1945: Unterschied zwischen den Versionen

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(0716D: Atomwaffen)
(0727D: Konzert für Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen)
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0726D: '''Churchill verliert die Unterhauswahlen'''
 
0726D: '''Churchill verliert die Unterhauswahlen'''
 
*Er war eine der großen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, mit einer wechselhaften politischen Karriere: Winston Churchill. 1940 wurde er britischer Premier und führte Großbritannien durch den zweiten Weltkrieg. Doch als der Krieg zu Ende war, wurde er, der Kriegssieger, zu Hause vernichtend geschlagen: Vor 60 Jahren, am 26. Juli 1945, verlor Winston Churchill die Unterhauswahlen in Großbritannien. [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/399539/ (dradio.de)]
 
*Er war eine der großen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, mit einer wechselhaften politischen Karriere: Winston Churchill. 1940 wurde er britischer Premier und führte Großbritannien durch den zweiten Weltkrieg. Doch als der Krieg zu Ende war, wurde er, der Kriegssieger, zu Hause vernichtend geschlagen: Vor 60 Jahren, am 26. Juli 1945, verlor Winston Churchill die Unterhauswahlen in Großbritannien. [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/399539/ (dradio.de)]
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0727D: '''Konzert für Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen'''
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*Um die überlebenden Opfer der Nazi-Barbarei wieder an Kunst und Kultur teilhaben zu lassen, traten Yehudi Menuhin und Benjamin Britten im befreiten Konzentrationslager Bergen-Belsen auf. Die Zuhörer reagierten auf das Konzert teils überfordert, teils tief berührt. [http://www.deutschlandfunk.de/vor-75-jahren-konzert-fuer-ueberlebende-des.871.de.html?dram:article_id=481261 (dradio.de 2020)]
  
 
==August==
 
==August==

Version vom 19:51, 28. Jul 2020

1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948

Januar

0103D: Komitee für unamerikanische Umtriebe

0105D: Julius Leber wird hingerichtet

  • Nach qualvollen Jahren in Gefängnissen und Konzentrationslagern hat sich der Lübecker Sozialdemokrat Julius Leber dem Widerstand gegen Hitler angeschlossen. Unter anderem ist er aktiv am geplanten Staatstreich vom 20. Juli 1944 beteiligt gewesen. Nun wird er hingerichtet. (dradio.de 2020)

0112D: Weichsel-Oder-Operation

  • Die Roten Armee beginnt die Winteroffensive gegen die deutsche Ostfront. Drei riesige Stoßarmeen greifen auf einer Breite von gut 500 Kilometern die Wehrmacht an. Die Angreifer sind zahlenmäßig überlegen und besser gerüstet, trotzdem erleiden beide Seiten herbe Verluste. (dradio.de 2020)

0116D: Luftangriff auf Magdeburg

  • Der Luftangriff auf Magdeburg vom 16. Januar 1945 war, gemessen an der Zahl der Todesopfer, der fünftschwerste Luftangriff auf eine deutsche Stadt im Zweiten Weltkrieg.
  • Bilder von Magdeburg, vor und nach der Bombennacht am 16.Januar 1945 (youtube.com)

0117D: Raoul Wallenberg wird verhaftet

  • Tausende ungarische Juden erhielten über den Diplomaten Raoul Wallenberg Schutzpässe der schwedischen Regierung und waren so vor dem Zugriff der Nazis geschützt. Auch Wallenberg selbst hat die NS-Zeit überlebt – wird aber von der Sowjetunion inhaftiert. Kurz darauf ist er tot. (dradio.de 2020)

0118D: Die deutsche Wochenschau

  • Merceds Bentz 1oo Year - Deutsche Reichsbahn - Fighting to the end (youtube.com)

0127D: sowjetische Truppen befreien die Überlebenden von Auschwitz

  • Heldenhaft "befreien" mussten die Soldaten der Roten Armee Auschwitz nicht, als sie am 27. Januar 1945 das Arbeits- und Vernichtungslager erreichten und mit ihren Panzern die Zäune niederwalzten. (WDR ZeitZeichen 2020)
  • Auschwitz war Schauplatz eines Massenmordes, wie ihn sich die Menschheit bis dahin nicht vorstellen konnte. Die Zahl der Opfer liegt zwischen 1,1 und 1,5 Millionen. Als die Nationalsozialisten merkten, dass der Krieg nicht zu gewinnen war, versuchten sie, die Spuren dieses Verbrechens zu verwischen. Doch die Sowjetarmee rückte schneller vor als erwartet. (dradio.de 2010)
  • Der Name Auschwitz steht für den industriellen Massenmord durch die Nationalsozialisten und den Holocaust. Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden mehr als eine Million Menschen vergast, erschossen und zu Tode geschunden. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Überlebenden. (dradio.de 2020)

0130D: Untergang der "Gustloff" mit 9.000 Flüchtlingen

  • Am 30. Januar 1945 wurde die "Wilhelm Gustloff" vor der pommerschen Küste von einem sowjetischen U-Boot versenkt. An Bord befanden sich überwiegend Flüchtlinge aus Ostpreußen, rund 9000 Menschen kamen ums Leben. Es war die größte Katastrophe in der Geschichte der Seefahrt. (dradio.de 2015)
  • Heute vor 75 Jahren ging das einstige Kreuzfahrtschiff der NS-Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“, die „Wilhelm Gustloff“, in der Ostsee unter. Drei Torpedos eines sowjetischen U-Boots hatten es versenkt. Rund 10.000 deutsche Soldaten, Verletzte und Flüchtlinge waren an Bord. Nur rund 1.000 überlebten. (dradio.de 2020)
  • Nach dem Durchbruch der Roten Armee an der Ostfront sind Millionen Deutsche in Ostpreußen eingeschlossen. Die Marine versucht, die Menschen (mit den letzten noch vorhandenen Schiffen) auf dem Seeweg zu evakuieren. So verlässt am Mittag des 30.01.1945 das Kreuzfahrtschiff "Wilhelm Gustloff" überfüllt mit über 10.000 Flüchtlingen - vor allem Frauen, Verwundete und Kinder - die Danziger Bucht Richtung Westen. Doch die Flucht über das Meer wird zur tödlichen Falle: Am Abend wird die Gustloff (auf der Höhe von Stolpmünde) von drei Torpedos eines sowjetischen U-Boots ("S13") getroffen. Die Gustloff sinkt innerhalb einer Stunde. Über 1.200 Menschen können gerettet werden, über 9.000 Menschen ertrinken oder erfrieren in der eiskalten Ostsee. (Wegen der Überfüllung gibt es viel zu wenig Rettungsboote.) (aref.de)

Februar

0204D: Konferenz von Jalta

  • Die Konferenz von Jalta war ein diplomatisches Treffen der alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) im auf der Krim gelegenen Badeort Jalta vom 4. bis zum 11. Februar 1945. Es war das zweite von insgesamt drei alliierten Gipfeltreffen während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945). Themen der Konferenz waren vor allem die Aufteilung Deutschlands und die Machtverteilung in Europa nach dem Ende des Krieges.
  • Die Regierungschefs der USA, Großbritaniens und der Sowjetunion treffen sich auf der Krim und verhandeln über die Beendigung des 2. Weltkriegs. Vor allem geht es um die Aufteilung Deutschlands und um die Strategie, Japan zu besiegen. (aref.de 2015)

0210D: Operation Kita

  • Die Operation Kita (japa­nisch Hoku-gō sakusen, deutsch Opera­tion Norden) war eine Opera­tion der Kaiser­lich Japani­schen Marine im Fe­bruar 1945 wäh­rend des Pazifik­kriegs im Zwei­ten Welt­krieg. Bei dieser Opera­tion wurden die beiden Hybrid­flug­zeug­träger der Ise-Klasse und ihre Begleit­schiffe vom japa­nisch besetz­ten Singa­pur, wo sie seit Novem­ber 1944 zusam­men mit ande­ren Einheit­en der Kaiser­lichen Marine statio­niert waren, zurück nach Japan ver­legt. Die beiden Schiffe wur­den zudem mit Erdöl in Fässern und weite­ren kriegs­wichti­gen Materia­lien bela­den, um mög­lichst viele Roh­stoffe ins Heimat­land zu schaffen. Die Bewe­gung des Verban­des wurde zwar von den Alliier­ten ent­deckt, konnte jedoch weder durch U-Boote noch durch Flug­zeug­angriffe ge­stoppt werden. Die beiden umge­bauten Groß­kampf­schiffe konn­ten mehre­ren feind­lichen Angrif­fen aus­weichen und erreich­ten am 20. Fe­bruar 1945 Japan. (Artikel des Tages)

0213D: Luftangriffe auf Dresden

  • Die Luftangriffe auf Dresden unter­nahmen die Royal Air Force (RAF) und die Uni­ted States Army Air For­ces (USAAF) erst­mals ab Herbst 1944 im Zwei­ten Welt­krieg. His­torisch bekannt wurden besonders die vier Angriffs­wellen vom 13. bis 15. Febru­ar 1945. Durch sie starben nach neues­ten Unter­suchun­gen ent­gegen oft behaup­teten sechs­stelligen Opfer­zahlen zwischen 22.700 und 25.000 Men­schen. Große Teile der Innen­stadt und Teile der indus­triellen und mili­tärischen Infra­struk­tur Dresdens wurden zerstört. Diese An­griffe verstärk­ten erheb­lich die Kritik an der Luft­kriegs­führung der West­alliier­ten seit 1942, beson­ders an der bri­tischen Area Bombing Directive. Histori­ker disku­tieren bis heute, ob diese Flächen­bombarde­ments mili­tärisch not­wendig und zweck­mäßig waren und ob sie als Kriegs­verbre­chen zu werten sind. (Artikel des Tages)
  • Viele deutsche Städte wurden während des Zweiten Weltkriegs zerbombt. Die Bombardierung Dresdens hat sich jedoch auf ganz besondere Weise in die kollektive Erinnerung eingebrannt. (WDR ZeitZeichen 2020)
  • In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 warfen britische Bomber tausende Sprengsätze und Brandbomben auf Dresden ab. Die Altstadt wurde fast vollständig zerstört. Der militärische Nutzen und die völkerrechtliche Bewertung des Flächenbombardements sind bis heute umstritten, denn der Angriff richtete sich vornehmlich gegen die Zivilbevölkerung. (dradio.de 2015)
  • Lange war Dresden von Luftangriffen während des von Nazi-Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs verschont geblieben. Dann entschied das britische Bomber Command, die Stadt auf die Angriffsliste zu setzen. Das Ziel: den Feind „an einer Stelle zu treffen, wo er es am meisten spürt“. (dradio.de 2020)
  • Die rund 600.000 Einwohner zählende Kulturstadt Dresden ist mit mehreren 100.000 Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten überfüllt. Kurz nach 22 Uhr fliegen 773 britische Bomber in zwei Wellen Bombenangriffe auf die militärisch unbedeutende und deshalb ungeschützte Stadt. Mit der ersten Angriffswelle zerstören sie mit Sprengbomben Dächer und Fenster, mit der zweiten werfen sie gewaltige Mengen an Brandbomben auf die Häuser ab. Sie entfachen einen Feuersturm, selbst Asphalt und Elbe brennen. Menschen, die nicht verbrennen, ersticken. (aref.de)

0219D: Schlacht um Iwojima

  • Die Schlacht um Iwojima ist einer der bekanntesten Gefechte des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde zwischen den Streitkräften Japans und denen der USA im Rahmen des Pazifikkrieges ausgetragen. Die äußerst blutige und verlustreiche Schlacht währte bis zum 26. März 1945. Sie gilt heute als Paradebeispiel einer klassischen Amphibienlandeoperation.

0223D: Raising the Flag on Iwo Jima

  • "Raising the Flag on Iwo Jima" (deutsche Übersetzung: „Hissen der Flagge auf Iwojima“) ist der Titel einer vom US-amerikanischen Kriegsfotografen Joe Rosenthal gemachten Fotografie, die vor allem in den Vereinigten Staaten einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Das Bild zeigt fünf Soldaten des United States Marine Corps und einen medizinischen Assistenten im Dienste der US Navy, die während der Schlacht um Iwojima gemeinsam die Flagge der Vereinigten Staaten auf dem Gipfel des Suribachi, der höchsten Erhebung der japanischen Insel Iwojima, aufstellen.

