1912

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Januar

0108D: African National Congress

  • Der Afrikanische Nationalkongress (meist African National Congress, kurz ANC) ist eine 1912 gegründete südafrikanische Organisation. Von 1960 bis 1990 waren ihre Aktivitäten in Südafrika per Gesetz als „unrechtmäßig“ eingestuft und damit illegal, der ANC hatte jedoch als führende Bewegung gegen die Apartheid großen Einfluss auf das Geschehen in Südafrika. Seit 1994 stellt er die Regierung. Ihr bekanntester Politiker ist Nelson Mandela.
  • Am 8. Januar 1912 trafen sich Dorfchefs und Delegierte aus Kirchen und anderen Vereinigungen der Schwarzen im südafrikanischen Mangaung und gründeten den Afrikanischen Nationalkongress. Ihr Ziel: Alte Rivalitäten begraben und vereint gegen Rassismus und Kolonialismus protestieren. (dradio.de)

0112D: Reichstagswahl

  • Die Reichstagswahl 1912 war die Wahl zum 13. Deutschen Reichstag. Sie fand am 12. Januar 1912 statt. Es war die letzte Wahl des Reichstags vor dem Ersten Weltkrieg und die letzte im Deutschen Kaiserreich überhaupt.
  • Mit 110 von insgesamt 397 Abgeordneten wurde die Partei der industriell-gewerblichen Arbeiterschaft bei der Reichstagswahl vom 12. Januar 1912 stärkste Kraft im Parlament. Ein später Triumph für die unter Bismarck geächteten und inkriminierten Sozialdemokraten. (dradio.de)

0117D: Der britische Polarforscher Robert Scott erreicht den Südpol

  • Der Engländer Robert Falcon Scott betrat vor 100 Jahren den Südpol - als Zweiter. Der Norweger Roald Amundsen war bereits vor einem Monat angekommen. Scotts Rückkehr endete tragisch und war geprägt von Fehlentscheidungen. (dradio.de)

Februar

0212D: Der Totentanz (Stummfilm)

  • Der Totentanz ist ein deutscher Stummfilm in drei Akten von Urban Gad aus dem Jahr 1912. Er zählt zu den fragmentarisch erhaltenen Filmen des Regisseurs.
  • In diesem Studio wurde Filmgeschichte geschrieben: Keine andere Film-Produktionsstätte hat eine so wechselhafte und bewegte Vergangenheit hinter sich wie das Studio Babelsberg in Potsdam. Fünf politische Systeme haben in den 100 Jahren seit seiner Gründung ihre Spuren hinterlassen. (dradio.de)

März

0329D: Robert Falcon Scott

  • Robert Falcon Scott (* 6. Juni 1868 in Devonport bei Plymouth, England; † 29. März 1912, Ross-Schelfeis, Antarktis) war ein britischer Marineoffizier und Polarforscher. Er leitete die Discovery-Expedition (1901–1904) und die Terra-Nova-Expedition (1910–1913), zwei Forschungsreisen während des sogenannten Goldenen Zeitalters der Antarktisforschung. Er zählt zu den ersten zehn Menschen, die den geographischen Südpol erreichten. Zunächst durchlief Scott eine Offizierslaufbahn in der Royal Navy. Als seine Karriere ins Stocken geraten war, ergriff er die Gelegenheit, das Kommando auf dem Forschungsschiff Discovery zu übernehmen. Nach eigenem Bekunden entsprang diese Entscheidung seinem persönlichen Ehrgeiz und nicht einer besonderen Vorliebe für die Polarforschung. Während der von ihm geleiteten Discovery-Expedition unternahm er zwischen November 1902 und Februar 1903 gemeinsam mit Edward Wilson und Ernest Shackleton einen Vorstoß Richtung Südpol, bei dem die drei Männer mit dem Erreichen der geographischen Breite von 82° 17′ S einen neuen Südrekord aufstellten. Scotts Entscheidung nach der Rückkehr ins Basislager, den seiner Ansicht nach dienstuntauglichen Shackleton entgegen dessen Willen nach Hause zu schicken, gab Anlass zu einer noch heute geführten Diskussion über eine tiefe Rivalität beider Polarforscher. Nachdem Shackleton mit seinem eigenen Versuch, während der Nimrod-Expedition (1907–1909) den Südpol zu erreichen, knapp gescheitert war, unternahm Scott anlässlich der Terra-Nova-Expedition einen neuerlichen Anlauf. Dieser entwickelte sich zu einem Wettstreit mit dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen. Scott erreichte den Pol am 18. Januar 1912 mit der Erkenntnis, dass Amundsen und dessen vierköpfige Mannschaft ihm rund einen Monat zuvorgekommen waren. Auf dem Rückweg zum Basislager starben Scott und seine vier Begleiter an Unterernährung, Krankheit und Unterkühlung. Scott wurde in seiner Heimat durch seinen als heroisch empfundenen Tod jahrzehntelang als selbstaufopfernder Nationalheld stilisiert. Erst zum Ende des 20. Jahrhunderts begann eine differenziertere Betrachtung und Neubewertung seiner Person. (Artikel des Tages)

0330D: Karl May

  • Karl Friedrich May (* 25. Februar 1842 in Ernstthal, Königreich Sachsen; † 30. März 1912 in Radebeul; eigentlich Carl Friedrich May) war ein deutscher Schriftsteller. Karl May war einer der produktivsten Autoren von Abenteuerromanen. Er ist einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache und laut UNESCO einer der am häufigsten übersetzten deutschen Schriftsteller. Die weltweite Auflage seiner Werke wird auf 200 Millionen geschätzt, davon 100 Millionen in Deutschland. Bekannt wurde er vor allem durch seine sogenannten Reiseerzählungen, die vorwiegend im Orient, in den Vereinigten Staaten und im Mexiko des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. Besondere Berühmtheit erlangten die in drei Bänden zusammengefassten Geschichten um den Indianer Winnetou. Viele seiner Werke wurden verfilmt, für die Bühne adaptiert, zu Hörspielen verarbeitet oder als Comics umgesetzt. (Artikel des Tages)

