512
WELTALL
- 0629D: In Nordafrika und Kleinasien findet eine totale Sonnenfinsternis statt.
- Fortsetzung 540
MAYA
Palenque
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
Ulaid
Connacht
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
Königreich Kent
- König Oeric (488–512)
Um das Jahr 512 endet nach der Überlieferung die Herrschaftszeit von Oeric bzw. Esk, da die 24 Winter seit 488 ungefähr bis 512 reichen. Sein Nachfolger gilt in der Darstellung als sein Sohn Ohta, und Eormenric wird als der erste halbwegs zuverlässige König Kents bezeichnet. - König Eormenric (512/522/539?–um 560/585)
Das Jahr von Eormenrics Regierungsantritt ist unsicher, vermutlich um 512, 522 oder um 534/540 nach dem Tod von Oeric/Ohta. Eormenric ist der erste historisch belegte König Kents und Begründer der Oiscingas-Dynastie. Sein Name weist auf fränkischen Einfluss hin, was auch archäologisch belegt ist. Er verbindet das Haus Kent durch die Heirat seiner Tochter Ricola mit dem Königshaus von Essex. Während seiner Herrschaft festigt er die Kontrolle über die sächsischen Siedler im Osten Englands. Die Heirat seines Sohnes Æthelberht mit der fränkischen Prinzessin Bertha findet vermutlich noch während Eormenrics Regierungszeit statt. - König Ohta (512/516–534/540)
Ohta ist ein angelsächsischer König von Kent im 6. Jahrhundert. Seine Lebensdaten werden ungefähr mit 500 bis 543 angegeben, und die Quellen sind sich über seine Stellung in der Herrscherlinie nicht einig; er kann als Sohn von Hengist oder Oisc gelten und möglicherweise Vater von Oisc oder Eormenric sein. Für den Beginn seiner Herrschaft wird in den überlieferten Angaben ein möglicher Ansatz bei 512 genannt. Ebenso wird berichtet, dass Ohta nach Hengists Tod König von Kent wird; andere Überlieferungen setzen den Beginn seiner Herrschaft ebenfalls in diese frühe Phase. - Fortsetzung 522
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Theoderich der Große (511–526)
- Die fränkische Provinz Rouergue fällt an die Westgoten.
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 520
Burgunden
- König Sigismund in Genf (501–524)
- König Gundobad in Lyon (480–516)
- Bischof Avitus von Vienne (494-518)
Reich von Orléans
Reich von Paris
Reich von Soissons
Reich von Metz
- König Theuderich I. (511–533)
- Die fränkische Provinz Rouergue fällt an die Westgoten.
- Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Bischof Fibicius (Trier, 511–525)
- Fortsetzung 516
Thüringer
Vandalen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXV = 1265)
- König Theoderich der Große (474–526)
Der Vesuv bricht aus. Die betroffenen Anwohner erhalten von Theoderich Steuererleichterungen. - Konsul Paulus
Paulus wird im Jahr 512 Konsul. Für das Konsulat schuldet er einem Zenodotus 1.000 Pfund Gold, kann aber nicht zahlen, weil die Großzügigkeit seines Vaters während dessen eigenem Konsulat das Familienvermögen geschmälert hat. Das Geld wird von Kaiser Anastasios I. bezahlt, der Paulus außerdem weitere 1.000 Pfund Gold schenkt. - Papst Symmachus (498–514)
- Akakianisches Schisma (484–519)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
Caesarius von Arles weiht das Nonnenkloster St. Johannes in Arles, vermutlich das erste Nonnenkloster in Westeuropa, und setzt seine Schwester Caesaria als erste Äbtissin ein. - Fortsetzung 513
Langobarden
- König Wacho (510–540)
Um 512: Wacho heiratet Austrigusa, Tochter des Gepidenkönigs Turisind. Aus dieser Ehe stammen die Töchter Wisigarda und Waldrada.
