510
Erscheinungsbild
WELTALL
- beim nächsten Eintrag: Fortsetzung 512
MAYA
Palenque
- 496: 19. November 496: Teilnahme vom künftigen Ajaw K’an Joy Chitam I. an einem wichtigen Ritual in Toktahn im Alter von sechs Jahren (Lange Zählung: 9.3.1.15.0, Kalenderrunde: 12 Ajaw 8 Keh). Dabei wird K’an Joy Chitam I. in ein Amt eingeführt, dessen genaue Bedeutung bislang unklar ist Fortsetzung 524
- 490: 0503D: Der künftige Ajaw K’an Joy Chitam I. wird geboren (Lange Zählung: 9.2.15.3.8, Kalenderrunde: 12 Lamat 6 Wo)
Tikal
- 508: Ajaw Chak Tok Ichʼaak II (486-508)
- 508: Der künftige Ajaw Wak Chan Kʼawiil wird in Tikal geboren
- Fortsetzung 511
- 504: Lady of Tikal 1. September 504: Geburt von Lady von Tikal in Tikal
Copan
- 504: Beginn der Herrschaft: Bʼalam Nehn besteigt den Thron von Copán als siebter Herrscher nach der Dynastiegründung durch Kʼinich Yax Kʼukʼ Moʼ. Er ist der erste König, der seine Position in der Dynastielinie explizit in einer Inschrift festhält und erklärt, siebter Herrscher zu sein. - 504–544: Bʼalam Nehn initiiert bedeutende Bauprojekte auf der Akropolis von Copán, darunter die Überbauung eines früheren Palastes mit neuen, wichtigen Strukturen. Bʼalam Nehn ist Vater von Wil Ohl Kʼinich und Tzi-Bʼalam, die später ebenfalls Könige von Copán werden Fortsetzung 544
NORDGERMANEN
- Zwischen den Gauten und den Svear im heutigen Schweden kommt es zu einem Krieg.
PIKTEN
- König Drest Gurthinmoch (480–510)
Drest Gurthinmoch bleibt König der Pikten bis 510. Die Königslisten des Pictish Chronicle geben ihm eine Regierungszeit von 30 Jahren zwischen Nechtan und Galan an. Damit endet seine Herrschaft im Jahr 510, und Galan folgt ihm als Nachfolger. - König Galan Erilich (510–522)
- Fortsetzung 522
- 480: Drest Gurthinmoch ist König der Pikten und regiert von 480 an. Der Pictish Chronicle zufolge beginnt seine Herrschaft als Nachfolger von Nechtan und steht damit am Anfang des im Text genannten Zeitraums. Der Name Gurthinmoch ist in seiner Bedeutung unbekannt; der erste Teil kann möglicherweise mit dem Walisischen gwrdd verbunden sein, das „groß“ bedeutet, und moch kann dabei mit dem gleichlautenden walisischen Wort für „Schwein“ zusammenhängen. König Nechtan Morbet (456–480)
- Fortsetzung 510
KELTEN
Ulaid
- 509: Cairell mac Muiredaig Muinderg (Cairell Coscrach) ist ein König von Ulster (Ulaid) aus dem Geschlecht der Dál Fiatach und lebt im 6. Jahrhundert. Er stammt aus einer Herrscherfamilie: Sein Vater ist Muiredach Muinderg mac Forggo, der um 489 stirbt, und sein Bruder ist Eochaid mac Muiredaig Muinderg, der bis 509 als König herrscht. In der Zeit nach der Zerstörung von Emain Macha nach 450 beginnt Ulidia sich zu erholen, und die Dál Fiatach treten dabei als neue Oberherren hervor, wobei Muiredach als erster historisch fassbarer König dieser Dynastie gilt. Cairell wächst in dieser Phase des politischen Aufstiegs seiner Sippe auf, in der sich die Macht der Dál Fiatach allmählich auf den Osten Ulsters konzentriert. Um 496/498 kommt es zum Sturm auf Dún Lethglaise, das mit dem heutigen Downpatrick in der Grafschaft Down gleichgesetzt wird. Dieser Angriff steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Dál Fiatach in dieser Region, die sich zu ihrem künftigen Machtzentrum entwickelt. Cairell erlebt, wie dieses Gebiet zunehmend unter die Kontrolle seiner Familie gerät und zur Grundlage ihrer königlichen Herrschaft wird. Im Jahr 509 beginnt Cairells eigene Regierungszeit über Ulaid. Die Annalen von Tigernach geben sein Regierungsantrittsjahr mit 509 an und verzeichnen, dass er von diesem Zeitpunkt bis 532 als König herrscht. Er tritt die Nachfolge seines Bruders Eochaid an, der im selben Jahr 509 stirbt. Als König festigt Cairell die Stellung der Dál Fiatach als herrschende Dynastie in Ulidia, die nach der früheren Krise um Emain Macha nun dauerhaft die Oberherrschaft innehat. In der geistlichen Überlieferung erscheint Cairell in der „Dreiteiligen Vita des heiligen Patrick“. Dort wird erzählt, dass der heilige Patrick die Nachkommen von Cairells Bruder Eochaid verflucht, während er die Nachkommen Cairells segnet. Diese Segens- und Fluchgeschichte dient als Erklärung dafür, dass später tatsächlich vor allem Cairells Linie die Königswürde von Ulaid innehat. Die Überlieferung betont so, dass die dynastische Vorherrschaft der Dál Fiatach in religiös-heilsgeschichtlicher Perspektive legitimiert erscheint. König Eochaid mac Muiredaig Muinderg (489–509)
- Fortsetzung 532
- Liste der Könige
Connacht
- 500: Eógan Bél mac Cellaig, König von Connacht aus dem Zweig der Uí Fiachrach, regiert im 6. Jahrhundert und stirbt im Jahr 542. Er ist ein Enkel des Hochkönigs Ailill Molt und trägt den Beinamen „Bél“, der „Mund“ oder „Lippe“ bedeutet. Eógan Bél gehört zur Sippe der Connachta, genauer zum Zweig der Uí Fiachrach, der in Connacht herrscht. Sein Großvater ist der Hochkönig Ailill Molt, wodurch Eógan Bél aus einer hochrangigen Dynastie stammt. Sein Beiname „Bél“ bedeutet „Mund“ oder „Lippe“, und es heißt, er erhält als Kind so viel Lob von allen, die ihm begegnen, dass man ihm diesen Namen gibt. Andere Quellen behaupten dagegen, er habe eine Hasenscharte. Die Herrschaft von Eógan Bél beginnt irgendwann nach dem Jahr 500, ohne dass ein genaues Antrittsdatum überliefert ist. Connacht steht in dieser Zeit in einem Spannungsfeld zwischen inneren Dynastiegruppen und den mächtigen Uí Néill im Norden und Süden. Früh in seiner Regierungszeit entstehen Fehden mit dem nördlichen Zweig der Uí Néill, die das Verhältnis der Königreiche im Westen und Norden Irlands dauerhaft prägen.
- 500: König Dauí Tenga Uma (482–500)
- Fortsetzung 530
- Könige von Connacht
Leinster
- 495: König Fráech mac Finchada (485–495) Über die folgenden vier Könige sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden.
