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664

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ANGELSACHSEN

Northumbria:

  • König Oswiu (651-670)
    Synode von Whitby
    September: Oswiu beruft die Synode von Whitby ein, die den römisch-katholischen Ritus für Northumbria und damit auch für Deira festlegt. Ealhfrith unterstützt die römisch-katholische Position gegen die iroschottische Tradition, was zu Spannungen mit seinem Vater Oswiu führt. Nach der Synode verschwindet Ealhfrith aus den Quellen, sein weiteres Schicksal ist unklar. Oswiu bringt nun seinen Sohn Ecgfrith als Unterkönig von Deira in Stellung. Der ehemalige Bischof von Dorchester, Agilbert, nimmt an der Synode teil und spielt eine wichtige Rolle in den Diskussionen in denen er den römischen Standpunkt unterstützt. Auch der Abt des Klosters Ripon, Wilfrid spielt bei der Synode eine bedeutsame Rolle; auch er vertritt den römischen Standpunkt; er wird zum Bischof von York gewählt und in Compiègne geweiht, da es in England zu wenige Bischöfe für die Weihe gibt; das Amt tritt er aber erst im Jahr 669 an.
  • Unterkönig Ealhfrith (Deira, 655-664)
  • Unterkönig Ecgfrith (Deira, 664-670)
    Nach dem Verschwinden seines Halbbruders Ealhfrith wird Ecgfrith Unterkönig von Deira unter der Oberherrschaft seines Vaters Oswiu
    664-670: Ecgfrith ist mit Æthelthryth, Tochter des Königs Anna von East Anglia, verheiratet. Die Ehe bleibt kinderlos, da Æthelthryth ein Keuschheitsgelübde abgelegt hat.
  • Bischof Colman von Lindisfarne (661–664)
    Teilnahme an der Synode von Whitby; Verteidigung des keltischen Ritus, insbesondere bei der Osterberechnung. Nach Entscheidung für den römischen Ritus legt Colman sein Amt nieder und verlässt mit irischen und einigen englischen Mönchen Lindisfarne. Rückkehr ins Kloster Iona in Schottland, mit Reliquien des hl. Aidan
  • Bischof Chad (York, 664–669)
    Nach dem Tod seines Bruders Cedd an der Pest wird Chad Abt des Klosters Lastingham und wird noch in diesem Jahr zum Bischof von York durch König Oswiu berufen, nachdem Bischof Wilfrid nach Gallien gereist ist. Chad wird auch mit der Zuständigkeit für Lindisfarne betraut. Seine Weihe erfolgt unter ungewöhnlichen Umständen, da der Erzbischof von Canterbury verstorben ist und andere Bischöfe nicht verfügbar sind. Chad lässt sich daher von Bischöfen der walisischen Kirche weihen, was später als nicht regelkonform beanstandet wird.
  • Der künftige Bischof Eata ist Abt in Lindisfarne (664–678)
  • Cuthbert, Prior des Klosters Melrose, übernimmt des Amtes des Priors in Lindisfarne, nachdem Eata dort Abt geworden ist. Umsetzung der Synode von Whitby (Einführung des römischen Ritus).
  • Fortsetzung 665

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

  • König Swithhelm (660-664)
    Swithhelm stirbt vermutlich 664, möglicherweise im Zusammenhang mit der Pest, die England in diesem Jahr heimsucht.
  • König Sighere (um 664-690) und Sebbi (664–694)
    Nach dem Tod von König Swithhelm wird Sighere gemeinsam mit Sebbi König von Essex; Sighere und Sebbi regieren jeweils einen Teil von Essex. Eine große Seuche bricht in Britannien aus; viele Ostsachsen kehren zum Heidentum zurück; auch Sighere wendet sich dem Heidentum zu, Sebbi bleibt Christ. Sighere erkennt die Oberherrschaft von Wulfhere von Mercia an („Sighere Rex … Regi Uulfhero subjectus“)
  • Fortsetzung 673

Königreich Kent

  • König Earconberht I. (640–664)
    0714D: Tod von Earconberht I. und Erzbischof Deusdedit am selben Tag
  • König Ecgberht I. (664–673)
    Ecgberht I., Earconberhts Sohn, wird König von Kent. Seine Mutter Seaxburh übernimmt zunächst die Regentschaft, da Ecgberht vermutlich noch minderjährig ist.
    664–673: Ecgberhts Herrschaft ist geprägt von diplomatischen und kirchlichen Kontakten. Er empfängt bedeutende Persönlichkeiten wie Wilfrid und Benedict Biscop und unterstützt Reisen von Erzbischof Theodore und Abt Adrian nach Gallien. Nach der sogenannten Kentischen Königssage lässt Ecgberht, auf Anraten seines Beraters Thunor, seine Vettern Æthelred und Æthelberht töten, um seine Herrschaft zu sichern. Als Wergeld überlässt er deren Schwester Domne Eafe Land auf der Isle of Thanet, wo sie das Kloster Minster-in-Thanet gründet
  • Erzbischof Deusdedit von Canterbury (655–664)
    Deusdedit ist krank und kann nicht an der Synode von Whitby teilnehmen, die über die Ausrichtung der englischen Kirche entscheidet; er stirbt am selben Tag wie Earconberht.
  • Bischof Ithamar (Rochester, 644-655/664)
  • Fortsetzung 668

