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506: Unterschied zwischen den Versionen

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König Tato (um 490–510)
Grundstock ergänzt
 
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==PALENQUE==
==WELTALL==
 
*beim nächsten Eintrag: [[512#WELTALL | Fortsetzung 512]]
 
==MAYA==
 
'''Palenque'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ahkal_Mo%E2%80%99_Nahb_I. Ajaw Ahkal Mo’ Nahb I. (501–524)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ahkal_Mo%E2%80%99_Nahb_I. Ajaw Ahkal Mo’ Nahb I. (501–524)] <br />
*'''496:''' 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist [[524#MAYA | Fortsetzung 524]]
*'''490:''' 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)
'''Tikal'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Chak_Tok_Ich%CA%BCaak_II Ajaw Chak Tok Ichʼaak II (486-508)] <br />
*'''504:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Lady_of_Tikal Lady of Tikal] 1. September 504: Geburt von Lady von Tikal in Tikal
*[[508#MAYA | Fortsetzung 508]]
*'''488:''' Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt.
*'''486:''' Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. [https://en.wikipedia.org/wiki/K%CA%BCan_Chitam Ajaw Kʼan Chitam (458-486)]
'''Copan'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/B%CA%BCalam_Nehn Ajaw Bʼalam Nehn (504-544)] <br />
*'''504:''' Beginn der Herrschaft: Bʼalam Nehn besteigt den Thron von Copán als siebter Herrscher nach der Dynastiegründung durch Kʼinich Yax Kʼukʼ Moʼ. Er ist der erste König, der seine Position in der Dynastielinie explizit in einer Inschrift festhält und erklärt, siebter Herrscher zu sein. - 504–544: Bʼalam Nehn initiiert bedeutende Bauprojekte auf der Akropolis von Copán, darunter die Überbauung eines früheren Palastes mit neuen, wichtigen Strukturen. Bʼalam Nehn ist Vater von Wil Ohl Kʼinich und Tzi-Bʼalam, die später ebenfalls Könige von Copán werden [[544#MAYA | Fortsetzung 544]]
==PIKTEN==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Drest_Gurthinmoch König Drest Gurthinmoch (480–510)] <br />
*'''480:''' Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. [https://en.wikipedia.org/wiki/Nechtan_Morbet König Nechtan Morbet (456–480)]
*[[510#PIKTEN | Fortsetzung 510]]


==KELTEN==
==KELTEN==
'''Ulaid'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Eochaid_mac_Muiredaig_Muinderg König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)] <br />
*'''496:''' Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird.
*[[509#KELTEN | Fortsetzung 509]]
*'''489:''' Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. [https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_Muinderg König Muiredach Muinderg (465–489)] Erster historischer König mit Wiki-Artikel
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Ulster Liste der Könige]
'''Connacht'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/E%C3%B3gan_B%C3%A9l König Eógan Bél (500–542)] <br />
*'''500:''' Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
*'''500:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Dau%C3%AD_Tenga_Uma König Dauí Tenga Uma (482–500)]
*[[530#KELTEN | Fortsetzung 530]]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Connacht Könige von Connacht]
'''Leinster'''
*'''495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A1ech_mac_Finchada König Fráech mac Finchada (485–495)] Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Leinster Liste der Könige]


'''Dalriada'''
'''Dalriada'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Domangart_I. König Domangart I. (501–507)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Domangart_I. König Domangart I. (501–507)] <br />
*'''501:''' Domangart I. folgt um 501 seinem Vater Fergus mac Erc auf den Thron. Er ist von 501 bis 507 einer der frühen Könige des irisch-schottischen Königreichs Dál Riata. Ob er den Königstitel trägt, ist nicht gesichert
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Fergus_I. König Fergus I. (500–501)]
*[[507#KELTEN | Fortsetzung 507]]
*'''500: ''' Domangart I., auch Domangart Réti, kommt um das Jahr 500 mit seinem Vater Fergus mac Erc und dessen Brüdern von Nordirland nach Alba in Schottland. Dort gründen sie das neue Königreich Dalriada.
'''Gwynedd'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cadwallon_Lawhir König Cadwallon Lawhir (um 500-534)] <br />
*'''um 500:''' Beginn der Herrschaft als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters - um 500–510 Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515 - um 500–520 Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird
*[[520#KELTEN | Fortsetzung 520]]


==ANGELSACHSEN==
==ANGELSACHSEN==
*'''495:''' Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
*[[508#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 508]]


'''Königreich Kent'''  
'''Königreich Kent'''  


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Oeric König Oeric (488–512)]  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Oeric König Oeric (488–512)] <br />
 
*'''488:''' Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
*[[512#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 512]]
*'''473:''' Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
*'''465:''' Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
*'''457:''' Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
*'''455:''' Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
*'''449:''' Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.