Nach 512: Wacho betreibt eine geschickte Heiratspolitik, um Bündnisse mit anderen germanischen Reichen zu schließen (Thüringer, Gepiden, Heruler, Franken, Bayern) - Fortsetzung 531
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
Anastasios führt eine zunehmend monophysitische Religionspolitik durch. - Kaiser Areobindus (512)
Im Jahr 512 kommt es zu schweren Unruhen des Staurotheis-Aufstandes. Die Rebellen ziehen zum Haus des Areobindus in Konstantinopel, wo er im Ruhestand lebt, rufen ihn zum Gegenkaiser aus, und er soll sich bis zum nächsten Tag verborgen halten und dann Anastasios gegenüber Loyalität erklären. - Konsul Moschianus
Flavius Moschianus bekleidet im Jahr 512 das Konsulat. Er gelangt wohl nur durch seine Verwandtschaft zum Kaiser zu diesem Konsulat, da keine Ämter und Aktivitäten überliefert sind. Moschianus ist vielleicht mit einer Tochter des Flavius Paulus verheiratet, der Bruder des Kaisers Anastasios und Konsul im Jahr 496 war. Zu Flavius Paulus selbst ist überliefert, dass er im Jahr 496 ohne Kollegen zum Konsul ernannt wurde und mit Magna verheiratet ist; gemeinsam haben sie eine Tochter namens Irene. Sein Sohn heißt Flavius Anastasius Paulus Probus Moschianus Probus Magnus und im Jahr 518 Konsul sein wird. - Akakianisches Schisma (484–519)
- Patriarch Timotheos I. (Konstantinopel, 511–517)
- Patriarch Flavian II. (498-512)
In Sidon wird durch Philoxenos und achtzig weitere nicht-chalcedonische Bischöfe mit Unterstützung des Kaisers Anastasius eine Synode einberufen, um Flavian II. und Elias I. zu verurteilen. Infolgedessen wird Flavian abgesetzt und nach Petra verbannt, wo er im Jahr 518 stirbt. Flavians Absetzung und die daraus folgende Verbitterung gegenüber Anastasius führen 513 zu Vitalians Aufstand. Flavian wird bald nach seinem Tod postum zu den Heiligen der Ostkirche gerechnet und nach einiger Opposition auch in der Westkirche. - Patriarch Severus von Antiochia (512–518)
1116: Severus wird als Nachfolger des abgesetzten Flavian II. zum Patriarchen von Antiochien geweiht (Basilika in Antiochia). Unterstützung durch Philoxenos von Mabbug.
512–518: Reformation des kirchlichen Lebens; Entfernung von Luxus aus der Patriarchenresidenz, Betonung von Askese und Seelsorge, Predigttätigkeit (mind. 125 Kathedralhomilien). Strikte Ablehnung des Konzils von Chalkedon (451) und der Chalkedonensischen Christologie; Förderung des Miaphysitismus. Synode von Tyros (ca. 514): Verurteilung des Konzils von Chalkedon und von Leos Tomos; Bestätigung des Henotikon. Wachsende innere und äußere Opposition, insbesondere aus dem griechisch geprägten Syrien und Jerusalem - Wiener Dioskurides
um 512: Für die byzantinische Aristokratin Anicia Iuliana wird eine Sammelhandschrift angefertigt, die heute als Wiener Dioskurides bekannt ist. Die meisten Texte sind der um das Jahr 78 entstandenen Materia Medica des Arztes Pedanios Dioskurides entnommen, aber auch Texte von Krateuas und Galenos finden Verwendung. Das Werk ist mit zahlreichen Pflanzenbildern, figürlichen Malereien und zoologischen Illustrationen versehen. Den Hauptteil bildet ein umfangreiches Kräuterbuch.
