Russland wegen der Februarrevolution keinen Einfluss auf die Verhandlungen nehmen konnte.

0731D: Dritte Flandernschlacht

  • Die Dritte Flandernschlacht im Ersten Weltkrieg war ein Versuch der Alliierten, einen Durchbruch im Raum Ypern in Flandern zu erzielen. Sie begann am 31. Juli 1917 und endete am 6. November 1917 mit der Eroberung des Dorfes Passendale (Passchendaele). Nach mehr als drei Monaten Kämpfen endete die Schlacht für die Allierten mit bedeutenden Gelände­gewinnen, die unter großen militärischen Verlusten zustande kamen. Ein Durchbruch an der Westfront und eine Neutralisierung der U-Boot-Basen an der belgischen Küste wurden nicht erzielt. Die Verluste lagen bei etwa 585.000 deutschen und alliierten Soldaten. (Artikel des Tages)
  • Szene aus dem Spielfilm "Passchendaele": (youtube.com)

August

0818D: Brand in Thessaloniki

  • Der Brand in Thessaloniki 1917 war eine der größten geschichtlichen Ereignisse der griechischen Stadt Thessaloniki. Der 32 Stunden andauernde Großbrand zerstörte am 5. und 6. (18. und 19. nach neuer Zeitrechnung) August 9. 500 Bauwerke im südlichen Stadtzentrum und hatte eine Ausdehnung von etwa einem Quadratkilometer.

Oktober

1007D: Französischer Fußballpokal

  • Der französische Fußballpokal (Coupe de France de football) ist neben der französischen Meisterschaft der wichtigste nationale Herren­fußball­wettbewerb für Vereins­mannschaften in Frankreich. Er wird vom Landesverband FFF ausgerichtet. Heutzutage, da es einen Europapokal der Pokalsieger nicht mehr gibt, berechtigt der Gewinn der Coupe de France zur Teilnahme an der UEFA Europa League der folgenden Saison, außerdem für das Spiel um den französischen Supercup, die Trophée des Champions. Der französische Pokal­wettbewerb wurde 1917 auf Initiative von Henri Delaunay ins Leben gerufen, dem für Frankreich eine ähnliche Sport­veranstaltung vorschwebte, wie er sie beim englischen Cup schätzen gelernt hatte. Die ersten Partien wurden am 7. Oktober 1917 aus­getragen. Der Wettbewerb hieß anfangs (und erneut von 1940 bis 1945) Coupe Charles Simon nach einem im Krieg gefallenen Spieler und Verbands­funktionär und nahm 1919/20 seinen heutigen Namen an. Die Coupe de France war der erste landesweite, verbandsüber­greifende Wettbewerb in Frankreich. Ihre frühen Sieger wurden deshalb auch meist als französischer Meister bezeichnet. Bei seiner ersten Austragung nahmen 48 Vereine teil, in der Spielzeit 2012/13 die bisherige Höchstzahl von 7.656. Bislang haben sich 32 Vereine sowie eine Regional­auswahl in die Siegerliste eintragen können. (Artikel des Tages)

1013D: Sonnenwunder

  • Das Sonnenwunder ist ein Wunder, das von mindestens 30.000 Menschen am 13. Oktober 1917 in der Cova da Iria nahe Fátima in Portugal bezeugt wurde. Die Anwesenden hatten sich versammelt, um den gegenüber Jacinta, Francisco Marto sowie Lúcia dos Santos angekündigten letzten Besuch Marias mitzuerleben.
  • Drei portugiesische Kinder überraschen die Erwachsenen während des Ersten Weltkriegs mit einer seltsamen Geschichte: Ihnen erscheine regelmäßig eine himmlische Dame. Am 13. Oktober 1917 versammeln sich bei Fatima 70.000 Menschen, um zu erfahren, was es damit auf sich hat. (BR2 Kalenderblatt)

1015D: Orientis catholici

  • Orientis catholici vom 15. Oktober, Apostolisches Schreiben in Form einer Motu Proprio von Papst Benedikt XV., mit der er die Gründungsregeln für das Päpstlichen Orientalischen Instituts in Rom festlegt.

