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Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
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==PALENQUE==
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Butz%E2%80%99aj_Sak_Chiik Ajaw Butz’aj Sak Chiik (487–501)]
==WELTALL==
 
*beim nächsten Eintrag: [[512#WELTALL | Fortsetzung 512]]
 
==MAYA==
 
'''Palenque'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Butz%E2%80%99aj_Sak_Chiik Ajaw Butz’aj Sak Chiik (487–501)] <br />
 
*'''496:''' 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist
*[[501#MAYA | Fortsetzung 501]]
*'''490:''' 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)
 
'''Tikal'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Chak_Tok_Ich%CA%BCaak_II Ajaw Chak Tok Ichʼaak II (486-508)] <br />
 
*'''488:''' Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt.
*[[504#MAYA | Fortsetzung 504]]
*'''486:''' Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. [https://en.wikipedia.org/wiki/K%CA%BCan_Chitam Ajaw Kʼan Chitam (458-486)]
 
'''Copan'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muyal_Jol Ajaw Muyal Jol (485-504)] <br />
 
*'''485:''' Muyal Jol wird der sechste Ajaw von Copan [https://en.wikipedia.org/wiki/Ruler_5_(Cop%C3%A1n) Ajaw Ruler 5 (476-485)]
*[[504#MAYA | Fortsetzung 504]]
 
==PIKTEN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Drest_Gurthinmoch König Drest Gurthinmoch (480–510)] <br />
 
*'''480:''' Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. [https://en.wikipedia.org/wiki/Nechtan_Morbet König Nechtan Morbet (456–480)]
*[[510#PIKTEN | Fortsetzung 510]]


==KELTEN==
==KELTEN==
'''Ulster'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Eochaid_mac_Muiredaig_Muinderg König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)] <br />
*'''496:''' Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird.
*[[509#KELTEN | Fortsetzung 509]]
*'''489:''' Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. [https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_Muinderg König Muiredach Muinderg (465–489)] Erster historischer König mit Wiki-Artikel
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Ulster Liste der Könige]
'''Connacht'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dau%C3%AD_Tenga_Uma König Dauí Tenga Uma (482–500)] <br />Dauí Tenga Uma wird in der Schlacht von Segsa (Seghais oder Boyle River) von seinem eigenen Schwiegersohn Muirchertach mac Ercae besiegt und erschlagen. Ursache des Krieges ist nach den Annalen seine Tochter Duinseach.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/E%C3%B3gan_B%C3%A9l '''König Eógan Bél (500–542)'''] <br />Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
*[[530#KELTEN | Fortsetzung 530]]
*'''482:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Ailill_Molt König Ailill Molt (445–482)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Connacht Könige von Connacht]
'''Leinster'''
*'''495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A1ech_mac_Finchada König Fráech mac Finchada (485–495)] Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Leinster Liste der Könige]


'''Dalriada'''
'''Dalriada'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fergus_I. '''König Fergus I. (500–501)'''] <br />Fergus I. gilt als Ahnherr der Könige Schottlands
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fergus_I. '''König Fergus I. (500–501)'''] <br />Fergus mac Erc kommt um das Jahr 500 mit seinen Brüdern und seinen Sohn Domangart, auch Domangart Réti, von Nordirland nach Alba in Schottland. Dort gründen sie das neue Königreich Dalriada.
*[[501#KELTEN | Fortsetzung 501]]
*[[501#KELTEN | Fortsetzung 501]]
'''Gwynedd'''
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cadwallon_Lawhir '''König Cadwallon Lawhir (um 500-534)'''] <br />Cadwallon Lawhir herrscht als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters <br />um 500–510: Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515 <br />um 500–520: Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird. <br />Anmerkung Rk: Die Regierungszeiten der vorherigen Könige werden sehr unterschiedlich angegeben, sodass die Chronik von Gwynedd in meinem Wiki erst hier beginnt.
*[[520#KELTEN | Fortsetzung 520]]


==ANGELSACHSEN==
==ANGELSACHSEN==


'''Königreich Kent'''  
*'''495:''' Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
*[[503#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 503]]
 
'''Sussex'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86lle_(Sussex) König Ælle (um 477-500)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Mons_Badonicus '''Schlacht von Mons Badonicus'''] <br />um 500: In der legendenhaften Schlacht von Mons Badonicus gelingt den Romano-Briten unter ihrem angeblichen Heerführer Ambrosius Aurelianus ein Sieg gegen die Angelsachsen, deren Vormarsch in Mittelengland damit bis in die 570er Jahre gestoppt wird. Historizität, genaues Jahr und genauer Ort der Schlacht sind umstritten; am wahrscheinlichsten gelten die 490er Jahre (spätestens 503) sowie die Gegend um Bath; die Angelsachsen dürfte Ælle von Sussex angeführt haben, spätere Quellen assoziieren auf britischer Seite Artus mit der Schlacht. Archäologische Beweise von den Friedhöfen der heidnischen Angelsachsen deuten an, dass eine Anzahl ihrer Siedlungen verlassen und die Grenze zwischen den Invasoren und den britischen Einwohnern um das Jahr 500 herum zu Lasten der Angelsachsen verschoben wird. Die Angelsachsen besitzen zu dieser Zeit die Grafschaften Kent, Sussex, Norfolk und Suffolk sowie Landstriche am Humber; die Briten kontrollieren nicht nur alles westlich einer Linie von der Mündung des Wiltshire Avon bei Christchurch (Dorset) hinauf zum Trent, dann diesen Fluss entlang bis zum Humber, und schließlich den Derwent in Yorkshire entlang bis zur Nordsee, sondern auch eine Enklave, die bis zum Norden und Westen von London und dem Süden von Verulamium reicht, und sich nach Westen bis an die Grenze erstreckt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cissa_(Sussex) '''König Cissa von Sussex'''] <br />Die Regierungszeit dieses Königs ist sehr unsicher, es ist auch kein Nachfolger bekannt. Die Chronik setzt um [[682]] wieder ein.
 
*'''491:''' Im Jahr 491 belagern und stürmen die Angelsachsen unter ihren Anführern Ælle und Cissa die Stadt Andredes ceaster, das Kastell Anderitum, das mit dem heutigen Pevensey gleichgesetzt wird. Sie töten alle Verteidiger, sodass kein Brite beziehungsweise kein „Waliser“ dort übrigbleibt, und damit fällt vermutlich die letzte Befestigung des Litus Saxonicum in sächsische Hand.
*[[500#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 500]]
*'''485:''' Im Jahr 485 kämpft Ælle nach der Angelsächsischen Chronik gegen die Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“ bei Mearcrædesburnan stæðe an einem nicht lokalisierten Grenzfluss, wobei der Ausgang dieses Gefechts unbekannt bleibt.
*'''477:''' Im Jahr 477 kommt Ælle nach der Angelsächsischen Chronik mit seinen drei Söhnen Cymen, Wlencing und Cissa in drei Schiffen mit weiteren sächsischen Truppen an der Küste des nach ihnen benannten Sussex bei Cymenesora an und kämpft dort gegen die ansässigen Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“. Er tötet dabei viele Gegner und zwingt andere zur Flucht in den Wald Andredesleage, womit das ausgedehnte Waldgebiet Weald gemeint ist.


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Oeric König Oeric (488–512)]
'''Kent'''


'''Königreich Sussex'''
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Oeric König Oeric (488–512)] <br />


*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86lle_(Sussex) König Ælle (um 477 – um 500)]  
*'''488:''' Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Mons_Badonicus '''Schlacht von Mons Badonicus'''] <br />um 500: In der legendenhaften Schlacht von Mons Badonicus gelingt den Romano-Briten unter ihrem angeblichen Heerführer Ambrosius Aurelianus ein Sieg gegen die Angelsachsen, deren Vormarsch in Mittelengland damit bis in die 570er Jahre gestoppt wird. Historizität, genaues Jahr und genauer Ort der Schlacht sind umstritten; am wahrscheinlichsten gelten die 490er Jahre (spätestens 503) sowie die Gegend um Bath; die Angelsachsen dürfte Ælle von Sussex angeführt haben, spätere Quellen assoziieren auf britischer Seite Artus mit der Schlacht. Archäologische Beweise von den Friedhöfen der heidnischen Angelsachsen deuten an, dass eine Anzahl ihrer Siedlungen verlassen und die Grenze zwischen den Invasoren und den britischen Einwohnern um das Jahr 500 herum zu Lasten der Angelsachsen verschoben wird. Die Angelsachsen besitzen zu dieser Zeit die Grafschaften Kent, Sussex, Norfolk und Suffolk sowie Landstriche am Humber; die Briten kontrollieren nicht nur alles westlich einer Linie von der Mündung des Wiltshire Avon bei Christchurch (Dorset) hinauf zum Trent, dann diesen Fluss entlang bis zum Humber, und schließlich den Derwent in Yorkshire entlang bis zur Nordsee, sondern auch eine Enklave, die bis zum Norden und Westen von London und dem Süden von Verulamium reicht, und sich nach Westen bis an die Grenze erstreckt.
*[[512#ANGELSACHSEN | Fortsetzung 512]]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cissa_(Sussex) '''König Cissa von Sussex'''] <br />Die Regierungszeit dieses Königs ist sehr unsicher, es ist auch kein Nachfolger bekannt.
*'''473:''' Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
*'''465:''' Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
*'''457:''' Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
*'''455:''' Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
*'''449:''' Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.


==WESTGERMANEN==
==WESTGERMANEN==
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'''Westgoten'''
'''Westgoten'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alarich_II. König Alarich II. (484–507)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alarich_II. König Alarich II. (484–507)] <br />Um 500 schließt Alarich Frieden mit Chlodwig; die beiden treffen sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen treffen. Dieser Frieden beendet vorerst die militärischen Spannungen, ohne sie dauerhaft zu lösen.
*[[501#WESTGERMANEN | Fortsetzung 501]]
 
*'''497:''' Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt.
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]]
*'''496:''' In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an.
*'''490:''' Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst.
*'''487:''' Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest.
*'''486:''' Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
*'''484:''' Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurich König Eurich (466–484)]


'''Burgunden'''
'''Burgunden'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Godegisel König Godegisel in Genf (480–501)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Godegisel Unterkönig in Genf Godegisel (463-480), König Godegisel (480–501)] <br />Godegisel versucht durch ein Abkommen mit Chlodwig I., Herrscher über ganz Burgund zu werden und seinen Bruder Gundobad zu beseitigen. Chlodwig stimmt unter der Zusage jährlicher Tributzahlungen und Gebietsabtretungen zu. Im Jahr 500 besiegen sie Gundobad bei Dijon. Gundobad sieht sich gezwungen, gegen die Eindringlinge zu marschieren und bittet seinen Bruder um Hilfe, steht dann aber zugleich den Franken und Godegisel gegenüber. Nach der Niederlage flieht Gundobad nach Avignon, während sich Godegisel nach Vienne zurückzieht. Chlodwig folgt Gundobad nach Avignon, belagert die Stadt, bricht die Belagerung jedoch ab und schließt Frieden mit Gundobad.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gundobad König Gundobad in Lyon (480–516)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gundobad König Gundobad in Lyon (480–516)] <br />Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
*[[501#WESTGERMANEN | Fortsetzung 501]]
 
*'''um 497:''' Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]]
*'''494:''' Godegisel: In Genf erreicht ihn 494 eine Gesandtschaft des Bischofs Epiphanius von Pavia.
*'''um 492/494:''' Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
*'''490:''' Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
*'''480:''' Godegisel: Chilperich I. stirbt um 480 kinderlos, sodass fortan Gundobad, der älteste der Brüder, und Godegisel als Könige der Burgunden amtieren.
*'''ca. 476/477:''' Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
*'''475:''' Godegisel: Godomar und Chilperich II. sterben um 475/476.
*'''473:''' Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.
*'''473:''' Godegisel: Nach dem Tod seines Vaters Gundioch um 473 teilen sich zunächst vor allem Gundobad und Chilperich I., ein Bruder Gundiochs und damit Onkel Godegisels, die Macht.
*'''463:''' Godegisel: Godegisel ist ab 463 Unterkönig im Königreich der Burgunden; er hat seinen Herrschaftssitz in Genf.


