507
WELTALL
- beim nächsten Eintrag: Fortsetzung 512
MAYA
Palenque
- 496: 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist Fortsetzung 524
- 490: 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)
Tikal
- 504: Lady of Tikal 1. September 504: Geburt von Lady von Tikal in Tikal
- Fortsetzung 508
- 488: Im Jahr 488 ist die Einweihung von Stela 3 bereits erfolgt, und diese Einweihung liegt nach der Thronbesteigung von Chak Tok Ichʼaak II. Die Quelle nennt außerdem, dass seine erste Erwähnung in einer Inschrift zwei Jahre vor dieser Einweihung liegt.
- 486: Chak Tok Ichʼaak II besteigt den Thron von Tikal um 486 und regiert ab diesem Zeitpunkt als Ajaw der Maya-Stadt Tikal. Er ist der Sohn von Kʼan Chitam und Lady Tzutz Nik, der Tochter von Tzik'in Bahlam, dem Herrscher von Naranjo. Ajaw Kʼan Chitam (458-486)
Copan
- 504: Beginn der Herrschaft: Bʼalam Nehn besteigt den Thron von Copán als siebter Herrscher nach der Dynastiegründung durch Kʼinich Yax Kʼukʼ Moʼ. Er ist der erste König, der seine Position in der Dynastielinie explizit in einer Inschrift festhält und erklärt, siebter Herrscher zu sein. - 504–544: Bʼalam Nehn initiiert bedeutende Bauprojekte auf der Akropolis von Copán, darunter die Überbauung eines früheren Palastes mit neuen, wichtigen Strukturen. Bʼalam Nehn ist Vater von Wil Ohl Kʼinich und Tzi-Bʼalam, die später ebenfalls Könige von Copán werden Fortsetzung 544
PIKTEN
- 480: Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. König Nechtan Morbet (456–480)
- Fortsetzung 510
KELTEN
Ulaid
- 496: Im Jahr 496/498 verzeichnen die Annalen die Erstürmung von Dún Lethglaise, also Downpatrick im heutigen County Down. Der Text verbindet dieses Ereignis möglicherweise mit dem Aufstieg des Dál Fiatach in diesem Gebiet, das später ihre Machtbasis wird.
- Fortsetzung 509
- 489: Muiredach Muinderg mac Forggo stirbt im Jahr 489. Er ist König von Ulaid aus dem Dál Fiatach und der Vater von Eachaid mac Muiredaig Muinderg. Für dieses Jahr nennt der Text außerdem, dass die Annalen von Tigernach ihm eine Regierungszeit von 489 bis 509 geben. König Muiredach Muinderg (465–489) Erster historischer König mit Wiki-Artikel
- Liste der Könige
Connacht
- 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
- 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
- Fortsetzung 530
- Könige von Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
Dalriada
- König Domangart I. (501–507)
Tod von Domangart I. Comgall, Sohn von Domangart mac Fergus und Enkel von Fergus Mór mac Erc, wird König von Dalriada und übernimmt die Herrschaft über Cowal. - König Comgall (507–538)
- Fortsetzung 538
- 501: Domangart I. folgt um 501 seinem Vater Fergus mac Erc auf den Thron. Er ist von 501 bis 507 einer der frühen Könige des irisch-schottischen Königreichs Dál Riata. Ob er den Königstitel trägt, ist nicht gesichert
- König Fergus I. (500–501)
- Fortsetzung 507
- 500: Domangart I., auch Domangart Réti, kommt um das Jahr 500 mit seinem Vater Fergus mac Erc und dessen Brüdern von Nordirland nach Alba in Schottland. Dort gründen sie das neue Königreich Dalriada.
