1937
JANUAR
0103D: Tschammerpokal
- Der Favorit FC Schalke 04 verliert den Tschammerpokal 1936 mit 1:2 gegen den VfB Leipzig.
0108D: Isko, Margret und Brauna (Asteroiden)
- 0108D: Der deutsche Astronom Karl Wilhelm Reinmuth entdeckt in diesem Jahr zahlreiche Asteroiden, darunter am 8. Januar (1409) Isko, (1410) Margret und (1411) Brauna
0109D: Sundmania (Asteroid)
- Der finnische Astronom Yrjö Väisälä entdeckt den Asteroiden (1424) Sundmania.
0109D: Erste Hauptrolle für Donald Duck
0112D: Der Hund von Baskerville (Film)
- In zwei Berliner Kinos startet der Film Der Hund von Baskerville von Carl Lamac nach dem gleichnamigen Roman von Sir Arthur Conan Doyle – es ist der erste deutsche Tonfilm um Sherlock Holmes.
0117D: Geheimbund Schwarze Legion (Film)
- Der Film Black Legion (Geheimbund Schwarze Legion) mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle hat seine Uraufführung in New York.
0119D: Lagrula (Asteroid)
- Der französische Astronom Louis Boyer entdeckt von Algier den Asteroiden (1412) Lagrula
0119D: Truxa (Film)
- Der Film Truxa von Hans H. Zerlett hat seine Uraufführung im Alhambra in Berlin. Der Film macht die Hauptdarstellerin La Jana auf einen Schlag in ganz Deutschland bekannt.
0121D: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta (Bartók )
0121D: Marcel Boulestin startet die erste Fernseh-Kochshow
1224D: Daytona Beach Bike Week
- Die Daytona Beach Bike Week findet erstmals statt.
0126D: Groß-Hamburg-Gesetz
- Die deutsche Reichsregierung erlässt das Groß-Hamburg-Gesetz zur Neuordnung der territorialen Ausdehnung Hamburgs. Ferner verabschiedet sie das Deutsche Beamtengesetz, das von den Beamten verlangt, ihre Arbeit im Dienst der nationalsozialistischen Bewegung zu verrichten.
0130D: Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft
- Als Reaktion auf die Vergabe des Friedensnobelpreises an Carl von Ossietzky im Vorjahr stiftet Adolf Hitler den Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft. Gleichzeitig wird allen Deutschen „für alle Zukunft“ untersagt, einen Nobelpreis anzunehmen. Die Entwürfe der Urkunden von Gerdy Troost wird am 7. Dezember vorgelegt. Die Verkündung der ersten Preisträger erfolgt bereits drei Monate früher, am 7. September. Es sind dies der Architekt Paul Ludwig Troost (posthum), Reichsleiter Alfred Rosenberg, der Asien- und Südpolarforscher Wilhelm Filchner und als geteilter Preis die Chirurgen August Bier und Ferdinand Sauerbruch.
FEBRUAR
0203D: Schlacht von Málaga
- Die Franquisten unter dem Kommando von Gonzalo Queipo de Llano beginnen im Spanischen Bürgerkrieg bei Ronda ihren Angriff auf Málaga. Die Schlacht von Málaga dauert nur fünf Tage, da die Republikaner auf den Einsatz von Panzern durch die italienischen Verbündeten der Nationalisten gänzlich unvorbereitet sind.
0203D: Richtlinienbewegung
- In der Schweiz konstituiert sich die überparteiliche Richtlinienbewegung für den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die Sicherung der Demokratie.
0203D: Zeitschrift für Tierpsychologie
0208D: Massaker von Málaga
- Nach dem Abzug der republikanischen Truppen und der Einnahme der Stadt durch die Nationalisten unter Gonzalo Queipo de Llano beginnt eine Massenflucht aus Málaga. In den folgenden drei Tagen nehmen spanische und deutsche Flugzeuge sowie zwei Kriegsschiffe die auf der Küstenstraße nach Almería Fliehenden unter Feuer. Das Massaker von Málaga kostet schätzungsweise insgesamt 10'000 Menschen das Leben.
Februar: Frankenholzer Schulstreik
MÄRZ
0308D: Schlacht bei Guadalajara
- Mit dem Angriff des italienischen Corpo Truppe Volontarie unter Mario Roatta beginnt die bis zum 23. März dauernde Schlacht von Guadalajara; sie endet mit einem Sieg der republikanischen Truppen. Damit wird die Umschließung Madrids durch die nationalistischen Truppen verhindert. General Francisco Franco ändert daraufhin seine Strategie und verlegt den Krieg in den Norden.
0308D: Duke of Windsor
- Der ehemalige König Edward VIII. erhält nach seiner Abdankung im Vorjahr den Titel Duke of Windsor verliehen. Er ist der einzige, der diesen Titel tragen wird. Nach seinem Tod erlischt der Titel.
0308D: Howie Morenz
- Howard William „Howie“ Morenz (* 21. September 1902 in Mitchell, Ontario; † 8. März 1937 in Montreal, Québec) war ein kanadischer Eishockeyspieler, der von 1923 bis 1937 für die Montréal Canadiens, Chicago Black Hawks und New York Rangers in der National Hockey League (NHL) auf der Position des Centers spielte. Mit den Canadiens gewann er dreimal den Stanley Cup. 1937 brach sich Morenz während eines Ligaspiels das linke Bein. Nach der folgenden Operation kam es zu Komplikationen und der Stürmer starb wenig später an den Folgen einer Embolie. Die Montréal Canadiens sperrten daraufhin seine Rückennummer 7, sie wird seither von keinem Spieler des Teams mehr getragen. Howie Morenz wurde 1945 in die neu gegründete Hockey Hall of Fame aufgenommen. (Artikel des Tages)
0320D: Die Kirmes von Delft (Ballett)
- In Baden-Baden wird im Rahmen des Musikfests der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik das Ballett Die Kirmes von Delft von Sonja Korty (Choreografie und Libretto) nach der Musik von Hermann Reutter uraufgeführt.