April

0412D: Clara Barton

  • Clarissa Harlowe Barton (* 25. Dezember 1821 in North Oxford, Massachusetts; † 12. April 1912 in Glen Echo, Maryland), genannt Clara Barton, war eine US-amerikanische Krankenschwester, Lehrerin und Philanthropin. Sie gründete das Amerikanische Rote Kreuz und hatte darüber hinaus auch großen Einfluss auf das Selbstverständnis der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Die Erweiterung der Aktivitäten der nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften über die ursprüngliche Mission als Hilfsorganisationen für den Einsatz bei bewaffneten Konflikten hinaus auch auf Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen und ähnlichen Notsituationen geht wesentlich auf die Erfahrungen und den Einsatz von Clara Barton zurück. Darüber hinaus gab sie den Anstoß zur Einrichtung des weltweit ersten Suchdienstes für Vermisste, eine Aufgabe, die heute einen zentralen Platz in der Tätigkeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) einnimmt.

0414D: Untergang der "Titanic"

  • Die Geschichten, die sich über den Untergang der Titanic schreiben ließen, bieten alles, was Menschen interessiert: hochmütige Charaktere ebenso, wie unfähige, feige und heldenhafte, bitterarme und fabelhaft reiche. Am 15. April 1912 versank das Schiff. (dradio.de)
  • Auf der TITANIC, dem Luxusliner der White Star Line, nehmen die Passagiere der 1. Klasse den letzten Gang ein - frische Früchte und Käse, dazu Sherry oder Portwein. Die Bordkapelle spielt dazu. In der 3. Klasse klingt bei Tanz und Wein der Abend aus. (aref.de)
  • 14.04.1912, 23.30 Uhr: Auf der Titanic, dem Luxusliner der White Star Line, bekommen die Passagiere der 1. Klasse nach einem 10-Gänge-Menü Kaffee oder Portwein serviert, in der 3. Klasse klingt der Abend mit Tanz aus. Um 23.40 Uhr läutet der Matrose im Ausguck die Alarmglocke und ruft "Eisberg direkt voraus" ins Telefon. Der 1.Offizier auf der Brücke befielt "Steuer hart backbord", doch die Kollision ist nicht mehr zu verhindern. Die Titanic wird unter der Wasserlinie an sechs Stellen beschädigt und eiskaltes Meerwasser schießt in den Schiffsrumpf. Nach Inspektion des Schiffes ordnet der Kapitän um 0.05 Uhr die Evakuierung an. Doch nur für gut die Hälfte der 2.200 Menschen an Bord stehen Rettungsboote zur Verfügung. Gegen 2.20 Uhr sinkt die TITANIC 500 km südöstlich von Neufundland im Atlantik. Obwohl die Heizer der Carpathia für Volldampf sorgen, erreicht ihr Schiff erst zwei Stunden nach dem Untergang der Titanic die Unglücksstelle und kann nur noch 711 Überlebende aus den Rettungsbooten aufnehmen.(aref.de)
  • 14. April 1912, kurz vor Mitternacht: Zum Abschluss des Zehn-Gänge-Menüs wird Mokka gereicht. Die Kapelle spielt einen Walzer. Urplötzlich rammt das größte Luxus-Schiff der Welt - die Titanic - einen gewaltigen Eisberg. An sechs Stellen wird das Schiff aufgeschlitzt. Es sinkt zu den Klängen des todes-trotzigen Salon-Orchesters. "Die Titanic sah aus wie ein riesiger Glühwurm", erinnert sich Charlotte Collier. "Licht in jeder Kabine, auf allen Decks, allen Mastspitzen." Dann neigt sich der Rumpf nach vorn, die Brücke taucht in den Ozean, die Lichter erlöschen. Wie ein Turm hebt sich das Heck in die Höhe. Schreiend stürzen die Menschen in die kalte Tiefe. 1.500 Passagiere kommen ums Leben. Charlotte Collier überlebt - doch die schrecklichen Bilder haben sich für immer in ihr Gedächtnis eingebrannt. Nach Jahrzehnten riesiger technischer Fortschritte glaubten die Menschen damals, die Natur beherrschen zu können. "Daran hat sich nichts geändert", so Harvard-Professor Steven Biel. "Noch immer nehmen wir Naturgewalten auf die leichte Schulter. Doch die Natur wird nie unser Untertan sein." (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)
  • Die Jungfernfahrt der Titanic wurde am 14. April gegen 23:40 Uhr jäh unterbrochen, als das gigantische Passagierschiff bei voller Reisegeschwindigkeit ungebremst mit einem rund 300.000 Tonnen schweren Eisberg kollidierte. Insgesamt riss die Titanic 1504 der 2208 Passagiere und Besatzungsmitglieder in den Tod, darunter den Kapitän, der freiwillig mit seinem Schiff unterging. Bis heute ranken sich Mythen und Legenden um das Schicksal des als unsinkbar eingestuften Schiffes. NATIONAL GEOGRAPHIC hat das Unglück in einer packenden Dokumentation nachgezeichnet und sich auf Ursachensuche begeben. (Sekunden vor dem Unglück)