Gwynedd
- um 500: Beginn der Herrschaft als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters - um 500–510 Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515 - um 500–520 Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird
- Fortsetzung 520
ANGELSACHSEN
- 495: Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
- Fortsetzung 508
Königreich Kent
- 488: Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
- Fortsetzung 512
- 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
- 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
- 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
- 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
- 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Alarich II. (484–507)
Im Jahr 507 setzt sich der Konflikt mit den Franken fort. Im Sommer umzingelt eine von Chlodwig geführte Koalition das westgotische Reich, und Alarich hält sich in Poitiers auf. In der Schlacht von Vouillé werden die Westgoten im Spätsommer vernichtend geschlagen. Alarich wird auf der Flucht gefangen genommen und erschlagen; möglicherweise fällt er auch im Kampf oder wird von Chlodwig selbst getötet. Nach seinem Tod wird sein ältester Sohn Geisalic von der Versammlung der Gothen zum König gewählt, während der fünfjährige Amalarich von dem Schlachtfeld nach Spanien entkommt und später nach Italien zu Theoderich dem Großen gelangt. Mit der fränkischen Annexion des größten Teils des gallischen Herrschaftsbereichs der Westgoten endet das Tolosanische Reich. Der Text nennt außerdem, dass die Vorbereitungen für ein zweites Konzil im Jahr 507 durch Alarichs frühen Tod verhindert werden. - König Gesalech (507–511)
Gesalech tritt die Herrschaft an, nachdem sein Vater in der verlorenen Schlacht von Vouillé gegen die Franken gefallen ist. Er erlangt die Herrschaft zwar als Erbe seines Vaters, doch scheint bei seiner Erhebung auch ein Wahlakt stattgefunden zu haben, der mehr als nur formelle Bedeutung hat. Dies wird als Wiederaufleben des westgotischen Wahlrechts gedeutet; bei der Erhebung von Gesalechs Vater Alarich im Jahr 484 hat es keine echte Königswahl gegeben, sondern nur eine „Bestätigung“ der Erbfolge durch die Wahlberechtigten. Gesalech ist ein schwacher König. Nach der vernichtenden Niederlage seines Vaters flieht er nach Barcelona in den hispanischen Teil seines Reichs, der nicht von den Franken bedroht ist. Er kann die siegreichen Franken nicht daran hindern, das gallische Herrschaftsgebiet der Westgoten größtenteils zu erobern. Damit ist der Zusammenbruch des nach der Hauptstadt Tolosa (Toulouse) benannten Tolosanischen Reichs der Westgoten besiegelt. - Fortsetzung 508
- 506: Im Jahr 506 erlaubt Alarich die Abhaltung des Konzils von Agde und gibt Cäsarius die Möglichkeit, die Bischöfe einzuladen und das Konzil in der Kirche Saint-André d’Agde zu leiten. Der Text nennt, dass dort zahlreiche Bischöfe empfangen werden und dass der König die Einheit des christlichen Glaubens zwischen Nicäern und Arianern anstrebt, auch wenn die dogmatischen Unterschiede bestehen bleiben. Ebenfalls 506 veröffentlicht Alarich in Toulouse, seiner Hauptstadt, in Aire-sur-l’Adour den Lex Romana Visigothorum, der als Breviarium Alaricianum bekannt ist. Der Text beschreibt dieses Gesetzbuch als Sammlung römischen Rechts für seine romanischen Untertanen. Außerdem bricht im Jahr 506 in Spanien eine Rebellion des Pierre aus, gegen die Alarich seine Truppen einsetzt, während Chlodwig die geschwächte Aquitanische Zweite angreift.
- Fortsetzung 507
- 502: Um 502 wird Frieden geschlossen. Alarich und Chlodwig treffen sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen. Der Text ordnet dieses Ereignis als vorläufige Friedensphase nach den vorangegangenen Kämpfen ein.
- um 502: Geburt Amalarichs als Sohn von Alarich II. und einer Tochter Theoderichs des Großen
- 501: Im Jahr 501 schickt Alarich Cäsarius von Arles nach Bordeaux ins Exil. Cäsarius ist Metropolit von Arles und gilt als gefährlich. Der Text hält fest, dass Alarich ihn später wieder aus diesem Exil befreit.
- 500: Um 500 schließt Alarich Frieden mit Chlodwig. Der Text beschreibt, dass Alarich und Chlodwig sich auf einer Insel der Loire an der Grenze zwischen ihren Reichen treffen. Dieser Frieden beendet vorerst die militärischen Spannungen, ohne sie dauerhaft zu lösen.
- 497: Auch 497 gehört zur Rebellion des Burdunellus. Die Unruhe in Spanien steht im Text neben den fränkischen Angriffen auf die Aquitanische Zweite und der Einnahme von Burdigala, wo der fränkische König den General Suatrius gefangen nimmt.
- 496: In den Jahren 496 bis 497 kommt es zur hispano-römischen Rebellion des Burdunellus. Der Text verbindet diese Entwicklung mit der begonnenen westgotischen Implantierung im Norden Spaniens. Gleichzeitig greifen die Franken die Aquitanische Zweite an.