WESTGOTEN

FRÄNKISCHES REICH

Neustrien-Burgund

Austrasien

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

  • Herzog Lupus (660/663-666)
    um 664: Lupus entfacht einen Aufstand gegen den langobardischen König. Um einen Bürgerkrieg zu vermeiden, stiftet der König die Awaren an, ins Friaul einzufallen

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

Fortsetzung 665

GROßBULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

DABUYIDEN

ARABER

(42/43 - Jahreswechsel 14./15. April)

Umayyaden

  • Kalif Muʿāwiya I. (661–680)
    664–665: Weitere Feldzüge in Anatolien und gegen byzantinische Gebiete
  • Statthalter Amr ibn al-As (Ägypten, 658-664)
    Um 663/664 stirbt Amr über 79-jährig eines natürlichen Todes, wird am Fuß der Mokattam-Hügel östlich von Fustat anonym bestattet und hinterlässt siebzig Säcke Gold-Dinare, deren Erbschaft seine Söhne ablehnen, sodass Muʿawiya sie einzieht. Sein Ruf bei ägyptischen arabischen und koptischen Autoren ist überwiegend positiv: muslimische Traditionen loben seine Führungsstärke, Gerechtigkeit und Frömmigkeit, während der koptische Chronist Johannes von Nikiu zwar seine Härte gegenüber den Ägyptern beklagt, ihm aber zugutehält, dass er Kirchenvermögen verschont und keine Plünderungen kirchlicher Güter zulässt. Die moderne Forschung bestätigt Amrs hohe militärische und politische Kompetenz und betont, dass sein rascher, in etwa zwei Jahren vollzogener Feldzug Ägypten dauerhaft in die islamische Welt integriert, auch wenn die Bevölkerung noch lange mehrheitlich nichtarabisch und nichtmuslimisch bleibt. Lange nach seinem Tod bleiben Amrs Güter in Palästina im Besitz seiner Nachkommen bis ins 10./11. Jahrhundert; seine Enkelin Umm Abd Allah heiratet den umayyadischen Vizekönig von Ägypten ʿAbd al-Aziz ibn Marwan, während die in Medina erblichen Ländereien zunächst von den Abbasiden eingezogen und später auf Fürsprache seiner Urenkelin ʿAbida al-Hasna wieder freigegeben werden.
  • Statthalter Abd Allah ibn Amr ibn al-As (Ägypten, 664)
    Nach dem Tod von ʿAmr ibn al‑ʿAs wird zunächst dessen Sohn ʿAbd Allah für einige Wochen zum Gouverneur von Ägypten ernannt, dann jedoch abgesetzt, und Utba ibn Abi Sufyan übernimmt das Gouverneursamt.
  • Statthalter Utba ibn Abi Sufyan (Ägypten, 664–665)
    Als Gouverneur stärkt Utba die muslimisch‑arabische Präsenz in Ägypten und hebt den politischen Rang Alexandrias, indem er 12'000 arabische Soldaten in die Stadt verlegt und dort einen Dār al‑Imāra (Gouverneurspalast) errichten lässt. Dieser Dār al‑Imāra ist als Residenz des arabischen Provinzgouverneurs gedacht, dessen eigentlicher Verwaltungssitz sich in Fustat befindet, und Utba gilt in den arabischen Quellen als erster arabischer Gouverneur Ägyptens, von dem ausdrücklich berichtet wird, dass er Alexandria besucht, auch wenn ʿAmr ibn al‑ʿAs nach al‑Baladhuri implizit ebenfalls als Gouverneur in die Stadt einzieht. Trotz der Verstärkung der Garnison bleibt Utba besorgt, dass die Truppenzahl in Alexandria im Verhältnis zur starken örtlichen christlichen Bevölkerung unzureichend ist.
  • Statthalter ʿUqba ibn Nāfiʿ (Ifrīqiya, 1. Amtszeit 662–674)
  • Imam Hasan ibn ʿAlī (661-670)
  • Papst und Patriarch Agatho von Alexandria (661–677)
  • Klientelfürst Adarnase II. (650-684/685)
  • Fortsetzung 665

INDIEN

Nepal

Chalukya

Östliche Chalukya

Pallava

Anuradhapura

TIBET

KHMER

Chenla

CHAMPA

CHINA

(55./56. / 56./57. Zyklus - Jahr der Holz-Ratte; am Beginn des Jahres Wasser-Schwein)

Tang-Dynastie

KOREA

Goguryeo

Silla

JAPAN

QUELLEN

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07.12.2023 Artikel eröffnet

03.02.2024 Grundstock erstellt

04.07.2025 Grundstock ergänzt

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