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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br />
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)]


==DABUYIDEN==
==DABUYIDEN==

Version vom 7. Januar 2026, 12:49 Uhr

742 | 743 | 744 | 745 | 746 | 747 | 748

MAYA

Tikal

Quiriguá

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

Ulaid

Connacht

Leinster

Uí Mháine

  • König Cathal Maenmaighe (738–745)
    Cathal Maenmaighes stirbt
  • König Ailello hui Daimine (745–749)
    Ailello hui Daimine ist der 20. König von Uí Maine und regiert in einem Gebiet, das in etwa den späteren Grafschaften Galway und Roscommon entspricht. Die zeitgenössischen Quellen erwähnen ihn nur knapp, vor allem in den Annalen von Tigernach. Dort steht der Eintrag: "Bass Ailello h-ui Daimine, ríg h-Úa Maine", der lediglich seinen Tod als König von Uí Maine vermerkt und keinen Kontext oder nähere Umstände nennt. Die moderne Forschung stützt sich für die Rekonstruktion seines Lebens vor allem auf die Annalen von Ulster, die Annalen von Tigernach sowie auf synchronistische Tabellen wie McCarthys Synchronismen. Ergänzend ziehen Historiker wie Francis John Byrne in Irish Kings and High-Kings diese knappen Hinweise heran, um Ailello hui Daimine zeitlich und dynastisch im Königshaus von Uí Maine einzuordnen.
  • Fortsetzung 749

Dalriada

Königreich Strathclyde

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

  • König Cuthred (740–756)
    Auch 745, als Cuthred alte Privilegien der Abtei erneuert, ist die Zustimmung Æthelbalds, des Königs von Mercia, erforderlich, was die fortbestehende Abhängigkeit von Mercia zeigt.
  • Fortsetzung 749

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

Herzogtum Aquitanien

  • Herzog Hunold (735–745)
    Pippin diktiert Hunold die Friedensbedingungen, nimmt Geiseln und eine hohe Entschädigung, zieht sich danach aber wieder aus Aquitanien zurück. Hunold legt daraufhin das Herzogtum nieder und zieht sich in ein Kloster auf der Île de Ré zurück, während sein Sohn Waifar als neuer Herzog von Aquitanien eintritt.​
  • Herzog Waifar (745-768)
  • Fortsetzung 760

Herzogtum Alemannien

Herzogtum Baiern

LANGOBARDENREICH

  • König Ratchis (1. Amtszeit 744–749)
  • Erzbischof Leto Marcellino (745-759)
    0504D: Leto Marcellino wird zum Erzbischof von Mailand gewählt und übt das Amt von 745 bis 759 aus. Zu den allerersten Handlungen seines Episkopats gehört die Einberufung eines Konzils gegen die Urheber falscher Anschuldigungen gegen die katholische Kirche. Dieses Konzil bestimmt, dass Verleumder, die solcher Taten angeklagt sind, sowohl vor einem weltlichen als auch vor einem kirchlichen Gericht gestellt werden können und sehr schwere Strafen riskieren.

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

  • Herzog Transamund II. (3. Amtszeit 744–745)
    Transamund verliert das Amt, als Lupus unter unbekannten Umständen sein Nachfolger wird.
  • Herzog Lupus (745–752)
    Im Juni/Juli wird Lupus unter unbekannten Umständen Nachfolger des Dux Transamund in Spoleto. Ein friedlicher Übergang ist unwahrscheinlich, da Transamund in den Jahren zuvor bereits zweimal von Gefolgsleuten König Liutprands abgesetzt und danach jeweils wieder in sein Amt eingesetzt worden ist.