März

0307D: US-Truppen erobern eine intakte Rheinbrücke

  • Anfang März 1945. Neun Monate nach der Landung in der Normandie stehen die Amerikaner am Westufer des Rheins. 25 Kilometer südlich von Bonn tobt der Kampf um die Brücke von Remagen. Während des 1. Weltkriegs war sie errichtet worden, um den Transport von Kriegsmaterial nach Frankreich zu beschleunigen. Wegen dieser strategisch bedeutsamen Brücke war das militärisch im Übrigen vollkommen unbedeutende Städtchen im Rheintal durch zwei amerikanische Bombenangriffe Ende Dezember '44 und Anfang Januar 1945 in Schutt und Asche gelegt worden. (dradio.de 2005)
  • Die Eroberung der Rheinbrücke von Remagen durch US-Truppen gilt als psychologischer Scheitelpunkt: Von da an wussten alle, dass Nazi-Deutschland den Krieg unwiderruflich verloren hatte. Als Reaktion verschärfte die Führung von Partei und Wehrmacht den Terror gegen die eigene Bevölkerung. (dradio.de 2020)

0308D: Bernarda Albas Haus (Schauspiel)

  • In seinen sozialkritischen Dramen bildete der Dichter Federico García Lorca die archaische und sittenstrenge Gesellschaft des ländlichen Spaniens der 1930er Jahre ab. Sein letztes Werk wurde vor 75 Jahren in Buenos Aires uraufgeführt – fast neun Jahre nach seiner Ermordung in Spanien. (dradio.de 2020)

0309D: Kinder des Olymp

  • "Kinder des Olymp" ist ein von 1943 bis 1945 von Marcel Carné nach dem Roman des tschechischen Schriftstellers František Kožík und dem Drehbuch von Jacques Prévert gedrehter Spielfilm. Er gilt als herausragendes Beispiel des poetischen Realismus in Frankreich. Der Film erzählt die Beziehungen einer Frau zu vier Männern im Pariser Theatermilieu um 1835. Der deutsche Titel ist die sinngemäße Übersetzung des französischen, da der höchste Rang im Theater (französisch: paradis) auf deutsch „Olymp“ heißt.
  • Eintrag in der Filmdatenbank (imdb.com)
  • Das Filmepos "Die Kinder des Olymp" entstand unter schwierigen Bedingungen: Im von den Deutschen besetzten Frankreich brachte Regisseur Marcel Carné es fertig, in knapp zwei Jahren diesen Schwarz-Weiß-Streifen zu realisieren. Am 9.März wurde er uraufgeführt.

0309D: Luftangriffe auf Japan

  • Die Alliierten führten im Zweiten Weltkrieg während des Pazifik­kriegs zahlreiche Luftangriffe auf Japan durch, welche viele Städte des Landes groß­flächig zer­stör­ten. Die meist­zitier­ten Schätzungen zu den Opfern unter der japanischen Be­völ­ke­rung gehen von etwa 333.000 Toten und 473.000 Ver­wunde­ten aus, andere Schätzungen variieren zwischen etwa 241.000 und 900.000 Toten sowie 213.000 und 1,3 Millionen Verwundeten. In den ersten Jahren nach dem japa­nischen Angriff auf Pearl Harbor beschränkten sich diese Luft­an­griffe auf den Doolittle Raid im April 1942 und kleinere Attacken ge­gen Militär­stellungen auf den Kurilen ab Mitte 1943. Ab Juni 1944 dauerte das strategische Bombardement der japanischen Haupt­inseln bis zum 15. August 1945 an. Der schwer­ste Luft­angriff fand am 9. März auf Tokio statt, der geschätzt über 100.000 Todesopfer forderte. Am 6. und 9. August 1945 warfen amerikanische Bomber Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki ab. Die alliierten Luft­angriffe waren einer der Haupt­faktoren, die Mitte August 1945 zur Kapitulation Japans führten. Seit Kriegsende hat es intensive Debatten über die mora­lische Recht­fertigung der Angriffe auf japanische Städte gegeben. Besonders kontro­vers wird dabei der Ein­satz der Atom­bomben gegen Hiroshima und Nagasaki diskutiert. (Artikel des Tages)

0310D: Pax Christi

  • Pax Christi (zu deutsch Friede Christi) ist die internationale katholische Organisation der Friedensbewegung, die sich heute jedoch als ökumenisch offen versteht. Der Name der Bewegung ist zurückzuführen auf das Leitwort, das Papst Pius XI. seinem Pontifikat 1922 gab: „Pax Christi in regno Christi“ (Der Friede Christi in Christi Reich).
  • Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs debattierten hohe katholische Kleriker bereits über die Frage, wie Christen nach Ende des Krieges dem besiegten Feind gegenübertreten sollten. Unter Führung eines Bischofs, der sich im Widerstand gegen die Besatzer hervorgetan hatte, riefen sie zur Versöhnung auf und gründeten "Pax Christi". "Pax Christi" hat sich seither zu einer internationalen Organisation entwickelt, in der christliche Pazifisten weltweit eintreten für die Sache des Friedens. (dradio.de)

0317D: Wunder von Remagen

  • Vor 70 Jahren brach die Brücke von Remagen zusammen, zehn Tage zuvor war sie fast unzerstört. Als einzige noch intakte Brücke über den Rhein ermöglichte sie einen schnelleren Vormarsch der alliierten Truppen und rettete damit Leben und verkürzte den Krieg. (dradio.de 2015)

0319D: Nerobefehl

  • Der Befehl betreffend Zerstörungsmaßnahmen im Reichsgebiet, später kurz „Nerobefehl“ genannt, war die Grundlage der von den Nationalsozialisten am Ende des Zweiten Weltkrieges angewandten Taktik der verbrannten Erde auf deutschem Gebiet. Sie sollte den nachrückenden alliierten Militäreinheiten nur unbrauchbare Infrastruktur überlassen, um deren Vorankommen zu erschweren. Der Nerobefehl wurde teils bewusst nicht ausgeführt – u. a. durch den zuständigen Minister Albert Speer – oder war im Chaos der letzten Tage des Krieges nicht mehr ausführbar. Der Befehl zu Zerstörungsmaßnahmen im Reichsgebiet wurde am 19. März 1945 von Adolf Hitler unterzeichnet.

0322D: Arabische Liga

  • Sie sollte die Interessen aller Araber bündeln, die Arabische Liga: Gegründet 1945 von sechs arabischen Staaten umfasst sie heute 22 Mitgliedsstaaten mit rund 360 Millionen Einwohnern. Im System der Vereinten Nationen gehört sie zu den Regionalorganisationen, deren Ziel die politische und wirtschaftliche Kooperation zwischen den Mitgliedsstaaten ist. (WDR ZeitZeichen 2020)
  • Ihre Gründung sollte dem Zweck dienen, die Beziehungen zwischen den Mitgliedsstaaten zu festigen und die Interessen der arabischen Länder international zu vertreten: Heute gehören der Arabischen Liga, die am 22. März 1945 gegründet wurde, 22 Länder an. Doch das Staatenbündnis war von Anfang an brüchig. (dradio.de 2020)
  • In Kairo verkünden die sieben arabische Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Transjordanien, Irak, Saudi-Arabien und der Jemen die Gründung einer "Liga der arabischer Staaten". Sie wollen damit nach langer Fremdherrschaft ihre arabische Identität stärken, die Beziehung untereinander fördern und Streitfälle untereinander schlichten. (aref.de)

0322D: Hitler ehrt die HJ

  • German Wartime Newsreel. Die Deutsche Wochenschau Nr.755 (22 March 1945) In the Chancellery courtyard, Hitler, accompanied by Axmann, greets 20 Iron Cross recipients from Hitler Youth (these last film pictures of Hitler are dated April 20); several of boys relate battlefield accomplishments (synchronous sound). (youtube.com)
  • Hitlerjugend, Volkssturm, Wehrmacht (22 März 1945) (youtube.com)

0325D: Ermordet auf Befehl Himmlers

  • Die amerikanischen Truppen setzten nach der Einnahme von Aachen im Herbst 1944 den Rechtsanwalt Franz Oppenhoff als Oberbürgermeister ein. Er wurde auf Befehl von Heinrich Himmler am 25. März 1945, vor 75 Jahren, von einem NS-Spezialkommando ermordet – wirklich gesühnt wurde dieses Verbrechen nicht. (dradio.de 2020)

0329D: Massaker von Deutsch Schützen

  • Das Massaker von Deutsch Schützen fand am 29. März 1945 in der Ort­schaft Deutsch Schützen im Burgen­land statt. Diesem End­phase­verbre­chen fielen min­des­tens 57 unga­risch-jüdi­sche Staats­bürger zum Opfer, die beim Bau des Süd­ost­walls als Zwangs­arbei­ter einge­setzt waren. Das Massa­ker fand auf Betrei­ben des zu­ständi­gen Ab­schnitts­verant­wort­lichen des Süd­ost­wall­baus statt. Ausge­führt wurde es von drei von der eige­nen Truppe ver­spreng­ten Solda­ten der Waffen-SS; Ange­hörige der Hitler­jugend führ­ten im Zuge dieses Verbre­chens Orga­nisa­tions- und Siche­rungs­auf­gaben durch. Die rund 400 über­leben­den Juden mussten nach Ab­bruch des Massa­kers nach Hart­berg mar­schie­ren, von wo aus sie die mehr­tägigen Todes­märsche zum KZ Maut­hausen mit­machen mussten. Während die drei SS-Männer und der Initia­tor sich durch Flucht ihrer Verant­wor­tung entzo­gen, wurden die meisten der betei­lig­ten Hitler­jungen 1946 in einem Pro­zess vor dem Volks­gericht Wien zu Ge­fängnis­strafen zwischen 15 und 36 Mona­ten verur­teilt. Heute erinnern am Tatort ein Grab­stein sowie eine Gedenk­tafel an der nahen Martins­kirche an das Massaker. (Artikel des Tages)

April

0402D: Kriegsgefangenenlager Stalag befreit

  • Das Stammlager VI K (326) war eines der großen Lager in der Senne. In dem Durchgangslager wurden zwischen 1941 und 1945 vor allem sowjetische Kriegsgefangene für den Ruhrbergbau gemustert. Andere wurden zur Zwangsarbeit in Ostwestfalen-Lippe herangezogen. (WDR ZeitZeichen 2020)

0407D: Operation Ten-gō

  • Operation Ten-gō war die letzte größere Offensiv­aktion der Kaiserlich Japani­schen Marine im Pazifik­krieg und im Zweiten Welt­krieg. Am 7. April 1945 setzte das japa­nische Ober­kommando einen großen Teil seiner knappen Ressourcen für einen Ent­lastungs­angriff seiner Marine gegen amerika­nische Lan­dungs­streitkräfte bei Oki­nawa ein. Das Schlacht­schiff Yamato und eine kleine Flotte aus Begleit­schiffen wurden kurz nach dem Aus­laufen von ameri­kanischen Auf­klärungs­flug­zeugen entdeckt und schließ­lich durch Luft­an­griffe versenkt, so dass die Operation abge­brochen wurde, ohne die beabs­ichtigte Ent­lastung der auf Okinawa kämpfenden japani­schen Heeres­truppen erreicht zu haben. Die Ver­sen­kung der Flotte demon­strierte die absolute Luftherr­schaft der Ameri­kaner im späten Kriegs­verlauf, selbst in un­mittel­barer Nähe der japan­ischen Heimat­inseln. Sie war eine letzte Bestä­tigung dafür, dass das Zeit­alter des Schlacht­schiffs be­endet war und nun Flug­zeug­träger die Meere domi­nierten. Das Fehlen jeg­licher Luft­sicherung für den japa­nischen Flotten­verband ver­deut­lichte aller­dings auch auf tra­gische Weise die Bereit­schaft der japa­nischen Führung, Men­schen und Material in großem Um­fang in mili­tärisch weit­gehend sinn­losen Aktionen zu opfern, um den amerika­nischen Vor­marsch zu ver­lang­samen. (Artikel des Tages)

0408D: Massaker von Celle

  • Das Massaker von Celle, zynisch und zugleich verharmlosend „Celler Hasenjagd“ genannt,[1][2] war ein Endphaseverbrechen. Ihm fielen am 8. April 1945 bei Celle mindestens 170 KZ-Häftlinge zum Opfer.[3] Ein Räumungstransport war bombardiert worden, wonach die überlebenden Häftlinge zunächst in Freiheit gelangten, danach verfolgt und schließlich wahllos ermordet wurden.

