1976

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Version vom 25. Dezember 2020, 09:56 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (0421D: Georg-Forster-Station (Forschungsstation))
1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979

Januar

0101D: Anschnallpflicht für Autofahrer

  • In Deutschland heißt es "Erst gurten, dann starten", denn von nun an müssen Kraftfahrzeug-Insassen auf den Vordersitzen einen Sicherheitsgurt anlegen. (aref.de)

0116D: Hitparade

  • Der mitreissende Disco-Kracher «I'm On Fire» von 5000 Volts war Mitte der 70er Jahre der perfekte Soundtrack für die Massen. Sängerin des Songs war Tina Charles. Wieso diese trotz grossem Erfolg nicht auf dem Cover der Single abgebildet war und warum sie auch sonst alles andere als glücklich wurde, hören Sie in der Sendung. (DRS2 Bestseller auf dem Plattenteller)

0119D: Kurt Hesse

  • Kurt Hesse (* 6. Dezember 1894 in Kiel; † 19. Januar 1976 in Bad Homburg vor der Höhe) war ein deutscher Offizier, Militärschriftsteller und Ökonom. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 leitete er die Abteilung Heerespropaganda innerhalb der Amtsgruppe Wehrmachtpropaganda des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW). Diese Funktion musste er im März 1941 nach einem Konflikt mit Propagandaminister Joseph Goebbels abgeben und wurde in sein früheres Amt als Referent der Heeresbildungsinspektion (HBI) beim Oberkommando des Heeres (OKH) zurückversetzt. Nach dem Krieg war Hesse 1949 bis 1951 Referatsleiter in Ludwig Erhards Wirtschaftsministerium. Danach war er Dozent für Wirtschaftswissenschaften, erst an der Akademie für Welthandel in Frankfurt, dann an der Universität Marburg, die ihn zum Honorarprofessor für ausländische Wirtschaftsfragen ernannte. Hier lehrte und publizierte er insbesondere zur wirtschaftlichen Situation der sogenannten Entwicklungsländer. Hesse hatte von den 1920er bis in die 1960er Jahre Einfluss auf die geistige Orientierung des Offiziernachwuchses in Reichswehr, Wehrmacht und der Bundeswehr, wo er sich aber nicht gegen die Vertreter einer demokratisch orientierten, auf dem Prinzip der inneren Führung basierenden Generalität wie Wolf von Baudissin durchsetzen konnte. (Artikel des Tages)

0121D: Concorde (Flugzeug)

  • Mit einer Concorde dauerte der Flug von London nach New York nur noch gut drei Stunden - halb so viel wie mit einer normalen Maschine. Vor 40 Jahren nahm sie den kommerziellen Betrieb auf, die Zukunft der Luftfahrt schien angebrochen zu sein. Doch dann kam alles anders. (dradio.de 2016)
  • Am 21. Januar 1976 nahm der Überschalljet Corcorde den planmäßigen Passagierverkehr auf. Er halbierte die Flugzeit Paris - New York auf drei Stunden. Ein Flugzeug der Superlative: die Concorde (aref.de)

FEBRUAR

0203D: Elvis Presley singt "Solitaire"

0204D: Olympische Winterspiele

0208D: Taxi Driver (Spielfilm)

0220D: Schweizer Hitparade

0226D: Spanien überlässt Marokko die West-Sahara

MÄRZ

0311D: Detektiv Rockford – Anruf genügt (Fernsehserie)

  • In Deutschland beginnt die ARD mit dem Ausstrahlen der Krimiserie Detektiv Rockford – Anruf genügt, in der James Garner die Titelrolle spielt.

0324D: Militärjunta stürzt die argentinische Präsidentin Isabel Perón

APRIL

0401D: Apple (Firma)

  • Apple ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino, das Computer und Unterhaltungs­elektronik sowie dazugehörige Software herstellt. Es wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Ron Wayne und Steve Wozniak gegründet und gehörte zu den ersten Herstellern von Personal Computern. Bei der kommer­ziellen Einführung der grafischen Benutzer­oberfläche und der Maus in den 1980er Jahren nahm Apple eine Vorreiter­rolle ein, stand jedoch Mitte der 1990er Jahre kurz vor der Insolvenz, nachdem das konkurrierende Betriebs­system Microsoft Windows sich weitgehend durch­gesetzt hatte. Mit dem Erscheinen des iPods 2001, des iPhones 2007 und des iPads 2010 weitete Apple sein Geschäft auf andere Produkt­bereiche aus. Es legte damit die Basis für den bis heute anhaltenden Boom der Märkte für Smart­phones und Tablet Computer und zählt heute zu den größten und finanziell erfolg­reichsten Unternehmen der Welt. (Artikel des Tages)

0403D: César (Auszeichnung)

  • Im Palais des congrès de Paris findet die erste Verleihung des französischen Filmpreises César statt.