- Liste der Könige
Dalriada
- 507: König Domangart I. (501–507) Tod von Domangart I. Comgall, Sohn von Domangart mac Fergus und Enkel von Fergus Mór mac Erc, wird König von Dalriada und übernimmt die Herrschaft über Cowal. Fortsetzung 525
Gwynedd
- um 500: Beginn der Herrschaft als König von Gwynedd nach dem Tod seines Vaters - um 500–510 Konsolidierung der Macht in Gwynedd, vermutlich nach den Wirren der Schlacht von Mons Badonicus (Datum umstritten, zwischen 490 und 515 - um 500–520 Vertreibung der irischen Siedler von der Insel Anglesey (Ynys Môn), die wieder Teil von Gwynedd wird
- Fortsetzung 520
ANGELSACHSEN
- 508: Cynric: Sieg über den britonischen König Natanleod bei Natanleaga (Netley Marsh, Hampshire)
- Fortsetzung 513
- 495: Landung von Cerdic und Cynric mit fünf Schiffen bei Cerdicesora (laut Angelsächsischer Chronik)]
Königreich Kent
- 488: Im Jahr 488 stirbt Hengest wohl, und Oeric herrscht danach 24 Winter als alleiniger König. In der anderen Überlieferung heißt es, dass Esk im Jahr 488 König von Kent wird und dort 24 Winter regiert, also ungefähr bis 512. Wilhelm von Malmesbury schildert ihn als einen König, der sein Reich eher schützt als vergrößert. Der Text betont außerdem, dass Oeric vermutlich auch Oisc, Oesc, Æsc, Eisc, Esc oder Oeric heißt, und dass die Formen der Überlieferung unterschiedlich sind. Die wichtigste Quelle bleibt die Angelsächsische Chronik, daneben die Церковная история англов des Beda. Mehrere Forscher halten die frühen Berichte über Hengest, Horsa und die Ursprünge Kents für mythisch oder literarisch geprägt, nicht für sicher historisch.
- Fortsetzung 512
- 473: Im Jahr 473 kämpfen Hengest und Oeric wieder gegen die Walas und erlangen dabei „unermessliche Beute“. Die Gegner fliehen „von den Angeln, wie vom Feuer“. In der anderen Darstellung heißt es, dass Hengest und Esk mit den „Walisern“ kämpfen, unermessliche Beute nehmen und die Gegner davonlaufen.
- 465: Im Jahr 465 sind Hengest und Oeric erneut gegen die Walas, also die Welschen bzw. Kelten, siegreich. In der anderen Fassung werden die Waliser am Wippedsfleot, dem „Rinn des Wipped“, geschlagen; dabei fallen 12 Eldormen und der Tēn Wipped.
- 457: Im Jahr 457 siegen Hengest und Oeric in der blutigen Schlacht von Crecganford, also bei Crayford östlich von London, über die Briten. Nach dieser Niederlage fliehen die Briten aus Kent nach London. In der anderen Darstellung besiegen Hengest und Esk in diesem Jahr die Briten bei „Brod / Creacanford“ und töten dabei 4.000 Krieger, worauf die Briten gezwungen sind, Kent zu verlassen.
- 455: Im Jahr 455 zerwerfen sich Hengest und Horsa mit Vortigern. Es kommt zur Schlacht bei Agælesþrep, also bei Aylesford, in der Horsa fällt. Darauf macht Hengest sich und Oeric zu Königen von Kent. In der anderen Überlieferung wird ebenfalls berichtet, dass 455 bei der Schlacht an der genannten Stelle Horsa getötet wird und Hengest mit seinem Sohn Esk die Herrschaft übernimmt.
- 449: Im Jahr 449 kommen Hengenst und Horsa auf Einladung von Vortigern nach Britannien. Sie werden als Söldner geholt, um mit ihren Männern gegen die aus dem Norden eindringenden Pikten zu kämpfen. Oeric begleitet seinen Vater Hengest und seinen Onkel Horsa, tritt aber zu dieser Zeit noch nicht weiter in Erscheinung. Als Sold erhalten Hengest und seine sächsischen Gefolgsleute Land bei Ypwinesfleot im Südosten des Landes, das spätere Königreich Kent.
WESTGERMANEN
Westgoten
- König Gesalech (507–511)
Gesalechs Angriff auf die Ostgoten schlägt fehl; Gesalechs Truppen werden vor Barcelona von Theoderichs Feldherrn Ibba besiegt, worauf er nach Gallien flieht. - Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 511
- 509: Gesalech: Thrasamund ist ein Gegner Theoderichs; daher gewährt er Gesalech nicht nur Asyl, sondern stattet ihn mit Geld aus und ermöglicht ihm so den Versuch, die verlorene Herrschaft wiederzuerlangen. Gesalech begibt sich nach Südgallien, wo er Anhänger sammelt und dann einen Angriff auf die Ostgoten in Hispanien wagt.
- Fortsetzung 510
- 508: Gesalech: Theoderich der Große erkennt Gesalech anfänglich als rechtmäßigen Westgotenkönig an. Ein ostgotisches Heer besetzt Septimanien, einen Küstenstreifen nordöstlich der Pyrenäen, der dadurch als einziger Rest des früheren westgotischen Herrschaftsbereichs in Gallien dem Westgotenreich erhalten bleibt. Dann dringen die Ostgoten bis nach Barcelona vor, wo sich bei den Westgoten bereits Opposition gegen Gesalech regt. Gesalech wird von den Ostgoten gestürzt und vertrieben; er flieht nach Nordafrika ins Reich Thrasamunds, des Königs der Vandalen. Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel und in Septimanien; er regiert dort als König in eigenem Namen, nicht als Vormund von Alarichs unmündigem Sohn Amalarich. Die Verwaltung des Westgotenreichs führen Beauftragte Theoderichs.
- 507: Tod von Amalatichs Vater Alarich II. in der Schlacht von Vouillé gegen die Franken; Amalarich ist erst etwa fünf Jahre alt.
- 507: Gesalech: Gesalech tritt die Herrschaft an, nachdem sein Vater im Jahr 507 in der verlorenen Schlacht von Vouillé gegen die Franken gefallen ist. Er erlangt die Herrschaft zwar als Erbe seines Vaters, doch scheint bei seiner Erhebung auch ein Wahlakt stattgefunden zu haben, der mehr als nur formelle Bedeutung hat. Dies wird als Wiederaufleben des westgotischen Wahlrechts gedeutet; bei der Erhebung von Gesalechs Vater Alarich im Jahr 484 hat es keine echte Königswahl gegeben, sondern nur eine „Bestätigung“ der Erbfolge durch die Wahlberechtigten. Gesalech ist ein schwacher König. Nach der vernichtenden Niederlage seines Vaters flieht er nach Barcelona in den hispanischen Teil seines Reichs, der nicht von den Franken bedroht ist. Er kann die siegreichen Franken nicht daran hindern, das gallische Herrschaftsgebiet der Westgoten größtenteils zu erobern. Damit ist der Zusammenbruch des nach der Hauptstadt Tolosa (Toulouse) benannten Tolosanischen Reichs der Westgoten besiegelt.
- 507/508: Arles: Nach der Niederlage der Westgoten gegen die Franken unter Chlodwig I. bei Vouillé und der darauffolgenden Belagerung von Arles durch Franken und Burgunder verteidigten ostgotische Truppen unter Theoderich dem Großen die Stadt erfolgreich. Theoderich übernahm daraufhin die Kontrolle über die Provence (inklusive Arles) als Vormund seines minderjährigen Enkels Amalarich und sicherte dort die Ordnung
- um 502: Geburt Amalarichs als Sohn von Alarich II. und einer Tochter Theoderichs des Großen
Burgunden
- König Sigismund in Genf (501–524)
- König Gundobad in Lyon (480–516)
ab 510/513: Gundobad schließt spätestens 513 Frieden mit Theoderich dem Großen und sichert durch Einigung mit den Franken und Ostgoten die Stabilität des Burgunderreichs. - Bischof Avitus von Vienne (494-518)
- Fortsetzung 513
- 507–508: Im Bündnis mit Chlodwig I. zieht Gundobad gegen die Westgoten. Nach dem Sturz Alarichs II. beteiligt er sich an der Eroberung von Toulouse, verliert aber die Provence an die Ostgoten unter Theoderich.
