1961: Unterschied zwischen den Versionen

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(0813D: Todesopfer an der Berliner Mauer)
 
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*Der Weg zur Einheit erstreckt sich über fast drei Jahrzehnte: Als im November 1989 die Mauer fällt, haben die Deutschen in Ost und West weitgehend unterschiedliche Prägungen erhalten. Mit seltenem Filmmaterial und Interviews mit prominenten Zeitzeugen schildert ZDF History den Weg der Deutschen vom Mauerbau bis zum Fall der Mauer. Im Westen verbindet man das Jahr 1968 mit der Studentenbewegung, im Osten mit der Niederschlagung des Prager Frühlings. In der Bundesrepublik versetzen die Beatles und die Rolling Stones in den 60ern Millionen Jugendliche in Euphorie. In der DDR werden Langhaarige von der Volkspolizei zum Friseur gebracht. Während die Westdeutschen als Reiseweltmeister auch die entlegensten Weltregionen erkunden, bleibt die Reiselust der Ostdeutschen auf Strände hinter dem Eisernen Vorhang beschränkt. Auch die Frage nach der Einheit wird in beiden deutschen Staaten völlig unterschiedlich beantwortet. Für die DDR-Spitze ist die Zweistaatlichkeit Bedingung der eigenen Existenz. Im Westen steht das Ziel der Einheit zwar im Grundgesetz, doch es scheint im Kalten Krieg allenfalls ein fernes, fast illusionäres Ziel. [http://www.youtube.com/watch?v=A3RmvLt3XS4&list=PL11A466E7FC5D905D&index=5&feature=plpp_video (Die Deutschen im 20. Jahrhundert)]
 
*Der Weg zur Einheit erstreckt sich über fast drei Jahrzehnte: Als im November 1989 die Mauer fällt, haben die Deutschen in Ost und West weitgehend unterschiedliche Prägungen erhalten. Mit seltenem Filmmaterial und Interviews mit prominenten Zeitzeugen schildert ZDF History den Weg der Deutschen vom Mauerbau bis zum Fall der Mauer. Im Westen verbindet man das Jahr 1968 mit der Studentenbewegung, im Osten mit der Niederschlagung des Prager Frühlings. In der Bundesrepublik versetzen die Beatles und die Rolling Stones in den 60ern Millionen Jugendliche in Euphorie. In der DDR werden Langhaarige von der Volkspolizei zum Friseur gebracht. Während die Westdeutschen als Reiseweltmeister auch die entlegensten Weltregionen erkunden, bleibt die Reiselust der Ostdeutschen auf Strände hinter dem Eisernen Vorhang beschränkt. Auch die Frage nach der Einheit wird in beiden deutschen Staaten völlig unterschiedlich beantwortet. Für die DDR-Spitze ist die Zweistaatlichkeit Bedingung der eigenen Existenz. Im Westen steht das Ziel der Einheit zwar im Grundgesetz, doch es scheint im Kalten Krieg allenfalls ein fernes, fast illusionäres Ziel. [http://www.youtube.com/watch?v=A3RmvLt3XS4&list=PL11A466E7FC5D905D&index=5&feature=plpp_video (Die Deutschen im 20. Jahrhundert)]
 
*Eine sehr eindrücklich gestaltete Geschichte der Mauer in Videos: [http://www.berlin-mauer.de/ (RBB Die Berliner Mauer)''']
 
*Eine sehr eindrücklich gestaltete Geschichte der Mauer in Videos: [http://www.berlin-mauer.de/ (RBB Die Berliner Mauer)''']
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0813D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer '''Todesopfer an der Berliner Mauer''']
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*Als Todesopfer an der Berliner Mauer werden Personen bezeich­net, die zwischen dem 13. August 1961 und dem Mauer­fall am 9. Novem­ber 1989 bei der Flucht aus der DDR an der Berliner Mauer infolge der Anwen­dung des Schieß­befehls durch Soldaten der DDR-Grenz­truppen oder durch Unfälle ums Leben kamen. Über die Anzahl der Todes­opfer gibt es unter­schied­liche Angaben. Nach Erkennt­nissen des Zentrums für Zeit­histo­rische Forschung und der Stiftung Berliner Mauer gab es mindes­tens 140 Mauer­opfer, darunter 101 DDR-Flücht­linge, 30 Personen aus Ost und West, die ohne Flucht­absicht verun­glückten oder erschossen wurden, und 8 im Dienst getötete Grenz­soldaten. Die Arbeits­gemein­schaft 13. August, Betrei­berin des Mauer­museums am Check­point Charlie, ging 2009 von 245 Mauer­opfern aus. Infolge der juris­tischen Aufar­beitung nach der Wende kam es zu 131 Verfahren gegen 277 Personen, die etwa zur Hälfte mit Verur­teilungen endeten. (Artikel des Tages)
  
 
0815D: '''Volkspolizist Conrad Schumann flüchtet nach West-Berlin'''
 
0815D: '''Volkspolizist Conrad Schumann flüchtet nach West-Berlin'''

Aktuelle Version vom 9. November 2019, 05:33 Uhr

1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964

Januar

0103D: USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab

  • Auf der Zuckerrohrinsel Kuba, keine 150 Kilometer vom Festland der USA entfernt, war 1959 nach dem Sturz des Diktators Batista eine revolutionäre Opposition unter Fidel Castro an die Macht gekommen. Obwohl von den USA als Hauptabnehmer wirtschaftlich abhängig, ließ Castro amerikanische Firmen enteignen und beschuldigte den mächtigen Nachbarn, das kleine Kuba durch Sabotageakte zu destabilisieren. Im Juli 1960 bot die Sowjetunion den Kubanern Hilfe gegen die, wie Staatspräsident Chruschtschow sagte, "aggressiven Kräfte im Pentagon" an. Zu einer weiteren Eskalation kam es heute vor 45 Jahren, als die USA am 3. Januar 1961 alle diplomatischen Beziehungen zu Kuba abbrachen. (dradio.de)

0104D: der 32. Band des "Deutschen Wörterbuchs" erscheint

  • Es war eine übermenschliche Aufgabe, der sich die Brüder Grimm stellten: Ein vollständiges Wörterbuch der deutschen Sprache zu erarbeiten. Das Monument der deutschen Sprache konnte erst 1961 abgeschlossen werden. (dradio.de)
  • Gut, dass es für das Projekt keinen realistischen Zeitplan gab. Im Jahr 1838 legten die Brüder Grimm los, um ein Deutsches Wörterbuch zu erstellen, das den gesamten Wortschatz des Neuhochdeutschen erfassen sollte, samt Etymologien und Belegen. Am 4. Januar 1961 erschien der letzte Band. (BR2 Kalenderblatt)

0120D: Präsident Kennedys Regierungserklärung

  • President Kennedy delivered his inaugural address on January 20, 1961. (youtube.com)

Februar

0223D: Bundesangestelltentarifvertrag

  • Der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) regelte die Beschäftigungsbedingungen und die Bezahlung der meisten Angestellten im Öffentlichen Dienst. Er galt vom 1. April 1961 bis zum 30. September 2005 beim Bund und Kommunen, bzw. bis 31. Oktober 2006 in den Ländern; in Hessen und Berlin galt er noch bis Anfang 2010.
  • Rund 4,5 Millionen Beschäftigte sind im öffentlichen Dienst tätig. Die Besoldung der Beamten ist auf Bundes- und Länderebene gesetzlich festgelegt. Vor 50 Jahren wurde der Bundesangestelltentarif vereinbart, der mehr als vier Jahrzehnte die Grundlage für die Tarifverhandlungen bildete. (dradio.de)

0228D: das Verfassungsgericht verbietet eine Bundes-Fernsehanstalt (Deutschland BRD)