Herzogtum Benevent

Fortsetzung 746

SPANIEN

Königreich Asturien

REPUBLIK VENEDIG

KARANTANIEN

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

DABUYIDEN

ARABER

(127/128 - 2./3. Oktober)

Umayyaden

  • Kalif Marwan II. (744-750)
    Nach seiner Thronbesteigung nennt Marwan seine beiden Söhne Ubaydallah und Abdullah zu Erben, besetzt die Provinzen mit eigenen Statthaltern und versucht, seine Herrschaft mit militärischer Gewalt zu festigen. Gleichzeitig ist die anti‑umayyadische Stimmung, insbesondere im Iran und im Irak, sehr stark, und die Abbasiden sammeln dort wachsende Unterstützung, sodass Marwans Regierungszeit fast vollständig vom Versuch geprägt ist, das Umayyadenreich zusammenzuhalten. Marwan führt einen langen Feldzug in Syrien und erobert Emesa (Homs) nach einer erbitterten zehnmonatigen Belagerung, um seine Stellung in der Region zu sichern. Zur gleichen Zeit erhebt al‑Dahhak ibn Qays al‑Shaybani eine charidschitische Rebellion, schlägt syrische Truppen und nimmt Kufa ein, wodurch die Umayyadenherrschaft im Irak schwer erschüttert wird. Der umayyadische Prinz Sulayman ibn Hischam wendet sich nun gegen Marwan, erleidet jedoch eine schwere Niederlage gegen den Kalifen. Die Kharidschiten rücken anschließend nach Mosul vor, werden geschlagen, und Sulayman schließt sich daraufhin ihrer Bewegung an, wodurch sich der Aufstand mit dynastischer Opposition verbindet. Nach al‑Dahhaks Tod übernimmt al‑Khaybari die Führung der Kharidschiten, stößt Marwans Zentrum zurück, dringt in das Lager des Kalifen ein und setzt sich demonstrativ auf dessen Teppich. Doch im eroberten Lager bricht Streit unter seinen Leuten aus, al‑Khaybari fällt, Shayban übernimmt die Führung, und Marwan verfolgt Shayban und Sulayman nach Mosul, wo er sie sechs Monate lang belagert. Nach dem Eintreffen von Verstärkungen zwingt Marwan die Belagerten zum Rückzug, Shayban flieht nach Bahrayn und wird dort getötet, während Sulayman nach Indien entkommt. Zur gleichen Zeit herrscht in Chorasan schwere innere Zwietracht: Der umayyadische Gouverneur Nasr ibn Sayyar steht gleichzeitig im Konflikt mit al‑Harith und al‑Kirmani, die wiederum untereinander kämpfen. Hinzu kommen die Gesandten der Abbasiden, die an religiöse Erwartungen und eine messianische Hoffnung auf den Aufstieg des abbasidischen Hauses anknüpfen und so neue Anhänger gewinnen.
  • Statthalter Abd al-Aziz ibn Umar ibn Abd al-Aziz (Medina und Mekka, 744–747)
  • Statthalter Nasr ibn Saiyār (Chorasan, 738–748)
  • Statthalter Hafs ibn al-Walid ibn Yusuf al-Hadrami (Ägypten, 2. und 3. Amtszeit 742-745)
    Hafs legt sein Amt nieder, und Marwan II. ernennt Hasan ibn Atahiya zum neuen Gouverneur von Ägypten und ordnet zugleich die Auflösung der Hafsiya an. Die Hafsiya weigert sich, den Befehl zur Auflösung zu akzeptieren, und meutert. Die Truppen belagern den neuen Gouverneur Hasan ibn Atahiya in seiner Residenz, bis dieser und sein sahib al-shurta Ägypten verlassen müssen. Die meuternden Soldaten setzen Hafs – gegen dessen eigentlichen Willen – erneut als Gouverneur von Ägypten ein, womit dessen dritte Amtszeit beginnt. Marwan II. schickt den neu ernannten Gouverneur Hawthara ibn Suhayl al-Bahili mit einem großen syrischen Heer nach Ägypten. Obwohl seine Anhänger zum Widerstand bereit sind, entscheidet sich Hafs, sein Amt kampflos aufzugeben. Hawthara nimmt Fustat ohne Widerstand ein und beginnt sofort mit einer Säuberungsaktion, der Hafs und mehrere Anführer der Hafsiya zum Opfer fallen und die in ihrer Hinrichtung gipfelt.
  • Statthalter Hawthara ibn Suhayl (Ägypten, 745–749)