0419D: der Psychologe William Stern stellt seine Formel für den IQ vor

  • Kein messbarer Wert hat so viele Lebenswege bestimmt wie der Intelligenzquotient - die weltweit anerkannte Maßzahl für geistige Fähigkeiten. Am 19. April 1912 hat der deutsche Psychologie William Stern seine Formel zur Berechnung des IQ vorgestellt - und war damit fortan eher unglücklich. (dradio.de)

0427D: Paul Hegelmaier

  • Paul Hegelmaier (* 1. Juli 1847 in Tübingen; † 27. April 1912 in Stuttgart) war Staatsanwalt, von 1884 bis 1904 Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn und von 1898 bis 1903 Reichstagsabgeordneter. Er gilt als kontroverse Person der Heilbronner Stadtgeschichte. Einerseits gehen auf ihn bedeutende Bauvorhaben zurück, andererseits war er aufgrund juristischer Streitigkeiten und Zweifeln an seinem Geisteszustand von 1892 bis 1894 vorübergehend seines Amtes enthoben. Beim Ausscheiden aus dem Amt 1904 empfahl er sich der von ihm als Stadt der Krämerseelen bezeichneten Stadt Heilbronn mehrfach mit dem bekannten Schwäbischen Gruß. Hegelmaier wurde 1847 in Tübingen geboren. Er war verwandt mit den angesehenen Heilbronner Familien (Richard) Rümelin, (Friedrich) Cloß und (Robert) Mayer. Nach dem Besuch des Heilbronner Gymnasiums studierte er von 1865 bis 1869 Rechtswissenschaft an der Universität Tübingen. Während seines Studiums wurde er 1865 Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 diente er als Portepeefähnrich und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Anschließend ging er in den württembergischen Justizdienst und wurde Staatsanwalt in Heilbronn. Hegelmaier war mit Marie Emilie Friederike Ganzhorn (1858–1928) verheiratet, der Tochter des Oberamtsrichters und Dichters Wilhelm Ganzhorn. (Artikel des Tages)

Mai

0504D: Max von Laue entdeckt die Beugung von Röntgenstrahlen in Kristallen

  • Für die Beantwortung der Fragen "Hat Röntgenlicht Welleneigenschaften?" und "Wie sind Kristalle aufgebaut?" erhielt Max von Laue 1914 den Nobelpreis für Physik. Das Preisgeld teilte er mit seinen Mitarbeitern Friedrich und Knipping. Mit ihrer Entdeckung lassen sich heute zwei Dutzend weitere Nobelpreise in Verbindung bringen. (dradio.de)

0505D: Prawda

  • Die Prawda ist eine russische Tageszeitung, die bereits vor der Oktoberrevolution im zaristischen Russland erschienen war und später bis zum Ende der Sowjetunion als Organ der KPdSU Bestand hatte. Sie wurde von Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) aus dem Exil angeregt und gegründet und sollte daher nicht mit der gleichnamigen von Leo Trotzki 1908 gegründeten Zeitung verwechselt werden.
  • "Die 'Prawda' von 1912 - das war die Grundsteinlegung für den Sieg des Bolschewismus." So urteilte rückblickend der sowjetische Diktator Stalin über den Start der Tageszeitung. Wenn auch diese Einschätzung übertrieben erscheint, in der Geschichte der russischen Arbeiterbewegung hatte die "Prawda" zentrale Bedeutung. (dradio.de)

0529D: L’Après-midi d’un faune (Nijinsky)

  • L'Après-midi d'un faune (dt. Der Nachmittag eines Fauns) ist der Titel eines von Vaslav Nijinsky zu Claude Debussys Musikstück Prélude à l'après-midi d'un faune und Stéphane Mallarmés Gedicht L'Après-midi d'un faune choreografierten Balletts in einem Akt, das 1912 von den Ballets Russes in Paris uraufgeführt worden ist. Das Stück handelt davon, wie ein junger Faun mehreren Nymphen vergeblich nachstellt. L'Après-midi d'un faune gilt als eines der ersten avantgardistischen Ballette und aufgrund seiner Inspiration durch antike Vasenmalereien als Referenzwerk des künstlerischen Primitivismus. Die deutlichen sexuellen Anspielungen betten es zudem in die Themenwelt des Fin de siècle ein. Wie andere Werke Nijinskys hatte es heftige ästhetische Auseinandersetzungen zur Folge. Mallarmés Dichtung und Debussys Vertonung sowie Nijinskys Ballett nehmen eine zentrale Stellung in ihrer jeweiligen Kunstgattung und in der Entwicklung der künstlerischen Moderne ein.
  • Es war ein skandalträchtiger Abend im Théatre du Châtelet: Vaslav Nijinskij verstörte mit der Premiere seines Balletts "Nachmittag eines Fauns" das Pariser Publikum zutiefst. Tumultartige Szenen waren die Folge. Heute gilt das Stück nach der Musik von Claude Debussy als Meilenstein der Moderne. (dradio.de)

Juni

0601D: Jugendherberge

  • Der Begriff Jugendherberge beschreibt umgangssprachlich eine preisgünstige, einfache Herberge. Im engeren Sinne bezeichnet er in Deutschland eine Unterkunft des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH), in Österreich des Österreichischen Jugendherbergverbands oder -werks und in der Schweiz eine Herberge der Schweizer Jugendherbergen. International ist die englische Bezeichnung Youth Hostel (Herberge) üblich. Jugendherbergsähnliche Einrichtungen, die nicht einem Verband der International Youth Hostel Federation (IYHF) angeschlossen sind, werden weltweit als Hostel bezeichnet. Kommerziell betriebene Unterkünfte, die sich an Rucksackreisende wenden, bezeichnen sich daher auch in Deutschland meist als Hostel, Backpacker Hostel oder einfach Backpacker.
  • Der Begriff Jugendherberge lässt an Schlafsäle, Gemeinschaftswaschräume und karge Großküchenkost denken. Tatsächlich sind die meisten Herbergen heute moderne Servicebetriebe mit einem vielfältigen Freizeitangebot. Von Hotelkomfort konnten Jugendliche in den frühesten Einrichtungen dagegen nur träumen. (dradio.de)