  • Die Alliierten hatten nach dem Zweiten Weltkrieg darauf bestanden, dass Rundfunk nie mehr als zentrales politisches Propagandainstrument missbraucht werden dürfte. Bundeskanzler Konrad Adenauer aber versuchte, ein staatlich kontrolliertes Fernsehen zu installieren. Am 28. Februar 1961 erklärte dies das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig. (dradio.de)

März

0301D: Friedenscorps (USA)

  • Das Friedenscorps, engl. Peace Corps ist eine Unabhängige Behörde (independent federal agency) der Vereinigten Staaten von Amerika. Ihre Aufgabe ist es, das gegenseitige Verständnis zwischen den Amerikanern und den Nicht-Amerikanern in anderen Ländern zu beleben. Das Friedenscorps wurde 1961 auf Initiative von John F. Kennedy eingerichtet und im selben Jahr vom US-Kongress als eine permanente Einrichtung innerhalb des Außenministeriums der Vereinigten Staaten anerkannt.
  • Das 'Peace Corps' soll den Menschen in der Dritten Welt helfen - und dabei ein möglichst positives Bild von den USA und seinen Bürgern zu vermitteln. Am 01. März 1961 rief US-Präsident John F. Kennedy die Freiwilligenorganisation ins Leben. (dradio.de)

0301D: Jacqueline du Pré

0303D: Paul Wittgenstein

  • Paul Wittgenstein (1887-1961) war ein amerikanischer Pianist österreichischer Herkunft. Trotz des Verlustes seines rechten Arms als Folge einer Kriegsverletzung setzte er seine Karriere fort und gab bei zeitgenössischen Komponisten zahlreiche Klavierwerke für die linke Hand in Auftrag.
  • Der in Wien geborene Pianist Paul Wittgenstein stirbt in Manhasset BR4 Was heute geschah)

0315D: Akiba Kiwelowicz Rubinstein

  • Akiba Kiwelowicz Rubinstein (* 1. Dezember 1880 in Stawiski; † 15. März 1961 in Antwerpen, Belgien) war ein pol­nischer Schach­meister. Er gehörte in den 1910er und 1920er Jahren zu den welt­weit stärksten Spielern und war ein An­wärter auf den Welt­meister­titel, den zwischen 1894 und 1921 der Deutsche Emanuel Lasker innehatte. Rubin­stein galt als Endspiel­spezialist und ist Namens­geber mehrerer Eröffnungs­varianten des Schach­spiels, zum Bei­spiel der Rubin­stein-Varian­ten der Nimzowitsch-Indischen Ver­tei­di­gung, der Eng­lischen Symmetrie­variante oder des Spa­nischen Vier­springer­spiels. Das Rubin­stein-System in der Fran­zösi­schen Ver­tei­di­gung (1. e2-e4 e7-e6 2. d2-d4 d7-d5 3. Sb1-c3 d5xe4) wurde seit dem Tur­nier in Karls­bad 1907 ebenfalls nach ihm benannt. Im Juni 1913 er­reich­te Rubin­stein mit 2789 seine beste his­torische Elo-Zahl und war daran gemessen der zu jener Zeit beste Spieler der Welt. Im Jahre 1950 war Rubin­stein unter den ersten Spie­lern, denen der Welt­schach­bund FIDE den Titel eines Inter­natio­nalen Groß­meisters verlieh. (Artikel des Tages)

April

0406D: Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien

  • Das Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien (BIOst) war ein Forschungsinstitut im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. Es wurde am 6. April als "Institut zur wissenschaftlichen Erforschung des Dialektischen Materialismus und der marxistisch-leninistischen Lehre" gegründet, später jedoch in "Bundesinstitut zur Erforschung des Marxismus- Leninismus (Institut für Sowjetologie)" umbenannt. Seit dem 3. Mai 1966 lautete die Benennung "Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien". Das Institut hatte seinen Sitz in Köln. Für Zwecke der Bundesregierung und zur Unterrichtung des Parlamentes erforschte es die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Sowjetunion bzw. deren Nachfolgestaaten, den Staaten Ostmittel- und Südosteuropas, der Volksrepublik China und den kommunistisch regierten Staaten der Dritten Welt, sowie die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die internationalen Beziehungen. Ende 2000 wurde das BIOst aufgelöst und die Mitarbeiter in das Forschungsinstitut der Stiftung Wissenschaft und Politik integriert. Geschäftsführenden Direktor des Bundesinstitutes war von 1976 bis zur dessen Auflösung Prof. Dr. Heinrich Vogel.
  • Mit dem Kalten Krieg wuchs in der Bundesrepublik das Interesse an der ideologischen Auseinandersetzung mit dem Marxismus-Leninismus. Das Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln, das bei seiner Gründung 1961 noch Institut zur Erforschung des Marxismus-Leninismus hieß, genoss in den 40 Jahren seines Bestehens auch in Osteuropa den Ruf, kein reines Propagandainstrument zu sein, sondern durchaus seriöse Forschung zu betreiben. (dradio.de)

0410D: Wehrersatzdienst

  • Als Wehrersatzdienst (nach Artikel 12a Abs. 2 des Grundgesetzes „Ersatzdienst“ genannt) bezeichnet man Dienste, die anstelle des Wehrdienstes zur Ableistung der Wehrpflicht geleistet werden können. Grundsätzlich ist der Wehrdienst die Normalform. Zwischen ihm und dem Zivildienst als Wehrersatzdienst besteht kein Wahlrecht, sehr wohl aber ein Recht auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen. Die anderen Formen des Wehrersatzdienstes können aber frei gewählt werden; teilweise ist jedoch die Zustimmung der zuständigen Behörde notwendig.
  • Am 10. April 1961 traten die ersten 340 jungen Männer - fast ausschließlich aus christlichen Motiven - ihren Ersatzdienst an. Die ersten "Zivis" galten als Exoten und Drückeberger. Weil die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, wird es ab dem 1. Juli 2011 keinen Zivildienst mehr geben. (dradio.de)

0411D: Eichmann-Prozess

  • Als Eichmann-Prozess wird das Gerichtsverfahren gegen den wegen millionenfachen Mordes angeklagten ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann bezeichnet, das vor dem Jerusalemer Bezirksgericht zwischen dem 11. April und 15. Dezember 1961 stattfand. Das Urteil lautete auf Tod durch den Strang. 1961 fand der Prozess große internationale Aufmerksamkeit und er wird bis heute kontrovers diskutiert. Am bekanntesten sind vielleicht die in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangenen Äußerungen von Hannah Arendt geworden, die in ihrer Publikation zum Prozess Eichmann als Schreibtischtäter bezeichnete und von der Banalität des Bösen sprach.
  • Monatelang beherrschte der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, Organisator der Deportationen in die NS-Vernichtungslager, die Weltöffentlichkeit. Am 11. April 1961 wurde er seinen Richtern vorgeführt - und im Hintergrund versuchte selbst der BND, einen politisch zu brisanten Verlauf zu vermeiden. (dradio.de)

0411D: Bob Dylan

  • Robert Allen Zimmerman, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Bob Dylan, startet seine Karriere in New York. (BR4 Was heute geschah)