'''Fränkisches Reich'''
'''Fränkisches Reich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chlodwig_I. König Chlodwig I. (481/482–511)] <br /> Chlodwig I. greift in Burgund zu Gunsten des Genfer Unterkönigs Godegisel gegen den in Lyon residierenden Oberkönig Gundobad ein, dessen Truppen in der Schlacht an der Ouche bei Dijon geschlagen werden. Gundegisel zieht daraufhin im Triumph als Burgunderherrscher in der Hauptstadt Vienne ein, doch gelingt Gundobad selbst die Flucht nach Avignon, wo er mit Chlodwig die Zahlung von Tributen vereinbart, so dass dieser ihn als König anerkennt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chlodwig_I. König Chlodwig I. (481/482–511)] <br />Chlodwig I. greift in Burgund zu Gunsten des Genfer Unterkönigs Godegisel gegen den in Lyon residierenden Oberkönig Gundobad ein, dessen Truppen in der Schlacht an der Ouche bei Dijon geschlagen werden. Gundegisel zieht daraufhin im Triumph als Burgunderherrscher in der Hauptstadt Vienne ein, doch gelingt Gundobad selbst die Flucht nach Avignon, wo er mit Chlodwig die Zahlung von Tributen vereinbart, so dass dieser ihn als König anerkennt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theuderich_I. Theuderich] <br />Cum 500: Geburt Theudeberts, Sohn von Theuderich (Chlodwigs Sohn) und Suavegotho
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)]
*[[502#WESTGERMANEN | Fortsetzung 502]]
*[[502#WESTGERMANEN | Fortsetzung 502]]
*'''499:''' Chlodwig: 499 wird ebenfalls als mögliches Taufjahr genannt. Wie in den anderen genannten Jahren geht es um Chlodwigs Taufe zu Weihnachten durch Bischof Remigius in Reims. Der Text betont, dass die Quellenaussagen dazu nicht genau sind.
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]]
*'''498:''' Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
*'''497:''' Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
*'''496:''' Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
*'''Um 495:''' Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
*'''494:''' Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
*'''493:''' Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
*'''492:''' Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
*'''487:''' Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
*'''486:''' Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
*'''481/482:''' Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
*'''397:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Severin_von_K%C3%B6ln '''Bischof Severin von Köln (397)''']


'''Rheinfranken'''
'''Rheinfranken'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln König Sigibert von Köln (483-509)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln König Sigibert von Köln (483-509)] <br />
 
*'''497:''' Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen.
*[[507#WESTGERMANEN | Fortsetzung 507]]
*'''496:''' Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist.
*'''486:''' Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen.
*'''469:''' Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.
 
'''Thüringer'''
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Berthachar '''König Berthachar (um 500/510–516)'''] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Herminafried '''König Herminafried (um 500/510–531/534)'''] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Baderich_(Altth%C3%BCringer) '''König Baderich (um 500–529?)'''] <br />
*Gemeinsame Herrschaft der Brüder Herminafried, Baderich und Berthachar über das Thüringerreich
*[[506#WESTGERMANEN | Fortsetzung 506]]


'''Vandalen'''
'''Vandalen'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasamund König Thrasamund (496–523)] <br />Thrasamund heiratet Amalafrida, die Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen, nachdem er mit diesem ein Bündnis geschlossen hat. Theoderich tritt den Vandalen den Nordwesten Siziliens, darunter auch die Hafenstadt Lilybaeum, als Mitgift ab.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasamund König Thrasamund (496–523)] <br />Thrasamund heiratet Amalafrida, die Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen, nachdem er mit diesem ein Bündnis geschlossen hat. Theoderich tritt den Vandalen den Nordwesten Siziliens, darunter auch die Hafenstadt Lilybaeum, als Mitgift ab.
*[[508#WESTGERMANEN | Fortsetzung 508]]
*'''496:''' Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen
*[[500#WESTGERMANEN | Fortsetzung 500]]


==OSTGERMANEN==
==OSTGERMANEN==
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'''Ostgotenreich''' <br />(ab urbe condita MCCLIII = 1253)  
'''Ostgotenreich''' <br />(ab urbe condita MCCLIII = 1253)  


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe König Theoderich der Große (474–526)] <br />  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe König Theoderich der Große (474–526)] <br />Theoderich verlässt Ravenna in Richtung Rom, wo er einen feierlichen Einzug hält. Dort veröffentlicht er ein Edikt (Edictum Theoderici), mit dem versucht wird, das römische Recht für alle seine Untertanen durchzusetzen, unabhängig von deren Herkunft. Die politische und administrative Organisation wird wiederhergestellt, darunter Senat, Stadtpräfekt, Provinzgouverneure und kommunale Kurialen.<br />In Ravenna wird die arianische Taufkapelle von Theoderich dem Großen errichtet, gleichzeitig mit der Basilika Sant’Apollinare Nuovo.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Theodorus Prätorianerpräfekt Flavius Theodorus] <br />Flavius Theodorus ist der Sohn des Konsuls des Jahres 480, Caecina Decius Maximus Basilius. Sein älterer Bruder Albinus ist Konsul des Jahres 493; sein jüngerer Bruder wird 501 Konsul. Nach einem Besuch des Ostgotenkönigs Theoderich in Rom wird Theodorus von ihm als Nachfolger des Liberius zum praefectus praetorio von Italien ernannt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Symmachus_(Papst) Papst Symmachus (498–514)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Symmachus_(Papst) Papst Symmachus (498–514)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Codex_Argenteus '''Codex Argenteus'''] <br />Um 500: In Norditalien entsteht der Codex Argenteus, eine wertvolle Handschrift der Wulfilabibel.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Codex_Argenteus '''Codex Argenteus'''] <br />Um 500: In Norditalien entsteht der Codex Argenteus, eine wertvolle Handschrift der Wulfilabibel.
*[[501#OSTGERMANEN | Fortsetzung 501]]
*[[501#OSTGERMANEN | Fortsetzung 501]]
*'''499:''' Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
*[[500#OSTGERMANEN | Fortsetzung 500]]
*'''22. November 498:''' Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
*'''493:''' Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
*'''493:''' Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich


'''Langobarden'''
'''Langobarden'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tato_(Langobarde) König Tato (um 490–510)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tato_(Langobarde) König Tato (um 490–510)] <br />
 
*'''490:''' Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
*[[505#OSTGERMANEN | Fortsetzung 505]]
*'''Um 470:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Wacho Wacho] Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt


==OSTRÖMISCHES REICH==
==OSTRÖMISCHES REICH==


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anastasios_I. Kaiser Anastasios I. (491–518)] <br />um 500: Kaiser Anastasios I. herrscht über den Großteil des Balkans, Kleinasien, Syrien und Palästina, Teile des Zweistromlandes (Mesopotamien) sowie über Ägypten und Libyen. Damit ist sein Herrschaftsgebiet weitgehend deckungsgleich mit dem späteren Osmanischen Reich in dessen größter Ausdehnung.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anastasios_I. Kaiser Anastasios I. (491–518)] <br />um 500: Anastasios herrscht über den Großteil des Balkans, Kleinasien, Syrien und Palästina, Teile des Zweistromlandes (Mesopotamien) sowie über Ägypten und Libyen. Damit ist sein Herrschaftsgebiet weitgehend deckungsgleich mit dem späteren Osmanischen Reich in dessen größter Ausdehnung. <br />Um 500 schließt Anastasios Verträge mit mehreren nomadischen Stämmen in Nordarabien. Gegen die Zahlung von Tributen an das Oströmische Reich und die militärische Sicherung der östlichen Grenzgebiete wird diesen Stämmen gestattet, sich niederzulassen und landwirtschaftliche Flächen in Arabien zu bewirtschaften
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Hypatius '''Konsul Flavius Hypatius'''] <br />Hypatius bekleidet das ordentliche Konsulat, was er nicht zuletzt der Protektion durch seinen kinderlosen Onkel, Kaiser Anastasius, verdankt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Patricius_(Konsul_500) '''Konsul Patricius'''] <br />Patricius wird, als er bereits als älter angesehen wird, zum Konsul ernannt. Noch im selben Jahr wird er zum magister militum praesentalis (Kommandeur der Hofarmee) ernannt; dieses Amt übt er bis zum Tod von Kaiser Anastasios I. im Juli 518 aus.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Akakianisches_Schisma Akakianisches Schisma (484–519)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonios_II. Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Makedonios_II. Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Flavian_II_of_Antioch Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_John_II_(III)_of_Alexandria Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)] <br />
*März: Laut der Chronik des Josua Stylites verwüstet ein Heuschreckenschwarm die Region Edessa und beeinträchtigt die Weizenernte. Angesichts der daraus resultierenden Hungersnot im April säen die Bauern ein Hilfsgetreide, Hirse, das jedoch nicht reift. Die Krise verschärft sich im August, und die Bauern verlassen ihre Dörfer, um in die Stadt zu ziehen.[1] Eine Epidemie, vermutlich Pocken, bricht aus. Die Sterblichkeit erreicht ihren Höhepunkt zwischen Dezember und März 501.
*[[501#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 501]]
*[[501#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 501]]


==IBERIEN==
*'''498:''' Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
*'''498:''' Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
*[[500#OSTRÖMISCHES_REICH | Fortsetzung 500]]
*'''497:''' Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
*'''496:''' Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
*'''496:''' Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
*'''11. April 491:''' Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
*'''494:''' Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
*'''Um 491:''' Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
*'''Um 482:''' Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
*'''um 470:''' Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
*'''457:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_von_Jerusalem Elias] Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
*'''um 450:''' Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Wachtang_I._Gorgassali König Wachtang I. Gorgassali (452–502)]  
==IBERIA==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Vakhtang_I Klientelkönig Wachtang I. (439/452-502/522)] <br />
 