0409D: Georg Elser, Dietrich Bonhoeffer und weitere Hitlergegner werden hingerichtet

  • Unter den Widerstandskämpfern gegen das Nazi-Regime ist Georg Elser fast ein Unbekannter geblieben. Nach seinem Attentatsversuch gegen Hitler im Münchner Bürgerbräukeller kam er 1939 ins KZ. Dort ließ ihn Himmler wenige Woche vor der Kapitulation erschießen. Am selben Tag ermordeten die Nazis sechs weitere Widerstandskämper. (dradio.de)
  • Berlin, 05.04.1945: Angesichts der heranrückenden Truppen der Alliierten ordnet Adolf Hitler die Hinrichtung aller noch nicht exekutierten Verschwörer des 20. Juli 1944 an, unter ihnen der Theologe Dietrich Bonhoeffer (aref.de 2015)

0409D: Georg Elser

  • Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg; † 9. April 1945 im KZ Dachau) war ein deutscher Wider­stands­kämpfer gegen den National­sozialismus. Etwa zwei Monate nachdem Adolf Hitler mit dem Befehl zum Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg begonnen hatte, verübte Elser am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräu­keller ein Bomben­attentat gegen Hitler und nahezu die gesamte NS-Führungs­spitze. Diese hatte sich dort im Rahmen einer Propaganda­veranstaltung vor etwa 1500 bis 2000 Zuhörern versammelt. Aufgrund unvorher­gesehener Umstände beendete Hitler seinen Aufenthalt vor Ort früher als erwartet und verließ mit seinem Führungs­stab das Gebäude 13 Minuten vor der durch einen Zeitzünder ausgelösten Explosion. Von den zirka 120 bis 150 zuletzt im Saal verbliebenen Anwesenden kamen acht Menschen zu Tode, 63 weitere wurden verletzt. Elser war am selben Tag im Rahmen einer Grenz­kontrolle kurz vor dem Übertritt in die Schweiz festgenommen worden. (Artikel des Tages)

0411D: Alfried Krupp wird verhaftet

  • Er war der Erbe der sogenannten Waffenschmiede des „Deutschen Reiches“. Während des NS-Diktatur war er mitverantwortlich für die Beschäftigung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern. Am 11. April 1945 verhafteten US-Soldaten Alfried Krupp von Bohlen und Halbach in seinem Domizil, der Villa Hügel. (dradio.de 2020)

0412D: Übergabe der Stadt Braunschweig

  • Die Über­gabe der Stadt Braun­schweig im Zweiten Welt­krieg fand am 12. April 1945 um 02:59 Uhr statt, nach­dem offi­zielle Vertre­ter der Stadt, darun­ter Ober­bürger­meister Erich Bockler, ein Proto­koll unter­zeich­net und es zwei Vertre­tern der 30. US-Infan­terie­divi­sion der 9. US-Armee über­geben hatten. Erste Kapi­tula­tions-Ver­hand­lun­gen hatten bereits am 10. April um 19:00 Uhr zwi­schen General­leut­nant Karl Veith, dem letzten Kampf­komman­dan­ten Braun­schweigs, und Leland S. Hobbs, dem Komman­dieren­den General der 30. US-Infan­terie­divi­sion, statt­gefun­den. Sie waren aber nach nur 20 Minuten geschei­tert, weil sich Veith gewei­gert hatte, bedin­gungs­los zu kapi­tulie­ren und die Stadt kampf­los zu über­geben. Die zwei­ten Ver­hand­lun­gen zur Über­gabe des stark zerstör­ten Braun­schweig fanden in den frühen Morgen­stunden des 12. April statt und führten schließ­lich zur Unter­zeich­nung des Über­gabe­proto­kolls und damit zum Waffen­still­stand und Kriegs­ende für Braunschweig. (Artikel des Tages)

0412D: Kamikaze-Einsatz

  • A Hayabusa Ki-43 III-Koh Oscar, piloted by 2nd Lt Toshio Anazawa and carrying a 250 kg bomb, sets off from a Japanese airfield for the Okinawa area, on a kamikaze mission, 12 April 1945. School girls wave goodbye in the foreground. The Nakajima Ki-43 Hayabusa ("Peregrine Falcon") was a single-engined land-based fighter used by the Imperial Japanese Army Air Force in World War II. The army designation was "Type 1 Fighter" the Allied codename was Oscar.(youtube.com)

0416D: Schlacht um die Seelower Höhen

  • Die Schlacht um die Seelower Höhen im April eröffnete die Schlacht um Berlin der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkrieges. Diese Schlacht bedeutete das Ende der deutschen Ostfront. Die 1. Weißrussische Front unter dem Befehl von Marschall Schukow durchbrach dabei in einem groß angelegten Angriff die Stellungen der deutschen Heeresgruppe Weichsel. Die Schlacht um die Seelower Höhen dauerte vier Tage: vom 16. bis 19. April 1945. Knapp 1 Million Rotarmisten erkämpften sich den Weg zu den Toren Berlins, verteidigt von 100.000 deutschen Soldaten. Im Rahmen der Schlacht um Berlin waren die Seelower Höhen der am heftigsten umkämpfte Abschnitt. Zwölf Kilometer nordöstlich der Höhen überschritt die Rote Armee in Kienitz erstmals die Oder-Neiße-Linie.
  • Am 16. April 1945 begann, mit der Schlacht um die Seelower Höhen, der Vorstoß der Roten Armee auf Berlin. Der Höhenzug war stark befestigt worden, um die russischen Truppen noch vor der Reichshauptstadt zu stoppen. Doch nur drei Tage vermochte die deutsche Armee der angreifenden Front standzuhalten. (dradio.de)
  • Zweieinhalb Millionen sowjetische Soldaten warteten Mitte April 1945 entlang der Oder auf ihren Einsatzbefehl. Ihr Ziel: die Eroberung der deutschen Hauptstadt. Die Truppen der westlichen Alliierten standen zur gleichen Zeit bereits an der Elbe - es begann der Wettlauf auf Berlin. Am 16. April 1945 startete die Rote Armee ihre Großoffensive gegen Deutschland. Drei Tage dauerte die Schlacht um die Seelower Höhen. (dradio.de)

0420D: Französische Nazi-Kollaboration in Sigmaringen an der Donau endet

  • Am 20. April 1945 verschwand ein Kuriosum von der inzwischen imaginär gewordenen Landkarte des "Großdeutschen Reiches". Dieses Kuriosum war ein Operettenstaat, der vom 17. September 1944 bis eben zu diesem 20. April 1945 in Sigmaringen an der Donau eine bizarre Scheinexistenz geführt hatte. (dradio.de)

0420D: Mord an 20 Kindern

  • Kurz vor Kriegsende erhängte die SS im Keller einer Hamburger Schule 20 jüdische Kinder. Zuvor hatte man sie für medizinische Versuche missbraucht. Die beiden Haupttäter wurden nie angeklagt. (dradio.de 2015)

0420D: African Diary

0421D: Max Windmüller

  • Max Windmüller, genannt „Cor“ (gebo­ren am 7. Februar 1920 in Emden, Ost­fries­land; gestor­ben am 21. April 1945 in Cham, Ober­pfalz), war ein deut­scher Wider­stands­kämpfer gegen den National­sozialis­mus. Nach­dem er mit seinen Eltern wegen ihrer jüdi­schen Herkunft vor den National­sozia­listen in die Nieder­lande hatte fliehen müssen, schloss er sich dort der Gruppe Wester­weel an, deren Mitglieder vor allem für aus Deutsch­land geflo­hene deutsch-jüdische Kinder und Jugend­liche Aus­weis­papiere, Ver­stecke und Flucht­möglich­keiten orga­nisier­ten. Etwa 100 junge Juden wurden von Wind­müller persön­lich in die Frei­heit geschleust. Im Juli 1944 wurde ein gehei­mes Treffen in Paris von der Gestapo ge­stürmt. Wind­müller und andere Mitglieder des jüdi­schen Wider­stands wurden verhaf­tet. Sie wurden in das Gestapo-Haupt­quar­tier ver­bracht, ver­hört und auch gefol­tert. Als die Befrei­ung des Lagers durch alli­ierte Truppen kurz bevor­stand, wurde Wind­müller mit dem letzten Trans­port aus dem besetz­ten Frank­reich depor­tiert. Am 21. April 1945 wurde er von einem SS-Angehörigen erschossen. (Artikel des Tages)

0423D: Verlorener Zug

  • Als der Verlo­rene Zug, der Verlo­rene Trans­portoder Zug der Verlore­nen, wird der letzte von drei Zügen be­zeich­net, mit denen wäh­rend der Zeit des National­sozialis­mus in der End­phase des Zwei­ten Welt­krieges Häft­linge vom Kon­zentra­tions­lager Bergen-Belsen ab­transpor­tiert wurden, als sich die briti­schen Truppen dem Lager näher­ten. Dazu wurden zwischen dem 6. und 11. April 1945 drei Trans­port­züge mit insge­samt rund 6800 von der SS „Aus­tausch­juden“ genann­ten Perso­nen, de facto Geiseln, zusam­men­gestellt und zur Ab­fahrt ge­bracht. Deren Fahrt­ziel sollte das Konzen­trations­lager There­sien­stadt auf dem Gebiet des Pro­tekto­rats Böhmen und Mähren sein. Der letzte dieser drei Züge, mit ur­sprüng­lich 2400 Häft­lingen, hielt schließ­lich nach einer Irr­fahrt durch noch unbe­setzte Teile Deutsch­lands in der Nähe der branden­burgi­schen Ge­mein­de Tröbitz auf offener Strecke an. Am 23. April 1945 fanden vor­rücken­de Truppen der Roten Armee den Zug und befrei­ten die Häft­linge aus den Waggons. Etwa 200 von ihnen hatten die Fahrt nicht überlebt. (Artikel des Tages)
  • ie SS transportierte in den letzten Kriegswochen jüdische KZ-Häftlinge in Zügen von Bergen-Belsen nach Theresienstadt. Viele der kranken und entkräfteten Häftlinge starben auf dem Weg. Einer der Züge wurde bei Tröbitz von der Roten Armee befreit – er ging als „Verlorener Zug“ in die Geschichte ein. (dradio.de 2020)

0424D: Albrecht Graf von Bernstorff

  • Albrecht Graf von Bernstorff (* 6. März 1890 in Berlin; † 23. oder 24. April 1945 ebenda) war ein deutscher Diplo­mat und Wider­stands­kämpfer gegen den National­sozialis­mus. Er war von 1923 bis 1933 an der Deut­schen Bot­schaft London tätig, wo er sich blei­bende Ver­dienste um die deutsch-briti­schen Bezieh­ungen erwarb. 1933 wurde er von den NS-Macht­habern in den einst­weili­gen Ruhe­stand ver­setzt – er hatte den National­sozialis­mus von Be­ginn an abge­lehnt. 1940 ver­hafte­ten die National­sozialis­ten Berns­torff und depor­tier­ten ihn in das KZ Dachau, aus dem er je­doch einige Monate später wieder ent­lassen wurde. Bis zu seiner erneu­ten Verhaf­tung 1943 half er verfolg­ten Juden und war Mitglied des Solf-Kreises, einer bürger­lich-libera­len Wider­stands­gruppe. Berns­torff konnte durch seine Auslands­kontakte Ver­bindun­gen mit einfluss­reichen Kreisen für den Wider­stand knüpfen, was der Vor­berei­tung des Atten­tats vom 20. Juli 1944 diente. Nach seiner erneu­ten Verhaf­tung wurde Berns­torff im Gestapo-Haupt­quar­tier und ab Februar 1944 im KZ Ravens­brück inhaf­tiert. Ende April 1945 wurde Albrecht Graf von Berns­torff von der SS ermordet. (Artikel des Tages)

0424D: Forschungsreaktor Haigerloch

  • Der schwäbische Provinzort Haigerloch gelangte vor 70 Jahren zu unerwarteter Bekanntheit. Eine US-amerikanische Spezialeinheit entdeckte hier den Forschungsreaktor, an dem Physiker um Werner Heisenberg im Auftrag Hitlers ihre Atomforschung betrieben. (dradio.de 2015)

0425D: Gründungskonferenz der UNO

  • Am 25. April begann in San Francisco die Gründungskonferenz der UNO. Am Anfang stand der Traum vom Weltfrieden. Dieser Traum ging letztlich nicht Erfüllung. Trotz UNO hat es immer wieder regionale Kriege gegeben. Die Ursache dafür lag zum Teil schon in der Satzung der UNO begründet. (dradio.de)