0418D: Karlsson auf dem Dach

0421D: Georg-Forster-Station (Forschungsstation)

  • Die DDR eröffnet die erste ständig besetzte deutsche Antarktisstation, die 1987 den Namen Georg-Forster-Station erhält.

0423D: Ramones (Album)

MAI

0504D: El País (Zeitung)

0504D: LAGEOS (Satellit)

  • Der Lasersatellit LAGEOS 1 wird von Cape Canaveral in eine Erdumlaufbahn gestartet. Er dient Zwecken der Geodäsie und ermöglicht eine genaue Bestimmung von übergeordneten Vermessungspunkten. Seine Lebensdauer im Satellitenorbit wird auf acht Millionen Jahre geschätzt.

0509D: Leiche Ulrike Meinhofs in ihrer Gefängniszelle gefunden

0518D: Circus Roncalli

0519D: Neue Richtlinien zum Radikalenerlass

0526D: Martin Heidegger

JUNI

0616D: Aufstand in Soweto

0620D: Nacht von Belgrad

  • Bei der Fußball-Europameisterschaft in Jugoslawien verliert die deutsche Nationalmannschaft das Finale im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei.

0621D: BAP (Band)

JULI

0701D: Anneliese Michel

  • Anneliese Michel (* 21. September 1952 in Leibl­fing; † 1. Juli 1976 in Klingen­berg am Main) war eine deut­sche Studen­tin der Religions­pädago­gik, die an den Folgen extre­mer Unter­ernäh­rung starb. Große Aufmerk­sam­keit erregte der Todes­fall, weil in den Mona­ten vor ihrem Tod zwei römisch-katho­lische Pries­ter insge­samt 67-mal den großen Exorzis­mus an ihr vollzo­gen hatten. Das Gerichts­verfah­ren, mit dem die straf­recht­liche Verant­wor­tung der Beteilig­ten aufge­arbei­tet wurde, erregte Aufmerk­sam­keit weit über die Gren­zen Deutsch­lands hinaus. Neben den Prozes­sen vor dem Nürn­berger Kriegs­ver­brecher­tribu­nal und dem ersten Prozess gegen die Grün­der der Rote Armee Fraktion in Stamm­heim gab es bis zu jenem Zeit­punkt keinen weite­ren Straf­prozess in Deutsch­land, der mehr Aufmerk­sam­keit fand. Die Ereig­nisse, die auch als „Exorzis­mus von Klingen­berg“ bekannt wurden, ver­änder­ten die Praxis der Aus­übung der Teufels­austrei­bung inner­halb der römisch-katholi­schen Kirche Deutsch­lands. Michels Schicksal war Motiv für mehrere Doku­mentar- und Spiel­filme, darun­ter der viel­fach preisge­krönte Film Requiem von Hans-Christian Schmid. (Artikel des Tages)

0702D: Wiedervereinigung Nord- und Südvietnam

0707D: Gustav Heinemann

  • Gustav Heinemann (* 23. Juli 1899 in Schwelm; † 7. Juli 1976 in Essen) war ein deutscher Politiker und der dritte Bundes­präsident der Bundes­republik Deutsch­land. Von 1946 bis 1949 war er Oberbürger­meister von Essen und von 1949 bis 1950 Bundes­minister des Innern. Wegen der von Konrad Adenauer eingeleiteten Wieder­bewaffnung der Bundes­republik trat er 1950 als Innen­minister zurück. 1952 verließ er die CDU und gründete die Gesamt­deutsche Volks­partei. 1957 trat er der SPD bei. Von 1966 bis 1969 war Heinemann im Kabinett Kiesinger (Große Koalition) Bundes­minister der Justiz und von 1969 bis 1974 Bundes­präsident. Heinemann verstand sich als „Bürger­präsident“. Im Amt übte er häufig Kritik an System­mängeln der Nachkriegs­demokratie. Er wollte die Eigen­initiative der Bürger gegenüber Parteien und Behörden und plebis­zitäre Elemente als Ergänzung zum Parlamentarismus stärken. Damit polarisierte er die Meinungen und wurde von manchen Konservativen als „Apo-Opa“ abgewertet. Zu den traditionellen Neujahrs­empfängen lud er nicht nur Diplomaten ein, sondern auch einfache Bürger besonders belasteter oder verachteter Berufs­gruppen. Große Bankette mied er und empfing Staats­gäste lieber in kleinem Kreis mit Privat­atmosphäre. (Artikel des Tages)