0412D: Wostok 1

  • Wostok 1 (russ. Восток-1 für Osten-1) war der erste bemannte Weltraumflug. Mit dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin gelangte am 12. April 1961 erstmals ein Mensch über die international anerkannte Grenzhöhe von 100 Kilometern. Gagarin startete an Bord eines Wostok-Raumschiffs vom Weltraumbahnhof Tjuratam (dem heutigen Baikonur) aus und landete nach einer vollständigen Erdumkreisung in der Nähe der südwestrussischen Stadt Engels. Der Flug zählt zu den größten Erfolgen des sowjetischen Raumfahrtprogramms und gilt als Meilenstein des Wettlaufs ins All zwischen der UdSSR und den Vereinigten Staaten. Der erste bemannte Orbitalflug der USA, Mercury-Atlas 6, erfolgte zehn Monate später, im Februar 1962. Offiziell wurde die Mission von der Sowjetunion als Wostok bekannt gegeben (ohne den Zusatz der Zahl 1); um Verwechslungen zu vermeiden, wird der Flug international jedoch meistens als Wostok 1 angegeben.
  • Auch im Wettlauf um den ersten Menschen im Weltraum behielten die Sowjets die Nase vorn. Am 12. April 1961 umkreiste Juri Gagarin als erster Mensch in einer Raumkapsel die Erde. (dradio.de)
  • Der 27-jährige Kosmonaut Jury Gagarin startet mit der Raumkapsel "Wostock I" zu seinem 108-Minuten-Flug. In einer elliptischen Bahn umkreiste er im Abstand von 175 bis 327 km die Erde. Mit diesem Flug erringt die Sowjetunion im Wettlauf um den Weltraum einen großen Vorsprung vor den USA. (aref.de 2016)
  • Verschollene Filmschätze

0417D: Invasion in der Schweinebucht

  • Die Invasion in der Schweinebucht war ein militärischer Angriff der USA auf Kuba. Sie wurde am 17. April 1961 mit Unterstützung der CIA von Exilkubanern als Maßnahme gegen die Revolution unter Fidel Castro durchgeführt. Die Invasion markierte einen ersten Höhepunkt der antikubanischen Aktionen der USA. Im Weltsicherheitsrat kam es zu Debatten um die Rechtmäßigkeit des Angriffs. Kuba scheiterte jedoch mit seinem Antrag, die USA als Aggressor zu verurteilen, am Vetorecht der USA. Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein politisches Debakel für die Vereinigten Staaten. Neben scharfer Kritik im In- und Ausland und dem verlorenen Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter John F. Kennedy führte sie zur Stärkung Castros und der kubanischen Revolution. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuches sorgten letztendlich auch für die zunehmende Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962.
  • Das Verhältnis zwischen den USA und Kuba, der nur 150 Kilometer von Florida entfernten sozialistisch regierten Insel, ist seit Jahrzehnten gespannt. Bis heute ist ein Handelsembargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba in Kraft. Die missglückte Invasion in der Schweinebucht am 17. April 1961 zerrüttete das Verhältnis zwischen den USA und Kuba endgültig. (dradio.de)

0422D: französische Generäle putschen gegen Charles de Gaulle

  • Am 22. April 1961 erhoben sich in Algier französische Generäle gegen die Regierung von Staatspräsident Charles de Gaulle. Ihr Ziel: die sich abzeichnende Unabhängigkeit der nordafrikanischen Kolonie zu verhindern. Der Aufstand scheiterte. Doch er zeigte, wie uneins die französische Gesellschaft bis in ihre politischen und militärischen Spitze über ihre Kolonialpolitik war. (dradio.de)

0423D: Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen wird eröffnet

  • Im Sommer 1936 wurde nördlich von Berlin das Konzentrationslager Sachsenhausen errichtet. Bis zur Befreiung im April 1945 kamen dort Zehntausende ums Leben. Mitte der 50er-Jahre begannen die Planungen für eine Erinnerungsstätte. Am 23. April 1961 konnte sie eingeweiht werden. (dradio.de)

0424D: das 1628 gesunkene Flaggschiff "Vasa" wird geborgen

  • Der Größenwahn von Schwedenkönig Gustav Adolf II. wurde der "Vasa" zum Verhängnis. Weil der Auftraggeber immer gewaltigere Kriegsschiffe forderte, gerieten die Proportionen aus dem Blick. Bei ihrer Jungfernfahrt sank die "Vasa" im Stockholmer Hafen. 333 Jahre später wurde sie geborgen. (dradio.de)

Mai

0504D: Bundessozialhilfegesetz

  • Gerhard Schröder, 1961 Innenminister im Kabinett von Konrad Adenauer, hatte das Bundessozialhilfegesetz in seinem Ressort federführend ausgearbeitet. Es war ein Meilenstein in der Sozialgesetzgebung nach dem Zweiten Weltkrieg. (WDR ZeitZeichen 2016)
  • Trotz Hilfe vom Staat ein Leben in Würde zu führen, ist Ziel der Sozialgesetzgebung in Deutschland. Vor 45 Jahren beschloss der Bundestag das Bundessozialhilfegesetz. Damit wurde das alte Fürsorgerecht von 1924 abgelöst. Doch Armut wird bis heute als Makel angesehen. (dradio.de 2006)
  • Menschen, die nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten, wurden schon seit Bismarcks Zeit vom Staat unterstützt. Die "Öffentliche Fürsorge" wurde jedoch wie Almosen gewährt. In der jungen Bundesrepublik indes nahm die Politik das Sozialstaatsprinzip sehr ernst. (dradio.de 2011)

0515D: Mater et Magistra

  • Vor 45 Jahren führte Papst Johannes XXIII. mit seiner Sozialenzyklika "Mater et magistra" die katholische Kirche auf Neuland. Erstmals bezog ein Papst die Völker außerhalb Europas in die soziale Frage ein und gab der Weltengemeinschaft Verantwortung für die notleidenden Menschen. (dradio.de 2006)

0519D: Elegie für junge Liebende (Henze)

  • Seit Richard Strauss ist Hans Werner Henze einer der erfolgreichsten deutschen Opernkomponisten. Einen der großen Erfolge feierte er mit seiner "Elegie für junge Liebende", die am 20. Mai 1961 uraufgeführt und noch im selben Jahr an mehreren europäischen Bühnen gespielt wurde. (dradio.de 2011)

0525D: John F. Kennedy kündigt bemannten Flug zum Mond an

  • Mut- oder Ruckreden werden stets dann gehalten, wenn die jeweiligen Regierungen den Eindruck haben, Führungsstärke zeigen und Orientierung geben zu müssen. Zuweilen klappt das auch. Die Rede des amerikanischen Präsidenten vom 25. Mai 1961 wirkt bis heute nach. Autor: Wolfgang Meyer. (WDR Stichtag 2016)

0528D: Amnesty International

  • Politisch und finanziell unabhängig hat Amnesty International heute weltweit rund 7 Millionen Mitglieder in über 150 Ländern. Sie ist damit die weltweit größte Menschenrechtsorganisation. 1977 wurde ihre Arbeit mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Angefangen hat Amnesty am 28. Mai 1961 als Hilfe für politische Gefangene. Autor: Anja und Doris Arp. (WDR Stichtag 2016)
  • Mit mehr als einer Million Mitglieder über 150 Staaten ist amnesty international die größte und einflussreichste unabhängige Menschenrechtsorganisation der Welt. Zahllose Gefangene verdanken ihr, dass sie nicht vergessen wurden. Vor 45 Jahren wurde amnesty international in London gegründet. (dradio.de 2006)
  • Als der britische Rechtsanwalt Peter Benenson 1961 von der Verurteilung zweier portugiesischer Studenten las, weil sie in Lissabon auf die Freiheit angestoßen hatten, war er fassungslos. Er schrieb einen Brief an die Wochenzeitung "Observer", in dem er die Freilassung dieser Häftlinge forderte - die Geburtsstunde von Amnesty International. (dradio.de 2011)

Juni

0604D: Panorama (Fernsehen)