- Fortsetzung 510
- 506: Sigismund: Ernennung zum Unterkönig durch seinen Vater Gundobad, Residenz in Genf; offizieller Übertritt vom Arianismus zum Katholizismus
- 501: Sigismund wird als Nachfolger Godegisels im nördlichen Teil des Burgunderreichs eingesetzt
- 501: Gundobad wendet mit Hilfe der Westgoten das Blatt, erobert sein Reich zurück, tötet Godegisel in Vienne und seine Gegner. Nach dem Sieg setzt er sich als Alleinherrscher durch.
- 500: Entscheidungsschlacht bei Dijon zwischen Gundobad und seinem Bruder Godegisel, unterstützt von den Franken. Gundobad wird besiegt und flüchtet nach Avignon.
- um 497: Sigismund bekehrt sich zum Katholizismus, getauft von Bischof Avitus von Vienne
- um 492/494: Ehebündnisse zur Sicherung der Burgunderstellung: Gundobads Sohn Sigismund heiratet Ariagne, Tochter von Theoderich dem Großen. Chrodechild, Gundobads Nichte, wird um 494 mit Frankenkönig Chlodwig I. vermählt.
- 490: Im Krieg zwischen Odoaker und Theoderich dem Großen marschiert Gundobad in Ligurien ein, erbeutet viel und zieht sich wieder zurück.
- ca. 476/477: Die Brüder Chilperich II. und Godomar I. sterben früh – nach neuerer Forschung bereits um 476/477. Von da an üben vor allem Gundobad und Godegisel die Königsmacht aus.
- 473: Gundobad ist der älteste Sohn von König Gundioch und dient zunächst seinem Onkel Ricimer in Italien als magister militum und patricius. Nach Ricimers Tod wird er selbst zum „Patricius“ erhoben und nimmt an den politischen Wirren des Weströmischen Reichs teil. 473–480: Nach dem Tod von Gundioch und Chilperich I. wird Gundobad gemeinsam mit seinen Brüdern (Godegisel, Chilperich II., Godomar I.) König der Burgunden. Die Königsherrschaft wird unter den Brüdern geteilt. Gundobad residiert in Lyon und gewinnt allmählich die Oberherrschaft.
Fränkisches Reich
- König Chlodwig I. (481/482–511)
Chlodwig beseitigt um 510 den in Köln residierenden rheinfränkischen König. - Fortsetzung 511
- 509: Chlodwig: 509 erobert Chlodwig das rheinfränkische Reich. Damit vereinigt er die bislang getrennten größten Einzelgruppen der Franken. Der Text ordnet dieses Jahr in die weitere Festigung seiner Herrschaft ein.
- Fortsetzung 510
- 508: Chlodwig: 508 wird im Text in mehrfacher Hinsicht wichtig. Der weitere Vorstoß Chlodwigs ans Mittelmeer wird in diesem Jahr von den Ostgoten unter Theoderich dem Großen vereitelt. Zugleich wird ihm von Kaiser Anastasius die Anerkennung gewährt; Gregor von Tours deutet das als Ernennung zum „Konsul“, während der Text selbst es eher als Erhebung zum patricius versteht. Falls das zutrifft, wäre der Merowinger rangmäßig den Ostgotenkönigen gleichgestellt und hätte die Vollmachten eines kaiserlichen Stellvertreters erhalten. Der Text betont, dass Chlodwig und seine Nachfolger bewusst zentrale Elemente der spätrömischen Verwaltung übernehmen und sich der gallorömischen Eliten bedienen. Sie treten gegenüber der romanisierten Bevölkerung noch lange als Repräsentanten des Kaisers auf. Außerdem wird in der neueren Forschung ein mögliches Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Anastasius gerade für 506/7 erwogen.
- 507: Chlodwig: 507 besiegt Chlodwig in der Schlacht von Vouillé den westgotischen rex Alarich II. von Tolosa. Dieser Sieg bringt den größten Teil Galliens unter seine Herrschaft. Sein weiterer Vorstoß ans Mittelmeer wird 508 von den Ostgoten unter Theoderich dem Großen vereitelt. Das Jahr 507 ist außerdem in der Forschung als mögliches Taufjahr genannt, auch wenn 497 bis 499 wahrscheinlicher sind. Nach dem Bericht des Gregor von Tours wird Chlodwig vor seiner Taufe von den Großen und dem Volk befragt; als diese zustimmen, lässt er sich mit angeblich 3000 Franken taufen. Ob die Taufe tatsächlich so kollektiv stattfand, bleibt im Text aber relativiert.
- 507: Theuderich: Teilnahme an der Eroberung der Gascogne unter Chlodwig I.
- 506: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum zweiten und entscheidenden Mal. Daneben vereint er die Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft. Er schaltet Sigibert von Köln, dessen Sohn Chloderich sowie seine Verwandten Chararich und Ragnachar aus und beseitigt sie. Die Chronologie dieser Vorgänge ist im Text ausdrücklich als unsicher bezeichnet. Zugleich wird für 506/7 in der neueren Forschung sogar ein Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Kaiser Anastasius in Betracht gezogen. In diesem Zusammenhang wird vermutet, Chlodwig habe vielleicht erst dann den römischen Glauben angenommen und oströmische Unterstützung beim Angriff auf die arianischen Westgoten erhalten.
- 502: Bischof Maximianus von Trier (502)
- 500: Chlodwig: Für 500 nennt der Text keinen eigenständigen chronologischen Hauptvorgang, sondern ordnet es in den Zusammenhang von Chlodwigs Machtpolitik ein. Der Text beschreibt generell, dass er Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft vereint und verschiedene Gegner ausschaltet. Außerdem hatte Chrodechild schon vorher auf seine Bekehrung hingewirkt, und Chlodwig kooperiert bereits mit den römischen Bischöfen Galliens.
- ca. 500: Geburt Theudeberts I., Sohn von König Theuderich I. und Suavegotta
- 499: Chlodwig: 499 wird ebenfalls als mögliches Taufjahr genannt. Wie in den anderen genannten Jahren geht es um Chlodwigs Taufe zu Weihnachten durch Bischof Remigius in Reims. Der Text betont, dass die Quellenaussagen dazu nicht genau sind.
- 498: Chlodwig: 498 gehört ebenfalls zu den in der Forschung wahrscheinlichsten Jahren für die Taufe Chlodwigs. Im Text bleibt dabei der Ablauf gleich: Nach dem Sieg über die Alamannen wird er zu Weihnachten in Reims getauft. Die Datierung bleibt jedoch unsicher.
- 497: Chlodwig: 497 ist eines der wahrscheinlichsten Jahre für Chlodwigs Taufe. Die Forschung nennt dieses Jahr zusammen mit 498 und 499 als die wahrscheinlichsten Datierungen. Die Taufe selbst bleibt inhaltlich dieselbe: Sie erfolgt zu Weihnachten in Reims durch Bischof Remigius.
- 496: Chlodwig: In der Schlacht von Zülpich besiegt Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal. Nach dem Sieg über die Alamannen konvertiert er zum römisch-katholischen Christentum. Zu Weihnachten wird er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist in der Forschung umstritten; am wahrscheinlichsten sind 497, 498 oder 499, auch 507 wird in Betracht gezogen. Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: bei Avitus von Vienne, in einem Brief des Remigius von Reims und bei Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt genannt: der christliche Königsgedanke und das Motiv des stärkeren Gottes. Gregor von Tours berichtet, Chlodwig entscheide sich für das Christentum, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt habe. Auch der Einfluss Chrodechilds spielt wohl eine Rolle. Außerdem spricht der Text davon, dass Chlodwig bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens kooperiert.
- Um 495: Geburt Chlothars I., jüngster Sohn von Chlodwig I. und Chrodechild
- 494: Chlodwig: Auch 494 gehört noch zu dem Zeitraum, in dem Chlodwig Chrodechild heiratet. Im Text wird die Ehe als Verbindung mit einer burgundischen Prinzessin beschrieben. Der religiöse Einfluss Chrodechilds und das katholische Umfeld gewinnen dadurch an Bedeutung.