0612D: In Wien wird Gustav Mahlers Symphonie Nr. 9 uraufgeführt

  • "Hier muss man wohl erst gestorben sein, bevor sie einen leben lassen", klagte der Komponist Gustav Mahler einmal über Wien. Und wirklich: Als der Dirigent Bruno Walter am 26. Juni 1912 - ein Jahr nach Mahlers Tod - dessen Neunte in Wien zur Uraufführung brachte, schienen Publikum und Presse plötzlich versöhnt. (dradio.de)

0629D: olympisches Fußballturnier

  • Das olympische Fußballturnier 1912 war nach 1908 das zweite offizielle olympische Fußballturnier dieser Art. Der Wettbewerb wurde zwischen dem 29. Juni und 5. Juli 1912 im Zuge der Olympischen Spiele in Stockholm ausgetragen. Obwohl sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum ersten Turnier mehr als verdoppelte, standen am Ende die gleichen drei Mannschaften in der gleichen Reihenfolge wie vier Jahre zuvor auf den Medaillenrängen. Olympiasieger wurde durch ein 4:2 im Finale gegen Dänemark die Mannschaft Großbritanniens, Dritter wurden erneut die Niederlande. Österreich schied bei seiner olympischen Fußballpremiere im Viertelfinale aus, Deutschland bereits im Achtelfinale. Torschützenkönig des Hauptturniers wurde der Brite Harold Walden mit neun Treffern. In einem Spiel der Trostrunde gelang der deutschen Mannschaft ein 16:0-Erfolg über die Mannschaft Russlands. Das Ergebnis ist bis heute der höchste Sieg der deutschen Nationalmannschaft; zudem wurde der Länderspieltorrekord von Gottfried Fuchs, der in dieser Partie zehn Mal traf, erst 2001 vom Australier Archie Thompson übertroffen. (Artikel des Tages)

Juli

0721D: "Der Tod in Venedig" wird beim S. Fischer Verlag eingereicht

  • Thomas Manns "Der Tod in Venedig" ist autobiografisch beeinflusst und handelt von einem älteren Künstler, der von der verbotenen Liebe zu einem Knaben überwältigt wird. Die inzwischen in 40 Sprachen übersetzte Novelle wurde vor 100 Jahren vom Autor dem Verlag übergeben. (dradio.de)

August

0801D: Jungfraubahn

  • Die Jungfraubahn (JB) ist eine elektrische Zahnradbahn im Berner Oberland in der Schweiz. Sie führt von der Kleinen Scheidegg durch Eiger und Mönch bis auf das Jungfraujoch mit der höchsten Eisenbahnstation Europas (3'454 m) und überwindet auf einer Länge von 9,34 Kilometern fast 1'400 Höhenmeter. Etwas mehr als 7 Kilometer der Strecke liegen im Tunnel. Sie feiert 2012 ihren 100. Geburtstag (Jungfernfahrt im August 1912).
  • Das vormals Aussichtslose wollten Zeitgenossen wagen mit dem Bau einer Bahn auf einen Viertausender der Schweiz, die Jungfrau. Am 01. August 1912 fuhr der erste Zug in den höchstgelegene Bahnhof Europas ein. (dradio.de)

0807D: der Physiker Victor Franz Hess entdeckt die kosmische Strahlung

  • Aus über 5000 Metern Höhe entdeckte der österreichische Physiker Victor Franz Hess während eines Ballonflugs am 7. August 1912 die kosmische Strahlung: Einen Strom von extrem energiegeladenen Teilchen, die aus dem Weltall in das Sonnensystem und in die Erdatmosphäre eindringen. (dradio.de)

September

0924D: Singulari quadam (Pius X.)

  • Die Enzyklika Singulari quadam ist eine vom Papst Pius X. im Jahr 1912 nur an die deutschen Bischöfe gesandtes Rundschreiben. Die Enzyklika behandelt die Situation der Gewerkschaftsorganisationen in Deutschland.
  • Nach dem Kulturkampf im 19. Jahrhundert hatte sich der deutsche Katholizismus eingebunkert. Doch immer mehr Laien wandten sich gegen den Klerus und der interkonfessionellen Gesellschaft zu. Im sogenannten Gewerkschaftsstreit wurde darüber jahrelang erbittert gestritten. (dradio.de)

Oktober

1003D: Deutsche Nationalbibliothek (Leipzig)

  • Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB), ehemals Die Deutsche Bibliothek (DDB), ist mit ihren Standorten Leipzig (ehemals Deutsche Bücherei, seit 2010 auch Deutsches Musikarchiv) und Frankfurt am Main (ehemals Deutsche Bibliothek) die zentrale Archivbibliothek für alle Medienwerke in deutscher Sprache aus dem In- und Ausland und das nationalbibliografische Zentrum Deutschlands. Sie erfüllt die Aufgaben einer Nationalbibliothek ab dem Erscheinungsjahr 1913 und ist zugleich die größte deutsche Universalbibliothek. Ihre vordringlichste Aufgabe ist zu sammeln, zu verzeichnen und die Medienwerke der Öffentlichkeit zur freien Verfügung zu stellen.
  • Der Auftrag für die Archivare der Deutschen Nationalbibliothek lautet: Jedes deutschsprachige Buch zu sammeln und zu archivieren. Insbesondere die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten und die Doppelbestände der Nationalbibliotheken zweier deutscher Staaten sind eine echte Herausforderung. (dradio.de)