==WESTGERMANEN==
==WESTGERMANEN==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alarich_II. König Alarich II. (484–507)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alarich_II. König Alarich II. (484–507)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lex_Romana_Visigothorum '''Lex Romana Visigothorum'''] <br />0205D: Leges Visigothorum: Der westgotische König Alarich II. lässt das Volksrecht in der ''Lex Romana Visigothorum'' kodifizieren und gibt sie als ''Breviarium Alaricianum'' heraus, eine Sammlung römischen Rechts. Anders als sein Vater Eurich verhält er sich als Arianer gegenüber seinen katholischen Untertanen tolerant. 506 erlaubt er ihnen die Abhaltung einer Kirchenversammlung in Agde.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lex_Romana_Visigothorum '''Lex Romana Visigothorum'''] <br />0205D: Die der ''Lex Romana Visigothorum'' beigefügten textlichen und teils ausführlichen inhaltlichen Zusammenfassungen stammen wohl aus dem 5. Jahrhundert. Diese Zusammenfassungen begleiten alle Teile der Sammlung mit Ausnahme der Epitome Gai. Die ''Lex Romana Visigothorum'' wird von Alarich erlassen und im Städtchen Aire erstmals veröffentlicht. Der Erlass erfolgt der Form nach im in der römischen Spätantike üblichen Verfahren kaiserlicher Gesetzgebung. Im sogenannten „conmonitorium“, dem Vorwort, wird der gotisch-herrscherliche Ursprung durch die mehrfache Nennung des „rex Alaricus“ als Gesetzgebungsinstanz sowie durch die Erwähnung des für die Ausarbeitung zuständigen Hofbeamten „comes Goiaricus“ kenntlich gemacht. Der westgotische König tritt als politisch souveräner Herrscher auch über die romanische Bevölkerung auf und erlässt unter Beteiligung der Geistlichkeit und des Adels („adhibitis sacerdotibus ac nobilibus viris“) Gesetze. Die ''Lex Romana Visigothorum'' stellt eine Zusammenstellung von Kaisererlassen und juristischen Erläuterungen dar und fasst das weströmische Vulgarrecht zusammen. Sie wird auch als Breviarium Alaricianum bezeichnet. Bis zum 9. Jahrhundert entstehen zwanzig, teils fragmentarische Handschriften des Breviars. Siebzehn dieser Handschriften kürzen den Grundtext und/oder ersetzen ihn durch Interpretationen. Zusätzlich werden zwei Exzerpte sowie neun Epitomen erstellt, die sich auf fünfundzwanzig Handschriften verteilen. Diese Entwicklung führt zu einer höheren Verbreitung der im Breviar enthaltenen Gesetzgebungen. In derselben Zeit entstehen außerdem Glossenapparate, ausführliche Inhaltsverzeichnisse (explanationes titulorum), Textsummen (summae) und Anhänge (appendices).
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Synode_von_Agde '''Synode von Agde'''] <br />0910D: Bischof Caesarius von Arles beruft die Synode von Agde (lateinisch Concilium Agathense) nach Agde (lateinisch Agatha) in Septimanien ein. Die Synode findet am 10. September statt und wird von 35 Bischöfen aus dem südlichen Gallien besucht. Südwestfrankreich und die Provence gehören zu dieser Zeit zum Westgotenreich unter Alarich II. Die Westgoten hängen dem Arianismus an, während der Großteil der romanischen Mehrheitsbevölkerung dem Katholizismus folgt. Die Synode dient dem Ziel, die katholischen Diözesen des Gebietes gegenüber der arianischen Obrigkeit enger zusammenzuschließen und die Kirchendisziplin aufrechtzuerhalten. <br />Die Synode fasst Beschlüsse zur Aufrechterhaltung der Kirchendisziplin. Priester, die sich dem vorgesetzten Bischof gegenüber ungehorsam zeigen oder sich hochmütig gegenüber den Gläubigen verhalten, werden vom Bischof gemaßregelt. Die bischöfliche Macht wird begrenzt, indem Fehlentscheidungen einzelner Bischöfe von ihren Amtsbrüdern aufgehoben werden können. Kleriker, die ihr Amt im Stich lassen oder aus Furcht vor einer Kirchenstrafe bei einem weltlichen Richter Schutz suchen, werden ebenso wie der Richter exkommuniziert. Priester und Bischöfe müssen bei der Weihe mindestens das 30. Lebensjahr vollendet haben. <br />Weitere Beschlüsse betreffen das Kircheneigentum. Dotationen an die Kirche dürfen bei Strafe nicht rückgängig gemacht werden. Kleriker, die Kirchengut entwenden, werden bestraft. Geschenke an Kleriker gelten als Kircheneigentum und nicht als Privatgut. Kirchengut darf nicht oder nur unter ganz besonderen Umständen veräußert werden. <br />Die Synode erlässt außerdem Regelungen zum Lebenswandel von Kirchenpersonen. Diese werden zur Enthaltsamkeit verpflichtet. Sie können vor Erlangung ihres Kirchenamts verheiratet sein, dürfen danach jedoch keinen ehelichen Umgang mehr pflegen. Im Haus eines Kirchenmannes dürfen nur dessen Mutter, Schwester, Tochter oder Nichte wohnen. Ein Kirchenmann darf keine fremden Frauen alleine aufsuchen und an keinen Hochzeitsmahlzeiten anderer Personen teilnehmen. Kirchenleute sollen keinen weltlichen Lebenswandel führen und beispielsweise keine Jagdhunde oder Falken besitzen. Trunksucht bei Klerikern wird mit 30 Tagen Exkommunikation oder körperlicher Züchtigung bestraft. Auch Haartracht und Kleidung der Kleriker werden geregelt. <br />Beschlüsse zu Klöstern legen fest, dass diese nur mit Erlaubnis des Bischofs gegründet oder gebaut werden dürfen. Frauenklöster dürfen sich nicht in der Nähe von Männerklöstern befinden. Nonnen dürfen erst mit dem 40. Lebensjahr in ein Kloster eintreten. <br />Im Umgang mit und in den Rechten von Sklaven bestimmt die Synode, dass die durch einen Bischof erfolgte Freilassung von Sklaven durch dessen Amtsnachfolger respektiert werden muss. Entflohene und wieder aufgegriffene Sklaven eines Bischofs, bei denen zu erwarten ist, dass sie erneut fliehen, dürfen durch den Bischof verkauft werden. <br />Zu den Pflichten der Gläubigen wird festgelegt, dass Laien an Sonntagen während der gesamten Messe bis zum Segen des Bischofs anwesend sein müssen. Alle Kirchenmitglieder haben während der Quadragese das Fastengebot einzuhalten. Die Praxis der Aussetzung von Neugeborenen wird erneut verurteilt. Aufgefundene ausgesetzte Kinder dürfen von ihren Findern als eigene Kinder aufgenommen werden, sofern die Eltern nicht ausfindig gemacht werden. <br />Schließlich trifft die Synode Bestimmungen zum Umgang mit den Juden. Klerikern und Laien wird verboten, an Mahlzeiten der Juden teilzunehmen. Juden, die zum Christentum konvertieren wollen, müssen zunächst acht Monate im Katechumenat verbleiben, bevor sie getauft werden können, da ihnen eine Neigung zur Rückkehr zum alten Glauben zugeschrieben wird. Nur Personen, die dem Tode nahe sind, dürfen früher getauft werden.
*Die Westgoten Alarichs erobern Tortosa. Der Usurpator Petrus wird gefangen genommen und hingerichtet.
*Die Westgoten Alarichs erobern Tortosa. Der Usurpator Petrus wird gefangen genommen und hingerichtet.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Synode_von_Agde '''Synode von Agde'''] <br />0910D: Die Synode von Agde endet. Sie verbietet den Bau von Doppelklöstern, also Klöstern für Mönche und Nonnen am selben Ort, und fasst verschiedene Beschlüsse zur Stärkung der Kirchendisziplin. Die katholischen Diözesen im von Westgoten regierten Teil Galliens werden stärker zusammengeschlossen.
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*'''502:''' Um 502 wird Frieden geschlossen. Alarich und Chlodwig treffen sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen. Der Text ordnet dieses Ereignis als vorläufige Friedensphase nach den vorangegangenen Kämpfen ein.
*'''um 502:''' Geburt Amalarichs als Sohn von Alarich II. und einer Tochter Theoderichs des Großen
*[[506#WESTGERMANEN | Fortsetzung 506]]
*'''501:''' Im Jahr 501 schickt Alarich Cäsarius von Arles nach Bordeaux ins Exil. Cäsarius ist Metropolit von Arles und gilt als gefährlich. Der Text hält fest, dass Alarich ihn später wieder aus diesem Exil befreit.
*'''500:''' Um 500 schließt Alarich Frieden mit Chlodwig. Der Text beschreibt, dass Alarich und Chlodwig sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen treffen. Dieser Frieden beendet vorerst die militärischen Spannungen, ohne sie dauerhaft zu lösen.
*'''497:''' Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt.
*'''496:''' In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an.
*'''490:''' Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst.
*'''487:''' Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest.
*'''486:''' Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
*'''484:''' Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurich König Eurich (466–484)]


'''Burgunden'''
'''Burgunden'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigismund_von_Burgund König Sigismund in Genf (501–524)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigismund_von_Burgund König Sigismund in Genf (501–524)] <br />Ernennung zum Unterkönig durch seinen Vater Gundobad, Residenz in Genf; offizieller Übertritt vom Arianismus zum Katholizismus
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gundobad König Gundobad in Lyon (480–516)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gundobad König Gundobad in Lyon (480–516)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Avitus_von_Vienne Bischof Avitus von Vienne (494-518)] <br />
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*'''501:''' Sigismund wird als Nachfolger Godegisels im nördlichen Teil des Burgunderreichs eingesetzt
*[[506#WESTGERMANEN | Fortsetzung 506]]
*'''501:''' Gundobad wendet mit Hilfe der Westgoten das Blatt, erobert sein Reich zurück, tötet Godegisel in Vienne und seine Gegner. Nach dem Sieg setzt er sich als Alleinherrscher durch.
*'''500:''' Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
*'''um 497:''' Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
*'''um 492/494:''' Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
*'''490:''' Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
*'''ca. 476/477:''' Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
*'''473:''' Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.


'''Fränkisches Reich'''
'''Fränkisches Reich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chlodwig_I. König Chlodwig I. (481/482–511)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Stra%C3%9Fburg_(506) '''Schlacht bei Straßburg'''] <br />506 oder 502: Die Franken unter Chlodwig I. besiegen endgültig die Alamannen (wohl bei Straßburg) und schlagen außerdem ein Heer der Thüringer. Das nördliche alamannische Siedlungsgebiet, vermutlich bis zur heutigen Dialektgrenze zwischen dem Alemannischen und Südfränkischen, gerät endgültig unter fränkische Herrschaft. Ein Teil der Alamannen flieht in den Süden nach Rätien und stellte sich dort unter den Schutz des Ostgotenkönigs Theoderich.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chlodwig_I. König Chlodwig I. (481/482–511)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Stra%C3%9Fburg_(506) '''Schlacht bei Straßburg'''] <br />Einige Forscher nehmen an, dass nach 496 (Schlacht bei Zülpich) und irgendwann zwischen 496 und diesem Jahr eine dritte Schlacht zwischen Alamannen und Franken stattfindet, obwohl die Quellen kein genaues Datum nennen. Diese postulierte Schlacht wird mit der Unterwerfung und Eingliederung der nördlichen Alamannen in das Fränkische Reich in Verbindung gebracht. Gleichzeitig stellen sich die südlichen Alamannen unter den Schutz des ostgotischen Königs Theoderich des Großen. Ein Teil der Alamannen flieht nach Rätien und sucht dort Schutz bei ihm. Theoderich wendet sich an seinen Schwager Chlodwig I., legt Fürsprache für die Alamannen ein und erkennt zugleich Chlodwigs Zorn als berechtigt an. Er fordert, nur die Treuebrüchigen zu bestrafen und die Kämpfe gegen die übrigen Alamannen einzustellen. Zudem stellt er diese unter seinen persönlichen Schutz. Er verspricht, dafür zu sorgen, dass sich die in Rätien befindlichen Alamannen ruhig verhalten. Gleichzeitig macht er deutlich, dass er Anspruch auf das Gebiet Rätiens erhebt und die Alamannen als Druckmittel einsetzen wird, falls seine Vorherrschaft dort nicht anerkannt wird. Ein Panegyricus des Ennodius berichtet übertrieben von einem Sieg Theoderichs über die Alamannen. Ein Brief Theoderichs des Großen aus den Jahren 506/507 an Chlodwig erwähnt Kämpfe, die Chlodwig gegen die Alamannen führt. In diesem Schreiben fordert Theoderich Mäßigung, die Bestrafung nur der Treuebrüchigen und ein Ende der weiteren Kämpfe gegen die übrigen Alamannen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)]
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*'''502:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Maximianus_von_Trier '''Bischof Maximianus von Trier (502)''']
*[[506#WESTGERMANEN | Fortsetzung 506]]
*'''500:''' Chlodwig: Für 500 nennt der Text keinen eigenständigen chronologischen Hauptvorgang, sondern ordnet es in den Zusammenhang von Chlodwigs Machtpolitik ein. Der Text beschreibt generell, dass er Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft vereint und verschiedene Gegner ausschaltet. Außerdem hatte Chrodechild schon vorher auf seine Bekehrung hingewirkt, und Chlodwig kooperiert bereits mit den römischen Bischöfen Galliens.
*'''ca. 500:''' Geburt Theudeberts I., Sohn von König Theuderich I. und Suavegotta
*'''499:''' Chlodwig: 499 wird ebenfalls als mögliches Taufjahr genannt. Wie in den anderen genannten Jahren geht es um Chlodwigs Taufe zu Weihnachten durch Bischof Remigius in Reims. Der Text betont, dass die Quellenaussagen dazu nicht genau sind.
*'''498:''' Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
*'''497:''' Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
*'''496:''' Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
*'''Um 495:''' Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
*'''494:''' Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
*'''493:''' Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
*'''492:''' Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
*'''487:''' Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
*'''486:''' Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
*'''481/482:''' Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
*'''397:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Severin_von_K%C3%B6ln '''Bischof Severin von Köln (397)''']


'''Rheinfranken'''
'''Rheinfranken'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln König Sigibert von Köln (483-509)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln König Sigibert von Köln (483-509)] <br />
 
*'''497:''' Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen.
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*'''496:''' Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist.
*'''486:''' Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen.
*'''469:''' Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.
 