- 493: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 bleibt die Ehe mit Chrodechild der zentrale Vorgang. Laut Gregor von Tours setzt sie ihre Bemühungen fort, Chlodwig zum christlichen Glauben zu bewegen. Der Text nennt für diesen Zeitraum keinen weiteren eigenständigen Vorgang.
- 492: Chlodwig: Zwischen 492 und 494 heiratet Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Gregor von Tours zufolge bemüht sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gibt es Personen, die dem Arianismus anhängen; für Chlodwig selbst gilt dies aber anscheinend nicht, auch wenn er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hängt paganen Traditionen an, pflegt aber dennoch gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen.
- 487: Chlodwig: Der Sieg von Soissons wird in der Überlieferung als 486/487 datiert. Im Text wird dieser Zeitpunkt als der Moment genannt, in dem Chlodwig den letzten römischen Herrscher in Gallien bezwingt. Dadurch gilt er als Begründer des Frankenreichs, dessen Hauptstadt er Paris macht.
- 486: Chlodwig: Um 486 besiegt Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, den Syagrius. Syagrius ist der Sohn des Aegidius und der letzte gallo-römische Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweitert Chlodwigs Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire. Syagrius flieht zunächst ins Westgotenreich, wird später an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Chlodwig befehligt dabei nicht nur fränkische Kämpfer, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Prokopios von Caesarea große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
- 481/482: Chlodwig: Chlodwig folgt wahrscheinlich 481/82 seinem Vater als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Zu dieser Zeit kontrolliert er ungefähr den Raum der ehemaligen weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien, also Toxandrien um Tournai. Wie sein Vater ist er offiziell nur der „Verwalter“ der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ tritt er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten auf. In der neueren Forschung wird er als „Warlord“ gesehen, also als Heerführer, der eine eigene Herrschaft etabliert, die sich noch in den formal bestehenden Rahmen des Imperium Romanum einordnet. Sein Geschlecht, die Merowinger, gilt dabei nicht als alte Dynastie, sondern als Familie, die ihre herausragende Stellung wahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts erlangt.
- 397: Bischof Severin von Köln (397)
Thüringer
- um 506–510: Herminafried: Heirat mit Amalaberga, Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen Fortsetzung 516
- ab 500/510: Herminafried: Gemeinsame Herrschaft mit den Brüdern Baderich und Berthachar über das Thüringerreich
Vandalen
- König Thrasamund (496–523)
um 510: Zunehmender Gebietsverlust im heutigen Norden Algeriens an die Berberstämme; militärische Schwäche der Vandalen an den Außengrenzen. - ab 510: Förderung von Kunst, Kultur und religiösen Diskursen. Thrasamund beendet offiziell die Verfolgung der Katholiken, doch bleiben Spannungen zwischen der Mehrheit der romanisch-katholischen Bevölkerung und den arianischen Vandalen - Fortsetzung 523
- 508: Oströmische Schiffe greifen Süditalien an. Die Vandalen unterstützen die Ostgoten trotz des Bündnisses nicht
- Fortsetzung 510
- 500: Heirat mit Amalafrida, einer Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich, zur Festigung eines Bündnisses mit den Ostgoten
- 496: Thrasamund wird nach dem Tod seines Bruders Gunthamund König der Vandalen und Alanen
OSTGERMANEN
Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXIII = 1263)
- König Theoderich der Große (474–526)
- Konsul Boethius
Theoderich der Große ernennt den Philosophen und Theologen Anicius Manlius Severinus Boethius zum Konsul. Wie schon sein Vater Manlius Boethius vor ihm übt dieser das Amt ohne Kollegen aus.
Artikel des Tages: Anicius Manlius Severinus Boethius ([boˈeːt(s)iʊs], auch Boëthius geschrieben; * um 480/485; † im Zeitraum von 524 bis 526 entweder in Pavia oder in Calvenzano in der heutigen Provinz Bergamo) war ein spätantiker römischer Gelehrter, Politiker, neuplatonischer Philosoph und Theologe. Seine Tätigkeit fiel in die Zeit der Herrschaft des Ostgotenkönigs Theoderich, unter dem er hohe Ämter bekleidete. Er geriet in den Verdacht, eine gegen die Ostgotenherrschaft gerichtete Verschwörung von Anhängern des oströmischen Kaisers zu begünstigen. Daher wurde er verhaftet, als Hochverräter verurteilt und hingerichtet. Boethius bemühte sich, ein ehrgeiziges Bildungsprogramm zu verwirklichen. Er beabsichtigte, sämtliche Werke Platons und des Aristoteles als Grundtexte der griechischen philosophischen und wissenschaftlichen Literatur in lateinischer Übersetzung zugänglich zu machen und zu kommentieren. Daneben verfasste er Lehrbücher. Damit wollte er den Kernbestand der überlieferten Bildungsgüter für die Zukunft sichern, da die Griechischkenntnisse im lateinischsprachigen Westen Europas stark abgenommen hatten. Überdies hatte er vor, anschließend die Übereinstimmung zwischen Platon und Aristoteles aufzuzeigen, die er gemäß der damals vorherrschenden Auffassung annahm. Wegen seines vorzeitigen Todes blieb das gewaltige Vorhaben zwar unvollendet, doch wurde er zum wichtigsten Vermittler der griechischen Logik, Mathematik und Musiktheorie an die lateinischsprachige Welt des Mittelalters bis ins 12. Jahrhundert. Die stärkste Nachwirkung erzielte seine während der Haftzeit entstandene Schrift Consolatio philosophiae („Der Trost der Philosophie“), in der er seine Vorstellungen zur Ethik und Metaphysik darlegte. Außerdem verfasste er theologische Traktate. - Papst Symmachus (498–514)
- Akakianisches Schisma (484–519)
- Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
- Fortsetzung 511
- 508: Konsul Paulus Paulus ist der Sohn des Antoninus Messala Vivianus, der im Jahr 463 Konsul war. Der Familienhintergrund ist damit bereits vor Paulus’ eigener Laufbahn als öffentlicher Amtsträger festgelegt. In den Jahren 508/510 widmet Severus von Antiochia Paulus und dem hohen Beamten Apion seine Abhandlung gegen Eutyches. Paulus wird in diesem Zusammenhang als „der verehrte und Christus liebende Patrizier Paulus, Sohn des Vivianus“ erwähnt.
- Fortsetzung 510
- 505/506: Theoderich bestätigt erneut die Position von Symmachus, Laurentius muss Rom verlassen und stirbt bald darauf.
- 502: Symnachus: Weitere Synoden, Freispruch von allen Vorwürfen am 23. Oktober. Regelung von Kircheneigentum und Ausschluss der Laien vom Kirchenregiment - 502–506: Fortdauernde Konflikte mit Laurentius und dessen Anhängern, teils Straßenkämpfe in Rom. Laurentius residiert im Lateran, Symmachus in der Peterskirche.
- 501: Anschuldigungen und schwere Vorwürfe gegen Symmachus; er behauptet, nur Gott könne ihn richten. Erste Synode zur Klärung.
- 499: Kirchenversammlung in Rom. Bestimmungen zur Papstwahl werden getroffen, Laurentius gibt als Gegenpapst zunächst auf und erhält das Bistum Nocera.
- 22. November 498: Wahl des Erzdiakons Symnachus zum Papst mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen; gleichzeitig Wahl des Gegenpapstes Laurentius.
- 493: Rom, das unter Odoaker nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches nominell weiterhin Teil der weströmischen Verhältnisse war, fiel ab 493 faktisch unter gotische Herrschaft.