    Ḥawthara ibn Suhayl al-Bāhilī ist ein beduinischer arabischer Verwaltungsbeamter und Militärführer in den letzten Jahren des Umayyadenkalifats; der Philosoph al-Kindī beschreibt ihn als berühmt für seine Beredsamkeit. Ḥawthara wird im Jahr 745 (128 AH) von Kalif Marwān II. zum wālī (Gouverneur) von Ägypten ernannt und mit einem großen Heer aus dem jund von bilād aš-Šām (Syrien) entsandt. Er wirbt 2300 Soldaten aus den Klienten der Umayyaden (mawālī) und aus dem Qays-Stammesbund an. Seine Übernahme Ägyptens verläuft gewaltsam, und er muss einen koptischen Aufstand in Bashmur bekämpfen. Gemäss Sāwīrus ibn al-Muqaffaʿ führt er wiederholte Angriffe zu Land und zu Wasser gegen die Rebellen, schafft es aber nicht, sie zu unterwerfen.
  • Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 742–745)
    Im Februar kehrt Hanzala ibn Safwan nach Damaskus zurück und überlässt Abd al‑Rahman ibn Habib, der sich Ende 744 zum Emir ausgerufen hat, die tatsächliche Machtübernahme in Kairouan. Einige Chronisten berichten, Hanzala spreche beim Abschied einen Fluch über Ifriqiya aus und wünsche, dass das undankbare Land von Seuchen, Hunger und Krieg heimgesucht werde. Ifriqiya erlebt kurz darauf tatsächlich eine schwere Dürre und stürzt in den folgenden Jahrzehnten in Gewalt und Unordnung. Diese Entwicklungen erscheinen rückblickend als Erfüllung des ihm zugeschriebenen Fluchs.
  • Statthalter Abd al-Rahman ibn Habib al-Fihri (Ifrikiya, 745–755)
    Unmittelbar nach der Etablierung Abd al-Rahmans Macht in Kairouan bricht eine Serie von Aufständen aus: In Tunis erhebt sich Orwa ibn az-Zubair as-Sadafi, Tabinas revoltiert unter Ibn Attaf al-Azdi, Béja fällt an den Sanhadscha-Berber Thabit al‑Sanhaji und weitere Städte folgen. Abd ar-Rahman reagiert mit einer Kombination aus Geduld und Härte, zieht mit seinen Truppen von Ort zu Ort und schlägt nacheinander sowohl arabische als auch berberische Rebellen nieder, um seine Autorität zu sichern. In al-Andalus stürzt der dortige Statthalter Abu al-Khattar ibn Dirar al-Kalbi, und ein Bürgerkrieg zwischen syrischen junds und andalusischen Arabern entbrennt. Abd ar-Rahman entsendet eine ifrikiyanische Truppe zur Stabilisierung, und 747 setzt diese seinen Verwandten Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri als Kompromisskandidaten zum Gouverneur von al-Andalus ein.
  • Statthalter Abu'l-Khattar al-Husam ibn Darar al-Kalbi (al-Andalus, 743–745)
  • Statthalter Thuwaba ibn Salama al-Judhami (al-Andalus, 745–746)
    Thuwaba ibn Salama al-Dschudhami ist ein Angehöriger des Stammes Banu Judham und übernimmt im August das Amt des umayyadischen Gouverneurs von al-Andalus. Er regiert al-Andalus als Gouverneur bis Oktober 746.
  • Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
  • Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
    Nach dem Tod des Patriarchen Johannes V. im Jahr 735 ist mindestens ein Jahrzehnt vergangen ohne neuen Patriarchen von Jerusalem. Um 745, nach einer anderen Quelle 749, wird Theodoros zum orthodoxen Patriarchen von Jerusalem erwählt und folgt Johannes V. im Amt nach. Während seiner Amtszeit tobt der Bilderstreit, und Theodoros steht auf der Seite der Bilderverehrer (Ikonodulen).
  • Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
  • Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
  • Fortsetzung 746
  • 742: Nasr: 742–743 sieht Nasr sich in Chorasan einem Aufstand unter Yahya, dem Sohn Zayds ibn ʿAlī und Führer der kaysanidischen Hashimiyya in der Region, gegenüber. In dieser Zeit ist Chorasan ein wichtiges Zentrum früher schiitischer Strömungen, besonders der Hashimiyya, die unter den mawālī großen Anklang findet. Nasr schlägt Yahyas Revolte militärisch nieder und stabilisiert die Lage zunächst wieder. Trotz der erreichten Stabilisierung verschärfen sich in Nasrs späteren Amtsjahren die stammespolitischen Spannungen zwischen Mudaris und Yamanis. Die Umayyadenherrschaft gerät insgesamt in eine Phase von Bürgerkriegen, was sich unmittelbar auf Chorasan auswirkt.