0321D: Dersim-Aufstand
- Der Dersim-Aufstand in der Türkei beginnt.
0321D: Mit brennender Sorge (Enzyklika)
- Die gegen die kirchenfeindliche Haltung des NS-Regimes in Deutschland gerichtete Enzyklika Mit brennender Sorge Papst Pius XI. wird in allen deutschen katholischen Gemeinden verlesen.
0331D: Luftangriffe auf Durango
- Mit der Bombardierung von Durango durch deutsche und italienische Flugzeuge beginnt der Krieg im Norden. Der Luftangriff auf Durango dauert bis zum 4. April und kostet rund 300 Menschen das Leben.
März: Internationale Kokskonvention
- Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Polen und Belgien schließen das Abkommen über die Internationale Kokskonvention.
APRIL
0401D: Riviera (Asteroid)
- Die französische Astronomin Marguerite Laugier entdeckt den Asteroiden (1426) Riviera.
0401D: Amelia al ballo (Oper)
- Amelia al ballo, eine groteske Oper von Gian Carlo Menotti, wird an der Academy of Music in Philadelphia uraufgeführt.
0402D: Mikko (Asteroid)
- Yrjö Väisälä entdeckt den Asteroiden (1549) Mikko.
0402D: Figaro lässt sich scheiden (Schauspiel)
- Das Theaterstück Figaro lässt sich scheiden von Ödön von Horváth als Fortsetzung von Beaumarchais’ Komödie Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit wird am Deutschen Theater in Prag uraufgeführt.
0403D: Tuorla (Asteroid)
- Der finnische Astronom Kustaa Aadolf Inkeri entdeckt den Asteroiden (1425) Tuorla.
0403D: Polnische Hochzeit (Operette)
- Die Uraufführung der Operette Polnische Hochzeit von Joseph Beer auf das Libretto von Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald findet am Opernhaus Zürich statt. Die Kritik zeigt sich einhellig begeistert, das Werk wird zum Höhepunkt von Beers Karriere.
0412D: Autokephale orthodoxe Kirche von Albanien
- Die orthodoxe Kirche Albaniens wird autokephal.
0413D: Organ Pipe Cactus National Monument
- Ein Teil der Sonora-Wüste im südlichen Arizona wird – benannt nach dem Orgelpfeifenkaktus – zum Organ Pipe Cactus National Monument erklärt.
0416D: Laurel und Hardy: Zwei ritten nach Texas (Film)
- Die Westernkomödie Way Out West von Laurel und Hardy hat ihre Uraufführung in den Vereinigten Staaten. Stan Laurel und Oliver Hardy bezeichnen das Werk später als ihren Lieblingsfilm. Er erhält 1938 eine Oscar-Nominierung für die beste Filmmusik.
0421D: Massaker von Ponce
- In der US-amerikanischen Kolonie Puerto Rico kommt es bei einer genehmigten Demonstration von Nationalisten zum sogenannten Massaker von Ponce. 21 Demonstranten werden von der Polizei getötet, 200 verletzt.
0426D: Luftangriff auf Guernica
- Flugzeuge der deutschen Legion Condor, angeführt von Wolfram von Richthofen, zerstören die baskische Stadt Guernica. Die Anzahl der Opfer ist bis heute umstritten und variiert zwischen 200 und 2000 Toten.
- WDR ZeitZeichen 2017
- Kalenderblatt von Deutschlandradio 2007
- SRF Tageschronik 2022
0428D: Cinecittà (Rom)
- Benito Mussolini weiht in Rom die Filmstadt Cinecittà ein.
- Kalenderblatt von Deutschlandradio 2012
MAI
0504D: Maiereignisse
- Bei den Maiereignissen in Barcelona kommt es zu Kämpfen republikanischer Einheiten untereinander.
0504D: Heinkel-Werke_Oranienburg
- Die Heinkel-Werke Oranienburg, ein bedeutender Rüstungsbetrieb im Bereich des Flugzeugbaus, werden eingeweiht.
0506D: Zeppelin-Unglück in Lakehurst
- Das Luftschiff LZ 129 Hindenburg geht in New Jersey/Lakehurst mit 97 Personen an Bord während der Landung in Flammen auf. Dabei kommen 36 Menschen ums Leben. Das Unglück läutet das vorläufige Ende der Verkehrsluftschifffahrt ein.
- Kalenderblatt von Deutschlandradio 2007
- SRF Tageschronik 2024
- Aref Kalenderblatt 2017
0507D: Shall We Dance (Film)
- Das Tanzmusical Shall We Dance mit Ginger Rogers und Fred Astaire erscheint. Es ist der siebte gemeinsame Film der beiden. Regie führte Mark Sandrich, während die Musik vom Songschreiberduo George und Ira Gershwin beigesteuert wurde.
0511D: Manuel (Film)
- Der Abenteuerfilm Captains Courageous (Manuel) mit Freddie Bartholomew und Spencer Tracy nach einer Geschichte von Rudyard Kipling hat seine Uraufführung in den Vereinigten Staaten.
0513D: Pogrom von Brest
- In der zu diesem Zeitpunkt polnischen Stadt Breść nad Bugiem werden beim Pogrom von Brest 50 Juden verletzt und hunderte jüdischer Geschäfte demoliert und teilweise geplündert.
0516D: Ruvuma (Asteroid)
- Der südafrikanische Astronom Cyril V. Jackson entdeckt den Asteroiden (1427) Ruvuma.
0516D: Breslau-Elf
- Die „Breslau-Elf“ der deutschen Fußballnationalmannschaft fügt bei einem Freundschaftsspiel in Breslau der dänischen Mannschaft mit 8:0 die bisher höchste Niederlage zu.