- 493: Der Kleriker Magnus Felix Ennodius wird zum Diakon geweiht, Tätigkeit an der Kathedrale von Ticinum (später Pavia). zwischen 493 und 507: Verfasst verschiedene religiöse und politische Schriften, darunter eine Lobrede auf den Ostgotenkönig Theoderich
Langobarden
- König Tato (um 490–510)
- König Wacho (510–540)
Wacho ermordet der Legende nach seinen Onkel Tato und macht sich selbst zum König der Langobarden. Tatos Sohn Hildechis leistet Widerstand, muss aber zu den Gepiden fliehen. Dies führt zu Spannungen zwischen Langobarden und Gepiden. Wenig später schickt Wacho Truppen über die Donau und erobert Pannonien bis zur Drau. Im gleichen Jahr heiratet er Raicunda, die Tochter von Bisinus, dem König der Thüringer, die sich mit ihrer Mutter ins Reich der Langobarden begibt. Die Ehe bleibt jedoch kinderlos. - Fortsetzung 512
- 508: Tato: Im Zuge des Krieges fällt Rudolf in der Schlacht, worauf die Heruler fliehen und sogar ihre Wohnsitze aufgeben. Dadurch werden die Langobarden zum dominierenden Stamm an der mittleren Donau. In der französischen Darstellung heißt es entsprechend, dass Tatto die Heruler besiegt und ihren Schatz an sich bringt.
- Um 508/510: Wacho Wacho heiratet Raicunda, Tochter des Thüringerkönigs Bisinus. Die Ehe bleibt kinderlos
- Fortsetzung 510
- 505: Tato: Zwischen 505 und 508 greifen die Heruler unter Rudolf die Langobarden an. Der Anlass liegt nach der Überlieferung darin, dass Rumetruda den Bruder des Herulerführers, der als Gesandter bei den Langobarden gewesen ist, getötet hat. Tato schickt dreimal Gesandte zu den Herulern und bietet an, den Tribut zu erhöhen, um den Frieden zu sichern.
- 490: Tato gelangt nach dem Tod seines Vaters Claffo um das Jahr 490 an die Macht und übernimmt die Herrschaft über die Langobarden. Unter seiner Führung verlassen die Langobarden Rugiland und gehen für drei Jahre auf Wanderschaft in das Gebiet zwischen Theiss und Donau. In dieser Zeit regiert Tato als Sohn des Claffo aus dem Geschlecht der Lithingi, während seine Kinder Rumetruda und Ildichis heißen und Wacho später als sein Neffe nachfolgt.
- Um 470: Wacho Wacho wird als Sohn des Prinzen Zuchilo (auch Unichis oder Unigis), eines Bruders des Langobardenkönigs Tato, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt
OSTRÖMISCHES REICH
- Kaiser Anastasios I. (491–518)
- Akakianisches Schisma (484–519)
- Patriarch Makedonios II. (Konstantinopel, 496–511)
Anastasios unternimmt einen neuen Vorstoss bei Makedonios, aber Makedonios will nichts tun ohne ein ökumenisches Konzil, bei dem der Bischof von Rom den Vorsitz führt. Anastasios I. ist über diese Antwort verärgert und erbittert, weil Makedonios ihn nie von dem Versprechen entlässt, das er bei seiner Krönung abgelegt hatte, den Glauben der Kirche und die Autorität des Konzils von Chalcedon zu wahren. Deshalb versucht er, Makedonios von seinem Sitz zu verdrängen. Er schickt eutychianische Mönche und Kleriker und manchmal die städtischen Magistrate, um ihn mit öffentlicher Verachtung und Beschimpfung zu überhäufen. Das löst unter den Bürgern einen solchen Aufruhr aus, dass sich der Kaiser in seinen Palast zurückziehen muss und Schiffe vorbereiten lässt, falls eine Flucht nötig wird. Er lässt Makedonios zu sich rufen. Makedonios geht zu ihm und wirft ihm das Leiden vor, das seine Verfolgungen der Kirche zufügen. Anastasios erklärt sich dazu bereit, versucht aber zugleich einen dritten Angriff auf den Glauben des Patriarchen. Philoxenus von Mabbug, ein eutychianischer Bischof, wird zu einem seiner Werkzeuge. Er verlangt von Makedonios II. eine schriftliche Glaubenserklärung. Makedonios richtet daraufhin ein Schreiben an den Kaiser und betont, dass er keinen anderen Glauben kenne als den der Väter von Nicäa und Konstantinopel, und dass er Nestorius und Eutyches sowie alle, die zwei Söhne oder zwei Christusgestalten annehmen oder die zwei Naturen trennen, mit dem Bann belege. Philoxenus von Mabbug scheitert zunächst und findet dann zwei Personen, die Makedonios eines abscheulichen Verbrechens beschuldigen und sich als seine Komplizen bekennen. Anschließend werfen sie ihm Nestorianismus und die Verfälschung einer Stelle in einem Brief des Paulus von Tarsus zugunsten dieser Richtung vor. Schließlich befiehlt der Kaiser ihm, durch den magister officiorum die authentische Abschrift der Akten des Konzils von Chalcedon mit den eigenhändigen Unterschriften der Bischöfe zu schicken. Makedonios II. verweigert dies und versteckt die Urkunde unter dem Altar der großen Kirche. Daraufhin lässt Anastasios II. ihn nachts fortbringen und nach Chalcedon bringen, von wo aus er nach Eukaïta in Pontus weitergeführt werden soll, an den Ort des Exils seines Vorgängers. - Patriarch Flavian II. (Antiochien, 498-512)
- Patriarch Elias von Jerusalem (494-513)
- Papst und Patriarch Johannes II. (Alexandria, 505–516)
- Fortsetzung 511
- 509: Elias: Um 509 versucht der Monophysit Philoxenos von Mabbug, Elias dazu zu bringen, ein anti-chalcedonensisches Formular zu unterzeichnen. Kaiser Anastasios I., der selbst dem Monophysitismus nahesteht, gebietet ihm außerdem, eine Synode einzuberufen, um die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon zu verurteilen. Elias antwortet mit einem Schreiben an den Kaiser, in dem er seinen katholischen, orthodoxen Glauben vertritt; dieses Schreiben wird nach der Darstellung des frühen Kirchenhistorikers Evagrius unterwegs von Elias’ Gegnern verfälscht und mit einem Anathema gegen die Monophysiten versehen.
- Fortsetzung 510
- 508–511: Severus (künftiger Patriarch): Aufenthalt in Konstantinopel zur Verteidigung der miaphysitischen Mönche vor dem Kaiserhof. Aufbau enger Beziehungen zu Kaiser Anastasios I
- 508: Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus Während seines Aufenthalts in Konstantinopel von 508 bis 511 unterstützt Flavius Taurus Clementinus Armonius Clementinus den Mönch Severus von Antiochia, den späteren Patriarchen von Antiochia. Er gehört damit zu den Personen, die in dieser Phase am Hof und im kirchlichen Konfliktumfeld in Konstantinopel in Erscheinung treten.
- 508: Flavian II.: Kaiser Anastasius zwingt Flavian II. schließlich im Jahr 508/509, das Henotikon zu unterzeichnen. Außerdem wird Flavian II. von Philoxenos von Mabbug, dem Bischof von Hierapolis, des Nestorianismus beschuldigt.
- 507: Makedonios: Im Jahr 507 tritt Elias I. von Jerusalem, der Patriarch von Jerusalem, mit Makedonios in Gemeinschaft. Elias I. hatte die Absetzung des Euphemios von Konstantinopel nicht sanktionieren wollen. Gleichzeitig versucht Kaiser Anastasios I. Dicorus mit allen Mitteln, Makedonios dazu zu bringen, sich gegen das Konzil von Chalcedon zu erklären. Schmeichelei und Drohungen bleiben ohne Erfolg. Ein Attentäter namens Eukolus wird sogar angeheuert, um Makedonios zu töten. Der Patriarch entgeht dem Schlag und ordnet an, dem Täter monatlich eine feste Menge an Lebensmitteln zu geben. Auch die Menschen von Konstantinopel zeigen Eifer für das Konzil von Chalcedon, mehrfach sogar bis an die Grenze der Aufruhr. Um ungünstige Folgen zu verhindern, ordnet Anastasios I. an, dass der Präfekt der Stadt bei den Prozessionen mitgeht und den Versammlungen der Kirche beiwohnt.