1008D: Erster Balkankrieg

  • Es war der erste Krieg in Europa im 20. Jahrhundert, der das Ende der Osmanischen Herrschaft beschleunigte. Am 08.10.1912 erklärte Montenegro dem Osmanischen Reich den Krieg - in dem Deutschland letztlich vermittelte. (dradio.de)

1018D: der italienisch-türkische Krieg endet mit dem Frieden von Ouchy

  • Die italienische Regierung hatte es dem eigenen Volk als militärischen Spaziergang verkauft. Doch die angeblich sehnsüchtig auf Befreiung von türkischer Herrschaft wartenden Araber und Berber im Gebiet des heutigen Lybiens wehrten sich. Der italienisch-türkische Krieg war geprägt von Massakern, Erhängungorgien und Deportation von Zivilisten. (dradio.de)

1025D: Ariadne auf Naxos (Strauss)

  • Ariadne auf Naxos (op. 60) ist eine Oper in einem Vorspiel und einem Aufzug von Richard Strauss. Das Libretto stammt von Hugo von Hofmannsthal. Bei Ariadne auf Naxos handelt es sich um ein geistreiches „Theater auf dem Theater“, in dem der mythologische Stoff – der auf der Insel Naxos verlassenen, todessehnsüchtigen Ariadne – mit zeitgenössischen Themen der Kunst verwoben wird: Um sich selbst treu bleiben zu können, müssen sich Mensch und Kunst verwandeln können.
  • Richard Strauss' und Hugo von Hofmannsthals Oper "Ariadne auf Naxos" wird heute meist nur in der überarbeiteten zweiten Fassung von 1916 gespielt. Die erste Fassung hieß "Der Bürger als Edelmann" und war eine Mischung aus Theaterstück und Oper. Beide stellten fest, dass diese Verquickung im realen Theaterbetrieb nicht funktioniert. (dradio.de)

November

1110D: Deutsche Sportabzeichen

  • Das Deutsche Sportabzeichen (DSA) ist ein Abzeichen für bestimmte sportliche Leistungen, das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) (bis 2006: Deutscher Sportbund (DSB)) verliehen wird. Die für den Erwerb zu bringenden Leistungen sind nach Altersstufen gestaffelt. Für einmaligen Erwerb wird es in Bronze, für dreimaligen Erwerb in Silber, und für fünfmaligen Erwerb in Gold vergeben. Ab der neunten Wiederholung wird das Abzeichen in Gold mit Wiederholungszahl in Fünferschritten vergeben. Der Erwerb ist für Jedermann möglich. Die Einteilung erfolgt in weibliche oder männliche Jugendliche und weibliche oder männliche Erwachsene. Auskünfte über die Erlangungsmöglichkeiten teilt der jeweilige Landessportbund (LSB) mit. Die Verleihung erfolgt mit der Aushändigung einer Urkunde. Im Jahr 2011 wurde es 891.706 Mal verliehen. Auch Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung können das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Die Gruppen sind dabei nach Alter und Behinderung eingeteilt. Die Disziplinen sind den Einschränkungen durch die jeweilige Behinderung angepasst.
  • Der "Sportorden für jedermann", das Deutsche Sportabzeichen, wurde heute vor 100 Jahren ins Leben gerufen. Bis heute haben 34 Millionen Deutsche die höchste Auszeichnung im Breitensport erhalten. Ab 2013 gibt es stärkere Leistungsanforderungen und es gibt die Stufen: Bronze, Silber oder Gold. (dradio.de)

1115D: Nobelpreis für Gerhart Hauptmann

  • An seinem 50. Geburtstag erhält der Bühnenautor Gerhart Hauptmann per Telegramm die Nachricht, dass ihm der Nobelpreis für Literatur zuerkannt worden ist. Aus aller Welt kommt eine Flut von Glückwünschen, aber die deutsche Obrigkeit schweigt. (aref.de)

1117D: Franz Kafka beginnt mit seiner Erzählung "Die Verwandlung"

  • Für Franz Kafka stand der 17. November 1912 zunächst unter keinem guten Stern. Denn der Prager Versicherungsangestellte lag mit seiner Familie im Streit. In dieser Situation kam ihm die Idee zu einer Erzählung "Die Verwandlung". (dradio.de)

Dezember

1206D: der Archäologe Ludwig Borchardt findet die Büste der Nofretete

  • "Farben wie eben aufgelegt. Arbeit ganz hervorragend. Beschreiben nützt nichts, ansehen", notierte der Archäologe Ludwig Borchardt, als er am 6. Dezember 1912 bei Grabungen in Armana die Büste der Nofretete entdeckte. Bis heute lockt die Schöne Besuchermassen nach Berlin und bis heute fordert sie Ägypten zurück. (dradio.de)

1208D: Kriegsrat vom 8. Dezember (Deutsches Reich)

  • Der Kriegsrat vom 8. Dezember 1912 war eine Besprechung des Kaiser Wilhelms II. mit der militärischen Führungsspitze am 8. Dezember 1912 um 11.00 Uhr in Potsdam. Einige Historiker sehen hier die Entscheidung zum Ersten Weltkrieg, so Fritz Fischer, für andere Historiker ist die Bedeutung „praktisch Null“.