- 490: Im Jahr 490 schickt Alarich ein Heer gegen Odoaker nach Pavia. Dieses Heer ist nicht mehr die große Eroberungsarmee seines Vaters, sondern eher eine Truppe, die Ordnung herstellt und gegen die Bagaude von Tarraconaise kämpft. Der Text stellt in diesem Zusammenhang auch dar, dass Alarich die westgotische Präsenz im Norden Spaniens ausbaut und damit die Entwicklung im Reich beeinflusst.
- 487: Falls die Auslieferung Syagrius’ später erfolgt, kann sie auch in das Jahr 487 fallen. Der Text nennt dazu, dass Chlodwig seine stärkere Stellung in Gallien als mögliches Motiv für die westgotische Nachgiebigkeit deuten kann. Alarich versucht weiterhin, einen Krieg mit den Franken zu vermeiden und hält am bisherigen Friedensvertrag fest.
- 486: Im Jahr 486 flieht der von den Franken besiegte Syagrius in das Westgotenreich. Alarich liefert ihn zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig I. aus, um einen Krieg mit den Franken zu vermeiden. Im selben Zeitraum sendet Alarich westgotische Truppen nach Italien, um seinen Schwiegervater Theoderich den Großen im Kampf gegen Odoaker zu unterstützen. Außerdem kommt es zu Kämpfen zwischen Franken und Westgoten, und die Franken dringen bis Bordeaux vor.
- 484: Alarich II. folgt 484 seinem Vater Eurich als König der Westgoten. Er ist beim Antritt seiner Herrschaft noch sehr jung und übernimmt ein Reich, das sich über den größten Teil der Iberischen Halbinsel, Aquitanien und den größten Teil der Provence erstreckt. Seine Herrschaft beginnt damit, dass er als arianischer König über ein Reich mit katholischer romanischer Bevölkerung regiert. In diesem Zusammenhang hält er an dem Frieden mit den Franken fest, den sein Vater geschlossen hat. König Eurich (466–484)
Burgunden
- König Sigismund in Genf (501–524)
- König Gundobad in Lyon (480–516)
507–508: Im Bündnis mit Chlodwig I. zieht Gundobad gegen die Westgoten. Nach dem Sturz Alarichs II. beteiligt er sich an der Eroberung von Toulouse, verliert aber die Provence an die Ostgoten unter Theoderich. - Bischof Avitus von Vienne (494-518)
- Fortsetzung 510
- 506: Sigismund: Ernennung zum Unterkönig durch seinen Vater Gundobad, Residenz in Genf; offizieller Übertritt vom Arianismus zum Katholizismus
- Fortsetzung 507
- 501: Sigismund wird als Nachfolger Godegisels im nördlichen Teil des Burgunderreichs eingesetzt
- 501: Gundobad wendet mit Hilfe der Westgoten das Blatt, erobert sein Reich zurück, tötet Godegisel in Vienne und seine Gegner. Nach dem Sieg setzt er sich als Alleinherrscher durch.
- 500: Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
- um 497: Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
- um 492/494: Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
- 490: Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
- ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
- 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.
Fränkisches Reich
- König Chlodwig I. (481/482–511)
- Schlacht von Vouillé
Chlodwig erklärt den Westgoten den Krieg. Obwohl er vorgibt, einen religiös motivierten Feldzug gegen den Arianismus zu führen, stößt er bei den gallorömischen Einwohnern Aquitaniens nicht auf die erhofften Sympathien. Im Spätsommer findet die Schlacht von Vouillé oder Campus Vocladeus bei Poitiers statt; nach anderen Thesen gilt Voulon als wahrscheinlicherer Ort. Die Franken stossen von Tours aus auf Bordeaux vor und treffen möglicherweise bei Vouillé, wahrscheinlicher bei Voulon, auf die Westgoten. Die Westgoten werden vollständig geschlagen, König Alarich II. fällt vermutlich durch die Hand Chlodwigs, und seine Armee zieht sich nach Süden zurück. Im Tal der Vienne auf der Höhe von Civaux entsteht die überlieferte Legende vom Ende der Schlacht: Chlodwig sucht mit seinem merowingischen Heer nach langer Reise einen Übergang durch das Hochwasser der Vienne, ein Reh zeigt ihm die Stelle einer Furt, die Armee überquert den Fluss und beendet die Schlacht siegreich. Unter den Hufen des königlichen Pferdes entspringt eine Quelle, die Soldaten werden versorgt, die Pferde getränkt, und die Überlebenden werden in Civaux getauft. Eine große Anzahl vorhandener Sarkophage bietet die Gelegenheit, die in der Schlacht Gefallenen zu begraben. - Ab 507 lässt Chlodwig das Volksrecht der salischen Franken in der Lex Salica kodifizieren.
- Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Fortsetzung 508
- 506: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum zweiten und entscheidenden Mal. Daneben vereint er die Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft. Er schaltet Sigibert von Köln, dessen Sohn Chloderich sowie seine Verwandten Chararich und Ragnachar aus und beseitigt sie. Die Chronologie dieser Vorgänge ist im Text ausdrücklich als unsicher bezeichnet. Zugleich wird für 506/7 in der neueren Forschung sogar ein Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Kaiser Anastasius in Betracht gezogen. In diesem Zusammenhang wird vermutet, Chlodwig habe vielleicht erst dann den römischen Glauben angenommen und oströmische Unterstützung beim Angriff auf die arianischen Westgoten erhalten.
- 506:Nach dem Sieg der merowingischen Franken über die Alamannen im Jahr 506 in einer Schlacht wohl in der Nähe von Straßburg endet die politische Autonomie dieses Stammverbandes endgültig. Danach nimmt man allgemein an, dass die Franken ihrem Expansionsdrang weiter im Osten, vor allem in Rätien, nachgehen werden. Der Ostgotenkönig Theoderich der Große trifft die nötigen Vorsichtsmaßnahmen und bringt sein Heer an Hochrhein und Iller in Stellung. Chlodwig beabsichtigt offenbar aber nicht, in dieser Richtung tätig zu werden; seine Interessen liegen im Süden, südlich der Loire.
- Fortsetzung 507
- 502: Bischof Maximianus von Trier (502)
- 500: Chlodwig: Für 500 nennt der Text keinen eigenständigen chronologischen Hauptvorgang, sondern ordnet es in den Zusammenhang von Chlodwigs Machtpolitik ein. Der Text beschreibt generell, dass er Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft vereint und verschiedene Gegner ausschaltet. Außerdem hatte Chrodechild schon vorher auf seine Bekehrung hingewirkt, und Chlodwig kooperiert bereits mit den römischen Bischöfen Galliens.
- ca. 500: Geburt Theudeberts I., Sohn von König Theuderich I. und Suavegotta
- 499: Chlodwig: 499 wird ebenfalls als mögliches Taufjahr genannt. Wie in den anderen genannten Jahren geht es um Chlodwigs Taufe zu Weihnachten durch Bischof Remigius in Reims. Der Text betont, dass die Quellenaussagen dazu nicht genau sind.
- 498: Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
- 497: Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
- 496: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
- Um 495: Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
- 494: Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
- 493: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
- 492: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
- 487: Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
- 486: Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
- 481/482: Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
- 397: Bischof Severin von Köln (397)
Rheinfranken
- König Sigibert von Köln (483-509)
Der fränkische König Chlodwig I. zieht in einem Bündnis mit den Burgundern und den Rheinfranken gegen die Westgoten zu Felde. Die Rheinfranken werden dabei von Chloderich angeführt, wohl in Vertretung für seinen Vater Sigibert I. Sigibert kann wegen einer Kriegsverletzung am Knie, die aus der Schlacht von Zülpich herrührt, nicht mehr gehen. In der Schlacht von Vouillé unterliegen die Westgoten den Franken (Details siehe unter Fränkisches Reich).
Gemäss des französischen Wikipedia-Artikels finden die folgenden Ereignisse bereits in diesem Jahr statt (die deutsche Wikipedia ortet Sigiberts Tod erst nach 508): Anschließend stiftet Chlodwig nach der Überlieferung Chlodérich zum Vatermord an; Chlodérich lässt Sigebert töten und wird kurzzeitig Nachfolger. Danach lässt Chlodwig auch Chlodérich töten und übernimmt die Königsherrschaft über die Rheinfranken. - Fortsetzung 509
- 497: Für 497 nennt der Text dieselbe Schlacht von Zülpich/Tolbiac als möglichen Zeitpunkt; dort wird die Verwundung Sigeberts erneut mit dem Kampf gegen die Alamannen verbunden. Der Text nennt 496 oder 497 als das Jahr der fränkischen Schlacht gegen die Alamannen.
- Fortsetzung 507
- 496: Im Jahr 496 greift das Gebiet von Sigebert nach dem Text erneut in das Geschehen ein, weil die Alamannen sein Reich überfallen. Sigebert ruft Chlodwig zu Hilfe, und beide liefern bei Tolbiac die Schlacht, schlagen die Alamannen und treiben sie zurück. Sigebert wird dabei am Knie verletzt, weshalb er den Beinamen „der Lahme“ erhält. Der Text nennt außerdem, dass er bereits 496 König ist.
