1961

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1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964

JANUAR

0103D: Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab

0104D: Der 32. Band des "Deutschen Wörterbuchs" erscheint

0107D: Casablanca-Gruppe

  • Eine Gruppe dem radikalen Panafrikanismus zuneigender afrikanischer Staaten beschließt auf einer Konferenz in Casablanca eine Afrikanische Charta. Die Ausarbeitung der Casablanca-Gruppe wird für die Mehrheit der anderen unabhängig gewordenen Staaten zum Anlass für ein Gegenpositionspapier.

0108D: Referendum in Frankreich zur Selbstbestimmung Algeriens

  • In einem Referendum entscheiden sich 75 Prozent der französischen Wähler für die Unterstützung der Politik Charles de Gaulles, die auf ein unabhängiges Algerien hinausläuft.

0107D: Mit Schirm, Charme und Melone (Fernsehserie)

0108D: Georges Scelle

  • Georges Scelle (* 19. März 1878 in Avranches; † 8. Januar 1961 in Paris) war ein franzö­sischer Jurist, der im Bereich des Völker­rechts wirkte. Er war von 1912 bis 1932 an der Uni­versi­tät Dijon sowie an­schließend bis 1948 an der Uni­versi­tät Paris tätig und gehörte von 1948 bis 1960 der Völker­rechts­kommis­sion der Ver­ein­ten Natio­nen an. Darüber hinaus amtierte er lang­jährig am Verwal­tungs­gericht der Inter­nationa­len Arbeits­organi­sation sowie als General­sekre­tär und später als Mit­glied des Kurato­riums der Haager Akade­mie für Völker­recht. Zu den inhalt­lichen Schwer­punk­ten seines Schaf­fens zählten insbe­sondere der Minder­heiten­schutz, das See­völker­recht, das inter­natio­nale Arbeits­recht und das Mandat des Völker­bundes. Zentra­les Ele­ment seiner sozio­logisch gepräg­ten Rechts­philo­sophie war die Soli­dari­tät zwi­schen indi­viduel­len Men­schen. Ob­wohl seine darauf basie­renden Ansich­ten zur Konzep­tion des Völker­rechts und der inter­nationa­len Bezieh­ungen nach seinem Tod durch den Auf­stieg der Denk­schule des Realis­mus an Bedeu­tung verlo­ren, gilt er neben Hersch Lauter­pacht als einer der einfluss­reichsten Völker­rechtler seiner Zeit. (Artikel des Tages)

0120D: Präsident John F. Kennedy (USA)

  • Dwight D. Eisenhower übergibt das Amt des US-Präsidenten an John F. Kennedy.

0120D: Präsident Kennedys Regierungserklärung

0120D: Organisation de l’armée secrète (Frankreich)

  • Aus einem Treffen in Madrid zwischen Jean-Jacques Susini, General Raoul Salan und Pierre Lagaillarde entsteht die OAS, die französische Untergrundbewegung in der Endphase des Algerienkriegs. Durch Terroraktionen will sie die sich abzeichnende Unabhängigkeit Algeriens konterkarieren.

0131D: Mercury-Redstone 2 (Raummission)

  • Der Schimpanse Ham startet mit der Mercury-Redstone 2-Mission der NASA von Cape Canaveral aus ins All. Er verbringt etwa sechs Minuten in der Schwerelosigkeit und geht wenig später mit seiner Kapsel unversehrt im Atlantik nieder.

FEBRUAR

0202D: Anna May Wong

  • Anna May Wong, eigentlich Wong Liu Tsong (* 3. Januar 1905 in Los Angeles, Kalifornien; † 2. Februar 1961 in Santa Monica, Kalifor­nien) war eine amerika­nische Schau­spiele­rin. In den 1920er und 1930er Jahren, als Holly­wood tief vom Rassis­mus geprägt war und die Selbst­zensur der Film­indus­trie die Karrie­ren vieler ost­asiati­scher Darstel­ler massiv behin­derte, war sie unter den amerika­nischen Schau­spiele­rinnen chinesi­scher Her­kunft die erste, der der Auf­stieg zum welt­weit bekann­ten Film­star gelang. Charak­teris­tisch für Anna May Wongs Dar­stellungs­kunst war die Erwei­terung der schau­spieleri­schen Aus­drucks­mittel auf Frisuren, Kostüme und Gesten – vor allem Handgesten –, die sie aus der chinesi­schen Kultur ent­lieh. Die Kostüme, die Wong in ihren Filmen trug, stamm­ten meist aus ihrem sehr umfang­reichen priva­ten Fundus; genau wie ihre Frisu­ren wurden sie von ihr selbst ausge­wählt. (Artikel des Tages)

0205D: The Sunday Telegraph (Zeitung)

  • In London wird die britische Wochenzeitung The Sunday Telegraph gegründet.

0212D: Venera-Programm

  • Die Sowjetunion schickt die Raumsonde Venera 1 auf die Reise zur Venus. Nach einer Woche geht der Funkkontakt zu ihr verloren.

0214D: Lawrencium (Chemisches Element)

  • Ein Forscherteam der University of California, Berkeley teilt mit, dass es erfolgreich die Synthese des chemischen Elements 103 vollzogen habe. Das Element erhält später den Namen Lawrencium.

0223D: Bundesangestelltentarifvertrag

  • Die öffentlichen Arbeitgeber und die Gewerkschaft ÖTV unterzeichnen in Bad Nauheim den Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) zur Regelung der Beschäftigungsbedingungen und der Bezahlung im Öffentlichen Dienst.
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011

0226D: König Hassan II. (Marokko)

  • Durch den Tod seines Vaters Mohammed V. wird Hassan II. neuer König in Marokko. Am 3. März vollzieht der Herrscher die Thronbesteigung.

0228D: Das Verfassungsgericht verbietet eine Bundes-Fernsehanstalt (Deutschland BRD)

MÄRZ

0301D: Friedenscorps (USA)

0303D: König Hassan II. (Marokko)

  • In Marokko besteigt König Hassan II. den Thron.