*'''nach 470:''' Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
*[[502#IBERIA | Fortsetzung 502]]
*'''um 452:''' Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit


==SASSANIDENREICH==
==SASSANIDENREICH==
   
   
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kavadh_I. Großkönig Kavadh I. (499–531)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kavadh_I. Großkönig Kavadh I. (2. Amtszeit 499–531)] <br />
 
Lachmiden
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Nu%27man_II_ibn_al-Aswad Klientelkönig Al-Nu'man II ibn al-Aswad (497-503)] <br />
 
*'''499:''' Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
*'''499:''' Lachmiden: 499/500: Nach dem Tod des al-Munzir II bestätigt der Schahanschah Al-Nu'man II als König der Lachmiden. Der Text setzt diese Einsetzung zwischen August 499 und August 500 an. Al-Nu'man II herrscht damit über das Reich der Lakhmiden.
*[[502#SASSANIDENREICH | Fortsetzung 502]]
*'''497:''' Al-Nu'man II ibn al-Aswad ist der zehnte lakhmidische König und herrscht seit 497. Seine Mutter ist Umm al-Mulk bint ʿAmr ibn Hajar al-Kindi, die Schwester von al-Harith ibn ʿAmru, einem kinditischen Prinzen.
*'''497:''' Lachmiden: 497/498: Nach der Darstellung des Theophanes des Bekenners greifen „Arabier-Skiniten“ aus dem Stamm des Phylarchen Naaman in die Euphratensia ein. Sie werden bei Vithraps von den Truppen des Strategen Eugenius geschlagen. Der Text nennt für diese Ereignisse das Jahr 5990 seit Erschaffung der Welt, entsprechend September 497 bis August 498.
*'''496:''' Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
*'''492:''' Lachmiden: 492/493: Al-Nu'man II ist der Sohn des lachimdischen Königs al-Aswad, der in Ungnade beim sassanidischen Schahanschah Kavad I fällt. Im Jahr 492 oder 493 wird al-Aswad von der Macht entfernt und in eine Haft gesetzt. Als Nachfolger wird sein Bruder al-Munzir II eingesetzt. Was Al-Nu'man II in den sieben Jahren der Herrschaft seines Onkels tut, bleibt im Text unbekannt.
*'''488:''' Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
*'''473:''' Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.


==AKSUMITISCHES REICH==
==AKSUMITISCHES REICH==


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ousas '''König Ousas''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nezool König Nezool (um 450–500)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ousas '''König Ousas (500-517/520)'''] <br />Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
*[[517#AKSUMITISCHES_REICH | Fortsetzung 517]]
 
*beim nächsten Eintrag: [[500#AKSUMITISCHES_REICH | Fortsetzung 500]]
 
==HIMYAR==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marthad%27ilan_Yu%27nim König Marthad'ilan Yu'nim (480–504 bzw 480–485)] <br />
 
*'''485:''' Christian J. Robin hält fest, dass seine Herrschaft im Jahr 485 endet. Nach den Angaben im Text bleibt jedoch eine Inschrift aus dem Jahr 502 CE erhalten, die seinen Namen zusammen mit seinen Geschwistern nennt; diese Inschrift nennt ihn außerdem nicht mit königlichen Titeln.
*[[505#HIMYAR | Fortsetzung 505]]
*'''480:''' Marthad'ilan Yu'nim beginnt im Jahr 480 seine Herrschaft. Nach der Inschrift YM 1200 errichtet er eine Synagoge und repariert einen unbekannten monotheistischen Kultort, der als Kenesit bezeichnet wird. Marthad'ilan Yu'nim, auch Marthad al-Khayr genannt, ist ein himyaritischer König und wird vor allem für seine Beteiligung am Basus-Krieg genannt. 480-504: In den Inschriften lautet sein Name Marthad'ilan Yu'nim; sein vollständiger Name ist Marthad ibn Lakhni'ah Yanuf al-Himyari. In den Büchern des arabischen Erbes heißt er Marthad al-Khayr ibn Dhi Jadan. Das Wort Yun'im bedeutet im Himyaritischen „gesegnet“, was im Arabischen al-Khayr entspricht. Marthad'ilan Yu'nim sendet eine Streitmacht von fünfhundert Soldaten, um Imru' al-Qais bei seinem Vorhaben zu unterstützen, die Stämme der Taghlib und der Banu Bakr im Basus-Krieg wieder zu vereinen, um die Banu Asad zu besiegen. Nach den arabischen Überlieferungen wird Marthad'ilan Yu'nim von einem König namens Qarmal abgelöst.
 
==ROURAN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Nagai Kagan Yujiulü Nagai (492–506)] <br />
 
*'''492:''' Nagai reißt 492 mit einem erfolgreichen Staatsstreich der Adligen der Rouran die Stellung des Khagan von Yujiulü Doulun an sich. Danach bittet er Kaiser Wu von Südliches Qi um Ärzte, Handwerker und Kunsthandwerker, doch diese Bitte wird abgelehnt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Doulun Kagan Yujiulü Doulun (485–492)]
*[[501#ROURAN | Fortsetzung 501]]
*'''487:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Yujiul%C3%BC_Nagai Yujiulü Nagai] Yujiulü Nagai und sein Neffe, der Kagan Yujiulü Doulun, kämpfen gegen den Gaoche-Herrscher Afuzhiluo und dessen Cousin Qiongqi. Afuzhiluo, Qiongqi und ihre Sippen mit über 100.000 Jurten entkommen 487 den verfolgenden Heeren von Doulun und Nagai. Während Doulun nur begrenzten Erfolg hat, gewinnt Nagai alle seine Kämpfe gegen die Gaoche.
 
==INDIEN==
 
'''Alchon-Hunnen'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Toramana König Toramana (493–515)] <br />
 
*'''Um 497–500:''' Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
*[[510#INDIEN | Fortsetzung 510]]
*'''495–500:''' Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
*'''Um 493:''' Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
*'''493:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Mehama König Mehama (461-493)]
 
'''Gupta-Reich'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Narasimhagupta König Narasimhagupta (495-530)] <br />um 500: Angriff der Alchon-Hunnen unter Mihirakula und Tormana auf das Gupta-Reich. <br />um 500–510: Rückzug nach Osten: Narasimhagupta muss sich vorübergehend nach Bengalen zurückziehen
*[[510#INDIEN | Fortsetzung 510]]
 
*'''um 495:''' Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
*'''um 495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Budhagupta König Budhagupta (476-495)]
*[[500#INDIEN | Fortsetzung 500]]
 
'''Vakataka'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Harishena König Harishena (480-510)]
 
'''Westliche Ganga-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Avinita König Avinita (469-529)]
 
*'''469:''' Avinita besteigt den Thron der Ganga-Dynastie [[529#INDIEN | Fortsetzung 529]]
 
'''Chalukya'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Jayasimha_(Vatapi_Chalukya_dynasty) '''König Jayasimha (um 500-520)'''] <br />Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie.
*[[520#INDIEN | Fortsetzung 520]]
 
'''Kamarupa'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Narayanavarman König Narayanavarman (494–518)] <br />
 
*'''494:''' Narayanavarman wird König von Kamarupa. Sein Vater, Mahendravarman, stirbt. [[518#INDIEN | Fortsetzung 518]]
*'''494:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Mahendravarman_(Varman_dynasty) König Mahendravarman (Mahendravarman)]
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Moggallana_I König Moggallana I. (497–515)]
 
*'''497:''' Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. [[515#INDIEN | Fortsetzung 515]]
*'''497:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Kashyapa_I König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)]
 
==KHMER==
 
'''Funan'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Jayavarman_Kaundinya König Jayavarman Kaundinya (484–514)] <br />
 
*'''484:''' Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
*'''484:''' Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
*[[502#KHMER | Fortsetzung 502]]
 
'''Chenla'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Sreshthavarman König Sreshthavarman (495-530)] <br />um 500: Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
*[[530#KHMER | Fortsetzung 530]]
 
*'''um 495:''' Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla
*[[500#KHMER | Fortsetzung 500]]
 
==CHINA==
(53./54. Zyklus - Jahr des Metall-Drachen; am Beginn des Jahres Erde-Hase)
 
'''Nördliche Wei-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xuanwu_of_Northern_Wei Kaiser Xuanwu (499-515)] <br />Um 500: Konsolidierung der Macht am Kaiserhof. Einfluss seiner Mutter, der Kaiserinwitwe, und mächtiger Beamter ist in den ersten Jahren sehr stark.
*[[501#CHINA | Fortsetzung 501]]
 
*'''499:''' Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie.
*'''499:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xiaowen_of_Northern_Wei Kaiser Xiaowen (471-499)]
*[[500#CHINA | Fortsetzung 500]]
 