1015D: Hinrichtung der Mata Hari

  • Als Margaretha Geertruida Zelle erblickte sie am 7. August 1876 das Licht der Welt. Als Mata Hari wurde sie schon zu Lebzeiten zur Legende. Nach ihrer Hinrichtung am 15. Oktober 1917 wuchs ihr Ruhm zu dem einer Meisterspionin heran. Bis heute ist die Faszination für die geheimnisvolle Niederländerin ungebrochen. (dradio.de 2017)

1017D: Schlacht im Moon-Sund

  • Die Schlacht im Moon-Sund war ein Seegefecht, das am 17. Oktober zwischen deutschen und russischen Seestreitkräften im Sund zwischen der Insel Muhu (deutsch: Moon) und dem estnischen Festland im Rahmen des Unternehmens Albion stattfand.

1024D: Zwölfte Isonzoschlacht

  • "Menschen wurden nicht anders behandelt als 'Steine'", schrieb ein österreichischer Offizier unter dem Eindruck des Alpenkriegs. Zwölf Schlachten mit schätzungsweise über einer Million Toten lieferten sich Österreich-Ungarn und Italien im Ersten Weltkrieg am Isonzo. Am 24. Oktober begann die letzte. (dradio.de 2017)

1024D: Schlacht von Karfreit

  • Schlacht von Karfreit, dem heutigen Kobarid, italienisch Battaglia di Caporetto, heißt die zwölfte und letzte Isonzoschlacht vom 24. Oktober bis 27. Oktober. (Wikipedia)

1025D: Oktoberrevolution

  • Als Oktoberrevolution (russ. Октябрьская революция в России, wiss. Transliteration Oktjabr'skaja Revoljucija v Rossii; in realsozialistischen Ländern gewöhnlich bezeichnet als Великая Октябрьская социалистическая революция, wiss. Transliteration Velikaja Oktjabr'skaja socialističeskaja revolucija, deutsch Große Sozialistische Oktoberrevolution) wird die gewaltsame Machtübernahme durch die russischen kommunistischen Bolschewiki im Jahre 1917 bezeichnet. Sie beseitigte die aus der Februarrevolution hervorgegangene liberale Übergangsregierung unter Kerenski und es wurde ein Staat errichtet, der sich selbst als Diktatur des Proletariats verstand.
  • Die Roten Garden stürmen das Winterpalais in St. Petersburg, wo die junge russische Regierung tagt. (aref.de)
  • Als im Februar 1917 Revolutionäre die russische Zarenherrschaft beendeten und im Herbst dann die Bolschewisten die Macht gewaltsam an sich rissen, flüchteten viele Schweizerinnen und Schweizer aus Russland zurück in die alte Heimat. Doch hier hatte niemand auf sie gewartet. Ganze Züge voller Heimkehrer aus Sankt Petersburg und Moskau kamen infolge der russischen Revolution an den grossen Schweizer Bahnhöfen an. Die Russlandschweizer hatten oft ihr ganzes Hab und Gut hinter sich lassen müssen. Waren sie in Russland nicht selten reich und Teil der Oberschicht, wurden viele von ihnen in der Schweiz abhängig von der Fürsorge. Das Gespräch mit der Historikerin Anne Hasselmann von der Universität Basel. (SRF Zeiblende 2017)

1027D: Jascha Heifetz

November

1102D: Balfour-Deklaration.

  • Theodor Herzls Idee eines jüdischen Staates in Palästina schien lange als Vision fern jeder Realität. Das änderte sich am 2. November 1917 mit der Balfour-Erklärung des britischen Außenministers Arthur James Balfour - die Briten verfolgten dabei aber eigene Ziele. (dradio.de 2017)

1102D: Mount-Wilson-Observatorium

  • "First Light" nennen die Astronomen jenen mystischen Moment, wenn ein Teleskop zum ersten Mal das Licht der Sterne empfängt. Für das 2,5 Meter Spiegelteleskop auf dem Mount Wilson war es vor genau 100 Jahren soweit. (WDR ZeitZeichen 2017)
  • Zuerst sah es so aus, als wäre das gigantische Spiegelteleskop vom Mount-Wilson-Observatorium in Kalifornien eine fatale Fehlkonstruktion. Doch kurze Zeit nach Inbetriebnahme konnten die Astronomen so weit wie noch nie zuvor ins Weltall schauen - und dabei überraschende Erkenntnisse über die Natur des Universums machen. (dradio.de 2017)

