656
MAYA
Palenque
Calakmul
Naranjo
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
- König Fáelán mac Colmáin (633-666)
Statt erst 666 könnte Fáelán mac Colmáin auch bereits in diesem Jahr gestorben sein - Fortsetzung 666
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
Northumbria:
- König Oswiu (651-670)
- Unterkönig Ealhfrith (Deira, 655-664)
- Unterkönig Peada (Südmercia, 655-656)
Ostern: Peada wird von seiner Frau Alhflæd (Ealhflaed) während der Osterfeierlichkeiten ermordet. Nach Peadas Tod übernimmt Oswiu die Kontrolle über Mercia, bis später Wulfhere (Peadas Bruder) die Macht übernimmt - Bischof Finan von Lindisfarne (651–661)
- um 656: Der Mönch Wilfrid kehrt von seiner Pilgerreise in Rom nach Northumbria zurück und wird von Ealfrith zum Abt des Klosters Ripon ernannt.
- Fortsetzung 661
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Earconberht I. (640–664)
- Erzbischof Deusdedit von Canterbury (655–664)
Einzige sicher bezeugte Amtshandlung Deusdedits: Weihe des Damian als Bischof von Rochester. - Bischof Ithamar (Rochester, 644-655/664)
- Fortsetzung 657
WESTGOTEN
- König Rekkeswinth (653–672)
Rekkeswinth beruft das zehnte Konzil von Toledo ein. Erneute Spannungen mit dem Klerus, danach keine Reichskonzilien mehr.
656–672: Regierungszeit weitgehend von innerem und äußerem Frieden geprägt - Erzbischof Eugenius III. von Toledo (647-657)
- Fortsetzung 657
FRÄNKISCHES REICH
Neustrien-Burgund
Austrasien
- König Sigibert III. (639–656)
0201D: Tod Sigiberts III. in Metz; Begräbnis in der Martinsabtei Metz. Grimoald akzeptiert zunächst dessen leiblichen Sohn Dagobert II. als König und bleibt Hausmeier - König Childebertus adoptivus (656–662)
Grimoald erhebt aber noch im selben Jahr seinen eigenen Sohn als Childebertus adoptivus zu Sigiberts Nachfolger, während er Dagobert II., der zu diesem Zeitpunkt noch ein Kleinkind ist, durch Bischof Dido von Poitiers nach Irland in ein Kloster bringen lässt. Gegen die Aktion Grimoalds regt sich in Neustrien Widerspruch. - Hausmeier Grimoald der Ältere (643–657)
- Herzog Theodo I. (Baiern, 640–680)
- Bischof Chlodulf (Metz, 656-696/697)
0519D: Wahl und Amtseinführung als Bischof von Metz, dritter Nachfolger seines Vaters Arnulf. Enge Verbindung zu seiner Schwägerin Gertrud von Nivelles, Förderung der kirchlichen Beziehungen. ca. 656–697: Ausstattung und Verschönerung der Stephanskathedrale in Metz; Förderung des kirchlichen Lebens - Bischof Remaclus (Maastricht, 652–662)
- Bischof Kunibert von Köln (623-663/664)
- Bischof Numerianus von Trier (647-697/698)
- Fortsetzung 657
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
WESTSLAWEN
Reich des Samo
GROßBULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstans II. (641–668)
- Exarch Theodorus Calliopas (Ravenna, 2. Amtszeit 653–vor 666)
- Exarch Gennadios II. (Karthago, 648-665)
- Papst Eugen I. (654–657)
- Patriarch Petros von Konstantinopel (654-666)
DABUYIDEN
ARABER
(35/36 - Jahreswechsel 29./30. Juni)
Raschidūn-Kalifat
- Kalif ʿUthmān ibn ʿAffān (644–656)
Belagerung seines Hauses in Medina durch aufgebrachte Rebellen.