'''Südliche Qi-Dynastie'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] <br />Im Jahr 500 beginnt der Seniorgeneral Chen Xianda, der damals Gouverneur der Provinz Jiang ist, von den Tötungen hochrangiger Beamter durch Xiao Baojuan zu hören. Daraufhin erhebt er sich zur Rebellion, rückt rasch auf Jiankang vor und erreicht die Außenbezirke der Hauptstadt in weniger als einem Monat, um den Jahreswechsel 500 herum. Chen stirbt jedoch in der Schlacht, und seine Rebellion wird besiegt. Nach Chens Niederlage wird Xiao Baojuan noch willkürlicher in seinem Verhalten. Er besucht gern viele Orte außerhalb des Palastes, will aber nicht, dass Menschen sein Gesicht sehen, und schickt deshalb zuerst Wächter, um die Bewohner aus ihren Häusern und Geschäften zu vertreiben, bevor er den Ort aufsucht. Wer nicht evakuiert, ob absichtlich oder nicht, wird hingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch das einfache Volk, den Kaiser zu verabscheuen. Im Frühjahr 500 ergibt sich der General Pei Zhaoye aus Angst mit der wichtigen Stadt Shouyang dem rivalisierenden Nördlichen Wei. Xiao Baojuan schickt die Generäle Cui Huijing und Xiao Yi aus, um Shouyang zurückzuerobern. Doch sobald sie den Hauptstadtbereich verlassen haben, erklärt Cui, dass er wegen des gewaltsamen Charakters des Kaisers eine Rebellion beginne, um den Kaiser zu stürzen. Er überredet Xiao Baojuans Bruder Xiao Baoxuan, sich ihm anzuschließen, und in nur 12 Tagen erreichen sie die Hauptstadt und belagern den Palast. Cui erklärt Xiao Baojuan als Prinzen von Wu abgesetzt. Da Cui glaubt, der Sieg sei nahe, führt er den Feldzug jedoch nicht sorgfältig genug aus. Xiao Baojuan schickt Boten, um Xiao Yi zurückzurufen und die Hauptstadt zu retten. Xiao Yi kehrt rasch zurück, besiegt Cui, der flieht, aber auf der Flucht getötet wird. Xiao Baoxuan wird hingerichtet. Nach Cuis Tod wird Xiao Baojuan noch zuversichtlicher, und seine Gefährten kontrollieren die Regierung schnell. Er bevorzugt seine Konkubine Consort Pan Yunu und überschüttet sie und ihren Vater Pan Baoqing mit vielen Dingen. Pan Baoqing beschuldigt häufig andere Menschen fälschlich von Verbrechen und lässt sie hinrichten, während er ihr Eigentum an sich nimmt. Xiao Baojuan führt außerdem eine große Zahl von Bauprojekten durch und verlangt von den Menschen oft Tributzahlungen in Form von Luxusgütern; seine Gefährten nutzen dies, um noch mehr zu fordern, und die Bevölkerung wird müde. Um Xiao Yi zu belohnen, macht Xiao Baojuan ihn nach dessen Sieg über Cui Huijing zum Premierminister. Doch bald wird er auch gegenüber Xiao Yi misstrauisch, und auf Drängen seiner Gefährten zwingt er Xiao Yi im Winter 500 zum Selbstmord. Xiao Yis Bruder Xiao Yan, der Gouverneur der Provinz Yong, erklärt daraufhin von seiner Provinzhauptstadt Xiangyang aus eine Rebellion. Xiao Baojuan schickt den General Liu Shanyang zum Angriff auf Xiao Yan, doch aus Furcht vor einem Überraschungsangriff durch Liu Shanyang schließt sich Xiao Yingzhou, der Stabschef von Xiao Baojuans Bruder Xiao Baorong, der als nomineller Gouverneur der Provinz Jing dient, stattdessen Xiao Yan an und überfällt Liu Shanyang, wobei er ihn tötet. Xiao Yan und Xiao Yingzhou erklären dann beide, dass sie Xiao Baojuan stürzen und Xiao Baorong zum Kaiser machen wollen. Xiao Yingzhou bleibt mit Xiao Baorong in Jiangling, während Xiao Yan nach Osten angreift.
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Winter 500 lässt Xiao Baojuan seinen Premierminister Xiao Yi hinrichten. Daraufhin erklärt Xiao Yis Bruder Xiao Yan, der Gouverneur der Yong-Provinz ist, von der Hauptstadt der Yong-Provinz, Xiangyang, aus den Aufstand. Als Reaktion sendet Xiao Baojuan den General Liu Shanyang in die Jing-Provinz und ordnet an, dass er sich mit Xiao Yingzhou trifft und dann Xiangyang angreift. Xiao Yan überzeugt jedoch Xiao Yingzhou davon, dass Liu den Auftrag habe, sowohl Jing als auch Yong anzugreifen; daraufhin täuscht Xiao Yingzhou Liu mit der Hinrichtung von Xiao Yans Boten Wang Tianhu eine gute Absicht vor, überrascht Liu, tötet ihn und übernimmt seine Truppen. Danach erklärt er offen den Aufstand und unterstützt Xiao Baorong als nominellen Anführer. Xiao Yingzhou und Xiao Baorong bleiben in Jiangling, der Hauptstadt der Jing-Provinz, die nun provisorische Hauptstadt wird, während Xiao Yan weiter nach Osten gegen Xiao Baojuans Streitkräfte vorrückt.
*[[501#CHINA | Fortsetzung 501]]
 
*'''499:''' Xiao Baojuan: Im Jahr 499 ist Xiao Baojuan bereits Kaiser. Kaiser Mings Wille hat eine Gruppe hochrangiger Beamter mit der Leitung der Regierung betraut: Xiao Baojuans Cousin Xiao Yaoguang, der Prinz von Shi'an, den Premierminister Xu Xiaosi, die Vertrauten Jiang Shi und Jiang Si, Xiao Baojuans Onkel Liu Xuan und den General Xiao Tanzhi. Xiao Baojuan ist darauf bedacht, kaiserliche Autorität auszuüben, verbringt aber oft seine Zeit mit Spielen mit seinen engen Gefährten, denen er häufig Geld gibt. Die hochrangigen Beamten, besonders Jiang Shi, versuchen, sein Verhalten zu begrenzen, was den jungen Kaiser stark verärgert; er wird als jemand beschrieben, der Treffen mit Beamten nicht mag, aber Eunuchen, Leibwächter und Boten bevorzugt. Er macht seine Ehefrau Kronprinzessin Chu zur Kaiserin und seinen einzigen bekannten Sohn Xiao Song, den er von seiner Konkubine Consort Huang hat, zum Kronprinzen. Ebenfalls im Jahr 499 beginnt Jiang Shi unter den hochrangigen Beamten eine Diskussion darüber, Xiao Baojuan abzusetzen und durch seinen jüngeren Bruder Xiao Baoxuan, den Prinzen von Jiangxia, zu ersetzen. Liu Xuan mag Xiao Baoxuan jedoch nicht, und Xiao Yaoguang lenkt die Diskussion darauf, sich selbst zum Kaiser zu machen. Liu widersetzt sich auch diesem Plan. In seinem Zorn versucht Xiao Yaoguang 499 erfolglos, Liu zu ermorden; Liu berichtet Xiao Baojuan den Plan. Xiao Baojuan lässt daraufhin Jiang Shi und Jiang Si sofort verhaften und hinrichten. Xiao Yaoguang stellt sich aus Angst krank und tritt zurück, fürchtet aber anschließend, Xiao Baojuan werde ihn dennoch hinrichten, und beginnt eine Rebellion, bei der er den Palast belagert. Xiao Baojuans Streitkräfte unter dem Kommando von Xiao Tanzhi sowie den beiden anderen Generälen Zuo Xingsheng und Cao Hu greifen an und belagern Xiao Yaoguangs Hauptquartier, nehmen ihn gefangen und richten ihn hin. In der Folge von Xiao Yaoguangs Rebellion kontrolliert Xiao Baojuan nun mehr Macht als zuvor. Zunächst befördert er Xu Xiaosi, Xiao Tanzhi, Liu Xuan, Cao Hu sowie den Beamten Shen Wenji, um ihre Beiträge und ihre Loyalität während der Rebellion zu belohnen. Weniger als einen Monat später lässt Xiao Baojuan jedoch auf Berichte seiner Gefährten, die Xiao Tanzhi nicht mögen, hin Xiao Tanzhi verhaften und hinrichten. Bald erleiden Liu und Cao dasselbe Schicksal, und von da an lebt die gesamte Regierung in Angst und weiß nicht, wen der Kaiser als Nächstes töten wird. Zwei Monate später werden auch Xu und Shen sowie Shens Neffe Shen Zhaolüe getötet.
*'''499:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 499 ändert Xiao Baojuan Xiao Baorongs Titel in Prinz von Nankang. Ebenfalls im Jahr 499 macht Xiao Baojuan Xiao Baorong zum Gouverneur der wichtigen Jing-Provinz, wobei die tatsächliche Verwaltung vor allem in den Händen des Stabes liegt, besonders beim Stabschef Xiao Yingzhou. Zwischen 494 und 499 heiratet Xiao Baorong außerdem Wang Shunhua, die Enkelin des frühen südlichen Qi- Premierministers Wang Jian, als seine Frau.
*[[500#CHINA | Fortsetzung 500]]
*'''498:''' Xiao Baojuan: Im Jahr 498 geschieht während der Rebellion des zurückgetretenen Generals Wang Jingze, dass Xiao Baojuan trotz der Tatsache, dass Wangs Armee weit von der Hauptstadt Jiankang entfernt ist, ein Feuer für ein Zeichen hält, Wangs Armee sei nahe der Hauptstadt, und sich in einen Jumpsuit umzieht, um zu fliehen. Danach wird Wangs Armee besiegt. Im Herbst 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baojuan folgt ihm auf den Thron als Kaiser.
*'''498:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baorongs älterer Bruder Xiao Baojuan erbt den Thron und führt die Herrschaft fort.
*'''496:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Im Jahr 496 hat Xiao Baojuan eine Volljährigkeitszeremonie. Über weitere Aktivitäten in diesem Jahr wird nichts berichtet.
*'''495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Im Jahr 495 gibt sein Vater ihm die Tochter seines Beamten Chu Cheng, Chu Lingqu, zur Ehe als Kronprinzessin. Xiao Baojuan hat damit seine Ehe mit Chu Lingqu.
*'''494:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Im Jahr 494 führt Xiao Luan, während Kaiser Wus unfähiger und leichtfertiger Enkel Xiao Zhaoye Kaiser ist und Xiao Luan als dessen Premierminister dient, einen Staatsstreich durch und stürzt Xiao Zhaoye. Etwa zu dieser Zeit wird Xiao Baojuans Name von Mingxian in Baojuan geändert. Xiao Luan setzt zunächst Xiao Zhaowen, den jüngeren Bruder von Xiao Zhaoye, als Kaiser ein, doch nachdem er seine Macht weiter gefestigt hat, einschließlich der Tötung vieler Söhne sowohl von Kaiser Wu als auch von Kaiser Wus Vater Kaiser Gao, übernimmt Xiao Luan den Thron selbst als Kaiser Ming. Da Xiao Baojuans älterer Bruder Xiao Baoyi als schwer behindert und nicht sprechfähig gilt, wird Xiao Baojuan als zweiter Sohn und ältester Sohn von Xiao Luans Ehefrau zum Kronprinzen erhoben.
*'''494:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 494 stürzt Xiao Luan in einem Staatsstreich Kaiser Wu’ s Enkel Xiao Zhaoye und tötet ihn. Noch im selben Jahr übernimmt Xiao Luan auch den Thron von Xiao Zhaoyes Bruder Xiao Zhaowen und wird als Kaiser Ming Herrscher; Xiao Baorong wird als Sohn des neuen Kaisers zum Prinzen von Sui-Kommanderie ernannt.
*'''483:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Xiao_Baojuan Kaiser Xiao Baojuan (498-501)] Xiao Baojuan wird 483 geboren, als sein Vater Xiao Luan ein Beamter mittleren bis höheren Ranges und Marquess of Xichang ist und als Cousin von Kaiser Wu gilt. Sein ursprünglicher Name ist Xiao Mingxian. Er ist der zweite Sohn von Xiao Luan, und seine Mutter Liu Huiduan ist Xiao Luans Ehefrau. Sein älterer Bruder Xiao Baoyi wird von Xiao Luans Konkubine Lady Yin geboren. Seine Mutter Marchioness Liu hat außerdem die drei weiteren Söhne Xiao Baoxuan, Xiao Baoyin und Xiao Baorong, bevor sie 489 stirbt.
*'''489:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Im Jahr 489 stirbt Xiao Baorongs Mutter, Marchioness Liu Huiduan. Zu diesem Zeitpunkt ist Xiao Baorong noch ein Kind, da er 488 geboren wird.
*'''488:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_He_of_Southern_Qi Xia Baorong] Xiao Baorong wird 488 geboren, als sein Vater Xiao Luan der Marquess of Xichang und ein Beamter mittleren bis höheren Ranges unter Kaiser Wu ist. Seine Mutter ist Xiao Luans Frau, Marchioness Liu Huiduan, die im folgenden Jahr 489 stirbt.
*'''464:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Wu_of_Liang Xiao Yan] Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)
 