- 506: Friedensschluss mit den Persern nach kriegerischen Auseinandersetzungen (502–506), weitgehende Sicherung der alten Reichsgrenzen. - Erste Hälfte der Regierung: Theoderich in Italien als König von Anastasios anerkannt, Aufnahme diplomatischer Kontakte zu Franken-König Chlodwig I.
- 506: Konsul Areobindus Im Jahr 506 bekleidet Areobindus das Konsulat. Der Text nennt dieses Jahr außerdem als das Jahr seiner konsularen Diptychen und als den Zeitpunkt, an dem er in den Quellen mit seinem Amt in Verbindung steht.
- 505: Areobindus Im Jahr 505 wird Areobindus nach Konstantinopel zurückgerufen. Dort erhält er das Konsulat für 506, gemeinsam mit Ennodius Messala als Amtskollegen.
- 504: Areobindus Im Sommer führt Areobindus einen größeren Raubzug nach Arzanene aus, trifft dort kaum auf Widerstand und verwüstet weite Landstriche, bevor er nach Amida zurückkehrt. Nachdem sich die römischen Stellungen stabilisiert haben und der Krieg nun auf persisches Gebiet übergeht, stimmt Kavadh einem Waffenstillstand zu, und die Kampfhandlungen enden im Winter.
- 503: Magister militum Areobindus Areobindus wird um 460 geboren und entstammt einer Familie des spätrömischen Militäradels. Sein Vater Dagalaifus ist bereits vor 461 Konsul, sein Großvater Areobindus ist 434 Konsul, und über seine Mutter Godisthea ist er mit Ardabur und Aspar verbunden; die Familie gilt offenbar als arianisch. Im Jahr 461 ist sein Vater Dagalaifus Konsul. Damit gehört Areobindus weiterhin zu einer Familie, die im oströmischen Militär- und Kaiserumfeld hoch aufgestiegen ist. Seit 479 ist Areobindus in zweiter Ehe mit Anicia Iuliana verheiratet, einer Tochter des weströmischen Kaisers Olybrius. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Olybrius, der 491 bereits als Kind zum Konsul ernannt wird; aus erster Ehe stammt der Sohn Dagalaifus. Im Jahr 503 ernennt Kaiser Anastasios Areobindus zum magister militum und betraut ihn mit einem Kommando im wieder aufflammenden Perserkrieg. Im Mai 503 belagern Patricius und Hypatius Amida, während Areobindus mit 12.000 Mann bei Dara stationiert ist, um Nisibis und das Heer Schah Kavads I. zu überwachen. Er schlägt einen persischen Angriff von Singara zurück und drängt die Gegner bis Nisibis zurück.
- Um 500: Geburt des Vigilius in Rom in eine bedeutende Senatorenfamilie. Sein Vater Johannes war Konsul, sein Bruder Reparatus ebenfalls Senator.
- 498: Anastasios: Abschaffung der Handelssteuer Chrysargyron (collatio lustralis) zur wirtschaftlichen Entlastung, Einnahme einer umfassenden Münzreform (Stabilisierung des Kupfergeldes), effiziente Neuordnung der Steuererhebung
- 498: Flavian II. steht zunächst als Mönch unter der Regel des heiligen Basilius im Kloster Tilmognon und wird später Apokrisiar. Nach dem Tod des Patriarchen Palladius im Jahr 498 wird Flavian von Kaiser Anastasius I. zum Patriarchen von Antiochia ernannt, unter der Bedingung, dass er das Henotikon annimmt. Als Patriarch zeigt Flavian II. keine offene Gegnerschaft zum chalcedonischen Christentum. Er und Patriarch Elias I. von Jerusalem widersetzen sich den Versuchen, das Konzil von Chalkedon abzuschaffen, und Flavian bemüht sich wegen des Konflikts zwischen Chalcedoniern und Nicht-Chalcedoniern in Antiochia um einen Mittelweg in Bezug auf die chalkedonischen Beschlüsse.
- 497: Makedonios: Innerhalb eines Jahres oder zweier Jahre nach seinem Amtsantritt beruft er ein Konzil ein. In diesem Konzil bestätigt er die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon schriftlich. Die Datierung dieses Konzils ist ungewiss.
- 496: Patriarch Euphemius wird abgesetzt; Makedonios II. wird neuer Patriarch von Konstantinopel
- 496: Makedonios: Makedonios II. ist Patriarch von Konstantinopel. Er ist streng chalkedonischer Christ. Er wirkt von Juli 496 bis August 511 im Amt.
- 11. April 491: Nach dem Tod von Kaiser Zenon wird Anastasios I. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Ariadne in Konstantinopel zum Kaiser des Oströmischen Reiches ausgerufen und heiratet Ariadne, um Legitimität zu sichern. - 491–498: Machtkämpfe gegen Zenons Bruder Longinus und die Isaurier (sog. Isaurierkrieg); ihre politische Vormacht wird gebrochen und viele Isaurier nach Thrakien umgesiedelt - 491-518: Verschärfung des Glaubenskonfliktes durch Unterstützung des Monophysitismus, das Akakianische Schisma mit Rom bleibt bestehen. Förderung von Städten, Handwerk und Handel, aber Belastung der Landbevölkerung durch Steuerdruck
- 494: Elias: Im Jahre 494 folgt Elias dem Patriarchen Sallustius auf dem Bischofssitz und wird Patriarch von Jerusalem. Sein Episkopat liegt in der Zeit des akakianischen Schismas.
- Um 491: Severus (künftiger Patriarch): Mönch im Kloster des Petrus von Iberien, Maiuma bei Gaza. Bald darauf Priester und Archimandrit
- Um 482: Geburt Justinians, des späteren Kaisers, in Tauresium (nahe dem heutigen Skopje)
- um 470: Justin (der spätere Kaiser): Militärkarriere in Konstantinopel; Teilnahme an den Isaurischen Kriegen
- 457: Elias Der Mönch Elias ist von Geburt Araber und wächst in einem ägyptischen Kloster auf. Im Jahre 457 wird er durch den monophysitischen Patriarchen von Alexandria Timotheos vertrieben und kommt nach Palästina, wo er in der Nähe von Jericho eine Laura gründet. Dort empfängt ihn Patriarch Anastasios von Jerusalem zur Priesterweihe.
- um 450: Geburt von Justin in der Nähe von Naissus (heute Niš, Serbien), Provinz Dacia mediterranea
IBERIA
- 502: Tod von König Wachtang I. in Udscharma (möglicherweise auch erst im Jahr 522, dann wäre er ab 518 ein Klientelkönig der Sassaniden. Nach seinem Tod wird er in der Georgisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt
- Fortsetzung 518
- nach 470: Nach Überlieferung nimmt Wachtang auch an persischen Feldzügen teil und kämpft vermutlich gegen Alanen und andere Nachbarn. Seine Teilnahme an den Kriegen Peroz‘ I. gegen die Hephthaliten wird von der späteren Tradition behauptet, ist aber historisch umstritten. Gründung von Tbilissi (Tiflis): Laut Legende entdeckt Wachtang beim Jagen heiße Quellen an der Kura und veranlasst dort die Gründung der heutigen Hauptstadt Georgiens. Die Gründung wird meist in die Regierungszeit (2. Hälfte 5. Jh.) gelegt. spätes 5. Jh.: Wachtang bemüht sich um eine größere kirchliche Selbständigkeit Georgiens (Autokephalie der georgisch-orthodoxen Kirche)
- um 452: Wachtang wird König von Iberien (Kartlien) nach dem Tod seines Vaters (möglicherweise aber auch bereits 539 oder 443). In den frühen Jahren seiner Herrschaft erneuert und festigt Wachtang die Beziehungen zur Kirche in Konstantinopel und beginnt eine Kirchenausbau-Reform. Mitte/zweite Hälfte 5. Jh.: Kämpft wiederholt gegen das persische Sassanidenreich zur Wahrung der georgischen Unabhängigkeit
SASSANIDENREICH
Iberia
Lachmiden
- 503/505: Al-Mundhir III. besteigt den Thron der Lachmiden nach dem Tod seines Vaters oder nach einer kurzen Regentschaft von Abu Ya'fur ibn Alqama. Teilnahme an der Anastasianischen Krieg (Byzanz gegen Persien); Überfall auf Palaestina Salutaris und Arabia Petraea, zahlreiche Römer gefangen genommen.