'''Thüringer'''
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Berthachar König Berthachar (um 500/510–516)] <br />506-510: Heirat mit Amalaberga, Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Herminafried König Herminafried (um 500/510–531/534)] <br />
*[[516#WESTGERMANEN | Fortsetzung 516]]
 
*'''ab 500/510:''' Herminafried: Gemeinsame Herrschaft mit den Brüdern Baderich und Berthachar über das Thüringerreich
*[[506#WESTGERMANEN | Fortsetzung 506]]


'''Vandalen'''
'''Vandalen'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasamund König Thrasamund (496–523)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasamund König Thrasamund (496–523)] <br />
*'''500:''' Heirat mit Amalafrida, einer Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich, zur Festigung eines Bündnisses mit den Ostgoten
*[[508#WESTGERMANEN | Fortsetzung 508]]
*'''496:''' Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen


==OSTGERMANEN==
==OSTGERMANEN==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe König Theoderich der Große (474–526)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe König Theoderich der Große (474–526)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ennodius_Messala '''Konsul Ennodius Messala'''] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Venantius_(Konsul_507) Venantius] <br />Ennodius erwähnt in einem Brief, dass Venantius mit ihm durch Blutsverwandtschaft verbunden ist, also durch proximitas sanguinis.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Symmachus_(Papst) Papst Symmachus (498–514)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Symmachus_(Papst) Papst Symmachus (498–514)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Caesarius_von_Arles Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)]
*[[507#OSTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*'''505/506:''' Theoderich bestätigt erneut die Position von Symmachus, Laurentius muss Rom verlassen und stirbt bald darauf.
*'''505:''' *[http://de.wikipedia.org/wiki/Venantius_(Konsul_507) Venantius] Im Jahr 505 empfiehlt Ennodius in einem Brief an Anicius Probus Faustus einen vir clarissimus namens Venantius und bittet darum, ihn zu unterstützen. Dabei betont Ennodius dessen Fähigkeiten und Verdienste.
*[[506#OSTGERMANEN | Fortsetzung 506]]
*'''502:''' Symnachus: Weitere Synoden, Freispruch von allen Vorwürfen am 23. Oktober. Regelung von Kircheneigentum und Ausschluss der Laien vom Kirchenregiment - 502–506: Fortdauernde Konflikte mit Laurentius und dessen Anhängern, teils Straßenkämpfe in Rom. Laurentius residiert im Lateran, Symmachus in der Peterskirche.
*'''501:''' Anschuldigungen und schwere Vorwürfe gegen Symmachus; er behauptet, nur Gott könne ihn richten. Erste Synode zur Klärung.
*'''499:''' Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
*'''22. November 498:''' Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
*'''493:''' Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
*'''493:''' Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich


'''Langobarden'''
'''Langobarden'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tato_(Langobarde) König Tato (um 490–510)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tato_(Langobarde) König Tato (um 490–510)] <br />
 
*'''505:''' Tato: Zwischen 505 und 508 greifen die Heruler unter Rudolf die Langobarden an. Der Anlass liegt nach der Überlieferung darin, dass Rumetruda den Bruder des Herulerführers, der als Gesandter bei den Langobarden gewesen ist, getötet hat. Tato schickt dreimal Gesandte zu den Herulern und bietet an, den Tribut zu erhöhen, um den Frieden zu sichern.
*[[509#OSTGERMANEN | Fortsetzung 509]]
*'''490:''' Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
*'''Um 470:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Wacho Wacho] Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt


==OSTRÖMISCHES REICH==
==OSTRÖMISCHES REICH==
*[[508#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 508]]


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anastasios_I. Kaiser Anastasios I. (491–518)] <br />Anastasios I. lässt die ostsyrische Grenzfestung Dara westlich von Nisibis gegen die Perser befestigen. <br />Die Stadt Amida geht nach mehr als dreijähriger Belagerung und Zahlung eines hohen Lösegelds nach zwei Jahren wieder in römischen Besitz über. In den Folgejahren lässt der Kaiser die Befestigungen der Stadt nochmals verstärken. <br />Anastasios I. und der sassanidische Großkönig Kavadh I. schließen einen Waffenstillstand im Römisch-Persischen Krieg, der auf sieben Jahre befristet ist.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anastasios_I. Kaiser Anastasios I. (491–518)] <br />Anastasios I. lässt die ostsyrische Grenzfestung Dara westlich von Nisibis gegen die Perser befestigen. <br />Die Stadt Amida geht nach mehr als dreijähriger Belagerung und Zahlung eines hohen Lösegelds nach zwei Jahren wieder in römischen Besitz über. In den Folgejahren lässt der Kaiser die Befestigungen der Stadt nochmals verstärken. <br />Anastasios I. und der sassanidische Großkönig Kavadh I. schließen einen Waffenstillstand im Römisch-Persischen Krieg, der auf sieben Jahre befristet ist.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Areobindus '''Konsul Areobindus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Areobindus '''Konsul Areobindus'''] <br />Areobindus bekleidet das Konsulat. Der Text nennt dieses Jahr außerdem als das Jahr seiner konsularen Diptychen und als den Zeitpunkt, an dem er in den Quellen mit seinem Amt in Verbindung steht.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonios_II. Patriarch Makedonios II. (496–511)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Celer_(Konsul_508) Flavius Celer] <br />Im April wartet Celer in Edessa auf einen persischen Gesandten, zieht sich wegen Unruhen zurück und verhandelt in Dara. Nach einer Unterbrechung aufgrund persischen Verrats wird im Herbst ein siebenjähriger Waffenstillstand vereinbart. Ende Jahr erhält er in Dara kaiserliche Anweisungen, Steuern nach eigenem Ermessen zu erlassen, und kehrt im November nach Edessa zurück.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Akakianisches_Schisma Akakianisches Schisma (484–519)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonios_II. Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Flavian_II_of_Antioch Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_John_II_(III)_of_Alexandria Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)] <br />
*[[507#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 507]]
 
*'''505:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Areobindus Areobindus] Im Jahr 505 wird Areobindus nach Konstantinopel zurückgerufen. Dort erhält er das Konsulat für 506, gemeinsam mit Ennodius Messala als Amtskollegen.
*'''505:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Celer_(Konsul_508) Flavius Celer] Im Winter 504/505 besucht Celer den Kaiser in Konstantinopel. Im Jahr 505 zahlt er dem persischen König Kavadh I. 1000 Pfund Gold, um Amida freizukaufen, und ordnet den Bau einer Verteidigungsmauer in Dura Europos an.
*[[506#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 506]]
*'''504:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Areobindus Areobindus] Im Sommer führt Areobindus einen größeren Raubzug nach Arzanene aus, trifft dort kaum auf Widerstand und verwüstet weite Landstriche, bevor er nach Amida zurückkehrt. Nachdem sich die römischen Stellungen stabilisiert haben und der Krieg nun auf persisches Gebiet übergeht, stimmt Kavadh einem Waffenstillstand zu, und die Kampfhandlungen enden im Winter.
*'''504:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Celer_(Konsul_508) Flavius Celer] Winter 503/504 verteilt Celer seine Truppen auf Winterquartiere. Im Frühjahr 504 sammelt er die Truppen erneut und zieht über Resaina in der Provinz Mesopotamia, um Patricius bei der Belagerung von Amida zu unterstützen. Er vermeidet Kämpfe mit den Verteidigern, dringt über Callinicum in persisches Gebiet vor, verwüstet die Landschaft und erobert in Arzanene römische Städte zurück, wobei er nur Frauen und Kinder unter zwölf Jahren gefangen nehmen lässt. Im Spätherbst 504 beginnt er nahe Amida Friedensverhandlungen, akzeptiert einen vorläufigen Frieden und gestattet den Belagerten, Amida zu verlassen.
*'''503:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Areobindus Magister militum Areobindus] Areobindus wird um 460 geboren und entstammt einer Familie des spätrömischen Militäradels. Sein Vater Dagalaifus ist bereits vor 461 Konsul, sein Großvater Areobindus ist 434 Konsul, und über seine Mutter Godisthea ist er mit Ardabur und Aspar verbunden; die Familie gilt offenbar als arianisch. Im Jahr 461 ist sein Vater Dagalaifus Konsul. Damit gehört Areobindus weiterhin zu einer Familie, die im oströmischen Militär- und Kaiserumfeld hoch aufgestiegen ist. Seit 479 ist Areobindus in zweiter Ehe mit Anicia Iuliana verheiratet, einer Tochter des weströmischen Kaisers Olybrius. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Olybrius, der 491 bereits als Kind zum Konsul ernannt wird; aus erster Ehe stammt der Sohn Dagalaifus. Im Jahr 503 ernennt Kaiser Anastasios Areobindus zum magister militum und betraut ihn mit einem Kommando im wieder aufflammenden Perserkrieg. Im Mai 503 belagern Patricius und Hypatius Amida, während Areobindus mit 12.000 Mann bei Dara stationiert ist, um Nisibis und das Heer Schah Kavads I. zu überwachen. Er schlägt einen persischen Angriff von Singara zurück und drängt die Gegner bis Nisibis zurück.
*'''503:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Celer_(Konsul_508) Flavius Celer] Anastasios I. ernennt Flavius Celer zusammen mit Areobindus zu Befehlshabern der römischen Armeen im Krieg gegen Persien, nachdem Uneinigkeiten unter den Kommandanten den militärischen Erfolg gefährden.
*'''Um 500:''' Geburt des Vigilius in Rom in eine bedeutende Senatorenfamilie. Sein Vater Johannes war Konsul, sein Bruder Reparatus ebenfalls Senator.
*'''498:''' Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
*'''498:''' Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
*'''497:''' Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
*'''496:''' Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
*'''496:''' Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
*'''11. April 491:''' Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
*'''494:''' Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
*'''Um 491:''' Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
*'''Um 482:''' Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
*'''um 470:''' Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
*'''457:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Elias] Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
*'''um 450:''' Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea
 