  • Panorama ist das älteste deutsche politische Fernsehmagazin. Die Erstausstrahlung fand am 4. Juni 1961 statt. Das Magazin wird vom Norddeutschen Rundfunk produziert und alle drei Wochen im Wechsel mit Monitor und Kontraste donnerstags um 21:45 Uhr auf Das Erste ausgestrahlt. Derzeit wird es von Anja Reschke moderiert.
  • Gedacht war es, durch politische Aufklärung an der Entwicklung demokratischer Verhältnisse mitzuwirken. Doch durch andere Umstände und kritische Moderatoren ist ein prägendes Format entstanden, das nicht immer in das Bild konservativer Medienpolitiker passte. Meinungsfreudig bis zur offenen Polemik werden noch immer kontroverse Themen aufgegriffen. (dradio.de)

0606D: Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF)

  • In Stuttgart unterzeichnen die Ministerpräsidenten der Bundesländer den Staatsvertrag zur Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Am 01.04.1963 nimmt das Z D F aus einem provisorischen Studio in Eschborn seinen Sendebetrieb auf. Drei Jahre später (1966) beginnt man mit dem Bau des heutigen Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg. Heute verfügt das ZDF über 16 Inlands- und 19 Auslandsstudios und über einen Jahresetat von über zwei Milliarden Euro. (aref.de)

0615D: Walter Ulbricht gibt eine Pressekonferenz zur West-Berlin-Frage

  • 1961 war das geteilte Berlin mit seiner offenen, jederzeit passierbaren Sektorengrenze zu einer existentiellen Bedrohung der DDR geworden, denn der ostdeutsche Staat hatte bis dahin schon ein Fünftel bis ein Viertel der Bevölkerung verloren. (dradio.de)

0617D: Atomkraftwerk Kahl

  • Das Kernkraftwerk Kahl (auch: Versuchsatomkraftwerk Kahl (VAK)) war ein Kernkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 15 Megawatt in der Nähe von Großwelzheim, einem Ortsteil der unterfränkischen Gemeinde Karlstein am Main in Bayern. Der Siedewasserreaktor war das erste deutsche Kernkraftwerk. Auf dem Gelände wurde einige Jahre nach dem Bau des 1. Reaktors außerdem der bereits zurückgebaute Heißdampfreaktor Großwelzheim (HDR) errichtet. Das Kernkraftwerk wurde von RWE und Bayernwerk in Auftrag gegeben, erbaut wurde die Anlage durch die Siemens & Halske AG, die Reaktortechnik lieferte General Electric.
  • In den 50er-Jahren galt die Atomkraft als die Energiequelle der Zukunft. Auch die Bundesrepublik wollte den Zug nicht verpassen und gründete 1956 ein Atomministerium. Dessen Vision: ein Versuchsmeiler, der beweisen sollte, dass man die Technik in Deutschland beherrscht. Vor 50 Jahren ging dieses Versuchskraftwerk in Kahl am Untermain ans Netz. (dradio.de)
  • Im unterfränkischen Karlstein (Landkreis Aschaffenburg) speist das erste deutsche Kerrnkraftwerk (Versuchsatomkraftwerk Kahl (VAK)) Strom in das Energieversorgungsnetz ein. 25 Jahre lang leistet "das Kahler Ei" 15 Megawatt - Strom ohne Rauch und ohne CO2-Ausstoß. (aref.de 2016)

0621D: Mirage-Affäre

  • In den 1960er-Jahren will die Schweiz 100 topmoderne Mirage-Kampfjets kaufen. Jets, die sogar Atomwaffen nach Moskau tragen können. Doch die Kosten laufen komplett aus dem Ruder. Die Mirage-Affäre wird zur Staatskrise, mit einem prominenten Opfer: Bundesrat und EMD-Chef Paul Chaudet muss 1966 gehen. (SRF Zeitblende 2016)

Juli

0701D: Olivier Messiaen

0702D: Ernest Hemingway

  • Ernest Miller Hemingway (* 21. Juli 1899 in Oak Park, Illinois; † 2. Juli 1961 in Ketchum, Idaho) war einer der erfolgreichsten und bekanntesten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1953 erhielt Hemingway den Pulitzer-Preis und 1954 den Literaturnobelpreis für seine Novelle Der alte Mann und das Meer. Hemingway betätigte sich nicht nur als Schriftsteller, sondern war auch Reporter und Kriegsberichterstatter, zugleich Abenteurer, Hochseefischer und Großwildjäger, was sich in seinem Werk niederschlägt.
  • Ernest Hemingway war Zeit seines Lebens ein Getriebener, der die Grenzen des Daseins und die Fronten suchte, um dort den Stoff für seine Short Stories und Romane zu finden. Trotz seines rastlosen Lebens stand die schriftstellerische Produktion stets im Mittelpunkt. Ernst Hemingway wurde zu Lebzeiten zum Mythos, sein spektakulärer Selbstmord mit 61 Jahren am 02. Juli 1961 vollendete die Legende. (dradio.de)

August

0802D: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist eine Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland.
  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG dient der Förderung der Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Ihre Geschichte beginnt in der Weimarer Zeit. Vor 60 Jahren nach der Gleichschaltung im Nationalsozialismus fusionierte der Verband mit dem Deutschen Forschungsrat. (dradio.de)

0807D: Frank Buchman

  • Der Amerikaner Frank Buchman war ein umstrittener Mann: verehrt als Instrument Gottes von den einen, verteufelt als Scharlatan von den anderen. Er selbst sah sich lediglich als Überbringer einer einfachen Botschaft: Wenn du willst, dass sich die Welt zum Bessern ändert, beginne bei dir selbst! (WDR ZeitZeichen 2016)

0813D: Berliner Mauer

  • Die Berliner Mauer war während der Teilung Deutschlands mehr als 28 Jahre lang ein Grenzbefestigungssystem entlang der Grenze zwischen den Westsektoren Berlins einerseits und dem Ostteil der Stadt sowie der umgebenden Deutschen Demokratischen Republik (DDR) andererseits. Sie ergänzte ab 1961 die Funktion der 1378 Kilometer langen innerdeutschen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, die bereits mehr als neun Jahre vorher "befestigt" worden war, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. In der DDR wurde sie als „befestigte Staatsgrenze“ oder (propagandistisch) als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet (von Horst Sindermann geprägt). Hauptzweck war die Verhinderung der Flucht aus der DDR durch deren Einwohner, die dort als „ungesetzlicher Grenzübertritt“ (Republikflucht) unter Strafe stand. Die Berliner Mauer war Bestandteil und zugleich markantes Symbol des Konflikts im Kalten Krieg zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion. Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte sie innerhalb der durch die Nachkriegsordnung der Alliierten Siegermächte entstandenen Viersektorenstadt das Stadtgebiet von Groß-Berlin in zwei Teile: Berlin (West) und Ost-Berlin („Hauptstadt der DDR“). Da die Mauer auch in dem ganzen Berlin (West) umgebenden Gebiet der DDR errichtet wurde, war der Westteil der Stadt fortan eine von Mauern umgebene westliche Insel, auch „Schaufenster der freien Welt“ genannt. Für die DDR-Grenzsoldaten galt in Fällen des „ungesetzlichen Grenzübertritts“ der Schießbefehl. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer langen und schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden, wurden nach derzeitigem Forschungsstand (2009) zwischen 136 und 245 Menschen getötet. Die genaue Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer ist nicht bekannt.
  • Nicht einmal die Regierung, der Ministerrat, war in die geheimen Vorbereitungen eingeweiht. Am 13. August 1961 startete die "Aktion Rose": Kurz nach Mitternacht riegelte die DDR die Grenzen zu West-Berlin ab - und beendet damit die Massenflucht der eigenen Bürger. (dradio.de)
  • In der Nacht zum 13. August 1961 riegelt die DDR den Ostsektor Berlins mit Stacheldraht ab. Noch vor Tagesanbruch sind sämtliche Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Teilen der Stadt unterbrochen. Arbeiter rücken an und beginnen mit dem Bau des "antifaschistischen Schutzwalls". (aref.de)
  • Der Weg zur Einheit erstreckt sich über fast drei Jahrzehnte: Als im November 1989 die Mauer fällt, haben die Deutschen in Ost und West weitgehend unterschiedliche Prägungen erhalten. Mit seltenem Filmmaterial und Interviews mit prominenten Zeitzeugen schildert ZDF History den Weg der Deutschen vom Mauerbau bis zum Fall der Mauer. Im Westen verbindet man das Jahr 1968 mit der Studentenbewegung, im Osten mit der Niederschlagung des Prager Frühlings. In der Bundesrepublik versetzen die Beatles und die Rolling Stones in den 60ern Millionen Jugendliche in Euphorie. In der DDR werden Langhaarige von der Volkspolizei zum Friseur gebracht. Während die Westdeutschen als Reiseweltmeister auch die entlegensten Weltregionen erkunden, bleibt die Reiselust der Ostdeutschen auf Strände hinter dem Eisernen Vorhang beschränkt. Auch die Frage nach der Einheit wird in beiden deutschen Staaten völlig unterschiedlich beantwortet. Für die DDR-Spitze ist die Zweistaatlichkeit Bedingung der eigenen Existenz. Im Westen steht das Ziel der Einheit zwar im Grundgesetz, doch es scheint im Kalten Krieg allenfalls ein fernes, fast illusionäres Ziel. (Die Deutschen im 20. Jahrhundert)
  • Eine sehr eindrücklich gestaltete Geschichte der Mauer in Videos: (RBB Die Berliner Mauer)