1216D: Londoner Botschafterkonferenz

  • Bei der Londoner Botschafterkonferenz am 16. Dezember 1912 wurde die Loslösung Albaniens vom Osmanischen Reich von Europas Großmächten Russland, Österreich-Ungarn, Italien, Deutschland und Großbritannien anerkannt. Am 28. November 1912, nach einer Serie von Revolten gegen die osmanische Herrschaft, hatten zuvor albanische Patrioten die Unabhängigkeit ihres Landes ausgerufen. Zum Zankapfel der Konferenz entwickelte sich die Situation in Makedonien, wo sich serbische, bulgarische und griechische Interessen überschnitten.

1228D: Anthroposophische Gesellschaft

  • Die Anthroposophische Gesellschaft wurde 1923 von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, als Trägerin der von ihm zugleich begründeten Freien Hochschule für Geisteswissenschaft ins Leben gerufen. Nach ihrem Selbstverständnis handelt es sich um eine „Gemeinschaft von Menschen, die überzeugt sind, dass die Aufgaben, die Gegenwart und Zukunft stellen, nur durch eine spirituelle Vertiefung des Lebens gelöst werden können“. Diese Vertiefung soll Steiners Anthroposophie bieten. Sitz der Gesellschaft ist das Goetheanum in Dornach. Ziel der Hochschule sollte nach Steiners Intention die „Forschung auf geistigem Felde“ sein. Da Steiner schon während der Gründungsfeierlichkeiten schwer erkrankte und 1925 starb, ohne dass jemand als „Geistesforscher“ an seine Stelle trat, blieb aber vieles davon Programm.
  • Dieses Jahr gedachte die Anthroposophische Gesellschaft ihrer Gründung in Köln am 28. Dezember 1912. Mit ihr begann der Aufstieg einer spirituellen Weltanschauung, die sich im Wesentlichen auf die nicht unumstrittenen Ideen Rudolf Steiners beruft. Bis heute kann sie auf einen festen Kern von Anhängern zählen. (dradio.de)

Lexikon

Ballett "Jeux" (Debussy)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Drei junge, sportliche Menschen im Tennis-Tenue, die einem Tennisball nachrennen: Dieses banale Szenario ist der Stoff zu einem der kompliziertesten Partituren der Moderne, an der manche Fachleute sich abrackern. Das Orchesterstück «Jeux» von Claude Debussy von 1913 wurde von Leuten wie Boulez und Stockhausen als Schlüsselwerk bezeichnet. Und seither «gilt» Debussy etwas in erlauchten Neue-Musik-Zirkeln. Aber nach wie vor steht man bei dem Stück vor Rätseln, und beim Publikum kam es bis heute nicht wirklich an. Woran liegt das? Gibt es Interpretationen, die das Gegenteil beweisen? Annelis Berger und ihre beiden Gäste Lena-Lisa Wüstendörfer und Michael Struck-Schloen hören sich verschiedene Aufnahmen von «Jeux» an. (SRF Diskothekt im Zwei 2018)

Erzählung "Die Verwandlung" (Kafka)

  • Kafkas Erzählung Die Verwandlung spiegelt im Schicksal eines Einzelnen den moralischen Zustand der Gesellschaft: Durch Gregor Samsas Verwandlung in einen hässlichen Käfer vermittelt Kafka dem Leser das Selbstbild eines jungen Mannes, der durch den Willen seiner Familie auf die Funktion des Dienens und Helfens reduziert worden ist. Zugleich ist die Verwandlung aber auch ein Protest gegen die Forderungen und Erwartungen der Familie. Die gleichnishafte Erzählung lässt die Unfreiheit, Erniedrigung und Ausbeutung geradezu schmerzhaft deutlich werden, welche die bis in die Familien hineinreichenden autoritären Strukturen der modernen Gesellschaft schaffen und denen sich das Individuum willenlos fügt. Letztlich gelingt es Gregor Samsa nur, sich zum Preis der Verwandlung aus seiner Versklavung zu lösen, doch trotz dieser scheinbaren Befreiung bleiben seine Gewissensbisse und sein Gefühl der Pflichtverletzung weiter bestehen. Auf eindringliche Weise kann dem Leser bei der Lektüre von Kafkas Verwandlung bewusst werden, dass er von Autoritäten abhängig ist, auf die er keinen Einfluss hat. Lesenswert ist die Erzählung aber vor allem wegen Kafkas unnachahmlicher Kunst, der surrealen, tragikomischen Handlung durch seine Sprache Realitätsnähe zu verleihen. (getAbstract)

Gemälde "Akt, eine Treppe herabsteigend Nr. 2" (Duchamps)

  • Akt, eine Treppe herabsteigend Nr. 2 (Nu descendant un escalier no. 2) ist der Titel eines Gemäldes von Marcel Duchamp aus dem Jahr 1912. Das Bild ist ein Schlüsselwerk der klassischen Moderne und zählt zu den bekanntesten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Bei seiner Präsentation im Pariser Salon des Indépendants wurde es von den Kubisten abgelehnt und während seiner Ausstellung auf der Armory Show in New York 1913 im Zuge eines pressewirksamen Skandals mit Schmähungen überhäuft. Es befindet sich heute in der Louise and Walter Arensberg Collection des Philadelphia Museum of Art, Philadelphia.