0521D: Nordpol-1
- Ein Flugzeug setzt die von Iwan Dmitrijewitsch Papanin geleitete sowjetische Polarexpedition auf einer driftenden Eisscholle am Nordpol ab, die in den kommenden Monaten als erste Eisdriftstation dient. Projektverantwortlicher ist Otto Juljewitsch Schmidt. Da wahrscheinlich weder Robert Edwin Peary noch Frederick Cook den Nordpol tatsächlich erreicht haben, betreten bei dieser Gelegenheit vermutlich zum ersten Mal Menschen die Gegend am nördlichsten Punkt der Erde.
0525D: Guernica (Gemälde)
- zw. 26. April und 25. Mai: Nach dem Luftangriff auf Gernika malt Pablo Picasso für die Weltausstellung in Paris das Gemälde Guernica.
0525D: Weltfachausstellung (Paris)
- In Paris wird eine Weltfachausstellung unter dem Motto Arts et Techniques dans la Vie moderne eröffnet. Der französische Staatspräsident Albert Lebrun weiht hierbei das Palais de Tokyo ein, das inzwischen ein Zentrum für zeitgenössische Kunst beherbergt.
0526D: Kid Galahad – Mit harten Fäusten (Film)
- Der Boxfilm Kid Galahad mit Edward G. Robinson, Bette Davis und Wayne Morris in den Hauptrollen hat seine Uraufführung. Humphrey Bogart ist in einer Nebenrolle zu sehen.
0528D: Golden-Gate-Brücke
0528D: Volkswagen AG (Firma)
- Mit einem Stammkapital von 480.000 Reichsmark wird in Berlin die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH, der Vorläufer der Volkswagen AG gegründet
JUNI
0601D: Arado Ar 196 (Flugzeug)
- Die Arado Ar 196 war ein deutsches See-Mehrzweckflugzeug der Arado Flugzeugwerke. Als einmotoriger Tiefdecker mit Schwimmern konzipiert, entwickelte sich das Baumuster zum Standard-Katapult-Bordflugzeug der Großkampfschiffe und bedeutendsten Schwimmerflugzeug Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. Hauptsächlich als Bordflugzeug eingesetzt, wurde es als Aufklärer und U-Bootjäger verwendet. Ab der Baureihe A-2 verfügte die Ar 196 über zwei MG-FF-Maschinenkanonen des Kalibers 20 mm, die in den Tragflächen der Maschine eingebaut waren. In der rechten Rumpfseite wurde ein MG 17 im Kaliber 7,9 mm integriert, das mit dem Motor synchronisiert war und durch den Luftschraubenkreis feuerte. Die Bombenzuladung war aufgrund der verwendeten 50 kg-ETC unter den Tragflächen auf jeweils 50 kg je Tragfläche begrenzt. Im August 1944 wurden die letzten Ar 196 an die Luftwaffe geliefert. An das Ausland gelieferte und von Kriegsgegnern erbeutete Maschinen flogen in der bulgarischen, norwegischen, finnischen, rumänischen und sowjetischen Luftwaffe. Einige wenige Maschinen der Ar 196 waren noch in den 1950er-Jahren in Rumänien und der Sowjetunion im Einsatz. (Artikel des Tages)
0602D: Lulu (Oper)
- Die unvollendet gebliebene Oper Lulu des österreichischen Komponisten Alban Berg hat postum ihre Uraufführung am Opernhaus Zürich. Literarische Vorlage für das Werk sind die beiden Tragödien Erdgeist und Die Büchse der Pandora von Frank Wedekind, deren Wortlaut der Komponist fast unverändert gelassen hat. Das Werk feiert auch als Fragment einen Erfolg.
0608D: Carmina Burana (Kantate)
- Die szenische Kantate Carmina Burana von Carl Orff wird unter der musikalischen Leitung von Bertil Wetzelsberger und der Regie von Oskar Wälterlin mit Erfolg an der Oper in Frankfurt am Main uraufgeführt. Die mittellateinischen und mittelhochdeutschen Texte stammen aus den gleichnamigen mittelalterlichen Lied- und Dramentexten.
0611D: Der Sowjet-Marschall Michail Tuchatschewski wird hingerichtet
0614D: Nationalpark Itatiaia
- Der Nationalpark Itatiaia wird als erster Nationalpark Brasiliens geschaffen.
0629D: Amelia Earharts verschwindet im Pazifik
0630D: Tour de France
- bis 25. Juli: Bei der Tour de France werden Fahrräder mit Kettenschaltung zugelassen.
Juni: Deutsche Nanga-Parbat-Expedition
- Die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1937 endet wie schon die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1934 in einer Katastrophe. Die Expedition wird am 15. Juni im Schlaf von einer Lawine verschüttet. Zehn Menschen kommen ums Leben.