0429D: Mein politisches Testament

  • Als Mein politisches Testament betitelte Adolf Hitler ein Schrift­stück, das er am 29. April 1945, dem Vortag seines Suizids, neben einem Privat­testament verfasste. Es wurde als „Politisches Testament Adolf Hitlers“ im Nürnberger Prozess gegen die Haupt­kriegs­verbrecher bekannt. Darin gab er dem angeblichen Welt­judentum die Schuld am Welt­krieg, um den Holocaust zu recht­fertigen. Seinen beab­sichtigten Suizid erklärte er als Selbst­opfer, das von den Wehrmachts­soldaten Kampf bis zum Tod fordere. Er setzte eine Nachfolge­regierung ein und ver­pflichtete sie, den Krieg mit allen Mitteln fortzu­setzen. Er forderte von ihr und den Deutschen, die Ziele des National­sozialismus lang­fristig zu verwirk­lichen, vor allem die Nürnberger Rasse­gesetze einzu­halten und dem „Welt­vergifter aller Völker“ weiter „unbarm­herzigen Wider­stand“ zu leisten. Damit umschrieb er, dass die Deutschen die Juden über seinen Tod hinaus voll­ständig vernichten sollten. (Artikel des Tages)

0430D: Selbstmord Hitlers

  • Im Verlaufe der letzten Tage war das beherrschende Thema im Bunker, wie weit die Russen schon vorgedrungen seien und welches die sicherste Methode zum Selbstmord sei. Hitler verteilte dabei wiederholt Giftampullen mit Zyankali bzw. Blausäure an seine engste Umgebung. Nachdem er am 29. April um 4:00 Uhr sein politisches Testament und ein neues privates Testament unterzeichnet hatte, heiratete er am selben Tag seine langjährige Lebensgefährtin Eva Braun. Am Tag darauf begingen beide gegen 15:30 Uhr Selbstmord, indem sie eine Giftampulle zerbiss und er sich in die rechte Schläfe schoss. Die Leichen wurden von Martin Bormann, Hitlers Kammerdiener Heinz Linge, Hitlers SS-Adjutanten Otto Günsche und einigen Leibwächtern aus dem Führerbegleitkommando im Garten der Neuen Reichskanzlei – gemäß Hitlers letzten Verfügungen – verbrannt und die verkohlten Überreste in einem Granattrichter beigesetzt. Durch Entscheidung des Amtsgerichts Berchtesgaden vom 25. Oktober 1956 (II 48/52) ist der Tod „auf den 30. April 1945, 15 Uhr 30 Minuten“ festgestellt worden. (Wikipedia)
  • Angesichts der nahen Niederlage im 2. Weltkrieg nimmt sich Adolf Hitler (*20.04.1889 in Braunau, Oberösterreich) zusammen mit seiner langjährigen Freundin Eva Braun im Führerbunker unter der Reichskanzlei in Berlin das Leben. Die Leichen der am Tag zuvor noch Vermählten werden gemäß Hitlers Befehl im Garten der Reichskanzlei mit Benzin übergossen und verbrannt. Noch am selben Tag stürmt die rote Armee das Reichstagsgebäude. (aref.de)

0430D: die "Ulbricht Gruppe" beginnt mit den Vorbereitungen zur Schaffung der DDR

  • Heute vor 60 Jahren am 30. April 1945 flog die nach dem mächtigen Spitzenmann der KPD benannte "Gruppe Ulbricht" von Moskau nach Deutschland. In Berlin sollte sie gemeinsam mit der Politischen Verwaltung der Armee Marschall Shukows inmitten der Trümmerberge eine funktionierende Verwaltung aufbauen. Am Ende ihres Auftrags hatte die Gruppe in der Hauptstadt die politischen Grundstrukturen geschaffen, aus denen die SED und die DDR hervorgingen. (dradio.de)

Mai

0502D: Berlin kapituliert vor der Roten Armee

  • Der Krieg war schon entschieden, die Alliierten hatten längst die größten Teile Deutschlands besetzt. Doch die NS-Führung führte bis zum Schluss einen erbitterten Kampf um die "Reichshauptstadt" Berlin. Soldaten und Zivilisten wurden gleichermaßen Opfer dieses aussichtslosen Kampfes, ehe die letzten deutschen Kampfeinheiten heute vor 60 Jahren vor der sowjetischen Armee kapitulierten. (dradio.de)
  • Nach tagelangem blutigem Kampf fällt Berlin. Auf dem ausgebombten und zerschossenen Reichstag hissen Sowjetsoldaten die rote Fahne, nehmen Besitz vom letzten Teil der Reichshauptstadt. Inszeniert wird das ganze am 2. Mai von dem russischen Fotografen Jewegenij Chaldej als Siegesdokument für die Rote Armee. Sowjetsoldaten hatten zuvor Etage um Etage, Raum um Raum des Reichstags gegen den sinnlosen Widerstand deutscher Soldaten erobert. Noch heute finden sich auf den alten Mauern im Inneren des Gebäudes die stolzen Graffiti der sowjetischen Eroberer. Zwei Ehrenmale, eins im ehemaligen Ostteil, ein anderes im ehemaligen Westteil Berlins, erinnern heute an den gewaltigen Blutzoll, den der Zweite Weltkrieg allein der Bevölkerung der Sowjetunion abforderte: 20 Millionen Menschenleben. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)

0503D: Die Tragödie der „Cap Arcona“

  • In den letzten Tagen vor Ende des Zweiten Weltkrieges kam es in der Neustädter Bucht zu einer großen Katastrophen. Britische Jagdbomber versenkten einige Schiffe – darunter den ehemaligen Luxusliner „Cap Arcona“. Auf diesen Booten befanden sich allerdings von der SS dorthin getriebene KZ-Häftlinge. (dradio.de 2020)

0504D: Fritz Kreisler spielt ein ungarisches Rondo von Haydn

  • Here is a 1945 recording of Fritz Kreisler playing his arrangement of Hungarian Rondo by Haydn. He is accompanied by The Victor Symphony Orchestra, Donald Voorhees conducting. (Add &fmt=18 for better resolution) (youtube.com)

0505D: Prager Aufstand

  • Der Prager Aufstand bezeichnet eine militärische Erhebung des tschechischen Widerstandes gegen die deutschen Besatzungstruppen im besetzten Prag. Er begann am 5. Mai 1945 durch eine Meldung im tschechischen Radio und endete mit einem Waffenstillstand sowie mit dem Abzug der Wehrmacht aus Prag am 8. Mai 1945. Einen Tag später zog die Rote Armee in die befreite Stadt ein.
  • Nur wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 5. Mai 1945, begann der Aufstand in Prag gegen die deutschen Besatzungstruppen. Ausgelöst durch eine Radiomeldung setzte sich der tschechische Widerstand zur Wehr. (dradio.de 2015)

0505D: Dutch Swing College Band

  • Die „Dutch Swing College Band“ wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Untergrund in den Niederlanden gegründet. Jugendliche begeisterten sich für Musik, die von den Nazis als „entartet“ bezeichnet wurde. In Europas Metropolen präsentierte die Clique adaptierten New Orleans-Jazz von Louis Armstrong & Co. (dradio.de 2020)

0508D: Ende des Zweiten Weltkriegs

  • 8. Mai 1945 - endlich schweigen die Waffen. Die Überlebenden kriechen aus ihren Kellerlöchern, das tausendjährige Reich liegt in Ruinen. 500 Millionen Kubikmeter Trümmer hat der Krieg allein auf deutschem Boden hinterlassen. Menschenmassen irren umher, auf der Suche nach Obdach, nach Wasser, nach Brot. (WDR ZeitZeichen)
  • Vor sechzig Jahren endete am 8. Mai der 2. Weltkrieg. (dradio.de 2005)
  • Heute vor 70 Jahren wurde in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Der Zweite Weltkrieg hatte damit sein Ende genommen - aber nur in Europa. (dradio.de 2015)
  • Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Nach fünfeinhalb Jahren schwiegen dort die Waffen. Die deutsche Wehrmacht musste in die bedingungslose Kapitulation einwilligen – und die Kapitulationsurkunde gleich zweimal unterzeichnen. (dradio.de 2020)
  • Am 8. Mai 1945 erwacht Europa aus einem Albtraum: Der Zweite Weltkrieg geht zu Ende nach gut 2000 Tagen Tod und Zerstörung. Die Schweiz ist ungeschoren davongekommen, aber nicht unberührt. Wer in der Schweiz Krieg und Kriegsende miterlebt, wird von beidem geprägt. (SRF Zeitblende 2020)
  • Im Mai 1945 kapitulierten die deutschen Truppen. Damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. In fünf Spezialausgaben der Zeitblende geben drei Zeitzeugen Einblick in ihre Nachkriegszeit. In der 1. Folge der Serie «Endlich Frieden: Eine Generation erzählt», geht es um das Kriegsende. (SRF Zeitblende 2020)

0508D: Strafrechtliches Rehabilitierungsgesetz

  • Das Strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG) regelt die juristische und soziale Wiedergutmachung für strafrechtliches Unrecht und rechtsstaatswidrige Freiheitsentziehungen in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands bzw. in der DDR sowie in Ost-Berlin zwischen 1945 und 1990. Es nennt zum einen die Voraussetzungen, unter denen Unrechtsakte für rechtsstaatswidrig erklärt und aufgehoben werden können, und enthält zum anderen Vorschriften über Wiedergutmachungsleistungen für Opfer. Die strafrechtliche Rehabilitierung ist grundsätzlich als zweistufiges Verfahren aufgebaut: Zunächst muss eine Rehabilitierung ausgesprochen werden. Erst im Anschluss können Ausgleichsleistungen gewährt werden. Das Rehabilitierungsgericht wird nur auf Antrag tätig. Die Voraussetzungen hierfür sind im 1. Abschnitt des Gesetzes in §§ 1 und 2 genannt. Der 1. Abschnitt enthält darüber hinaus Regelungen zu bestimmten Folgen der Aufhebung. Das gerichtliche Verfahren und die formellen Voraussetzungen eines Rehabilitierungsantrags sind im 2. Abschnitt des Gesetzes geregelt. Der 3. Abschnitt des Gesetzes regelt die zweite Stufe des Rehabilitierungsverfahrens und enthält die Vorschriften über soziale Ausgleichsleistungen, die in der Regel nur nach einer erfolgten Rehabilitierung gewährt werden. Der 4. Abschnitt enthält Überleitungs- und Schlussvorschriften. (Artikel des Tages)]

0521D: Berliner Zeitung

  • Der Zweite Weltkrieg ist erst seit ein paar Tagen offiziell zu Ende, als am 21. Mai 1945, vor 75 Jahren, die erste Ausgabe der „Berliner Zeitung“ erscheint. Die Berliner sehnten sich nach verlässlichen Informationen etwa über über den Berliner Verkehr – die erste Ausgabe war schnell vergriffen. (dradio.de 2020)

0529D: Deutschland und die Deutschen (Thomas Mann)

  • Deutschland und die Deutschen ist eine Rede Thomas Manns, die er am 29. Mai 1945 in der Forschungs­bibliothek des US-Kongresses, der Library of Congress, zunächst in englischer Sprache hielt. Einige Wochen nach der deutschen Kapitulation und vor dem Hinter­grund der Aus­wirkungen des Zweiten Welt­krieges bewertete Thomas Mann die politische und geistes­geschicht­liche Stellung Deutsch­lands. Er befasste sich mit der deutschen Inner­lichkeit und Romantik, in denen er Eigen­arten des deutschen Wesens erblickte, und suchte nach seelischen Konstanten, die sowohl die Bedeutung der deutschen Kultur wie die verhäng­nis­volle, schuld­hafte Ver­strickung in den National­sozialismus begreifbar machen sollten. Der National­sozialismus erscheint dabei als Teil der Geschichte der deutschen Inner­lichkeit, die sich in der Refor­mation und der roman­tischen Bewe­gung gezeigt habe. (Artikel des Tages)

0531D: Brünner Todesmarsch

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehr als drei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben. Im Januar 1946 begann der offizielle Transfer. Doch schon am 31.05 1945, vor 75 Jahren, begann die wilde Vertreibung der Brünner Deutschen nach Österreich. (dradio.de 2020)