  • 738: Nasr: Im Juli 738, im Alter von 74 Jahren, wird Nasr zum Statthalter von Chorasan ernannt. Zeitgenossen respektieren ihn für seine militärische Laufbahn, seine genaue Kenntnis der Verhältnisse in Chorasan und seine Fähigkeiten als Staatsmann. Seine Ernennung hängt jedoch stark mit seiner relativ unbedeutenden, mudaritischen Stammeszugehörigkeit zusammen, die ihn von der Gunst des Kalifen abhängig macht und als Kompromiss inmitten der Stammesrivalitäten erscheint. Zwischen dem Tod Asads 738 und Nasrs Ankunft verwaltet entweder der syrische General Jaʿfar ibn Hanzala al‑Bahrani oder Asads Leutnant Judayʿ al‑Kirmani die Provinz. Judayʿ ist damals der einflussreichste Mann in Chorasan und eigentlich der naheliegende Kandidat für das Amt, wird aber wegen seiner yamanitischen Wurzeln für den Kalifen untragbar. Nach seiner Ernennung verlegt Nasr die Hauptstadt der Provinz von Balkh zurück nach Merv. Zugleich führt er erstmals in Chorasan ein System von Unterstatthaltern ein, die er aus seinem eigenen Gefolgschaftskreis auswählt, um sie zu belohnen und seine Kontrolle über die Provinz zu stärken. Nasr führt Steuerreformen ein, die überfällige Missstände beheben und die soziale Spannung zwischen Arabern und einheimischer Bevölkerung mindern. Diese Reformen verringern vor allem die Belastung konvertierter Nichtaraber und tragen dazu bei, dass lokale Eliten und Fürsten ihre Loyalität zum umayyadischen Regime erneuern. Parallel nutzt Nasr die Schwäche des Türgesch‑Kaghanats nach der Ermordung Suluks und überquert mit seinen Truppen energisch den Oxus. Zunächst richtet er einen Feldzug gegen Chaghaniyan, danach erobert er 740 in einem weiteren Unternehmen mit relativ geringem Widerstand große Teile Sogdiens einschließlich Samarkand zurück. Damit stellt er die umayyadische Herrschaft in weiten Teilen Transoxaniens wieder her, die zuvor unter dem Druck der Türgesch stark zurückgedrängt worden ist. Anschließend zielt Nasr darauf, alle Gebiete zurückzugewinnen, die einst Qutayba ibn Muslim unterworfen hat, und zugleich die Aktivitäten des abtrünnigen al‑Harith ibn Surayj zu begrenzen, der sich im Raum al‑Shash (Taschkent) festgesetzt hat. Nasr startet einen Feldzug nach al‑Shash; das Fürstentum Usrushana ergibt sich kampflos, doch am Jaxartes stellt sich dem muslimischen Heer ein 15.000 Mann starkes Aufgebot aus Shash, unterstützt von Ibn Surayjs Leuten und Türgesch unter Führung von Suluks Nachfolger Kursul, entgegen. Nasr schlägt nach arabischer Überlieferung die Türgesch zurück und besiegt einen ihrer Verbände, dessen Anführer er töten lässt. Er kann Shash aber nicht dauerhaft unterwerfen und schließt daher ein Abkommen mit dessen Herrscher, der Ibn Surayj nach Farab ausweist, wo dieser ungestört seine Opposition gegen die Umayyaden fortsetzt. Nasr unternimmt zusätzlich zwei Beutezüge gegen Farghana, bei denen das Umland geplündert und zahlreiche Gefangene gemacht werden. Die muslimische Rückeroberung reicht in dieser Phase offenbar kaum über Samarkand hinaus. Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 2. Amtszeit 724–734–738)
  • 734: Nasr: 734 verhaftet er den amtierenden Statthalter von Balkh und übernimmt selbst das Gouverneursamt in der Stadt. Dort begegnet er der Rebellion des lokalen Heeres unter al‑Harith ibn Surayj, der Steuerreformen und die Gleichbehandlung der nichtarabischen Neubekehrten (mawālī) fordert.
  • 731: Nasr: Im Juli 731 unterscheidet sich Nasr in der verlustreichen „Schlacht in der Engstelle“ hervorgehend als einer der wenigen erfolgreichen muslimischen Befehlshaber.
  • 727: Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)
  • 724: Nasr: 724 führt Nasr ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
  • 705: Nasr: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.