==IBERIA==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Vakhtang_I Klientelkönig Wachtang I. (439/452-502/522)] <br />
 
*'''502:''' Tod von König Wachtang I. in Udscharma (möglicherweise auch erst im Jahr 522, dann wäre er ab 518 ein Klientelkönig der Sassaniden. Nach seinem Tod wird er in der Georgisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt
*[[518#IBERIA | Fortsetzung 518]]
*'''nach 470:''' Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
*'''um 452:''' Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit


==SASSANIDENREICH==
==SASSANIDENREICH==
   
   
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kavadh_I. Großkönig Kavadh I. (499–531)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kavadh_I. Großkönig Kavadh I. (2. Amtszeit 499–531)] <br />
 
Iberia
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Vakhtang_I Klientelkönig Wachtang I. (439/452-502/522)] <br />
 
Lachmiden
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Mundhir_III_ibn_al-Nu%27man Klientelkönig Al-Mundhir III. (503/505–554)] <br />
 
*'''503/505:''' Al-Mundhir III. besteigt den Thron der Lachmiden nach dem Tod seines Vaters oder nach einer kurzen Regentschaft von Abu Ya'fur ibn Alqama. Teilnahme an der Anastasianischen Krieg (Byzanz gegen Persien); Überfall auf Palaestina Salutaris und Arabia Petraea, zahlreiche Römer gefangen genommen.
*[[507#SASSANIDENREICH | Fortsetzung 507]]
*'''502–506:''' Krieg gegen das Oströmische Reich. Die Perser erobern 503 Amida, werden aber später in wechselhaften Kämpfen zurückgedrängt. 506 wird ein siebenjähriger Waffenstillstand geschlossen
*'''499:''' Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
*'''496:''' Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
*'''488:''' Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
*'''473:''' Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.
 
==AKSUMITISCHES REICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ousas König Ousas (500-517/520)]
 
*'''500:''' Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
*[[517#AKSUMITISCHES_REICH | Fortsetzung 517]]
 
==HIMYAR==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marthad%27ilan_Yanuf König Marthad'ilan Yanuf (504–515)] <br />
 
*'''504:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Marthad%27ilan_Yu%27nim König Marthad'ilan Yu'nim (480–504 bzw 480–485)]
*[[515#HIMYAR | Fortsetzung 515]]
 
==ROURAN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Nagai Kagan Yujiulü Nagai (492–506)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Futu '''Kagan Yujiulü Futu (506–508)'''] <br />Yujiulü Futu folgt seinem Vater Yujiulü Nagai als Kagan der Rouran nach. Sein erster Schritt besteht darin, Hexi Wuiliba, einen Gesandten der Rouran, zu Kaiser Xuanwu von Nord-Wei zu senden, um Frieden zu schließen. Der Kaiser lässt den Ministern jedoch mitteilen, dass die Rouran Nachkommen von Sklaven seien, dass die früheren Kaiser nur aus Gnade mit ihnen kommuniziert hätten und dass die Rouran bald ihr Land verlieren würden.
*[[507#ROURAN | Fortsetzung 507]]
 
*'''504:''' Im September 504 führt Nagai 120.000 Reiter in sechs Richtungen gegen die Nördlichen Wei. Er dringt unmittelbar nach Woye-Stadt vor, die heute nordöstlich von Urad Front Banner in der Inneren Mongolei liegt, ebenso nach Huaiyu-Stadt, die heute südwestlich von Guyang County in der Inneren Mongolei liegt, und zieht weiter nach der Dai-Kommandantur und der Heng-Kommandantur. Schließlich wird er jedoch von dem Wei-General Yuan Huai gestoppt.
*[[506#ROURAN | Fortsetzung 506]]
*'''501:''' 501 wird der König von Gaochang, Ma Ru, gestürzt und getötet, und die Menschen von Gaochang setzen Qu Jia als ihren König ein. Qu Jia stammt aus dem Zhong-Distrikt der Kommandantur Jincheng, etwa im heutigen Lanzhou in Gansu. Zunächst schwört Qu Jia den Rouran die Treue. Im selben Jahr, nachdem Nagai seine Grenzen gesichert hat, beginnt er mit Raubzügen an den Nordgrenzen der Nördlichen Wei.
*'''492:''' Nagai reißt 492 mit einem erfolgreichen Staatsstreich der Adligen der Rouran die Stellung des Khagan von Yujiulü Doulun an sich. Danach bittet er Kaiser Wu von Südliches Qi um Ärzte, Handwerker und Kunsthandwerker, doch diese Bitte wird abgelehnt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Doulun Kagan Yujiulü Doulun (485–492)]
*'''487:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Nagai Yujiulü Nagai] Yujiulü Nagai und sein Neffe, der Kagan Yujiulü Doulun, kämpfen gegen den Gaoche-Herrscher Afuzhiluo und dessen Cousin Qiongqi. Afuzhiluo, Qiongqi und ihre Sippen mit über 100.000 Jurten entkommen 487 den verfolgenden Heeren von Doulun und Nagai. Während Doulun nur begrenzten Erfolg hat, gewinnt Nagai alle seine Kämpfe gegen die Gaoche.
 
==INDIEN==
 
'''Alchon-Hunnen'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Toramana König Toramana (493–515)] <br />
 
*'''Um 497–500:''' Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
*[[510#INDIEN | Fortsetzung 510]]
*'''495–500:''' Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
*'''Um 493:''' Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
*'''493:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Mehama König Mehama (461-493)]
 
'''Gupta-Reich'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Narasimhagupta König Narasimhagupta (495-530)] <br />
 
*'''um 500:''' Invasion der Hunnen: Angriff der Alchon-Hunnen unter Mihirakula und Tormana auf das Gupta-Reich. - um 500–510: Rückzug nach Osten: Narasimhagupta muss sich vorübergehend nach Bengalen zurückziehen
*[[510#INDIEN | Fortsetzung 510]]
*'''um 495:''' Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
*'''um 495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Budhagupta König Budhagupta (476-495)]
 
'''Vakataka'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Harishena König Harishena (480-510)]
 
'''Westliche Ganga-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Avinita König Avinita (469-529)]
 
*'''469:''' Avinita besteigt den Thron der Ganga-Dynastie [[529#INDIEN | Fortsetzung 529]]
 
'''Chalukya'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Jayasimha_(Vatapi_Chalukya_dynasty) König Jayasimha (um 500-520)]
 
*'''um 500:''' Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie. [[520#INDIEN | Fortsetzung 520]]
 
'''Kamarupa'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Narayanavarman König Narayanavarman (494–518)] <br />
 
*'''494:''' Narayanavarman wird König von Kamarupa. Sein Vater, Mahendravarman, stirbt. [[518#INDIEN | Fortsetzung 518]]
*'''494:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Mahendravarman_(Varman_dynasty) König Mahendravarman (Mahendravarman)]
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Moggallana_I König Moggallana I. (497–515)]
 
*'''497:''' Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. [[515#INDIEN | Fortsetzung 515]]
*'''497:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Kashyapa_I König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)]
 
==KHMER==
 
'''Funan'''


==LACHMIDEN==
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Jayavarman_Kaundinya König Jayavarman Kaundinya (484–514)] <br />