Juni

0601D: Trümmerfrauen

  • Wenn ein Krieg zu Ende ist, ist er nicht vorbei. Mit den Hinterlassenschaften haben noch Generationen zu tun: Ursachen diskutieren, Erinnerungen bewahren, Verbrechen benennen, Geschichte aufarbeiten. Die sichtbaren Kriegsfolgen sollen da wenigstens schnell verschwinden: Die Trümmer müssen weg. (WDR ZeitZeichen 2020)
  • Nach dem Krieg lagen viele deutsche Städte in Trümmern. Auch Berlin hatte es hart getroffen. Mehr als 350 Luftangriffe seit 1940 hatten mehr als die Hälfte des Wohnraumbestandes zerstört. Vor dem Krieg hatte die Stadt 4,3 Millionen Einwohner, bei Kriegsende waren es noch 2,3 Millionen, nur wenige Männer. Sie waren gefallen, vermisst oder in Gefangenschaft. Mit den Aufräumarbeiten mussten die Frauen fast allein beginnen, in allen zerbombten Städten. Vor allem in Berlin. (dradio.de 2005)
  • Heute vor 75 Jahren wurde in der einstigen Reichshauptstadt Berlin bekannt gegeben, dass Frauen zur Trümmerbeseitigung herangezogen werden sollen. Schnell entwickelte sich um die Tätigkeit dieser Frauen ein Mythos, dessen Dimensionen nach Zahlen und Bedeutung die Realität weit hinter sich ließen. (dradio.de 2020)

0605D: Berliner Erklärung (Alliierte)

  • Die Oberbefehlshaber der vier Siegermächte USA, Großbritanien, Frankreich und die Sowjetunion übernehmen mit der Unterzeichnung der Berliner Deklaration ("Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands") die "Oberste Regierungsgewalt in Deutschland". Das Deutsche Reich wird in vier Besatzungszonen und Berlin in vier Sektoren aufgeteilt, in denen die Militärgouverneure nach eigenem Ermessen handeln. Die Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße werden "bis zu einem Friedensvertrag unter polnische bzw. sowjetischer Verwaltung gestellt". Die dortige deutsche Bevölkerung ebenso wie die Deutschen aus der Tschechoslowakei und Ungarn ist auszusiedeln. Die Vertreibung von über 10 Millionen Deutschen wird damit legalisiert. (aref.de)

0607D: Die Rückkehr des Königs

  • Prinz Carl von Dänemark wurde 1872 als Haakon VII. König von Norwegen. Seinen Patriotismus stellte er während des Zweiten Weltkriegs unter Beweis: Kollaboration mit den Deutschen war mit ihm nicht zu machen. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil am 7. Juni 1945 wurde Hakoon VII. in Oslo frenetisch gefeiert. (dradio.de 2020)

0622D: Jakarta-Charta

  • Die Jakarta-Charta (indonesisch Piagam Jakarta) war ein Ent­wurf zur Präam­bel der Verfas­sung der Repu­blik Indone­sien, der am 22. Juni 1945 von einer Sonder­kommis­sion des „Unter­suchungs­aus­schus­ses zur Vor­berei­tung der Unab­hängig­keit Indone­siens“ in Jakarta vorge­legt wurde. An ihr ent­spann sich ein bis heute andau­ernder Streit zwi­schen Vertre­tern einer mehr säkula­risti­schen und einer mehr isla­misti­schen Staats­ord­nung in Indo­nesien. Das Doku­ment ent­hält die fünf Prinzi­pien der Panca­sila-Ideo­logie, darüber hinaus aber auch eine Klausel, die die Muslime zur Einhal­tung der Scharia ver­pflich­tet. Dieser Zusatz, der auch als die „Sieben Wörter“ (tujuh kata) be­kannt ist, war in der Verfas­sung nach der Indo­nesi­schen Unab­hängig­keits­erklä­rung am 18. August 1945 aller­dings nicht mehr ent­hal­ten. Wäh­rend der 1950er Jahre war die Verfas­sung von 1945 ausgesetzt. (Artikel des Tages)

0626D: Vereinte Nationen

  • Nach 12 Jahren NS-Herrschaft lag Deutschland politisch, wirtschaftlich und moralisch am Boden. Mit seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg hatte es erst einmal jeden Anspruch verloren, sich selbst zu regieren und zu verwalten. Stattdessen übernahmen die alliierten Siegermächte 1945 diese Aufgabe. (dradio.de 2020)
  • Manche Zeitgenossen hatten sie als künftige Weltregierung ausersehen, die den Krieg abschaffen und die Staaten zur Vernunft zwingen konnte. Ein hehres Ziel, mit dem die UNO am 26. Juni 1945, heute vor 70 Jahren, gegründet wurde. An diesem Tag wurde ihre Verfassung, die Charta der Vereinten Nationen, in San Francisco verabschiedet. (dradio.de 2015)

0626D: CDU (Deutschland)

  • Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ist eine christdemokratische Volkspartei in Deutschland. Sie stellt mit der Bundesvorsitzenden Angela Merkel die amtierende Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Auf europäischer Ebene ist die CDU Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP, engl. European People's Party, EPP). Die CDU ist die mitgliederstärkste Partei in Deutschland. Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands („Ost-CDU“) ging 1990 in der gesamtdeutschen CDU auf.
  • Vor 75 Jahren gründete sich in Berlin die CDU. Die Partei suchte einen Dritten Weg zwischen einer Restauration der bürgerlichen Gesellschaft und dem Sozialismus, zur verbindenden Klammer wurde dabei das Christentum. Konrad Adenauer brachte die Partei später auf einen marktwirtschaftlicheren Kurs. (dradio.de 2020)

0626D: Londoner Konferenz

  • Die Londoner Konferenz vom 26. Juni bis zum 8. August 1945 diente der Vorbereitung der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des nationalsozialistischen Deutschen Reiches. Das internationale Militärtribunal wurde in dieser auch als Londoner Viermächtekonferenz titulierten Tagung der Vertreter von Großbritannien, Frankreich, der Sowjetunion und den USA errichtet und das weitere gemeinsame Vorgehen im Londoner Statut festgelegt. Es wurde von Robert Falco (F), Robert H. Jackson (USA), Iona Timofejewitsch Nikittschenko (UdSSR) und anderen Teilnehmern unterzeichnet.

0628D: Stalingrad (Roman)

  • Der deutsche Schriftsteller Theodor Plievier lebte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im sowjetischen Exil. Dort schrieb er auf Basis von Zeitzeugen-Berichten den Roman „Stalingrad“, ein Werk über das Schicksal der verletzten, hungernden und erfrierenden deutschen Soldaten. (dradio.de 2020)

Juli

0705D: Julius Dorpmüller

  • Julius Dorpmüller (* 24. Juli 1869 in Elberfeld; † 5. Juli 1945 in Malente-Grems­mühlen) war ein deutscher Eisenbahn­ingenieur und Politiker. Von 1926 bis zu seinem Tod war er General­direktor der Deutschen Reichsbahn, von 1937 an zusätzlich Reichsverkehrs­minister. Dorpmüller begann seine Laufbahn bei den Preußischen Staats­bahnen und galt als international anerkannter Eisenbahn­fachmann. Nach Hitlers Macht­übernahme 1933 behielt er sein Amt trotz vehementer Kritik aus Kreisen der NSDAP. Dorpmüller setzte zur Verteidigung seiner Position die NS-Aufrüstungs- und Rassen­politik bei der Reichsbahn um und suchte den Schulter­schluss mit wichtigen Personen des Regimes, so bei der Weltrekord­fahrt der Schnellfahr­lokomotive 05 002 am 11. Mai 1936, an der unter anderen Gästen auch Heinrich Himmler und Martin Bormann teilnahmen. Während des Zweiten Weltkriegs erreichte die Reichsbahn unter seiner Führung die größten Beförderungs­leistungen ihrer Geschichte. Zugleich war sie am Transport der Opfer des Holocaust in die Vernichtungs­lager beteiligt. Die Vorstände der Deutschen Bundesbahn und viele Eisen­bahner sahen in ihm nach 1945 über Jahre vor allem den vorbild­lichen Fachmann und distanzierten sich erst seit den 1980er Jahren von ihm, nachdem Dorpmüllers Rolle bei den Verbrechen des Dritten Reichs von Historikern thematisiert und aufbereitet wurde. (Artikel des Tages)

0704D: Kulturbund der DDR

  • Nur sechs Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands wurde im Juli 1945 in Berlin der "Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands" gegründet. Namhafte Persönlichkeiten hatten sich zu dem parteiübergreifenden Bündnis zusammengeschlossen, um ein "neues" Deutschland zu schaffen. Der einsetzende Kalte Krieg mit seiner Blockkonfrontation ließ den Versuch eines geistigen Neubeginns Deutschlands über die Zonengrenzen hinweg aber bald scheitern. (dradio.de 2005)
  • Als der „Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ vom Schriftsteller Johannes R. Becher gegründet wurde, hatte dieser ein Ziel: die „Vernichtung der Nazi-Ideologie“ und die Umerziehung im Sinne des Sozialismus. Am Ende war es eine Massenorganisation für kulturelle Freizeit. (dradio.de 2020)

0714D: Demokratischer Block

  • Schon kurz nach dem Ende des Nationalsozialismus entstehen in Deutschland mit Erlaubnis der alliierten Besatzungsmächte wieder Parteien – zuerst in der Sowjetischen Besatzungszone. Doch Demokratie soll dort von vorneherein nur zum Schein herrschen. (dradio.de 2020)

0716D: Atomwaffen

  • Kernwaffen, auch als Atom­waffen oder Nuklear­waffen bezeichnet, sind Bomben oder Artillerie­geschosse, die die Energie für eine Explosion aus Kern­reaktionen (Kern­spal­tungen oder -verschmel­zungen) beziehen. Während sich konven­tionelle Explosiv­stoffe durch chemische Umwand­lung des festen oder flüssigen Explosiv­stoffes in heiße Gase schlag­artig ausdehnen, setzen Kern­waffen in Bruch­teilen einer Sekunde unge­heure Energie­mengen frei, die die Bombe und die nähere Umge­bung auf Tempe­raturen im Millio­nen-Kelvin-Bereich auf­heizen. Damit wird jeder Fest­stoff zu einem besonders heißen Gas ver­dampft. Daraus resultiert eine um Größen­ordnungen stärkere Volumen­expansion. Die so erzeugte Druck­welle hat genügend Gewalt, über Kilo­meter­distan­zen hinweg alle Lebe­wesen zu töten. Kern­waffen beziehen ihre enorme Energie aus den Unter­schieden der Bin­dungs­energien von Atom­kernen, die zu Energie­frei­setzungen in den Reak­tionen Kern­spaltung und Kern­fusion führen. Die Energie­frei­setzun­gen sind millionen­fach größer als die chemi­schen Bindungs­energien in Mole­külen. Die erste jemals durch­geführte Kern­waffen­explo­sion war der Trinity-Test am 16. Juli 1945 im US-Bundes­staat New Mexico. (Artikel des Tages)
  • Heute vor 60 Jahren testeten die Amerikaner in der Wueste von Neu Mexiko unter dem Code Namen Trinity die erste Atombome. Er habe nie daran gezweifelt, dass Amerika sie benutzen würde, erklärte Präsident Harry Truman, der den Befehl gab, die Bomben über Hiroshima und Nagasaki abzuwerfen. "Die Physiker haben erfahren, was Sünde ist, und dieses Wissen wird sie nie mehr ganz verlassen," kommentierte J. Robert Oppenheimer, der Leiter des mit der Entwicklung der Atombombe beauftragten Manhattan Project. (dradio.de 2005)
  • Am 16. Juli 1945 führte ein Team von Physikern im Auftrag der US-Armee in der Wüste New Mexicos den ersten Kernwaffentest durch. Die Warnungen der Physiker vor den verheerenden Folgen verhallten, es war der Beginn des atomaren Wettrüstens. Drei Wochen später warfen die USA die Atombombe über Hiroshima ab. (dradio.de 2020)
  • Auf dem Trinity-Testgelände in Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico wird vor den Augen ihrer faszinierten Väter die erste Atombombe gezündet. Unter strengster Geheimhaltung wurde sie von einem Team um den Physiker J. Robert Oppenheimer unter dem Namen "Manhattan Project" entwickelt. Physiker und Pazifist Albert Einstein lieferte dazu den Anstoß. (aref.de)