1107D: Kommunisten übernehmen in Russland die Macht

  • Kaum ein Ereignis im 20. Jahrhundert hat eine so welthistorische Bedeutung wie die russische Oktoberrevolution. Sie begann mit dem Sturm auf das Winterpalais in Petrograd am 25. Oktober nach julianischem Kalender, am 7. November nach gregorianischer Zeitrechnung. (dradio.de)
  • Die Oktoberrevolution in Russland prägte das 20. Jahrhundert wie kaum ein anderes historisches Ereignis. Im Kontrast zu ihrer welthistorischen Wirkung war die Machtergreifung der Bolschewiki zunächst ein bemerkenswert reibungsloser und unheroischer Vorgang. (dradio.de 2017)
  • Die Roten Garden stürmen den Winterpalais in St. Petersburg, wo die junge russische Regierung tagt. Im März hatte der Zar abgedankt. Russland schien auf dem Weg zur Demokratie zu sein. (aref.de)

1108D: Dekret über den Frieden

  • Das Dekret über den Frieden (russ. Декрет о мире/ Dekret o mire), war das erste Dekret der neuen Arbeiter- und Bauernregierung, die durch die Oktoberrevolution vom 24./25. Oktober geschaffen wurde. Es war von Wladimir Iljitsch Lenin ausgearbeitet worden und wurde auf der Sitzung des allrussischen Rätekongresses der Arbeiter-, Soldaten und Bauerndeputierten am 26. Oktoberjul./ 8. November 1917greg. einstimmig angenommen und am gleichen Tage in der Zeitung Iswestija veröffentlicht.

1108D: Dekret über Grund und Boden

  • Das Dekret über Grund und Boden bzw. Dekret über den Boden (russ. Декрет о земле (Dekret o semlje)), war das zweite Dekret der selbsternannten neuen Arbeiter- und Bauernregierung, die durch die Oktoberrevolution vom 24./25. Oktober geschaffen wurde. Es war von Wladimir Iljitsch Lenin ausgearbeitet worden und wurde auf der Sitzung des Allrussländischen Rätekongresses der Arbeiter-, Soldaten und Bauerndeputierten am 26. Oktoberjul./ 8. November 1917greg. einstimmig angenommen und am selben Tage in der Zeitung Iswestija veröffentlicht.

1112D: Schliessung des Rotlichtviertels Storyville

  • Vor etwa 120 Jahren wurde in New Orleans der Jazz geboren. Etwa zur gleichen Zeit entstand in der Hafenstadt ein legaler Bordellbezirk namens Storyville. Natürlich hatte eine solch verruchte Einrichtung viele Gegner - und am 12. November 1917 wurde die Amüsiermeile schließlich geschlossen. (dradio.de 2017)

1117D: Seegefecht bei Helgoland

  • Das Seegefecht bei Helgoland vom 17. November war ein Seegefecht zwischen deutschen und britischen Kräften in den Gewässern bei der Insel Helgoland.

1120D: Schlacht von Cambrai

  • Die Schlacht von Cambrai im Ersten Weltkrieg war die erste große Panzeroffensive der Geschichte und begann am 20. November, nahe dem strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Cambrai in Frankreich, 1917 eine Schlüsselversorgungsstellung für die deutsche Siegfriedstellung. Die Briten erhofften sich von dieser Schlacht nicht nur einen Durchbruch des deutschen Stellungssystems, sondern vor allem, dem Kriegsverlauf durch den Einsatz von Panzern (engl. Tanks) eine entscheidende Wende zugunsten der Entente zu geben. Seit mehr als drei Jahren standen die Frontlinien mehr oder weniger still, und Millionen von Soldaten waren bei oftmals sinnlosen Frontalangriffen gefallen. Die Entente wollte nun Ende 1917 mit Unterstützung neuer Waffentechniken und den USA als neuem Verbündeten vom Stellungskrieg in einen Bewegungskrieg gegen Deutschland übergehen – somit sah man die Schlacht von Cambrai als Auftakt zur endgültigen Niederringung des Deutschen Kaiserreiches. Die Schlacht, in der insgesamt rund 95.000 Soldaten verwundet, getötet oder gefangen genommen wurden, endete am 7. Dezember 1917 und brachte für keine Partei größere Erfolge oder eine Veränderung der Gesamtsituation. (Wikipedia)