==KOREA==
 
'''Goguryeo'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Munjamyeong_of_Goguryeo König Munjamyeong (491–519)] <br />
 
*'''498:''' Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
*[[503#KOREA | Fortsetzung 503]]
*'''496:''' Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
*'''494:''' Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
*'''491/492:''' Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
*'''491:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Jangsu_of_Goguryeo König Jangsu (412–491)]
 
'''Baekje'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dongseong_of_Baekje König Dongseong (479–501)] <br />Ab dem Jahr 499 wird das Land von einer Hungersnot heimgesucht. Nach dem Samguk Sagi reagiert der König nicht darauf. Er lebt weiter in Ausschweifung, während sich Räuberei ausbreitet.
*[[503#KOREA | Fortsetzung 503]]
 
*'''498:''' Dongseong: Im Jahr 498 unterwirft die Baekje-Armee Tamna, das Königreich auf der Insel Jeju, weil es keine Tributzahlungen sendet. Das Buch von Qi berichtet außerdem, dass Dongseong Armeen nach Liaodong und Liaoxi in China sendet, um Goguryeo-Truppen zu besiegen.
*[[500#KOREA | Fortsetzung 500]]
*'''495:''' Dongseong: Im Jahr 495 verbünden sich Baekje und Silla und greifen gemeinsam Goguryeo an.
*'''493:''' Dongseong: Dongseong schließt im Jahr 493 durch seine Heirat mit einer Silla-Adligen ein Bündnis mit Silla.
*'''484:''' Dongseong: Dongseong sendet im Jahr 484 eine Tributmission an das Südliche Qi. Damit nimmt Baekje die Beziehungen zum südlichen China nach einer langen Unterbrechung wieder auf.
*'''479:''' Dongseong: Dongseong ist der 24. König von Baekje und regiert von 479 bis 501. Er folgt nach dem Tod von Samgeun ohne Kinder auf den Thron. Er stärkt die Macht des Hofes nach der Verlegung der Hauptstadt aus dem Gebiet des heutigen Seoul nach Ungjin. Er baut mehrere Festungen und Burgen, um die neue Hauptstadt auszubauen. Er nimmt die lokalen Sa-, Yeon- und Baek-Clans in den Hof auf, um die fest verankerte Aristokratie der früheren Hauptstadt auszugleichen.
 
'''Geumgwan Gaya'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Gyeomji_of_Geumgwan_Gaya König Gyeomji (492–521)]
 
*'''492:''' Gyeomji, Sohn von Jilji und Bangwon, wird neunter König von Geumgwan Gaya
*[[521#KOREA | Fortsetzung 521]]
*'''492:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Jilji_of_Geumgwan_Gaya König Jilji (451–492)]
 
'''Silla'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Soji_of_Silla König Soji (479–500)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Jijeung_of_Silla '''König Jijeung (500–514)'''] <br />Thronbesteigung König Jijeungs im Reich Silla. Seine Regentschaft ist geprägt von einer Stärkung der königlichen Zentralgewalt, administrativen Reformen sowie der formalen Einführung des Königstitels, wodurch Silla sich zunehmend als gefestigter Territorialstaat etabliert. <br />Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
*[[501#KOREA | Fortsetzung 501]]
 
*'''479:''' Jabi Maripgan herrscht über Silla in den Jahren 458 bis 479 und ist damit der unmittelbare Vorgänger von Soji als Herrscher von Silla.
*[[500#KOREA | Fortsetzung 500]]


==JAPAN==
==JAPAN==


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Tennō Buretsu (498–506)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Tennō Buretsu (498–507)] <br />Im Jahr 500 beschreibt das Nihonshoki den elfjährigen Buretsu dabei, wie er den Bauch einer schwangeren Frau aufschneidet und den Embryo betrachtet. Für dieses Jahr werden im Text außerdem seine Grausamkeit und sein schlechtes Regiment hervorgehoben.
*[[507#JAPAN | Fortsetzung 507]]


==MALAIEN==
*'''499:''' Im Jahr 499 verlegt Buretsu die Hofresidenz in den neuen Palast Hatsuse no Namiki in Sakurai, unweit des vorherigen kaiserlichen Palastes in Tenri. Im selben Jahr heiratet er Kasuga no Iratsume, die Kaiserin wird, ihm aber keinen Erben gebiert.
*[[500#JAPAN | Fortsetzung 500]]
*'''498:''' Im Jahr 498 stirbt Buretsus Vater, der Kaiser Ninken. Der „große Minister“ Heguri no Matori no Omi versucht daraufhin, sich den Thron anzueignen. Durch die Milizen des Hofbeamten Otomo no Kanamura no Muraji wird die Usurpation verhindert, Heguri wird in seinem Haus lebendig verbrannt, und Buretsu steigt im zwölften Monat des elften Regierungsjahres seines Vaters auf den Thron. [http://de.wikipedia.org/wiki/Ninken Tennō Ninken (488–498)''']
*'''489:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Buretsu Buretsu] Buretsu wird im Jahr 489 geboren und heißt Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto beziehungsweise Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto. Er ist der Sohn des Kaisers Ninken und der Kasuga no Ōiratsume no Kōgō. Später wird er als der 25. Kaiser von Japan in der traditionellen Thronfolge bezeichnet.


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Srivijaya '''Srivijaya'''] <br />um 500: In Südostasien entsteht das Reich von Srivijaya.
==SRIVIJAYA==
 
*um 500: In Südostasien entsteht das Reich von Srivijaya.


==SPEZIELLES==
==SPEZIELLES==
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16.12.2024 Grundstock ergänzt
16.12.2024 Grundstock ergänzt
16.05.2026 Grundstock weiter ergänzt


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Aktuelle Version vom 16. Mai 2026, 16:39 Uhr

497 | 498 | 499 | 500 | 501 | 502 | 503

bis -176 ergänzen, von da an rückwärts definitiver neuer Grundstock vorhanden

WELTALL

MAYA

Palenque

  • 496: 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist
  • Fortsetzung 501
  • 490: 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)

Tikal

  • 488: Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt.
  • Fortsetzung 504
  • 486: Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. Ajaw Kʼan Chitam (458-486)

Copan

PIKTEN

  • 480: Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. König Nechtan Morbet (456–480)
  • Fortsetzung 510

KELTEN

Ulster

  • 496: Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird.
  • Fortsetzung 509
  • 489: Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. König Muiredach Muinderg (465–489) Erster historischer König mit Wiki-Artikel
  • Liste der Könige

Connacht

  • König Dauí Tenga Uma (482–500)
    Dauí Tenga Uma wird in der Schlacht von Segsa (Seghais oder Boyle River) von seinem eigenen Schwiegersohn Muirchertach mac Ercae besiegt und erschlagen. Ursache des Krieges ist nach den Annalen seine Tochter Duinseach.
  • König Eógan Bél (500–542)
    Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
  • Fortsetzung 530

Leinster

Dalriada

  • König Fergus I. (500–501)
    Fergus mac Erc kommt um das Jahr 500 mit seinen Brüdern und seinen Sohn Domangart, auch Domangart Réti, von Nordirland nach Alba in Schottland. Dort gründen sie das neue Königreich Dalriada.
  • Fortsetzung 501

Gwynedd

  • König Cadwallon Lawhir (um 500-534)
    Cadwallon Lawhir herrscht als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters
    um 500–510: Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515
    um 500–520: Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird.
    Anmerkung Rk: Die Regierungszeiten der vorherigen Könige werden sehr unterschiedlich angegeben, sodass die Chronik von Gwynedd in meinem Wiki erst hier beginnt.
  • Fortsetzung 520

ANGELSACHSEN

  • 495: Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
  • Fortsetzung 503

Sussex

  • König Ælle (um 477-500)
  • Schlacht von Mons Badonicus
    um 500: In der legendenhaften Schlacht von Mons Badonicus gelingt den Romano-Briten unter ihrem angeblichen Heerführer Ambrosius Aurelianus ein Sieg gegen die Angelsachsen, deren Vormarsch in Mittelengland damit bis in die 570er Jahre gestoppt wird. Historizität, genaues Jahr und genauer Ort der Schlacht sind umstritten; am wahrscheinlichsten gelten die 490er Jahre (spätestens 503) sowie die Gegend um Bath; die Angelsachsen dürfte Ælle von Sussex angeführt haben, spätere Quellen assoziieren auf britischer Seite Artus mit der Schlacht. Archäologische Beweise von den Friedhöfen der heidnischen Angelsachsen deuten an, dass eine Anzahl ihrer Siedlungen verlassen und die Grenze zwischen den Invasoren und den britischen Einwohnern um das Jahr 500 herum zu Lasten der Angelsachsen verschoben wird. Die Angelsachsen besitzen zu dieser Zeit die Grafschaften Kent, Sussex, Norfolk und Suffolk sowie Landstriche am Humber; die Briten kontrollieren nicht nur alles westlich einer Linie von der Mündung des Wiltshire Avon bei Christchurch (Dorset) hinauf zum Trent, dann diesen Fluss entlang bis zum Humber, und schließlich den Derwent in Yorkshire entlang bis zur Nordsee, sondern auch eine Enklave, die bis zum Norden und Westen von London und dem Süden von Verulamium reicht, und sich nach Westen bis an die Grenze erstreckt.
  • König Cissa von Sussex
    Die Regierungszeit dieses Königs ist sehr unsicher, es ist auch kein Nachfolger bekannt. Die Chronik setzt um 682 wieder ein.
  • 491: Im Jahr 491 belagern und stürmen die Angelsachsen unter ihren Anführern Ælle und Cissa die Stadt Andredes ceaster, das Kastell Anderitum, das mit dem heutigen Pevensey gleichgesetzt wird. Sie töten alle Verteidiger, sodass kein Brite beziehungsweise kein „Waliser“ dort übrigbleibt, und damit fällt vermutlich die letzte Befestigung des Litus Saxonicum in sächsische Hand.
  • Fortsetzung 500
  • 485: Im Jahr 485 kämpft Ælle nach der Angelsächsischen Chronik gegen die Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“ bei Mearcrædesburnan stæðe an einem nicht lokalisierten Grenzfluss, wobei der Ausgang dieses Gefechts unbekannt bleibt.
  • 477: Im Jahr 477 kommt Ælle nach der Angelsächsischen Chronik mit seinen drei Söhnen Cymen, Wlencing und Cissa in drei Schiffen mit weiteren sächsischen Truppen an der Küste des nach ihnen benannten Sussex bei Cymenesora an und kämpft dort gegen die ansässigen Romano-Briten beziehungsweise „Waliser“. Er tötet dabei viele Gegner und zwingt andere zur Flucht in den Wald Andredesleage, womit das ausgedehnte Waldgebiet Weald gemeint ist.