Artikel des Tages: Der Wiener Dioskurides ist eine spätantike, als pharmakologisches Handbuch gebrauchte, illustrierte Sammelhandschrift in griechischer Sprache, die vor allem Texte des Arztes Pedanios Dioskurides enthält und sich seit dem 16. Jahrhundert in Wien befindet. Der sowohl botanische und zoologische als auch pharmazeutische und pharmakologische Inhalte aufweisende Text ist mit zahlreichen Pflanzenbildern, figürlichen Malereien und zoologischen Illustrationen versehen. Angefertigt wurde die Handschrift um das Jahr 512 für Anicia Juliana, eine vornehme Römerin kaiserlicher Abstammung. Heute ist sie ein wertvolles Quellenwerk für antike Naturwissenschaften und frühbyzantinische Kunst- und Kulturgeschichte. Seit 1997 zählt sie zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Aufbewahrungsort ist die Österreichische Nationalbibliothek in Wien. Die Handschrift umfasst heute 485 großformatige Pergamentblätter.
Geschichten aus der Geschichte 2023/400: In dieser Jubiläumsfolge beginnt das Thema erst in der 35. Minute - Arabische Schrift
Der älteste überlieferte Text in arabischer Schrift wird in Syrien verfasst. - Patriarch Elias von Jerusalem (494-516)
Die Synode von Sidon soll eigentlich die Beschlüsse von Chalcedon verdammen. Unter dem Einfluss der Patriarchen Elias und Flavianus II. von Antiochia verweigert die Synode jedoch dem Ansinnen des Kaisers die Zustimmung. Die Monophysiten bezichtigen daraufhin die beiden Bischöfe des Nestorianismus, und der Kaiser setzt sie beide ab; zuerst wird Flavianus abgesetzt, an dessen Stelle der Monophysit Severus auf den Bischofssitz erhoben wird. Die Mönche Palästinas und Elias verweigern Severus die Kirchengemeinschaft. - Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- Fortsetzung 513
IBERIA
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
AKSUMITISCHES REICH
HIMYAR
ROURAN
INDIEN
Alchon-Hunnen
Gupta-Reich
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Wasser-Drachen; am Beginn des Jahres Metall-Hase)
Nördliche Wei-Dynastie
- Kaiser Xuanwu (499-515)
- Yuan Xu
Der zweijährige Yuan Xu wird zum Kronprinzen ernannt - Erdbeben zwischen Yuanping und Dai in Shanxi
0523D: Zwischen Yuanping und Dai in Shanxi ereignet sich ein Erdbeben. Das Weishu berichtet im 112. Kapitel (juan) von 5310 Toten und 2722 Verletzten. Aufgrund der verursachten Schäden lässt sich abschätzen, dass das Beben im Epizentrum die Stärke von X auf der Mercalli-Skala erreicht; darauf basierende Berechnungen ergeben eine Magnitude von 7,5. - Fortsetzung 513
Südliche Liang-Dynastie
KOREA
Goguryeo
- König Munjamyeong (491–519)
Erfolgreiche Invasion von Baekje-Territorien: Goguryeo erobert die Festungen Gabeol und Wonsan, nimmt über 1000 Menschen gefangen.
Kontakte mit China: Während Munjamyeongs Regentschaft bestehen intensive diplomatische Beziehungen zu den chinesischen Nord- und Süddynastien, wie der Nördlichen Wei und dem Liang-Reich. Goguryeo festigt durch diese Beziehungen seine Führungsrolle im nordöstlichen Asien - Fortsetzung 519
Baekje
- König Muryeong (501–523)
Zwei Festungen fallen an Goguryeo; Muryeong führt persönlich 3000 Mann zur Gegenoffensive. Erste Gesandtschaft an den chinesischen Kaiserhof der Liang-Dynastie. - Fortsetzung 513
Geumgwan Gaya
Silla
- König Jijeung (500–514)
General Kim Isabu wird beauftragt, die Insel Usan-guk (heutiges Ulleungdo) zu unterwerfen und zu Silla einzugliedern. - Fortsetzung 514
JAPAN
- Tennō Keitai (507–531)
Beginn der Konflikte und Widerstände gegen seine Herrschaft, insbesondere im Westen Japans - Fortsetzung 527
QUELLEN
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05.06.2021 Artikel eröffnet
04.07.2024 Grundstock erstellt
28.12.2024 Grundstock ergänzt
02.04.2026 Grundstock weiter ergänzt