Dezember

1206D: Finnland

  • Das Parlament in Helsinki erklärt die Unabhängigkeit Finnlands von Russland.
  • Finnland ist eine parla­menta­rische Repu­blik in Nord­europa und seit 1995 Mit­glied der Euro­päischen Union. Mit etwa 5,5 Milli­onen Ein­wohnern, auf einer Fläche fast so groß wie Deutsch­land, gehört Finn­land zu den am dünnsten besie­delten Ländern Euro­pas. Der Groß­teil der Bevöl­kerung konzen­triert sich auf den Süden des Lan­des mit der Haupt­stadt­region Helsinki sowie den Ballungsräumen um die Groß­städte Tampere und Turku. Seit dem Ende der letzten Kalt­zeit ist in Finn­land Besiedlung nach­weisbar. Ab der Völker­wanderungs­zeit kam Finnland über den sich ausweitenden Ostsee­handel stärker in Kontakt mit dem übrigen Europa und wurde im Hoch­mittel­alter christianisiert. Über Jahr­hunderte hinweg war Finn­land inte­graler Teil Schwe­dens, bevor es im 18. Jahr­hundert zuneh­mend in den Ein­fluss­bereich des expan­dieren­den Russi­schen Kaiser­reiches geriet und ihm 1809 als Groß­fürsten­tum Finn­land einge­gliedert wurde. Erst der Sturz des russi­schen Kaisers und die anschlie­ßende Oktober­revolution 1917 ermög­lichte Finnland die Los­lösung von Russland. Am 6. Dezem­ber 1917 wurde vom finni­schen Parla­ment die Un­abhängig­keit erklärt. (Artikel des Tages)
  • Mit Feuerwerk und Tangotanz begann in der Hauptstadt Helsinki das Jubiläumsjahr 2017: Suomi feiert 100 Jahre Unabhängigkeit, trägt aber überall in der Welt den schwedischen Namen "Finnland". (ZeitZeichen 2017)
  • Es war eine doppelte Premiere: Erstmals in der Geschichte sollte es nach Jahrhunderten schwedischer und russischer Herrschaft ein unabhängiges Finnland geben. Zugleich entstand damit der erste von mehreren neuen Staaten, die aus den Umwälzungen des Ersten Weltkrieges hervorgingen. (dradio.de 2017)

1206D: Halifax-Explosion

  • Die Halifax-Explosion war eine Katastrophe, die sich am Donnerstag, dem 6. Dezember in Halifax an der kanadischen Ostküste ereignete. Dabei kollidierte der französische Munitionsfrachter Mont Blanc mit dem norwegischen Schiff Imo. Bei der Kollision geriet die Mont Blanc in Brand und explodierte. Bei dem Unglück wurden mindestens 1635 Personen getötet und viele Tausend weitere verletzt. Andere Quellen sprechen von ca. 2000 Todesopfern. Die Explosion war so gewaltig, dass sie eine Flutwelle und heftige Erderschütterungen auslöste, während die enorme Druckwelle Bäume entwurzelte, Eisenbahnschienen verbog und zahlreiche Gebäude zerstörte, deren Trümmer über hunderte von Metern weggeschleudert wurden. Es handelte sich um eine der heftigsten nicht-nuklearen Explosionen der Geschichte und sie gilt als die weltweit größte unfallbedingte von Menschen verursachte Explosion[1]. An keinem anderen Tag zwischen dem Amerikanischen Sezessionskrieg und dem Terrorangriff auf das World Trade Center kamen auf dem nordamerikanischen Kontinent bei einem einzelnen von Menschen verursachten Ereignis so viele Menschen ums Leben.

1208D: Präsident Sidónio Pais (Portugal)

  • Nach dem Putsch vom 5. Dezember in Portugal verlässt Ministerpräsident Afonso Costa das Land und geht nach Frankreich ins Exil. Sidónio Pais wird neuer Regierungschef.

1209D: Waffenstillstand von Focșani

  • In Brest-Litowsk treten erstmals Vertreter der kriegführenden Parteien der Mittelmächte und des neuen bolschewistischen Regierung Russlands zu Friedensverhandlungen zusammen. Währenddessen wird in Focșani ein Waffenstillstand für die rumänische Front vereinbart.

1217D: Kanadische Unterhauswahlen

  • Die 13. kanadischen Unterhauswahlen (engl. 13th Canadian General Election, frz. 13e élection fédérale canadienne), fanden am 17. Dezember statt. Gewählt wurden 235 Abgeordnete des kanadischen Unterhauses (engl. House of Commons, frz. Chambre des Communes). Die Frage der Einführung der Wehrpflicht spaltete das Land gegen Ende des Ersten Weltkriegs in zwei unversöhnliche Lager (siehe Wehrpflichtkrise von 1917). Premierminister Robert Borden errang mit der Unionistischen Partei, einer kurzlebigen Koalition aus Konservativen und einigen Liberalen, welche die Wehrpflicht unterstützten, die größte Mehrheit überhaupt, die eine Partei bei Wahlen auf Bundesebene jemals erreichte. Kandidaten der oppositionellen Liberale Partei, die zu ihrem Parteivorsitzenden Wilfrid Laurier hielten, wurden überwiegend in der französischsprachigen Provinz Québec gewählt, wo die Wehrpflicht auf einhellige Ablehnung stieß.