Kent

  • 488: Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
  • Fortsetzung 512
  • 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
  • 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
  • 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
  • 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
  • 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.

WESTGERMANEN

Westgoten

  • König Alarich II. (484–507)
    Um 500 schließt Alarich Frieden mit Chlodwig; die beiden treffen sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen treffen. Dieser Frieden beendet vorerst die militärischen Spannungen, ohne sie dauerhaft zu lösen.
  • Fortsetzung 501
  • 497: Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt.
  • Fortsetzung 500
  • 496: In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an.
  • 490: Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst.
  • 487: Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest.
  • 486: Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
  • 484: Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. König Eurich (466–484)

Burgunden

  • Unterkönig in Genf Godegisel (463-480), König Godegisel (480–501)
    Godegisel versucht durch ein Abkommen mit Chlodwig I., Herrscher über ganz Burgund zu werden und seinen Bruder Gundobad zu beseitigen. Chlodwig stimmt unter der Zusage jährlicher Tributzahlungen und Gebietsabtretungen zu. Im Jahr 500 besiegen sie Gundobad bei Dijon. Gundobad sieht sich gezwungen, gegen die Eindringlinge zu marschieren und bittet seinen Bruder um Hilfe, steht dann aber zugleich den Franken und Godegisel gegenüber. Nach der Niederlage flieht Gundobad nach Avignon, während sich Godegisel nach Vienne zurückzieht. Chlodwig folgt Gundobad nach Avignon, belagert die Stadt, bricht die Belagerung jedoch ab und schließt Frieden mit Gundobad.
  • König Gundobad in Lyon (480–516)
    Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
  • Fortsetzung 501
  • um 497: Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
  • Fortsetzung 500
  • 494: Godegisel: In Genf erreicht ihn 494 eine Gesandtschaft des Bischofs Epiphanius von Pavia.
  • um 492/494: Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
  • 490: Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
  • 480: Godegisel: Chilperich I. stirbt um 480 kinderlos, sodass fortan Gundobad, der älteste der Brüder, und Godegisel als Könige der Burgunden amtieren.
  • ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
  • 475: Godegisel: Godomar und Chilperich II. sterben um 475/476.
  • 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.
  • 473: Godegisel: Nach dem Tod seines Vaters Gundioch um 473 teilen sich zunächst vor allem Gundobad und Chilperich I., ein Bruder Gundiochs und damit Onkel Godegisels, die Macht.
  • 463: Godegisel: Godegisel ist ab 463 Unterkönig im Königreich der Burgunden; er hat seinen Herrschaftssitz in Genf.

Fränkisches Reich

  • König Chlodwig I. (481/482–511)
    Chlodwig I. greift in Burgund zu Gunsten des Genfer Unterkönigs Godegisel gegen den in Lyon residierenden Oberkönig Gundobad ein, dessen Truppen in der Schlacht an der Ouche bei Dijon geschlagen werden. Gundegisel zieht daraufhin im Triumph als Burgunderherrscher in der Hauptstadt Vienne ein, doch gelingt Gundobad selbst die Flucht nach Avignon, wo er mit Chlodwig die Zahlung von Tributen vereinbart, so dass dieser ihn als König anerkennt.
  • Theuderich
    Cum 500: Geburt Theudeberts, Sohn von Theuderich (Chlodwigs Sohn) und Suavegotho
  • Bischof Remigius von Reims (459–533)
  • Fortsetzung 502
  • 499: Chlodwig: 499 wird ebenfalls als mögliches Taufjahr genannt. Wie in den anderen genannten Jahren geht es um Chlodwigs Taufe zu Weihnachten durch Bischof Remigius in Reims. Der Text betont, dass die Quellenaussagen dazu nicht genau sind.
  • Fortsetzung 500
  • 498: Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
  • 497: Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
  • 496: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
  • Um 495: Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
  • 494: Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
  • 493: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
  • 492: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
  • 487: Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
  • 486: Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
  • 481/482: Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
  • 397: Bischof Severin von Köln (397)

Rheinfranken

  • 497: Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen.
  • Fortsetzung 507
  • 496: Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist.
  • 486: Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen.
  • 469: Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.

Thüringer

Vandalen

  • König Thrasamund (496–523)
    Thrasamund heiratet Amalafrida, die Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen, nachdem er mit diesem ein Bündnis geschlossen hat. Theoderich tritt den Vandalen den Nordwesten Siziliens, darunter auch die Hafenstadt Lilybaeum, als Mitgift ab.
  • Fortsetzung 508
  • 496: Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen
  • Fortsetzung 500

OSTGERMANEN

Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLIII = 1253)

  • König Theoderich der Große (474–526)
    Theoderich verlässt Ravenna in Richtung Rom, wo er einen feierlichen Einzug hält. Dort veröffentlicht er ein Edikt (Edictum Theoderici), mit dem versucht wird, das römische Recht für alle seine Untertanen durchzusetzen, unabhängig von deren Herkunft. Die politische und administrative Organisation wird wiederhergestellt, darunter Senat, Stadtpräfekt, Provinzgouverneure und kommunale Kurialen.
    In Ravenna wird die arianische Taufkapelle von Theoderich dem Großen errichtet, gleichzeitig mit der Basilika Sant’Apollinare Nuovo.
  • Prätorianerpräfekt Flavius Theodorus
    Flavius Theodorus ist der Sohn des Konsuls des Jahres 480, Caecina Decius Maximus Basilius. Sein älterer Bruder Albinus ist Konsul des Jahres 493; sein jüngerer Bruder wird 501 Konsul. Nach einem Besuch des Ostgotenkönigs Theoderich in Rom wird Theodorus von ihm als Nachfolger des Liberius zum praefectus praetorio von Italien ernannt.
  • Papst Symmachus (498–514)
  • Codex Argenteus
    Um 500: In Norditalien entsteht der Codex Argenteus, eine wertvolle Handschrift der Wulfilabibel.
  • Fortsetzung 501
  • 499: Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
  • Fortsetzung 500
  • 22. November 498: Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
  • 493: Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
  • 493: Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich

Langobarden

  • 490: Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
  • Fortsetzung 505
  • Um 470: Wacho Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt

OSTRÖMISCHES REICH

  • Kaiser Anastasios I. (491–518)
    um 500: Anastasios herrscht über den Großteil des Balkans, Kleinasien, Syrien und Palästina, Teile des Zweistromlandes (Mesopotamien) sowie über Ägypten und Libyen. Damit ist sein Herrschaftsgebiet weitgehend deckungsgleich mit dem späteren Osmanischen Reich in dessen größter Ausdehnung.
    Um 500 schließt Anastasios Verträge mit mehreren nomadischen Stämmen in Nordarabien. Gegen die Zahlung von Tributen an das Oströmische Reich und die militärische Sicherung der östlichen Grenzgebiete wird diesen Stämmen gestattet, sich niederzulassen und landwirtschaftliche Flächen in Arabien zu bewirtschaften
  • Konsul Flavius Hypatius
    Hypatius bekleidet das ordentliche Konsulat, was er nicht zuletzt der Protektion durch seinen kinderlosen Onkel, Kaiser Anastasius, verdankt.
  • Konsul Patricius
    Patricius wird, als er bereits als älter angesehen wird, zum Konsul ernannt. Noch im selben Jahr wird er zum magister militum praesentalis (Kommandeur der Hofarmee) ernannt; dieses Amt übt er bis zum Tod von Kaiser Anastasios I. im Juli 518 aus.
  • Akakianisches Schisma (484–519)
  • Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)
  • Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)
  • Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
  • Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
  • März: Laut der Chronik des Josua Stylites verwüstet ein Heuschreckenschwarm die Region Edessa und beeinträchtigt die Weizenernte. Angesichts der daraus resultierenden Hungersnot im April säen die Bauern ein Hilfsgetreide, Hirse, das jedoch nicht reift. Die Krise verschärft sich im August, und die Bauern verlassen ihre Dörfer, um in die Stadt zu ziehen.[1] Eine Epidemie, vermutlich Pocken, bricht aus. Die Sterblichkeit erreicht ihren Höhepunkt zwischen Dezember und März 501.
  • Fortsetzung 501
  • 498: Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
  • 498: Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
  • Fortsetzung 500
  • 497: Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
  • 496: Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
  • 496: Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
  • 11. April 491: Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
  • 494: Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
  • Um 491: Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
  • Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
  • um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
  • 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
  • um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea

IBERIA

  • nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
  • Fortsetzung 502
  • um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit

SASSANIDENREICH

Lachmiden

  • 499: Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
  • 499: Lachmiden: 499/500: Nach dem Tod des al-Munzir II bestätigt der Schahanschah Al-Nu'man II als König der Lachmiden. Der Text setzt diese Einsetzung zwischen August 499 und August 500 an. Al-Nu'man II herrscht damit über das Reich der Lakhmiden.
  • Fortsetzung 502
  • 497: Al-Nu'man II ibn al-Aswad ist der zehnte lakhmidische König und herrscht seit 497. Seine Mutter ist Umm al-Mulk bint ʿAmr ibn Hajar al-Kindi, die Schwester von al-Harith ibn ʿAmru, einem kinditischen Prinzen.
  • 497: Lachmiden: 497/498: Nach der Darstellung des Theophanes des Bekenners greifen „Arabier-Skiniten“ aus dem Stamm des Phylarchen Naaman in die Euphratensia ein. Sie werden bei Vithraps von den Truppen des Strategen Eugenius geschlagen. Der Text nennt für diese Ereignisse das Jahr 5990 seit Erschaffung der Welt, entsprechend September 497 bis August 498.
  • 496: Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
  • 492: Lachmiden: 492/493: Al-Nu'man II ist der Sohn des lachimdischen Königs al-Aswad, der in Ungnade beim sassanidischen Schahanschah Kavad I fällt. Im Jahr 492 oder 493 wird al-Aswad von der Macht entfernt und in eine Haft gesetzt. Als Nachfolger wird sein Bruder al-Munzir II eingesetzt. Was Al-Nu'man II in den sieben Jahren der Herrschaft seines Onkels tut, bleibt im Text unbekannt.
  • 488: Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
  • 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.