0717D: Potsdamer Konferenz

  • Die Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 im Potsdamer Schloss Cecilienhof, offiziell als Dreimächtekonferenz von Berlin bezeichnet, war ein Treffen der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkriegs nach dem Ende der Kampfhandlungen in Europa zur Beratung auf höchster Ebene über das weitere Vorgehen. Die Ergebnisse wurden in Bezug auf Deutschland im Potsdamer Abkommen, in Bezug auf Japan in der Potsdamer Erklärung festgehalten.
  • Am 17. Juli 1945 begann in Potsdam die Konferenz zwischen den drei Siegermächten, den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Sowjetunion. Sie sollte den Schlussstrich unter den Zweiten Weltkrieg in Europa ziehen. Doch die Hoffnungen auf eine dauerhafte Friedensordnung erwiesen sich bald als trügerisch. (dradio.de 2005)
  • Am 17. Juli 1945 kamen in Potsdam die Siegermächte zusammen, um über die Zukunft Deutschlands zu entscheiden. Zwei Monate nach dem Kriegsende herrschte bereits großes Misstrauen zwischen den drei West-Alliierten und der Sowjetunion. Der Kalte Krieg warf seine Schatten voraus. (dradio.de 2015)

0726D: Churchill verliert die Unterhauswahlen

  • Er war eine der großen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, mit einer wechselhaften politischen Karriere: Winston Churchill. 1940 wurde er britischer Premier und führte Großbritannien durch den zweiten Weltkrieg. Doch als der Krieg zu Ende war, wurde er, der Kriegssieger, zu Hause vernichtend geschlagen: Vor 60 Jahren, am 26. Juli 1945, verlor Winston Churchill die Unterhauswahlen in Großbritannien. (dradio.de)

0727D: Konzert für Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

  • Um die überlebenden Opfer der Nazi-Barbarei wieder an Kunst und Kultur teilhaben zu lassen, traten Yehudi Menuhin und Benjamin Britten im befreiten Konzentrationslager Bergen-Belsen auf. Die Zuhörer reagierten auf das Konzert teils überfordert, teils tief berührt. (dradio.de 2020)

August

0806D: Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

  • Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vom 6. und 9. August 1945 wurden von US-Präsident Harry S. Truman am 16. Juli 1945 – unmittelbar nach Bekanntwerden des erfolgreichen Trinity-Tests, des ersten Atomtests – beschlossen und am 25. Juli angeordnet. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort. Weitere 130.000 Menschen starben bis Jahresende an den Folgen des Angriffs, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach. Nur diese ersten einsatzfähigen Atombomben wurden bisher in einem Krieg gegen Menschen eingesetzt. Darauf folgte am 2. September 1945 die Kapitulation Japans, mit der der Zweite Weltkrieg endete. Die Abwürfe sollten das Ende des Krieges beschleunigen und damit vielen US-Soldaten das Leben retten. Ob diese Begründung zutraf und ob die Abwürfe völkerrechtlich, ethisch und politisch zu verantworten waren, ist seit 1945 stark umstritten. Eine Strafverfolgung der Verantwortlichen geschah nicht.
  • Mit dem Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945 auf die japanische Stadt Hiroshima wurde das Ausmaß der Zerstörungskraft dieser neuen Waffe deutlich. Die nukleare Bombe birgt zudem ein Drohpotential, das die Beziehungen von Staaten untereinander beeinflusst - über den kalten Krieg bis heute; in einer Zeit, in der die so genannten Schurkenstaaten Atombomben bauen können.(dradio.de 2005)
  • Heute vor 70 Jahren haben die USA die erste Atombombe über ein von Menschen besiedeltes Gebiet abgeworfen - über der japanischen Stadt Hiroshima. Mehr als 140.000 Menschen wurden sofort getötet. Am Jahrestag finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. (dradio.de 2015)
  • B-29-Bomber vom US-Luftwaffenstützpunkt Tinian nehmen wie so oft Kurs auf Japan. Um 8.15 Uhr Ortszeit klinkt die "Enola Gay" eine Spezialbombe aus. Die Besatzung des B29-Bombers fliegt eine scharfe Kurve und setzt ihre Schutzbrillen auf. Nach 43s detoniert in 500m Höhe über dem Stadtzentrum von Hiroshima, der siebtgrößten Stadt Japans, die Atombombe. Im Umkreis von 1,5 km zerschmilzt Stahl und die Menschen zerfallen zu Asche. Die Druckwelle der Atombombe fegt über die Stadt und mäht jedes Gebäude in einer Umgebung von mehreren Kilometern nieder. Innerhalb eines Atemzuges werden Zehntausende Menschenleben ausgelöscht. Im Laufe der kommenden Monate steigt die Zahl der Todesopfer auf etwa 140.000, viele weitere sterben an den Spätfolgen. (aref.de)
  • Sommer in Hiroshima: 27 Grad. Es ist windstill. Die Menschen auf den Straßen ignorieren den Luftalarm. Nur drei Flugzeuge sind am Himmel zu sehen. Die Japaner ahnen nichts von der tödlichen Fracht an Bord des Bombers "Enola Gay". Um 8.15 Uhr klinkt Bordschütze Tom Feerebee "Little Boy" aus - der erste Kampfeinsatz einer Atombombe. Sie detoniert 43 Sekunden später über der 300.000-Einwohner-Stadt. Sturm und Höllenfeuer breiten sich mit einer Geschwindigkeit von 1.200 Kilometer pro Stunde aus: 70.000 Einwohner sterben sofort, bis 1950 steigt die Opferzahl auf 200.000 an. Um den Kriegsgegner Japan endgültig in die Knie zu zwingen, werfen die Amerikaner drei Tage später eine zweite Bombe ab. Sie trifft die Stadt Nagasaki - durch die Explosion und Strahlenschäden sterben bis 1950 fast 140.000 Menschen. Kaiser Hirohito kapituliert wenige Tage nach den Abwürfen. Die Nachkriegswelt wird von der Bombe nachhaltig geprägt: Der Atomkrieg wird zur größten Bedrohung, der sich die Menschheit je ausgesetzt sah - paradoxerweise aber auch zum Friedens-Garanten im Kalten Krieg zwischen Ost und West. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)

0807D: Marschall Philippe Pétain wird zum Tode verurteilt

  • Sein Name spaltet bis heute die französische Gesellschaft. Der Marschall Philippe Pétain wurde als Sieger von Verdun zum Retter Frankreichs im Ersten Weltkrieg und ging in die Ruhmesgeschichte unseres Nachbarlandes ein. Doch als er 1940 nach der Niederlage Frankreichs gegen Hitler-Deutschland, zum Staatschef aufgestiegen, mit dem deutschen Diktator kollaborierte, wurde er in den Augen vieler Franzosen zum Verräter. Nur ein Gnadenakt seines großen Gegenspielers, des Generals de Gaulle, rettete ihn vor dem Tod. (dradio.de)

0814D: Philippe Pétain wird als Nazi-Kollaborateur verurteilt

  • Sein Name spaltet bis heute die französische Gesellschaft. Der Marschall Philippe Pétain wurde als Sieger von Verdun zum Retter Frankreichs im Ersten Weltkrieg und ging in die Ruhmesgeschichte unseres Nachbarlandes ein. Doch als er 1940 nach der Niederlage Frankreichs gegen Hitler-Deutschland, zum Staatschef aufgestiegen, mit dem deutschen Diktator kollaborierte, wurde er in den Augen vieler Franzosen zum Verräter, der keinen Platz im kollektiven Gedächtnis der Nation verdient. Nur ein Gnadenakt seines großen Gegenspielers, des Generals de Gaulle, rettete ihn vor dem Tod. (dradio.de)

0817D: Roman "Farm der Tiere" (Orwell)

  • Erst fand er keinen Verleger, der das Buch drucken wollte. Dann wäre das Manuskript bei einem Bombenangriff fast verloren gegangen. Heute vor 70 Jahren erschien dann doch "Animal Farm" von George Orwell. Die im Grunde tieftraurige Parabel machte ihn weltberühmt. Nur in der Sowjetunion wurde das Buch sofort verboten. (dradio.de 2015)

0831D: Evangelische Kirche in Deutschland

  • Mit dem Kriegsende standen die deutschen Protestanten vor der Aufgabe, sich neu zu organisieren. Eine Konferenz sollte im August 1945 das Gefühl der Gemeinschaft stärken. Das Treffen endete mit der Gründung der "Evangelische Kirche in Deutschland" - kurz EKD. (dradio.de)

September

0902D: Augustrevolution (Vietnam)

  • Als Augustrevolution in Vietnam wird die Etablierung einer von der franzö­sischen Kolonial­macht unab­hängigen vietname­sischen Regierung in Hanoi durch die Viet Minh ab August 1945 bezeichnet. Am 2. September 1945 rief Ho Chi Minh öffentlich in Hanoi die Demo­kratische Republik Vietnam (DRV) aus. Die Absicht Frank­reichs, seine Kolonie wieder in Besitz zu nehmen, wurde durch die drohende Inter­vention national­chine­sischer Truppen, die in Nord­vietnam statio­niert waren, aufge­schoben. Infolge­dessen kam es zu einem kurz­lebigen Interims­abkommen zwischen Frankreich und den Viet Minh. Nach Abzug der chine­sischen Truppen eskalierte die Lage Ende 1946 und mündete in den bis 1954 andau­ernden Indo­china­krieg. (Artikel des Tages)

0902D: Kapitulation Japans

  • Tokio erklärte sich am 14. August bereit, die Bedingungen zu akzeptieren, die die Alliierten in ihrer so genannten "Potsdamer Erklärung" im Juli 1945 gefordert hatten. An Bord der USS "Missouri" in der Bucht von Tokio unterzeichneten die japanischen Deligierten die Kapitulationsurkunde. Der zweite Weltkrieg war damit offiziell beendet. (dradio.de)
  • Verschollene Filmschätze

0909D: Erster Computerfehler diagonstiziert

  • Im US-Testlabor der Harvard-Universität dokumentiert die Computerpionierin Grace Murray Hopper den ersten Computerfehler. Ursache ist eine Motte, die einen elektrischen Kontakt des elektromechanischen Computers Mark II blockiert. Grace Hopper klebt die Motte zu ihren Aufzeichungen in das Laborbuch (aref.de)

0912D: VfL Wolfsburg (Sportverein)

  • Der VfL Wolfsburg e.V. ist heute mit etwa 17.000 Mitgliedern in 29 Abteilungen einer der größten und am breitesten aufgestellten Vereine in Niedersachsen. Die meisten Mitglieder sind allerdings keine aktiven Sportler, sondern über eine Fanmitgliedschaft angeworben. Der Verein wurde am 12. September 1945 gegründet. Bislang größter sportlicher Erfolg ist der Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft in der Saison 2008/09. Im Jahr 2001 wurde die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH für die aus dem VfL Wolfsburg e.V. in die GmbH ausgegliederte Fußball-Lizenzspieler-Mannschaft gegründet. An dieser Gesellschaft waren zu Beginn zu 90 Prozent die Volkswagen AG und zu 10 Prozent der VfL Wolfsburg e.V. beteiligt. Nach einer Delegierten-Versammlung des VfL Wolfsburg e.V. am 28. November 2007 stimmten 93 der 94 Delegierten dafür, den 10-Prozent-Anteil an die Volkswagen AG zu verkaufen, die nun 100 Prozent an der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH hält.