0813D: Todesopfer an der Berliner Mauer

  • Als Todesopfer an der Berliner Mauer werden Personen bezeich­net, die zwischen dem 13. August 1961 und dem Mauer­fall am 9. Novem­ber 1989 bei der Flucht aus der DDR an der Berliner Mauer infolge der Anwen­dung des Schieß­befehls durch Soldaten der DDR-Grenz­truppen oder durch Unfälle ums Leben kamen. Über die Anzahl der Todes­opfer gibt es unter­schied­liche Angaben. Nach Erkennt­nissen des Zentrums für Zeit­histo­rische Forschung und der Stiftung Berliner Mauer gab es mindes­tens 140 Mauer­opfer, darunter 101 DDR-Flücht­linge, 30 Personen aus Ost und West, die ohne Flucht­absicht verun­glückten oder erschossen wurden, und 8 im Dienst getötete Grenz­soldaten. Die Arbeits­gemein­schaft 13. August, Betrei­berin des Mauer­museums am Check­point Charlie, ging 2009 von 245 Mauer­opfern aus. Infolge der juris­tischen Aufar­beitung nach der Wende kam es zu 131 Verfahren gegen 277 Personen, die etwa zur Hälfte mit Verur­teilungen endeten. (Artikel des Tages)

0815D: Volkspolizist Conrad Schumann flüchtet nach West-Berlin

  • Die DDR war von Anfang an ein Land, aus dem die Bewohner flüchteten: Im Jahr 1960 waren es fast 200 000 Menschen. Die DDR-Oberen sahen nur eine Möglichkeit, den Flüchtlingsstrom zu stoppen – den Bau einer Mauer. Doch die konnte auch nicht alle aufhalten. Bei einer Flucht am 15. August 1961 gelang ein besonderer Schnappschuss. (WDR Stichtag 2016)

0830D: Bischöfliche Aktion ADVENIAT

  • Die Bischöfliche Aktion ADVENIAT (von lat. Adveniat regnum tuum = „Dein Reich komme“ aus dem Vaterunser) ist das bischöfliche Lateinamerika-Hilfswerk der Katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Essen. Unter dem Begriff Adveniat-Aktion versteht man eine Reihe von Veranstaltungen, die das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat in der Adventszeit in Zusammenarbeit mit zahlreichen Bistümern Deutschlands organisiert, um auf die Nöte in Lateinamerika und die Arbeit des Hilfswerkes hinzuweisen und für Spenden zu werben.
  • Mit einer Kollekte für die katholische Kirche in Lateinamerika begann im Jahr 1961 die Geschichte des Hilfswerks "Adveniat". Die Bischöfliche Kommission für Lateinamerika ist inzwischen einer der wichtigsten Partner der Kirchen auf dem lateinamerikanischen Kontinent und in der Karibik. (dradio.de)

September

0901D: Bewegung der Blockfreien Staaten

  • Die Bewegung der Blockfreien Staaten (kurz Bewegung der Blockfreien oder Blockfreien-Bewegung; englisch Non-Aligned Movement, NAM; französisch Mouvement des non-alignés, NAM; spanisch Movimiento de Países No Alineados, MPNA; portugiesisch Movimento Não-Alinhado, MNA; serbokroatisch Pokret nesvrstanih) ist eine internationale Organisation von Staaten, die keinem Militärblock angehören und sich im Ost-West-Konflikt neutral verhielten. Die Gründung der Organisation ging auf eine Initiative des jugoslawischen Präsidenten Tito, des ägyptischen Staatschefs Nasser, des indischen Premiers Nehru sowie des indonesischen Präsidenten Sukarno zurück. Die Organisation konstituierte sich 1961 auf ihrer ersten Sitzung in Belgrad. Ihr traten viele afrikanische und asiatische Staaten bei. Ihr Ziel ist die Gleichberechtigung zwischen den Staaten und eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedstaaten. Die Organisation verurteilte die Blockbildung in der Zeit des Ost-West-Konfliktes wegen der Gefahr eines Dritten Weltkrieges und setzte sich für die friedliche Koexistenz und Abrüstung ein. Die steigende Zahl der Mitglieder machte es der Organisation jedoch zunehmend schwer, sich auf eine gemeinsame Politik zu einigen. Mit dem Ende des Warschauer Paktes verlor sie an Bedeutung. Die Staaten der Blockfreien-Bewegung vertreten 55 Prozent der Weltbevölkerung und halten nahezu zwei Drittel der Sitze in der UN-Generalversammlung.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg war Weltpolitik allein die Angelegenheit der Großmächte USA und UdSSR. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges trafen 1961 in Belgrad die Anführer der Staaten zusammen, die sich der Aufteilung der Welt zwischen Ost und West nicht fügen wollten. (dradio.de)

0908D: Perry Rhodan

  • Perry Rhodan ist der Titelheld der gleichnamigen deutschen Science-Fiction-Serie, die seit dem 8. September 1961 ununterbrochen wöchentlich in Form von Heftromanen mit einer Druckauflage von etwa 80.000 Heften (Stand: Jahr 2011) bei der Verlagsunion Pabel-Moewig, einer Tochter der Bauer Media Group, erscheint.
  • Es war eine kleine Sensation in der Unterhaltungsliteratur, als am 8. September 1961 die erste deutsche Science-Fiction-Romanserie auf den Markt kam. Perry Rhodan hieß der waghalsige Astronaut, der im Jahr 1971 ins Weltall aufbrach. Vom Bildungsbürgertum als Schundliteratur verpönt, von einer begeisterten Fan-Gemeinde gefeiert, erscheint bis heute jede Woche eine neue Folge mit Abenteuern aus dem Perryversum. (dradio.de)

0911D: WWF

  • Als Spendensammel-Verein angetreten ist der WWF in seiner 45-jährigen Geschichte zu einer der weltweit größten Naturschutzorganisationen geworden. Mehr als 100.000 Projekte hat der WWF betreut, das Spendenaufkommen kletterte auf über 330 Millionen Euro im Jahr. (dradio.de 2011)
  • Wikipedia ist sich recht sicher: "Zurzeit gibt es schätzungsweise 1864 frei lebende Exemplare." Die Bären-Art gilt als stark gefährdet. Dabei gibt es kaum ein Tier, das so viel Symbolkraft entfaltet hat wie der große Panda. Er ist seit Anfang an das Symboltier des WWF. (WDR ZeitZeichen 2016)

