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(35/36 - Jahreswechsel 29./30. Juni)

Raschidūn-Kalifat

  • Kalif ʿUthmān ibn ʿAffān (644–656)
    Belagerung seines Hauses in Medina durch aufgebrachte Rebellen.
    0617D: Uthmān ibn ʿAffān wird erschlagen. Sein Tod markiert den Beginn der ersten Fitna (islamischen Bürgerkrieg), die das Kalifat spaltet
    Kalenderblatt von Deutschlandradio 2006
    Aban ibn Uthman, 644 als Sohn des Kalifen Uthman und Umm Amr bint Jundab ibn Amr al-Dawsiyya aus dem Azd-Stamm Jemens geboren, gerät er nach dem Tod seines Vaters in die innerislamischen Konflikte der ersten Fitna. Er kämpft gemeinsam mit den Truppen von A'isha und seinen umayyadischen Verwandten gegen den vierten Kalifen Ali in der Schlacht am Kamel im November 656 und flieht aus der Schlacht, als A'ishas Gefolgsleute beinahe besiegt werden.
  • Imam (632-661), nun auch Kalif ʿAlī ibn Abī Tālib (656–661)
    0617D: Der Imam ʿAlī ibn Abī Tālib wird zum vierten Kalifen der Muslime gewählt. Er zögert zunächst, nimmt aber fünf Tage später die Huldigung entgegen. Er wird aber nicht allgemein anerkannt u. a. von Aischa bint Abi Bakr, Talha ibn ʿUbaidallāh, az-Zubair ibn al-ʿAuwām und Muʿāwiya, die ihn des Mordes an seinem Vorgänger bezichtigen. Muʿāwiya verweigert Kalif ʿAlī ibn Abī Tālib die Anerkennung und beginnt die erste Fitna (Bürgerkrieg); auch al-Dahhak ibn Qays al-Fihri verweigert die Anerkennung und besiegt Malik al-Ashtar, einen Unterstützer Kalif Alis, zwischen Harran und Raqqa; zwingt ihn zum Rückzug nach Mosul.
  • Kamelschlacht
    1209D: Es kommt zur Kamelschlacht von Basra: Kalif ʿAlī ibn Abī Tālib besiegt die Opposition gegen seine Herrschaft im Kampf, ohne sie zerschlagen zu können. In der Folge scharen sich Alis Gegner um den Umayyaden Muawiya, dem Statthalter von Syrien. An der Schlacht nimmt auch ʿAbdallāh ibn az-Zubair, der sich später selber zum Kalifen ausrufen wird, auf Seiten von Aischa gegen ʿAli teil, ebenso der spätere Statthalter Yahya ibn al-Hakam, der nach der Schlacht nach Damaskus flieht und dort Zuflucht findet.
    Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011
  • Spätestens 655 zieht sich der ehemalige Statthalter Amr ibn al-As auf sein Landgut Ajlan in Südpalästina bei Bayt Jibrin zurück, das er durch Eroberung oder Schenkung erhält, lebt dort mit seinen Söhnen von den landwirtschaftlichen Erträgen und bleibt zunächst von politischen Konflikten fern. Von diesem Gut aus bekommt Amr Nachricht von der Belagerung und Ermordung Uthmans durch aufständische Truppen aus Ägypten, die gegen dessen Zentralisierungspolitik protestieren; in einer überlieferten Anekdote rühmt er sich, indirekt Anteil an der Entwicklung gehabt zu haben, obwohl er später jede Verantwortung zurückweist. Nach Uthmans Tod wird Ali Kalif, verzichtet aber darauf, Amr wieder nach Ägypten zu schicken; innerhalb des umayyadischen Klans gilt Amr als Mitschuldiger, doch Muʿawiya, der Gouverneur Syriens, lässt ihn zunächst unbehelligt auf seinem Gut, während Amr sich schriftlich von den tatsächlichen Tätern distanziert und Muʿawiya auffordert, festgesetzte ägyptische Beteiligte zu bestrafen oder zu verbannen. Nach Alis Sieg über az-Zubair, Talha und Aischa in der Kamelschlacht rückt Muʿawiya als Hauptgegner Alis in den Mittelpunkt, lädt Amr zu Verhandlungen und sichert ihm nach hartnäckigem Feilschen die lebenslange Statthalterschaft Ägyptens zu, wenn Amr ihn im Machtkampf unterstützt. In Jerusalem wird das Bündnis öffentlich beurkundet: Amr verpflichtet sich zur Loyalität gegenüber Muʿawiya und erhält im Gegenzug dessen Hilfe beim Erwerb Ägyptens; in der Folge wird Amr Muʿawiyas wichtigster Berater in militärischen und politischen Fragen und sorgt unter anderem dafür, dass der mächtige Judham-Führer Natil ibn Qays in Palästina auf Muʿawiyas Seite bleibt.