0915D: Anton Webern

  • In Mittersill bei Zell am See wird der österreichische Komponist und Mitbegründer der atonalen Musik Anton Webern von einem US-amerikanischen Soldaten erschossen (BR4 Was heute geschah)

0921D: Erste Modenschau nach dem Krieg in Paris

  • Doch, schon schön! Am 21. September 1945 begann in Paris die erste Modenschau der Nachkriegszeit. Aber zu sehen war diese Mode in Deutschland nur in den ersten Modemagazinen. Was sich die deutsche Trümmerfrau zusammenschneidern konnte, sah noch anders aus. (BR2 Kalenderblatt)

0921D: Hockey Homicide (Trickfilm)

0924D: Roma città aperta (Roberto Rosselini)

  • Das Ende des 2. Weltkriegs bedeutete für den europäischen Film eine Aufbruchsphase und Neuorientierung. Junge Autoren und Regisseure sahen sich mit der Wirklichkeit, mit den Auswirkungen des Krieges konfrontiert. Staatliche Aufsicht und Monopole waren zusammengebrochen, Filmstudios zerstört. Vor allem der italienische Film entwickelte sich in dieser Nachkriegszeit zur Avantgarde aller europäischen Länder. Sein bedeutendster Wegbereiter eines neuen dokumentarischen Stils hieß Roberto Rossellini. Heute vor 60 Jahren wurde sein Film Roma, citta aperta (Rom, offene Stadt) uraufgeführt. (dradio.de)

Oktober

1013D: Christlich-Soziale Union (Bayern)

  • Die Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. (CSU) ist eine 1945 gegründete deutsche politische Partei in Bayern, die nur dort zu Wahlen antritt. Auf Bundes­ebene bildet sie im Deutschen Bundestag mit ihrer Schwester­partei, der CDU, eine Fraktions­gemeinschaft (CDU/CSU-Bundestags­fraktion), die gemeinsam mit der SPD-Fraktion derzeit die aktuelle Bundes­regierung trägt. In Bayern stellt die CSU mit Horst Seehofer den Minister­präsi­denten und erreichte bei den Landtags­wahlen 2013 die absolute Mehrheit der Sitze, weshalb sie eine Allein­regierung bildet. Die CSU versteht sich als christlich-­konser­vative Partei. Im November 2014 hatte die CSU etwa 147.000 Mitglieder, der Anteil der Frauen daran betrug rund 20 Prozent. Die CSU ist damit die dritt­größte deutsche Partei. Bei den Bundestags­wahlen 2013 erreichte sie 49,3 % der Stimmen in Bayern (7,4 % bundesweit) (Artikel des Tages)

1019D: Stuttgarter Schuldbekenntnis

  • Mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis (auch Schuld­erklärung der evange­lischen Christen­heit Deutsch­lands) bekannte die nach dem Zweiten Weltkrieg neuge­bildete Evange­lische Kirche in Deutsch­land (EKD) erstmals eine Mitschuld evange­lischer Christen an den Verbrechen des National­sozialismus. Die Erklärung wurde von den EKD-Ratsmit­gliedern Hans Christian Asmussen, Otto Dibelius und Martin Niemöller auf einer Ratstagung in Stuttgart gemeinsam verfasst und dort am 19. Oktober 1945 verlesen. Anlass war der Besuch hoch­rangiger Vertreter des Ökume­nischen Rates der Kirchen (ÖRK), die sich bereit zeigten, sich mit den Deutschen zu versöhnen und die EKD aufzu­nehmen. Mit der Erklärung öffneten die Autoren der EKD den Weg zu ökume­nischer Gemein­schaft und verstärkter Hilfe für die not­leidenden Deutschen. Die Veröffent­lichung des Textes löste heftige Kontro­versen in der EKD und der deutschen Bevölkerung aus, bildete lang­fristig aber den Ausgangs­punkt einer Neube­sinnung des deutschen Protestan­tismus. (Artikel des Tages)

November

1111D: Jerome David Kern

  • Jerome David Kern (1885-1945) war ein US-amerikanischer Komponist.
  • In New York erliegt Jerome Kern an den Folgen einer Herzattacke. (BR4 Was heute geschah)

1113D: General Charles de Gaulle wird französischer Ministerpräsident

  • Das erste Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg war für Frankreich eine Zeit politischer Instabilität. Häufige Regierungswechsel prägten die IV. Republik, das Land führte und verlor Kolonialkriege, mehr als einmal versuchten reaktionäre Militärs zu putschen. General Charles de Gaulle, Kriegsheld und Befreier Frankreichs, stellte die Institutionen der Republik permanent infrage - denn er wollte einen anderen Staat, mit sich selbst an der Spitze. (dradio.de)

1115D: Dachau-Hauptprozess

  • Der Dachau-Hauptprozess war der erste Kriegsverbrecherprozess der United States Army in der amerikanischen Besatzungszone am Militärgericht in Dachau. Dieser Prozess fand vom 15. November 1945 bis zum 13. Dezember 1945 im Internierungslager Dachau statt, wo sich bis Ende April 1945 das Konzentrationslager Dachau befunden hatte. In diesem Prozess waren 40 Personen angeklagt, denen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem KZ Dachau und dessen Nebenlagern zur Last gelegt wurden. Das Verfahren endete mit 40 Schuldsprüchen, darunter 36 Todesurteile, von denen 28 vollstreckt wurden. Offiziell wurde der Fall als United States of America vs. Martin Gottfried Weiss et al – Case 000-50-2 bezeichnet. Dem Dachau-Hauptprozess schlossen sich 121 Nebenverfahren mit etwa 500 Angeklagten an, die sich auf den Hauptprozess als Musterprozess (Parent Case) stützten. Der Dachau-Hauptprozess war der erste und damit wegweisende Konzentrationslagerprozess im Rahmen der Dachauer Prozesse. Bis 1948 folgten noch weitere Haupt- und Nebenprozesse gegen das Lagerpersonal anderer Konzentrationslager.

1116D: UNESCO

  • Als im November 1945 die Vertreter von 37 Staaten die Verfassung der UNESCO unterzeichneten, war dies eine Antwort auf die immensen Zerstörungen in Asien und Europa während des Zweiten Weltkrieges. Die Unterzeichnerstaaten wollten nichts weniger, als den Frieden auf unserem Planeten dauerhaft sichern. (dradio.de 2005)
  • Im November 1945 stand die Welt noch in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs. Die Gründer der UNESCO sahen in dieser Situation die Chance, den Wiederaufbau von Bildungs- und Kulturinstitutionen international anzugehen. (dradio.de 2015)

1120D: Nürnberger Prozesse

  • Der Nürnberger Prozess brachte nicht nur die einzigartigen Verbrechen des Regimes ans Licht. Mit ihm wurde zugleich ein neues Kapitel des Völkerrechts aufgeschlagen. Erstmals mussten sich Repräsentanten eines Staates, der einen Angriffskrieg geführt und schwerste Verbrechen gegen die Menschheit verübt hatten, vor Gericht verantworten. Ein historisches wie aktuelles Thema. (dradio.de 2005)
  • Heute vor 70 Jahren begann vor dem eigens hierfür eingerichteten alliierten Militärgerichtshof der erste Nürnberger Prozess gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher. 21 Angeklagte aus Politik, Wirtschaft und Militär standen vor Gericht, unter ihnen Hermann Göring, Rudolf Heß und Julius Streicher. Verhandelt wurden "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" von bis dahin ungeahnten Ausmaßen. (dradio.de 2015)

1127D: CARE International

  • CARE International zählt heute mit zahlreichen Länder- und Regionalbüros vor Ort zu den großen privaten Hilfsorganisationen. In Deutschland und Österreich ist die Nichtregierungsorganisation durch die in der Nachkriegszeit versandten „CARE-Pakete“ bekannt. Hunderte von Hilfsprogrammen werden heute überwiegend von einheimischen CARE-Mitarbeitern in rund 70 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Europas betreut.
  • Älteren Westdeutschen sind vermutlich noch die CARE-Pakete in Erinnerung: Fleischkonserven, Getreide, Schokolade und Zigaretten gehörten zum Inhalt. Für zehn Dollar konnten die Amerikaner ein solches Paket bei der Hilfsorganisation CARE bestellen und nach Europa schicken lassen. Vielen Empfängern half die Lieferung nach dem Krieg zu überleben. (dradio.de 2005)
  • Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hungerten Millionen von Menschen in den zerstörten Städten Europas. Um sie zu unterstützten, gründeten mehr als 20 karitative Verbände in den USA am 27. November 1945 die Hilfsorganisationen CARE und versorgten in den Folgejahren Millionen Menschen mit Lebensmitteln. 1960 war dann in Deutschland Schluss. (dradio.de 2015)

Dezember

1213D: in Dachau endet der erste Kriegsverbrecherprozess

  • Dachau ist ein symbolischer Ort in zweierlei Hinsicht: einmal für die NS-Verbrechen, aber auch für deren juristische Aufarbeitung. Denn auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, in dem die schlimmsten Gräueltaten verübt wurden, fanden direkt nach dem Krieg zahlreiche Kriegsverbrecherprozesse statt. (dradio.de)

1214D: 1. Treffen zur Gründung der CDU

  • In Bad Godesberg beginnt das erste Treffen der christlich-demokratischen Bewegungen aus den vier Besatzungszonen (auch "Reichstreffen" genannt). Man will (im Gegensatz zur katholisch geprägten Zentrumspartei) zum Wiederaufbau Deutschlands Christen aller Konfessionen zu einer starken politischen Kraft vereinen. (aref.de)

1224D: Weihnachten

  • Der 24. Dezember 1945 ist ein nasskalter, grauer Montag. Die deutschen Städte liegen noch in Trümmern, in den Notunterkünften drängen sich abertausende Flüchtlinge aus den Ostgebieten. Es fehlt an allem: an Essen, Heizmaterial - und an Zukunftseuphorie. (dradio.de 2015)

1228D: in der amerikanischen Besatzungszone wird der freie Reiseverkehr zugelassen

  • Mai 1945, der Krieg war zu Ende, Hitler-Deutschland besiegt. Von Anfang an schränkten die Alliierten den Bewegungsraum für die Zivilbevölkerung stark ein. Im Laufe des Jahres 1945 wurden die Beschränkungen gelockert, am Ende jenes Jahres durften die Bürger wieder frei reisen. (dradio.de)

Lexikon

Atombombe

  • Am 6. August 1945, also 21 Tage nach dem ersten erfolg­reichen Test bei Alamo­gordo, warf der Bomber Enola Gay die erste Atom­bombe (Sprengstoff: Uran-235), Little Boy genannt, über der Küsten­stadt Hiroshima ab, wo sie um 08:15 Uhr Ortszeit in etwa 600 m Höhe über dem Boden detonierte. Rund 90.000 Menschen starben sofort, weitere 50.000 Menschen starben innerhalb von Tagen bis Wochen an der Strahlen­krankheit. Am 9. August 1945 sollte der Bomber Bockscar die zweite Atom­bombe (Spreng­stoff: Plutonium-239), Fat Man genannt, über Kokura ab­werfen. Als dort auch nach drei Anflügen noch schlechte Sicht herrschte und der Treib­stoff knapp wurde, wich der Komman­dant auf das Alter­nativ­ziel, die Küsten­stadt Nagasaki, aus. Da auch dort die Wolken­decke zu dicht war, wurde das Stadt­zentrum um mehrere Kilo­meter verfehlt. Weil zudem das Stadt­gebiet hügeliger als das Hiro­shimas ist, was die Aus­breitung der Druck­welle behinderte, waren dort weniger Opfer zu beklagen – obwohl Fat Mans Spreng­kraft rund doppelt so stark war wie die von Little Boy. Dennoch kamen bei diesem Angriff 36.000 Menschen sofort ums Leben, weitere 40.000 Menschen wurden so stark verstrahlt, dass sie innerhalb von Tagen bis Wochen starben. (Artikel des Tages)

Berlin-Baumschulenweg

  • Berlin-Baum­schulen­weg ist ein Orts­teil Berlins im Bezirk Treptow-Köpenick. Name und Geschichte des Orts­teils sind eng ver­bunden mit der seiner­zeit welt­weit bekannten und bis heute beste­henden Späth’schen Baum­schule. Im Volksmund wird der Orts­teil auch Baume genannt. Nach Ende des Zweiten Welt­kriegs wurde Baum­schulen­weg 1945 ein eigener Orts­teil. Der Orts­teil Trep­tow wurde dazu entlang des Damm­wegs geteilt. Der Bezirk Treptow, und damit auch Baum­schulen­weg, fiel nach der verwal­tungs­mäßigen Glie­derung von Groß-Berlin durch die alliierten Sieger­mächte unter sowje­tische Kontrolle. In Baum­schulen­weg befand sich in der Sonnen­allee bis 1989 der einzige Grenz­übergang für West-Berliner im Bezirk Treptow. Der Bau der Südost­allee­brücke im Jahr 1999 stellte eine wichtige Verkehrs­ader über den Britzer Verbin­dungs­kanal wieder her. Ihr Vor­gänger war im Zweiten Welt­krieg zerstört worden und seit dieser Zeit war die direkte Verbin­dung von der Sonnen­allee zur Südost­allee unter­brochen. Am 1. Januar 2001 wurden auf Grund der Ver­wal­tungs­reform in Berlin die Bezirke Treptow und Köpenick zum neuen Groß­bezirk Treptow-Köpenick vereinigt. Seitdem liegt Baum­schulen­weg im neuen Bezirk Treptow-Köpenick. (Artikel des Tages)

Holocaustleugnung

  • Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Abstreiten oder weitgehende Verharmlosen des nationalsozialistischen Völkermords an den europäischen Juden. Holocaustleugner prägten dafür den Ausdruck „Auschwitzlüge“, der zum Synonym für ihre Leugnung wurde. Dabei steht der Name des größten Vernichtungslagers Auschwitz für den ganzen Holocaust. Entgegen den gesicherten historischen Fakten behaupten die Leugner, die vom NS-Regime geplante und systematisch durchgeführte, auf Ausrottung zielende Ermordung von etwa sechs Millionen Juden habe nicht stattgefunden. Höchstens einige hunderttausend Juden seien im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgegner getötet worden oder an zufälligen Kriegsumständen gestorben, etwa an Seuchen. Zugleich bestreiten oder verschweigen die Leugner auch den Genozid an den Roma (Porajmos). (Artikel des Tages)