0710D: Sevesounglück

0717D: Olympische Sommerspiele

0720D: Viking 1 landet auf dem Mars

0727D: Erdbeben von Tangshan

  • Erdbeben der Stärke 7,8 (offiziell, nach anderen Quellen 8,2) in Tangshan, 150 km südlich von Peking, Volksrepublik China, je nach Quelle 650.000 bis 800.000 Tote, offiziell: ca. 242.000 Tote; bezüglich der Todesopfer die folgenschwerste Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts

August

0801D: Seattle Seahawks (Football-Team)

  • Die Seattle Seahawks (englisch für Fischadler) sind ein in Seattle im Bundesstaat Washington beheimatetes American-Football-Team der National Football League (NFL) und spielen dort in der NFC West der National Football Conference (NFC). Die Seahawks kamen 1976 als Expansion Team neu in die Liga. Nachdem sie am 1. August 1976 gegen San Francisco ihr erstes Spiel mit einer Niederlage beendet hatten, gelang ihnen am 29. August 1976 im fünften Preseason-Spiel gegen die San Diego Chargers ihr erster Sieg. 1983 zogen sie erstmals in die Play-offs ein, wo sie bis in das AFC Championship gelangten, in dem sie den Oakland Raiders unterlagen. 2002 kehrten sie in die NFC zurück, welcher sie bereits in ihrer ersten Saison angehört hatten. Seattle zog 2005 in das NFC Championship Game ein, wodurch die Seahawks das erste und einzige Team der NFL wurden, das in beiden Championship Games antrat. Nach dem dortigen Sieg erreichten die Seahawks zum ersten Mal den Super Bowl, den sie gegen die Pittsburgh Steelers verloren. In der Saison 2013 zogen die Seahawks zum zweiten Mal in den Super Bowl ein, den sie nun gegen die Denver Broncos mit 43:8 gewannen. Ein Jahr später gelang ihnen erneut der Einzug in den Super Bowl, welcher jedoch an die New England Patriots ging. Ihre Heimspiele tragen die Seahawks seit 2002 im CenturyLink Field aus. Die Fans der Mannschaft werden 12s genannt, die Cheerleader der Seahawks sind die Sea Gals. (Artikel des Tages)

0801D: Niki Lauda im Flammeninferno

  • Niki Lauda (27) ist auf dem Weg zu seiner zweiten Formel-1-Weltmeisterschaft. In der zweiten Runde bricht sein 500-PS-Ferrari bei 240 km/h plötzlich aus, durchschlägt den Fangzaun, knallt frontal in die Böschung und wird wieder auf die Strecke geschleudert. Der Ferrari mit dem bewusstlosen Niki Lauda brennt lichterloh. Die Streckenposten sind hilflos. Fast eine Minute später stürzt sich der italienische Rennfahrer Arturo Merzario todesmutig in die Flammen und öffnet das Gurt-Schloss. Zusammen mit Guy Enwards zieht er Niki Lauda heraus. (aref.de)

0806D: Hitparade

  • Das wenig erfolgreiche Hitparadenresultat täuscht, denn es gibt keinen schöneren Song, der die Liebe zur Musik huldigt wie John Miles fünf Minuten-Opus «Music». Der Song bewegte die 1970er Jahren und hat die Musik-Ära nachhaltig geprägt. Leise und laut, gefühlvoll und dramatisch, zieht diese Hymne an die Musik ihren Kreis und reiht sich in die Tradition oppulenter Rockmusik im Stil von Queen wunderbar ein. (SRF Bestseller auf dem Plattenteller 2016)

0816D: Dancing Queen (Lied)

  • ABBA, die Popgruppe aus Schweden. Noch heute sorgt ihre Musik für gute Laune und fehlt auf keiner Party – egal wie alt die Abtänzer sind – ob U 20 oder Ü 40. Einer der beliebtesten ABBA-Hits war „Dancing Queen“ – heute vor 40 Jahren kam das Lied raus. (WDR Stichtag 2016)

0818D: DDR-Pfarrer - von Staat und Kirche verfolgt - übergießt sich mit Benzin

  • Aus Protest gegen die Kirchenfeindlichkeit der DDR opferte am 18. August 1976 der Pfarrer Oskar Brüsewitz sein Leben. Auf dem Marktplatz der Stadt Zeitz setzte er sich in Brand und wurde tödlich verletzt. Sein Selbstmord löste heftige Diskussionen über das Verhältnis von Kirche und Staat in der DDR aus. (dradio Kalenderblatt)
  • Oskar Brüsewitz (*1929), ein von Staat und Kirche verfolgter Pfarrer in der DDR, übergießt sich aus Protest gegen das DDR-Regime auf dem Marktplatz von Zeitz (Sachsen-Anhalt) mit Benzin. (aref.de)