0315D: Akiba Kiwelowicz Rubinstein

  • Akiba Kiwelowicz Rubinstein (* 1. Dezember 1880 in Stawiski; † 15. März 1961 in Antwerpen, Belgien) war ein pol­nischer Schach­meister. Er gehörte in den 1910er und 1920er Jahren zu den welt­weit stärksten Spielern und war ein An­wärter auf den Welt­meister­titel, den zwischen 1894 und 1921 der Deutsche Emanuel Lasker innehatte. Rubin­stein galt als Endspiel­spezialist und ist Namens­geber mehrerer Eröffnungs­varianten des Schach­spiels, zum Bei­spiel der Rubin­stein-Varian­ten der Nimzowitsch-Indischen Ver­tei­di­gung, der Eng­lischen Symmetrie­variante oder des Spa­nischen Vier­springer­spiels. Das Rubin­stein-System in der Fran­zösi­schen Ver­tei­di­gung (1. e2-e4 e7-e6 2. d2-d4 d7-d5 3. Sb1-c3 d5xe4) wurde seit dem Tur­nier in Karls­bad 1907 ebenfalls nach ihm benannt. Im Juni 1913 er­reich­te Rubin­stein mit 2789 seine beste his­torische Elo-Zahl und war daran gemessen der zu jener Zeit beste Spieler der Welt. Im Jahre 1950 war Rubin­stein unter den ersten Spie­lern, denen der Welt­schach­bund FIDE den Titel eines Inter­natio­nalen Groß­meisters verlieh. (Artikel des Tages)

0317D: Tupolew Tu-128 (Flugzeug)

  • Der sowjetische Langstrecken-Abfangjäger Tupolew Tu-128 absolviert seinen Erstflug.

0327D: Welttag des Theaters

  • In Wien proklamiert der IX. Weltkongress des ITI (Internationales Theaterinstitut) den 27. März zum Welttheatertag.

0330D: Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel

  • In New York wird das Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel abgeschlossen, ein internationales Abkommen zur Einschränkung der Verfügbarkeit einiger Drogen.

0331D: Dortmunder Gruppe 61

  • Fritz Hüser und Paul Polte gründen gemeinsam mit zahlreichen Schriftstellern den Arbeitskreis für künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt. Die spätere Dortmunder Gruppe 61 hat das Ziel, schriftstellerisch tätige Arbeiter auf der einen und Lektoren, Kritiker und Journalisten auf der anderen Seite zusammenzubringen.

APRIL

0406D: Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien

0410D: Wehrersatzdienst

0411D: Eichmann-Prozess

0411D: Bob Dylans Beginn seiner Karriere

0412D: Wostok 1

  • Wostok 1 war der erste bemannte Weltraumflug. Mit dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin gelangte am 12. April 1961 erstmals ein Mensch über die international anerkannte Grenzhöhe von 100 Kilometern. Gagarin startete an Bord eines Wostok-Raumschiffs vom Weltraumbahnhof Tjuratam (dem heutigen Baikonur) aus und landete nach einer vollständigen Erdumkreisung in der Nähe der südwestrussischen Stadt Engels. Der Flug zählt zu den größten Erfolgen des sowjetischen Raumfahrtprogramms und gilt als Meilenstein des Wettlaufs ins All zwischen der UdSSR und den Vereinigten Staaten. Der erste bemannte Orbitalflug der USA, Mercury-Atlas 6, erfolgte zehn Monate später, im Februar 1962. Offiziell wurde die Mission von der Sowjetunion als Wostok bekannt gegeben (ohne den Zusatz der Zahl 1); um Verwechslungen zu vermeiden, wird der Flug international jedoch meistens als Wostok 1 angegeben. (Artikel des Tages)
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011
  • Aref Kalenderblatt 2016

0413D: Intolleranza 1960 (Oper)

0414D: Lawrencium (Chemisches Element)

  • Durch den Beschuss von Californium mit Bor-Kernen durch die Wissenschaftler Albert Ghiorso, Torbjorn Sikkeland, Almon E. Larsh und Robert M. Latimer wird an der Berkeley-Universität in Kalifornien ein Übergangsmetall entdeckt, das später nach dem Physiker Ernest Lawrence den Namen Lawrencium erhält.

0417D: Invasion in der Schweinebucht

  • Die Militäreinheit Brigade 2506 aus nach der kubanischen Revolution in die USA geflüchteten Exilkubanern landet in Kuba in der Schweinebucht. Die von der CIA unterstützte Invasion in der Schweinebucht, an der unter anderem Jorge Mas Canosa, Luis Posada Carriles und Orlando Bosch Ávila teilnehmen, scheitert nach wenigen Tagen.
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011

0417D: Oscarverleihung

  • Bei der Oscarverleihung ist Billy Wilders Spielfilm Das Appartement mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine mit fünf Academy Awards der große Gewinner. Er erhält unter anderem den Oscar für den besten Film und die beste Regie.

0422D: französische Generäle putschen gegen Charles de Gaulle

0423D: Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen wird eröffnet

0424D: Das 1628 gesunkene Flaggschiff "Vasa" wird geborgen

0427D: Sierra Leone (Staat)

  • Sierra Leone erklärt seine Unabhängigkeit von Großbritannien, verbleibt jedoch im Commonwealth of Nations. Milton Margai wird erster Premierminister.

0429D: WWF (Organisation)

MAI

0504D: Bundessozialhilfegesetz

0505D: Mercury-Redstone 3 (Raummission)

  • Die NASA bringt mit Mercury-Redstone 3 im Rahmen des Mercury-Programmes Alan Shepard, den ersten amerikanischen Astronauten, ins All.

0515D: Mater et Magistra

  • Papst Johannes XXIII. veröffentlicht die Sozialenzyklika Mater et magistra. Das unverkennbar für die Mitbestimmung der Arbeiter eintretende Rundschreiben erklärt, dass den Arbeitern das Recht auf aktive Teilnahme an dem sie beschäftigenden Unternehmen zustehe und öffnet die katholische Soziallehre damit verstärkt der sozialen Wirklichkeit des Arbeitslebens.
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2006

0517D: Der Trauschein (Schauspiel)

  • Im Ohel-Theater in Tel Aviv wird die Komödie Der Trauschein von Ephraim Kishon uraufgeführt.