- 486: Im Zusammenhang mit der Schlacht von Soissons im Jahr 486 steht, dass Sigebert daran **nicht** teilnimmt. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die rückwärtigen Räume der fränkischen Reiche gegen die Alamannen zu schützen.
- 469: Sigibert: Über das Jahr 469 nennt der Text nur, dass die Angabe von Sigeberts Herrschaftsbeginn wahrscheinlich später als 469 liegt. Außerdem steht dort, dass Sigemer 469 in Lyon eine burgundische Prinzessin heiratet, um gegen den alamannischen Druck zusammenzustehen. Danach folgt eine Phase der Spannung mit den salfränkischen Franken.
Thüringer
- um 506–510: Herminafried: Heirat mit Amalaberga, Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen Fortsetzung 516
- ab 500/510: Herminafried: Gemeinsame Herrschaft mit den Brüdern Baderich und Berthachar über das Thüringerreich
Vandalen
- 500: Heirat mit Amalafrida, einer Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich, zur Festigung eines Bündnisses mit den Ostgoten
- Fortsetzung 508
- 496: Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLX = 1260)
- König Theoderich der Große (474–526)
Theoderich der Große nimmt einen Teil der Alamannen unter seinen Schutz. - Konsul Venantius
Im Jahr 507 ist Venantius zusammen mit dem oströmischen Kaiser Anastasios I. Konsul. Venantius ist zu diesem Zeitpunkt noch jung. Er ist der Sohn des einflussreichen Petrus Marcellinus Felix Liberius, und die Verleihung seines Ehrentitels erfolgt größtenteils aufgrund der Verdienste seines Vaters. Außerdem trägt Venantius die Ehrentitel comes domesticorum vacans, vir clarissimus und vir illustris. - Papst Symmachus (498–514)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 509
- 506: *Venantius Im Jahr 506 erwähnt Ennodius in einem weiteren Brief, dass dieser Venantius mit ihm durch Blutsverwandtschaft verbunden ist, also durch proximitas sanguinis.
- Fortsetzung 507
- 505/506: Theoderich bestätigt erneut die Position von Symmachus, Laurentius muss Rom verlassen und stirbt bald darauf.
- 505: *Venantius Im Jahr 505 empfiehlt Ennodius in einem Brief an Anicius Probus Faustus einen vir clarissimus namens Venantius und bittet darum, ihn zu unterstützen. Dabei betont Ennodius dessen Fähigkeiten und Verdienste.
- 502: Symnachus: Weitere Synoden, Freispruch von allen Vorwürfen am 23. Oktober. Regelung von Kircheneigentum und Ausschluss der Laien vom Kirchenregiment - 502–506: Fortdauernde Konflikte mit Laurentius und dessen Anhängern, teils Straßenkämpfe in Rom. Laurentius residiert im Lateran, Symmachus in der Peterskirche.
- 501: Anschuldigungen und schwere Vorwürfe gegen Symmachus; er behauptet, nur Gott könne ihn richten. Erste Synode zur Klärung.
- 499: Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
- 22. November 498: Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
- 493: Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
- 493: Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich
Langobarden
- 505: Tato: Zwischen 505 und 508 greifen die Heruler unter Rudolf die Langobarden an. Der Anlass liegt nach der Überlieferung darin, dass Rumetruda den Bruder des Herulerführers, der als Gesandter bei den Langobarden gewesen ist, getötet hat. Tato schickt dreimal Gesandte zu den Herulern und bietet an, den Tribut zu erhöhen, um den Frieden zu sichern.
- Fortsetzung 509
- 490: Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
- Um 470: Wacho Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
- Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)
Elias, der Patriarch von Jerusalem, tritt mit Makedonios in Gemeinschaft. Elias hat die Absetzung des Euphemios von Konstantinopel nicht sanktionieren wollen. Gleichzeitig versucht Kaiser Anastasios mit allen Mitteln, Makedonios dazu zu bringen, sich gegen das Konzil von Chalcedon zu erklären. Schmeichelei und Drohungen bleiben ohne Erfolg. Ein Attentäter namens Eukolus wird sogar angeheuert, um Makedonios zu töten. Der Patriarch entgeht dem Schlag und ordnet an, dem Täter monatlich eine feste Menge an Lebensmitteln zu geben. Auch die Menschen von Konstantinopel zeigen Eifer für das Konzil von Chalcedon, mehrfach sogar bis an die Grenze der Aufruhr. Um ungünstige Folgen zu verhindern, ordnet Anastasios I. an, dass der Präfekt der Stadt bei den Prozessionen mitgeht und den Versammlungen der Kirche beiwohnt. - Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)
- Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
- Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- Fortsetzung 508
- 506: Friedensschluss mit den Persern nach kriegerischen Auseinandersetzungen (502–506), weitgehende Sicherung der alten Reichsgrenzen. - Erste Hälfte der Regierung: Theoderich in Italien als König von Anastasios anerkannt, Aufnahme diplomatischer Kontakte zu Franken-König Chlodwig I.
