523
MAYA
Palenque
Calakmul
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
Ulaid
- 509: Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)
- Fortsetzung 532
- Liste der Könige
Connacht
- 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
- 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
- Fortsetzung 530
- Könige von Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
Dalriada
Gwynedd
ANGELSACHSEN
Königreich Wessex
Königreich Kent
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Theoderich der Große (511–526)
- Mitkönig Amalarich (522–531)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
Burgunden
- König Sigismund (501–524)
- Burgundenkrieg (523-524)
Sigismund, König der Burgunden, lässt seinen Sohn Sigerich erdrosseln, da er ihn verdächtigt, sich gegen ihn verschworen zu haben. Das führt zu einem Zerwürfnis mit den Ostgoten unter Theoderich dem Großen und ist der Auslöser für den Burgundenkrieg. Chlothar I., Chlodomer und Childebert I., Könige im Frankenreich, nutzen den Streit der Verbündeten und überfallen unter dem Einfluss ihrer Mutter Chrodechild das nun alleinstehende Burgund. Sigismund und sein Bruder Godomar II. werden von den Franken geschlagen, können jedoch entkommen. Sigismund wird an Chlodomer verraten und gefangen genommen. - Bischof Bubulcus (Vindonissa, 517-534)
- Fortsetzung 524
Reich von Orléans
- König Chlodomer (511–524)
Erster gemeinsamer Feldzug Chlodomers mit den Brüdern Childebert I. und Chlothar I. gegen das Burgundenreich. Der Burgunderkönig Sigismund und seine Familie werden gefangen genommen und später auf Chlodomers Befehl in Orléans getötet. - Fortsetzung 524
Reich von Paris
- König Childebert I. (511–558)
523–524: Teilnahme an den Kriegen gegen das Burgunderreich gemeinsam mit seinen Brüdern, insbesondere Chlodomer und Chlothar. - Fortsetzung 524
Reich von Soissons
- König Chlothar I. (511–558)
Gemeinsamer Angriff mit seinen Brüdern Chlodomer und Childebert auf das Reich der Burgunden - Fortsetzung 524
Reich von Metz
- König Theuderich I. (511–533)
- Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Bischof Fibicius (Trier, 511–525)
Thüringer
Vandalen
- König Thrasamund (496–523)
Tod Thrasamunds nach fast 27-jähriger Herrschaft. - König Hilderich (523–530)
In Africa wird Hilderich, Enkel des Reichsgründers Geiserich, nach dem Tod seines Cousins Thrasamund nach den Regeln des Seniorats zum König der Vandalen erhoben. Er sucht eine Annäherung an das oströmische Reich, indem er entgegen den Wünschen seines Vorgängers die Unterdrückung der Katholiken im arianischen Vandalenreich beendet. Zuvor exilierte Bischöfe dürfen nach Africa zurückkehren, der Neubau von Kirchen wird erlaubt. Unter Hilderich erhielt die Residenzstadt Karthago einen eigenen katholischen Metropoliten. Diese Entwicklungen führen zu innenpolitischer Opposition durch die Arianer. Amalafrida, die ostgotische Witwe Thrasamunds, flieht nach einem gescheiterten Putschversuch, wird aber wenig später gefangen genommen. - Fortsetzung 525
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXXVI = 1276)
- König Theoderich der Große (474–526)
Auseinandersetzung um die Verfolgung arianischer Christen im Byzantinischen Reich.
Im Kolosseum von Rom findet die letzte Tierhetze statt, die fortan von Theoderich dem Großen verboten wird. - Konsul Flavius Maximus
- Papst Hormisdas (514–523)
0806D: Hormisdas stirbt in Rom. Sein Sohn Silverius wird später ebenfalls Papst. Hormisdas hat 97 Briefe hinterlassen, in denen sich das Motto "Gerechtigkeit und Friede!" widerspiegelt. Sein Gedenktag ist der 6. August. - Papst Johannes I. (523-526)
0814D: Johannes I. wird Nachfolger von Hormisdas als Bischof von Rom. Er stammt aus der Toskana und ist zur Zeit seiner Wahl schon alt und gebrechlich. - Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 524
Langobarden
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Justin I. (518–527)
Unter Kaiser Justin I. wird ein Dekret erlassen, mit dem die Arianer im Oströmischen Reich verfolgt werden. Damit verschlechtern sich die Beziehungen zum mehrheitlich arianischen Ostgotenreich unter Theoderich dem Großen. - Patriarch Epiphanios von Konstantinopel (520–535)
- Patriarch Johannes III. (Jerusalem, 516–524)
- Papst und Patriarch Timotheos IV. (Alexandria, 517–535)
- Fortsetzung 524
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
AKSUMITISCHES REICH
HIMYAR
- König Dhu Nuwas (522–/525/530)
Zahlreiche altsüdarabische Inschriften aus dieser Zeit zeugen von jüdischen Motiven im Königreich. Im Juni–Juli 523 lassen sich Aktivitäten um Nadschrān, insbesondere militärische Auseinandersetzungen und die Unterdrückung christlicher Gemeinden, belegen. Die Stadt wird belagert und anschließend kommt es zu einem Massaker an der christlichen Bevölkerung. Zeitgenössische christliche Quellen berichten von bis zu 20.000 Opfern – eine Zahl, die wohl übertrieben ist, aber das Ausmaß der Verfolgung verdeutlichen soll. - Fortsetzung 524
ROURAN
- Khagan Yujiulü Anagui (2. Amtszeit 522–552)
Yujiulü Anagui scheitert mit einem Agrarprojekt, daraufhin Überfälle auf Grenzstädte der Wei wegen Hungersnot - Fortsetzung 525
INDIEN
Alchon-Hunnen
Gupta-Reich
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Wasser-Hasen; am Beginn des Jahres Wasser-Tiger)
Nördliche Wei-Dynastie
- Regentin Hu (515-528)
- Kaiser Xiaoming (515-528)
- Ausbruch von Aufständen unter lokalen Warlords und der Garnisonen (Sechzehn Garnisonen-Aufstand).
- Fortsetzung 524
Südliche Liang-Dynastie
KOREA
Goguryeo
Baekje
- König Muryeong (501–523)
Bau einer Festungsmauer zum Schutz der Nordgrenze angeordnet. - König Seong (523–554)
Thronbesteigung Seongs als König von Baekje nach dem Tod seines Vaters, König Muryeong. Seong leitet umfassende Verwaltungsreformen ein, um die Zentralmacht zu stärken und die Effizienz der Regierung zu verbessern. Er modernisiert die Verwaltung und fördert die Zentralisierung des Staates. - Fortsetzung 538
Geumgwan Gaya
Silla
- König Beopheung (514–540)
Beopheung sendet eine Tributmission an Kaiser Wu von Liang (China), unterstützt durch Baekje. Baekje präsentiert dabei Silla als seinen Vasallen, was Silla akzeptiert, um Schutz vor Goguryeo und Japan zu erhalten - Fortsetzung 527
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
14.08.2023 Artikel eröffnet
23.06.2024 Grundstock erstellt
08.01.2025 Grundstock ergänzt
24.07.2025 Grundstock weiter ergänzt