0918D: Dag Hammarskjöld

  • Dag Hammarskjöld (1905-1961) war ein parteiloser schwedischer Staatssekretär unter sozialdemokratisch geführten Regierungen und zweiter UN-Generalsekretär. Hammarskjöld wurde 1961, kurz nach seinem Tode, der Friedensnobelpreis verliehen.
  • Viele hatten Dag Hammarskjöld bei seinem Amtsantritt 1953 nur wenig zugetraut. Doch seine Erfolge verschafften ihm weltweit Anerkennung. Sein Engagement für die Unabhängigkeit der Dritten Welt war allerdings den ehemaligen Kolonialmächten ebenso ein Dorn im Auge wie der Sowjetunion. Am 18. September 1961 starb der schwedische Diplomat bei einem Flugzeugunglück unter ungeklärten Umständen. (dradio.de)

0920D: Passat (Schiff)

  • Die Passat ist eine Viermast-Stahlbark, die als einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel lief und heute im Hafen von Travemünde liegt. Sie wurde zunächst als Frachtsegler von F. Laeisz zwischen Europa und Südamerika eingesetzt. Im Eigentum von Gustaf Erikson diente sie vor allem für den Weizentransport zwischen Australien und Europa (siehe Weizenregatta). Der damalige Kapitän war Otto Piper. In den 1950er Jahren wurde sie als Frachtsegelschulschiff zwischen Europa und Südamerikas Ostküste eingesetzt. Insgesamt umrundete sie 39mal das wegen seiner Wetterbedingungen berüchtigte Kap Hoorn (sogenannter Kap Hoornier). 1957 wurde das Schiff wegen sinkender Rentabilität außer Dienst gestellt. 1959 wurde die Passat von der Stadt Lübeck gekauft, und seit 1960 ist sie als stationäres Museumsschiff, Jugendherberge und Veranstaltungsort in Travemünde im Segelschiffhafen an der Travemündung aufgelegt. Seit 1978 steht die Passat unter Denkmalschutz und gilt heute als das Wahrzeichen von Travemünde.
  • Nicht nur bei alten Seebären gelten sie als Legende - jene Segelschiffe, die einst bei Wind und Wetter das berüchtigte Kap Hoorn in Südamerika umrundeten. Einer der berühmtesten Windjammer lief vor genau 100 Jahren vom Stapel - die Viermastbark Passat, die heute als Museumsschiff in Lübeck zu bewundern ist. (dradio.de)

Oktober

1002D: 53 DDR-Bürger flüchten aus Böseckendorf

  • Über Flucht aus der DDR wurde in der DDR nicht gesprochen. Geflüchtet wurde dennoch. Immer wieder gab es spektakuläre Versuche, die DDR zu verlassen - mittels einem Heißluftballon, durch Botschaftsbesetzungen oder als ein halbes Dorf am 02. Oktober 1961 die Grenze zwischen Thüringen und Niedersachsen überwand. (WDR Stichtag 2016)

1013D: Ampelmännchen

  • Der Begriff "Ampelmännchen" (auch Ampelmann) ist die allgemeinsprachliche Bezeichnung für das Fußgängersignal einer Ampel. Es zeigt in der Rotphase das Sinnbild eines stehenden und in der Grünphase das Sinnbild eines schreitenden Fußgängers. Diese Form der Fußgängersignalisierung wurde 1961 vom Ost-Berliner Verkehrspsychologen Karl Peglau erfunden und kommt heute in unterschiedlichen Darstellungsformen weltweit zum Einsatz.
  • Für das Verkehrsministerium der DDR entwickelte der Verkehrspsychologe Karl Peglau das etwas mollige Ampelmännchen in rot und grün. Es sollte dafür sorgen, dass es in Ost-Berlin weniger Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung gab. (dradio.de)

1017D: Massaker von Paris

  • Als Massaker von Paris ging die Erschießung von etwa 200 friedlichen algerischen Demonstranten durch die französische Polizei in die Geschichte ein. Die blutig verlaufene Massendemonstration wurde in den französischen Medien seinerzeit nahezu flächendeckend totgeschwiegen und erst mit großem zeitlichen Abstand zum Gegenstand einer öffentlichen Diskussion in Frankreich.
  • Die Ereignisse vom 17. Oktober 1961 sind als Massaker von Paris in die Geschichte eingegangen. An jenem Tag kamen bei einem brutalen Polizeieinsatz während einer friedlichen Demonstration gegen den Algerienkrieg Hunderte Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt. (dradio.de)

1025D: am Checkpoint Charlie fahren amerikanische und sowjetische Panzer auf

  • Angesichts der Massenflucht aus der DDR ließ die Sowjetunion im August 1961 die Grenze zu den Westsektoren Berlins abriegeln. Die Lage in Berlin blieb weiter gespannt und spitzte sich zu, als im Oktober amerikanische Panzer am Grenzübergang Friedrichstraße auffuhren. (dradio.de)

1025D: The Twilight Zone

1030D: Notenkrise

  • Als Notenkrise wird eine Phase in der Geschichte der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Finnland bezeichnet, die am 30. Oktober 1961 durch eine diplomatische Note der Sowjetunion eingeleitet wurde. Vor dem Hintergrund der internationalen Spannungen der Berlin-Krise und unter Berufung auf den finnisch-sowjetischen Freundschaftsvertrag von 1948 verlangte die Sowjetunion die Aufnahme militärischer Konsultationen zur Abwehr einer erwarteten Aggression des Westens. Durch solche Konsultationen drohte Finnland in einer mit der bisherigen Neutralitätspolitik des Landes unvereinbaren Weise in den Konflikt der Machtblöcke verwickelt zu werden. Der finnische Präsident Urho Kekkonen bereinigte die Krise schließlich unter Einsatz seiner guten persönlichen Beziehungen zum sowjetischen Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow.

1030D: Zar-Bombe

  • Die Zar-Bombe (russisch Царь-бомба/ Zar-Bomba), RDS-220, in der Sowjetunion mit dem Codenamen Iwan (russisch Иван) bezeichnet, war die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe und erzeugte die größte jemals vom Menschen verursachte Explosion.
  • Auf der Nordpolarmeerinsel Nowaja Semlja führte die Sowjetunion Tests mit Kernwaffen durch. Den Höhepunkt bildete 1961 eine gigantische Wasserstoffbombe. Ihre Detonation sollte zur größten jemals vom Menschen verursachten Explosion werden. (dradio.de)

1031D: Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei

  • Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichnet und führte, trotz gegenteiliger vertraglicher Ausgestaltung (Befristung der Aufenthaltsdauer auf maximal zwei Jahre, sogenanntes Rotationsprinzip), zum Beginn einer türkischen Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland. Die angeworbenen Arbeiter wurden in Deutschland als Gastarbeiter bezeichnet. Ähnliche Anwerbeabkommen schloss die Bundesrepublik Deutschland auch mit anderen Staaten: Griechenland, Italien, Jugoslawien, Marokko, Portugal, Spanien und Tunesien.
  • Nur unverheiratete Männer unter 40 Jahren durften zunächst nach Deutschland. Sie sollten laut dem "Anwerbeabkommen" aus dem europäischen Teil der Türkei stammen und bald gegen Nachrücker ausgetauscht werden. Doch es kam ganz anders. (dradio.de)

November

1102D: Andorra (Frisch)