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mundir_III. König Mundir III. (505-554)] <br />
*'''503:''' Der Mönch Mandrasena wird als Gesandter nach China gesendet.
*[[511#KHMER | Fortsetzung 511]]
*'''484:''' Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
*'''484:''' Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
 
'''Chenla'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Sreshthavarman König Sreshthavarman (495-530)] <br />
 
*'''um 500:''' Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
*[[530#KHMER | Fortsetzung 530]]
*'''um 495:''' Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla


==CHINA==
==CHINA==
(53./54. Zyklus - Jahr des Feuer-Hundes; am Beginn des Jahres Holz-Hahn)
(53./54. Zyklus - Jahr des Feuer-Hundes; am Beginn des Jahres Holz-Hahn)


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Liang_Wu_Di Kaiser Liang Wu Di (502–549)] <br />
'''Nördliche Wei-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xuanwu_of_Northern_Wei Kaiser Xuanwu (499-515)] <br />
 
*'''505:''' Geburt von Yuwen Tai, dem künftigen Regenten der Westlichen Wei-Dynastie
*[[509#CHINA | Fortsetzung 509]]
*'''Um 500:''' Konsolidierung der Macht am Kaiserhof. Einfluss seiner Mutter, der Kaiserinwitwe, und mächtiger Beamter ist in den ersten Jahren sehr stark.
*'''499:''' Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie.
*'''499:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xiaowen_of_Northern_Wei Kaiser Xiaowen (471-499)]
 
'''Südliche Liang-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Wu_of_Liang Kaiser Wu (502-549)] <br />
 
*'''503:''' 1202D: Geburt von Xiao Gang als Sohn von Kaiser Wu
*[[510#CHINA | Fortsetzung 510]]
*'''um 503–507:''' Kriege gegen die Nördliche Wei-Dynastie, Verlust wichtiger Grenzstädte, aber letztlich erfolgreiche Verteidigung und Stabilisierung der Grenze
*'''503:''' Geburt von Lý Bí (später Lý Nam Đế) in Phổ Yên, Thái Nguyên (später Vietnam)
*'''502:''' Sturz der Qi-Dynastie; Xiao Yan wird als Kaiser Wu Di zum ersten Kaiser der Liang-Dynastie proklamiert. Beginn der Ära „Tianjian“ (502–519)
*'''464:''' Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)
 
==KOREA==
 
'''Goguryeo'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Munjamyeong_of_Goguryeo König Munjamyeong (491–519)] <br />Goguryeo kontert mit Angriffen gegen Baekje, bleibt aber durch harte Hungersnöte militärisch gebremst
*[[507#KOREA | Fortsetzung 507]]
 
*'''505:''' Baekje unternimmt eine größere Offensive gegen die nördlichen Grenzen Goguryeos mit über 3.000 Soldaten, bleibt aber letztlich erfolglos
*[[506#KOREA | Fortsetzung 506]]
*'''503:''' Ein Angriff Baekjes auf die Festung Sugok (im heutigen Nord-Hwanghae-do) wird abgewehrt. Goguryeo verteidigt erfolgreich gegen Baekje-Angriffe
*'''498:''' Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
*'''496:''' Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
*'''494:''' Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
*'''491/492:''' Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
*'''491:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Jangsu_of_Goguryeo König Jangsu (412–491)]
 
'''Baekje'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muryeong_of_Baekje König Muryeong (501–523)] <br />
 
*'''503:''' Abwehr eines Angriffs der Mohe. Gesandtschaft nach Japan, Übermittlung eines Bronzespiegels.
*[[507#KOREA | Fortsetzung 507]]
*'''501:''' Thronbesteigung nach der Ermordung seines Vorgängers Dongseong. Niederschlagung einer geplanten Rebellion von Baekga. Angriff auf Goguryeos Festung Sugok-seong.
*'''501:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Dongseong_of_Baekje König Dongseong (479–501)]
 
'''Geumgwan Gaya'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Gyeomji_of_Geumgwan_Gaya König Gyeomji (492–521)]
 
*'''492:''' Gyeomji, Sohn von Jilji und Bangwon, wird neunter König von Geumgwan Gaya [[521#KOREA | Fortsetzung 521]]
*'''492:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Jilji_of_Geumgwan_Gaya König Jilji (451–492)]
 
'''Silla'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Jijeung_of_Silla König Jijeung (500–514)] <br />
 
*'''505:''' Verwaltungsreform – Integration und Verwaltung des ehemals autonomen Gebiets Siljik-guk als Teil Sillas.
*[[509#KOREA | Fortsetzung 509]]
*'''504:''' Standardisierung der Hoftracht und Einführung neuer zeremonieller Kleidung für Beamte.
*'''503:''' Offizielle Einführung des Namens „Silla“ für das Reich (vorher verschiedene Schreibweisen und Bezeichnungen); Reformen und Vereinheitlichung der Herrschaftssymbolik.
*'''502:''' Jijeung verbietet das alte Ritual, Bedienstete und Sklaven mit verstorbenen Adligen zu begraben und modernisiert damit Bestattungsbräuche.
*'''500:''' Amtsantritt – Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
*'''500:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Soji_of_Silla König Soji (479–500)]


==JAPAN==
==JAPAN==


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Tennō Buretsu (498–506)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Tennō Buretsu (498–507)] <br />
 
*'''500:''' Im Jahr 500 beschreibt das Nihonshoki den elfjährigen Buretsu dabei, wie er den Bauch einer schwangeren Frau aufschneidet und den Embryo betrachtet. Für dieses Jahr werden im Text außerdem seine Grausamkeit und sein schlechtes Regiment hervorgehoben.
*[[507#JAPAN | Fortsetzung 507]]
*'''499:''' Im Jahr 499 verlegt Buretsu die Hofresidenz in den neuen Palast Hatsuse no Namiki in Sakurai, unweit des vorherigen kaiserlichen Palastes in Tenri. Im selben Jahr heiratet er Kasuga no Iratsume, die Kaiserin wird, ihm aber keinen Erben gebiert.
*'''498:''' Im Jahr 498 stirbt Buretsus Vater, der Kaiser Ninken. Der „große Minister“ Heguri no Matori no Omi versucht daraufhin, sich den Thron anzueignen. Durch die Milizen des Hofbeamten Otomo no Kanamura no Muraji wird die Usurpation verhindert, Heguri wird in seinem Haus lebendig verbrannt, und Buretsu steigt im zwölften Monat des elften Regierungsjahres seines Vaters auf den Thron. [http://de.wikipedia.org/wiki/Ninken Tennō Ninken (488–498)''']
*'''489:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Buretsu] Buretsu wird im Jahr 489 geboren und heißt Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto beziehungsweise Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto. Er ist der Sohn des Kaisers Ninken und der Kasuga no Ōiratsume no Kōgō. Später wird er als der 25. Kaiser von Japan in der traditionellen Thronfolge bezeichnet.


==QUELLEN==
==QUELLEN==
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WELTALL

MAYA

Palenque

  • 496: 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist Fortsetzung 524
  • 490: 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)

Tikal

  • 504: Lady of Tikal 1. September 504: Geburt von Lady von Tikal in Tikal
  • Fortsetzung 508
  • 488: Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt.
  • 486: Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. Ajaw Kʼan Chitam (458-486)

Copan

  • 504: Beginn der Herrschaft: Bʼalam Nehn besteigt den Thron von Copán als siebter Herrscher nach der Dynastiegründung durch Kʼinich Yax Kʼukʼ Moʼ. Er ist der erste König, der seine Position in der Dynastielinie explizit in einer Inschrift festhält und erklärt, siebter Herrscher zu sein. - 504–544: Bʼalam Nehn initiiert bedeutende Bauprojekte auf der Akropolis von Copán, darunter die Überbauung eines früheren Palastes mit neuen, wichtigen Strukturen. Bʼalam Nehn ist Vater von Wil Ohl Kʼinich und Tzi-Bʼalam, die später ebenfalls Könige von Copán werden Fortsetzung 544

PIKTEN

  • 480: Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. König Nechtan Morbet (456–480)
  • Fortsetzung 510

KELTEN

Ulaid

  • 496: Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird.
  • Fortsetzung 509
  • 489: Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. König Muiredach Muinderg (465–489) Erster historischer König mit Wiki-Artikel
  • Liste der Könige

Connacht

  • 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
  • 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
  • Fortsetzung 530
  • Könige von Connacht

Leinster

Dalriada

  • 501: Domangart I. folgt um 501 seinem Vater Fergus mac Erc auf den Thron. Er ist von 501 bis 507 einer der frühen Könige des irisch-schottischen Königreichs Dál Riata. Ob er den Königstitel trägt, ist nicht gesichert
  • König Fergus I. (500–501)
  • Fortsetzung 507
  • 500: Domangart I., auch Domangart Réti, kommt um das Jahr 500 mit seinem Vater Fergus mac Erc und dessen Brüdern von Nordirland nach Alba in Schottland. Dort gründen sie das neue Königreich Dalriada.