0518D: Internationale Filmfestspiele von Cannes

  • Bei den 14. Internationalen Filmfestspielen von Cannes wird Luis Buñuels Spielfilm Viridiana, der drei Tage später im franquistischen Spanien verboten wird, mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2021

0519D: Elegie für junge Liebende (Henze)

0527D: Poly-U-Experiment

  • Heinrich Matthaei weist mit Hilfe des Poly-U-Experiments erstmals nach, dass in der DNA ein „Codewort“ (das Codon UUU) für eine Aminosäure (hier Phenylalanin) steht.

0528D: Amnesty International

0531D: Südafrika (Staat)

  • Die Republik Südafrika wird ausgerufen, nachdem das Land auf Druck der anderen Mitglieder aus dem britischen Commonwealth ausgetreten ist.

JUNI

0601D: ARD 2 (Fernsehkanal)

  • Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung eines zweiten deutschen Fernsehprogramms. Mit dem Sendebetrieb des ZDF gehen ihr aber die Frequenzen dieser Senderkette im Jahr 1963 verloren.

0604D: Sportschau (Fernsehsendung)

  • Die ARD strahlt erstmals die Sportschau aus.

0604D: Panorama (Fernsehsendung)

0606D: Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF)

0612D: Feuernacht

  • In der so genannten „Bozener Feuernacht“ verübt eine Gruppierung namens Befreiungsausschuss Südtirol Sprengstoffanschläge auf mehrere Strommasten in Südtirol.

0615D: Walter Ulbricht gibt eine Pressekonferenz zur West-Berlin-Frage

0616D: Die Stasi entführt Heinz Brandt

0617D: Atomkraftwerk Kahl

0619D: Kuwait (Staat)

  • Kuwait wird von Großbritannien unabhängig.

0621D: Mirage-Affäre

0630D: Bundessozialhilfegesetz (Deutschland BRD)

  • Das deutsche Bundessozialhilfegesetz wird verabschiedet, das bis zum 31. Dezember 2004 Art und Umfang der Sozialhilfe für bedürftige Einwohner der Bundesrepublik Deutschland regelt.

JULI

0707D: Hunderttausend Milliarden Gedichte

  • Der Pariser Verlag Gallimard bringt Raymond Queneaus Buch Hunderttausend Milliarden Gedichte heraus. Das Lesen aller Kombinationen erfordert eine Lebenszeit von mehreren Millionen Jahren.

0709D: Verfassungsreferendum in der Türkei

  • In der Türkei wird die neue Verfassung per Volksabstimmung angenommen.

0710D: Judy at Carnegie Hall (Album)

  • Das bei der Grammy-Award-Verleihung 1962 fünffach ausgezeichnete Doppelalbum Judy at Carnegie Hall von Judy Garlands gefeiertem Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall im April 1961 erscheint.

0714D: Mater et magistra (Enzyklika)

  • In seiner Sozialenzyklika Mater et magistra fordert Papst Johannes XXIII. gerechte Löhne und Mitbestimmung der Arbeiter in den Betrieben. Gleichzeitig wendet er sich gegen hemmungslosen Luxus weniger Reicher.

0719D: Bizerte-Krise

  • Die Bizerte-Krise bricht aus, als Tunesier die französische Militärbasis blockieren. Nach viertägigen Kampfhandlungen in und um Bizerte endet die Auseinandersetzung zwischen Tunesien und Frankreich unter UN-Vermittlung.

0721D: Mercury-Redstone 4 (Raummission)

  • Mit Mercury-Redstone 4 im Rahmen des Mercury-Programms wird Gus Grissom als zweiter US-Amerikaner auf einen suborbitalen Flug ins All geschickt.

0723D: Frente Sandinista de Liberación Nacional (Partei)

  • Carlos Fonseca gründet in Nicaragua die Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN).

0725D: Kanaltunnel Rendsburg

  • Mit dem Kanaltunnel Rendsburg wird eine Unterquerung des Nord-Ostsee-Kanals eingeweiht und anschließend für den Verkehr freigegeben.

0731D: Association of South-East Asia

  • In Bangkok wird die Association of South-East Asia (ASA) gegründet, eine Vorgängerin der ASEAN.

Milgram-Experiment

  • Das Milgram-Experiment ist ein erstmals im Juli 1961 in New Haven durch­geführ­tes psycho­logi­sches Experi­ment, das von dem Psycho­logen Stanley Milgram ent­wickelt wurde, um die Bereit­schaft durch­schnitt­licher Perso­nen zu testen, auto­ritä­ren Anwei­sun­gen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direk­tem Wider­spruch zu ihrem Gewis­sen stehen. Der Ver­such be­stand darin, dass ein „Lehrer“ – die eigent­liche Ver­suchs­person – einem „Schüler“ (ein Schau­spieler) bei Fehlern ver­meint­lich einen elektri­schen Schlag ver­setzte. Ein Ver­suchs­leiter (ebenso ein Schau­spieler) gab dazu Anwei­sungen. Die Inten­sität des elektri­schen Schla­ges sollte nach jedem Fehler erhöht werden. Von den 40 Ver­suchs­perso­nen gingen 26 bis zur maxi­malen Span­nung von 450 Volt und nur 14 brachen vorher ab. Das Experi­ment wurde viel­fach als Beleg dafür verstan­den, dass fast jeder Mensch unter bestimm­ten Beding­ungen bereit ist, nicht seinem Gewis­sen zu folgen, son­dern einer Autori­tät. An vielen Uni­versi­täten stellte man als Reak­tion auf diesen Ver­such ethi­sche Richt­linien über die Zulas­sung von psycho­logi­schen Experi­menten auf. (Artikel des Tages)

AUGUST

0802D: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

0806D: Wostok 2 (Raummission)

  • Im Raumschiff Wostok 2 startet German Stepanowitsch Titow zum zweiten orbitalen Raumflug.

