520
MAYA
Palenque
Calakmul
- Ajaw Tuun Kʼabʼ Hix (520-546)
Tuun Kʼabʼ Hix wird König des Kaan-Königreichs. Seine Tochter heiratet einen Herrscher von La Corona, was die politischen Beziehungen stärkt Fortsetzung 529
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
Ulaid
- 509: Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)
- Fortsetzung 532
- Liste der Könige
Connacht
- 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
- 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
- Fortsetzung 530
- Könige von Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
Dalriada
Gwynedd
- König Cadwallon Lawhir (um 500-534)
- König Maelgwn Gwynedd (520-547)
Beginn der Herrschaft von Maelgwn Gwynedd als König von Gwynedd - 520er: Sieg über seinen Onkel mütterlicherseits; Machtzuwachs in Nordwales
520–540: Strategische Heirat, Vaterschaft von Rhun Hir ap Maelgwn und weiteren Kindern. Förderung der Kirche und Kultur, Unterstützung christlicher Missionare und Heiliger (z.B. Cybi auf Anglesey, Brynach in Dyfed, Cadoc in Gwynllwg, Padarn in Ceredigion, Tydecho in Powys) - Fortsetzung 534
ANGELSACHSEN
- um 520: Gründung des Königreichs Ostanglien
- Fortsetzung 630
Königreich Wessex
Königreich Kent
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Theoderich der Große (511–526)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Orcet (Siedlung)
Orcet wird zum ersten Mal schriftlich erwähnt, und zwar im Testament von Theodechilde, der Tochter des Merowingerkönigs Chlodwig. Zur Zeit steht das Gebiet um Orcet noch unter westgotischem Einfluss. - Fortsetzung 522
Burgunden
Reich von Orléans
Reich von Paris
Reich von Soissons
Reich von Metz
- König Theuderich I. (511–533)
- Bischof Remigius von Reims (459–533)
- Bischof Fibicius (Trier, 511–525)
Thüringer
Bajuwaren
- Oberdietfurt (Siedlung)
Oberdietfurt wird erstmals um 520 als Ort erwähnt, benannt nach einer Furt über die Rott.
Vandalen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXXIII = 1273)
- König Theoderich der Große (474–526)
Mausoleum des Theoderich
Theoderich der Große lässt sein Grabmal in Ravenna errichten. Das Mausoleum des Theoderich, dessen Baumeister unbekannt ist, gilt als herausragendste Bauleistung der Ostgoten in Italien. - Papst Hormisdas (514–523)
- Bischof Magnus Felix Ennodius (Pavia, 513-521)
- Fortsetzung 521
Langobarden
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Justin I. (518–527)
ab 520: Förderung seines Neffen Justinian (später Justinian I.), Ernennung zum wichtigen Berater - Konsul Vitalian
Der oströmische General und ehemalige Aufständische Vitalian wird von Justin I. Anfang des Jahres zum Heermeister und Konsul ernannt. Bereits im Juli wird er – vermutlich auf Betreiben des Kaiserneffen Justinian – als potentieller Rivale um die Herrschaft im Palast ermordet. - Patriarch Johannes II. Kappadokes (Konstantinopel, 518–520)
Johannes stirbt im Februar (teilweise auch 19. Januar genannt) in Konstantinopel - Patriarch Epiphanios von Konstantinopel (520–535)
0225D: Epiphanios, Presbyter und Synkellos seines Vorgängers Johannes II., wird zum Patriarchen von Konstantinopel durch Kaiser Justin I. mit Zustimmung der Bischöfe, Mönche und des Volkes gewählt. - 520–535: Engagement für die Beilegung des Akakianischen Schismas und Auseinandersetzung mit dem Monophysitismus. Briefwechsel mit Papst Hormisdas von Rom - Patriarch Johannes III. (Jerusalem, 516–524)
- Bischof Jakob von Sarug (Batnae, 519-521)
- Papst und Patriarch Timotheos IV. (Alexandria, 517–535)
- um 520: Marcellinus Comes vertritt in seiner Chronik, die in lateinischer Sprache die Ereignisse der Jahre 379 bis 518 beschreibt, erstmals die Ansicht, dass mit der Absetzung des Romulus Augustulus durch Odoaker im Jahr 476 ("im 522. Jahr einander nachfolgender Herrscher") das Weströmische Kaisertum untergegangen sei.
- um 520–535: Timotheus unterstützt Missionsaktivitäten, insbesondere in Arabien
- Fortsetzung 521
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
AKSUMITISCHES REICH
- König Ousas (500-517/520)
- König Ella Asbeha (um 517/520-540)
520–525: Feldzüge gegen den himyaritischen König Yusuf Asʾar Yathʾar (Dhu Nuwas) im Jemen - Fortsetzung 522
HIMYAR
- König Ma'dikarib Ya'fur (515–522)
- Sana’a wird zur Hauptstadt der Himyaren.
- Fortsetzung 521
ROURAN
- Khagan Yujiulü Chounu (508–520)
- Khagan Yujiulü Anagui (1. Amtszeit 520–521)
Yujiulü Anagui ist Nachfolger von Yujiulü Chounu als Khagan der Rouran. Nach nur 10 Tagen: Rebellion seines Schwagers Qilifa Shifa, bei der Anaguis jüngerer Bruder und Mutter getötet werden. Anagui flieht nach Nordwei - Fortsetzung 522
INDIEN
Alchon-Hunnen
- König Mihirakula (um 515-530)
um 520: Der chinesische Pilger Song Yun besucht Kaschmir und berichtet von Mihirakulas Herrschaft und seiner entschlossenen Verfolgung des Buddhismus; er gilt in indischen Quellen deshalb als Tyrann und wird manchmal als "Attila Indiens" bezeichnet - Fortsetzung 530
Gupta-Reich
- König Narasimhagupta (495-530)
um 520: Förderung des Buddhismus: Bau eines bedeutenden Klosters (Sangharama) und eines großen Vihara in Nalanda; Einfluss des Mahayana-Buddhismus auf seine Politik - Fortsetzung 530
Westliche Ganga-Dynastie
Chalukya
- König Jayasimha (um 500-520)
- König Ranaraga (um 520-540/543)
um 520–540: Regierungszeit von Ranaraga, Sohn von Jayasimha I., als Chalukya-Herrscher - Fortsetzung 543
Kamarupa
Anuradhapura
KHMER
Funan
- König Rudravarman (514-540/545)
Dritte Gesandtschaft nach China - Fortsetzung 530
Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr der Metall-Ratte; am Beginn des Jahres Erde-Schwein)
Nördliche Wei-Dynastie
- Regentin Hu (515-528)
Die Kaiserinwitwe Hu wird nach einem Putsch unter Hausarrest gestellt. - Kaiser Xiaoming (515-528)
- Fortsetzung 521
Südliche Liang-Dynastie
- Kaiser Wu (502-549)
520–527: Ära "Putong" - Fortsetzung 524
KOREA
Goguryeo
- König Anjang (519–531)
520–530: Zeit der Konsolidierung und Stärkung des Königreichs Goguryeo; Details zu einzelnen Ereignissen sind in den Quellen spärlich überliefert - Fortsetzung 531
Baekje
Geumgwan Gaya
Silla
- König Beopheung (514–540)
um 520: Einführung und Formalisierung des Golpumjedo (Knochenrang-System) als aristokratisches Rangsystem, das die Grundlage für die Kim-Dynastie bildet - Fortsetzung 523
JAPAN
QUELLEN
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26.06.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
05.01.2025 Grundstock ergänzt
30.07.2025 Grundstock weiter ergänzt