Gwynedd

  • um 500: Beginn der Herrschaft als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters - um 500–510 Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515 - um 500–520 Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird
  • Fortsetzung 520

ANGELSACHSEN

  • 495: Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
  • Fortsetzung 508

Königreich Kent

  • 488: Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
  • Fortsetzung 512
  • 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
  • 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
  • 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
  • 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
  • 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.

WESTGERMANEN

Westgoten

  • König Alarich II. (484–507)
  • Lex Romana Visigothorum
    0205D: Die der Lex Romana Visigothorum beigefügten textlichen und teils ausführlichen inhaltlichen Zusammenfassungen stammen wohl aus dem 5. Jahrhundert. Diese Zusammenfassungen begleiten alle Teile der Sammlung mit Ausnahme der Epitome Gai. Die Lex Romana Visigothorum wird von Alarich erlassen und im Städtchen Aire erstmals veröffentlicht. Der Erlass erfolgt der Form nach im in der römischen Spätantike üblichen Verfahren kaiserlicher Gesetzgebung. Im sogenannten „conmonitorium“, dem Vorwort, wird der gotisch-herrscherliche Ursprung durch die mehrfache Nennung des „rex Alaricus“ als Gesetzgebungsinstanz sowie durch die Erwähnung des für die Ausarbeitung zuständigen Hofbeamten „comes Goiaricus“ kenntlich gemacht. Der westgotische König tritt als politisch souveräner Herrscher auch über die romanische Bevölkerung auf und erlässt unter Beteiligung der Geistlichkeit und des Adels („adhibitis sacerdotibus ac nobilibus viris“) Gesetze. Die Lex Romana Visigothorum stellt eine Zusammenstellung von Kaisererlassen und juristischen Erläuterungen dar und fasst das weströmische Vulgarrecht zusammen. Sie wird auch als Breviarium Alaricianum bezeichnet. Bis zum 9. Jahrhundert entstehen zwanzig, teils fragmentarische Handschriften des Breviars. Siebzehn dieser Handschriften kürzen den Grundtext und/oder ersetzen ihn durch Interpretationen. Zusätzlich werden zwei Exzerpte sowie neun Epitomen erstellt, die sich auf fünfundzwanzig Handschriften verteilen. Diese Entwicklung führt zu einer höheren Verbreitung der im Breviar enthaltenen Gesetzgebungen. In derselben Zeit entstehen außerdem Glossenapparate, ausführliche Inhaltsverzeichnisse (explanationes titulorum), Textsummen (summae) und Anhänge (appendices).
  • Synode von Agde
    0910D: Bischof Caesarius von Arles beruft die Synode von Agde (lateinisch Concilium Agathense) nach Agde (lateinisch Agatha) in Septimanien ein. Die Synode findet am 10. September statt und wird von 35 Bischöfen aus dem südlichen Gallien besucht. Südwestfrankreich und die Provence gehören zu dieser Zeit zum Westgotenreich unter Alarich II. Die Westgoten hängen dem Arianismus an, während der Großteil der romanischen Mehrheitsbevölkerung dem Katholizismus folgt. Die Synode dient dem Ziel, die katholischen Diözesen des Gebietes gegenüber der arianischen Obrigkeit enger zusammenzuschließen und die Kirchendisziplin aufrechtzuerhalten.
    Die Synode fasst Beschlüsse zur Aufrechterhaltung der Kirchendisziplin. Priester, die sich dem vorgesetzten Bischof gegenüber ungehorsam zeigen oder sich hochmütig gegenüber den Gläubigen verhalten, werden vom Bischof gemaßregelt. Die bischöfliche Macht wird begrenzt, indem Fehlentscheidungen einzelner Bischöfe von ihren Amtsbrüdern aufgehoben werden können. Kleriker, die ihr Amt im Stich lassen oder aus Furcht vor einer Kirchenstrafe bei einem weltlichen Richter Schutz suchen, werden ebenso wie der Richter exkommuniziert. Priester und Bischöfe müssen bei der Weihe mindestens das 30. Lebensjahr vollendet haben.
    Weitere Beschlüsse betreffen das Kircheneigentum. Dotationen an die Kirche dürfen bei Strafe nicht rückgängig gemacht werden. Kleriker, die Kirchengut entwenden, werden bestraft. Geschenke an Kleriker gelten als Kircheneigentum und nicht als Privatgut. Kirchengut darf nicht oder nur unter ganz besonderen Umständen veräußert werden.
    Die Synode erlässt außerdem Regelungen zum Lebenswandel von Kirchenpersonen. Diese werden zur Enthaltsamkeit verpflichtet. Sie können vor Erlangung ihres Kirchenamts verheiratet sein, dürfen danach jedoch keinen ehelichen Umgang mehr pflegen. Im Haus eines Kirchenmannes dürfen nur dessen Mutter, Schwester, Tochter oder Nichte wohnen. Ein Kirchenmann darf keine fremden Frauen alleine aufsuchen und an keinen Hochzeitsmahlzeiten anderer Personen teilnehmen. Kirchenleute sollen keinen weltlichen Lebenswandel führen und beispielsweise keine Jagdhunde oder Falken besitzen. Trunksucht bei Klerikern wird mit 30 Tagen Exkommunikation oder körperlicher Züchtigung bestraft. Auch Haartracht und Kleidung der Kleriker werden geregelt.
    Beschlüsse zu Klöstern legen fest, dass diese nur mit Erlaubnis des Bischofs gegründet oder gebaut werden dürfen. Frauenklöster dürfen sich nicht in der Nähe von Männerklöstern befinden. Nonnen dürfen erst mit dem 40. Lebensjahr in ein Kloster eintreten.
    Im Umgang mit und in den Rechten von Sklaven bestimmt die Synode, dass die durch einen Bischof erfolgte Freilassung von Sklaven durch dessen Amtsnachfolger respektiert werden muss. Entflohene und wieder aufgegriffene Sklaven eines Bischofs, bei denen zu erwarten ist, dass sie erneut fliehen, dürfen durch den Bischof verkauft werden.
    Zu den Pflichten der Gläubigen wird festgelegt, dass Laien an Sonntagen während der gesamten Messe bis zum Segen des Bischofs anwesend sein müssen. Alle Kirchenmitglieder haben während der Quadragese das Fastengebot einzuhalten. Die Praxis der Aussetzung von Neugeborenen wird erneut verurteilt. Aufgefundene ausgesetzte Kinder dürfen von ihren Findern als eigene Kinder aufgenommen werden, sofern die Eltern nicht ausfindig gemacht werden.
    Schließlich trifft die Synode Bestimmungen zum Umgang mit den Juden. Klerikern und Laien wird verboten, an Mahlzeiten der Juden teilzunehmen. Juden, die zum Christentum konvertieren wollen, müssen zunächst acht Monate im Katechumenat verbleiben, bevor sie getauft werden können, da ihnen eine Neigung zur Rückkehr zum alten Glauben zugeschrieben wird. Nur Personen, die dem Tode nahe sind, dürfen früher getauft werden.
  • Die Westgoten Alarichs erobern Tortosa. Der Usurpator Petrus wird gefangen genommen und hingerichtet.
  • Fortsetzung 507
  • 502: Um 502 wird Frieden geschlossen. Alarich und Chlodwig treffen sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen. Der Text ordnet dieses Ereignis als vorläufige Friedensphase nach den vorangegangenen Kämpfen ein.
  • um 502: Geburt Amalarichs als Sohn von Alarich II. und einer Tochter Theoderichs des Großen
  • Fortsetzung 506
  • 501: Im Jahr 501 schickt Alarich Cäsarius von Arles nach Bordeaux ins Exil. Cäsarius ist Metropolit von Arles und gilt als gefährlich. Der Text hält fest, dass Alarich ihn später wieder aus diesem Exil befreit.
  • 500: Um 500 schließt Alarich Frieden mit Chlodwig. Der Text beschreibt, dass Alarich und Chlodwig sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen treffen. Dieser Frieden beendet vorerst die militärischen Spannungen, ohne sie dauerhaft zu lösen.
  • 497: Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt.
  • 496: In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an.
  • 490: Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst.
  • 487: Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest.
  • 486: Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
  • 484: Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. König Eurich (466–484)

Burgunden

  • 501: Sigismund wird als Nachfolger Godegisels im nördlichen Teil des Burgunderreichs eingesetzt
  • Fortsetzung 506
  • 501: Gundobad wendet mit Hilfe der Westgoten das Blatt, erobert sein Reich zurück, tötet Godegisel in Vienne und seine Gegner. Nach dem Sieg setzt er sich als Alleinherrscher durch.
  • 500: Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
  • um 497: Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
  • um 492/494: Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
  • 490: Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
  • ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
  • 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.