Goyescas (Granados)

Hauptzollamt München

  • Das ehemalige Hauptzollamt München ist ein Gebäude­komplex aus dem Jahr 1912 an der Lands­berger Straße 122–132 im Münchner Stadt­teil Schwan­thal­erhöhe. Von der Eröffnung bis 2004 war darin das Haupt­zollamt München I untergebracht, seitdem wird es von einzelnen Abteilungen der Bundes­zoll­verwaltung genutzt. Die Bauten wurden in einer Mischung aus spätem Jugendstil und Refor­marchitektur errichtet, sie gelten als Beispiel der „monumentalen Bauweise der Prinz­regenten­zeit“ und „repräsentieren nach außen die Größe und Eigenständigkeit des bayerischen Königreiches“. Markant ist das massive, 180 m lange ehemalige Lager­haus mit einer gläsernen Kuppel. Ihre Spitze ist 45 m hoch und wirkt „wie ein Kristall“, der aus der Mitte des Gebäudes herauswächst. Durch seine Lage neben der Donners­berger­brücke zwischen der Landsberger Straße und den Bahn­gleisen ist das Gebäude sehr präsent im Stadt­bild und kann sowohl vom Mittleren Ring auf der Donners­berger­brücke wie von allen in den Haupt­bahnhof München einfahrenden oder diesen verlassenden Zügen gesehen werden. (Artikel des Tages)

Kali- und Steinsalz­bergwerk Conow

  • Das Kali- und Steinsalz­bergwerk Conow war ein Salzbergwerk im Ortsteil Conow der Gemeinde Malliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Von 1914 bis 1926 wurden dort Stein- und Kalisalze gefördert. Bis 1914 wurde die Schachtröhre bis zu einer Tiefe (Teufe) von 594 m voran­getrieben und ab 1916 bis 1917 auf die Endteufe von 720 m fertig­gestellt. Neben diesem Tagesschacht bestand das Bergwerk aus vier Haupt- und acht Teilsohlen, die durch fünf Blindschächte verbunden waren. Der aufgefahrene Gesamt­hohlraum betrug 434.000 m3. Das kurz Kaliwerk Conow genannte Salzbergwerk war das erste in Deutschland, das nach der absatz­bedingten Stilllegung im Jahre 1926 aus Sicher­heits­gründen mit Salzlösungen aus dem sogenannten Gipshut des Salzstockes Conow geflutet wurde. Mit der Einleitung bereits mit Salz gesättigter Lösungen sollte das untertägige Auflösen der Salzpfeiler zwischen den Abbauen minimiert werden. Einbrüche des Deckgebirges und damit verbundene Schäden an der Tages­oberfläche sollten verhindert werden. (Artikel des Tages)

Kunstwettbewerbe bei den Olympischen Spielen

  • Kunstwettbewerbe bei den Olympischen Spielen wurden von 1912 bis 1948 ausgetragen. Die Idee dazu geht auf Pierre de Coubertin (siehe Foto) zurück, den Begründer der modernen olympischen Bewegung. Im Mai 1906 organisierte de Coubertin eine Konferenz in Paris, zu der neben IOC-Mitgliedern auch Vertreter von Künstlerorganisationen eingeladen waren. Die Konferenz endete mit einem Auftrag an das IOC, Kunstwettbewerbe durchzuführen. Die eingereichten Kunstwerke mussten dabei vom Sport inspiriert sein. Medaillen wurden für Werke verliehen, die einen Bezug zum Sport aufwiesen, und zwar in den fünf Bereichen Architektur, Literatur, Musik, Malerei und Bildhauerei. Die Kunstwettbewerbe wurden 1954 endgültig aus dem Programm der Olympischen Spiele gestrichen. 1956 nahmen kulturelle Veranstaltungen den Platz der Kunstwettbewerbe ein. Während sämtliche Athleten die strengen Regeln des Amateurstatus befolgen mussten, waren Künstler auch dann teilnahmeberechtigt, wenn sie mit der Kunst ihren Lebensunterhalt verdienten. (Artikel des Tages)

Novelle "Der Tod in Venedig" (Mann)

  • Mit Mitte 30 verfasste Thomas Mann diese Novelle, die vor autobiografischen Elementen geradezu strotzt. Er schildert das Verhängnis einer Künstlernatur, wie der Dichter selbst eine war. Dieser Künstler ist der Schriftsteller Gustav Aschenbach, den ein seltsames Fernweh zur Ferienreise nach Venedig lockt. Vor der Kulisse dieser Stadt des Verfalls entspinnt sich für Aschenbach eine ungeheuerliche Romanze - zu einem halbwüchsigen Knaben. Ganz der vergeistigte Romancier, vergöttert er den blondgelockten Jüngling als Ideal der Schönheit und als lebendig gewordenes Kunstwerk. Es dauert eine Weile, bis er sich eingesteht, dass er das Unvorstellbare für den Jungen empfindet: Liebe. Spätestens jetzt beginnt sein Abstieg, wird sein zuvor maßvolles und diszipliniertes Leben brüchig und endet schließlich in rauschhafter Verzückung - und dem Tod in Venedig. Thomas Mann stattete seine meisterhafte Novelle mit einem reichen mythologischen und ästhetischen Subtext aus. Die typisch Mann’sche Künstlerproblematik, die Themen Tod, Verfall und Auseinanderbrechen bürgerlicher Wertmaßstäbe finden sich, wie so häufig im Werk des großen Dichters, auch hier. (getAbstract)

Oper "Ariadne auf Naxos" (Strauss)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Ein schwerreicher Mann, der gar nie auftritt. Eine tragische Primadonna und eine Komödiantin auf derselben Bühne. Das ist Theater im Theater. Das ist die Oper «Ariadne auf Naxos», mit der vielleicht schönsten Musik des Komponisten Richard Strauss. In einer Zweitfassung hatte «Ariadne» 1916 Premiere. Nur wenige Jahre also nach den musikalisch progressiven Strauss-Opern «Salome» und «Elektra». Und trotzdem sagt Strauss, seine «Ariadne» sei «modernste» Musik seiner Zeit. Inwiefern sich das heute noch behauptet, wie Primadonna und Komödiantin sich vertragen und was das Orchester zu all dem zu sagen hat - darum geht es in der Diskussion mit fünf Aufnahmen. Gäste von Benjamin Herzog sind der Operndramaturg Fabio Dietsche und die Schauspielerin Désirée Meiser. (SRF Diskothek im Zwei 2017)