- 506: Konsul Areobindus Im Jahr 506 bekleidet Areobindus das Konsulat. Der Text nennt dieses Jahr außerdem als das Jahr seiner konsularen Diptychen und als den Zeitpunkt, an dem er in den Quellen mit seinem Amt in Verbindung steht.
- 506: Flavius Celer Im April 506 wartet Celer in Edessa auf einen persischen Gesandten, zieht sich wegen Unruhen zurück und verhandelt in Dara. Nach einer Unterbrechung aufgrund persischen Verrats wird im Herbst 506 ein siebenjähriger Waffenstillstand vereinbart. Ende 506 erhält er in Dara kaiserliche Anweisungen, Steuern nach eigenem Ermessen zu erlassen, und kehrt im November nach Edessa zurück.
- Fortsetzung 507
- 505: Areobindus Im Jahr 505 wird Areobindus nach Konstantinopel zurückgerufen. Dort erhält er das Konsulat für 506, gemeinsam mit Ennodius Messala als Amtskollegen.
- 505: Flavius Celer Im Winter 504/505 besucht Celer den Kaiser in Konstantinopel. Im Jahr 505 zahlt er dem persischen König Kavadh I. 1000 Pfund Gold, um Amida freizukaufen, und ordnet den Bau einer Verteidigungsmauer in Dura Europos an.
- 504: Areobindus Im Sommer führt Areobindus einen größeren Raubzug nach Arzanene aus, trifft dort kaum auf Widerstand und verwüstet weite Landstriche, bevor er nach Amida zurückkehrt. Nachdem sich die römischen Stellungen stabilisiert haben und der Krieg nun auf persisches Gebiet übergeht, stimmt Kavadh einem Waffenstillstand zu, und die Kampfhandlungen enden im Winter.
- 504: Flavius Celer Winter 503/504 verteilt Celer seine Truppen auf Winterquartiere. Im Frühjahr 504 sammelt er die Truppen erneut und zieht über Resaina in der Provinz Mesopotamia, um Patricius bei der Belagerung von Amida zu unterstützen. Er vermeidet Kämpfe mit den Verteidigern, dringt über Callinicum in persisches Gebiet vor, verwüstet die Landschaft und erobert in Arzanene römische Städte zurück, wobei er nur Frauen und Kinder unter zwölf Jahren gefangen nehmen lässt. Im Spätherbst 504 beginnt er nahe Amida Friedensverhandlungen, akzeptiert einen vorläufigen Frieden und gestattet den Belagerten, Amida zu verlassen.
- 503: Magister militum Areobindus Areobindus wird um 460 geboren und entstammt einer Familie des spätrömischen Militäradels. Sein Vater Dagalaifus ist bereits vor 461 Konsul, sein Großvater Areobindus ist 434 Konsul, und über seine Mutter Godisthea ist er mit Ardabur und Aspar verbunden; die Familie gilt offenbar als arianisch. Im Jahr 461 ist sein Vater Dagalaifus Konsul. Damit gehört Areobindus weiterhin zu einer Familie, die im oströmischen Militär- und Kaiserumfeld hoch aufgestiegen ist. Seit 479 ist Areobindus in zweiter Ehe mit Anicia Iuliana verheiratet, einer Tochter des weströmischen Kaisers Olybrius. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Olybrius, der 491 bereits als Kind zum Konsul ernannt wird; aus erster Ehe stammt der Sohn Dagalaifus. Im Jahr 503 ernennt Kaiser Anastasios Areobindus zum magister militum und betraut ihn mit einem Kommando im wieder aufflammenden Perserkrieg. Im Mai 503 belagern Patricius und Hypatius Amida, während Areobindus mit 12.000 Mann bei Dara stationiert ist, um Nisibis und das Heer Schah Kavads I. zu überwachen. Er schlägt einen persischen Angriff von Singara zurück und drängt die Gegner bis Nisibis zurück.