Juli
0701D: der evangelische Pastor Martin Niemöller wird von der Gestapo verhaftet
- Der evangelische Pfarrer Martin Niemöller verbrachte während der Naziszeit über sieben Jahre in Konzentrationslagern. u Beginn stand er Adolf Hitler wohlwollend gegenüber. Doch die Anmaßung des neuen Regimes, die Treue zu Hitler über die christliche Botschaft zu stellen, war für den Theologen nicht akzeptabel - was er auch in seinen Predigten deutlich machte. (dradio.de)
0703D: Karl Jaspers wird die Lehrbefugnis an der Heidelberger Universität entzogen
- Der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers unterrichtete seit 1916 an der Universität Heidelberg, wo er zu den renommiertesten Gelehrten einer Alma Mater gehörte, die nicht zuletzt wegen ihres liberalen und demokratischen Geistes gerühmt wurde. 1933, mit Beginn der Kanzlerschaft Adolf Hitlers, wurde alles anders. (dradio.de)
0711D: Max Winter
- Max Winter (* 9. Jänner 1870 in Tárnok, Österreich-Ungarn; † 11. Juli 1937 in Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten) war ein österreichischer Reporter, Journalist, Schriftsteller und Politiker. Er gilt als der Schöpfer der Sozialreportage im deutschsprachigen Raum. Sein Werk zeichnet sich durch eine beachtliche Vielfalt an Genres aus. Neben realitätstreuen und detailreichen Reportagen nach dem Motto „Aufklärung und Aufdeckung“ schrieb er Gedichte, Märchen, Bühnenstücke und auch einen Roman. Erst in den 1980er-Jahren wurde er als Pionier und Meister der Sozialreportage wiederentdeckt und wird seither in Lehrbüchern als Vorbild präsentiert. Seine Sozialreportagen haben das Genre sowohl thematisch als auch methodisch und formal entscheidend weiterentwickelt. Historiker erkennen in seinen Sozialreportagen Vorläufer der modernen Alltagsgeschichtsforschung. (Artikel des Tages)
0712D: Picassos "Guernica" sorgt international für Aufsehen
- Die Bombardierung der Stadt Guernica im April 1937 durch die Truppen General Francos und der deutschen Nationalsozialisten veranlasste Pablo Picasso dazu, ein Monumentalbild als Manifest gegen Terror, Gewalt und Unterdrückung zu malen. Am 12. Juli 1937 wurde Picassos großformatiges "Guernica" erstmals in Paris der Öffentlichkeit gezeigt. (dradio.de)
0715D: KZ Buchenwald
- Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt, darunter 11.000 Juden.[1] Während der Annäherung der 3. US-Armee übernahmen am 11. April 1945 die Häftlinge die Leitung des Lagers von der abziehenden SS; bereits seit dem 8. April hatten viele Häftlinge durch Boykott und Sabotage ihre „Evakuierung“ verhindert und die US-Armee per Funk um Hilfe gerufen.[2][3] Nach Abzug der US-Truppen wurden Teile des Geländes von der sowjetischen Besatzungsmacht als Speziallager Nr. 2 genutzt. Es existierte bis 1950 und forderte 7.000 Todesopfer. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers ließ die Regierung der DDR 1958 die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eröffnen. Heute finden sich in der ab 1991 neugestalteten Gedenkstätte Buchenwald viele Ausstellungen zur Geschichte des Konzentrationslagers.
- In einem Waldgebiet auf dem Ettersberg, nur wenige Kilometer von Weimar entfernt, wurde am 15. Juli 1937 das Konzentrationslager Buchenwald eröffnet. Zehntausende kamen bis zur Befreiung am 11. April 1945 in Buchenwald ums Leben. (dradio Kalenderblatt)
0719D: Entartete Kunst (Ausstellung)
- Die Ausstellung „Entartete Kunst“ war eine von den Nationalsozialisten organisierte Propagandaausstellung in München. Sie wurde am 19. Juli 1937 in den Hofgartenarkaden eröffnet und endete im November desselben Jahres. Parallel fand die einen Tag zuvor eröffnete „Erste Große Deutsche Kunstausstellung“ statt, so dass „Entartete Kunst“ und die vom Regime geförderte Kunst, die sogenannte „Deutsche Kunst", gegenübergestellt wurden. Der Münchner Ausstellung folgte bis 1941 eine Wanderausstellung unter demselben Titel, die in zwölf Städten Station machte, jedoch teilweise andere Exponate zeigte. Die Münchener Ausstellung wurde von Adolf Ziegler organisiert, der auch die vorhergehenden Beschlagnahmungen leitete. So wurden von der Kommission um Ziegler in Sammlungen und Museen wie dem Wallraf-Richartz-Museum in Köln, dem Folkwang-Museum in Essen, der Kunsthalle in Hamburg, dem Landesmuseum in Hannover und der Neuen Abteilung der Nationalgalerie in Berlin als „entartet“ geltende Kunstwerke zur Verwendung in der Schau ausgesucht, von denen dann 600 tatsächlich gezeigt wurden. Sie repräsentierten die geschmähten Kunststile Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus und Neue Sachlichkeit. Um eine „chaotisch“ erscheinende Wirkung zu erzielen, wurden die Werke in den Ausstellungsräumen absichtlich unvorteilhaft gehängt und mit Schmäh-Sprüchen an den Wänden versehen. Damit war die gesamte Ausstellung auf ihre propagandistische Wirkung hin ausgerichtet. Die Ausstellung „Entartete Kunst“ hatte laut offiziellen Angaben 2.009.899 Besucher und war, auch wenn diese Zahl geschönt ist, bis dahin eine der meistbesuchten Ausstellungen Moderner Kunst.