SEPTEMBER

0909D: Mao Zedong

0909D: Die Biene Maja

0910D: Flugzeugkollision von Zagreb

  • Zagreb, Jugoslawien: Bei einer Flugzeugkollision kollidieren eine Douglas DC-9 der jugoslawischen Inex Adria Aviopromet und eine Hawker Siddeley HS-121 Trident der British Airways. Der Unfall fordert 176 Tote, davon 107 Deutsche

0921D: extra 3 (Fernsehsendung)

OKTOBER

1006D: Schweig, Bub! (Schauspiel)

  • Uraufführung des Stücks Schweig, Bub!

1029D: Elvis Presley singt "Pledging My Love"

1031D: israelisches Militär befreit Geiseln auf dem Flughafen Entebbe

NOVEMBER

1103D: Ich heirate eine Familie

1113D: Wolf Biermann in Köln

1116D: Wolf Biermann wird ausgebürgert

1120D: Universidad Autónoma de Tlaxcala

  • In Mexiko wird die Universidad Autónoma de Tlaxcala gegründet.

1125D: The Last Waltz (Konzert)

  • The Band gibt ihr 5-stündiges Abschiedskonzert, das von Martin Scorsese unter dem Titel The Last Waltz verfilmt wird und als das Ende einer musikalischen Epoche gesehen wird.
  • Kalenderblatt von Deutschlandradio 2016

1126D: Anarchy in the UK (Sex Pistols)

DEZEMBER

1208D: Hotel California (Album)

  • Das Album Hotel California der Rockband Eagles erscheint in den USA. Es steigt in der Folge in die Spitzengruppe der meistverkauften Alben auf.

1231D: Die Abenteuer der Maus auf dem Mars

Lexikon

Biermösl Blosn (Gruppe)

  • Gründung der Biermösl Blosn

Boeing YC-14

  • Die Boeing YC-14 war ein vom US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing gebautes experimentelles Transportflugzeug der United States Air Force. Die zwei gebauten Prototypen sowie die beiden konkurrierenden McDonnell Douglas YC-15 wurden von 1976 bis 1977 als möglicher Ersatz für die C-130 Hercules im Rahmen des Advanced-Medium-STOL-Transport (AMST)-Programms erprobt. Das Testprogramm des Schulterdeckers, das nach dem Erstflug am 9. August 1976 begann, wurde im Sommer 1977 beendet, zu einer Serienfertigung kam es nach Einstellung des gesamten Programms nicht mehr.

CN Tower (Toronto)

  • Der CN Tower wird fertiggestellt.

Das egoistische Gen (Dawkins)

  • Das egoistische Gen ist ein 1976 erschienenes Buch über Evolutionsbiologie von Richard Dawkins, einem britischen Biologen, das sich an eine breite Leserschaft richtet. Für seine in diesem Werk dargestellte neuartige Theorie über die Gene als Objekte der Selektion wird die gleiche Bezeichnung verwendet.
  • Gene kennen nur ein Ziel: das Überleben. Um ihre Chancen dafür zu erhöhen, tun sie sich mit anderen Genen zusammen und bauen sich „Überlebensmaschinen“, die gegeneinander antreten oder auch miteinander kooperieren, um ihren Genen auf dem Umweg über die biologische Fortpflanzung bestmögliche Überlebenschancen zu sichern. Das ist im Kern die These von Richard Dawkins. In leicht verständlicher Sprache stellt er die Grundlagen der Evolutionstheorie vor, erklärt, wie die ersten Gene in die Welt gekommen sein könnten, und nimmt den Leser mit auf einen Streifzug durch die moderne Biologie – mit so wenig Fachchinesisch wie nötig, mit eindrucksvollen Beispielen und anschaulichen Metaphern. Dawkins wurde vorgeworfen, er definiere seine Begriffe nicht sauber, seine Sprache sei zu bildhaft und er vereinfache zu sehr, wenn er behauptet, dass es ein Gen für ein bestimmtes Verhalten gebe. Berechtigt oder nicht, das wahre Verdienst des Werkes ist, eine auch für Laien gut nachvollziehbare Darstellung einer radikalen Theorie zu liefern, die auch 40 Jahre nach der Veröffentlichung noch fasziniert. (getAbstract)

Enterprise (Raumfähre)