  • "Andorra" ist ein Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, das den Abschluss seiner Periode des „engagierten Theaters“ bildet. In Form einer Parabel thematisiert Frisch am Beispiel des Antisemitismus die Auswirkung von Vorurteilen, die Schuld der Mitläufer und die Frage nach der Identität eines Menschen gegenüber dem Bild, das sich andere von ihm machen. Das Drama handelt von Andri, einem jungen Mann, der von seinem Vater unehelich mit einer Ausländerin gezeugt wurde und deshalb von diesem als jüdischer Pflegesohn ausgegeben wird. Die Bewohner Andorras begegnen Andri permanent mit Vorurteilen, so dass er, selbst nachdem er seine wahre Herkunft erfahren hat, an der ihm zugewiesenen jüdischen Identität festhält. Es folgt seine Ermordung durch ein rassistisches Nachbarvolk. Nachdem die Andorraner alles geschehen ließen, rechtfertigen sie ihr Fehlverhalten und ihre Feigheit vor dem Publikum und leugnen ihre Schuld. Andorra wurde am 2. November 1961 im Schauspielhaus Zürich unter der Regie von Kurt Hirschfeld uraufgeführt und als eines der wichtigsten Theaterstücke nach dem Zweiten Weltkrieg gefeiert. Das Drama wurde aber auch Gegenstand von Kontroversen, die sich daran entzündeten, dass Frisch den Antisemitismus als Modell wählte, wodurch dessen spezielle Problematik entschärft und die historische Wirklichkeit verharmlost werde. Als Vorbild für das von Frisch als „Modell“ bezeichnete Andorra, mit dem nicht der reale Kleinstaat Andorra gemeint sei, wurden oft die Schweiz oder Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus verstanden. Während das Drama in Amerika am Broadway scheiterte, ist es im deutschen Sprachraum bis heute ein an vielen Bühnen gespieltes und in den Schulkanon aufgenommenes Werk. Gemeinsam mit Biedermann und die Brandstifter ist Andorra das bekannteste Theaterstück Max Frischs.
  • "Andorra" von Max Frisch wurde vor allem deshalb zum viel gespielten Nachkriegsdrama, weil das Stück die Mechanismen des Antisemitismus aufzeigt und die Frage nach der Schuld der Mitläufer stellt. Am 2. November 1961 kam es erstmals in der Regie von Kurt Hirschfeld am Zürcher Schauspielhaus auf die Bühne. (dradio.de)

1106D: Doppelagent Heinz Felfe wird in Pullach verhaftet

  • Die Zeit des Kalten Krieges im geteilten Deutschland war die hohe Zeit der Spione. Davon profitierten nicht wenige, die ihr Rüstzeug im NS-Regime erworben hatten. So wie Heinz Felfe, den sein Berufsweg von der SS zum KGB und BND führte. Am 6. November 1961 wurde der Doppelagent in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes verhaftet. (dradio.de)

1107D: Konrad Adenauer wird zum vierten Mal zum Bundeskanzler gewählt

  • Konrad Adenauers letzte Amtszeit begann am 7. November 1961 und stand unter keinem guten Zeichen. Zwar holte er zum ersten Mal eine Frau ins Kabinett, doch die restaurativen Gründerjahre, die er wie kein zweiter verkörperte, büßten mehr und mehr an Charme ein. (dradio.de)

1114D: Die erste Bundesministerin Elisabeth Schwarzhaupt

  • Vor 50 Jahren wurde Elisabeth Schwarzhaupt als erste Frau Mitglied einer deutschen Bundesregierung. Die Pionierin war schon als Assessorin bei Gericht und als Oberkirchenrätin die erste und einzige Frau im Männerkreis gewesen. (dradio.de)

1115D: Der Herr Karl

  • Der größte Erfolg des österreichischen Schauspielers Helmut Qualtinger sei auch seine größte Niederlage gewesen, sagte einer seiner Biografen einmal. Alles, was er danach gespielt habe, sei an seinem glanzvollen TV-Solo "Der Herr Karl" gemessen worden - vor 55 Jahren uraufgeführt. (dradio.de 2016)

1125D: USS Enterprise (CVN-65)

  • Die USS Enterprise (CVN-65) ist ein aktiver Flugzeugträger der United States Navy. Das am 25. November 1961 in Dienst gestellte Schiff war der erste Flugzeugträger mit Kernenergieantrieb und zum damaligen Zeitpunkt das größte Kriegsschiff der Welt. Auch nach Ablösung durch die USS Nimitz 1975 als größtes Kriegsschiff ist sie mit 342,3 Metern immer noch das längste Kriegsschiff der Welt. Die Enterprise ist das achte Schiff und nach der Enterprise aus dem Zweiten Weltkrieg der zweite Flugzeugträger mit diesem Namen in der US Navy. Sie ist das erste und einzige Schiff einer ursprünglich auf sechs Einheiten geplanten Klasse von Flugzeugträgern, deren Bau aus Kostengründen eingestellt wurde. Die Enterprise nahm seit ihrer Indienststellung an allen größeren Operationen der US-Marine, unter anderem der Seeblockade Kubas, dem Vietnam- und dem Golfkrieg teil. In jüngerer Vergangenheit beteiligte sie sich auch am Krieg gegen den internationalen Terrorismus und dem Irakkrieg. Sie soll 2015 durch die USS Gerald R. Ford abgelöst werden.

1127D: Contergan-Skandal

  • Der Contergan-Skandal war einer der aufsehenerregendsten Arzneimittelskandale in der Bundesrepublik Deutschland und wurde in den Jahren 1961 und 1962 aufgedeckt. Durch die schädlichen Nebenwirkungen des Beruhigungsmedikaments Contergan, das den Wirkstoff Thalidomid enthält, war es zu Schädigungen bei einer großen Zahl von Ungeborenen gekommen.
  • Vier Jahre nach seiner Einführung nimmt die "Chemie Grünenthal" ein Schlafmittel vom Markt. Sein Wirkstoff Thalidomid hatte sich vorher als gutes Schlafmittel ohne Nebenwirkungen erwiesen. Vor allem war keine tödliche Überdosierung möglich. Selbst schwangere Frauen nahmen das als "völlig ungiftig" angepriesene Präparat "Contergan" bedenkenlos ein. Sollte es doch gerade sie in den ersten Schwangerschaftsmonaten vor morgendlicher Übelkeit schützen. Ein durch das Medikament Contergan geschädigter JungeJetzt wird der Verdacht geäußert, dass es für das sprunghafte Ansteigen von Missbildungen Neugeborener verantwortlich sein könnte. Manchen Kindern waren Hände und Füße direkt am Rumpf angewachsen. Der Fall entwickelt sich zum größten Arzneimittel-Skandal der Bundesrepublik. Insgesamt zählt man 2.625 Kinder mit schweren Missbildungen. (aref.de)

Dezember

1225D: Zweites Vatikanische Konzil einberufen

  • "Aggiornamento" verkündete Papst Johannes XXIII. mit der Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Es bedeutete so viel wie: "Auf in die Moderne". (WDR ZeitZeichen 2016)

Lexikon

60 X Deutschland

  • Ein Ereignis erschüttert ganz Deutschland: Am 13. August riegeln DDR-Soldaten die Sektorengrenze in Berlin ab und beginnen mit dem Bau einer Mauer. Die Teilung Deutschlands scheint besiegelt. Noch im Juni hatte Ulbricht auf einer Pressekonferenz verkündet: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Die Angst vor einer endgültigen Grenzsperrung löst eine Torschlusspanik aus und lässt die Flüchtlingszahlen in die Höhe schnellen: Bis zu tausend Menschen kommen täglich im West-Berliner Notaufnahmelager Marienfelde an. Nachdem Sowjetführer Chruschtschow und US-Präsident John F. Kennedy im Juni bei einem Gipfeltreffen zu keiner Einigung kommen, setzt Ulbricht die radikale Lösung der Berlinfrage durch. Während West-Berlins Regierender Bürgermeister Brandt scharf protestiert, beschränken sich Bundesregierung und Westmächte auf symbolische Gesten. Neben dem Mauerbau erregt der erste Flug des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin weltweit Aufsehen. Die USA haben beim Wettlauf im Weltall erneut das Nachsehen. Für Erleichterung bei den Überlebenden des Holocaust sorgt der Prozess gegen den Organisator der Judenvernichtung Adolf Eichmann. Wegen Verbrechen gegen die Menschheit wird er in Jerusalem zum Tode verurteilt. (bpb.de/mediathek)