- "Entartete Kunst" - das war die Überschrift, unter der die Nazis ihren ideologischen Kampf gegen die künstlerische Avantgarde ihrer Zeit führten. Verfemt waren Werke, die nicht in das sogenannte völkische Weltbild passten. Verfolgt wurden ihre Urheber als missratene Künstler. Am 19. Juli 1937 wurde die zu Propagandazwecken konzipierte Wanderausstellung "Entartete Kunst" in München eröffnet. (dradio.de)
0722D: Karl Tschuppik
- Karl Tschuppik (* 26. Juni 1876 in Horowitz oder Melnik, Böhmen, Österreich-Ungarn, heute Tschechien; † 22. Juli 1937 in Wien) war ein österreichischer Journalist, Feuilletonist, Publizist und Herausgeber. Karl Tschuppik arbeitete für Zeitungen wie das Prager Tagblatt, dem er von 1898 bis 1917 als Redakteur und Herausgeber angehörte, und publizierte in zahlreichen zumeist dem linksintellektuellen Spektrum zuordenbaren Zeitungen und Zeitschriften in Wien und Berlin. Er war einer der bedeutendsten österreichischen Publizisten vor 1938. Bei bedeutenden zeitgenössischen Publizisten und Journalisten wie Max Brod, Joseph Roth oder Friedrich Funder fanden seine Publikationen große Anerkennung, Friedrich Torberg würdigte ihn in seiner Tante Jolesch. Tschuppik sowie sein publizistisches Schaffen, das von der Ablehnung sowohl des Nationalsozialismus und Deutschnationalismus als auch des Austrofaschismus geprägt war, galten lange Zeit als vergessen. Für die nationalsozialistische Propaganda diente Tschuppik als häufiges Angriffsziel unter den Publizisten; so war er bereits auf der ersten, 1933 veröffentlichten „Schwarzen Liste“ der „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“ verbreitenden Autoren nicht nur aufgelistet, sondern auch gesondert erwähnt. (Artikel des Tages)
0730D: NKWD-Befehl Nr. 00447 (Sowjetunion)
- Der NKWD-Befehl Nr. 00447 (eigentlich Operativer Befehl des Volkskommissariats für Inneres der UdSSR Nr. 00447 „Über die Operation zur Repression ehemaliger Kulaken, Krimineller und anderer antisowjetischer Elemente“), auch kurz „Kulakenoperation“ genannt, war ein am 30. Juli 1937 erteilter, streng geheimer Deportations- und Mordbefehl des sowjetischen Innenministeriums NKWD. Auf seiner Grundlage wurden von August 1937 bis November 1938 zirka 800.000 bis 820.000 Personen verhaftet, davon mindestens 350.000 – Schätzungen reichen bis zu 445.000 – erschossen, die übrigen in Lager des Gulag eingewiesen. Damit war dies die größte der Massenoperationen des Großen Terrors. Der Geheimbefehl wurde erst 1992 veröffentlicht. Die seither gefundenen Quellen zu seiner Vorbereitung und Umsetzung offenbaren, dass die Führung der Sowjetunion bzw. ihrer Kommunistischen Partei die Strafverfolgung und den Massenmord direkt befahl und leitete. Zugleich musste das bisherige Bild, wonach der Große Terror primär gesellschaftliche Eliten traf, revidiert werden. Denn anders als die öffentlichen Schauprozesse, richtete sich die „Kulakenoperation“ gegen einfache Bürger der Sowjetunion, darunter Bauern, Dorfgeistliche, als asozial oder kriminell eingestufte Personen und frühere Angehörige von Oppositionsparteien. (Artikel des Tages)
August
0821D: die Sowjetunion und China schliessen in Nanking einen Nichtangriffspakt
- Japan trachtete Anfang der 1930er-Jahre nach der Vorherrschaft in Ostasien. Ein Zusammenstoß national-chinesischer und japanischer Truppen führte im Juli 1937 zum Krieg. Doch China erhielt Unterstützung aus Moskau. (dradio.de)
September
0921D: Der Hobbit (Roman)
- Das Fantasy-Buch The Hobbit (Der Hobbit) von J. R. R. Tolkien wird veröffentlicht.
- WDR ZeitZeichen 2022
Oktober
1001D: Harry J. Anslinger und der Marihuana Tax Act
1002D: Beginn des "Petersilien-Massakers" in der Dominikanischen Republik
1027D: Chester Carlson und sein Fotokopierverfahren
- Der Physiker Chester Carlson meldete am 27. Oktober 1937 ein Patent an, das die Büroarbeit vom Fluch des Abschreibens befreien sollte: den automatischen Fotokopierer. Das Geschäft mit Kopien wurde allerdings erst mehr als 20 Jahre später zum Selbstläufer. (dradio.de 2017)
November
1105D: Hoßbach-Niederschrift
- Die Hoßbach-Niederschrift, oft auch als Hoßbach-Protokoll bezeichnet, ist eine von Oberst Friedrich Hoßbach ohne Auftrag nach schlagwortartigen Notizen angefertigte Niederschrift über eine Besprechung am 5. November 1937 in Berlin, während der Adolf Hitler in einem mehrstündigen Monolog den wichtigsten Vertretern der Wehrmacht und dem Außenminister die Grundzüge seiner auf gewaltsame Expansion ausgerichteten Außenpolitik darstellte. Die Hoßbach-Niederschrift ist eine zentrale Quelle für die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs und diente der Anklagevertretung in den Nürnberger Prozessen als Beweismittel dafür, dass die Angeklagten einen Angriffskrieg vorbereiteten.
- Das sogenannte "Hoßbach-Protokoll" hält eine Geheimrede Adolf Hitlers vor einem ausgesuchten Kreis am 5. November 1937 fest. Das Protokoll zeigt Hitlers Pläne, möglichst bald per Angriffskrieg das deutsche Gebiet zu vergrößern und lässt die zunehmende Radikalisierung der NS-Innen- und Außenpolitik erkennen. (dradio.de)
Dezember
1209D: Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg
- Japanische Truppen beginnen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg mit der Belagerung von Nanking.
1211D: Italien tritt aus dem Völkerbund aus
- Nach dem Ersten Weltkriegs sollte mit der Gründung des Völkerbundes 1920 der Versuch unternommen werden, Konflikte friedlich zu lösen. Als Italien am 11. Dezember 1937 austrat, löste es sich von dieser Vorstellung - wenig später begann der Zweite Weltkrieg. (dradio.de)
1213D: Massaker von Nanking
- Die Massaker von Nanking waren Kriegsverbrechen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg der japanischen Besatzer in der chinesischen Hauptstadt Nanking. Laut der Ergebnisse der Kriegsverbrecherprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mindestens 200.000 Zivilisten und Kriegsgefangene ermordet und rund 20.000 Mädchen und Frauen vergewaltigt. Das Massaker begann nach der Besetzung der Stadt am 13. Dezember 1937 durch japanische Truppen und dauerte ungefähr sechs bis sieben Wochen.