0813D: Berliner Mauer

  • Mit der Abriegelung von Straßen und Gleiswegen nach West-Berlin durch Angehörige der NVA, der Deutschen Grenzpolizei (DGP) und der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei sowie Kampfgruppen der Arbeiterklasse der DDR beginnt der Bau der Berliner Mauer.
  • Die Berliner Mauer war während der Teilung Deutschlands mehr als 28 Jahre lang ein Grenzbefestigungssystem entlang der Grenze zwischen den Westsektoren Berlins einerseits und dem Ostteil der Stadt sowie der umgebenden Deutschen Demokratischen Republik (DDR) andererseits. Sie ergänzte ab 1961 die Funktion der 1378 Kilometer langen innerdeutschen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, die bereits mehr als neun Jahre vorher "befestigt" worden war, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. In der DDR wurde sie als „befestigte Staatsgrenze“ oder (propagandistisch) als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet (von Horst Sindermann geprägt). Hauptzweck war die Verhinderung der Flucht aus der DDR durch deren Einwohner, die dort als „ungesetzlicher Grenzübertritt“ (Republikflucht) unter Strafe stand. Die Berliner Mauer war Bestandteil und zugleich markantes Symbol des Konflikts im Kalten Krieg zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion. Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte sie innerhalb der durch die Nachkriegsordnung der Alliierten Siegermächte entstandenen Viersektorenstadt das Stadtgebiet von Groß-Berlin in zwei Teile: Berlin (West) und Ost-Berlin („Hauptstadt der DDR“). Da die Mauer auch in dem ganzen Berlin (West) umgebenden Gebiet der DDR errichtet wurde, war der Westteil der Stadt fortan eine von Mauern umgebene westliche Insel, auch „Schaufenster der freien Welt“ genannt. Für die DDR-Grenzsoldaten galt in Fällen des „ungesetzlichen Grenzübertritts“ der Schießbefehl. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer langen und schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden, wurden nach derzeitigem Forschungsstand (2009) zwischen 136 und 245 Menschen getötet. Die genaue Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer ist nicht bekannt. (Artikel des Tages)
  • WDR ZeitZeichen 2021
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2021
  • Aref Kalenderblatt 2006
  • RBB Die Berliner Mauer

0813D: Todesopfer an der Berliner Mauer

  • Als Todesopfer an der Berliner Mauer werden Personen bezeich­net, die zwischen dem 13. August 1961 und dem Mauer­fall am 9. Novem­ber 1989 bei der Flucht aus der DDR an der Berliner Mauer infolge der Anwen­dung des Schieß­befehls durch Soldaten der DDR-Grenz­truppen oder durch Unfälle ums Leben kamen. Über die Anzahl der Todes­opfer gibt es unter­schied­liche Angaben. Nach Erkennt­nissen des Zentrums für Zeit­histo­rische Forschung und der Stiftung Berliner Mauer gab es mindes­tens 140 Mauer­opfer, darunter 101 DDR-Flücht­linge, 30 Personen aus Ost und West, die ohne Flucht­absicht verun­glückten oder erschossen wurden, und 8 im Dienst getötete Grenz­soldaten. Die Arbeits­gemein­schaft 13. August, Betrei­berin des Mauer­museums am Check­point Charlie, ging 2009 von 245 Mauer­opfern aus. Infolge der juris­tischen Aufar­beitung nach der Wende kam es zu 131 Verfahren gegen 277 Personen, die etwa zur Hälfte mit Verur­teilungen endeten. (Artikel des Tages)

0828D: Die Kinder von Golzow (Dokumentation)

0830D: Bischöfliche Aktion ADVENIAT

September

0901D: Bewegung der Blockfreien Staaten

  • Die Bewegung der Blockfreien Staaten (kurz Bewegung der Blockfreien oder Blockfreien-Bewegung; englisch Non-Aligned Movement, NAM; französisch Mouvement des non-alignés, NAM; spanisch Movimiento de Países No Alineados, MPNA; portugiesisch Movimento Não-Alinhado, MNA; serbokroatisch Pokret nesvrstanih) ist eine internationale Organisation von Staaten, die keinem Militärblock angehören und sich im Ost-West-Konflikt neutral verhielten. Die Gründung der Organisation ging auf eine Initiative des jugoslawischen Präsidenten Tito, des ägyptischen Staatschefs Nasser, des indischen Premiers Nehru sowie des indonesischen Präsidenten Sukarno zurück. Die Organisation konstituierte sich 1961 auf ihrer ersten Sitzung in Belgrad. Ihr traten viele afrikanische und asiatische Staaten bei. Ihr Ziel ist die Gleichberechtigung zwischen den Staaten und eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedstaaten. Die Organisation verurteilte die Blockbildung in der Zeit des Ost-West-Konfliktes wegen der Gefahr eines Dritten Weltkrieges und setzte sich für die friedliche Koexistenz und Abrüstung ein. Die steigende Zahl der Mitglieder machte es der Organisation jedoch zunehmend schwer, sich auf eine gemeinsame Politik zu einigen. Mit dem Ende des Warschauer Paktes verlor sie an Bedeutung. Die Staaten der Blockfreien-Bewegung vertreten 55 Prozent der Weltbevölkerung und halten nahezu zwei Drittel der Sitze in der UN-Generalversammlung.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg war Weltpolitik allein die Angelegenheit der Großmächte USA und UdSSR. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges trafen 1961 in Belgrad die Anführer der Staaten zusammen, die sich der Aufteilung der Welt zwischen Ost und West nicht fügen wollten. (dradio.de)

0908D: Perry Rhodan

  • Perry Rhodan ist der Titelheld der gleichnamigen deutschen Science-Fiction-Serie, die seit dem 8. September 1961 ununterbrochen wöchentlich in Form von Heftromanen mit einer Druckauflage von etwa 80.000 Heften (Stand: Jahr 2011) bei der Verlagsunion Pabel-Moewig, einer Tochter der Bauer Media Group, erscheint.
  • Es war eine kleine Sensation in der Unterhaltungsliteratur, als am 8. September 1961 die erste deutsche Science-Fiction-Romanserie auf den Markt kam. Perry Rhodan hieß der waghalsige Astronaut, der im Jahr 1971 ins Weltall aufbrach. Vom Bildungsbürgertum als Schundliteratur verpönt, von einer begeisterten Fan-Gemeinde gefeiert, erscheint bis heute jede Woche eine neue Folge mit Abenteuern aus dem Perryversum. (dradio.de)