  • Die Enterprise (engl. für ‚Unternehmen‘, ‚Unternehmung‘) ist ein Prototyp für die Raumfähren aus dem Space-Shuttle-Programm der US-Raumfahrtbehörde NASA. Die interne Bezeichnung lautet OV-101. Der Name „Enterprise“ geht auf das fiktive Raumschiff Enterprise aus der Science-Fiction-Serie Star Trek zurück. Die Raumfähre wurde am 17. September 1976 der Öffentlichkeit vorgestellt und diente ab 1977 zur Erprobung der Flugfähigkeiten der Space Shuttles in der Atmosphäre. Dazu wurde sie ohne einige wichtige Komponenten wie Triebwerk und Hitzeschild gebaut und war deshalb nicht zu Flügen in den Weltraum fähig. Pläne, sie hierfür nachzurüsten, sind aus Kostengründen nicht realisiert worden. Obwohl die Enterprise damit ein Prototyp blieb, wird sie von der NASA als „erstes Space Shuttle“ bezeichnet. In den Jahren 1983 und 1984 wurde sie in verschiedenen europäischen Ländern, Kanada und den USA vorgeführt und 1985 schließlich der Smithsonian Institution übergeben.

Erkenntnis für freie Menschen (Feyerabend)

  • Erkenntnis für freie Menschen (englisch: Science in a Free Society) ist ein 1978 veröffentlichtes Buch des österreichischen Wissenschaftsphilosophen Paul Feyerabend. In dem Buch verteidigt Feyerabend das Projekt einer relativistischen und anarchistischen Wissenschaftstheorie. Feyerabend hatte diese Position bereits 1975 in Wider den Methodenzwang dargelegt und drei zentrale Thesen formuliert: Zunächst zeige die Wissenschaftsgeschichte, dass es keine allgemeine Methode gibt, an die sich die Wissenschaften halten. Zudem könne es auch prinzipiell keine allgemeingültige Methode geben, Wissenschaft sei nur unter den Bedingungen des Methodenpluralismus produktiv. Schließlich folge aus dem Fehlen einer allgemein ausgezeichneten Methode die relativistische These, dass die wissenschaftliche Beschreibung der Welt anderen Traditionen nicht überlegen sei. Feyerabends Eintreten für eine relativistische Interpretation der Traditionenvielfalt hat in der Wissenschaftstheorie nie viele Befürworter gefunden, seine Thesen haben aber ohne Zweifel einen merklichen Einfluss auf die Gegenwartsphilosophie. Paul Feyerabend starb heute vor 20 Jahren. (Artikel des Tages)

Haben oder Sein (Fromm)

  • Haben oder Sein (Untertitel: die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft) ist ein populäres gesellschaftskritisches Werk des Sozialpsychologen Erich Fromm von 1976. Es zählt mit Die Kunst des Liebens von 1956 zu seinen bekanntesten Werken. Es erschien wie dieses zuerst in der US-amerikanischen Buchserie World Perspectives, wurde jedoch in zahlreiche Sprachen übersetzt. Es ist daher zugunsten der Massentauglichkeit entsprechend spärlich mit Fußnoten versehen. Es handelt von einer philosophischen Anthropologie der Gesellschaft und beschreibt die zwei Charakterstrukturen Haben und Sein (Sozialordnung) und setzt sich kritisch mit den Thematiken auseinander. Die Arbeit ist eine empirische psychologische und soziologische Analyse der Existenzweisen (sowohl individuell als auch gesellschaftlich, siehe Gesellschaftscharakter) des Habens und des Seins und führt Ansätze seiner früheren Arbeiten fort. Es ist im humanistischen Geist Fromms geschrieben und stellenweise – verfasst ein Jahrzehnt vor Glasnost und Perestroika – vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und insbesondere der Gefahr eines Atomkrieges (Kubakrise etc.) zu verstehen. Ersetzt man die von Fromm verwendeten und für die damalige Zeit aktuellen maschinenfixierten Beispiele durch computerfixierte, so ist das Werk zum größten Teil noch immer hochaktuell.
  • Haben oder Sein ist neben Die Kunst des Liebens Erich Fromms bekanntestes Werk. Es zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft vom Haben und Habenwollen bestimmt ist – der Mensch ist der Diener des Wirtschaftssystems, und er will immer mehr haben, weil das System es so vorsieht. Der Einzelne, entfremdet von sich selbst, wird dabei krank und unglücklich, und zwischen Gesellschaftsklassen und Völkern entstehen Neid und Krieg. Dem stellt Fromm die Existenzweise des Seins gegenüber: Hier definiert der Mensch sich nicht über seinen Besitz, sondern darüber, was er ist. Hier erlebt er, statt zu horten, ist ganz bei sich und anderen und bringt seinen Wesenskern zum Gedeihen. Wäre diese Existenzweise in der Gesellschaft vorherrschend, würde sie für Frieden sorgen und womöglich verhindern, dass die Menschheit sich mit Atomwaffen oder durch eine ökologische Katastrophe selbst auslöscht. Fromm schreibt pointiert und anschaulich, seine Hellsichtigkeit und die Aktualität des Textes sind verblüffend: Burn-out und Finanzkrise sind Symptome der von ihm diagnostizierten Krankheit, und seine Vorschläge, etwa das bedingungslose Grundeinkommen, tauchen in heutigen Diskussionen wieder auf. Eine inspirierende Lektüre für alle, die die Gesellschaft umkrempeln wollen – oder auch einfach erst mal ihr eigenes Leben. (getAbstract)