1218D: UFA

  • Die UFA ist ein traditionsreiches deutsches Filmunternehmen mit einer wechselvollen Geschichte und mit Hauptsitz im Potsdamer Stadtteil Babelsberg.
  • Die Ufa wurde von einem General ins Leben gerufen, von genialen Künstlern zu Weltgeltung gebracht und von einem Reichspropagandaminister in den Abgrund geführt. Zu ihrer Geschichte gehören Meisterwerke der Filmkunst, glänzende Unterhaltung und perfide Machwerke der nationalsozialistischen Propaganda. (dradio.de 2007)
  • Die UFA, Universum Film AG, zählt zu den ältesten Filmfirmen Europas. In ihren Produktionen spiegelt sich die Geschichte des deutschen Films. Heute entstehen bei der UFA vor allem Serien und Soaps. Bei ihrer Gründung vor 100 Jahren hingegen lag der Schwerpunkt der Produktionen noch auf ganz anderen Inhalten. (dradio.de 2017)

1220D: Tscheka (Geheimpolizei)

  • "Feindliche Agenten, Spekulanten, Plünderer, Rowdys, konterevolutionäre Agitatoren und deutsche Spione sind am Tatort zu erschießen." Das war der Auftrag der Tscheka. (WDR ZeitZeichen 2017)
  • Am 20. Dezember 1917 beauftragte Lenin den polnischen Revolutionär Feliks Dzierżyński mit der Bildung einer "außerordentlichen Kommission zum Kampf gegen Konterrevolution und Sabotage". Die Tscheka, die erste Geheimpolizei Sowjetrusslands, wurde zum Symbol des Terrors und der Gewaltherrschaft. (dradio.de 2017)

1227D: Kafka trennt sich von Felice Bauer

  • "Sie muss mit mir unglücklich werden!" - so Franz Kafka in einem Brief an den Vater seiner Verlobten Felice Bauer. Da lag der schwierige Schriftsteller richtig. Am 27. Dezember 1917 trennte er sich von seiner langjährigen Gefährtin. (BR2 Kalenderblatt)

Lexikon

Bahnstrecke Schongau–Peißenberg

  • Die Bahnstrecke Schongau–Peißenberg ist eine ein­gleisige Neben­bahn in Ober­bayern. Sie ist 15,495 Kilo­meter lang und führt durch den Pfaffen­winkel von Schon­gau über Peiting nach Peißen­berg. Zu­sammen mit der an­schließen­den Bahn­strecke Weilheim–Peißen­berg wird sie als Pfaffen­winkel­bahn be­zeich­net. Die Deutsche Bahn führt sie unter der Be­zeich­nung Pfaffen­winkel-Bahn als Kurs­buch­strecke 962. Die gesamte Strecke liegt im Land­kreis Weilheim-Schon­gau und ist nicht in einen Verkehrs­verbund inte­griert, es gilt der Nah­verkehrs­tarif der Deutschen Bahn. Die König­lich Bayeri­schen Staats­eisen­bahnen nahmen die Strecke 1917 als Lokal­bahn in Betrieb. Größere Bedeu­tung hatte die Strecke bis 1968 im Kohle­verkehr des Berg­werks Peiting. Nach der weit­gehen­den Einstel­lung des Güter­verkehrs wird die Strecke seit 2005, abge­sehen von einem kurzen Abschnitt im Orts­gebiet von Schon­gau, aus­schließ­lich im Schienen­personen­nahver­kehr bedient. (Artikel des Tages)

Ballett "Parade" (Satie)

  • Parade – Ballet réaliste ist der Titel eines Balletts in einem Akt nach einem Thema von Jean Cocteau und mit der Musik von Erik Satie, der es in den Jahren 1916/1917 für Sergei Djagilews Ballets Russes komponierte. Die Kostüme, den Vorhang und das Bühnenbild entwarf Pablo Picasso. Das Ballett wurde am 18. Mai 1917 am Théâtre du Châtelet in Paris in der Choreografie von Léonide Massine, dirigiert von Ernest Ansermet, uraufgeführt und verursachte einen Skandal. Parade gilt als Schlüssel- und Ausgangswerk einer „avancierten Form multimedialen (Tanz-)Theaters“. In einer bis dahin nicht gekannten Form der Kooperation verwirklichten herausragende Persönlichkeiten der Pariser und der internationalen Avantgarden 1917 ihre individuellen Inspirationen und Ideen in einem kollektiv entstandenen Bühnenspektakel. (Artikel des Tages)