Atomkreuzer

  • Als Atomkreuzer werden nuklear getriebene Kreuzer bezeichnet. Die ersten Schiffe dieser Gattung wurden in den 1960er Jahren in Dienst gestellt. In Amerika und Russland wurden seitdem 13 Atomkreuzer gebaut, von denen heute nur noch zwei russische Einheiten im Dienst sind. Sämtliche Schiffe dieser Gattung waren Lenkwaffenkreuzer, weshalb sie die Bezeichnung (in US-amerikanischer Nomenklatur) CGN für Cruiser Guided Missile nuclear powered erhielten. Die United States Navy hat zwischen 1961 und 1980 insgesamt neun Atomkreuzer in Dienst gestellt. Diese wurden allesamt in den 1990er Jahren deaktiviert. Der erste Atomkreuzer, der weltweit in Dienst gestellt wurde, war die USS Long Beach (CGN-9), die ab 1961 in Dienst gestellt wurde. Damit wurde sie parallel zum ersten nuklear getriebenen Flugzeugträger USS Enterprise (CVN-65) gebaut und fertiggestellt. Ein Jahr später folgte mit der USS Bainbridge (CGN-25) die zweite Einheit. Der dritte Atomkreuzer der US Navy war die USS Truxtun (CGN-35), die 1967 in Dienst gestellt wurde. Diese drei Schiffe waren Prototypen, die aus den konventionell getriebenen Kreuzerklassen Leahy respektive Belknap entwickelt wurden. (Artikel des Tages)

Beach Boys

  • The Beach Boys sind eine der welt­weit erfolg­reichsten Rock-Bands der 1960er und frühen 1970er Jahre. Sie wurden 1961 in Kalifornien von den Brüdern Brian, Dennis und Carl Wilson, ihrem Cousin Mike Love und dem Schul­freund Alan Jardine gegründet. Besondere Merk­male ihrer Musik sind ein­präg­same Melodien und ein differen­zierter, häufig vier­stimmiger Chor­satz unter Verwen­dung teil­weise unge­wöhn­licher Harmonie­folgen. Ihre Texte beschworen anfäng­lich meist Teenager­sehn­süchte nach einem hedo­nistisch orien­tierten und sorgen­freien Leben, themati­sierten später aber auch ernst­hafte und problema­tische Felder. Mit ihrem experi­mentellen Album Pet Sounds, das zu den bedeu­tendsten Alben in der Geschichte der Rock­musik gezählt wird, und den Arbei­ten am Album Smile erneuerten sie teil­weise die damaligen Struk­turen der Rock- und Pop­musik und erweiterten deren musika­lische Aus­drucks­möglich­keiten. Am 4. Juli 1985 spielten die Beach Boys zunächst vor einer Million Menschen in Phila­delphia und danach vor 750.000 Zuhörern in Washington. Dies brachte ihnen einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein. Die Gruppe war insge­samt über 50 Jahre lang in den Top 40 der amerika­nischen Bill­board-Charts vertreten. (Artikel des Tages)

Die Verdammten dieser Erde (Fanon)

  • Die Verdammten dieser Erde ist eine breit angelegte Analyse der Unabhängigkeitskämpfe in Afrika. Frantz Fanon vertritt in seinem Hauptwerk die Auffassung, dass die alten Kolonialstrukturen nur dann nachhaltig vernichtet werden können, wenn die Völker sich ihre Freiheit aus eigener Kraft gewaltsam erkämpfen. Seine sozialpsychologische Sicht auf Unterdrückung und Entmenschlichung geht mit einer grundlegenden Kritik an Kolonialismus und Imperialismus einher. Fanon untersucht die Beziehungen zwischen dem Einzelnen und der Nation und stellt Lumpenproletariat und Bauern als treibende revolutionäre Kräfte ins Rampenlicht. Die Neuverteilung von Reichtum ist für ihn die wichtigste Aufgabe der Menschheit. Mit seinen hellsichtigen Beschreibungen von kolonial geprägter Globalisierung war er seiner Zeit voraus. Fanons Manifest der Dekolonisation ist bis heute eine lehrreiche Lektüre für alle, die verstehen wollen, wie Afrika durch die Verbrechen des Kolonialismus geprägt wurde und welche Folgen immer noch zu spüren sind. (getAbstract)

Hessentag

  • Der Hessentag ist eine jährliche Festveranstaltung des deutschen Landes Hessen zur Darstellung verschiedener Regionen Hessens. Im Rahmen einer Veranstaltungswoche präsentiert sich das Land den Besuchern mit Schwerpunkt auf kulturellen Darstellungen und Ausstellungen. Der Hessentag ist das älteste und größte Landesfest in Deutschland. Für den diesjährigen Hessentag siehe Hessentag 2011.

Moon River, gesungen von Andy Williams

Schanzenanlage im Kanzlersgrund

  • Die Schanzenanlage im Kanzlersgrund (auch Hans-Renner-Schanze, Renn­steig­schanze oder Schanze am Renn­steig genannt) ist eine Ski­sprung­anlage im Kanzlers­grund in Thü­ringen. Es han­delt sich um eine Doppel­schanzen­anlage mit einer Groß- und einer Normal­schanze. Die Hans-Renner-Schanze (Baujahr 1959 bis 1961) hat eine Hill­size von 140 und die Renn­steig­schanze (Bau­jahr 1983 bis 1987) von 100 Metern. Die Hans-Renner-Schanze war die größte Ski­sprung­schanze der DDR und zählt zu den größten Schanzen der Welt. Beide Schanzen sind mit Matten be­legt, ganz­jährig nutz­bar und werden regel­mäßig als Trainings­schanzen von ver­schiede­nen National­mann­schaften ge­nutzt. Auch die deutschen Springer nutzen die Schanze im Sommer für ihre Sprung­praxis. Die ersten offi­ziellen Re­korde wurden bei den 15. DDR-Ski­meister­schaften in den nordi­schen Ski­diszipli­nen im Februar 1964 aufge­stellt, bei denen Dieter Neuendorf und Dieter Bokeloh, beide aus Brotterode, je 111,5 Meter weit sprangen. (Artikel des Tages)

Tausendfüßler (Düsseldorf)

  • Der Begriff Tausendfüßler ist ein von der Bevölkerung vergebener Spitzname für eine Autohochstraße in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Der Tausendfüßler wurde durch die Stadt Düsseldorf von 1961 bis 1962 im Rahmen der umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Innenstadt (1954–1962) errichtet. Seitdem ist er ein wichtiges Bindeglied der Nord-Süd-Straßenführung durch die Innenstadt und Bestandteil der Landesstraße 55. Am 13. Dezember 1993 wurde er in die Denkmalliste der Stadt in der Kategorie Technische Denkmäler, Anlagen und Bauten für den Straßenverkehr eingetragen. Trotzdem wird seit 2001 darüber diskutiert, den Tausendfüßler abzureißen, um eine größere und neu zu gestaltende Fläche für das Umstrukturierungsprojekt Kö-Bogen zu erhalten.

Quellen

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.