0911D: WWF

  • Als Spendensammel-Verein angetreten ist der WWF in seiner 45-jährigen Geschichte zu einer der weltweit größten Naturschutzorganisationen geworden. Mehr als 100.000 Projekte hat der WWF betreut, das Spendenaufkommen kletterte auf über 330 Millionen Euro im Jahr. (dradio.de 2011)
  • Wikipedia ist sich recht sicher: "Zurzeit gibt es schätzungsweise 1864 frei lebende Exemplare." Die Bären-Art gilt als stark gefährdet. Dabei gibt es kaum ein Tier, das so viel Symbolkraft entfaltet hat wie der große Panda. Er ist seit Anfang an das Symboltier des WWF. (WDR ZeitZeichen 2016)

0918D: Dag Hammarskjöld

  • Dag Hammarskjöld (1905-1961) war ein parteiloser schwedischer Staatssekretär unter sozialdemokratisch geführten Regierungen und zweiter UN-Generalsekretär. Hammarskjöld wurde 1961, kurz nach seinem Tode, der Friedensnobelpreis verliehen.
  • Viele hatten Dag Hammarskjöld bei seinem Amtsantritt 1953 nur wenig zugetraut. Doch seine Erfolge verschafften ihm weltweit Anerkennung. Sein Engagement für die Unabhängigkeit der Dritten Welt war allerdings den ehemaligen Kolonialmächten ebenso ein Dorn im Auge wie der Sowjetunion. Am 18. September 1961 starb der schwedische Diplomat bei einem Flugzeugunglück unter ungeklärten Umständen. (dradio.de)

0920D: Passat (Schiff)

  • Die Passat ist eine Viermast-Stahlbark, die als einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel lief und heute im Hafen von Travemünde liegt. Sie wurde zunächst als Frachtsegler von F. Laeisz zwischen Europa und Südamerika eingesetzt. Im Eigentum von Gustaf Erikson diente sie vor allem für den Weizentransport zwischen Australien und Europa (siehe Weizenregatta). Der damalige Kapitän war Otto Piper. In den 1950er Jahren wurde sie als Frachtsegelschulschiff zwischen Europa und Südamerikas Ostküste eingesetzt. Insgesamt umrundete sie 39mal das wegen seiner Wetterbedingungen berüchtigte Kap Hoorn (sogenannter Kap Hoornier). 1957 wurde das Schiff wegen sinkender Rentabilität außer Dienst gestellt. 1959 wurde die Passat von der Stadt Lübeck gekauft, und seit 1960 ist sie als stationäres Museumsschiff, Jugendherberge und Veranstaltungsort in Travemünde im Segelschiffhafen an der Travemündung aufgelegt. Seit 1978 steht die Passat unter Denkmalschutz und gilt heute als das Wahrzeichen von Travemünde.
  • Nicht nur bei alten Seebären gelten sie als Legende - jene Segelschiffe, die einst bei Wind und Wetter das berüchtigte Kap Hoorn in Südamerika umrundeten. Einer der berühmtesten Windjammer lief vor genau 100 Jahren vom Stapel - die Viermastbark Passat, die heute als Museumsschiff in Lübeck zu bewundern ist. (dradio.de)

Oktober

1002D: 53 DDR-Bürger flüchten aus Böseckendorf

  • Über Flucht aus der DDR wurde in der DDR nicht gesprochen. Geflüchtet wurde dennoch. Immer wieder gab es spektakuläre Versuche, die DDR zu verlassen - mittels einem Heißluftballon, durch Botschaftsbesetzungen oder als ein halbes Dorf am 02. Oktober 1961 die Grenze zwischen Thüringen und Niedersachsen überwand. (WDR Stichtag 2016)

1013D: Ampelmännchen

  • Der Begriff "Ampelmännchen" (auch Ampelmann) ist die allgemeinsprachliche Bezeichnung für das Fußgängersignal einer Ampel. Es zeigt in der Rotphase das Sinnbild eines stehenden und in der Grünphase das Sinnbild eines schreitenden Fußgängers. Diese Form der Fußgängersignalisierung wurde 1961 vom Ost-Berliner Verkehrspsychologen Karl Peglau erfunden und kommt heute in unterschiedlichen Darstellungsformen weltweit zum Einsatz.
  • Für das Verkehrsministerium der DDR entwickelte der Verkehrspsychologe Karl Peglau das etwas mollige Ampelmännchen in rot und grün. Es sollte dafür sorgen, dass es in Ost-Berlin weniger Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung gab. (dradio.de)

1017D: Massaker von Paris

  • Als Massaker von Paris ging die Erschießung von etwa 200 friedlichen algerischen Demonstranten durch die französische Polizei in die Geschichte ein. Die blutig verlaufene Massendemonstration wurde in den französischen Medien seinerzeit nahezu flächendeckend totgeschwiegen und erst mit großem zeitlichen Abstand zum Gegenstand einer öffentlichen Diskussion in Frankreich.
  • Die Ereignisse vom 17. Oktober 1961 sind als Massaker von Paris in die Geschichte eingegangen. An jenem Tag kamen bei einem brutalen Polizeieinsatz während einer friedlichen Demonstration gegen den Algerienkrieg Hunderte Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt. (dradio.de)

1025D: am Checkpoint Charlie fahren amerikanische und sowjetische Panzer auf

  • Angesichts der Massenflucht aus der DDR ließ die Sowjetunion im August 1961 die Grenze zu den Westsektoren Berlins abriegeln. Die Lage in Berlin blieb weiter gespannt und spitzte sich zu, als im Oktober amerikanische Panzer am Grenzübergang Friedrichstraße auffuhren. (dradio.de)

