519: Unterschied zwischen den Versionen
Rk (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Rk (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 26: | Zeile 26: | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Kildare_und_Leighlin '''Bistum Kildare und Leighlin'''] <br />Papst Hormisdas errichtet das Bistum Kildare in Irland. [[Kategorie:Irische Königreiche]] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Kildare_und_Leighlin '''Bistum Kildare und Leighlin'''] <br />Papst Hormisdas errichtet das Bistum Kildare in Irland. [[Kategorie:Irische Königreiche]] | ||
'''Ulaid''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cairell_mac_Muiredaig_Muinderg König Cairell mac Muiredaig Muinderg (509–532)] <br /> | |||
*'''509:''' Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. [https://en.wikipedia.org/wiki/Eochaid_mac_Muiredaig_Muinderg König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)] | |||
*[[532#KELTEN | Fortsetzung 532]] | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Ulster Liste der Könige] | |||
'''Connacht''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/E%C3%B3gan_B%C3%A9l König Eógan Bél (500–542)] <br /> | |||
*'''500:''' Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen. | |||
*'''500:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Dau%C3%AD_Tenga_Uma König Dauí Tenga Uma (482–500)] | |||
*[[530#KELTEN | Fortsetzung 530]] | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Connacht Könige von Connacht] | |||
'''Leinster''' | |||
*'''495:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A1ech_mac_Finchada König Fráech mac Finchada (485–495)] Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_kings_of_Leinster Liste der Könige] | |||
'''Dalriada''' | '''Dalriada''' | ||
Version vom 14. März 2026, 17:03 Uhr
MAYA
Palenque
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
Irische Königreiche
- Bistum Kildare und Leighlin
Papst Hormisdas errichtet das Bistum Kildare in Irland.
Ulaid
- 509: Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)
- Fortsetzung 532
- Liste der Könige
Connacht
- 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
- 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
- Fortsetzung 530
- Könige von Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
- König Cerdic (519–534)
Cerdic erhält gemeinsam mit seinem Sohn Cynric die Königskrone der Gewissæ, eines angelsächsischen Stammes, der sich in Britannien an der oberen Themse angesiedelt hat. Das gilt als die Geburtsstunde des Königreichs Wessex ebenso wie des gleichnamigen Herrscherhauses. (Quelle für dieses Ereignis ist die Angelsächsische Chronik, die rund 400 Jahre später entsteht, sodass seine Historizität ebenso wie seine tatsächliche Datierung unklar ist.) - Fortsetzung 527
Königreich Kent
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Theoderich der Große (511–526)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
Burgunden
Reich von Orléans
Reich von Paris
Reich von Soissons
Reich von Metz
- König Theuderich I. (511–533)
- Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Bischof Fibicius (Trier, 511–525)
Thüringer
Vandalen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXXII = 1272)
- König Theoderich der Große (474–526)
Die Synagoge von Ravenna wird vom christlichen Mob niedergebrannt. Theoderich der Große ordnet den Wiederaufbau auf Kosten der Stadt an.
Erstmalige religionspolitische Maßnahmen gegen Katholiken, da Theoderich eine Konspiration mit Ostrom vermutet. Sein Versuch, ein dauerhaftes Bündnissystem germanischer Reiche um Ostgoten, Burgunden und Westgoten zu etablieren, scheitert. Ebenfalls misslingt seine Nachfolgepolitik nach dem frühen Tod Eutharichs - Konsul Eutharich
- Papst Hormisdas (514–523)
- Akakianisches Schisma (484–519)
0328D: Das Akakianische Schisma wird durch Annahme der "Formula Hormisdae" beendet. Die Gemeinschaft zwischen Rom und Konstantinopel wird wiederhergestellt. Entscheidender Erfolg im Ringen um die Einheit der Kirche und die Anerkennung des Papstprimats durch den byzantinischen Kaiser - Bischof Magnus Felix Ennodius (Pavia, 513-521)
- Fortsetzung 520
Langobarden
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Justin I. (518–527) (gleichzeitig Konsul)
Justinian, der Neffe des Kaisers Justin I., wird zum comes ernannt.
Justin I. schließt Frieden mit Papst Hormisdas, indem er dessen Formel (Glaubensbekenntnis) übernimmt, das gegen die Monophysiten gerichtet ist. Damit endet das akakianische Schisma. - Konsul Eutharich
- Patriarch Johannes II. Kappadokes (Konstantinopel, 518–520)
März: Auch Johannes II erkennt das Schreiben von Papst Hormisdas („Formula Hormisdae“) und Beendigung des Schismas zwischen Ostkirche und Westkirche an und bestätigt die ersten vier ökumenischen Konzilien und die Verurteilung des Nestorianismus. - Patriarch Johannes III. (Jerusalem, 516–524)
- Bischof Jakob von Sarug (Batnae, 519-521)
Jakob von Sarug, Priester und Visitator im Gebiet von Haura, wird im Alter von etwa 67 Jahren zum Bischof von Batnae (später Suruç) geweiht - Papst und Patriarch Timotheos IV. (Alexandria, 517–535)
- Fortsetzung 520
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
- Klientelkönig Al-Mundhir III. (503/505–554)
Teilnahme Al-Mundhirs an der Konferenz von Ramla mit Kaiser Justin I.; Abschluss eines Friedensvertrags zwischen Lachmiden und Byzantinern, der jedoch nicht lange Bestand hat
AKSUMITISCHES REICH
HIMYAR
ROURAN
INDIEN
Alchon-Hunnen
Gupta-Reich
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
- König Rudravarman (514-540/545)
Zweite Gesandtschaft nach China - Fortsetzung 520
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Erde-Schweins; am Beginn des Jahres Erde-Hund)
Nördliche Wei-Dynastie
- Regentin Hu (515-528) <br /
- Kaiser Xiaoming (515-528)
- Gaoseng zhuan
Die Gaoseng zhuan, eine Sammlung von Biographien buddhistischer Mönche in China erscheinen. Sie reichen von der Einführung des Buddhismus in China bis in die Nördliche Wei-Dynastie. - Fortsetzung 521
Südliche Liang-Dynastie
- Kaiser Wu (502-549)
- Geburt von Xiao Cha als dritter Sohn von Xiao Tong, dem Kronprinzen des Kaisers Wu
- Fortsetzung 520
KOREA
Goguryeo
- König Munjamyeong (491–519)
Munjamyeong stirbt in Pjöngjang. Sein ältester Sohn, Anjang, wird sein Nachfolger - König Anjang (519–531)
- Fortsetzung 520
Baekje
Geumgwan Gaya
Silla
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
27.06.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
04.01.2025 Grundstock ergänzt
02.08.2025 Grundstock weiter ergänzt