Fairchild Channel F (Spielkonsole)

  • Fairchild veröffentlicht mit der Channel F die erste mikroprozessorgesteuerte Spielkonsole.

High-Deck-Siedlung (Berlin)

  • Die High-Deck-Siedlung ist eine Großsiedlung mit rund 6000 Bewohnern im Berliner Ortsteil Neukölln. Die Siedlung entstand in den 1970er/1980er Jahren im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus. Das städtebauliche Konzept wandte sich gegen die bauliche Dichte der übrigen Berliner Großsiedlungen mit aneinandergereihten Hochhäusern wie im Märkischen Viertel oder der Gropiusstadt und setzte auf eine baulich-funktionale Trennung von Fußgängern und Autoverkehr. Hochgelagerte, begrünte Wege (die namensgebenden „High-Decks“) verbinden die überwiegend fünf- bis sechsgeschossigen Gebäude, die über rund 2400 Wohnungen verfügen. Die Straßen mit mehr als 1000 Stellplätzen und Garagen liegen unter den High-Decks. Spätestens 25 Jahre nach dem Bau galt das als innovativ gepriesene Konzept der Siedlung bereits als gescheitert. In den 1970er Jahren waren die Wohnungen wegen ihres Zuschnitts begehrt und Inbegriff für zeitgemäßes Wohnen am grünen Rand West-Berlins. Die Wohnungen lagen unweit der Berliner Mauer an der Grenze zum Ost-Berliner Bezirk Treptow. Nach der Wende und der Maueröffnung verlor das Quartier seine ruhige Grenzlage, büßte an Attraktivität ein und entwickelte sich in den 1990er Jahren durch Segregation zum sozialen Brennpunkt. (Artikel des Tages)

Kindheitsmuster (Wolf)

  • „Wie sind wir so geworden, wie wir heute sind?“ Diese Frage zieht sich als Leitmotiv durch Christa Wolfs autobiografisches Werk Kindheitsmuster. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit unternimmt die Erzählerin 1971 eine Reise in ihre nunmehr in Polen gelegene Heimatstadt. Sogleich steigen Erinnerungen auf: an alltägliches Kindheitsglück; an das in ihrer Familie herrschende Schweigegebot zu bestimmten Themen wie den Nazis oder den Juden; an die ideologische Indoktrination in der Schule und im Bund Deutscher Mädel; an ihre Zeit als BDM-Führerin; an Lüge, Scham und Verstellung. Schonungslos schildert Wolf die Verstrickungen ihres kindlichen Alter Egos Nelly Jordan im Nationalsozialismus, ihre Hingabe an den Führer, dem sie bis zuletzt die Treue hält, und die Flucht ihrer Familie vor der Sowjetarmee in den Westen im Jahr 1945 – in der DDR, wo das Dogma von den Sowjets als Befreier galt, ein Tabu. Indem die Erzählerin den Erinnerungsstrom immer wieder unterbricht und den Blick auf ihre Gegenwart richtet, macht sie den tieferen Sinn ihres Schreibens deutlich: Solange wir uns nicht erinnern und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, wird sich die Geschichte wiederholen. (getAbstract 2017)