1025D: The Twilight Zone

1030D: Notenkrise

  • Als Notenkrise wird eine Phase in der Geschichte der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Finnland bezeichnet, die am 30. Oktober 1961 durch eine diplomatische Note der Sowjetunion eingeleitet wurde. Vor dem Hintergrund der internationalen Spannungen der Berlin-Krise und unter Berufung auf den finnisch-sowjetischen Freundschaftsvertrag von 1948 verlangte die Sowjetunion die Aufnahme militärischer Konsultationen zur Abwehr einer erwarteten Aggression des Westens. Durch solche Konsultationen drohte Finnland in einer mit der bisherigen Neutralitätspolitik des Landes unvereinbaren Weise in den Konflikt der Machtblöcke verwickelt zu werden. Der finnische Präsident Urho Kekkonen bereinigte die Krise schließlich unter Einsatz seiner guten persönlichen Beziehungen zum sowjetischen Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow.

1030D: Zar-Bombe

  • Die Zar-Bombe (russisch Царь-бомба/ Zar-Bomba), RDS-220, in der Sowjetunion mit dem Codenamen Iwan (russisch Иван) bezeichnet, war die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe und erzeugte die größte jemals vom Menschen verursachte Explosion.
  • Auf der Nordpolarmeerinsel Nowaja Semlja führte die Sowjetunion Tests mit Kernwaffen durch. Den Höhepunkt bildete 1961 eine gigantische Wasserstoffbombe. Ihre Detonation sollte zur größten jemals vom Menschen verursachten Explosion werden. (dradio.de)

1031D: Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei

  • Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichnet und führte, trotz gegenteiliger vertraglicher Ausgestaltung (Befristung der Aufenthaltsdauer auf maximal zwei Jahre, sogenanntes Rotationsprinzip), zum Beginn einer türkischen Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland. Die angeworbenen Arbeiter wurden in Deutschland als Gastarbeiter bezeichnet. Ähnliche Anwerbeabkommen schloss die Bundesrepublik Deutschland auch mit anderen Staaten: Griechenland, Italien, Jugoslawien, Marokko, Portugal, Spanien und Tunesien.
  • Nur unverheiratete Männer unter 40 Jahren durften zunächst nach Deutschland. Sie sollten laut dem "Anwerbeabkommen" aus dem europäischen Teil der Türkei stammen und bald gegen Nachrücker ausgetauscht werden. Doch es kam ganz anders. (dradio.de)

November

1102D: Andorra (Frisch)

  • "Andorra" ist ein Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, das den Abschluss seiner Periode des „engagierten Theaters“ bildet. In Form einer Parabel thematisiert Frisch am Beispiel des Antisemitismus die Auswirkung von Vorurteilen, die Schuld der Mitläufer und die Frage nach der Identität eines Menschen gegenüber dem Bild, das sich andere von ihm machen. Das Drama handelt von Andri, einem jungen Mann, der von seinem Vater unehelich mit einer Ausländerin gezeugt wurde und deshalb von diesem als jüdischer Pflegesohn ausgegeben wird. Die Bewohner Andorras begegnen Andri permanent mit Vorurteilen, so dass er, selbst nachdem er seine wahre Herkunft erfahren hat, an der ihm zugewiesenen jüdischen Identität festhält. Es folgt seine Ermordung durch ein rassistisches Nachbarvolk. Nachdem die Andorraner alles geschehen ließen, rechtfertigen sie ihr Fehlverhalten und ihre Feigheit vor dem Publikum und leugnen ihre Schuld. Andorra wurde am 2. November 1961 im Schauspielhaus Zürich unter der Regie von Kurt Hirschfeld uraufgeführt und als eines der wichtigsten Theaterstücke nach dem Zweiten Weltkrieg gefeiert. Das Drama wurde aber auch Gegenstand von Kontroversen, die sich daran entzündeten, dass Frisch den Antisemitismus als Modell wählte, wodurch dessen spezielle Problematik entschärft und die historische Wirklichkeit verharmlost werde. Als Vorbild für das von Frisch als „Modell“ bezeichnete Andorra, mit dem nicht der reale Kleinstaat Andorra gemeint sei, wurden oft die Schweiz oder Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus verstanden. Während das Drama in Amerika am Broadway scheiterte, ist es im deutschen Sprachraum bis heute ein an vielen Bühnen gespieltes und in den Schulkanon aufgenommenes Werk. Gemeinsam mit Biedermann und die Brandstifter ist Andorra das bekannteste Theaterstück Max Frischs.
  • "Andorra" von Max Frisch wurde vor allem deshalb zum viel gespielten Nachkriegsdrama, weil das Stück die Mechanismen des Antisemitismus aufzeigt und die Frage nach der Schuld der Mitläufer stellt. Am 2. November 1961 kam es erstmals in der Regie von Kurt Hirschfeld am Zürcher Schauspielhaus auf die Bühne. (dradio.de)

1106D: Doppelagent Heinz Felfe wird in Pullach verhaftet

  • Die Zeit des Kalten Krieges im geteilten Deutschland war die hohe Zeit der Spione. Davon profitierten nicht wenige, die ihr Rüstzeug im NS-Regime erworben hatten. So wie Heinz Felfe, den sein Berufsweg von der SS zum KGB und BND führte. Am 6. November 1961 wurde der Doppelagent in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes verhaftet. (dradio.de)

1107D: Konrad Adenauer wird zum vierten Mal zum Bundeskanzler gewählt

  • Konrad Adenauers letzte Amtszeit begann am 7. November 1961 und stand unter keinem guten Zeichen. Zwar holte er zum ersten Mal eine Frau ins Kabinett, doch die restaurativen Gründerjahre, die er wie kein zweiter verkörperte, büßten mehr und mehr an Charme ein. (dradio.de)

1114D: Die erste Bundesministerin Elisabeth Schwarzhaupt

  • Vor 50 Jahren wurde Elisabeth Schwarzhaupt als erste Frau Mitglied einer deutschen Bundesregierung. Die Pionierin war schon als Assessorin bei Gericht und als Oberkirchenrätin die erste und einzige Frau im Männerkreis gewesen. (dradio.de)