TURK-SCHAHI

  • König Fromo Kesaro (739-745)
    Im Jahr 745 richtet Fromo Kesaro selbst ein Gesuch an den chinesischen Hof, um zugunsten seines Sohnes Bo Fuzun zurücktreten zu können. Die Quellen Jiu Tangshu und Tang Huiyao berichten, dass im vierten Jahr der Tianbao‑Ära ein Edikt ergeht, welches Bo Fuzun als König von Jibin und Wuchang einsetzt. Gleichzeitig erhält Bo Fuzun den militärischen Ehrentitel eines „Generals der linken Standhaften Garde“.​ Fromo Kesaro zieht sich damit aus der aktiven Herrschaft zurück, während seine Dynastie zunächst fortbesteht.
  • König Bo Fuzhun (745-?)
    In der Tianbao-Ära, im 4. Jahr (745), ergeht ein kaiserliches Edikt, das Bo Fuzhun als König von Jibin und Uddiyana einsetzt. Gleichzeitig erhält Bo Fuzhun den militärischen Rang eines "Generals der linken Standhaften Garde", was eine enge politische Verbindung zwischen dem Tang-Hof und den Turk-Schahi in der Zeit islamischer Expansion signalisiert. Fachliteratur ordnet Bo Fuzhun eine späte Serie von Turk-Schahi-Münzen mit der Legende "Śrī Vāsudeva* zu, deren Identifikation jedoch unsicher bleibt. Diese Münzen imitieren das Design bestimmter Prägungen des sasanidischen Königs Chosrau II. (Regierungszeit 590–628), wobei "Vāsudeva" als angenommener Thronname Bo Fuzhuns gedeutet wird, den er als Herr von Uddiyana führt. Arabische Quellen nennen im späten 8. Jahrhundert einen Turk-Schahi-Herrscher Khingal, dessen genaue Identität nicht gesichert ist. In der Forschung besteht die Möglichkeit, dass dieser Khingal mit Bo Fuzhun identisch ist, was eine Fortsetzung seiner Herrschaft oder seines Namens in arabischer Überlieferung nahelegt. Da die Regierungsdauer völlig unbekannt zu sein scheint, wird die Chronik der Turk-Schahi hier unterbrochen und erst im Jahr 775 forgesetzt, in dem Khingala König wird.
  • Fortsetzung 775

ZWEITES TÜRK-KAGANAT

  • Kagan Kulun Beg (744-745)
    Wang Zhongsi besiegt den östlichen Flügel des türkischen Heeres, der unter dem Befehl von Apa Tarkhan steht. Kulun Beg versucht zu fliehen. Die Uiguren nehmen Kulun Beg gefangen. Kulun Beg wird 745 enthauptet, so wie zuvor schon sein Vater. Die meisten Türken fliehen zu anderen türkischen Stämmen wie den Basmyl. Eine Gruppe von Türken, darunter Po Beg, die Witwe Bilge Khagans und Tochter Tonyukuks, sucht Zuflucht in China. Der chinesische Kaiser erkennt Po Beg als Prinzessin an. Po Beg wird von China als Herrscherin über ihr eigenes Volk eingesetzt. Nach Taşağıl erscheinen die Türken in chinesischen Chroniken noch bis zum Jahr 941. Fortsetzung unter UIGURISCHES KAGANAT