AKSUMITISCHES REICH

  • König Nezool (um 450–500)
  • König Ousas (500-517/520)
    Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
  • Fortsetzung 517

HIMYAR

  • 485: Christian J. Robin hält fest, dass seine Herrschaft im Jahr 485 endet. Nach den Angaben im Text bleibt jedoch eine Inschrift aus dem Jahr 502 CE erhalten, die seinen Namen zusammen mit seinen Geschwistern nennt; diese Inschrift nennt ihn außerdem nicht mit königlichen Titeln.
  • Fortsetzung 505
  • 480: Marthad'ilan Yu'nim beginnt im Jahr 480 seine Herrschaft. Nach der Inschrift YM 1200 errichtet er eine Synagoge und repariert einen unbekannten monotheistischen Kultort, der als Kenesit bezeichnet wird. Marthad'ilan Yu'nim, auch Marthad al-Khayr genannt, ist ein himyaritischer König und wird vor allem für seine Beteiligung am Basus-Krieg genannt. 480-504: In den Inschriften lautet sein Name Marthad'ilan Yu'nim; sein vollständiger Name ist Marthad ibn Lakhni'ah Yanuf al-Himyari. In den Büchern des arabischen Erbes heißt er Marthad al-Khayr ibn Dhi Jadan. Das Wort Yun'im bedeutet im Himyaritischen „gesegnet“, was im Arabischen al-Khayr entspricht. Marthad'ilan Yu'nim sendet eine Streitmacht von fünfhundert Soldaten, um Imru' al-Qais bei seinem Vorhaben zu unterstützen, die Stämme der Taghlib und der Banu Bakr im Basus-Krieg wieder zu vereinen, um die Banu Asad zu besiegen. Nach den arabischen Überlieferungen wird Marthad'ilan Yu'nim von einem König namens Qarmal abgelöst.

ROURAN

  • 492: Nagai reißt 492 mit einem erfolgreichen Staatsstreich der Adligen der Rouran die Stellung des Khagan von Yujiulü Doulun an sich. Danach bittet er Kaiser Wu von Südliches Qi um Ärzte, Handwerker und Kunsthandwerker, doch diese Bitte wird abgelehnt. Kagan Yujiulü Doulun (485–492)
  • Fortsetzung 501
  • 487: Yujiulü Nagai Yujiulü Nagai und sein Neffe, der Kagan Yujiulü Doulun, kämpfen gegen den Gaoche-Herrscher Afuzhiluo und dessen Cousin Qiongqi. Afuzhiluo, Qiongqi und ihre Sippen mit über 100.000 Jurten entkommen 487 den verfolgenden Heeren von Doulun und Nagai. Während Doulun nur begrenzten Erfolg hat, gewinnt Nagai alle seine Kämpfe gegen die Gaoche.

INDIEN

Alchon-Hunnen

  • Um 497–500: Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
  • Fortsetzung 510
  • 495–500: Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
  • Um 493: Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
  • 493: König Mehama (461-493)

Gupta-Reich

Vakataka

Westliche Ganga-Dynastie

Chalukya

  • König Jayasimha (um 500-520)
    Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie.
  • Fortsetzung 520

Kamarupa

Anuradhapura

  • 497: Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. Fortsetzung 515
  • 497: König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)

KHMER

Funan

  • 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
  • 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
  • Fortsetzung 502

Chenla

  • König Sreshthavarman (495-530)
    um 500: Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
  • Fortsetzung 530
  • um 495: Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla
  • Fortsetzung 500

CHINA

(53./54. Zyklus - Jahr des Metall-Drachen; am Beginn des Jahres Erde-Hase)

Nördliche Wei-Dynastie

Südliche Qi-Dynastie

  • Kaiser Xiao Baojuan (498-501)
    Im Jahr 500 beginnt der Seniorgeneral Chen Xianda, der damals Gouverneur der Provinz Jiang ist, von den Tötungen hochrangiger Beamter durch Xiao Baojuan zu hören. Daraufhin erhebt er sich zur Rebellion, rückt rasch auf Jiankang vor und erreicht die Außenbezirke der Hauptstadt in weniger als einem Monat, um den Jahreswechsel 500 herum. Chen stirbt jedoch in der Schlacht, und seine Rebellion wird besiegt. Nach Chens Niederlage wird Xiao Baojuan noch willkürlicher in seinem Verhalten. Er besucht gern viele Orte außerhalb des Palastes, will aber nicht, dass Menschen sein Gesicht sehen, und schickt deshalb zuerst Wächter, um die Bewohner aus ihren Häusern und Geschäften zu vertreiben, bevor er den Ort aufsucht. Wer nicht evakuiert, ob absichtlich oder nicht, wird hingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch das einfache Volk, den Kaiser zu verabscheuen. Im Frühjahr 500 ergibt sich der General Pei Zhaoye aus Angst mit der wichtigen Stadt Shouyang dem rivalisierenden Nördlichen Wei. Xiao Baojuan schickt die Generäle Cui Huijing und Xiao Yi aus, um Shouyang zurückzuerobern. Doch sobald sie den Hauptstadtbereich verlassen haben, erklärt Cui, dass er wegen des gewaltsamen Charakters des Kaisers eine Rebellion beginne, um den Kaiser zu stürzen. Er überredet Xiao Baojuans Bruder Xiao Baoxuan, sich ihm anzuschließen, und in nur 12 Tagen erreichen sie die Hauptstadt und belagern den Palast. Cui erklärt Xiao Baojuan als Prinzen von Wu abgesetzt. Da Cui glaubt, der Sieg sei nahe, führt er den Feldzug jedoch nicht sorgfältig genug aus. Xiao Baojuan schickt Boten, um Xiao Yi zurückzurufen und die Hauptstadt zu retten. Xiao Yi kehrt rasch zurück, besiegt Cui, der flieht, aber auf der Flucht getötet wird. Xiao Baoxuan wird hingerichtet. Nach Cuis Tod wird Xiao Baojuan noch zuversichtlicher, und seine Gefährten kontrollieren die Regierung schnell. Er bevorzugt seine Konkubine Consort Pan Yunu und überschüttet sie und ihren Vater Pan Baoqing mit vielen Dingen. Pan Baoqing beschuldigt häufig andere Menschen fälschlich von Verbrechen und lässt sie hinrichten, während er ihr Eigentum an sich nimmt. Xiao Baojuan führt außerdem eine große Zahl von Bauprojekten durch und verlangt von den Menschen oft Tributzahlungen in Form von Luxusgütern; seine Gefährten nutzen dies, um noch mehr zu fordern, und die Bevölkerung wird müde. Um Xiao Yi zu belohnen, macht Xiao Baojuan ihn nach dessen Sieg über Cui Huijing zum Premierminister. Doch bald wird er auch gegenüber Xiao Yi misstrauisch, und auf Drängen seiner Gefährten zwingt er Xiao Yi im Winter 500 zum Selbstmord. Xiao Yis Bruder Xiao Yan, der Gouverneur der Provinz Yong, erklärt daraufhin von seiner Provinzhauptstadt Xiangyang aus eine Rebellion. Xiao Baojuan schickt den General Liu Shanyang zum Angriff auf Xiao Yan, doch aus Furcht vor einem Überraschungsangriff durch Liu Shanyang schließt sich Xiao Yingzhou, der Stabschef von Xiao Baojuans Bruder Xiao Baorong, der als nomineller Gouverneur der Provinz Jing dient, stattdessen Xiao Yan an und überfällt Liu Shanyang, wobei er ihn tötet. Xiao Yan und Xiao Yingzhou erklären dann beide, dass sie Xiao Baojuan stürzen und Xiao Baorong zum Kaiser machen wollen. Xiao Yingzhou bleibt mit Xiao Baorong in Jiangling, während Xiao Yan nach Osten angreift.
  • Xia Baorong Im Winter 500 lässt Xiao Baojuan seinen Premierminister Xiao Yi hinrichten. Daraufhin erklärt Xiao Yis Bruder Xiao Yan, der Gouverneur der Yong-Provinz ist, von der Hauptstadt der Yong-Provinz, Xiangyang, aus den Aufstand. Als Reaktion sendet Xiao Baojuan den General Liu Shanyang in die Jing-Provinz und ordnet an, dass er sich mit Xiao Yingzhou trifft und dann Xiangyang angreift. Xiao Yan überzeugt jedoch Xiao Yingzhou davon, dass Liu den Auftrag habe, sowohl Jing als auch Yong anzugreifen; daraufhin täuscht Xiao Yingzhou Liu mit der Hinrichtung von Xiao Yans Boten Wang Tianhu eine gute Absicht vor, überrascht Liu, tötet ihn und übernimmt seine Truppen. Danach erklärt er offen den Aufstand und unterstützt Xiao Baorong als nominellen Anführer. Xiao Yingzhou und Xiao Baorong bleiben in Jiangling, der Hauptstadt der Jing-Provinz, die nun provisorische Hauptstadt wird, während Xiao Yan weiter nach Osten gegen Xiao Baojuans Streitkräfte vorrückt.
  • Fortsetzung 501
  • 499: Xiao Baojuan: Im Jahr 499 ist Xiao Baojuan bereits Kaiser. Kaiser Mings Wille hat eine Gruppe hochrangiger Beamter mit der Leitung der Regierung betraut: Xiao Baojuans Cousin Xiao Yaoguang, der Prinz von Shi'an, den Premierminister Xu Xiaosi, die Vertrauten Jiang Shi und Jiang Si, Xiao Baojuans Onkel Liu Xuan und den General Xiao Tanzhi. Xiao Baojuan ist darauf bedacht, kaiserliche Autorität auszuüben, verbringt aber oft seine Zeit mit Spielen mit seinen engen Gefährten, denen er häufig Geld gibt. Die hochrangigen Beamten, besonders Jiang Shi, versuchen, sein Verhalten zu begrenzen, was den jungen Kaiser stark verärgert; er wird als jemand beschrieben, der Treffen mit Beamten nicht mag, aber Eunuchen, Leibwächter und Boten bevorzugt. Er macht seine Ehefrau Kronprinzessin Chu zur Kaiserin und seinen einzigen bekannten Sohn Xiao Song, den er von seiner Konkubine Consort Huang hat, zum Kronprinzen. Ebenfalls im Jahr 499 beginnt Jiang Shi unter den hochrangigen Beamten eine Diskussion darüber, Xiao Baojuan abzusetzen und durch seinen jüngeren Bruder Xiao Baoxuan, den Prinzen von Jiangxia, zu ersetzen. Liu Xuan mag Xiao Baoxuan jedoch nicht, und Xiao Yaoguang lenkt die Diskussion darauf, sich selbst zum Kaiser zu machen. Liu widersetzt sich auch diesem Plan. In seinem Zorn versucht Xiao Yaoguang 499 erfolglos, Liu zu ermorden; Liu berichtet Xiao Baojuan den Plan. Xiao Baojuan lässt daraufhin Jiang Shi und Jiang Si sofort verhaften und hinrichten. Xiao Yaoguang stellt sich aus Angst krank und tritt zurück, fürchtet aber anschließend, Xiao Baojuan werde ihn dennoch hinrichten, und beginnt eine Rebellion, bei der er den Palast belagert. Xiao Baojuans Streitkräfte unter dem Kommando von Xiao Tanzhi sowie den beiden anderen Generälen Zuo Xingsheng und Cao Hu greifen an und belagern Xiao Yaoguangs Hauptquartier, nehmen ihn gefangen und richten ihn hin. In der Folge von Xiao Yaoguangs Rebellion kontrolliert Xiao Baojuan nun mehr Macht als zuvor. Zunächst befördert er Xu Xiaosi, Xiao Tanzhi, Liu Xuan, Cao Hu sowie den Beamten Shen Wenji, um ihre Beiträge und ihre Loyalität während der Rebellion zu belohnen. Weniger als einen Monat später lässt Xiao Baojuan jedoch auf Berichte seiner Gefährten, die Xiao Tanzhi nicht mögen, hin Xiao Tanzhi verhaften und hinrichten. Bald erleiden Liu und Cao dasselbe Schicksal, und von da an lebt die gesamte Regierung in Angst und weiß nicht, wen der Kaiser als Nächstes töten wird. Zwei Monate später werden auch Xu und Shen sowie Shens Neffe Shen Zhaolüe getötet.
  • 499: Xia Baorong Im Jahr 499 ändert Xiao Baojuan Xiao Baorongs Titel in Prinz von Nankang. Ebenfalls im Jahr 499 macht Xiao Baojuan Xiao Baorong zum Gouverneur der wichtigen Jing-Provinz, wobei die tatsächliche Verwaltung vor allem in den Händen des Stabes liegt, besonders beim Stabschef Xiao Yingzhou. Zwischen 494 und 499 heiratet Xiao Baorong außerdem Wang Shunhua, die Enkelin des frühen südlichen Qi- Premierministers Wang Jian, als seine Frau.
  • Fortsetzung 500
  • 498: Xiao Baojuan: Im Jahr 498 geschieht während der Rebellion des zurückgetretenen Generals Wang Jingze, dass Xiao Baojuan trotz der Tatsache, dass Wangs Armee weit von der Hauptstadt Jiankang entfernt ist, ein Feuer für ein Zeichen hält, Wangs Armee sei nahe der Hauptstadt, und sich in einen Jumpsuit umzieht, um zu fliehen. Danach wird Wangs Armee besiegt. Im Herbst 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baojuan folgt ihm auf den Thron als Kaiser.
  • 498: Xia Baorong Im Jahr 498 stirbt Kaiser Ming. Xiao Baorongs älterer Bruder Xiao Baojuan erbt den Thron und führt die Herrschaft fort.
  • 496: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Im Jahr 496 hat Xiao Baojuan eine Volljährigkeitszeremonie. Über weitere Aktivitäten in diesem Jahr wird nichts berichtet.
  • 495: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Im Jahr 495 gibt sein Vater ihm die Tochter seines Beamten Chu Cheng, Chu Lingqu, zur Ehe als Kronprinzessin. Xiao Baojuan hat damit seine Ehe mit Chu Lingqu.
  • 494: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Im Jahr 494 führt Xiao Luan, während Kaiser Wus unfähiger und leichtfertiger Enkel Xiao Zhaoye Kaiser ist und Xiao Luan als dessen Premierminister dient, einen Staatsstreich durch und stürzt Xiao Zhaoye. Etwa zu dieser Zeit wird Xiao Baojuans Name von Mingxian in Baojuan geändert. Xiao Luan setzt zunächst Xiao Zhaowen, den jüngeren Bruder von Xiao Zhaoye, als Kaiser ein, doch nachdem er seine Macht weiter gefestigt hat, einschließlich der Tötung vieler Söhne sowohl von Kaiser Wu als auch von Kaiser Wus Vater Kaiser Gao, übernimmt Xiao Luan den Thron selbst als Kaiser Ming. Da Xiao Baojuans älterer Bruder Xiao Baoyi als schwer behindert und nicht sprechfähig gilt, wird Xiao Baojuan als zweiter Sohn und ältester Sohn von Xiao Luans Ehefrau zum Kronprinzen erhoben.
  • 494: Xia Baorong Im Jahr 494 stürzt Xiao Luan in einem Staatsstreich Kaiser Wu’ s Enkel Xiao Zhaoye und tötet ihn. Noch im selben Jahr übernimmt Xiao Luan auch den Thron von Xiao Zhaoyes Bruder Xiao Zhaowen und wird als Kaiser Ming Herrscher; Xiao Baorong wird als Sohn des neuen Kaisers zum Prinzen von Sui-Kommanderie ernannt.
  • 483: Kaiser Xiao Baojuan (498-501) Xiao Baojuan wird 483 geboren, als sein Vater Xiao Luan ein Beamter mittleren bis höheren Ranges und Marquess of Xichang ist und als Cousin von Kaiser Wu gilt. Sein ursprünglicher Name ist Xiao Mingxian. Er ist der zweite Sohn von Xiao Luan, und seine Mutter Liu Huiduan ist Xiao Luans Ehefrau. Sein älterer Bruder Xiao Baoyi wird von Xiao Luans Konkubine Lady Yin geboren. Seine Mutter Marchioness Liu hat außerdem die drei weiteren Söhne Xiao Baoxuan, Xiao Baoyin und Xiao Baorong, bevor sie 489 stirbt.
  • 489: Xia Baorong Im Jahr 489 stirbt Xiao Baorongs Mutter, Marchioness Liu Huiduan. Zu diesem Zeitpunkt ist Xiao Baorong noch ein Kind, da er 488 geboren wird.
  • 488: Xia Baorong Xiao Baorong wird 488 geboren, als sein Vater Xiao Luan der Marquess of Xichang und ein Beamter mittleren bis höheren Ranges unter Kaiser Wu ist. Seine Mutter ist Xiao Luans Frau, Marchioness Liu Huiduan, die im folgenden Jahr 489 stirbt.
  • 464: Xiao Yan Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)