0617D: Uthmān ibn ʿAffān wird erschlagen. Sein Tod markiert den Beginn der ersten Fitna (islamischen Bürgerkrieg), die das Kalifat spaltet
Kalenderblatt von Deutschlandradio 2006
Aban ibn Uthman, 644 als Sohn des Kalifen Uthman und Umm Amr bint Jundab ibn Amr al-Dawsiyya aus dem Azd-Stamm Jemens geboren, gerät er nach dem Tod seines Vaters in die innerislamischen Konflikte der ersten Fitna. Er kämpft gemeinsam mit den Truppen von A'isha und seinen umayyadischen Verwandten gegen den vierten Kalifen Ali in der Schlacht am Kamel im November 656 und flieht aus der Schlacht, als A'ishas Gefolgsleute beinahe besiegt werden. - Imam (632-661), nun auch Kalif ʿAlī ibn Abī Tālib (656–661)
0617D: Der Imam ʿAlī ibn Abī Tālib wird zum vierten Kalifen der Muslime gewählt. Er zögert zunächst, nimmt aber fünf Tage später die Huldigung entgegen. Er wird aber nicht allgemein anerkannt u. a. von Aischa bint Abi Bakr, Talha ibn ʿUbaidallāh, az-Zubair ibn al-ʿAuwām und Muʿāwiya, die ihn des Mordes an seinem Vorgänger bezichtigen. Muʿāwiya verweigert Kalif ʿAlī ibn Abī Tālib die Anerkennung und beginnt die erste Fitna (Bürgerkrieg); auch al-Dahhak ibn Qays al-Fihri verweigert die Anerkennung und besiegt Malik al-Ashtar, einen Unterstützer Kalif Alis, zwischen Harran und Raqqa; zwingt ihn zum Rückzug nach Mosul. - Kamelschlacht
1209D: Es kommt zur Kamelschlacht von Basra: Kalif ʿAlī ibn Abī Tālib besiegt die Opposition gegen seine Herrschaft im Kampf, ohne sie zerschlagen zu können. In der Folge scharen sich Alis Gegner um den Umayyaden Muawiya, dem Statthalter von Syrien. An der Schlacht nimmt auch ʿAbdallāh ibn az-Zubair, der sich später selber zum Kalifen ausrufen wird, auf Seiten von Aischa gegen ʿAli teil, ebenso der spätere Statthalter Yahya ibn al-Hakam, der nach der Schlacht nach Damaskus flieht und dort Zuflucht findet.
Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011 - Spätestens 655 zieht sich der ehemalige Statthalter Amr ibn al-As auf sein Landgut Ajlan in Südpalästina bei Bayt Jibrin zurück, das er durch Eroberung oder Schenkung erhält, lebt dort mit seinen Söhnen von den landwirtschaftlichen Erträgen und bleibt zunächst von politischen Konflikten fern. Von diesem Gut aus bekommt Amr Nachricht von der Belagerung und Ermordung Uthmans durch aufständische Truppen aus Ägypten, die gegen dessen Zentralisierungspolitik protestieren; in einer überlieferten Anekdote rühmt er sich, indirekt Anteil an der Entwicklung gehabt zu haben, obwohl er später jede Verantwortung zurückweist. Nach Uthmans Tod wird Ali Kalif, verzichtet aber darauf, Amr wieder nach Ägypten zu schicken; innerhalb des umayyadischen Klans gilt Amr als Mitschuldiger, doch Muʿawiya, der Gouverneur Syriens, lässt ihn zunächst unbehelligt auf seinem Gut, während Amr sich schriftlich von den tatsächlichen Tätern distanziert und Muʿawiya auffordert, festgesetzte ägyptische Beteiligte zu bestrafen oder zu verbannen. Nach Alis Sieg über az-Zubair, Talha und Aischa in der Kamelschlacht rückt Muʿawiya als Hauptgegner Alis in den Mittelpunkt, lädt Amr zu Verhandlungen und sichert ihm nach hartnäckigem Feilschen die lebenslange Statthalterschaft Ägyptens zu, wenn Amr ihn im Machtkampf unterstützt. In Jerusalem wird das Bündnis öffentlich beurkundet: Amr verpflichtet sich zur Loyalität gegenüber Muʿawiya und erhält im Gegenzug dessen Hilfe beim Erwerb Ägyptens; in der Folge wird Amr Muʿawiyas wichtigster Berater in militärischen und politischen Fragen und sorgt unter anderem dafür, dass der mächtige Judham-Führer Natil ibn Qays in Palästina auf Muʿawiyas Seite bleibt.