- Fortsetzung 519
- 502–506: Krieg gegen das Oströmische Reich. Die Perser erobern 503 Amida, werden aber später in wechselhaften Kämpfen zurückgedrängt. 506 wird ein siebenjähriger Waffenstillstand geschlossen
- 499: Mit Hilfe der Hephthaliten kehrt Kavadh nach Persien zurück und setzt sich erneut als Großkönig durch
- 496: Kavadh wird durch eine Adelsverschwörung gestürzt und inhaftiert. Sein Bruder Zamasp übernimmt die Herrschaft. 496–499: Kavadh lebt im Exil bei den Hephthaliten, die ihn militärisch unterstützen
- 488: Nach einer Adelsrevolte wird Kavadh I. als Großkönig eingesetzt und ersetzt seinen Onkel Balasch. 488–496: Erste Regierungszeit. Kavadh versucht, das Reich durch Reformen und die Unterstützung der sozialen Bewegung der Mazdakiten zu stärken. Dies führt zu Konflikten mit Adel und Klerus
- 473: Geburt von Kavadh I., Sohn des Großkönigs Peroz I.
AKSUMITISCHES REICH
- 500: Ousas folgt auf König Nezool auf den Thron. Er ist vor allem durch die Münzprägung bekannt, die stark denen von König Kaleb ähneln, was darauf hindeutet, dass Ousas möglicherweise identisch ist mit Tazena, dem nach der Überlieferung und auf Kalebs Münzen als dessen Vater beschriebenen Herrscher.
- Fortsetzung 517
HIMYAR
ROURAN
- Khagan Yujiulü Chounu (508–520)
Yujiulü Chounu sendet den buddhistischen Mönch Hong Xuan mit einer Statue aus Perlen als Geschenk an den Hof der Nördlichen Wei. - Fortsetzung 514
- 508: Herrschaftsbeginn nach dem Tod seines Vaters Yujiulü Futu, der im Kampf gegen die Gaoche gefallen war
- 508: Khagan Yujiulü Futu (506–508)
- Fortsetzung 510
INDIEN
Alchon-Hunnen
- König Toramana (493–515)
Toramana fügt dem Guptaherrscher Bhanugupta bei Eran (Malwa) eine Niederlage zu; der General Goparaja fällt in der Schlacht. Die Herrschaft Toramanas dehnt sich bis Malwa und Gwalior aus. 510–513: Die berühmte „Eran-Eber-Inschrift“ aus Malwa erwähnt Toramana mit dem Herrscher-Titel „König der Könige“ und dokumentiert seine Oberherrschaft über die Region. - Fortsetzung 515
- Um 497–500: Die Stadt Kausambi wird wahrscheinlich von Toramana und seinen Hunnen erobert.
- Fortsetzung 510
- 495–500: Inschriften, u.a. in Kura (Punjab), belegen Toramanas Herrschaft und seine Annahme indischer Königstitel (z.B. „Mahārājadhirāja“).
- Um 493: Toramana besteigt als bedeutender Herrscher der Alchon-Hunnen (auch Hunas genannt) den Thron. Er konsolidiert die Macht dieser Zentralasiatischen Gruppe im Punjab und beginnt mit der Expansion nach Indien hinein
- 493: König Mehama (461-493)
Gupta-Reich
- König Narasimhagupta (495-530)
nach 510: Wiedererlangung der Macht: Nach dem Tod Tormanas Rückkehr und erneute Herrschaft in Magadha - Bhanugupta, Herrscher des nord-indischen Gupta-Reiches, verliert eine Schlacht gegen die Alchon unter Toramana und muss nach Bengalen fliehen. Dieser Verlust der wichtigsten Gebiete des Nordens leitet schließlich das Ende des Gupta-Reiches ein: Die Alchon gewinnen Kaschmir und Panjab, das Gupta-Reich beginnt zu zerfallen. Indien wird erneut unter den Lokalfürstentümern aufgeteilt.
- Zahlschrift des Aryabhata
um 510: Der indische Mathematiker und Astronom Aryabhata entwickelt im ersten Kapitel Gitikapada seines Buchs Aryabhatiya ein eigenes Zahlensystem, den so genannten Aryabhata-Code, um seine mathematischen Formeln in Sanskrit-Versen zu schreiben. Zahlen werden darin durch Silben bezeichnet. - Fortsetzung 513
- um 500: Invasion der Hunnen: Angriff der Alchon-Hunnen unter Mihirakula und Tormana auf das Gupta-Reich. - um 500–510: Rückzug nach Osten: Narasimhagupta muss sich vorübergehend nach Bengalen zurückziehen
- Fortsetzung 510
- um 495: Beginn der Herrschaft von Narasimhagupta Baladitya als Gupta-König, Nachfolger von Budhagupta
- um 495: König Budhagupta (476-495)
Vakataka
Westliche Ganga-Dynastie
- 469: Avinita besteigt den Thron der Ganga-Dynastie Fortsetzung 529
Chalukya
- um 500: Jayasimha gilt als Begründer der Chalukya-Dynastie, die später zu einer der bedeutendsten Herrscherdynastien Südindiens wurde. Seine Herrschaft wird durch später datierte Inschriften belegt, vor allem die Aihole- und Mahakuta-Inschriften. Die meisten Informationen über Jayasimha entstammen den Inschriften seiner Nachkommen. Er war der Großvater von Pulakeshin I, dem ersten großen Souverän der Dynastie. Fortsetzung 520
Kamarupa
- 494: Narayanavarman wird König von Kamarupa. Sein Vater, Mahendravarman, stirbt. Fortsetzung 518
- 494: König Mahendravarman (Mahendravarman)
Anuradhapura
- 497: Moggallana I. wird nach seiner Rückkehr aus Indien und nach dem Sturz von Kassapa I. zum König gekrönt. - 497–515: Nach inneren Auseinandersetzungen versöhnt er verfeindete Familien und stellt die politische Stabilität wieder her. König Moggallana I. unterstützt nach historischen Quellen verschiedene buddhistische Klöster und ist ein Förderer der Religion, insbesondere des Theravada-Buddhismus. Während seiner Regierungszeit werden wichtige Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bewässerungsanlagen und religiösen Monumenten durchgeführt, um Landwirtschaft und Religion zu fördern. Berichte erwähnen, dass er mehrere Aufstände niederschlägt und damit für Stabilität sorgt. Fortsetzung 515
- 497: König Kashyapa I. (479–497 bzw 473–495)
KHMER
Funan
- 503: Der Mönch Mandrasena wird als Gesandter nach China gesendet.
- Fortsetzung 511
- 484: Regierungsantritt: Nach dem Jahr 484 n.Chr. (möglicherweise bereits ab ca. 480, je nach Quelle). Religion und Politik: Während seiner Herrschaft war Shaivismus (Hinduismus) einflussreich; daneben waren auch der Buddhismus und der Vishnuismus vertreten. Seine Frau Kulaprabhavati soll die Grundlagen des Vishnuismus gelegt haben, gleichzeitig war der Buddhismus durch mehrere Missionen und Mönchsgesandtschaften präsent. König Jayavarman Kaundinya bittet in China um militärische Unterstützung gegen das Königreich Lam Ap in Zentralvietnam. Die Bitte wurde durch den buddhistischen Mönch Nāgasena übermittelt.