KOREA

Goguryeo

  • 498: Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
  • Fortsetzung 503
  • 496: Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
  • 494: Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
  • 491/492: Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
  • 491: König Jangsu (412–491)

Baekje

  • König Dongseong (479–501)
    Ab dem Jahr 499 wird das Land von einer Hungersnot heimgesucht. Nach dem Samguk Sagi reagiert der König nicht darauf. Er lebt weiter in Ausschweifung, während sich Räuberei ausbreitet.
  • Fortsetzung 503
  • 498: Dongseong: Im Jahr 498 unterwirft die Baekje-Armee Tamna, das Königreich auf der Insel Jeju, weil es keine Tributzahlungen sendet. Das Buch von Qi berichtet außerdem, dass Dongseong Armeen nach Liaodong und Liaoxi in China sendet, um Goguryeo-Truppen zu besiegen.
  • Fortsetzung 500
  • 495: Dongseong: Im Jahr 495 verbünden sich Baekje und Silla und greifen gemeinsam Goguryeo an.
  • 493: Dongseong: Dongseong schließt im Jahr 493 durch seine Heirat mit einer Silla-Adligen ein Bündnis mit Silla.
  • 484: Dongseong: Dongseong sendet im Jahr 484 eine Tributmission an das Südliche Qi. Damit nimmt Baekje die Beziehungen zum südlichen China nach einer langen Unterbrechung wieder auf.
  • 479: Dongseong: Dongseong ist der 24. König von Baekje und regiert von 479 bis 501. Er folgt nach dem Tod von Samgeun ohne Kinder auf den Thron. Er stärkt die Macht des Hofes nach der Verlegung der Hauptstadt aus dem Gebiet des heutigen Seoul nach Ungjin. Er baut mehrere Festungen und Burgen, um die neue Hauptstadt auszubauen. Er nimmt die lokalen Sa-, Yeon- und Baek-Clans in den Hof auf, um die fest verankerte Aristokratie der früheren Hauptstadt auszugleichen.

Geumgwan Gaya

Silla

  • König Soji (479–500)
  • König Jijeung (500–514)
    Thronbesteigung König Jijeungs im Reich Silla. Seine Regentschaft ist geprägt von einer Stärkung der königlichen Zentralgewalt, administrativen Reformen sowie der formalen Einführung des Königstitels, wodurch Silla sich zunehmend als gefestigter Territorialstaat etabliert.
    Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
  • Fortsetzung 501
  • 479: Jabi Maripgan herrscht über Silla in den Jahren 458 bis 479 und ist damit der unmittelbare Vorgänger von Soji als Herrscher von Silla.
  • Fortsetzung 500

JAPAN

  • Tennō Buretsu (498–507)
    Im Jahr 500 beschreibt das Nihonshoki den elfjährigen Buretsu dabei, wie er den Bauch einer schwangeren Frau aufschneidet und den Embryo betrachtet. Für dieses Jahr werden im Text außerdem seine Grausamkeit und sein schlechtes Regiment hervorgehoben.
  • Fortsetzung 507
  • 499: Im Jahr 499 verlegt Buretsu die Hofresidenz in den neuen Palast Hatsuse no Namiki in Sakurai, unweit des vorherigen kaiserlichen Palastes in Tenri. Im selben Jahr heiratet er Kasuga no Iratsume, die Kaiserin wird, ihm aber keinen Erben gebiert.
  • Fortsetzung 500
  • 498: Im Jahr 498 stirbt Buretsus Vater, der Kaiser Ninken. Der „große Minister“ Heguri no Matori no Omi versucht daraufhin, sich den Thron anzueignen. Durch die Milizen des Hofbeamten Otomo no Kanamura no Muraji wird die Usurpation verhindert, Heguri wird in seinem Haus lebendig verbrannt, und Buretsu steigt im zwölften Monat des elften Regierungsjahres seines Vaters auf den Thron. Tennō Ninken (488–498)
  • 489: Buretsu Buretsu wird im Jahr 489 geboren und heißt Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto beziehungsweise Ohatsuse no Wakasazaki no Mikoto. Er ist der Sohn des Kaisers Ninken und der Kasuga no Ōiratsume no Kōgō. Später wird er als der 25. Kaiser von Japan in der traditionellen Thronfolge bezeichnet.

SRIVIJAYA

  • um 500: In Südostasien entsteht das Reich von Srivijaya.

SPEZIELLES

  • Früh­mittel­alter
    Artikel des Tages: Früh­mittel­alter oder frühes Mittel­alter ist eine moderne Be­zeich­nung für den ersten der drei großen Ab­schnitte des Mittel­alters, bezogen auf Europa und den Mittel­meer­raum für die Zeit von ca. 500 bis 1050. Das Früh­mittel­alter ist als Über­gang von der Antike zum Mittel­alter sowie als eigen­ständige Epoche von Bedeu­tung. Beginn und Ende werden in der histori­schen For­schung unter­schied­lich datiert, so dass ver­schie­den breite Über­gangs­zeit­räume betrach­tet werden. Ent­gegen der älte­ren Deu­tung als „dunkle“ oder „rück­ständige“ Epoche wird das Früh­mittel­alter in der moder­nen For­schung wesent­lich diffe­renzier­ter betrach­tet. Es ist sowohl von Kon­tinui­täten als auch vom Wandel im politi­schen, kultu­rellen und gesell­schaft­lichen Bereich gekenn­zeich­net, was Aus­wirkun­gen bis in die Moderne hat.

QUELLEN

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08.09.2020 Artikel eröffnet

16.07.2024 Grundstock erstellt

16.12.2024 Grundstock ergänzt

16.05.2026 Grundstock weiter ergänzt

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