- Am 13. Dezember 1937 erreichte die japanische Armee die chinesische Hauptstadt Nanking. Bei dem anschließenden Massaker mordeten, vergewaltigten und plünderten die Japaner. Auf politischer Ebene wird bis heute um die Zahl der Opfer gestritten. (dradio.de)
1223D: Charles Vance Millars umstrittenes Testament wird rechtskräftig
1227D: Petljakow Pe-8 /Flugzeug)
- Die Petljakow Pe-8 (Erstflug 27. Dezember 1936) war ein viermotoriger sowjetischer Fernbomber des Zweiten Weltkriegs. Benannt wurde er nach seinem Konstrukteur Wladimir Petljakow. Als im Herbst 1939 die ersten Serienflugzeuge ausgeliefert wurden, war die bis Mitte 1942 als TB-7 bezeichnete Maschine eines der modernsten und technisch höchstentwickelten Flugzeuge weltweit. Aufgrund seiner großen Dienstgipfelhöhe und hohen Geschwindigkeit war es für den Großteil der damaligen Jagdflugzeuge und die Flugabwehr nahezu unerreichbar. Das Flugzeug verfügte anfangs über ein komplexes Ladersystem, das den Einbau eines fünften Motors im Rumpf erforderte, der ein zentrales Ladegebläse antrieb. Dieses versorgte die vier Haupttriebwerke mit Druckluft, wodurch deren Motorleistung auch in großen Höhen erhalten blieb. International bekannt wurde die TB-7 im Mai 1942 durch den Flug des sowjetischen Außenministers Wjatscheslaw Molotow von Moskau nach Washington, D.C. mit Zwischenlandungen in Schottland, Island und Kanada. Als einziger schwerer Langstreckenbomber der Roten Armee im gesamten Krieg hatte die Pe-8 eine exponierte Rolle im Kampf gegen die Achsenmächte, obwohl nur 93 Maschinen des Typs gebaut wurden. (Artikel des Tages)
Lexikon
- Der Dersim-Aufstand war nach der Niederschlagung des Scheich-Said-Aufstands der letzte große Kurdenaufstand in der Türkei. Er ereignete sich 1937/38 in der Region, die in etwa der heutigen Provinz Tunceli entspricht, und wurde angeführt von den Eliten der sogenannten Dersim-Kurden, welche zu den Zaza zählen. Als Anführer gilt Said Rıza. Staatlichen türkischen Berichten zufolge sollen zehn Prozent der damals insgesamt 65.000 bis 70.000 Einwohner der betroffenen Teile des historischen Dersims im Verlauf der Auseinandersetzungen getötet worden sein. Wahrscheinlich waren es 10.000 Todesopfer oder mehr. Die Regierung schlug die Revolte mit massiver Gewalt gegen Rebellen und Zivilisten nieder. Zahlreiche Bewohner wurden aus ihren Dörfern vertrieben, die anschließend zerstört wurden. Die Verluste auf Seiten der Armee betrugen etwa 100 Soldaten. Im Jahr 2011 entschuldigte sich die türkische Regierung für die Massaker und räumte 13.806 Todesopfer ein. (Artikel des Tages)
- Die Grumman F4F Wildcat war ein trägergestütztes Jagdflugzeug der United States Navy. Sie wurde ab 1935 als Nachfolger der bis dahin veralteten Doppeldeckerjagdflugzeuge entwickelt und war zu Beginn des Zweiten Weltkriegs das Standardjagdflugzeug auf den Flugzeugträgern der US-Marine. Die Wildcat trug bis in die erste Hälfte des Jahres 1943 die Hauptlast der Kämpfe auf dem pazifischen Kriegsschauplatz und konnte durch geschickte Taktiken gegen die überlegenen, weil wendigeren, japanischen A6M-Zero-Jäger bestehen. Auch die Royal Navy setzte das Modell, bezeichnet als Martlet, auf ihren Flugzeugträgern ein. Die Wildcat wurde ab Sommer 1943 durch die leistungsfähigere F6F Hellcat ersetzt, blieb aber trotzdem bis 1945 vor allem auf Geleitflugzeugträgern im Einsatz. Die F4F gilt als Ursprung der berühmten „Katzen-Familie“ von Grumman, deren Tradition sich bis zur F-14 Tomcat fortsetzte. Heute sind noch etwa 18 flugfähige Maschinen erhalten, etliche weitere stehen in verschiedenen Museen rund um die Welt. (Artikel des Tages)]
- Icelandair ist eine isländische Fluggesellschaft mit Sitz in Keflavík, die ausschließlich internationale Flugstrecken bedient. Ihr Hub befindet sich am Flughafen Keflavík. Sie ist Teil der Holding Icelandair Group. Icelandair kontrolliert als größte Gesellschaft praktisch diesen Unternehmensverbund, zu dem neben Icelandair die Inlandsfluggesellschaft Air Iceland und die Frachtfluggesellschaft Bluebird Cargo gehören, sowie etliche Beteiligungen an vielen europäischen Fluggesellschaften und mehrere kleinere Gesellschaften, die in der Vermarktung aktiv oder in die Flughafeninfrastruktur eingebunden sind. Die Anfänge der Airline reichen mit der Gründung der Fluggesellschaft Flugfélag Akureyrar bis ins Jahr 1937 zurück. 1973 fusionierte die daraus entstandene Flugfélag Íslands mit der Fluggesellschaft Loftleiðir Icelandic zur Holding Flugleidir, mit internationalem Auftritt unter dem heute noch verwendeten Namen Icelandair. Bis Anfang 1999 war für 43 Jahre der Flughafen Luxemburg das wichtigste Zentraleuropa-Drehkreuz der Airline. In den Jahren 2006 bis 2011 lag das jährliche Passagieraufkommen im Bereich von 1,5 bis 1,8 Millionen. Die Flotte der Airline besteht aus 24 Flugzeugen des Herstellers Boeing, mit 16 des Types 757-200. (Artikel des Tages)