Fränkisches Reich

  • König Chlodwig I. (481/482–511)
    Schlacht bei Straßburg
    Einige Forscher nehmen an, dass nach 496 (Schlacht bei Zülpich) und irgendwann zwischen 496 und diesem Jahr eine dritte Schlacht zwischen Alamannen und Franken stattfindet, obwohl die Quellen kein genaues Datum nennen. Diese postulierte Schlacht wird mit der Unterwerfung und Eingliederung der nördlichen Alamannen in das Fränkische Reich in Verbindung gebracht. Gleichzeitig stellen sich die südlichen Alamannen unter den Schutz des ostgotischen Königs Theoderich des Großen. Ein Teil der Alamannen flieht nach Rätien und sucht dort Schutz bei ihm. Theoderich wendet sich an seinen Schwager Chlodwig I., legt Fürsprache für die Alamannen ein und erkennt zugleich Chlodwigs Zorn als berechtigt an. Er fordert, nur die Treuebrüchigen zu bestrafen und die Kämpfe gegen die übrigen Alamannen einzustellen. Zudem stellt er diese unter seinen persönlichen Schutz. Er verspricht, dafür zu sorgen, dass sich die in Rätien befindlichen Alamannen ruhig verhalten. Gleichzeitig macht er deutlich, dass er Anspruch auf das Gebiet Rätiens erhebt und die Alamannen als Druckmittel einsetzen wird, falls seine Vorherrschaft dort nicht anerkannt wird. Ein Panegyricus des Ennodius berichtet übertrieben von einem Sieg Theoderichs über die Alamannen. Ein Brief Theoderichs des Großen aus den Jahren 506/507 an Chlodwig erwähnt Kämpfe, die Chlodwig gegen die Alamannen führt. In diesem Schreiben fordert Theoderich Mäßigung, die Bestrafung nur der Treuebrüchigen und ein Ende der weiteren Kämpfe gegen die übrigen Alamannen.
  • Bischof Remigius von Reims (459–533)
  • Fortsetzung 507
  • 502: Bischof Maximianus von Trier (502)
  • Fortsetzung 506
  • 500: Chlodwig: Für 500 nennt der Text keinen eigenständigen chronologischen Hauptvorgang, sondern ordnet es in den Zusammenhang von Chlodwigs Machtpolitik ein. Der Text beschreibt generell, dass er Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft vereint und verschiedene Gegner ausschaltet. Außerdem hatte Chrodechild schon vorher auf seine Bekehrung hingewirkt, und Chlodwig kooperiert bereits mit den römischen Bischöfen Galliens.
  • ca. 500: Geburt Theudeberts I., Sohn von König Theuderich I. und Suavegotta
  • 499: Chlodwig: 499 wird ebenfalls als mögliches Taufjahr genannt. Wie in den anderen genannten Jahren geht es um Chlodwigs Taufe zu Weihnachten durch Bischof Remigius in Reims. Der Text betont, dass die Quellenaussagen dazu nicht genau sind.
  • 498: Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
  • 497: Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
  • 496: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
  • Um 495: Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
  • 494: Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
  • 493: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
  • 492: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
  • 487: Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
  • 486: Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
  • 481/482: Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
  • 397: Bischof Severin von Köln (397)

Rheinfranken

  • 497: Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen.
  • Fortsetzung 507
  • 496: Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist.
  • 486: Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen.
  • 469: Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.

Thüringer

  • ab 500/510: Herminafried: Gemeinsame Herrschaft mit den Brüdern Baderich und Berthachar über das Thüringerreich
  • Fortsetzung 506

Vandalen

  • 500: Heirat mit Amalafrida, einer Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich, zur Festigung eines Bündnisses mit den Ostgoten
  • Fortsetzung 508
  • 496: Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen

OSTGERMANEN

Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLIX = 1259)

  • 505/506: Theoderich bestätigt erneut die Position von Symmachus, Laurentius muss Rom verlassen und stirbt bald darauf.
  • 505: *Venantius Im Jahr 505 empfiehlt Ennodius in einem Brief an Anicius Probus Faustus einen vir clarissimus namens Venantius und bittet darum, ihn zu unterstützen. Dabei betont Ennodius dessen Fähigkeiten und Verdienste.
  • Fortsetzung 506
  • 502: Symnachus: Weitere Synoden, Freispruch von allen Vorwürfen am 23. Oktober. Regelung von Kircheneigentum und Ausschluss der Laien vom Kirchenregiment - 502–506: Fortdauernde Konflikte mit Laurentius und dessen Anhängern, teils Straßenkämpfe in Rom. Laurentius residiert im Lateran, Symmachus in der Peterskirche.
  • 501: Anschuldigungen und schwere Vorwürfe gegen Symmachus; er behauptet, nur Gott könne ihn richten. Erste Synode zur Klärung.
  • 499: Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
  • 22. November 498: Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
  • 493: Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
  • 493: Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich

Langobarden

  • 505: Tato: Zwischen 505 und 508 greifen die Heruler unter Rudolf die Langobarden an. Der Anlass liegt nach der Überlieferung darin, dass Rumetruda den Bruder des Herulerführers, der als Gesandter bei den Langobarden gewesen ist, getötet hat. Tato schickt dreimal Gesandte zu den Herulern und bietet an, den Tribut zu erhöhen, um den Frieden zu sichern.
  • Fortsetzung 509
  • 490: Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
  • Um 470: Wacho Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt

OSTRÖMISCHES REICH

  • 505: Areobindus Im Jahr 505 wird Areobindus nach Konstantinopel zurückgerufen. Dort erhält er das Konsulat für 506, gemeinsam mit Ennodius Messala als Amtskollegen.
  • 505: Flavius Celer Im Winter 504/505 besucht Celer den Kaiser in Konstantinopel. Im Jahr 505 zahlt er dem persischen König Kavadh I. 1000 Pfund Gold, um Amida freizukaufen, und ordnet den Bau einer Verteidigungsmauer in Dura Europos an.
  • Fortsetzung 506
  • 504: Areobindus Im Sommer führt Areobindus einen größeren Raubzug nach Arzanene aus, trifft dort kaum auf Widerstand und verwüstet weite Landstriche, bevor er nach Amida zurückkehrt. Nachdem sich die römischen Stellungen stabilisiert haben und der Krieg nun auf persisches Gebiet übergeht, stimmt Kavadh einem Waffenstillstand zu, und die Kampfhandlungen enden im Winter.
  • 504: Flavius Celer Winter 503/504 verteilt Celer seine Truppen auf Winterquartiere. Im Frühjahr 504 sammelt er die Truppen erneut und zieht über Resaina in der Provinz Mesopotamia, um Patricius bei der Belagerung von Amida zu unterstützen. Er vermeidet Kämpfe mit den Verteidigern, dringt über Callinicum in persisches Gebiet vor, verwüstet die Landschaft und erobert in Arzanene römische Städte zurück, wobei er nur Frauen und Kinder unter zwölf Jahren gefangen nehmen lässt. Im Spätherbst 504 beginnt er nahe Amida Friedensverhandlungen, akzeptiert einen vorläufigen Frieden und gestattet den Belagerten, Amida zu verlassen.
  • 503: Magister militum Areobindus Areobindus wird um 460 geboren und entstammt einer Familie des spätrömischen Militäradels. Sein Vater Dagalaifus ist bereits vor 461 Konsul, sein Großvater Areobindus ist 434 Konsul, und über seine Mutter Godisthea ist er mit Ardabur und Aspar verbunden; die Familie gilt offenbar als arianisch. Im Jahr 461 ist sein Vater Dagalaifus Konsul. Damit gehört Areobindus weiterhin zu einer Familie, die im oströmischen Militär- und Kaiserumfeld hoch aufgestiegen ist. Seit 479 ist Areobindus in zweiter Ehe mit Anicia Iuliana verheiratet, einer Tochter des weströmischen Kaisers Olybrius. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Olybrius, der 491 bereits als Kind zum Konsul ernannt wird; aus erster Ehe stammt der Sohn Dagalaifus. Im Jahr 503 ernennt Kaiser Anastasios Areobindus zum magister militum und betraut ihn mit einem Kommando im wieder aufflammenden Perserkrieg. Im Mai 503 belagern Patricius und Hypatius Amida, während Areobindus mit 12.000 Mann bei Dara stationiert ist, um Nisibis und das Heer Schah Kavads I. zu überwachen. Er schlägt einen persischen Angriff von Singara zurück und drängt die Gegner bis Nisibis zurück.
  • 503: Flavius Celer Anastasios I. ernennt Flavius Celer zusammen mit Areobindus zu Befehlshabern der römischen Armeen im Krieg gegen Persien, nachdem Uneinigkeiten unter den Kommandanten den militärischen Erfolg gefährden.
  • Um 500: Geburt des Vigilius in Rom in eine bedeutende Senatorenfamilie. Sein Vater Johannes war Konsul, sein Bruder Reparatus ebenfalls Senator.
  • 498: Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
  • 498: Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
  • 497: Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
  • 496: Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
  • 496: Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
  • 11. April 491: Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
  • 494: Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
  • Um 491: Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
  • Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
  • um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
  • 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
  • um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea

IBERIA

  • 502: Tod von König Wachtang I. in Udscharma (möglicherweise auch erst im Jahr 522, dann wäre er ab 518 ein Klientelkönig der Sassaniden. Nach seinem Tod wird er in der Georgisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt
  • Fortsetzung 518
  • nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
  • um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit

SASSANIDENREICH

Iberia

Lachmiden

  • 503/505: Al-Mundhir III. besteigt den Thron der Lachmiden nach dem Tod seines Vaters oder nach einer kurzen Regentschaft von Abu Ya'fur ibn Alqama. Teilnahme an der Anastasianischen Krieg (Byzanz gegen Persien); Überfall auf Palaestina Salutaris und Arabia Petraea, zahlreiche Römer gefangen genommen.
  • Fortsetzung 507
  • 502–506: Krieg gegen das Oströmische Reich. Die Perser erobern 503 Amida, werden aber später in wechselhaften Kämpfen zurückgedrängt. 506 wird ein siebenjähriger Waffenstillstand geschlossen
  • 499: Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
  • 496: Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
  • 488: Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
  • 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.