- Utba ibn Abi Sufyan ibn Harb nimmt zusammen mit den meisten Quraischiten an der Seite von ʿAischa, der Frau des Propheten Muhammad, an der Kamelschlacht bei Basra gegen den Kalifen ʿAli teil. Unmittelbar nach ʿAlis Sieg sucht Utba bei ʿAischa Zuflucht, verweigert ʿAli den Treueid und kann kurz darauf nach Damaskus entkommen, wo sein Bruder Muʿawiya als Statthalter von Syrien herrscht. In den Allianzverhandlungen zwischen Muʿawiya und ʿAmr ibn al‑ʿAs drängt Utba seinen Bruder, ʿAmrs Angebot anzunehmen, wonach ʿAmr im Gegenzug für seine Unterstützung gegen ʿAli die Statthalterschaft von Ägypten auf Lebenszeit erhält. Utba gehört später zum Gefolge Muʿawiyas während der Schlacht von Siffin gegen ʿAli im Jahr 657.
- um 656–661: Während des Kalifats von ʿAlī ibn Abī Tālib steigt Ziyād Ibn Abī-hi, Schreiber in der Provinzverwaltung, zum Statthalter der Provinz Fars auf und unterdrückt lokale Aufstände
- Klientelfürst Adarnase II. (650-684/685)
- Statthalter Abd Allah ibn Sa'd (Ägypten, 646–656)
Führende Persönlichkeiten aus Ägypten beschliessen, eine Delegation nach Medina zu schicken, um die Absetzung Abd Allahs zu verlangen. Abd Allah reist seinerseits nach Medina, um sich vor ʿUthman zu verteidigen, und überlässt in seiner Abwesenheit die praktische Amtsführung in Ägypten faktisch Muhammad ibn Abī Hudhayfa. Auf dem Weg erfährt Abd Allah in Ayla, dass das Haus des Kalifen in Medina belagert wird, woraufhin er umkehrt und nach Ägypten zurückwill. An der Grenze wird er aufgehalten, weil Muhammad ibn Abī Hudhayfa angeordnet hat, ihm die Rückkehr in die Provinz zu verwehren. Abd Allah zieht sich daraufhin in die Region Bilād asch‑Schām (das Gebiet des östlichen Mittelmeers) zurück und wartet ab, wie sich die Ereignisse in Medina entwickeln. Während dieser Zeit wird ʿUthman in Medina getötet, was einen Wendepunkt in der inneren Geschichte der frühen muslimischen Gemeinschaft markiert. Nachdem Abd Allah von der Ermordung des Kalifen erfährt, verlässt er Bilād asch‑Schām und begibt sich nach Damaskus, die damalige Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Jund Dimashq, um dort unter dem Schutz Muʿāwiyas zu leben. Aus späterer Überlieferung geht hervor, dass Abd Allah ibn Saʿd seine letzten Lebensjahre als anerkannter muslimischer Militärführer und ehemaliger Gouverneur verbringt. Ein Bericht besagt, dass er im Gebet stirbt, was in der traditionellen Darstellung als Hinweis auf einen frommen Tod verstanden wird. - Statthalter Muhammad ibn Abi Hudhayfa (Ägypten, 656–657)
Nachdem Muhammad ibn Abi Hudhayfa den bisherigen Statthalter ʿAbdallah ibn Saʿd abgesetzt hat, wird er selbst Gouverneur von Ägypten. - Papst und Patriarch Benjamin I. von Alexandria (622–661)
- Fortsetzung 657
TURKVÖLKER
Westliches Reich der Gök-Türken
- Khagan Ashina Helu (649–657)
Die Karluken und Turgesh, Vasallen Helus, werden von Tang-Truppen unter Cheng Yaojin besiegt. - Fortsetzung 657
INDIEN
Nepal
Chalukya
Östliche Chalukya
Pallava
Anuradhapura
TIBET
KHMER
Chenla
CHAMPA
CHINA
(55./56. Zyklus - Jahr des Feuer-Drachen; am Beginn des Jahres Holz-Hase)
Tang-Dynastie
- Kaiser Tang Gaozong (649–683)
Li Xiǎn wird als siebter Sohn von Kaiser Gaozong und dritter Sohn von Kaiserin Wu (später Wu Zetian) geboren. - Fortsetzung 657
KOREA
Goguryeo
Baekje
Silla
JAPAN
- Tennō Kōgyoku (2. Amtszeit 655–661)
- Yasaka-Schrein
Der Yasaka-Schrein, ein Shintō-Schrein in Kyōto, wird errichtet. - Fortsetzung 661
QUELLEN
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05.10.2010 Artikel eröffnet
11.02.2024 Grundstock erstellt
18.06.2025 Grundstock ergänzt