UIGURISCHES KAGANAT

  • Kagan Kutlug I. Bilge (744–747)
    Die Uiguren besiegen den letzten türkischen Kagan Baimei (744–745). Kutlug Bilge lässt dessen Kopf nach Chang’an senden, worauf der Tang‑Kaiser ihm den Rang eines „Supernumerary General‑in‑chief of Left Courageous Guard“ verleiht. In den folgenden zwei Jahren weitet das Uigurische Khaganat seine Macht kontinuierlich aus, auch wenn sein Herrschaftsgebiet nicht die Ausdehnung des früheren Türkischen Khaganats erreicht. Zu Beginn seiner Herrschaft proklamiert sich Kutlug Bilge als Tokuz Oghuz khagan (Kagan der Neun Stämme). Diese neun Stämme umfassen den khaganischen Yaglakar‑Clan und acht weitere uigurische Unterstämme, die in chinesischer Form als Huduoge, Guluowu, Mogexiqi, A‑Wudi, Gesa, Huwasu, Yaowuge und Xiyawu bezeichnet werden. Innerhalb der Konföderation besitzen sechs Tiele‑Stämme – Bugu, Hun, Bayegu, Tongluo, Sijie und Qibi – den gleichen Status wie die Uiguren. Die geschwächten Basmyl werden in acht Unterstämme gegliedert, die Karluken in drei Unterstämme, woraus sich die Bezeichnung Üç‑Karluk (Drei Karluken) ergibt. Später fügt das Khaganat die Gruppen Abusi und Gulunwugusi hinzu. Basmyl und Karluken werden von den "Neun Geschlechtern" militärisch geschlagen, zwangsweise eingegliedert, rangmäßig niedriger gestellt und als Vorhut im uigurischen Heer eingesetzt, wodurch sich die Zahl der eingebundenen Stämme auf elf erhöht. Nach Haneda bestehen die Toquz Oğuz aus den neun, vom Yaglakar‑Clan geführten Clans innerhalb der Uiguren. Golden interpretiert demgegenüber die Toquz Oğuz als von den Uiguren geführten Verband aus neun Stämmen (Bugu, Hun, Bayegu, Tongluo, Sijie, Qibi, A‑Busi, Gulunwugusi und die Uiguren selbst mit ihren neun Clans). Die Shine‑Usu‑Inschrift hält fest, dass der Yaglakar‑Clan sowohl über die On‑Uyğur (Zehn‑Stämme‑Uiguren) als auch über die Toquz Oghuz (Neun‑Stämme‑Oghuz) herrscht. Japanische Forscher wie Hashimoto, Katayama und Senga schließen aus der Tang‑Überlieferung, dass die im Tang Huiyao genannten Gruppen die eigentlichen Toquz‑Oghuz‑Stämme sind, während die Listen im Alten und Neuen Buch der Tang die Sippennamen der neun Unterstammeshäuptlinge wiedergeben.
  • Fortsetzung 747

TÜRGESCH

INDIEN

Kaschmir

Pratihara

Malla

Chauhan-Dynastie

Chalukya

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

  • König Aggabodhi VI. (741–781)
    Während der Regierungszeit Aggabodhis VI. erlangt der Ruf der singhalesischen Ingenieure für den Bau von Bewässerungsanlagen große Verbreitung. Um 745 bittet König Djaya-pida von Kaschmir um die Dienste dieser singhalesischen Wasserbau-Experten, wie es die Chronik Rajatarangini berichtet.
  • Fortsetzung 746

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr des Holz-Hahns; am Beginn des Jahres Holz-Affe)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Shōmu (724–749)
    745 bestimmt Shōmu zunächst Shigaraki‑kyō selbst zur Hauptstadt. Noch im selben Jahr kehrt der Hof nach Heijō‑kyō zurück, und die Arbeiten am Großen Buddha werden dort wieder aufgenommen.
  • Fortsetzung 748

KALINGGA

  • Zuletzt 725

QUELLEN

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09.10.2023 Artikel eröffnet

05.11.2023 Grundstock erstellt

30.12.2025 Grundstock ergänzt

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