  • Utba ibn Abi Sufyan ibn Harb nimmt zusammen mit den meisten Quraischiten an der Seite von ʿAischa, der Frau des Propheten Muhammad, an der Kamelschlacht bei Basra gegen den Kalifen ʿAli teil. Unmittelbar nach ʿAlis Sieg sucht Utba bei ʿAischa Zuflucht, verweigert ʿAli den Treueid und kann kurz darauf nach Damaskus entkommen, wo sein Bruder Muʿawiya als Statthalter von Syrien herrscht. In den Allianzverhandlungen zwischen Muʿawiya und ʿAmr ibn al‑ʿAs drängt Utba seinen Bruder, ʿAmrs Angebot anzunehmen, wonach ʿAmr im Gegenzug für seine Unterstützung gegen ʿAli die Statthalterschaft von Ägypten auf Lebenszeit erhält. Utba gehört später zum Gefolge Muʿawiyas während der Schlacht von Siffin gegen ʿAli im Jahr 657.
  • um 656–661: Während des Kalifats von ʿAlī ibn Abī Tālib steigt Ziyād Ibn Abī-hi, Schreiber in der Provinzverwaltung, zum Statthalter der Provinz Fars auf und unterdrückt lokale Aufstände
  • Klientelfürst Adarnase II. (650-684/685)
  • Statthalter Abd Allah ibn Sa'd (Ägypten, 646–656)
    Führende Persönlichkeiten aus Ägypten beschliessen, eine Delegation nach Medina zu schicken, um die Absetzung Abd Allahs zu verlangen. Abd Allah reist seinerseits nach Medina, um sich vor ʿUthman zu verteidigen, und überlässt in seiner Abwesenheit die praktische Amtsführung in Ägypten faktisch Muhammad ibn Abī Hudhayfa. Auf dem Weg erfährt Abd Allah in Ayla, dass das Haus des Kalifen in Medina belagert wird, woraufhin er umkehrt und nach Ägypten zurückwill. An der Grenze wird er aufgehalten, weil Muhammad ibn Abī Hudhayfa angeordnet hat, ihm die Rückkehr in die Provinz zu verwehren. Abd Allah zieht sich daraufhin in die Region Bilād asch‑Schām (das Gebiet des östlichen Mittelmeers) zurück und wartet ab, wie sich die Ereignisse in Medina entwickeln. Während dieser Zeit wird ʿUthman in Medina getötet, was einen Wendepunkt in der inneren Geschichte der frühen muslimischen Gemeinschaft markiert. Nachdem Abd Allah von der Ermordung des Kalifen erfährt, verlässt er Bilād asch‑Schām und begibt sich nach Damaskus, die damalige Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Jund Dimashq, um dort unter dem Schutz Muʿāwiyas zu leben. Aus späterer Überlieferung geht hervor, dass Abd Allah ibn Saʿd seine letzten Lebensjahre als anerkannter muslimischer Militärführer und ehemaliger Gouverneur verbringt. Ein Bericht besagt, dass er im Gebet stirbt, was in der traditionellen Darstellung als Hinweis auf einen frommen Tod verstanden wird.
  • Statthalter Muhammad ibn Abi Hudhayfa (Ägypten, 656–657)
    Nachdem Muhammad ibn Abi Hudhayfa den bisherigen Statthalter ʿAbdallah ibn Saʿd abgesetzt hat, wird er selbst Gouverneur von Ägypten.
  • Papst und Patriarch Benjamin I. von Alexandria (622–661)
  • Fortsetzung 657

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05.10.2010 Artikel eröffnet

11.02.2024 Grundstock erstellt

18.06.2025 Grundstock ergänzt

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