Pierrot lunaire (Schönberg)

  • Dreimal sieben Gedichte aus Albert Girauds Pierrot lunaire, op. 21, − allgemein bekannt unter dem Namen Pierrot lunaire − ist ein Melodrama von Arnold Schönberg.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • «Der Kammermusikverein - sonst die Stätte für schönes Können und Gönnen wude gestern zur Stätte hässlich schrillen Streites.» - schreibt ein Kritiker, nachdem er zum ersten Mal Pierrot Lunaire von Arnold Schönberg gehört hatte. Er war nicht allein mit der Ueberforderung: denn die dreimal sieben Gedichte sollten nicht von einer Sängerin, sondern von einer Sprechstimme zum Teil gesprochen, zum Teil aber auch gesungen werden. Auch das Setting war aussergewöhnlich: am Bühnenrand stand allein die Schauspielerin, hinter ihr verdeckten Paravants den Blick auf das siebenköpfige Instrumental-Ensemble. Nur ab und zu wurde ein Dirigentenstöckchen sichtbar - und das lag in der Hand von Schönberg selbst. Gäste von Gabriela Kaegi sind Désirée Meiser, Schauspielerin und Sängerin, und Musikjournalist Thomas Meyer. (DRS2 Diskothek im Zwei)

Republik China

  • Die Republik China, auch Republik China auf Taiwan oder gemeinhin Taiwan genannt, befindet sich auf der ost­asiatischen Insel Taiwan und umliegenden Inseln. Aufgrund der Ein-China-Politik wird sie nur von wenigen Staaten offiziell als Staat anerkannt. Die Volks­republik China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz, woraus der Taiwan-Konflikt resultiert. Taiwan kämpft um seine Eigen­staatlich­keit. Gegründet wurde die Republik China auf dem Fest­land am 1. Januar 1912 nach dem Sturz des letzten Kaisers Pu Yi. Seit der Gründung der Volks­republik China 1949 und dem Ende des Chinesischen Bürger­kriegs 1950 beschränkt sich das effektive Staats­gebiet der Republik China nur noch auf die Insel Taiwan (mit Neben­inseln und den Penghu-Inseln) sowie die dem Festland vorgelagerten Insel­gruppen Kinmen und Matsu, sowie die Dongsha-Inseln und die Insel Itu Aba. Das politische und staats­rechtliche Verhältnis der Republik China zur Volks­republik China ist bis heute heikel. Die meisten Staaten haben seit 1971 die Volks­republik China anstelle der Republik China diplomatisch anerkannt. (Artikel des Tages)

Schiff "RMS Titanic"

  • Die RMS Titanic war ein Passagier­schiff der britischen Reederei White Star Line. Sie wurde auf der Belfaster Werft Harland & Wolff gebaut und war bei der Indienst­stellung am 2. April 1912 das größte Schiff der Welt. Auf ihrer Jungfern­fahrt kolli­dierte die Titanic am 14. April 1912 gegen 23:40 Uhr mit einem Eisberg und sank zwei Stunden und 40 Minuten nach dem Zusammen­stoß im Nord­atlantik. Dabei kamen zwischen 1490 und 1517 der über 2200 an Bord befindlichen Personen ums Leben. Wegen der hohen Opfer­zahl zählt ihr Unter­gang zu den großen Katas­trophen der Seefahrt. Folge des Un­glücks waren zahlreiche Maß­nahmen zur Verbes­serung der Sicherheit auf See. Diese umfassten die aus­reichende Aus­stattung mit Rettungs­booten, Besetzung der Funk­stationen rund um die Uhr, Errichtung der inter­natio­nalen Eis­patrouille sowie den Abschluss des ersten inter­natio­nalen Überein­kommens zum Schutze des mensch­lichen Lebens auf See. (Artikel des Tages)

Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn

  • Die Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn (SGU) ist ein vormals eigenständiger Straßenbahnbetrieb im damaligen südöstlichen Umland Berlins. Er umfasst eine etwa acht Kilometer lange Strecke von Grünau bis zum Ortskern der Landgemeinde Schmöckwitz. Auf der am 9. März 1912 eröffneten Bahn verkehrten während der ersten drei Monate Benzoltriebwagen, die danach durch elektrische Triebwagen abgelöst wurden. Im Zuge des Groß-Berlin-Gesetzes von 1920 wurde das Gebiet entlang der Strecke nach Berlin eingemeindet und die Bahn somit von der Berliner Straßenbahn übernommen. Mit dem Anschluss an das Netz 1925 übernahm die Linie 86, seit 1993 als Linie 68, die Bedienung der Strecke. Während der Olympischen Sommerspiele 1936 diente sie als Zubringer zu den Tribünen der Grünauer Regattastrecke. Ab 2006 planten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mehrfach die Stilllegung der Bahn; deren Erhalt konnte aber im Mai 2011 gesichert werden. Die Uferbahn zählt zu den landschaftlich schönsten Straßenbahnstrecken Berlins.

The Scale of the Universe

  • Von der Panck-Länge bis zum ganzen Universum - was für eine atemberaubende Reise; erst recht, wenn sie so hübsch und liebevoll dargeboten wird wie in dieser interaktiven Seite. (htwins.net) (Rk)

Quellen

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.