AKSUMITISCHES REICH

  • 500: Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
  • Fortsetzung 517

HIMYAR

ROURAN

  • Kagan Yujiulü Nagai (492–506)
  • Kagan Yujiulü Futu (506–508)
    Yujiulü Futu folgt seinem Vater Yujiulü Nagai als Kagan der Rouran nach. Sein erster Schritt besteht darin, Hexi Wuiliba, einen Gesandten der Rouran, zu Kaiser Xuanwu von Nord-Wei zu senden, um Frieden zu schließen. Der Kaiser lässt den Ministern jedoch mitteilen, dass die Rouran Nachkommen von Sklaven seien, dass die früheren Kaiser nur aus Gnade mit ihnen kommuniziert hätten und dass die Rouran bald ihr Land verlieren würden.
  • Fortsetzung 507
  • 504: Im September 504 führt Nagai 120.000 Reiter in sechs Richtungen gegen die Nördlichen Wei. Er dringt unmittelbar nach Woye-Stadt vor, die heute nordöstlich von Urad Front Banner in der Inneren Mongolei liegt, ebenso nach Huaiyu-Stadt, die heute südwestlich von Guyang County in der Inneren Mongolei liegt, und zieht weiter nach der Dai-Kommandantur und der Heng-Kommandantur. Schließlich wird er jedoch von dem Wei-General Yuan Huai gestoppt.
  • Fortsetzung 506
  • 501: 501 wird der König von Gaochang, Ma Ru, gestürzt und getötet, und die Menschen von Gaochang setzen Qu Jia als ihren König ein. Qu Jia stammt aus dem Zhong-Distrikt der Kommandantur Jincheng, etwa im heutigen Lanzhou in Gansu. Zunächst schwört Qu Jia den Rouran die Treue. Im selben Jahr, nachdem Nagai seine Grenzen gesichert hat, beginnt er mit Raubzügen an den Nordgrenzen der Nördlichen Wei.
  • 492: Nagai reißt 492 mit einem erfolgreichen Staatsstreich der Adligen der Rouran die Stellung des Khagan von Yujiulü Doulun an sich. Danach bittet er Kaiser Wu von Südliches Qi um Ärzte, Handwerker und Kunsthandwerker, doch diese Bitte wird abgelehnt. Kagan Yujiulü Doulun (485–492)
  • 487: Yujiulü Nagai Yujiulü Nagai und sein Neffe, der Kagan Yujiulü Doulun, kämpfen gegen den Gaoche-Herrscher Afuzhiluo und dessen Cousin Qiongqi. Afuzhiluo, Qiongqi und ihre Sippen mit über 100.000 Jurten entkommen 487 den verfolgenden Heeren von Doulun und Nagai. Während Doulun nur begrenzten Erfolg hat, gewinnt Nagai alle seine Kämpfe gegen die Gaoche.

INDIEN

Alchon-Hunnen

  • Um 497–500: Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
  • Fortsetzung 510
  • 495–500: Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
  • Um 493: Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
  • 493: König Mehama (461-493)

Gupta-Reich

  • um 500: Invasion der Hunnen: Angriff der Alchon-Hunnen unter Mihirakula und Tormana auf das Gupta-Reich. - um 500–510: Rückzug nach Osten: Narasimhagupta muss sich vorübergehend nach Bengalen zurückziehen
  • Fortsetzung 510
  • um 495: Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
  • um 495: König Budhagupta (476-495)

Vakataka

Westliche Ganga-Dynastie

Chalukya

  • um 500: Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie. Fortsetzung 520

Kamarupa

Anuradhapura

  • 497: Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. Fortsetzung 515
  • 497: König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)

KHMER

Funan

  • 503: Der Mönch Mandrasena wird als Gesandter nach China gesendet.
  • Fortsetzung 511
  • 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
  • 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden

Chenla

  • um 500: Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
  • Fortsetzung 530
  • um 495: Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla

CHINA

(53./54. Zyklus - Jahr des Feuer-Hundes; am Beginn des Jahres Holz-Hahn)

Nördliche Wei-Dynastie

  • 505: Geburt von Yuwen Tai, dem künftigen Regenten der Westlichen Wei-Dynastie
  • Fortsetzung 509
  • Um 500: Konsolidierung der Macht am Kaiserhof. Einfluss seiner Mutter, der Kaiserinwitwe, und mächtiger Beamter ist in den ersten Jahren sehr stark.
  • 499: Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie.
  • 499: Kaiser Xiaowen (471-499)

Südliche Liang-Dynastie

  • 503: 1202D: Geburt von Xiao Gang als Sohn von Kaiser Wu
  • Fortsetzung 510
  • um 503–507: Kriege gegen die Nördliche Wei-Dynastie, Verlust wichtiger Grenzstädte, aber letztlich erfolgreiche Verteidigung und Stabilisierung der Grenze
  • 503: Geburt von Lý Bí (später Lý Nam Đế) in Phổ Yên, Thái Nguyên (später Vietnam)
  • 502: Sturz der Qi-Dynastie; Xiao Yan wird als Kaiser Wu Di zum ersten Kaiser der Liang-Dynastie proklamiert. Beginn der Ära „Tianjian“ (502–519)
  • 464: Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)

KOREA

Goguryeo

  • 505: Baekje unternimmt eine größere Offensive gegen die nördlichen Grenzen Goguryeos mit über 3.000 Soldaten, bleibt aber letztlich erfolglos
  • Fortsetzung 506
  • 503: Ein Angriff Baekjes auf die Festung Sugok (im heutigen Nord-Hwanghae-do) wird abgewehrt. Goguryeo verteidigt erfolgreich gegen Baekje-Angriffe
  • 498: Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
  • 496: Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
  • 494: Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
  • 491/492: Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
  • 491: König Jangsu (412–491)

Baekje

  • 503: Abwehr eines Angriffs der Mohe. Gesandtschaft nach Japan, Übermittlung eines Bronzespiegels.
  • Fortsetzung 507
  • 501: Thronbesteigung nach der Ermordung seines Vorgängers Dongseong. Niederschlagung einer geplanten Rebellion von Baekga. Angriff auf Goguryeos Festung Sugok-seong.
  • 501: König Dongseong (479–501)

Geumgwan Gaya

Silla

  • 505: Verwaltungsreform – Integration und Verwaltung des ehemals autonomen Gebiets Siljik-guk als Teil Sillas.
  • Fortsetzung 509
  • 504: Standardisierung der Hoftracht und Einführung neuer zeremonieller Kleidung für Beamte.
  • 503: Offizielle Einführung des Namens „Silla“ für das Reich (vorher verschiedene Schreibweisen und Bezeichnungen); Reformen und Vereinheitlichung der Herrschaftssymbolik.
  • 502: Jijeung verbietet das alte Ritual, Bedienstete und Sklaven mit verstorbenen Adligen zu begraben und modernisiert damit Bestattungsbräuche.
  • 500: Amtsantritt – Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
  • 500: König Soji (479–500)

JAPAN

  • 500: Im Jahr 500 beschreibt das Nihonshoki den elfjährigen Buretsu dabei, wie er den Bauch einer schwangeren Frau aufschneidet und den Embryo betrachtet. Für dieses Jahr werden im Text außerdem seine Grausamkeit und sein schlechtes Regiment hervorgehoben.
  • Fortsetzung 507
  • 499: Im Jahr 499 verlegt Buretsu die Hofresidenz in den neuen Palast Hatsuse no Namiki in Sakurai, unweit des vorherigen kaiserlichen Palastes in Tenri. Im selben Jahr heiratet er Kasuga no Iratsume, die Kaiserin wird, ihm aber keinen Erben gebiert.
  • 498: Im Jahr 498 stirbt Buretsus Vater, der Kaiser Ninken. Der „große Minister“ Heguri no Matori no Omi versucht daraufhin, sich den Thron anzueignen. Durch die Milizen des Hofbeamten Otomo no Kanamura no Muraji wird die Usurpation verhindert, Heguri wird in seinem Haus lebendig verbrannt, und Buretsu steigt im zwölften Monat des elften Regierungsjahres seines Vaters auf den Thron. Tennō Ninken (488–498)
  • 489: Buretsu Buretsu wird im Jahr 489 geboren und heißt Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto beziehungsweise Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto. Er ist der Sohn des Kaisers Ninken und der Kasuga no Ōiratsume no Kōgō. Später wird er als der 25. Kaiser von Japan in der traditionellen Thronfolge bezeichnet.

QUELLEN

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10.07.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

22.12.2024 Grundstock ergänzt

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