- 503: Flavius Celer Anastasios I. ernennt Flavius Celer zusammen mit Areobindus zu Befehlshabern der römischen Armeen im Krieg gegen Persien, nachdem Uneinigkeiten unter den Kommandanten den militärischen Erfolg gefährden.
- Um 500: Geburt des Vigilius in Rom in eine bedeutende Senatorenfamilie. Sein Vater Johannes war Konsul, sein Bruder Reparatus ebenfalls Senator.
- 498: Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
- 498: Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
- 497: Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
- 496: Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
- 496: Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
- 11. April 491: Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
- 494: Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
- Um 491: Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
- Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
- um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
- 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
- um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea
IBERIA
- 502: Tod von König Wachtang I. in Udscharma (möglicherweise auch erst im Jahr 522, dann wäre er ab 518 ein Klientelkönig der Sassaniden. Nach seinem Tod wird er in der Georgisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt
- Fortsetzung 518
- nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
- um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit
SASSANIDENREICH
- Großkönig Kavadh I. (2. Amtszeit 499–531)
- Josua Stylites
um 507: Josua Stylites verfasst eine Chronik über die Ereignisse im spätantiken Syrien. Der Wert des Werkes, das die Zeit zwischen dem persischen Großkönig Peroz I. und 506 abdeckt, ist umso größer, als es über den römisch-persischen Krieg von 502 bis 506 sowie über die Mazdakitenunruhen im Sassanidenreich ansonsten keine weiteren erhaltenen zeitgenössischen Berichte gibt.
Iberia
Lachmiden
- 503/505: Al-Mundhir III. besteigt den Thron der Lachmiden nach dem Tod seines Vaters oder nach einer kurzen Regentschaft von Abu Ya'fur ibn Alqama. Teilnahme an der Anastasianischen Krieg (Byzanz gegen Persien); Überfall auf Palaestina Salutaris und Arabia Petraea, zahlreiche Römer gefangen genommen.
- Fortsetzung 507
- 502–506: Krieg gegen das Oströmische Reich. Die Perser erobern 503 Amida, werden aber später in wechselhaften Kämpfen zurückgedrängt. 506 wird ein siebenjähriger Waffenstillstand geschlossen
- 499: Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
- 496: Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
- 488: Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
- 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.
HEPHTALITEN
- Buddha-Statuen von Bamiyan
Die kleinere der Buddha-Statuen von Bamiyan im späteren Afghanistan wird erschaffen.
AKSUMITISCHES REICH
- 500: Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
- Fortsetzung 517
HIMYAR
ROURAN
- Kagan Yujiulü Futu (506–508)
Yujiulü Futu sendet dem Kaiser erneut einen Brief und Zobelfell. Der Kaiser antwortet, dass Frieden mit Nord-Wei durch einen Krieg gegen die Gaoche erreicht werden könne. - Fortsetzung 509
- 506: Yujiulü Futu folgt seinem Vater Yujiulü Nagai als Kagan der Rouran nach. Sein erster Schritt besteht darin, Hexi Wuiliba, einen Gesandten der Rouran, zu Kaiser Xuanwu von Nord-Wei zu senden, um Frieden zu schließen. Der Kaiser lässt den Ministern jedoch mitteilen, dass die Rouran Nachkommen von Sklaven seien, dass die früheren Kaiser nur aus Gnade mit ihnen kommuniziert hätten und dass die Rouran bald ihr Land verlieren würden. Kagan Yujiulü Nagai (492–506)
- Fortsetzung 507
INDIEN
Alchon-Hunnen
- Um 497–500: Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
- Fortsetzung 510
- 495–500: Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
- Um 493: Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
- 493: König Mehama (461-493)
Gupta-Reich
- um 500: Invasion der Hunnen: Angriff der Alchon-Hunnen unter Mihirakula und Tormana auf das Gupta-Reich. - um 500–510: Rückzug nach Osten: Narasimhagupta muss sich vorübergehend nach Bengalen zurückziehen
- Fortsetzung 510
- um 495: Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
- um 495: König Budhagupta (476-495)
Vakataka
Westliche Ganga-Dynastie
- 469: Avinita besteigt den Thron der Ganga-Dynastie Fortsetzung 529
Chalukya
- um 500: Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie. Fortsetzung 520
Kamarupa
- 494: Narayanavarman wird König von Kamarupa. Sein Vater, Mahendravarman, stirbt. Fortsetzung 518
- 494: König Mahendravarman (Mahendravarman)
Anuradhapura
- 497: Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. Fortsetzung 515
- 497: König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)
KHMER
Funan
- 503: Der Mönch Mandrasena wird als Gesandter nach China gesendet.