Erzählung "Das Ei und ich" (MacDonald)

  • Das Ei und ich (Originaltitel: The Egg and I) ist eine auto­bio­gra­fische humoris­tische Erzäh­lung der ame­rika­nischen Schrift­stel­lerin Betty MacDonald. Das 1945 er­schie­nene Buch be­schreibt die Erleb­nisse der Erzäh­lerin auf einer Hühner­zucht­farm am Rande der Olympic Moun­tains Ende der 1920er Jahre. Es wurde ein Best­seller, der in zahl­reiche Sprachen über­setzt wurde und von dem welt­weit über drei Millio­nen Exem­plare verkauft wurden. Das Werk fand erst in den 1970er Jahren, im Zuge einer Dis­kus­sion über häus­lichen Humor und „komi­schen Fe­minis­mus“, einige Beach­tung in der Li­teratur­wissen­schaft, ins­beson­dere in den Women’s Studies. Bereits 1951 war jedoch im Zuge eines Verleum­dungs­prozes­ses die Frage akut geworden, ob es sich um eine auto­biogra­fische Erzäh­lung oder ein fiktio­nales Werk handele. Eine 2016 erschie­nene Bio­grafie der Autorin konnte neue Auf­schlüsse zur Ent­stehung und Ver­öffent­lichung des Buches bieten. (Artikel des Tages)

Kalter Krieg

  • Als Kalter Krieg wird der Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion bezeichnet, den diese von 1945 bis in die 1980er Jahre mit allen Mitteln unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges austrugen. Dabei wurden jahrzehntelang auf beiden Seiten politische, ökonomische und militärische Anstrengungen unternommen, bis hin zu Stellvertreterkriegen, um den Einfluss des anderen Lagers weltweit einzudämmen oder zurückzudrängen. Große Auseinandersetzungen gab es beispielsweise bezüglich der Deutschlandpolitik, diese erreichten einen Höhepunkt, als die DDR-Führung unter Walter Ulbricht am 13. August 1961 mit Grenzabsperrungen begann, die in die Errichtung der Berliner Mauer mündeten. Damit sollte die massive Abwanderung von Fachkräften in den Westen gestoppt werden, während die offizielle Propaganda von einem antifaschistischen Schutzwall sprach. Nach wechselseitigen Provokationen standen sich für kurze Zeit sowjetische und US-amerikanische Panzer am Checkpoint Charlie in Berlin direkt gegenüber.

MTB-82 (Bus)

  • MTB-82 (russisch МТБ-82) ist die Bezeichnung eines sowjetischen Oberleitungsbustyps. Die Solowagen wurden ursprünglich vom Rüstungsbetrieb Sawod No. 82 (Завод №82, Werk Nr. 82) im Moskauer Vorort Tuschino entwickelt und hergestellt. Die Serienproduktion wurde 1951 an das zivile Unternehmen Sawod imeni Urizkogo, abgekürzt SiU, in der Oblast Saratow in der RSFSR verlegt. Heute firmiert letzteres Unternehmen unter dem Namen Trolsa. Die Baureihenbezeichnung setzt sich aus der Abkürzung für Moskauer TrolleyBus und der Nummer des Entwicklerbetriebs zusammen. Die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe gaben diesen Wagen den Spitznamen „Emtebeschka“, was in der russischen Sprache eine Verniedlichung der Abkürzung darstellt. Das Sawod No. 82 entwarf den Typ im Jahr 1945, um den Bedarf der sowjetischen Verkehrsbetriebe an Oberleitungsbussen zu decken. Im Hinblick auf den zeitgenössischen Fahrzeugbau wies der MTB-82 konservative oder teilweise veraltete technische Lösungen auf. Zu ihnen zählten der schwere tragende Bodenrahmen mit abnehmbaren Wagenkasten und die nicht automatische Schützensteuerung. (Artikel des Tages)

Oboenkonzert TrV 292 (Strauss)

  • Das Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur, opus 144, von Richard Strauss entstand 1945 und wurde am 26. Februar 1946 in Zürich uraufgeführt. Es ist dem Tonhalle-Orchester Zürich und dessen Leiter, Volkmar Andreae gewidmet. Solist der Uraufführung war der Solo-Oboist des Tonhalle-Orchesters, Marcel Saillet.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Instrumentalkonzerte standen bei Richard Strauss nicht im Vordergrund seines Schaffens: nur ein Violinkonzert, zwei Hornkonzerte und eine Burleske für Klavier und Orchester hat er komponiert. Und spät, mit 81 Jahren, noch ein Oboenkonzert. Angeregt wurde er dazu wahrscheinlich durch eine Begegnung im Sommer 1945: John de Lancie, früher erster Oboist beim Pittsburg Symphony Orchestra besuchte ihn und schwärmte von den wunderbaren Oboenpartien in den Werken. Er fragte Strauss, ob er denn noch nie an das Komponieren eines Oboenkonzerts gedacht habe. Die Antwort war ein dezidiertes Nein. Hinter der kategorischen Ablehnung aber war etwas in Bewegung geraten. So schrieb Strauss kurze Zeit nach dem Besuch an einen Freund: «In der Werkstatt meines Ateliers wird ein Konzert für Oboe und kleines Orchester ausgebrütet.» Vollendet hat er das Werk dann nach seinem Umzug in die Schweiz, wo es am 26. Februar 1946 von den Widmungsträgern uraufgeführt wurde - dem Tonhalle Orchester und ihrem Solooboisten Marcel Saillet. Das Komponieren hat Strauss offensichtlich Spass gemacht, denn er soll beim Schreiben gesagt haben: «Ich arbeite nicht, ich amüsiere mich». In der Diskothek stehen fünf Aufnahmen von Strauss Oboenkonzert zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind die Oboistin und Hörtherapeutin Kirsten Klopsch und der Oboist und Komponist Matthias Arter. (SRF Diskothek im Zwei 2014)

Oper "Peter Grimes" (Britten)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Knapp 30jährig war Benjamin Britten, als er, dieser junge, bescheidene und sympathische Mann, wie er beschrieben wurde, seine erste Oper präsentierte. Das war 1945, also kurz nach dem 2. Weltkrieg - und «Peter Grimes» wurde sofort ein Erfolg. Die Geschichte des Fischers Grimes, dieses verschlossenen und schwerblütigen Eigenbrötlers, der ohne das Meer nicht sein kann und den dieses am Ende zerstört – diese Geschichte ist schön und traurig, berührend und hoffnungslos zugleich. Ein Fischerkaff, eine Kneipe und ein ärmliche Kate auf der Klippe sind die Schauplätze dieser Oper - die Hauptrolle spielt aber das Meer. Denn das konnte er schon damals, der junge britische Komponist: packende musikalische Bilder liefern, die unter die Haut gehen, und wenn einer die Wucht der Fluten und die Kraft des weiten Wassers beschreiben kann als Spiegel unserer unergründlichen Seele, so ist es Benjamin Britten. Gäste von Annelis Berger sind der Sänger Rolf Romei und der Musikbibliothekar Markus Erni. (SRF Diskothek im Zwei 2020)

Roman "Die Straße der Ölsardinen" (Steinbeck)

  • An der Oberfläche ist es eine ganz lustige Geschichte: Eine Gruppe verkrachter Existenzen rottet sich zusammen, um ein Fest zu feiern, was gewisse Beschaffungsaktivitäten erfordert. Der Versuch geht krachend daneben, aber aller guten Dinge sind zwei, und am Ende schmeißt Mack dem Doc eine zünftige Party. Doch Die Straße der Ölsardinen ist alles andere als eine harmlose Story. Unter der heiteren Oberfläche lauern harte Lebensrealitäten. Steinbeck schrieb den Text 1944, nostalgisch und kriegsmüde nach der Rückkehr aus Europa. Ja, das Buch ist lustig, und seine Situationskomik ist nicht in die Jahre gekommen. Aber es ist auch voller Tragik und sozialer Härte, die beiläufig daherkommen, wie Selbstverständlichkeiten, mit denen man sich nicht länger aufhält. Steinbeck zeigt das Leben jenseits der Konventionen und respektiert Armut – bisweilen pathetisch verklärt – auch als selbst gewählte Option außerhalb des kapitalistischen Drucksystems. Die zentrale Beziehungsachse der Geschichte bilden Doc und Mack, das Laboratorium und das Palace Hotel, hüben und drüben von Cannery Row: der eine ein funktionierendes Element der Gesellschaft, aber einsam, der andere ein Aussteiger und Erfolgsverweigerer, geborgen im bunten Club der Außenseiter. (getAbstract 2018)

Schweizer in der französischen Résistance

  • Vor 70 Jahren unterschieb Generaloberst Alfred Jodl die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. In ganz Europa jubelten die kriegsgeprüften Menschen und feierten das Ende des Krieges. In den folgenden Monaten kehrten mehrere hundert Männer in die Schweiz zurück, die für den französischen Widerstand gegen Hitler-Deutschland gekämpft hatten. Diese Schweizer Résistance-Kämpfer wurden in der Schweiz vor Gericht gestellt und verurteilt. Sie hatten «fremden Militärdienst» geleistet. Bis heute sind diese Résistance-Kämpfer nicht rehabilitiert. Der Schweizer Historiker Peter Huber forscht zu den Schicksalen dieser Männer. Er ist Gast in der Zeitblende. (SRF Zeitblende)

Violinkonzert op. 35 (Korngold)

  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • Er hat die grosse, pompöse Filmmusik in Hollywood geprägt wie kein anderer: Der Österreicher Erich Wolfgang Korngold, der mit seiner Familie 1935 nach Kalifornien übersiedelte und dort innerhalb von elf Jahren den Soundtrack für 19 Filme erfand. Dann, mit fast 50, wollte Korngold endlich als «richtiger» Komponist ernst genommen werden. Und schrieb sein Geigenkonzert, in dem er eigene Filmmelodien variierte. Damals wurde es in der Presse verrissen – der Erfolg blieb aus. Heute wird es mehr und mehr geliebt und gespielt. Ein unschlagbar süsses und doch nicht kitschiges Stück Musik, von dem es inzwischen viele tolle Einspielungen gibt. Gäste von Annelis Berger sind der Musikjournalist Michael Struck-Schloen und der Musikredaktor Michael Schwendimann. (SRF Diskothek im Zwei 2017)

The Young Person’s Guide to the Orchestra (Britten)

  • The Young Person’s Guide to the Orchestra, Op. 34, ist ein Musikstück mit dem Untertitel „Variations and Fugue on a Theme of Purcell“, zu deutsch „Variationen und Fuge zu einem Thema von Purcell“, das Benjamin Britten 1946 schrieb. Ursprünglich hatte Britten den Auftrag, ein Stück für den Lehrfilm The Instruments of the Orchestra zu schreiben, der unter der Regie Muir Mathiesons mit dem London Symphony Orchestra, dirigiert von Malcolm Sargent, produziert werden sollte. Das Werk ist eines der bekanntesten Stücke des Komponisten, und ist zusammen mit Saint-Saëns Der Karneval der Tiere und Prokofjews Peter und der Wolf eines der drei am häufigsten verwendeten Stücke in der musikalischen Kindererziehung. „Das Werk“, so der Komponist, „ist den Kindern von John und Jean Maud zärtlich gewidmet: Humphrey, Pamela, Caroline and Virginia, für ihre Erbauung und Unterhaltung“.
  • Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
  • The Young Person's Guide to the Orchestra - eine Art Handbuch für junge Leute, wie man sich am besten durch ein Orchester hindurchhört. Komponiert hat dieses Stück Benjamin Britten 1945 im Auftrag der englischen Regierung. Dazu wählt er ein Thema seines Kollegen Henry Purcell und verändert es, dem Charakter der Orchesterinstrumente gemäss. Er lässt die Bratschen klagen, die Geigen jagen, die Oboen singen, die Klarinetten hüpfen, und am Schluss fügt er alles wieder zusammen, indem er eine gewaltige Fuge um Purcells Thema herumbaut. Das Stück hat sich längst über das Schulzimmer hinaus im Konzertsaal behauptet. Chris Walton, Musikwissenschaftler, und Lena-Lisa Wüstendörfer, Dirigentin, diskutieren fünf Aufnahmen davon. (DRS2 Diskothek im Zwei)