1115D: Der Herr Karl

  • Der größte Erfolg des österreichischen Schauspielers Helmut Qualtinger sei auch seine größte Niederlage gewesen, sagte einer seiner Biografen einmal. Alles, was er danach gespielt habe, sei an seinem glanzvollen TV-Solo "Der Herr Karl" gemessen worden - vor 55 Jahren uraufgeführt. (dradio.de 2016)

1125D: USS Enterprise (CVN-65)

  • Die USS Enterprise (CVN-65) ist ein aktiver Flugzeugträger der United States Navy. Das am 25. November 1961 in Dienst gestellte Schiff war der erste Flugzeugträger mit Kernenergieantrieb und zum damaligen Zeitpunkt das größte Kriegsschiff der Welt. Auch nach Ablösung durch die USS Nimitz 1975 als größtes Kriegsschiff ist sie mit 342,3 Metern immer noch das längste Kriegsschiff der Welt. Die Enterprise ist das achte Schiff und nach der Enterprise aus dem Zweiten Weltkrieg der zweite Flugzeugträger mit diesem Namen in der US Navy. Sie ist das erste und einzige Schiff einer ursprünglich auf sechs Einheiten geplanten Klasse von Flugzeugträgern, deren Bau aus Kostengründen eingestellt wurde. Die Enterprise nahm seit ihrer Indienststellung an allen größeren Operationen der US-Marine, unter anderem der Seeblockade Kubas, dem Vietnam- und dem Golfkrieg teil. In jüngerer Vergangenheit beteiligte sie sich auch am Krieg gegen den internationalen Terrorismus und dem Irakkrieg. Sie soll 2015 durch die USS Gerald R. Ford abgelöst werden.

1127D: Contergan-Skandal

  • Der Contergan-Skandal war einer der aufsehenerregendsten Arzneimittelskandale in der Bundesrepublik Deutschland und wurde in den Jahren 1961 und 1962 aufgedeckt. Durch die schädlichen Nebenwirkungen des Beruhigungsmedikaments Contergan, das den Wirkstoff Thalidomid enthält, war es zu Schädigungen bei einer großen Zahl von Ungeborenen gekommen.
  • Vier Jahre nach seiner Einführung nimmt die "Chemie Grünenthal" ein Schlafmittel vom Markt. Sein Wirkstoff Thalidomid hatte sich vorher als gutes Schlafmittel ohne Nebenwirkungen erwiesen. Vor allem war keine tödliche Überdosierung möglich. Selbst schwangere Frauen nahmen das als "völlig ungiftig" angepriesene Präparat "Contergan" bedenkenlos ein. Sollte es doch gerade sie in den ersten Schwangerschaftsmonaten vor morgendlicher Übelkeit schützen. Ein durch das Medikament Contergan geschädigter JungeJetzt wird der Verdacht geäußert, dass es für das sprunghafte Ansteigen von Missbildungen Neugeborener verantwortlich sein könnte. Manchen Kindern waren Hände und Füße direkt am Rumpf angewachsen. Der Fall entwickelt sich zum größten Arzneimittel-Skandal der Bundesrepublik. Insgesamt zählt man 2.625 Kinder mit schweren Missbildungen. (aref.de)

Dezember

1225D: Zweites Vatikanische Konzil einberufen

  • "Aggiornamento" verkündete Papst Johannes XXIII. mit der Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Es bedeutete so viel wie: "Auf in die Moderne". (WDR ZeitZeichen 2016)

Lexikon

60 X Deutschland

  • Ein Ereignis erschüttert ganz Deutschland: Am 13. August riegeln DDR-Soldaten die Sektorengrenze in Berlin ab und beginnen mit dem Bau einer Mauer. Die Teilung Deutschlands scheint besiegelt. Noch im Juni hatte Ulbricht auf einer Pressekonferenz verkündet: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Die Angst vor einer endgültigen Grenzsperrung löst eine Torschlusspanik aus und lässt die Flüchtlingszahlen in die Höhe schnellen: Bis zu tausend Menschen kommen täglich im West-Berliner Notaufnahmelager Marienfelde an. Nachdem Sowjetführer Chruschtschow und US-Präsident John F. Kennedy im Juni bei einem Gipfeltreffen zu keiner Einigung kommen, setzt Ulbricht die radikale Lösung der Berlinfrage durch. Während West-Berlins Regierender Bürgermeister Brandt scharf protestiert, beschränken sich Bundesregierung und Westmächte auf symbolische Gesten. Neben dem Mauerbau erregt der erste Flug des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin weltweit Aufsehen. Die USA haben beim Wettlauf im Weltall erneut das Nachsehen. Für Erleichterung bei den Überlebenden des Holocaust sorgt der Prozess gegen den Organisator der Judenvernichtung Adolf Eichmann. Wegen Verbrechen gegen die Menschheit wird er in Jerusalem zum Tode verurteilt. (bpb.de/mediathek)

Atomkreuzer

  • Als Atomkreuzer werden nuklear getriebene Kreuzer bezeichnet. Die ersten Schiffe dieser Gattung wurden in den 1960er Jahren in Dienst gestellt. In Amerika und Russland wurden seitdem 13 Atomkreuzer gebaut, von denen heute nur noch zwei russische Einheiten im Dienst sind. Sämtliche Schiffe dieser Gattung waren Lenkwaffenkreuzer, weshalb sie die Bezeichnung (in US-amerikanischer Nomenklatur) CGN für Cruiser Guided Missile nuclear powered erhielten. Die United States Navy hat zwischen 1961 und 1980 insgesamt neun Atomkreuzer in Dienst gestellt. Diese wurden allesamt in den 1990er Jahren deaktiviert. Der erste Atomkreuzer, der weltweit in Dienst gestellt wurde, war die USS Long Beach (CGN-9), die ab 1961 in Dienst gestellt wurde. Damit wurde sie parallel zum ersten nuklear getriebenen Flugzeugträger USS Enterprise (CVN-65) gebaut und fertiggestellt. Ein Jahr später folgte mit der USS Bainbridge (CGN-25) die zweite Einheit. Der dritte Atomkreuzer der US Navy war die USS Truxtun (CGN-35), die 1967 in Dienst gestellt wurde. Diese drei Schiffe waren Prototypen, die aus den konventionell getriebenen Kreuzerklassen Leahy respektive Belknap entwickelt wurden. (Artikel des Tages)