LMS-Klasse 7P „Coronation“ (Lokomotive)
- Die Dampflokomotiven der LMS-Klasse 7P „Coronation“ (englisch: Coronation Class; teilweise auch als Princess Coronation Class, Coronation Scot Class, Duchess Class oder City Class bezeichnet) wurden zwischen 1937 und 1948 mit insgesamt 38 Stück von der britischen Bahngesellschaft London, Midland and Scottish Railway (LMS) beschafft. Die für den Expresszugdienst vorgesehenen Schlepptenderlokomotiven mit der Achsfolge 2’C1’ wurden von William Stanier, dem Chefingenieur der LMS, entworfen und in den Crewe Works der LMS in Crewe für den Einsatz auf der West Coast Main Line (WCML) zwischen London und Schottland erbaut. 24 der Maschinen wurden mit Verkleidung als Stromlinienlokomotiven gebaut, verloren sie aber in den Nachkriegsjahren. 1937 erzielte die erste Maschine der Klasse mit 114 mph (ca. 183,4 km/h) einen Geschwindigkeitsrekord für britische Dampflokomotiven. Ab 1948 gehörten die Maschinen zum Bestand von British Railways, nachdem die LMS infolge des Transport Act 1947 verstaatlicht worden war. Bis Ende der 1950er Jahre bespannten sie die meisten wichtigen Expresszüge auf der WCML, bevor sie allmählich durch Diesellokomotiven ersetzt wurden. In den Jahren 1962 bis 1964 wurden die Lokomotiven ausgemustert. Drei Exemplare der Klasse blieben museal erhalten, davon ist noch eine betriebsfähig. (Artikel des Tages)
- Der Panzerkampfwagen IV (kurz PzKpfw IV oder Panzer IV) war ein mittlerer deutscher Panzer des Zweiten Weltkrieges. Anfangs nur in sehr geringen Stückzahlen hergestellt, wurde der von Krupp entwickelte und von 1937 bis Kriegsende produzierte Panzer IV mit 8500 Exemplaren der meistgebaute deutsche Panzerkampfwagen. Der zunächst mit einer kurzen Kanone ausgestattete Panzer war ursprünglich als Unterstützungsfahrzeug gedacht, jedoch änderte sich sein Einsatzspektrum mit dem Einbau einer langen Kanone grundlegend. Obwohl er aufgrund der Rezeption in der Militärliteratur nicht den Bekanntheitsgrad eines Panther oder Tiger erreichte, war er in der zweiten Kriegshälfte der wichtigste deutsche Panzer. Darüber hinaus diente das Fahrgestell als Basis für zahlreiche Waffenträger. (Artikel des Tages)
- Mitarbeiter der Region 6 des U.S. Forest Service beginnen, die Wegstrecke von der kanadischen Grenze bis nach Kalifornien mit durchgängigen Wegmarkierungen zu versehen
- Der Pacific Crest Trail (kurz PCT, offiziell Pacific Crest National Scenic Trail) ist ein rund 4265 Kilometer (2650 Meilen) langer Fernwander- und Reitweg im Westen der Vereinigten Staaten. Er verläuft parallel zum Pazifischen Ozean und führt entlang der Gebirgskämme der Sierra Nevada und der Kaskadenkette. Dabei durchquert der Weg die amerikanischen Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington. Der südliche Endpunkt des Pacific Crest Trail liegt im Süden der Ortschaft Campo an der Grenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko und der nördliche Endpunkt an der Grenze zu Kanada am Rande vom Manning Provincial Park in British Columbia. Der höchste Punkt wird am Forester-Pass in Kalifornien mit 4009 Metern erreicht. Ein erheblicher Teil des Pacific Crest Trail verläuft durch Gebiete, die in den USA als Wilderness Area, National Monument oder Nationalpark ausgewiesen sind. Der Pacific Crest Trail erhielt 1968 zusammen mit dem Appalachian Trail als erster Wanderweg in den USA den Status eines National Scenic Trail. Im Jahr 1993 und damit 25 Jahre nach der Verabschiedung des National Trails System Act, eines Gesetzes zur Schaffung eines nationalen Netzes von Wanderwegen, wurde der Pacific Crest Trail offiziell eingeweiht. Mit dem Appalachian Trail und dem Continental Divide Trail gehört der Pacific Crest Trail zu den drei Triple-Crown-Wanderwegen und damit zu den längsten und anspruchsvollsten Fernwanderwegen in den Vereinigten Staaten. (Artikel des Tages)
Roman "Der Tod auf dem Nil" (Christie)
- Der Tod auf dem Nil ist der 22. Kriminalroman von Agatha Christie. Er erschien zuerst am 1. November 1937 im Vereinigten Königreich im Collins Crime Club und im folgenden Jahr in den USA bei Dodd, Mead and Company. Die deutsche Erstausgabe wurde vom Scherz Verlag 1959 unter dem Titel Tod auf dem Nil herausgegeben; 2005 erschien eine neue Übersetzung von Pieke Biermann im S. Fischer Verlag. Es ermittelt Hercule Poirot gemeinsam mit Colonel Race. Der Roman spielt überwiegend in Ägypten auf einem Nildampfer.