- Fortsetzung 511
- 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
- 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
Chenla
- um 500: Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
- Fortsetzung 530
- um 495: Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Feuer-Schweins; am Beginn des Jahres Feuer-Hund)
Nördliche Wei-Dynastie
- 505: Geburt von Yuwen Tai, dem künftigen Regenten der Westlichen Wei-Dynastie
- Fortsetzung 509
- Um 500: Konsolidierung der Macht am Kaiserhof. Einfluss seiner Mutter, der Kaiserinwitwe, und mächtiger Beamter ist in den ersten Jahren sehr stark.
- 499: Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie.
- 499: Kaiser Xiaowen (471-499)
Südliche Liang-Dynastie
- 503: 1202D: Geburt von Xiao Gang als Sohn von Kaiser Wu
- Fortsetzung 510
- um 503–507: Kriege gegen die Nördliche Wei-Dynastie, Verlust wichtiger Grenzstädte, aber letztlich erfolgreiche Verteidigung und Stabilisierung der Grenze
- 503: Geburt von Lý Bí (später Lý Nam Đế) in Phổ Yên, Thái Nguyên (später Vietnam)
- 502: Sturz der Qi-Dynastie; Xiao Yan wird als Kaiser Wu Di zum ersten Kaiser der Liang-Dynastie proklamiert. Beginn der Ära „Tianjian“ (502–519)
- 464: Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)
KOREA
Goguryeo
- König Munjamyeong (491–519)
Goguryeo greift gemeinsam mit den Mohe die Festung Wiryeseong von Baekje an, wird aber zurückgeschlagen. Baekje wehrt die Invasion ab - Fortsetzung 512
- 506: Goguryeo kontert mit Angriffen gegen Baekje, bleibt aber durch harte Hungersnöte militärisch gebremst
- Fortsetzung 507
- 505: Baekje unternimmt eine größere Offensive gegen die nördlichen Grenzen Goguryeos mit über 3.000 Soldaten, bleibt aber letztlich erfolglos
- 503: Ein Angriff Baekjes auf die Festung Sugok (im heutigen Nord-Hwanghae-do) wird abgewehrt. Goguryeo verteidigt erfolgreich gegen Baekje-Angriffe
- 498: Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
- 496: Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
- 494: Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
- 491/492: Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
- 491: König Jangsu (412–491)
Baekje
- König Muryeong (501–523)
Erfolgreiche Verteidigung gegen einen gemeinsamen Angriff von Goguryeo und Mohe. - Fortsetzung 512
- 503: Abwehr eines Angriffs der Mohe. Gesandtschaft nach Japan, Übermittlung eines Bronzespiegels.
- Fortsetzung 507
- 501: Thronbesteigung nach der Ermordung seines Vorgängers Dongseong. Niederschlagung einer geplanten Rebellion von Baekga. Angriff auf Goguryeos Festung Sugok-seong.
- 501: König Dongseong (479–501)
Geumgwan Gaya
- 492: Gyeomji, Sohn von Jilji und Bangwon, wird neunter König von Geumgwan Gaya Fortsetzung 521
- 492: König Jilji (451–492)
Silla
- 505: Verwaltungsreform – Integration und Verwaltung des ehemals autonomen Gebiets Siljik-guk als Teil Sillas.
- Fortsetzung 509
- 504: Standardisierung der Hoftracht und Einführung neuer zeremonieller Kleidung für Beamte.
- 503: Offizielle Einführung des Namens „Silla“ für das Reich (vorher verschiedene Schreibweisen und Bezeichnungen); Reformen und Vereinheitlichung der Herrschaftssymbolik.
- 502: Jijeung verbietet das alte Ritual, Bedienstete und Sklaven mit verstorbenen Adligen zu begraben und modernisiert damit Bestattungsbräuche.
- 500: Amtsantritt – Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
- 500: König Soji (479–500)
JAPAN
- Tennō Keitai (507–531)
Keitai wird 26. Tennō von Japan. Sein am 7. Januar gestorbener Vorgänger Buretsu hat keine Kinder hinterlassen, weshalb die Hofbeamten landesweit nach einem mit ihm verwandten Nachfolger haben suchen müssen. - Fortsetzung 510
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
09.07.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
23.12.2024 Grundstock ergänzt
19.04.2026 Grundstock weiter ergänzt