- 484: Über den Vorgänger ist kein Wikipedia-Artikel vorhanden
Chenla
- um 500: Gründung der Hauptstadt Sreshthapura: Sreshthavarman verlegt die Hauptstadt an den Fuß des Berges, wo später der Tempel Prasat Vat Phou liegt. Sreshthapura wird das politische und religiöse Zentrum des Reiches
- Fortsetzung 530
- um 495: Beginn der Herrschaft: Sreshthavarman besteigt als Sohn von König Shrutavarman den Thron von Chenla
CHINA
(53./54. Zyklus - Jahr des Metall-Tigers; am Beginn des Jahres Erde-Büffel)
Nördliche Wei-Dynastie
- Kaiser Xuanwu (499-515)
510-515: Kultureller und technologischer Austausch mit Zentralasien. Unter Kaiser Xuanwu zu dieser Zeit wird beispielsweise der Flachgong (chin. zheng) aus der Hu-Musik, einer zentralasiatisch beeinflussten Musik, am Hof populär. Auch andere Instrumente wie die fünfseitige Laute pipa und das Zupfinstrument konghou werden eingeführt. Diese Phase steht für eine enorme Offenheit der Hofkultur – sowohl gegenüber neuen Musikrichtungen als auch gegenüber Entwicklungen aus anderen Regionen. Während seiner Regierungsjahre gewinnt der Buddhismus stark an Bedeutung, viele Großprojekte im Bereich Tempel- und Statuenbau gehen auf diese Zeit zurück. - Yuan Xu
Geburt von Yuan Xu, später Kaiser Xiaoming - Fortsetzung 512
- 505: Geburt von Yuwen Tai, dem künftigen Regenten der Westlichen Wei-Dynastie
- Fortsetzung 510
- Um 500: Konsolidierung der Macht am Kaiserhof. Einfluss seiner Mutter, der Kaiserinwitwe, und mächtiger Beamter ist in den ersten Jahren sehr stark.
- 499: Thronbesteigung von Xuanwu als Nachfolger seines verstorbenen Vaters, Kaiser Xiaowen. Beginn seiner Herrschaft über die Nördliche Wei-Dynastie.
- 499: Kaiser Xiaowen (471-499)
Südliche Liang-Dynastie
- Kaiser Wu (502-549)
- Tausend-Zeichen-Klassiker
um 510: Liang Wu Di beauftragt seinen Hofgelehrten Zhou Xingsi mit der Abfassung eines Textes aus den tausend Schriftzeichen der Kalligrafie Wang Xizhis, in dem jedes der dort vorkommenden Zeichen genau einmal vorkommt und welcher sich reimt. Zhou Xingsi verfasst daraufhin den Tausend-Zeichen-Klassiker Ci Yunwang Xi zhi Shuqianzi. - Fortsetzung 516
- 503: 1202D: Geburt von Xiao Gang als Sohn von Kaiser Wu
- Fortsetzung 510
- um 503–507: Kriege gegen die Nördliche Wei-Dynastie, Verlust wichtiger Grenzstädte, aber letztlich erfolgreiche Verteidigung und Stabilisierung der Grenze
- 503: Geburt von Lý Bí (später Lý Nam Đế) in Phổ Yên, Thái Nguyên (später Vietnam)
- 502: Sturz der Qi-Dynastie; Xiao Yan wird als Kaiser Wu Di zum ersten Kaiser der Liang-Dynastie proklamiert. Beginn der Ära „Tianjian“ (502–519)
- 464: Geburt von Xiao Yan (später Kaiser Wu von Liang)
KOREA
Goguryeo
- 507: Goguryeo, gemeinsam mit den Mohe, greift die Festung Wiryeseong von Baekje an, wird aber zurückgeschlagen. Baekje wehrt die Invasion ab
- Fortsetzung 512
- 506: Goguryeo kontert mit Angriffen gegen Baekje, bleibt aber durch harte Hungersnöte militärisch gebremst
- 505: Baekje unternimmt eine größere Offensive gegen die nördlichen Grenzen Goguryeos mit über 3.000 Soldaten, bleibt aber letztlich erfolglos
- 503: Ein Angriff Baekjes auf die Festung Sugok (im heutigen Nord-Hwanghae-do) wird abgewehrt. Goguryeo verteidigt erfolgreich gegen Baekje-Angriffe
- 498: Errichtung des buddhistischen Tempels Geumgangsa. Förderung des Buddhismus: Neun Mönche werden erstmals zu den Nördlichen Wei gesandt, um buddhistische Schriften zu studieren
- 496: Kriegerische Auseinandersetzungen mit den südlichen Nachbarn Silla und Baekje. Schlacht gegen Silla bei Gounjacheng (Hundezahn-Burg, wohl im heutigen Chungcheongbuk-do), Rückzug der Sillaner, unterstützt durch 3.000 Baekje-Soldaten. Die Truppen von Goguryeo ziehen sich nach Norden zurück
- 494: Die Überreste des Königreichs Buyeo kapitulieren nach Angriffen der Mohe (nomadisches Volk) gegenüber Goguryeo und werden vom Reich absorbiert. Dies konsolidiert den Machtbereich im Nordosten Koreas
- 491/492: Thronbesteigung nach dem Tod seines Großvaters, König Jangsu. Sein Vater, Kronprinz Juda, war vor Amtsantritt verstorben. Munjamyeong wird der 21. König von Goguryeo
- 491: König Jangsu (412–491)
Baekje
- 507: Erfolgreiche Verteidigung gegen einen gemeinsamen Angriff von Goguryeo und Mohe.
- Fortsetzung 512
- 503: Abwehr eines Angriffs der Mohe. Gesandtschaft nach Japan, Übermittlung eines Bronzespiegels.
- 501: Thronbesteigung nach der Ermordung seines Vorgängers Dongseong. Niederschlagung einer geplanten Rebellion von Baekga. Angriff auf Goguryeos Festung Sugok-seong.
- 501: König Dongseong (479–501)
Geumgwan Gaya
- 492: Gyeomji, Sohn von Jilji und Bangwon, wird neunter König von Geumgwan Gaya Fortsetzung 521
- 492: König Jilji (451–492)
Silla
- 509: Gründung eines größeren Marktes im Osten der Hauptstadt Gyeongju, um den Handel zu fördern.
- Fortsetzung 512
- 505: Verwaltungsreform – Integration und Verwaltung des ehemals autonomen Gebiets Siljik-guk als Teil Sillas.
- 504: Standardisierung der Hoftracht und Einführung neuer zeremonieller Kleidung für Beamte.
- 503: Offizielle Einführung des Namens „Silla“ für das Reich (vorher verschiedene Schreibweisen und Bezeichnungen); Reformen und Vereinheitlichung der Herrschaftssymbolik.
- 502: Jijeung verbietet das alte Ritual, Bedienstete und Sklaven mit verstorbenen Adligen zu begraben und modernisiert damit Bestattungsbräuche.
- 500: Amtsantritt – Übergang vom traditionellen Titel „Maripgan“ zum offiziellen Titel „König“ und Beginn der Zentralisierung der Herrschaft.
- 500: König Soji (479–500)
JAPAN
- Tennō Keitai (507–531)
um 510: Konsolidierung der Macht in Yamato durch Heirat mit Prinzessin Tashiraka, Schwester des vorherigen Kaisers - Fortsetzung 512
- 507: Keitai wird nach dem Tod von Kaiser Buretsu als Tennō ausgerufen
- Fortsetzung 510
QUELLEN
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06.07.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
26.12.2024 Grundstock ergänzt
09.04.2026 Grundstock weiter ergänzt