Beach Boys

  • The Beach Boys sind eine der welt­weit erfolg­reichsten Rock-Bands der 1960er und frühen 1970er Jahre. Sie wurden 1961 in Kalifornien von den Brüdern Brian, Dennis und Carl Wilson, ihrem Cousin Mike Love und dem Schul­freund Alan Jardine gegründet. Besondere Merk­male ihrer Musik sind ein­präg­same Melodien und ein differen­zierter, häufig vier­stimmiger Chor­satz unter Verwen­dung teil­weise unge­wöhn­licher Harmonie­folgen. Ihre Texte beschworen anfäng­lich meist Teenager­sehn­süchte nach einem hedo­nistisch orien­tierten und sorgen­freien Leben, themati­sierten später aber auch ernst­hafte und problema­tische Felder. Mit ihrem experi­mentellen Album Pet Sounds, das zu den bedeu­tendsten Alben in der Geschichte der Rock­musik gezählt wird, und den Arbei­ten am Album Smile erneuerten sie teil­weise die damaligen Struk­turen der Rock- und Pop­musik und erweiterten deren musika­lische Aus­drucks­möglich­keiten. Am 4. Juli 1985 spielten die Beach Boys zunächst vor einer Million Menschen in Phila­delphia und danach vor 750.000 Zuhörern in Washington. Dies brachte ihnen einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein. Die Gruppe war insge­samt über 50 Jahre lang in den Top 40 der amerika­nischen Bill­board-Charts vertreten. (Artikel des Tages)

Die Verdammten dieser Erde (Fanon)

  • Die Verdammten dieser Erde ist eine breit angelegte Analyse der Unabhängigkeitskämpfe in Afrika. Frantz Fanon vertritt in seinem Hauptwerk die Auffassung, dass die alten Kolonialstrukturen nur dann nachhaltig vernichtet werden können, wenn die Völker sich ihre Freiheit aus eigener Kraft gewaltsam erkämpfen. Seine sozialpsychologische Sicht auf Unterdrückung und Entmenschlichung geht mit einer grundlegenden Kritik an Kolonialismus und Imperialismus einher. Fanon untersucht die Beziehungen zwischen dem Einzelnen und der Nation und stellt Lumpenproletariat und Bauern als treibende revolutionäre Kräfte ins Rampenlicht. Die Neuverteilung von Reichtum ist für ihn die wichtigste Aufgabe der Menschheit. Mit seinen hellsichtigen Beschreibungen von kolonial geprägter Globalisierung war er seiner Zeit voraus. Fanons Manifest der Dekolonisation ist bis heute eine lehrreiche Lektüre für alle, die verstehen wollen, wie Afrika durch die Verbrechen des Kolonialismus geprägt wurde und welche Folgen immer noch zu spüren sind. (getAbstract)

Hessentag

  • Der Hessentag ist eine jährliche Festveranstaltung des deutschen Landes Hessen zur Darstellung verschiedener Regionen Hessens. Im Rahmen einer Veranstaltungswoche präsentiert sich das Land den Besuchern mit Schwerpunkt auf kulturellen Darstellungen und Ausstellungen. Der Hessentag ist das älteste und größte Landesfest in Deutschland. Für den diesjährigen Hessentag siehe Hessentag 2011.

Moon River, gesungen von Andy Williams

Schanzenanlage im Kanzlersgrund

  • Die Schanzenanlage im Kanzlersgrund (auch Hans-Renner-Schanze, Renn­steig­schanze oder Schanze am Renn­steig genannt) ist eine Ski­sprung­anlage im Kanzlers­grund in Thü­ringen. Es han­delt sich um eine Doppel­schanzen­anlage mit einer Groß- und einer Normal­schanze. Die Hans-Renner-Schanze (Baujahr 1959 bis 1961) hat eine Hill­size von 140 und die Renn­steig­schanze (Bau­jahr 1983 bis 1987) von 100 Metern. Die Hans-Renner-Schanze war die größte Ski­sprung­schanze der DDR und zählt zu den größten Schanzen der Welt. Beide Schanzen sind mit Matten be­legt, ganz­jährig nutz­bar und werden regel­mäßig als Trainings­schanzen von ver­schiede­nen National­mann­schaften ge­nutzt. Auch die deutschen Springer nutzen die Schanze im Sommer für ihre Sprung­praxis. Die ersten offi­ziellen Re­korde wurden bei den 15. DDR-Ski­meister­schaften in den nordi­schen Ski­diszipli­nen im Februar 1964 aufge­stellt, bei denen Dieter Neuendorf und Dieter Bokeloh, beide aus Brotterode, je 111,5 Meter weit sprangen. (Artikel des Tages)

Tausendfüßler (Düsseldorf)

  • Der Begriff Tausendfüßler ist ein von der Bevölkerung vergebener Spitzname für eine Autohochstraße in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Der Tausendfüßler wurde durch die Stadt Düsseldorf von 1961 bis 1962 im Rahmen der umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Innenstadt (1954–1962) errichtet. Seitdem ist er ein wichtiges Bindeglied der Nord-Süd-Straßenführung durch die Innenstadt und Bestandteil der Landesstraße 55. Am 13. Dezember 1993 wurde er in die Denkmalliste der Stadt in der Kategorie Technische Denkmäler, Anlagen und Bauten für den Straßenverkehr eingetragen. Trotzdem wird seit 2001 darüber diskutiert, den Tausendfüßler abzureißen, um eine größere und neu zu gestaltende Fläche für das Umstrukturierungsprojekt Kö-Bogen zu erhalten.

Quellen

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