Metro Brüssel

  • Die Metro Brüssel bildet zusam­men mit der Straßen­bahn das Rück­grat des schienen­gebunde­nen öffent­lichen Personen­nah­verkehrs in der Region Brüssel-Haupt­stadt, die neben dem Stadt­gebiet Brüssels 18 weitere selbst­ständige Gemein­den um­fasst. Die U-Bahn ent­wickelte sich schritt­weise aus dem Straßen­bahn­netz durch Ver­legen von Straßen­bahn­strecken in Tunnel, welche dann stufen­weise auf U-Bahn-Betrieb umge­stellt wurden. Die erste U-Bahn-Strecke wurde 1976 eröff­net. 1965 began­nen die Arbei­ten am Schuman-Kreis­verkehr für den ersten soge­nann­ten Preme­tro-Tunnel, der heute Teil des Metro­netzes ist. Bereits am 20. Dezember 1969 wurde dieser Tunnel für die Brüsse­ler Straßen­bahn zwi­schen den Halte­stellen Schuman und De Brouckère eröff­net. Er wird heute von den Linien 1 und 5 befah­ren. Am 20. Dezem­ber 1970 wurde der zweite Straßen­bahn­tunnel zwi­schen Madou und Porte de Namur/Naamse­poort eröffnet. (Artikel des Tages)

Porsche 934

  • Der Porsche 934, auch Porsche Turbo RSR genannt, ist ein GT-Rennwagen, der von 1976 bis 1977 auf Basis des Porsche 930 produziert wurde. Private Rennteams setzten das nach dem FIA-Reglement der Gruppe 4 aufgebaute Fahrzeug bis 1986 in der Sportwagen-Welt­meister­schaft, der 1. Division der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) und der von der nord­amerika­ni­schen IMSA veranstalteten GT-Serie ein. Von 1976 bis 1982 fuhr der Porsche 934 im 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Anfänglich war der 934 in der DRM und der IMSA-GT-Serie sehr erfolgreich und erzielte regelmäßig Platzie­rungen unter den ersten drei. Mit Aufkommen des leistungs­stärkeren Porsche 935, eines Gruppe-5-Fahrzeuges, war der 934 kein Aspirant auf Gesamtsiege mehr. Er wurde fortan nur noch von kleineren Teams und Amateur-Renn­sportlern eingesetzt. (Artikel des Tages)

Sexualität und Wahrheit (Foucault)

  • In Sexualität und Wahrheit analysiert Foucault, wie die Macht der Gesellschaft unsere Vorstellung von Sexualität bestimmt. Die abendländische Kultur und insbesondere das Christentum haben den Sex durch Beichte, Geständnis und Kontrolle gezähmt. Das Problematische daran ist nicht, dass Sex zum Tabu geworden wäre – das ist nur ein Teil der Wahrheit, denn Sexualität wurde und wird stark thematisiert: in der Kirche durch die Beichte, in der Schule durch Verbote, in der Politik durch Heiratskontrollen und in den Jugendrebellionen durch den ständigen Ruf nach Freiheit. Das Problem ist, dass wir gar nicht merken, wie stark unsere Vorstellung von Sex, davon, was „normal“ und was „pervers“ ist, durch genau diese Diskurse bestimmt wird, in denen sich die Machtstrukturen unserer Gesellschaft entfalten. Gibt es einen Ausweg? Möglicherweise ja, meint Foucault: Philosophie und Gesellschaftstheorie müssen sich auf die Antike besinnen, als sich die Menschen als freie Subjekte entwarfen, die sich ihre Auffassung von Sexualität selbst gaben. Was immer man von dieser Rückbesinnung halten mag – Foucaults Werk ist zweifellos ein Klassiker des postmodernen Denkens. (getAbstract 2019)

[https://de.wikipedia.org/wiki/Toronto_International_Film_Festival Toronto International Film Festival

U2

  • U2 ist eine irische Rockband. Sie entstand 1976 in Dublin, fand 1978 zu ihrem heutigen Namen und besteht seitdem aus dem Leadsänger Bono (Paul David Hewson), dem Gitarristen The Edge (David Howell Evans), dem Bassisten Adam Clayton und dem Schlagzeuger Larry Mullen junior. Die Band wurde 1976 unter dem Namen Feedback gegründet. Im Jahr 1978 gewann die in U2 umbenannte Band eine Talentshow und erhielt mit dem Sieg ihren ersten Plattenvertrag. In den 1980er-Jahren wurde die Band kontinuierlich populärer und veröffent­lichte seither zahlreiche Nummer-eins-Hits in verschiedenen Ländern. Darüber hinaus setzt sich die Band für zahlreiche soziale und politische Projekte ein und thematisiert diese teilweise in ihren Songs. (Artikel des Tages)