Fremdenpolizei (Schweiz)

  • Kritik an der Freizügigkeit in Europa und die Angst vor der Überfremdung. Das sind Themen, welche die Schweiz nicht erst seit gestern beschäftigen. Vor hundert Jahren war die Geburtsstunde der eidgenössischen Fremdenpolizei. Und der Beginn eines Überfremdungsdiskurses, der bis heute andauert. Die «Zeitblende» blickt zurück auf das Jahr 1917. Mitten im 1. Weltkrieg beschliesst der Bundesrat die Gründung einer eidgenössichen Fremdenpolizei. Die neue Behörde zentralisiert und professionalisiert die Kontrolle von Ausländern an der Grenze und im Land selber. Gast in der Sendung ist Patrick Kury, Geschichtsprofessor an der Universität Luzern und Migrationsexperte. (SRF Zeitblende 2017)

Gemälde "Fountain" (Duchamps)

  • "Fountain" (Fontäne) ist ein Readymade von Marcel Duchamp. Das Objekt, ein signiertes handelsübliches Urinal aus einem Sanitärgeschäft, zählt zu den Schlüsselwerken der modernen Kunst. Seine „Nicht-Ausstellung“ bei der großen Schau der Society of Independent Artists im New Yorker Grand Central Palace im April 1917, führte zu einer Kontroverse über den Kunstbegriff. Das Original von 1917, von dem lediglich ein Fotodokument existiert, ist verschollen. Von Duchamp autorisierte Repliken in unterschiedlichen Ausführungen finden sich weltweit in den Sammlungen namhafter Museen.

Roman "Segen der Erde" (Hamsun)

  • „Konnte er nicht das Maul halten?“, fragte Kurt Tucholsky 1934 erschüttert, nachdem sein Idol Knut Hamsun offen für die Nazis Partei ergriffen hatte. 14 Jahre zuvor hatte der Norweger den Literaturnobelpreis für Segen der Erde erhalten, ein ebenso grandioses wie reaktionäres Nordland-Epos über den Neusiedler Isak, der ein bäuerliches Bilderbuchleben führt. So scheint es jedenfalls. Doch bei Hamsun ist auf nichts Verlass, schon gar nicht auf einen irgendwie gearteten Glauben an die Menschheit – und so lässt er in dem Roman eben jene Ideale erodieren, die er vordergründig hochhält. Nein, er konnte und wollte das Maul nicht halten, eben weil er überzeugt war, dass der Nationalsozialismus Ordnung in ein sinnloses Dasein bringen würde. Wer sein Werk vom Ende her liest, der findet bei ihm genügend Hinweise auf diese Geisteshaltung. Bleibt die Frage: Sollte man Hamsun heute noch lesen? Die muss jeder für sich selbst beantworten. (getAbstract 2019)

Schauspiel "Lulu" (Wedekind)

  • Wedekinds Skandaldrama Lulu war ein Schlag ins Gesicht der wilhelminischen Gesellschaft – und Anlass für etliche Gerichtsverfahren. Das Stück ist ein Fanal für die Selbstbestimmung des Menschen jenseits moralischer Zwänge und gegen die Ausbeutung der Frauen durch die Männer. Zudem ist Lulu ein ästhetisches Statement: Durch die Gestalt des Schriftstellers Alwa äußert Wedekind harsche Kritik an einer Kunst, die sich nur noch im Elfenbeinturm bewegt und sich zu fein ist, niedere Triebe und die Macht der Sexualität zu benennen. In Abgrenzung zum damals vorherrschenden Naturalismus reicht Wedekind die präzise abbildende soziale Anklage nicht aus. Er setzt viele Symbole ein, seine Figuren sind bewusst als Typen gestaltet. Leidenschaft, Lust, Eifersucht, Wut und Gewalt sind ebenso Themen des Stücks wie die ästhetische Auseinandersetzung mit diesen Affekten. Wedekind hat mit Lulu ein beeindruckend intensives und verstörendes Stück moderner Theaterkunst geschaffen. (getAbstract)

Quellen

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