516
MAYA
Palenque
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
Ulaid
- 509: Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)
- Fortsetzung 532
- Liste der Könige
Connacht
- 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
- 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
- Fortsetzung 530
- Könige von Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
Königreich Kent
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Theoderich der Große (511–526)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
Burgunden
- König Sigismund in Genf (501–524)
Sigismund folgt seinem verstorbenen Vater Gundobad als neuer König nun auch in Lyon, anlässlich seiner Herrschaftsübernahme verleiht ihm der oströmische Kaiser Anastasios I. den Ehrentitel patricius. Da Sigismund Katholik ist, wechseln auch die Burgunden vom arianischen Glauben seines Vaters zum Katholizismus. - König Gundobad in Lyon (480–516)
Gundobad stirbt in hohem Alter. - Bischof Avitus von Vienne (494-518)
- Marianum (Siedlung)
Der Ort Marin im späteren Frankreich wird erstmals unter dem Namen Marianum urkundlich erwähnt. - Wadingum (Siedlung)
Die erste urkundliche Erwähnung von Vuadens erfolgt unter dem Namen Wadingum. - Wibra (Siedlung)
Vuibroye wird erstmals unter dem Namen Wibra urkundlich erwähnt. - Fortsetzung 517
Reich von Orléans
Reich von Paris
Reich von Soissons
Reich von Metz
- König Theuderich I. (511–533)
Zwischen 516 und 522 überfällt der dänische König Chlochilaicus im ersten historisch bezeugten Überfall der Wikinger Gallien. Laut Gregor von Tours habe er das Gebiet des austrasischen Frankenkönigs Theuderich I. überfallen und beraubt und viele Gefangene genommen. Als die Flotte zurückfahren wollte, habe sie aber auf die Flut warten müssen. In dieser Zeit habe Theuderichs Sohn Theudebert mit einem starken Heer und einer Flotte anrücken, den König töten und die Dänen im Seegefecht besiegen können und so die Beute zurückerhalten. - Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Bischof Fibicius (Trier, 511–525)
- Fortsetzung 525
Friesen
- Bei einer Sturmflut an der Nordsee kommen angeblich mehr als 6000 Menschen und noch mehr Vieh in Friesland ums Leben.
Thüringer
- König Berthachar (um 500/510–516)
Tod Berthachars, vermutlich durch Herminafried; Herminafried wird Alleinherrscher - König Herminafried (um 500/510–531/534)
- Fortsetzung 526
Vandalen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXIX = 1269)
- König Theoderich der Große (474–526)
Geburt Athalarichs als Sohn von Amalasuntha und Eutharich, Enkel Theoderichs des Großen - Papst Hormisdas (514–523)
- Akakianisches Schisma (484–519)
Etwa 40 Bischöfe aus dem Osten stimmen den Forderungen Hormisdas zu. Es kommt jedoch nicht zur erhofften Kircheneinigung - Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Bischof Magnus Felix Ennodius (Pavia, 513-521)
- Fortsetzung 518
Langobarden
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
- Akakianisches Schisma (484–519)
- Patriarch Timotheos I. (Konstantinopel, 511–517)
- Patriarch Severus von Antiochia (512–518)
- Patriarch Johannes III. (Jerusalem, 516–524)
Johannes, Sohn des Bischofs Marcian von Sebaste und Schüler von Sabas, wird Patriarchat nach der Verbannung von Elias I.
516-524: Johannes setzt sich energisch für die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon ein und belegt dessen Gegner mit dem Anathema. Beendigung des sog. akakianischen Schismas, das die Ost- und Westkirche entzweit hat. Errichtung kirchlicher Bauten; einer Überlieferung zufolge stiftet Johannes eine Basilika zu Ehren Johannes des Täufers in Jerusalem - Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- Papst und Patriarch Dioscoros II. (Alexandria, 516-517)
Amtszeit 516–517 als Patriarch und Papst von Alexandria: Er setzt die Kirchenpolitik seiner Vorgänger Petrus III. und Athanasius II. fort. Er korrespondiert mit Patriarch Severus von Antiochien über gemeinsame christologische Standpunkte. Diese Briefe werden in den Gemeinden verlesen. Seine Einsetzung als Patriarch führt zu Unruhen in Alexandria, woraufhin Dioscoros II. nach Konstantinopel reist, um für seine Stadt Gnade bezüglich kaiserlicher Strafen zu erwirken – allerdings ohne Erfolg - Fortsetzung 517
IBERIA
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
AKSUMITISCHES REICH
HIMYAR
ROURAN
- Khagan Yujiulü Chounu (508–520)
Yujiulü Chounu startet einen erfolgreichen Vergeltungsfeldzug gegen die Gaoche, um den Tod seines Vaters zu rächen. Der Gaoche-Anführer Mietu wird gefangen und zu Tode geschleift.
Nach 516: Yujiulü Chounu schickt seine Gesandten auch an die Nachbarmächte Nördliche Wei und Liang und sendet als Geschenk unter anderem 700 Sklaven an den Wei-Hof (519). - Fortsetzung 520
INDIEN
Alchon-Hunnen
Gupta-Reich
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Feuer-Affen; am Beginn des Jahres Holz-Schaf)
Nördliche Wei-Dynastie
- Regentin Hu (515-528)
um 516–520: Stärkung von Hus eigenen Machtbasis am Hof, Einflussnahme auf die Regierung. - Kaiser Xiaoming (515-528)
- Fortsetzung 519
Südliche Liang-Dynastie
- Kaiser Wu (502-549)
- Fushan-Damm
Der Bruch des auf Befehl von Kaiser Liang Wu Di nordöstlich von Nanjing zu kriegerischen Zwecken errichteten und erst vier Monate zuvor fertiggestellten Fushan-Damms in China führt zu einer Flutwelle, die über 10'000 Todesopfer fordert. - Fortsetzung 519
KOREA
Goguryeo
Baekje
- König Muryeong (501–523)
Weitere Entsendung konfuzianischer Gelehrter nach Japan. - Fortsetzung 521
Geumgwan Gaya
Silla
JAPAN
QUELLEN
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30.06.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
01.01.2025 Grundstock ergänzt
07.08.2025 Grundstock weiter ergänzt