Zeitreise

  • 1. Teil: Zu den Klängen von «The good Life» von Sascha Distel, gespielt vom Orchester Bert Kaempfert, begrüsste Charles Clerc am 4. April 1976 erstmals drei Gäste zum sonntäglichen Talk: Die Schauspielerin Liselotte Pulver, den Eisschnell-Läufer Franz Krienbühl und den damaligen Vizepräsidenten der Schweizerischen Nationalbank Dr. Leo Schürmann. Neben Charles Clerc und Peter Bühler moderierte in den ersten Jahren auch Walter Kälin «Persönlich». Er erinnert sich im Gespräch mit Yvonne Dünser, wie man an der FERA 1975, der Radio- und Fernsehausstellung in Zürich, «Persönlich» geübt hat, an seine Kollegin Heidi Abel und verschiedene «Persönlich»-Highlights. «Fit mit Jack», die legendäre und umstrittene Fitness-Sendung im Morgenprogramm von DRS 1, wurde anfangs 1976 zum letzten Mal ausgestrahlt. Ein Wiederhören mit Jack Güntharts Morgendrill. Die sprechende Uhr bekam am 31. Mai 1976 um 0.00 Uhr eine neue Stimme. Die Chefsprecherin des Radiostudios Bern erzählt Roland Jeanneret, wie sie die Zeitangaben für die 24 Stunden des Tages gesprochen hat. Und zum Schluss hören Sie den unerschrockensten Nachrichtensprecher aller Zeiten: Rico Herold. (DRS1 Zeitreise)
  • 2. Teil: Die Bilder der Kinder mit den Symptomen der Chlor-Akne auf der Haut, des abgesperrten Dorfes, der Männer in Schutzanzüge und Masken sind heute noch in Erinnerung. Die ICMESA gehörte zur Givaudan SA in Genf, einer Tochter-Gesellschaft der Roche in Basel. Technischer Direktor der Givaudan SA war Jörg Sambeth. In den achtziger Jahren wurden er und der Fabrikleiter als Hauptschuldige vor einem Gericht in Monza verurteilt. Die Konzernspitze kam ungeschoren davon. Jörg Sambeth erzählt von Seveso und wie dieser Unfall sein Leben verändert hat. Im November 1976 verschafften sich drei Mitglieder des Demokratischen Manifests Zugang zum Archiv des «Subversivenjägers» Ernst Cincera. Die Schweizer Innenpolitik stand Kopf: Cincera hatte im grossen Stil mit Hilfe von Spitzeln Akten über politisch oder vermeintlich politisch links stehende Personen angelegt. Seine Informationen stellte er Interessenten aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik zur Verfügung. Jürg Frischknecht erinnert sich an jene innenpolitisch bewegte Zeit. (DRS1 Zeitreise)
  • «Nouvelle cuisine» heisst: wenig Fett, auserwählte Kräuter, frischeste Zutaten im Dampf «à la vapeur» gegart und unmittelbar vor dem Essen «à la minute» zubereitet. Die charismatische Köchin Agnes Amberg (1936-1991), war in der Schweiz die unbestrittene Spitzenköchin der «nouvelle cuisine». René Simmen, Kochbuchautor und Journalist, kannte Agnes Amberg und erinnert sich im Gespräch mit Mike La Marr an sie. Am 26. Januar 1976 starb der Schweizer Friedensapostel Max Daetwyler. Beim Ausbruch des 1. Weltkriegs verweigerte er den Soldateneid und wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Doch dies verunsicherte ihn nicht. Ueber 60 Jahre lang kämpfte Daetwyler für den Weltfrieden und die Abrüstung und reiste zu den Mächtigen in London, Paris, Moskau, Washington und Havanna. (DRS1 Zeitreise)

Zersetzung (DDR)

  • Die Zersetzung war eine vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR eingesetzte geheimpolizeiliche Arbeitstechnik. Sie diente zur Bekämpfung vermeintlicher und tatsächlicher politischer Gegner. Die im Rahmen einer 1976 erlassenen Richtlinie definierten Zersetzungsmaßnahmen wurden vom MfS vornehmlich in den 1970er und 1980er Jahren in operativen Vorgängen gegen oppositionelle Gruppen und Einzelpersonen eingesetzt. Fast durchgehend konspirativ angewandt, ersetzten sie den offenen Terror der Ära Ulbricht. Durch die Offenlegung zahlreicher Stasi-Unterlagen in Folge der politischen Wende in der DDR ist der Einsatz von Zersetzungsmaßnahmen durch das MfS gut dokumentiert. Schätzungen gehen von einer insgesamt vier- bis fünfstelligen Anzahl von Personen aus, die mit Zersetzungsmaßnahmen belegt wurden. Schätzungen zufolge wurden unter 5000 von ihnen hierdurch „nachhaltig geschädigt“. Opfer von Zersetzungsmaßnahmen haben bei nachweislicher systematischer, beruflicher und/oder gesundheitlicher Schädigung durch das MfS einen Anspruch auf Rehabilitation gemäß 2. SED-Unrechtsbereinigungsgesetz. (Artikel des Tages)

Quellen

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