- Eigentlich will Hercule Poirot nur Urlaub machen. Doch auf dem Nildampfer, mit dem der belgische Meisterdetektiv eine Kreuzfahrt unternimmt, wird eine schöne Millionärserbin ermordet. Fast jeder der Mitreisenden kommt als Täter infrage, auch der Gatte des Opfers und seine Exgeliebte, die allerdings beide ein bombenfestes Alibi haben. Doch Poirot wäre nicht Poirot, wenn er sich dadurch täuschen ließe. Mit der gewohnten Mischung aus Charme und Beharrlichkeit befragt er die Passagiere und kommt nebenbei allerlei verborgenen Süchten und Marotten der britischen Upperclass auf die Spur. Immer wieder lässt er sich auf falsche Fährten lenken, doch am Ende findet er dank seiner brillanten Kombinationsgabe die Lösung. Man kann Agatha Christies klassischem Detektivroman einiges vorwerfen: Die Handlung wirkt bisweilen unglaubwürdig, die Charaktere sind recht einfach gestrickt und am Ende ist die heile Welt wiederhergestellt. Doch dies sind Kleinigkeiten angesichts der Tatsache, dass das Buch von der ersten bis zur letzten Seite einfach ein spannendes Lesevergnügen ist. (getAbstract)
Roman "Jenseits von Afrika" (Blixen)
- Jenseits von Afrika ist ein Roman, eine Autobiografie, eine Erzählungssammlung und eine völkerkundliche Abhandlung in einem. Wer es als historisches Dokument des untergegangenen kolonialen Afrika liest, wird daraus Gewinn ziehen. Wer es als Emanzipationsgeschichte einer Frau zwischen Männern, einer Europäerin unter Afrikanern, einer Dänin unter Briten liest, ebenfalls. Als Zeugnis eines scheiternden Versuchs der Annäherung an Afrika ist es rührend und ernüchternd zugleich. Als bilderreiche Selbstinszenierung einer Möchtegern-Aristokratin ist es unangenehm entlarvend. Als literarischer Text ist es äußerst vielfältig und facettenreich, oft skizzenhaft und lose gestrickt, aber im Ganzen stimmig. Es blitzen auch immer wieder Momente von poetischer Kraft und kluge Metaphern auf. Nicht zuletzt aber als historisches Dokument genießt das Buch zu Recht Klassikerstatus. (getAbstract)
Roman "Jugend ohne Gott" (Horváth)
- In seinem 1937 erschienenen Roman Jugend ohne Gott widmet sich Ödön von Horváth der Generation der damals 14-Jährigen. Unter der Diktatur zu Gehorsam, Menschenverachtung und Rassenhass erzogen, sind sie zu seelenlosen Monstern verkommen. Zu jung, um noch die Schrecken des Ersten Weltkrieges erlebt zu haben, träumen sie vom Kriegsheldentum. In einem aufs Äußerste verknappten, dabei doch bildhaften Stil beschreibt Horváth eine Jugend ohne Orientierung, Empathie und Zivilcourage. Auch der Ich-Erzähler, ein Lehrer, ist kein Held, sondern repräsentiert den Typus des Mitläufers. Erst durch einen Mordfall unter seinen Schülern entwickelt er den Mut, die Wahrheit zu sagen, und findet dadurch zu seinem Glauben an Gott zurück. Das zentrale Thema des Romans, der im Gewand eines Krimis daherkommt, ist der Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft: Wie kann der Einzelne seine humanistischen Ideale in einer von Opportunismus und Eigennutz beherrschten Welt leben? Horváths mystisch-religiöse Antwort mag nicht jeden überzeugen, dennoch regt das Buch auch heute noch zum Nachdenken an. (getAbstract 2018)
Roman "USA-Trilogie" (Dos Passos)
Roman "Von Mäusen und Menschen" (Steinbeck)
- Nichts wird gut in Von Mäusen und Menschen: Die Maus ist von Anfang an tot, und dann sterben wenig später ein alter und ein junger Hund, eine fiese Frau und ein kindlicher Riese. Vor allem aber stirbt für die Überlebenden der Traum von Freundschaft und einem würdevollen Leben. 1937 veröffentlicht, spiegeln sich in der Geschichte die seelischen Verwüstungen, die das gnadenlos angewandte Recht des Stärkeren in Zeiten der Weltwirtschaftskrise hinterlässt. Doch John Steinbeck wäre nicht ein Meister amerikanischer Erzählkunst, wenn er die düstere Geschichte nicht zwischen den Zeilen mit vorsichtigem Optimismus aufgehellt hätte. „Es gibt ein Grundthema in jeder ehrlichen Literatur“, schrieb er 1938. „Versuche, deine Mitmenschen zu verstehen. Wer einander versteht, ist auch freundlich zueinander. Einen Menschen gut zu kennen, führt niemals zu Hass und fast immer zu Liebe.“ Die Hoffnung ist in Steinbecks Werken nie mausetot. (getAbstract 2016)
Sinfonie op. 47 (Schostakowitsch)
- Die 5. Sinfonie in d-Moll op. 47 von Dmitri Schostakowitsch ist eine Sinfonie in vier Sätzen für Orchester.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Über die fünfte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch gibt's viele Spekulationen: Ist sie eine Anpassung ans System oder eben gerade das Gegenteil - eine zynische Antwort darauf? 1937 wurde sie uraufgeführt, unter grossem Jubel des Publikums. Und auch die Parteiführung nahm es wohlwollend auf, das neue Opus von Schostakowitsch. Schostakowitsch war also rehabilitiert nach dem vernichtenden Artikel in der «Prawda» über seine Oper «Lady Macbeth von Mzenzk». Die Frage ist nur, ob man damals genau hingehört hat. Ob man tatsächlich überhört hat, dass der Schluss dieser 5. Sinfonie kein Triumphmarsch, sondern ein Todesmarsch ist: «Was in der Fünften vorgeht, sollte meiner Meinung nach jedem klar sein. Der Jubel ist unter Drohungen erzwungen». So sagt Schostakowitsch später. Annelis Berger diskutiert in der Diskothek fünf Aufnahmen dieses Werkes mit ihren Gästen, Lena-Lisa Wüstendörfer und Hans-Georg Hofmann. (SRF Diskothek im Zwei 2014)
Stalin, der Diktator
- Das Mädchen aus Sibirien lächelt glücklich, ihre schwarzen Mandelaugen strahlen. Vertrauensvoll schmiegt sich die siebenjährige Gelja Marzikova an die Schulter des fremden Mannes, überreicht ihm Blumen. Josef Stalin, der allmächtige Diktator, hat sie gütig lächelnd auf seinen Arm genommen. Stalin, wie er sich der Öffentlichkeit zeigt: als gutmütiges "Väterchen". Als er 1953 stirbt, ist Gelja, inzwischen Waise, endlos traurig. "Viel später habe ich erfahren, welch schreckliche Verbrechen Stalin begangen hat", sagt die alte Frau heute. Erst nach Jahrzehnten erkennen die Russen die wahre Fratze Stalins - viele jedoch glorifizieren ihn bis heute. Seinen Gräueltaten am eigenen Volk fielen mehr Menschen zum Opfer als den Deutschen im Weltkrieg. Auch Geljas Eltern. (Quelle: www.phoenix.de) (youtube.com: 100 Jahre)
Quellen
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